Einzelbild herunterladen
 

xvm. Jahrgwg.

JRarßucg, Sonnabend, 3. Februar 1883.

ieuten.

OliklhesMk ZkitW

u für

Janui,,

ta_ ein"

**' Ob#

Gart»,

ionät.

hme:

Reichstag.

»sse«

JiitteÜ

OrcSd!

Der falsche Prinz.

i

beit.

ar

0*1

nst

101 too

101

lässig ig<l*

ke

5 zu ebruar

toi oll 66- 73.

60.

1»

SS

30»

90 81»,

rle in c. igliche ich Ka 7« Bi« eit unb

Soweit unser Vorrat reicht, fügen wir Neubestellungen itae Nr. 20 vom 25. Januar d. I. mit den Bildnisten 6 Kronprinzen und der Kronprinzessin, sowie einen glrober für 1883 gratis bei.

Die Expedition der Oberhess. Ztg.

Berlin, den 1. Februar.

-rn der heutigen (44.) Plenarsitzung deS Reichstag» Qphnm Mitteilungen von wci-

mer lediglich aus sanitären Rücksichten angeordnet sei. Für den Winter sei der Paletot nach militärischem Schnitt ge« stattet und eine Klage in dieser Beziehung noch von keiner Seite erhoben. Nachdem der Abg. Prinz Schönaich- Car o lat h noch einmal seinen Wunsch, betreffend die Sommerkleidung der Landbriefträger, dem Reichs-Postamt zur Erwägung empfohlen, bestätigt der Staatssekretär de» Reichs-Postamts Dr. Stephan, daß die gewünschten Versuche bereits gemacht seien, daß man aber von denselben lediglich aus sanitären Gründen Abstand genommen habe. Abg. Dr. ThileniuS verwirft vom ärztlichen Stand­punkte aus die besondere Sommerkleidung der Landbrtef- träger. Abg. Dr. Reichensperger (Krefeld) hebt her­vor, daß bei den Postneubaulen vor Allem auf die Ge­sundheit der Räume im Jntereffe der Beamten gesehen werden müffe. Seine SpeztalauSführungen über das Post- gebäude in Minden werden vom Staatssekretär deS Reich«« Postamts berichtigt. Weitere Debatte veranlaßt die Zentral« Verwaltung nicht.

Bei den Besoldungen der Betriebsverwaltung kommt Abg. Stöcker auf die Frage der Sonntagsruhe zurück. Er betont feinen prinzipiellen Widerspruch mit dem Stand­punkte des Staatssekretär» Stephan und verlangt einen völlig dienstfreien Sonntag in regelmäßiger Wiederkehr für die Postbeamten. Der Redner wird in dem Versuche, diesen Gedanken deS Näheren auszuführen, von der Linken vielfach und lebhaft unterbrochen; er behält sich das Weitere bis zur dritten Lesung vor. Ebenso muß er dann auf wiederholte Intervention deS Präsidenten davon abstehen, seine besonderen Wünsche auf dem Gebiete deS Postwesen» überhaupt schon bei diesem Titel zum Ausdruck zu bringen. Abg. Hänel konstatierte darauf die technischen Schwierig- teilen, welche der Realisierung deS allgemeinen Wunsche» nach Sonntagsruhe für die Postbeamten entgegenstehen. Ohne erhebliche weitere Debatte werden die Mehrsorderungen für die Ober-Postdirektoren bewilligt.

Bei den Post- und Telegraphenämtern begründet Abg. Bau mb ach seinen Antrag, welcher im allgemeinen eine au» dem Etat hervorgehende Klarstellung der Gehalt«- verhältniffe der Postbeamten bezweckt. Auch Abg. Dr. Lingen» wünscht, daß volle Oeffenllichkeit in diesen Dingen herrsche; dadurch werde am besten da» Mißtrauen der Postbeamten beseitigt werden.

Abg. Büchtemann erkennt das Berechtigte derartiger Beschwerden an und bittet um thunlichste Abhülfe.

BundeSkommiffar KasubSki wendet sich gegen den Antrag de» Abg. Baumbach, im Etat, zur Klarstellung der GehaltSverhältniffe der Vorsteher von Postämtern und Telegraphenämtern erster Klaffe, die Einteilung dieser Bemter in verschiedene Gruppen unter Angabe des Mini­mal-, deS Maximal- und des Durchschnittsbetrags des Ge­halt» ersichtlich zu machen und eine Uebersicht der zu den

Ml, die Erwägung neuer Bestimmungen oder intet« onaler Vereinbarungen zur Verhütung von Kollisionen

B 100

Erzählung von Th. von Aschenberg.

»Was ist'S denn, was Sie mir sagen wollen?* fragte Diana mit unruhigem Erstaunen den Grafen Trevis.

»Gnädige Frau,* erwiderte dieser mit erheuchelter Teil- iW, „ein Betrüger hat mein Vertrauen getäuscht und sich iei mir eingeschlichen, sowie in Ihr edleS Herz uns da» »«befleckte Haus Ihres guten Onkels. Dieser Mensch, den Eie jetzt Ihren Gemahl nennen, hat einen falschen diamen angenommen und einen falschen Titel, um unS alle i« täuschen. Dieser Mensch hat sich Prinz genannt, um den Epi ößling des edelsten Hause» deS Landes zu heiraten. Dieser Mensch heißt Carlo und ist ein armer italienischer Stnbent oder auch ein fahrender Sänger und jetzt ist er > Gemahl!'

Alle, die diese loutgesprochenen Worte deS Baron Trevis gehört, waren starr vor Erstaunen: Diana selbst wurde Mahl, aber sie verlor die Fassung noch nicht.

»Das ist unmöglich! . . .* stieß sie mühsam hervor.

•3)1 in edler Gemahl kann kein Betrüger sein.' —

»Es ist aber leitet dock so,' sagte der Baron Trevi», nicht ganz seine grausame Freude verbergen konnte. »3ch kann Ihnen Beweise liefern, daß Jbr Gemahl kein

ist, sondern ein ganz gewöhnlicher Mensch. Doch, ^'ä-^ige Frau werden Sie nachsichtig sein, denn dieser arme ^ger Carlo, derselbe, der unS vor einiger Zeit im jßolbe da» schöne Liev sana und bann entfloh, hat Ihnen Erweise einer großen Liebe gegeben. Um Sie, gütige •fou, zu bitten, bat W seine Ehre geopfert und sein Leben ?ber doch wenigstens seine Freiheit riskiert . . » . er ist Krüger geworden, ja sogar fast Dieb au» Liebe zu

Auf der Tagesordnung steht in erster Reihe die Jnter- ------------- ver-

lalzhol Dorsch Zucker, m, nteli n wch

»h deren Gratisbeilage

Illustriertes SormtagSblatt

10», S-

„Meinen Gemahl!?* entgegnete Diana stolz. „Er ist es nicht! Er wird eS nie fein l*

„Diana,* sagte Carlo bewegt, „gestern noch sagtest Du, wenn ich auch von meiner Höhe herabfiele, so sei ich doch noch der Gatte Deiner Wahl.*

„Gestern,* antwortete Diana, ohne ihn anzusehen, „glaubte ich mit einem Ehrenmanne zu sprechen, heute sehe ich nur noch einen Schurken, einen Betrüger! Carlo, der arme Student, Carlo, der Lügner, kann nicht der Gatte der Gräfin Haumont sein!*

Die Diener näherten sich dem entlarvten falschen Prinzen, der sie jedoch durch ein gebieterische» Zeichen davon abhielt, ihn festzunehmen.

Mit erhobenem Kopfe ging der falsche Prinz langsam au» diesem Saale, den er wenige Minuten zuvor als Herr und Gebieter betreten und den er jetzt al» ein »erachteter Bürger verließ.

Nach Carlo» Weggang sank Diana ohnmächtig auf einen Stuhl nieder und mußte von ihren Dienerinnen gestützt werden.

Der Graf Haumont war dem falschen Prinzen gefolgt, um sich besten guter Verwahrung zu versichern.

In wenigen Augenblicken wurden die großen Räume deS Rittersaales auf Sckloß Haumont leer und öde. Nach einigen flüchtigen und seichten TrosteSworten entfernten sich alle Gäste, die Frauen, um die skandalöse Geschichte weiter zu erzählen, die Herren, um nach Herzenslust über die aus­gesuchte Rache zu lachen, die der Baron von Trevi» an Diana von Haumont genommen hatte.

(Fortsetzung folgt.)

Narblü kr. 44. 3.

$

Mn schön, '

Ittd vom Januar 1880, einer Aenderung bedürftig seien. nnR,ii Bundesbevollmächtigter Staatsminister Scholz: Die ■ . schmerzliche Teilnahme an dem Schicksal der „Cimbria und ----- w dem Verlust so zahlreicher Menschenleben sei ja eine

Rj allgemeine; e» werde also wohl keiner besonderen Er- --Hütung bedürfen, daß auch der ReichSregterung diese Teil- uchme tm vollen Maße beiwohne, nur daß der Eindruck btt traurigen Thatsache auf die Reichsregierung noch weit

annH,j । x___.r_______„

lheluO „He der Präsident v. Levetzow Mitteilungen von web

50118 ii irtti Eingängen für die Rhein-Ueberschwemmten.

)Pf. zus u;... 7 7 ' " m ' I

hu Sch, (Kation, welche, durch den Untergang der „Cimbria*

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d Blatte», sowie d.Annoneen-Bureanx von G L. Daube u 6«. in Frankfurt a. M.; Jägersche Buchhandlung daseldü; Hermansche Buchhandlung daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thiene» in Elberfeld: E- Schlotte in Bremen.

mt, tion, , chtgen. el, —

stärker und nachhaltiger sein müffe, als auf andere, da für die Regierung zu der allgemeinen menschlichen Empfindung noch der besondere Umstand komme, daß e» sich um einen Gegenstand handele, welcher der Fürsorge der Reichsregierung anvertraut sei. Er freue sich, daß die Interpellation ihm Gelegenheit gebe, zu erklären, daß die Reichsregierung nichts verabsäumen werde, was ihr in diesem Falle für notwendig erscheine. Die bestimmt formulierte Frage der Interpellation könne er heute weder mit Ja noch mit Nein beantworten; da« Material, welche» der Reichsregierung vorliege, sei das­selbe, waS allen au» den Zeitungen bekannt sei. Weiteres Material sei der ReichSregterung bisher nicht zugeganaen. Sie wiste, daß am 22. Jmuar eine amtliche Untersuchung über den Fall eingeleitet sei. Diese werde sich naturgemäß darauf erstrecken, festzustellen, in welcher Weise gegen die bestehenden Vorschriften verstoßen worden. Er meine doch, so lange daS Resultat dieser Untersuchung nicht vorliege, sei eS der amtlichen Stelle ganz unmöglich, sich vorzeitig mit Be- schlüsten in der einen oder anderen Richtung zu beschäftigen. Der Herr Interpellant habe indes trotz seiner gegenteiligen Erklärung dieser Untersuchung vorgegriffen, wenigstens habe er aus seinen Ausführungen diesen Eindruck gewonnen, denn er habe bereit» Mängel für konstatiert erachtet, die doch erst die Untersuchung ergeben müßten. DaS Hau« werde e» daher der Reichsregierung nicht verübeln, wenn sie vorerst die Untersuchung abzuwarten wünsche. Er möchte deshalb auch anheim geben, einem etwaigen Anträge auf Besprechung der Interpellation nicht Folge zu geben.

Ein Antrag auf Besprechung wird demnächst nicht ge­stellt, und ist die Interpellation damit also erledigt.

Demnächst wurde die Beratung deS Etat» der Post- unb Telegraphenverwaltung fortgesetzt.

Abg. Frhr. v. Minnlgerode empfiehll die Herab­setzung der Bestellgebühren für Telegramme auf dem Lande, da die ersteren oft gar nicht im Verhältnis zu den Ge­bühren für die Telegramme selbst stehen. Direktor im ReichS-PostamtMleßner erwidert, daß diesem Wunsche nach Möglichkeit bereits entsprochen werde; wesentlich werde dem­selben auch schon durch die Vermehrung der Telegraphen­anstalten an kleinen Landorten genügt. Abg.Dr. Möller empfiehlt eine besonders prompte Beförderung der Parla­mentsberichte. — Weitere Debatte veranlaßten die Ein­nahmen (153805020 Mk.; 8677020 Mk. mehr al» im Vorjahre) nicht.

Bel den Ausgaben spricht beim Gehalt des Staats­sekretärs (Titel 1) Abg. Prinz Schönaich-Carolath den Wunsch au», daß bei den Postbeamten möglicherweise Sparsamkeit geübt werde. Ferner empfiehlt er, den Land­briefträgern im Sommer eine leichtere Bekleidung zu geben und ihnen im Winter zu gestatten, einen Mantel zu tragen. Direktor im Reichspostamt Fischer erklärt, daß die Bei­behaltung deS Tuchrocks für den Landbriefträger im Som-

Jhnen .... denn hier im Schlöffe zu glänzen, hat er die Kleider geborgt, die Sie an ihm sehen, und das Geld, das er mit vollen Händen an den Spieltischen verlor, kann er nicht zurückgeben . . . .*

„Das ist unmöglich 1* rief abermals Diana in höchster Entrüstung und indem sie sich zitternd nach ihrem Gemahle kehrte. — „Antworten Sie, Prinz!" fragte sie. „Dieser Mensch, der Baron Trevis, lügt, nicht wahr? ... Oh, er muß lügen 1 Es kann gar nicht ander» sein! Wie darf man Sie, meinen erlauchten Gemahl, einen Brtrüger schelten!*

„Aber antworten Sie dock, Prinz!* —

Nach einer kurzen, peinlichen Pause sagte der Prinz ruhig: „Der Baron Trevi» sagt die Wahrheit, ich heiße nur Carlo.*

„Nur Carlo?--Sie sind also nicht der Prinz

Conti?* stammelte Diana.

„Ich bin ein armer Student, der Sie gesehen und ge­liebt hat . . .' fuhr d r falsche Prinz ruhig fort.

„O mein Gon! O mein Gott! Wie soll ich dies furchtbare Schicksal ertragen!* rief Diana und wankte.

„Baron Trevis,* sagte der alte Graf Haumont, der zu erliegen schien unter der Wucht dieser fürchterlichen Offen­barung, „Baron Trevi», Sie haben sich feig gerächt, aber Sie werden einem Greise, den Sie an der Ehre beleidigt haben, Rechenschaft geben. . . . WaS übrigen» diese un­würdige Heirat anb-tnfft, so wird sie gelöst werden!' — Dann gab Graf Haumont den schüchtern an der Tbüre stehenden Dienern ein Zeichen und befahl ihnen, auf Carlo, den falschen Prinzen deutend: „Verschließt diesm Mann wohl im weißen Turme!*

„Wie, gnädige Frau,* fragte Baron TrevlS spottend Diana, „Sie lasten Ihren Gemahl einsperren?*

nimmt entgegen: die Kli^Äoeditrnn b. Statte«, * Ynnoncen-Sureau,

K Dietti-h «• ®». tn !? und Hannover; Th. »jsch in Irankfurt a M; ^»rtein u- Vogler tn

x See anregt.

Abd.Sonnemann erhält zur Begründung derJnter- ation das Wort, nachdem der Finanzminister Scholz sofortige Beantwortung der Interpellation zugesagt hatte. Sonnemann betonte, daß Die Interpellation nicht etwa

-llt sei, weil man besorge, daß die Reichsregierung nicht volle Schuldigkeit auf diesem Gebiete thun werde; man

e es aber für eine Pflicht de» Reichstags gehalten, das oße Unglück, welche» während feines Zusammenseins statt« den, und da« in seinen Konsequenzen noch über die E>lberschwemmungSuot hlnauSgehe, zur Sprache zu bringen, INllMm den sachverständigen Mitgliedern des Hauses Gelegenheit i “ S-ben, sich vor dem Lande zu äußern. Die auSgezelch- Beten Leistungen der großen Dampfschiffahrtsgesellschaften, JtA « um so anerkennenswerter, als sie ohne Staatsunter. „ £ Atzung ihre großen Aufgaben erfüllt, dürften doch nicht L.1, galten, die hervorgetretenen Mängel offen darzulegen. Der JL (ebnet bezeichnete demnächst die Richtung im einzelnen, nach Xi. sicher die bett. Verordnungen, namentlich die von 1876

• rx,_______ A QQA

afir die Monate

Februar und März

men alle Postanstalten, auf dem Lande auch dir Land- ‘teifrotioten, Bestellungen auf die

Sßrhelsische Zettung

, Köln k.; Rudolf 'm Berlin, Frank- " furt a. M- ic. ___

~ Jür in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adreffen werden 85 Pfg. berechnet.