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Marburg, Sonnabend, 3. März 1883.

XVIII. Jahrgang.

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Eportroman von Carl Manno.

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»Ich betrage wich nicht kindisch. Behandeln Sir mich »ich» immer so," brauste Edmund auf und die zwei zankten sich, bis sie sagte:Gut, gut, geben Die mir Ihren Arm. Mr wollen die Böse aufsuchen und überreden.'

Aber Schw-nhild, verfolgt vom Prinzen, von Klübrow nnd G-ncsi-n, flüchtete fortwährend hinter, einen breiten Tiefer,lehmcr Bekannten nach dem andern.

_ .Die armen Mädchen," machte der waidmännische $nlel für sich eine Glosie.Sie sind doch auch ost wie

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Jon den Landpostboten, entgegengenommen.

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4 Illustriertes Souutagsblatt

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Berlin, den 1. März.

I -r» der heutigen (38.) Plenarsitzung de« Abgeord- «etenhauseS wurde zunächst der Gesetzentwurf, betreffend Gerichtskosten bet Zwangsversteigerungen und Zwangs- Verwaltungen von Gegenständen deS unbeweglichen Vermögen«, der Kommission zur Vorberatung der SubhastationSordnung Lberwiesen und dann die Beratung de« KnltuSetat« bei Litd 121 Tit. 27 (Besoldung der Zuschüße für Leh«r, Schüler, insbesondere auch zur Gewährung zeitweiliger Ge- Haltszulagen an ältere Lehrer, sowie zu Unterstützungen) ^Abg. v. Heydebrand und der Lass bedauert, daß tag SchuldotationSgcsetz noch immer auf sich warten laste. Die auf diesem Gebiete herrschenden Mißstände könnten nur durch Gesetz beseitigt werden. Redner exemplifiziert auf die Verhältnisse der Provinz Schlesien, wo die Mißstände ganz besonders hervortreten. Die Ursache für dieselbe sei einmal, freut} baß die Voraussetzungen der früher rrlaffenen Bestimmungen heute nicht mehr vorhanden seien, und dann, daß da« Ober- «SS' verwaltungSgericht nicht dem Sinne der Bestimmungen ge- mäß und nicht einheitlich über die Verteilung der Schul­dsten entschieden habe. Abhflfe könne nur rin Dotation«- aesetz bringen, indes würde e« vorläufig genügen, wenn folgende Bestimmungen erlassen würden: .Die Bestimmungen Lsgh de« katholischen Schulreglement« von 1801, soweit sie die ^ilusbringung des Lehrergehalts und der Schulunterhaltung«- kosten betreffen, finden auf katholische Schulen und mit den Modifikationen des Landtagsabschiede« von 1829 auch für evangelische Schulen fortan mit der Maßgabe Anwendung, baß es den Gemeinden überlaffen bleibt, bezüglich de« Auf- bringungSmoduS der auf sie entfallenden Quote ein von den Aufsichtsbehörden zu bestätigenden Gemrtndebeschluß zu fassen."

Abg. Seer schließt sich den AuSsührungen de« Vor- i.mitgi redners in bezug aus seine Heimatprovinz Posen an. Der Ulli Mißstand sei dort so groß, daß beispielsweise ein Besitzer Näh von 200 Hektar daS Doppelte von dem zahlen muß, al» ( ein Rittergutsbesitzer mit einem Besitz von 1400 Hektar. ---- Kultusminister v. Goßler findet die Zustände im ( ganzen richtig gezeichnet. Er werde den Vorschlag des

.W°« sagte der abscheuliche Wicht?" inquirierte ent­rüstet der Schwan den Kolibri.

Er sprach wie gewöhnlich Unfinn. Alteriere Dich nicht" über bis Bocksprünge diese« Schafe«. Was kümmert uns der Leichtsinn junger Movemänner und die Nichts- nutziakeit von Mod,weibern l"

DaS war sehr schnell und leicht gesagt, ober Schwan- hilv kümmerte sich viel darum, sobald sie nur erst Zeil fand.

Augenblicklich freilich ging da« nicht, denn Prinz Blitz' Hvhenblitz kam hereingestürmt, aber nach wenigen Minuten 'n größtem Unwillen zu Gudula und der Baronin, Schwan- h'ld verklagend, daß sie ihn heute nicht auf dem Klavier zur Geige begleiten wolle und behaupte, sich ihren neu ungekommenen Bekannten widmen zu müssen.

.Ganz richtig, Prinz," erwiderte Schwanhild« Mutter.

.Sie hat die Bekannten lange genug gehabt. Was brauchen die auch noch hierher zu kommen und un« zu stören?"

Ganz richtig, Edmund. Aber beiragm Sie sich nicht

Die Abgg. v. Risselmann, v. Zitzewitz, bitten, bei Feststellung der PrästationSunfähigkeit einzelner Ge­meinden eine größere Sorgfalt al« bisher zu verwenden. ES wäre wünschenswert, wenn die Regierung bestimmte Normen darüber feststellen wollte. RegierungSkommiffar Geh. Rat Raffel erwidert, daß die« in jedem einzelnen Falle besonders geschehe.

Abg. Zelle will aus den vielen Klagen der Rechten da« Bedauern über die Aufhebung der Erbunterthänigkeit vernommen haben. Er richtet an die Herren auf der Rechten die Frage, ob sie vielleicht eine Rückwärttrevi« dierung unserer Gesetzgebung bi« zu diesem Punkte «n- strebten? Redner erkennt an, daß unsere Schulgrsetzgebung eine sichere Bast« für die Verteilung der Schulbeitrag«, pflicht nicht mehr biete. Man möge die Beschwerden aber nicht mehr gegen die einzelnen Bestimmungen richten, son­dern mithelfen, daß wir endlich zu einem wirklichen Unter« richtSgesetz gelangen.

Die Abgg. Frhr. v. Eckardstein, v. Zitzewitz und v. Quast protestieren gegen die Insinuation de« Abg. Zelle. Sie erklären zugleich namrn« ihrer Partei­genoffen, daß sie die Aufhebung der Erbunterthänigkeit für ein große« Glück halten; e« sei dies nicht eine liberale That gewesen, sondern eine Thal der preußischen Könige.

Bei Titel 28 (zur Errichtung neuer Schulstelle« 218362 Mk.) führt Abg. Strosser Beschwerde über die Regierung in Minden. Dieselbe habe die Errichtung einer Anzahl neuer Schulen angeordnet und die Gemeinden dadurch unverhältnismäßig hoch belastet, ohne auf die Leistungsfähigkeit derselben Rücksicht zu nehmen. Redner ist der Meinung, daß es nicht nötig sei, den Kindern der Landbevölkerung dieselbe Schulbildung angedeihen zu kaffes wir den Kindern der städtischen Bevölkerung.

RegierungSkommiffar Geheimer Ober - RegierungSrat Schneider rechtfertigt das Verfahren der .Negierung mit der großen Belastung der Lehrer in den in Rede stehenden Gemeinden. Wollte man überhaupt eine erziehliche Ein« Wirkung de« Lehrers auf die Kinder sichern, so war eine Erhöhung der Lehrerzahl dringend notwendig. Gerade im Kreise Münster habe die Zahl der Analphabeten in der letzten Zeit bereit« eine bedenkliche Zunahme aufzuweisen.

Abg. St ross er repliziert, daß da«, wa« der Kom­missar gesagt, nicht auf die Halbtag«', sondern auf die Ganztagsschulen zutreffe. Daß die Verhältniffe im Reg.« Bezirk Münster sich in der Weise geändert haben, wie der Vorredner geschildert, vermöge er nicht anzuerkennen.

Den Titel 28a (zu Schulbauten 500000 M.) bean­tragt die Budgetkommission in folgender Faffung zu be­willigen:Zur Unterstützung unvermögender Gemeinden und Schulvorstände bei Elementarbauten 500000 M."

Abg. Dr. Wtndthorst erklärt sich gegen die Be­willigung der Position. Nach ihm gewordener Mitteilung Exc llenz des Ministers von Landesfeind. Aber wie steht eS eigentlich mit den Wetten, Herr von Klübrow?"

Teuflisch. ExaminöS doutö«, gnädigstes Fräulein. Jadwiaa hat in F. mirableS Rennen gemacht und ist gott­voll grashüpfermäßig gesprungen. Absinthe ist fulminant. Urb wie ist Herr von Hardenmut mit Sundwite zufrieden? Krumman sagt, Sundewit huste und ziehe den linken Vorderfuß. Aber Krumman ist ein alter Spitzbube und lügt ordonnanzmäßig. Nun, mein Einnehmer ist fabelhaft, auf Ehre I Wo ich hingekommen bin, habe ich reinen Tisch gemacht. Schabab l Tbut mir aber jetzt doch leid, daß ich ibn in den letzten vierzehn Tagen nicht ganz und gar ge­schont habe, «bet ich sage Ihnen, fabelhafter Gaul, wenn er auch auSsieht mir- ein Ramtel. Wird eine scheußliche Gtschichte für zwei von uns Rosen-Reiter. Wird memora- bilisch. Hoffentlich sind schon Rosen in Aussicht genommen. Dreist auf mich wetten, Fräulein von Balt, wie ich täte. Jetzt wollen wir alle auf die Schießbahn. Ihr Herr Cousin sagt, der Herr von Hardenmut wird un« etwa« vorschießen."

Auf der Schießbahn waren viele Schützen ht Thitig- feit, Dilettanten, weit und breit bekannte «port-Kavaliere und auch einige Existenzen der Sport-Halbwelt, welche von ihrer Geschicklichkeit im Schießen und ihren Wetten dabei lebten.

Bravo, Wildenhatz," sagte Reginald zu einem Schützen, einem jungen, hübschen, verwegen schauenden Kavalier mit dem echten, stechenden Jägerblick.Wenn Du so fort« fährst, Dich fleißig zu üben, kannst Du cfl wirklich noch einmal soweit bringen, wie hier mein Freund. Herr Baron Wilcenhatz, Heir von Hardenmut." (Fortsetzung folgt.)

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Innimmt entgegen: rJ^Lbition d.Matte«, [> Ännoncen-Bureaur »A'Diettich u. Sa- in > und Hannover; Th. . in Frankfurt a 81.; »>«n u. Bögler in a- M . Berlin, fei« -- - Rudolf w» »?"' ________________________

Huchdruaeret) «gegen bfl. ^>ebition ,u ettbeilenbe Auskunft und Annahme von Adressen «erden 25 Vf«, berechnet.

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Abg. Heydebrand, der ihm nicht ganz unbedenklich zu sein scheine, in Erwägung ziehen. Für die Regierung liege die Frage so: Ist der Erlaß eine« SchuldotationSgesetzeS unmöglich, ohne daß dem Staat eine starke finanzielle Ver­pflichtung auferlegt werde, oder ist e« möglich, ohne Ver­minderung der Lasten der Gemeinden dieselben anderweitig zu verteilen. Unter den gegenwärtigen politischen Verhält- niffen sei e« ungemein schwierig, die Gegensätze auszugleichen oder auch nur die Grenzen für die Schullasten so zu be­stimmen, daß sie von den Angehörigen beider Konfessionen leicht getragen werden können. Er würde sich glücklich schätzen, alle die Schwierigkeiten wegzuräumen, denen er auf diesem Gebiete begegnet. An seinem guten Willen hierzu werde e« nicht fehlen.

RegierungS - Kommiffar, Geh. Ober - RegierungSrat Raffel flieht eine Uebersicht der gesetzlichen Bestimmungen, welche gegenwärtig hinsichtlich der Beitragspflicht der Ge­meinden zu den Schullasten bestehen.

Abg. v. Ludwig ist der Meinung, daß bei diesen Be­stimmungen von zutreffenden Grundsätzen auSgegangen werde, und hebt hervor, daß die Gutöherrschaft zu den Schullasten verhältnismäßig viel stärker herangezogen werde, al» der übrige Besitz. Redner ist der Meinung, daß alle Unzuträglichkeiten daraus resultteren, daß die bezüglichen ' Verhältniffe noch zur Zeit der Erbunterthänigkeit geregelt worden sind.

Minister v. Goßler erwidert, daß da« Aufhören der Gutsunterthänigkeit nicht da« «nfhören früher bestandener Verpflichtungen zur Folge habe, wie dies durch die Ent­scheidung der höchsten Gerichtshöfe festgestellt ist. Die ganze Angelegenheit sei wohl auch in den allgemeinen Gesichts­punkten mit aufzufaffen, die von Herrn v. Heydebrand an­geregt worden sind.

Abg. Frhr. v. Eckardstein beschwert sich über eine Entscheidung der Regierung zu Potsdam bezüglich der Schulbeitragspflicht kleinerer Landbewohner. Er bezeichnet diese Leute als prästationsunfähig und befürchtet, daß der Exekutor, gegen den der Kanzler den Kampf auf Leben und Tod ausgenommen, hier wieder erscheinen und die Echullasten zwangsweise betreiben werde. Redner bittet, die Sache noch einmal in Erwägung zu ziehen und Ab­hülfe zu schaffen.

RegierungSkommiffar Geh. Ober Regierungsrat Raffel kann eine solche Berücksichtigung nicht in Aussicht stellcn. Die bestehenden Grundsätze über die Schulbeitragspflicht könnten nicht so ohne weitere« aufgegeben werden.

Abg. Di richtet hält die Kritik deS Abg. v. Eckard- stein für wenig respektvoll. Er findet eS eigentümlich, die richterlichen Entscheidungen sofort zu kritisieren, wenn sie einmal nicht den Wünschen der Herren aus der rechten Seite entsprechen. Nach seiner Meinung ist die Verfügung der Regierung zu PotScam durckauS korrekt.

die getriebenen Hindinnen. Die Spießer sollen sich übri­gen« vor den Haup'hirschen in acht nehmen."

Drollig war, wie oft sich der Prinz und von Klübrow einander gegenüber fanden und nach wenigen Minuten sich tödlich haßten.

War läuft mir denn dieser eklige Rotkopf immer in den Weg und hat da« unverschämte Kerlchen mich anzu- grinsen wie ein böser Affe?" sagte der Prinz erbittert.

WaS trottet mir denn dieser schimmelige Paßgänger fortwährend vor den Beinen herum und glotzt mich mit seinen Kaft'Sangen an?" schnob von Klübrow.Sucht er Händel mit mir? Mortdieul Die k ni er haben mit all seiner Durchscheindarkett."

Der Kolibri fing sich den kleinen Dragoner ein.

Herr von Klübrow, ich bin Ihnen wohl zu klein, al« daß Sie ein Wort an mich verschwenden sollten? Ich kann von den Brosamen leben, welche von Ihrem reich besetzten Tische fallen."

Mort de ma vie, sagte der Rotkopf. Hab' ich nicht genug mit Ihnen konversiert? Dieser Vorwurf versetzt mich in den stebenzehnten Himmel, gnädige« Fräul in."

Mit mir? Sie sind ein Poet und sprechen wohl mit einem Schatten Ihrer Phantasie."

Auf Taille. Ich habe Sie mindesten« zehnmal ange- redet" E« ist wahrhaftig war. Auf Ehre!"

Da« nennen Sie mich anreden? Siefuhren aus mich los "und sagten: 5 zu 3 auf Einnehmer. Fräulein von Balt, nehmen Sie? 20 zu 1 gegen Huckselrux. Ange- nommen? 62 zu 2 gegen Swantewit oder Obotrit. Dann schaffen Sie weiter. DaS zweitemal sahen Sie mich für einen Rennpfvsten an, fürchteten mich anzureiten und karambolierten varüher mit den Podagrabeinen Seiner

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10W so kindisch," sagte Gudula.

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