nur durch Aufhebung desselben die Befreiung der beiden untersten Klaffensteuerstufen erreichbar, gebe er denselben preis. Weiter, als zur Erreichung dieses Zweckes nötig sei, dürfe man aber nicht gehen, deshalb will er namentlich die Kontingentierung aufrcchterhalten. Der beantragten Mefolution legt er keinen großen Wert bei; mehr Bedeutung habe eS, daß die Regierung in dem vorliegenden Gesetze eine bestimmte Direktive für die weitere Entwicklung der Steuerreform habe.
Abg. v. Bennigsen spricht seine Befriedigung über die hervorgetretene Uebereinstimmung au«; auch Herrn v. Hammersteins Rede sehe er wesentlich al« einRüchug«- Gefecht an. Neuerdings ihm zugegangener Material bestärke ihn in der Ueberzeugung, daß mit der Befreiung über 900 Mk. hinaus nicht gegangen werden dürfe, da darin die gesamte Arbeiterbevölkerung einbegriffen sei. Auch finanziell empfehle sich nicht, über diesen Satz hinauizu- gehen und die Erträge der direkten Steuern zu alterierrn, da Preußen die Mittel für seine eigenen Bedürfniffe gebrauchen werde; nur müffe innerhalb derselben eine ange- meffene Klassifikation der Zenstten eintreten. In dem Augenblicke aber, wo über die Ungleichheit in letzterer Beziehung Uebereinstimmung herrsche und Abhülfe in Aussicht genommen werde, könne man unmöglich Zuschläge zur Einkommensteuer machen, die man sonst al« eine Ungerechtigkeit bezeichne. Auf die Annahme der Resolution legt er erheblichen Wert für die fernere Entwicklung des Personcll- steuerwesen«. Der Redner schließt mit dem Ausdruck der Befriedigung über die entgegenkommende Erklämng der Regierung und der erfreulichen patriotischen Einigkeit der Parteien.
Abg. W i n d t h o r st hält ebenfalls da- Ergebnis der bisherigen Verhandlungen für ein hocherfrruliche-, sowohl in bezug auf die zu befreienden Zensiten, al« aus politischen Gründen. Die Befreiung der beiden untersten Stufen sei ein bedeutungsvoller Schritt und eine notwendige Konsequenz des Zolltarifs. Der Antrag von Hammerstein würde zu bedenklichen Konsequenzen führen können. Bet einer organischen Reform der Einkommensteuer müßte aber das Einkommen voll und ganz besteuert und die Leute mit höherem Einkommen höher als bisher besteuert werden. In mechanischer Weise aber Zuschläge zu machen, sei eine äußerst bedenkliche Maßregel. Je größer die Mehrheit sei, welche die Beschlüffe der Kommission und die Resolution annehmen werde, desto sicherer würde man auf dem Wege gründlicher Steuerreform vorschreiten.
Referent Abg. Frhr. v. Zedlitz und Neukirch (Mühlhausen) konstatiert mit Befriedigung, daß nach den Erklärungen des Herrn Finanzministers und dem Gange der Debatte die Kommission sich der begründeten Hoffnung hingeben dürfe, einen gedeihlichen Schritt auf dem Wege der Steuerreform angebahnt zu haben. Im übrigen bittet er, den § 1 in der Fassung der Kommission anzunehmen.
Bei der Abstimmung wird der Antrag de« Abg. Frhrn meiner Fieken-Schwcster auf die Mühle und die dürfen dabei sein. Und mit denen fürcht' ich keine Zwanzig nicht. Ich glaub' nur, die anderen fangen gar nicht an, wenn sie die sehen. Wenn aber di: Spreenfelder Knechte im Garten sein sollten, sind die Hohenbuchner und die Tiefen» lehmer auch da. Und das kann ja dann einen schönen Hopphei geben.*
„Nur keine Stuhlbeine und Mefler. Der alte Ohm« soll 'mal Herrinkommen.*
Der Taglöhner kam und erzählte, wa» er gehört und gesehen und Hardenmut schrieb es nieder, la« r« vor und Ohms bestätigte es mit drei Kreuzen. Die« Zeugnis schickte Hardenmut mit einem Briefe zu seinem Anwalt in die Stadt.
Heinrich Sebenstiern holte nachmittags Rieke Lachdich ab, ohne ihr zu verhehlen, was ihm bevorzustehen scheine.
Rieke warf den Kopf in die Höhe.
„Wa« ?" sagte sie. „Man will Sie durchhauen, Heinrich? Und man will sich nicht vor uns Frauenzimmer genieren? I! Da« ist ja nett l Und da« wollen die zwei Spreeu- felder Taugenichtse, die von Gott und Rechtswegen gar nicht unter un« hingehören? Und dieser Franzosen Crabater? Wenn Sie dem Großmaul, der sagt, er nähme e« mit Ihnen und allen hiesigen Bauernjungen auf, ordentlich ein« drauf geben, soll eö mir ganz recht sein. Ich glaub' wirklich, der Bengel ist mal Hanswurst bei den Luftspringern gewesen und wie sein Maul gehen seine Beine und wie seine Beine geht sein Maul.*
„Na, dann ist e« man gut,* sagte Heinrich ruhig. „Dann sind wir ja einig.* (Footsetzung folgt.)
Marburg, Freitag, 23. Februar 1883.
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Spreenfelder Herr hat die beiden Brüder Ratzki, sagen ja aus Angst vor mir, als Kutscher und
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1. April 1883 ab aufgehoben, so daß mit diesem Zeitpunkte tk Verpflichtung zur Entrichtung der Klaffensteuer erst bei «m Jahreseinkommen von mehr als 1200 Mk. beginnt.*)
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btt Steuervorlage.
Zunächst wird der zweite Teil der Regierungsvorlage, § 5 und folgende (Lizenzabgabe), ohne Debatte gemäß den Kemmissionsbeschlüffen abgelehnt; für den 8 5 erheben sich mir einige konservative Mitglieder; über die §§ 6—35 er
stellt! zu decken, könne doch nur al« billiger und durch die Verhältniffe gerechtfertigter angesehen werden.
Finanzminister Scholz erklärt, daß die Regierung noch Heu e daran festhalte, daß ihre Vorschläge, betreffend die Lizenzabgabe, das Beste und allein Richtige gewesen; daß sie aber mit Rücksicht auf die Stellung der Kommission und des Plenums gezwungen sei, davon abzustehen. Er anerkennt ferner das Bestreben der Freunde des Herrn von Hammerstein, gemäß der Regierungsvorlage die vier untersten Stufen der Klaffensteuer zu beseitigen; aber gleichwohl halte die Regierung für ihre Pflicht, den Vorschlägen der Kommission zuzustimmen, da sie damit immerhin 85 Prozent der Steuerexekutionen erreiche und sie eö für angezeigt halten müffe, wenn sie eben nicht 100 Prozent beseitigen könne, die Beseitigung des größeren Teil« nicht zurückzuweisen. Die Beseitigung der Steuerexekutionen sei eben der Hauptzweck des ganzen Gesetze«, und um diesen zu erreichen, stimme die Regierung auch der Aufhebung de« Gesetze« vom 10. März 1881 zu. Der vorgeschlagenen Resolution könne er ihrer Natur nach eine besondere Bedeutung nicht beilegen ; in dem Sinne derselben wetde ja die Steuerreform fortgeführt werden müssen. Der Herr Finanzminister erklärt sich schließlich gegen den Antrag des Abg. Freiherrn v. Hammerstein, der sich als eine vorübergehende Maßregel nicht empfehlen könne. Seine Ausführungen werden am Schluffe von der Linken mit Beifall begleitet, der auf der rechten Seite mit Zischen beantwortet wird.
Abg. Rickert konstatiert diese letztere Erscheinung als ein parlamentarisches Novum und wendet sich eingehend gegen die Rede de« Abg. Frhrn. v. Hammerstein. Eine Notwendigkeit, mehr als zwei Stufen der Klaffensteuer zu beseitigen, liege nicht vor. Als wesentlichen Grund zur Beseitigung derselben anerkennt auch er jetzt die Unmasse der Struerexekutionen, wenn auch Men Höhe wesentlich durch die verschiedene Handhabung des Gesetze« feiten« der Behörden veranlaßt sei. Aber auch die Umstände der Erhebung der untersten Stufen spreche für die Beseitigung der letzteren. Der Schnitt zwischen der zweiten und dritten Stufe rechtfertige sich damit, daß, wie der Reichskanzler gesagt, der Mann, der lediglich von seiner Hände Arbeit lebe, keine direkte Steuer zahlen solle. Im übrigen wünscht er, daß keine weitere Abbröckelung unseres guten Steuersystems eintcete.
Abg. Büchte mann erklärt, daß seine Freunde trotz ursprünglicher Bedenken für den 8 1 der Kommissions- Beschlüsse stimmen werden. Für die Aufhebung der 3. und 4. Steuerstufe habe auch der Abg. v. Hammerstein nur allgemeine soziale Gesichtspunkte angeführt. Die Frage, ob nach dem Vorschläge des Abg. v. Hammerstein die Einkommensteuer zu erhöhen, kann nur im Wege organischer Steuerreform entschieden werden. Bei der jetzigen Veranlagung würde der Zuschlag zu einer großen Ungerechtigkeit führen. Wenn eS möglich gewesen wäre, würde er gern den gesetzlichen Steuer - Erlaß beibehalten haben, aber da
Berlin, den 21. Februar.
Auf der Tagesordnung der heutigen (31.) Plenarsitzung ks Abgeordnetenhauses steht die zweite Beratung
Dem trau' ich auch nicht.*
„Woher weißt Du, daß Herr Echlagdrauf Geld gegeben hat?*
„Der alte Ohms draußen sagt es mir grade. Er hat mit Labert und Müß dabei gestanden, al« der Spreen- felder Herr dem Kutscher ganz offen daS Geld gab und sagte: „Schlagt den Hund, daß er nimmer wiederaufsteht, dann sollt Ihr mehr haben.*
„Da« andere kennst Du. Aber gib Acht auf den Franzosen. Die Art stößt mit dm Füßen gegen dm Leib und die Schienbeine. Da« ist sehr gefährlich, wenn man nicht auSweicht oder pariert. Vergiß da« nicht. Du bist doch nicht allein?*
„Nein, Herr, allein bin ich nicht. ES kommen auch gerade mein Vater und mein Bruder Hanne zu Besuch bei
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bat, zum Tanz auf die Mühle bei seinem Schwager und Fieken-Schwcster zu gehen, sagte Hardenmut: „Wen hast Du zur Tänzerin?"
„Rieke Lachdich,* erwiderte der Reitknecht auffärbend.
„So? Gut.*
Der Reitknecht drehte noch seine Mütze und sagte: „Ich glaube, sie wollen mir eine ordentliche Tracht Prügel
An« „veowulf".
Sportroman von Carl Manno.
IV.
Wild durcheinander lärmten die Freier im Saal, da den fallenden Mann sie gesehen;
Und sie entsprangen den Thronen, den Saal durchtobend mit Aufruhr.
Homer, Odyssee
al Werten Einkommensteuer bleiben fortan außer Hebung, und IM im Monate Juli, beziehentlich in den darauf folgenden 3urei|fMonaten.* (Nach der Regierungsvorlage lautet 8
,D!c vier untersten Stufen der Klaffensteurr werden vom
angenommen. DaS sind verwogene Kerls und große Schlägcr. Die kommen nun auch und er hat jedem gegen mich zwei Thaler gegeben. Und des Grafen Tezetti Kammerdiener Jacques ist auch dabet und krähnscheS Kerlchen.
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.„,,i8ennimmt entgegen: ^rpebition d.Blatte«, ..i-d.Ännomen.Bureaur ’ ib Dietrich u. C». in taS und Hannover; Th. Win Frankfurt a M.; S-S'-Zi. fcn.
Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d Blatte«, sowie d.Annoncen-Bureaux ven ®. 8. Daube u Ce Ix Frankfurt a. M; Jäoersche Buchhandlung Meten; Hermansche Buchhandlung daselbst; Jnvalidendantin Berlin; W. Thiene in Elberfeld; C- Schlotte in Bremen.
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Marblli llr.
«3.
tunaen Nnben Absatz II zuzufügen: „Vom 1. April 1883 ab ificber x ®*tb bis auf weiteres zu dem Steuersätze der 9. bis 14. Ein« >iffenhck kmmcnsteucrftufe ein Zuschlag von 15 Prozent, zu dem unpartb' ^uersatze der 15. bi« 22. Etnkommensteuerstufe ein Zu- rtionSoq föla8 von 20 Prozent, zu dem Steuersätze der 23. und sihcren Einkommensteuerstufen ein Zuschlag von 25 Prozent "hoben." (In Verbindung damit steht der Antrag zu § 2, vongch das Gesetz vom 10. März 1881 (Steuererlaß) W aufgehoben werden soll.) — Der Redner führte aus, Mi die Kommission auS politischen und steuertechnischen Gründen die Beseitigung der 3. und 4. Klaffcnsteuerstuse lbgklehnt habe, und daß er davon abstehe, in dieser Be-
ÄÄ W keine formelle Abstimmung.
Das Haus geht demnächst zu der Beratung de« § 1 «bSarjteeii IUs Grund der KommissionSbeschlüffe über. Nach oen igenftam^ letzteren lautet der 8 1t „!• Die beiden untersten Stufen armuth. । kl Klassensteuer werden vom 1. April 1883 ab aufgehoben,
so daß mit diesem Zeitpunkte die Verpflichtung zur Ent- tarbulji^tunz der Klaffensteuer erst bei einem Jahreseinkommen c un® «m mehr als 900 Mk. beginnt. II. Drei Monatsraten __M Stufen 3—12 der Klaffensteuer, zwei Monatsraten der -—.- Insten und eine Monatsrate der zweiten Stufe der klasfi«
iOrCM| Abg. Frhr. v. Hammerstein erhält zuerst das Wort Mn die Beschlüsse der Kommission. Derselbe beantragt,
Für den Monat März werden noch Bestellungen auf die
Oberhesfische Zeitung
m>d deren Gratisbeilage
Illustriertes Sonntagsblatt
allen Post - Anstalten, auf dem Lande auch jon den Landpostboten, entgegengenommen.
s Hatten die Herrschaften durch Rennen und Wetten und Echleppfogden ihre Aufregung gehabt, so wollte auch die ^lenerschaft ihr Vergnügen haben.
.. Er wurde eine Art Honoratiorenball der Herrschaft«- löl -Ener. ins Werk gesetzt. Protektoren waren Herr Martin, 101 ytr Hartsen, Josef und Gcnoffen. Doch agierten unter 101 jüngere Kräfte. Man hatte das am Abend de« von Tiefenlehm für den nächsten Sonntag arrangiert. Tper höhere oder Herrenlivree-Bebiente und Kutscher hatte seiner Dame, respektive mit näheren Anverwandten Zutritt. Dos Fest fand statt den Sonntag nachmittag °ch der Kirchenz it auf dem Hohenbuchener Mühlenkrug.
L $a9, in dem Gedächtnis der Leute der umliegenden ^chspiele auf Kind und KinreSkindcr hin unvergeßlich! gpt als Junge gesehen hat, wie der Franzose auS dem in die Schweincbucht flog, wird daS noch als zit- Midrr Greis den lauschenden Enkeln erzählen und sagen: war noch vor dem Franzosenkrieg. Ja, dazumal gab CM: Männer! Das war noch eine ankere Zeit I Solche F wie die SebenstiernS gibt'S jetzt nicht mehr.*
Heinrich zu seinem Herrn kam und um Erlaubni«
grscheint täglich außer en den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für daS Quartal mit der wöchentlichen Beilage „JllustrirteS Sonntagsblatt" durch die Expedition (Ä o ch'sche Guchdruckerei) bezogen 21/» Mart, durch die Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 50 Pfg. (excl. Bestellgebühr.i — JnfertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg.
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ilkem. a.M., iffe 1,
Itee ™Ele9ltt habe, und baß er davon avfieye, tn otefer Be- . * jichung ein Amendement kinzubringrn, aber der Vorschlag,
8 ou ’ ttn Ausfall vorläufig durch ein Zuschlag zur Einkommen-