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xvm. Jahrgang

JKarfjurg, Dienstag, 27. Februar 1883.

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Aber da ging cs schon: Klatsch! Klatsch! Die beiden

warn 53.

A«Sveowulf".

Sportroman von Earl Manno.

| im Traume nicht eingefallen, zu behaupten, daß der gegen­wärtige Kampf noch 10 Jahre dauern müsse; wenn der gute Wille vorhanden wäre, würde der Kampf bald zu Ende sein, Nach einer kurzen Entgegnung des Abg. Dr. Jazdzewski wurde dieser Titel verlassen.

Bei dem Bistum Köln protestierte Abg. Biesenbach

Ja, Vater, nun bin ich da."

»Dann laß keinen 'rau« oderrein. Dann kann e« k« gehen. Wer hinaus will von den andern, muß aus den ivnfternl"

Ais V>ter und Hanne Sebenstiern den verräterischen Einbruch der Spreensetder gesehen, hatten sie sich erhoben: »Eich' an die Thür, Hanne, und schließ um,* grollte der *l,e und Hanne ging an oie Thür.

. »Hurrah, Vater! Hnrrah, Hanne!" schrie Heinrich und Utite, seinem von Podium steigenden Vater voran, stch

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möglich gegangen. Auf Wandervikare könne nach dem Ge» setze das Benefizium der Novelle von 1880 nicht angewendet werden. Die Dechanten, welche glaubten, zur Vorlegung ihrer Nevistonsbemerke dem KommissariuS gegenüber nicht

mitten in den Knäuel seiner Feinde, und jetzt herrschte eine Zeitlang im wahrhaften Sinne de« Worte« Handgemenge, aus welchem nur über alle andern sichtbar Grot- und Sütt- Hans mit auf und niederhämmernoen Fäusten hervorragten. Mutter Sebenstiern hielt die erhitzte, wild und doch auch angstvoll blickende Rieke bei der Hand und sagte ihr be­ruhigend: »Nun wird's bald au8 fein. Wenn der Alte mal gnattelig und Hanne warm wird, bann räumen sie schon auf.*

Und wieder klirrten Fensterscheiben und mußten die von draußen Zuschauencen zu ihrem großen Leidwesen zurück- weichen. Denn da sprang der erste der Sprcenfeldcr Ge- noffenschaft auS dem Fei ster und da der zweite und nun ging e« schneller Die Deroute war offenbar. AuS allen vier Fenstern sprangen sie, flogen sie, wurden sie geworfen; zwei Fenster »ührten in die Saubucht, zwei auf Stachel­beerbüsche hinaus es war eine herrliche Schläg rci. Selbst Grot-HrnS sagte hernach, das erinnerte ihn an seine Jugendzeiten, obwohl es denn damals doch noch ganz anker- gewesen sei.

Glorreich war, wie Heinrich noch, während der letzte Feind zum Fenster hinauSsegelie, auSries:Musik!" wie Ricke Lachbich zum ihm flog, er sie um die Taille faßte und er mit ihr und die andern hinterdrein einen Triumph­walzer tanzte, daß alles schüttelte und die Wände von ihrem Stampfen und Jauchzen bebten.

O Wut der Geschlagenen 1 Einen Augenblick rieten Ehre und Rache, den Angriff zu erneuern, aber er war zu aus­sichtslos; die Führer waren eigentlich und uneigentlich zu niedergeschlagen und dann setzte glücklicherweise auch ein Sprühregen ein die verschiedenen Dörfer hätten stch sonst im Garten weitergeprügelt. Da zu gleicher Zest auch,

lediglich daS Zeugnis für den einjährig-freiwilligen Dienst erwerben wollten. Zur befferen Vorbereitung der Lehrer werde auch das Examen nicht beitragen, das jetzt nach dem Schluffe des Probejahres abgelegt werden solle. Redner wünscht die Ablehnung der Forderung. Abg. v. Limburg- Stirn m glaubt, daß die Regierung der UeberhürdungS- frage nicht die nötige Beachtung schenke, wie die- im Lande geschehe und der Sache entspreche. Daß eine Ueberbürdung vorhanden, sei anerkannt durch die medizinischen Gutachten, von denen besonders das vom Statthalter der Reichslande erstattete hervorzuhrben fei.

Abg. Dirichlet bestreitet die wirkliche Ueberbürdung der Schulen. Regierungskommiffar Bonitz meint, die UeberbürdungSfrage müsse nicht an einem Punkte, sondern an allen Punkten gleichzeitig in Angriff genommen werden. Eiye fünfzigjährige Beobachtung ergebe, was man im Examen verlangen könne. Die diesbezüglichen Anforderungen feien gegen früher vielleicht geringere geworden, während aber früher nur in einzelnen Fächern etwas gearbeitet worden, feien die übrigen dagegen vernachlässigt, also zur Erholung benutzt worden. ES sei das jetzt anders; man verlange in allen Fächern ein genügendes Maß von Kenntniffen, daß die Schulverwaltung eine Ueberschreitung de» unbe­dingt erforderlichen Maßes von Arbeiten vermeide, fei selbst­verständlich. Die Verwaltung werde alles thun, um die gerechtfertigten Klagen zu verringern. Abg. Kropät­sch ek verweist auf den in der UeberbürdungSfrage von der Kommission demnächst vorzulegenden Bericht, der er­gebe, daß die Kommission, wie die Regierung der Frage den größten Ernst zugewandt habe. Die Einführung der zweiten Prüfung würde nur zur Aufstapelung neuer Bücher­lehren führen, zu weiter nichts.

. Abg. Perger bezeichnet den Vorschlag deS doppelten Examen- als unpraktisch und die Autorität der Lehrer schädigend. Abg. Löwe (Bochum) erblickt in dem Vor­schlag der Regierung den ersten Schritt zur Beseitigung der Ueberbürdung. Richt bloS die Schulen, auch die Lehrer seien überlastet. Die Position wird abgelehnt. Fortsetzung der Beratung am Montag.

vom Landtag.

Berlin, den 24. Februar.

In der heutigen (34) Plenarsitzung de» Abgeord­netenhauses erhielt zunächst bei Fortsetzung der Beratung des Kultusetats, speziell bei dem Titel für daS Bistum Gnefen und Posen, das Wort

Abg. Dr. v. JazdzewSki, welcher damit beginnt, dem Abg. Windthorst een Dank für die Wahrung der pol­nischen Interessen auszusprechen. Um so mehr gingen die Polen mit dem Zentrum in kirchlichen Dingen zusammen. Zur Sache führte der Redner, wie in früheren Jahren, nn langes Register von Klagen aus der qu. Diözese vor, und besonders eingehend begründet er seine Beschwerden über die derzeitige kommissarische Vermögensverwaltung der Diözese.

Kultusminister v. Goßler wies diese Vorwürfe de» Vorredners gegen dm KommissariuS RegterungSrat Perkuhn mit Bestimmtheit als unbegründet zurück. Der Art. 5 der Novelle von 1880 werde in loyalster und vorsichtigster

Plötzlick trat eine P mse ein. Eine Bärmstimme dröhnte, Ecs übertönend:Bist Du da, Hanne?"

Man lauschte, schaute sich um. Die Parteien zogen iusammen.

dagegen, daß der Kultusminister die Immediateingabe wegen Rückberufung des Erzbischof« al- eine aus taktischen Gründen veranlaßte Kraftprobe bezeichnet habe. Die Regierung sollte vielmehr erfreut sein über die innigen Beziehungen dr- Volk- zu seinem Bischöfe,^umal in unserer Zeit, wo die sozial­demokratischen GefHim immer drohender werden.

Bei dem Bi-tum Trier führt er aus, daß der Etat für den bischöflichen Stuhl (39 300 W), der seit Jahren fest­stehe, den heutigen Verhältnissen keineswegs mehr genüge.

Bei dem Kapitel 116 (Besoldungen und Zuschüsse für katholische Geistliche und Kirchen) wünscht Abg. Majnnke eine genaue Scheidung der persönlichen und sächlichen Aus­gaben.

Bei Kap. 116a (BedürfniSzuschüffe und einmalige Unter­stützungen für einen Bischof befürwortet Abg. vr. Reichen­sperger (Köln), diese Position, in welcher daS Gehalt für den allkatholischen Bischof enthalten ist, zu streichen. Die Position wird jedoch ohne weitere Debatte genehmigt.

Bei dem Kap. 117 (Provinzial-Schulkollegien) beklagt sich Abg. Steinbusch, daß das Dumcnt - Schauberqsche Lesebuch, das vom Minister v. Puttkamer selbst scharf kriti­siert und auch bereit- im Regierungsbezirk Düffeldorf aus den Schulen entfernt sei, noch in anderen Regierungsbezirken, namentlich im Regierungsbezirk Köln, fortwährend im Ge­brauch fei Abg. Dr. Kropatfcheck weist auf gewisse Gefahren hin, welche die Litteratur-Konvention mit Frank­reich für große VerlangShandlungen und namentlich auch in pädagogischer Beziehung haben könnte. Kultusminister v. Goßler wird letzterer Angelegenheit die nötige Auf­merksamkeit zuwenden und die qu. Lesebuchfrage prüfen. Auch bezüglich der weiteren Beschwerden, welche der Abg. Steinbuch gegen die Kölner Regierung vorgebracht hatte, und welche vom Abg. Windthorst unterstützt waren, erklärt der Minister, soweit sie sachlicher Natur, eine Prüfung ein­treten zu lasten. Abg. Kantak gab einigen Wünschen betreffend die Posener Pryvinzlal-Schulverwaltung Ausdruck, welchen auch die Regierung zu enffprechen geneigt $. Seine Ausführungen veranlaßten indes den Abg. v. Tiedemann zu einigen thatsächllchen Bemerkungen über die aggressive Haltung der polnischen Bevölkerung den Deutschen in der Provinz Posen gegenüber.

Bei dem Titel 118: Prüfungskommissionen, erklärt der RegicrungSkommistariuS auf Anregung deS Abg. Dr. Kra­st atf check, daß der Herr Minister die Ausführung des Artikels Dll deS Ultimogesetzes sorgfältig überwachen werde. Zur Bestreitung bet Ausgaben der Kommissionen für die praktische Prüfung der Kandidaten deS höheren Lehr­amts sind, wie früher an anderer Stelle näher erwähnt, 10800 Mark eingestellt. Abg. Dr. Stern führt aus, das die Ueberbürdung dcr Schüler an der zu großen Ein­seitigkeit der Vorbildung der Lehrer liege; dazu komme der Ballast, den der Lehrer an denjenigen Schülern habe, die

dieser um stch, nicht bloß mit furchtbarer Stärke, sondern auch mit wunderbarer Schnelligkeit seine schmetternden

für da« Fest gerade recht post festum ein Gendarm eintraf, so konzentrierten sich die Spreenfelder rückwärts nach Hanse, Niederlage, blutige Köpfe und den Namen: Stachelbeerfrester heimtragcnd.

Wer beschreibt aber die Erbitterung und hochnäsige Bestürzung de« Spreenfelder Herrn, al« am nächsten Nach­mittag Herr Advokat Spitz bei ihm vorfuhr und ihm mit­teilte, daß gegen ihn eine Klage wegen Dingung zum Verbrechen schwerer körperlicher Mißhandlung, refp. deS Totschlages anhängig gemacht und beute morgen von drei Z ugen eidlich zu Protokoll gegeben sci, daß Herr Schlag« drauf die Brüder Ratzki mit Geld gegen den Reitknecht Heinrich Seb.usiiern gelungen habe.

Schlagdrauf lachte, schimpfte, polterte, aber Spitz be­deutete ihm, d^ß die Sache absolut nicht zum Lachen sei und sehr übie Fo'gen und obendrein Auiwärmung de« alten Skandal« zur Folge haben werde. Schlagbr-us mußte kl-in beigeben und stch auf Biet'n und Bitten verlegen, daß man die Klage zurückziehe.

E« ging bi.« alles eigentlich geg-n Heinrichs Stolz, aber Harvenmut bestand darauf, daß schlagdrauf eine empfindliche Summe zahlen mußte. Die zerbrochenen Fcnst,r, Gläser, Flaschen, Tische unv Stühle »urten dar au« nach Taxe ersetzt. Für da« übrige Geld wurden zwei Sparkastenbücher getauft Der Ticsenlehmer Schulze hatte da« Geld Schlagdrauf« in Verwahrung und Berechnung bekommen. Mit ihm und noch einem Bauern al« Zeugen ging Heinrich zu d m Tagelöhner Dummer w und über­reichte ihm die beiden Bücher, da» eine für stch, da« andere für feine Tochter und ihr Kind.

(Fortsetzung felgt)

Das eieuererlatz-Gesttz

hat im Abgeordnetenhause zu einem lebhaften Kampfe ge­führt, der nach jeder Richtung ehrenvoll für die Konser­vativen war. Mit großer Freude hatte man im ganzen Volke die Verheißungen der Thronrede begrüßt, daß die unbemittelten Klassen in ihrer Steuerlast erleichtert werden sollten. Die Gesetzvorlage der König!. Regierung wollte die vier untersten Steuerstufen der Klassensteuer ganz ertasten und die Mittel hierzu au» einer billigen Auf­lage auf die Wirtschaften und TabakSverkäufer beschaffen. Damit ftlmmten die liberalen Parteien und da» Zentrum nicht überein und diese Auflage (Lizenz ) Steuer wurde be

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ve-.pflichtet zu sein, möchten das Ober - Verwaltungsgericht anrufcn. Die Sperre beruhe auf Gesetz, zu besten Nicht­anwendung im einzelnen allein die Haltung des Kleru« ver­anlassen könnte. Im übrigen betont der Minister, daß wir in einer Episode in dec Entwickelung unsere» Vaterlandes MW siehe«, in der stch die Zustände der früheren Zelt stark ver­schoben haben; wir müßten eS uns angelegen fein lasten, durch gegenseitige Ben-ühungen wieder die richtigen Grenzen zwischen Staat und Kirche zu ziehen. Er sei ihm gestern

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Berlin; SB. Iltene in Elberfeld: 6- Schlotte in

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bmw*1 Rohkis waren über Heinrich her. Wie ein Löwe schlug

Weise ausgeführt. Die Kirchenbuchführung sei ein pfarr- gs^'H amtlicher Akt, und in bezug darauf wäre er, der Minister, 1 um die Kirchenbuchführung zu erleichtern, so wett wie irgend

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Nr,Leint täglich außer an den Werttagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für da« Quartal mit der wöchentlichen BeilageJllustrirtes Lamrlagsblertt" durch die Expedition (Ä o ch'sche Uuchdruckerei) bezogen l/t Mark, durch die Postämter be« Deutschen Reiche« 2 Mark 60 Pfg. (excl. Bestellgebühr.) JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile IE Pf«.

Für in der Expeditton zu ertheilende AuSknnst und Annahme von Adreflen werben 25 Pfg. berechnet.

:einen Schlag hinter den linken Kinnbacken, der ihn zu Boden warf und jetzt Ade einen auf« rechte Auge und

>! nun hatte Heinrich diesen mit der linken Hand bei der 7 finb! 2chle und

Da traf ihn ein gewaltiger Stoß, von einem Haufen Kerle zugleich, der ihn fast zur Erde schleuderte unv die Ratzki« frei machte. Ein Trupp Spreenfelder Knechte 'ti* ®at widerrechtlich in den Tanzsaal gedrungen. Ihnen zu 's? »qch strömten Freunde Heinrich«. Ein wilbeS Durch- drei dnanner toste.

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