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| ür Malzsteuer eingeführt und zwar 2 Mark pro 100 kg Aalz. Eine von den hiesigen Bierbrauern beantragte Erhöhung für von auswärts eingeführtes Bier war von der König!. Negierung in Kassel nicht genehmigt.

Marburg, 5. Okt. Gestern abend fand eine Sitzung d-s Vorstandes des Vereins für Gewerbe und Handel statt wurde beschlossen, daß für den kommenden Winter -unächst drei VereinSversammlnngen stattfinden sollm. Als -weiter Beratungsgegenstand stand der Besuch der gewerb- ichen Fortbildungsschule auf der Tagesordnung. Nach der Mitteilung, daß der Besuch in der letzten Zeit ein sehr ^regelmäßiger und schwacher gewesen ist und daß manche schulpflichtige Lehrlinge die Schule noch gar nicht besucht haben, wurde nach längerer Diskussion der Beschluß gefaßt, In der in nächster Zeit zu berufenden Versammlung, ge­stützt auf den § 8 der Vereinsstatuten, den Ausschluß vorläufig derjenigen Mitglieder aus dem Verein zu bean­tragen, welche nach den Vereinsstatuten und der Schul­ordnung verpflichtet sind, ihre Lehrlinge in die Schule zu schicken und zu einem regelmäßigen Besuch derselben anzu- balten, dieses aber bis zu der erwähnten Versammlung unterlassen. Motiviert wurde dieser Beschuß damit, daß die Erhaltung der Schule ein dringeudes Bedürfnis sei, diese aber nur möglich würde durch die Unterstützung sei­tens der Stadt und des Staates, beide aber ihre nicht unbedeutenden Zuschüsse sicher zurückziehen würden, wenn nur ein geringer Teil der pflichtigen Lehrlinge von den Wohlthatcn der Schule Gebrauch mache.

Marburg, 5. Okt. Unter 9tr. 1755 wurde dem hiesigen Sch.einermeifter Herrn H. Rothstein ein Pa­tent auf Neuerungen an Sägen erteilt.

Herr LandeSrat Schneider in Kassel ist, wie aus Halle mitgeteilt wird, als zweiter Bürgermeister daselbst be­stätigt worden.

Betreffs des Impfzwanges gewinnt eine Mitteilung des Geheimen-Rats im Finanzministerium, Dr. Hermann Eulenberg, in dem neuesten Hefte seiner unter Mitwirkung der wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwesen herausgegebenen Vierteljahrsschrift eine erhöhte Bedeutung. Es heißt dort:In den meisten Fällen verläuft bekanntlich die Pockenerkrankung bei Geimpften viel gelinder als bei Un­geimpften; bei statistischen Erhebungen wird gerade der Umstdnd außer Acht gelassen, ob die Befallenen an vario- lois oder variola (modifizierte oder echte Pocken) gelitten haben. Wer die Drangsale einer Pockepidemie erlebt hat, weiß den Unterschied zu würdigen, der zwischen dem Verlause dieser beiden Krankheiten besteht; denn wo die Impfung einen vollkommenen Schutz nicht gewahrt, da kürzt sie doch in der entschiedenen Mehr­zahl der Fälle die mit der Pockenerkrankung verbun­denen Leiden in hohem Grade ab. Ungeachtet dieses wich­tigen von den Jmpfgegnern gar nicht beachteten Umstandes gipfelt die Frage weniger in der Zahl der Erkrankten als in der Zahl der an der Pockenkrankheit Verstorbenen, je nachdem es sich bei diesen um Geimpfte oder Ungeimpfte handelt." Nachdem Zahlen für den großen Einfluß der Impfung beigebracht worden, heißt zum Schluffe:Trotz­dem ist man der einseitigen Bekämpfung dieser segensreichen sauitätspolizeilichen Maßregel gegenüber genötigt, immer wiederholt auf derartige Thatsachen zu verweisen, deren Wucht die gegen die Kuhpockenimpfung erhobenen Ein­wendungen erdrückt und die beruhigende Ueberzeugung ge­währt, daß einer der qualvollsten Krankheiten vorgebeugt werden kann, wenn das Schutzmittel in richtiger und sach­gemäßer Weise zur Verwendung kommt."

Ättfftl, 3. Okt. Auf die von hier aus an das Reichs- Postamt zu Berlin gerichtetete Eingabe, betr. die Einfüh­rung von Postfreimarken L 30 Pfennig, ist am 29. v. M. seitens der 3. Abteilung genannter Behörde die nachfolgende Antwort ergangen:Ew. Wohlgeboren wird auf das ge­fällige Schreiben vom 26. Sept, ergebenst erwidert, daß die Einführung von Postfreimarken zu 30 Pfennig für den Bereich der Reichs-Post- und Telegraphen-Verwaltung nicht beabsichtigt wird, da mit Rücksicht auf den Postdienst­betrieb eine Vermehrung der bereits sehr zahlreichen Sorten der bei den Postanstalten vorhandenen Wertzeichen nicht ohne die dringendste Veranlaffung vorgenommen werden darf. Die Stellung, welche die kgl. bayerische, bezw. kgl. würtiembergische Postverwaltung dieser Frage gegenüber einnehmen würde, entzieht sich der diesseitigen Kenntnis."

w Fulda, 4. Okt. Se. Majestät der König haben Aller- gnadigst geruht, dem Herrn Professor Dr. Gies hier den Roten Adler-Orden Dieter Klasse zu verleihen.

Hanau, 2 Okt. Ein imposanter Leichenzug bewegte f'ch heute morgen durch die Straßen hiesiger Stadt. Es galt den irdischen Ueberresten deö dahier allgemein sehr geachteten Provinzialrabbiner Felsenstein, welcher 47 Jahre otä solcher treu und gewiffenhaft hier gewirkt hat.

vermischtes.

Technische Neuigkeit. In A. Hartlebens ?"lag m Wien ist soeben eine litterarische Unternehmung ^Vorbereitung, welche dazu berufen erscheint, eine bedeut- a,ne Rolle in dem großartigen Umschwünge zu spielen, Letl unsere technische Entwickelung der Nutzbarmachung der ^Mrizität u verdanken hat. ES handelt sich um die Herausgabe einerElektro-technisch en Bibliothek", in zehn Bänden & ca. 15 Bogen, geschmückt mit Illustrationen, zum gleichmäßigen Preise von je 1 fl.

fr. ----- 3 M. 4 Fr., das ganze wichtige und hoch- ^reffante Gebiet der angewendeten ElettrizitätSlehre um« aHen soll. Der Inhalt dieser zehn Bände ist: 1) Die

magnetelektrischen und dynamoelektrischen Maschinen. 2) Die elektrische Kraftübertragung. 3) Beleuchtung und Heizung durch Elektrizität. 4) Die galvanischen Batterieen. 5) Die Telegraphie. 6) Telephon, Mikrophon und Radiophon. 7) Galvanoplastik, Elek­trolyse und Reinmetallgewinnung. 8) Die elektrischen Meß- und PräzistonS - Instrumente. Supplement: 9) Die Grundlehren der Elektrizität. 10) Elektrisches Formelbuch. Terminologie in deutscher, englischer und französischer Sprache. Nach dem, was uns bis jetzt über das Unternehmen mitgeteilt wurde, können wir mit Bestimmtheit behaupten, daß seit lange int deutschen Buch­handel kein so epochemachendes technisches Werk erschienen ist. Nach der Veröffentlichung desselben werden wir ein« gehendst darauf zurückkommen.

Daö kaiserliche statistische Amt in Berlin veröffent­licht in dem soeben herausgegebenen Augustheft zur Statistik des deutschen Reichs Zusammenstellungen über die Schiffs­unfälle an der deutschen Küste und die Verunglückungen deutscher Seeschiffe im Jahre 1881. Aus diesen Zusammen­stellungen geht hervor, daß daö Jahr 1881 der Seeschiff­fahrt annähernd im gleichen Maße gefährlich und verlust­bringend war, wie daö Vorjahr, und daß diese beiden Jahre im Vergleich zu früheren Jahrgängen ganz besonders reich an schlimmen See - Ereignissen sich erwiesen. Die Zahl der amtlich bekannt gewordenen, an der deutschen Küste im Jahre 1881 vorgekommenen Schiffsunfälle betrug 236, von denen (bei 26 Kollisionen) 262 Schiffe betroffen wurden. Die Erhebungen für 1880 hatten ergeben 235 Un­fälle und 271 betroffene Schiffe, wogegen nach den früheren Erhebungen auf die 7 Jahre 18731879 nur 125 be­ziehungsweise 139 durchschnittlich auf ein Jahr sich be­rechnen. Von den im Jahre 1881 an der deutschen Küste verunglückten 262 Schiffen, worunter 174 deutsche (154 Segel- und 20 Dampfschiffe) sich befanden, sind gestrandet 137, gekentert 9, gesunken 32, in Kollision geraten 52 und 32 von sonstigen Unfällen betroffen worden. Total verloren gingen 101 und teilweise beschädigt wurden 114 Schiffe, 41 blieben unbeschädigt und von 6 Schiffen ist der Aus­gang des Unfalls unbekannt geblieben. Menschenleben find, soweit bekannt, 39 infolge der gedachten Unfälle ver­loren gegangen. Der Sturm in den Tagen vom 14. bis 16. Oktober 1881 hat allein 60 Schiffsunfälle, darunter 39 Totalverluste, verursacht und 52 der an Bord gewesenen Personen das Leben gekostet. Von den deutschen Küsten­gebieten fordert dasjenige der Nordsee von der Schiffahrt erheblich mehr Opfer als das der Ostsee; auf ersteres kamen im Jahre 1881 159 Schiffsunfälle (67,8 pCt. der Gesamtzahl) und 76 Verluste an Menschenleben (85,4 pCt.). Die Zahl der bis jetzt angezeigten auf daö Jahr 1881 entfallenden Verunglückungen (Totalverluste) deutscher See­schiffe beträgt 225 mit einem Nettoraumgehalt von 48 602 Re- gistertonS. An Bord dieser Schiffe befanden sich 1562 Mann Besatzung und 31 Passagiere, von welchen 214 Mann der Besatzung und 11 Passagiere ihr Leben verloren. Von den gedachten Schiffen sind 121 gestrandet, 6 gekentert, 35 gesunken, 4 verbrannt, 38 infolge schwerer Beschädigungen und 3 durch Kollisionen zu gründe gegangen, und 17 ver­schollen ; beladen waren 194 mit einem Raumgehalt von 42739 Registertons, die übrigen in Ballast oder leer. Die größte Zahl der Verunglückungen fällt auf die Nordsee bezw. deren Küsten, wo 110 Schiffe verloren gingen, 46 Schiffe sind in der Ostsee, 39 auf dem atlantischen Ocean, 8 im englischen Kanal, 7 im stillen Ocean, 3 im indischen Ocean, 4 zwischen Großbritannien und Irland, 2 zwischen den ostindischen Inseln und 2 an der Küste von Norwegen zu gründe gegangen; in bezug auf 4 Schiffe ist der Ort des Untergangs nicht genau ermittelt.

Darmstadt, 29. Sept. Wegen eines Pistolenduells, in welchem der Stud. jur. Fr. Schiffner aus Windheim den Stud. jur. Neumann aus Berlin getötet hatte, wurde ersterer zu einer Festungsstrafe von 2V» Jahren verurteilt; der Sekundant wurde freigesprochen, da er, wenngleich vergebens, versucht hatte, das Duell zu verhindern. Die Veranlassung zu dem Zweikampfe war eine wörtliche Be­leidigung und eine darauf erfolgte Ohrfeige gewesen. Neu­mann (der Getötete) hatte, wie durch Zeugen festgestellt wurde, nicht nur den Streit provoziert, sondern auch jeden Versöhnungsversuch hartnäckig zurückgewiesen.

ES giebt jetzt im ganzen 130 öffentliche Stern­warten. Davon entfallen 96 auf Europa, 2 auf Asien, 2 auf Afrika, 3 auf Australien und 27 auf Amerika. Die Vereinigten Staaten allein besitzen deren 19, Mexiko 2, Brasilien, Chile, Columbia, Ecuador, die argentinische Republik und Neu-Britannien je 1. In Europa steht Deutschland an der Spitze mit 29; ihm zunächst kommen England mit 14 und Rußland mit 12, dann Italien mit 9, Oesterreich-Ungarn mit 8, Frankreich mit 6, die Schweiz mit 4, Schweden mit 3, Holland, Norwegen, Spanien und Portugal mit je 2 und schließlich Belgien, Griechenland und Dänemark mit je 1. Das älteste noch in Thätigkeit befindliche Observatorium ist jenes zu Leyden, welches im Jahre 1632 gegründet worden ist und mithin 2Vi Jahrhunderte besteht. Im Jahre 1637 wurde eine Sternwarte in Kopenhagen errichtet, 1672 jene zu Paris und 1675 die zu Greenwich. Außer den aufgezählten sind noch einige private Observatorien in Thätigkeit.

(Nach hundert Jahren.) Im Jahre 1982 werden GaS, Petroleum, Oel und dergleichen stinkende und zum Teil gefährliche Leuchtstoffe längst in die Rumpel­kammer gewandert sein das versteht sich von selbst. Der Erwähnung bedarf eS auch kaum, das die Lokomotive

alsdann in Gewerbemuseen als Kuriosität figuriert und der elektrische Strom ihre Stelle überall eingenommen hat. Die Elektrizität wird natürlich auch Beefsteaks und Gemüse kochen und als Leuchtquelle überall die Wirkung der Sonne in der Nacht fortsetzen, sodaß die Felder zweimal so viel tragen als jetzt und die Klagen der Landwirte endlich auf­hören. Im Jahre 1982 haben stch die Erfinder endlich auch der Luft und des Wassers angenommen. Keinem wird es mehr einfallen, diese mit schädlichen Pilsen geschwängerten Körper nach Art der Menschen deS 19. Jahrhunderts roh zu genießen und damit dm Keim zu Tuberkulose, Typhus, Cholera u. s. w. zu legen. Wasser wird nur destilliert und Luft nur erwärmt genossen, wodurch nebenbei auch der Schnupfen ans der Welt geschaffen wird. Unsere Enkelkinder haben nämlich das Mittel gefunden, die Temperatur auf dem ganzen Erdball gleich zu machen, dem Wechsel der Jahreszeiten ein Ende zu bereiten. ES herrscht überall, daS ganze Jahr durch, 20 Grad Wärme. Die Polargegenden sind somit bewohnbar und es ist Aussicht vorhanden, daß Deutsch­land daran denkt, England zuvorzukommen und am Nord­pol eine Kolonie zu gründen. Die Luft wird schiffbar fein, und wer die elektrische Bahn scheut, mag per Ballon reifen. Ob die Erdbewohner alsdann besser und glück« llcher sind, steht freilich auf einem anderen Blatte.

Telegraphische Depeschen.

Berli«, 4. Okt. Das Schwurgericht verurteilte den Kutscher Conrad wegen Mordes seiner Ehefrau und seiner vier Kinder zum Tode und dauernden Verlust der Ehren­rechte, dessen Geliebte Diebetz wegen wissentlichen Meineides zu einer sechsmonatlichen Gefängnisstrafe.

Bade» S Baden, 4. Okt. Se. Majestät der Kaiser unternahm gestern nachmittag eine Spazierfahrt und be­suchte abends das vom Kurkomitee veranstaltete Festkonzert. Ihre Majestät die Kaiserin machte gestern ebenfalls eine Ausfahrt.

München, 4. Okt. Heute abend sand auf der Bahn­strecke München - Hessellohe eine Probefahrt mit einem Eisen­bahnzug, dessen Lokomotive mit von Schuckert in Nürnberg gestellter elektrischer Bogenlampe beleuchtet war statt. Bel Hessellohe wurden längere Versuche mit der Beleuchtung der Fahrstgnale gemacht. Das Resultat war, abgesehen von einigen Fehlern des Arrangements, günstig. Zum Be­trieb der Bogenlampe bient eine durch eine direkt wirkende Dampfmaschine betriebene Dynamomaschine; beide Maschinen sind auf dem Lokomotivkesscl angebracht. Eine elektrische Beleuchtung der Waggons war nicht durchgeführt.

Wien, 4. Okt. Der Kronprinz Rudolf und Prinz Leopold von Baiern sind heute nach Eisenerz abgereist, um an den dort vom Kaiser und dessen Gästen, dem König von Sachsen und dem Prinzen Wilhelm von Preußen, ab­zuhaltenden Hochwildjagden teilzunehmen.

Paris, 4. Okt. Grevy überreichte heute dem Nuntius Czacki den Kardinalshut. Dieser konstatierte die ihm von allen Bevölkerungsklaffen Frankreichs gewordene sympathische Ausnahme und spendete der französischen Kirche, deren ein­ziges Ziel sei, die Religion zu lehren, Lobeserhebungen. Grevy beglückwünschte den Nuntius wegen seines versöhn­lichen Sinnes.Telegraphe" erfährt, in der gestrigen Versammlung des Verwaltungsrats des SuezkanalS herrschte unter den französischen und englischen Mitgliedern bezüglich einer Verbesserung des Kanals vollständiges Einvernehmen.

Serajewo, 4. Okt. Nachdem eine technisch-polizeiliche Probefahrt auf der Eisenbahn Zenlca-Scrajewo ein besrie« digendcS Resultat ergeben, fand heute die festliche EröffnungS- fahrt statt. Morgen wird die Bahn dem allgemeinen Ver­kehr übergeben.

Bukarest, 4 Okt. Das hiesige Handelstribunal trug auf Antrag KalinderoS die Liquidation der Eifenbahn- gefellfchaft an. Der Arbeitsminister und Kalindero unter­zeichneten gestern den Vertrag, wodurch alle Rechte an die Eisenbahn Roman - Verclerova an den Staat übergehen. Gleichzeitig zahlte daö Arbeitsministerium die Liquidations­quote für die nicht umgetauschten Aktien und Prioritäten mit 1400 000 M.k ein.Rornanul" meldet, die Kam­mern würden zum 22. Oktober zu einer außerordentlichen Session einberufen, welche am 27. November in die ordent- liche übergeht.__________________________________________________

Mrteoralogisch« Station «ar»»»,, (b. Oktober, 2 Uhr Nm.) Baromet. Par. L 332,4. Niederschlag:

Thenn. R 9,8. Himmelsanficht: bedeckt.

Wind NO,«. Bemerk:

11 PT SßllblKttät. « allgemein bekannt, daß ,ur WUCi -puvtiguui. Erreichung der verschiedensten Zwecke die Annonce das wirksamste Mittel ist und daher auch von jedem Geschäftsmann- angewendet wird. Eine Ergänzung des In- seratenwesens bildet die Publizität vermittelst Aushängen hübscher Empfehlungstafeln in den Eisenbahn-Wartesälen, Hotels rc. und Anschlägen von Affichen an den Säulen, Tafeln, Mauern rc. Das Internationale Institut für Affichage aus Eisenbahnstationen, in öffentlichen Lokalen, Hotels» an Plakatsäulen rc. von G. L. Daube & Go., ein Zweigetablissement der wohlbekannten, rührigen Annoncen-Expedition, hat snb der schwierigen Aufgabe unterzogen, eine Zusammenstellung sämtlicher europäischen Eisenbahnstationen herauszugeben, in deren Räumlichkeiten Empfehlungstafeln rc. durch genanntes Institut ausgehängt werden dürfen, und alS Supplement hierzu ein Verzeichnis sämtlicher Städte des In- und Auslaudes, in welchen die Firma vermittelst ihrer Asficheure, Plakate in Hotels, öffentlichen Lokalen rc. aushängen und Affichen anschlagen lassen kann. Auf Wunsch werden diese Verzeichnisse gratis und franco abgegeben. Diese neue Unternehmen, welche- mit den bedeutendsten derartigen Instituten des Auslandes in Verbindung steht, kann jedem Geschäftsmanne, der Interesse daran hat, daß sein Etablissement, Fabrikat, Produkt rc. di- weitest, Verbreitung findet, aufs wärmste empfohlen werden.