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Uturalverpflegung erhält, aber keine Geldunterstützung. S)ie ?°sten werden aus der Verbandskasse getragen, in die die ^«vereine, event. die Gemeindebehörden ihre Beiträge zahlen.

«reibvrg L 6., 12. Juli. Wie telegraphisch bereits mitaeteilt, wurde Erzbischof Dr. Orbin heute Vormittag "3. Bischof von Hcfele aus Rottenburg konsekriert und inthronisiert. Ueber die Feier ist folgendes Nähere mit- ' teilen: Gestern Abend brachte die Militärkapelle dem Lrrn Erzbischof ein Ständchen, ebenso der hiesige Münster- chor der, durch mehrere Sänger und Musiker verstärkt, die vom Dompräbendar Dr. Schweizer komponierte Fest- Kantate ausführte. Von weiteren Ovationen wurde in Rücksicht darauf, daß der bejahrte Erzbischof den gestrigen Tag in Fasten verbringen mußte, Abstand genommen. Münsterplatz und Münsterturm wurden bengalisch be­leuchtet. Nachdem die meisten Wirtschaftslokale und Gast­böse gestern bereits überfüllt waren, brachten die heutigen Frühzüge noch eine Menge Fremder aus allen Teilen des Landes. Gegen 7 Uhr war eö schon schwer, sich einen Zugang in der Domkirche zu verschassen. Nicht nur diese, sondern auch der große Münsterplatz und die angrenzenden Straßen waren dicht besetzt. Um 8 Uhr geleitete der KleruS, der ungemein stark vertreten war, den Erzbischof von seiner Privatwohnung in die Kirche; zur Seite Orbins gingen der Konsecrator und seine Assistenten. Die kirchliche Ceremonie nahm wohl an 3 Stunden in Anspruch. Während des Verlaufs derselben war die Kirche zum Er­drücken voll, so daß das Niederknieen während der Segen- erteilung des neuen Erzbischofs an manchen Stellen der Kirche unmöglich war. Nach Beendigung der Kirchenfeier wurde ein Umzug (Prozession) um die Kirche abgehalten, und Dr. Orbin erschien da zum erstenmale als Erzbischof.

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Der Zug bewegte sich nach der Wohnung des Erwählten, in welche dieser in Begleitung der anderen Bischöfe einkehrte.

Konstanz, 12. Juli. Der Kaiser ist heute Abend hier eingetroffen und von der Frau Großherzogin und dem Erbgroßherzog von Baden herzlich begrüßt und zu Wagen nach der Mainau geleitet worden. Die Stadt ist fest­lich beflaggt.

Nürnberg, 12. Juli. Der König von Holland ist heute Nachmittag mit Gefolge aus Frankfurt hier an­gekommen.

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Hesse« - Nassau.

Marburg, 14 Juli. Die vom vorletzten Schwur­gericht dahier wegen Meineids in der Gnauschen Unter­suchungssache zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilte ledige Engelbert von Neustadt hat, wie wir zuverlässig erfahren, im Zuchthaus zu Kassel ihrem Leben und ihrer Strafe durch Erhängen rin Ende gemacht.

— Zur Konstituierung einer allgemeinen Pastoralkon­serenz für den gesamten Konsistorialbezirk Kastel findet am 6. Septbr. d. I. eine Versammlung von Geistlichen und Ktlchenfreunden hier statt und werden Vertreter der Diözesen zu beregtem Zweck hier zusammenkommen. — Die jähr­lichen Spezialkonferenzen Ober- und Niederhesiens werden daneben voraussichtlich fortbestehen.

Rauschenberg, 11. Juli. Heute Morgen wurde das hiesige Städtchen durch eine, die freudigste Teilnahme nach allen Seiten verbreitende Nachricht in Bewegung gesetzt. Die wegen ihres freundlichen, zuvorkommenden Wesens allgemein beliebte ledige Anna Dorothea Schmidt aus Schönstadt wurde in der Frühe vor vollversammelten hohen Magistrat (Stadtrat und Ausschuß) zitiert. Ueber den Zweck dieser Zitation vollständig im Unklaren, folgte dieselbe dem Diener der Gerechtigkeit. Dortselbst wurde lhr zu ihrer nicht geringen Ueberraschung eröffnet, daß ihr wegen treu geleisteter Dienste von Ihrer Majestät, der Kaiserin Augusta, das goldene Kreuz nebst Diplom huld­dollst verliehen sei. Am 27. Dezember v. I. hatte die- selbe bei ein und derselben Familie in treuer Pflicht­erfüllung vollendet 40 Jahre, eine schöne Spanne Zeit! und wie manches Jahr davon als Kriegsjahr doppelt zu zählen ist, da« wisten u. A. die jetzt in alle Welt zer­streuten Söhne der Alma Philippina wohl am besten zu beurteilen, haben dieselben doch dem „Anna-Dorthchen", lsts Wirtschafterin des ehemaligen Berghöfferschen Gast-

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Ausland.

Petersburg, 13. Juli. Das „Journal de St. PeterS- bourg" sagt bezüglich des Bombardements von Alexandrien, die englische Diplomatie versichere, daß das Bombardement ein rein militärisches Unternehmen sei und in keiner Weise den Wert ihrer Unterschrift unter dem UneigennützigkeitS- protokoll vermindere. Die Loyalität des englischen Kabi- netS laste diese Versicherung als ein zuverlässiges Unter­pfand und eine Abschwächung deS mißlichen Eindrucks, welchen das Bombardement machte, erscheinen. ES wäre wünschenswert, daß die Pforte einsehe, wie viel weiser eS gewesen wäre, sich den Mächten anzuschließen, um einer Katastrophe zuvorzukommen. — Die ReichSeinnahmen be­tragen bis 1. Mat 1963/ö Millionen Rubel, 83/jo Mill, mehr gegen das Vorjahr. Alle vor dem 1. Juli ange­führten, bis jetzt nicht bereinigten Waren unterliegen der Verzollung nach dem neuen Tarife.

Konstautinopel, 13. Juli. Die „Turquie" sagt, die öffentliche Meinung bezeichne Said Pascha als den Geeig­netsten und Fähigsten zur Lösung der egyptischen Frage. Andere Journale sprechen sich in demselben Sinne aus.

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Hofes bis Mitte der 60er Jahre, das Gelingen vieler Rägigen Kommerse und sonstigen improvisierten Partieen wegen ihrer weltberühmten unermüdlichen Rührigkeit in Küche und Keller zu verdanken. Für diese alten Herren wird obige Nachricht von ganz besonderem Interesse sein. Offizielle Feier ist im Anzuge. (H. M.)

Kastel, 13. Juli. Oberstallmeister Freiherr v. Eschwege, zur hessischen Zeit Generaladjutant des Kurfürsten Friedrich Wilhelm und als Oberst a. D. 1866 in den Ruhestand getreten, ist heute Morgen nach langen Leiden zur ewigen Ruhe eingegangen. Er war ein echter Edelmann, der in seiner einflußreichen Stelle beim Kurfürsten viel Gutes zu wirken suchte.

— Das Ableben der Fürstin von Hanau wird für manchen Kasteler Grundstücksbesitzer nicht spurlos vorüber­gehen. Die Fürstin ist Hypothekargläubigerin einer ganzen Reihe von Hausbesitzern, welche das Kapital mit nur 3 resp. 31/» Prozent zu verzinsen haben. Die Erben werden aller Voraussicht nach nicht lange säumen, die Hypotheken zu kündigen oder aber sie werden auf eine höhere Ver­zinsung dringen. — In betreff des Nachlaßvermögens der Fürstin von Hanau ist gestern in unsere Zeitung sowohl, als in verschiedene andere Blätter, eine Notiz aus dem amtlichen „Prager Abendblatt" übergegangen, ^wonach das­selbe nur 250 000 Thaler betragen soll. Jedenfalls ist dem betreffenden Setzer des genannten Blattes eine Null unter den Fingern verloren gegangen, denn wie wir aus zuverlässiger Quelle hören beziffert sich das Vermögen der Fürstin auf 2 Vs Millionen Thaler.

Waber«, 12. Juli. Gestern Abend spät kamen mehrere Handelsleute von Frankfurt mit dem letzten Zuge hier an und hielten sich im Wartesaale auf, um beim grauenden Morgen sich zu Fuß ^um Fritzlarer Pferbemarkt zu begeben. Gegen Mitternacht entfernte sich einer der fremden Reisenden aus dem Wartesaale und blieb auffallend lange aus, so daß man vor der Thüre nach ihm suchte, ihn aber nicht fand. Alles Rufen nach ihm verhallte in der regnerischen Nacht. Nach etwa einer Stunde kam der Vermißte in den Wartesaal zurück mit einer klaffenden blutenden Wunde an der Stirn und einer Strangulationsmarke am Halse. Er erzählte, daß ihm bei seinem Weggange in der Nähe deS Retiradengebäudes von hinten ein Strick um den Hals geworfen und zugezogen worden sei, während er gleichzeitig einen Schlag mit einem harten Gegenstände vor die Stirn bekommen habe. Als er soeben sich aus seiner Betäubung erholt habe, habe er sofort seine Brieftasche mit 8500 M., die er in einer Tasche an der Innenseite der Weste auf­bewahrt habe, vermißt. Der arme Mensch wehklagte laut und jämmerlich, mehr über den Verlust ter großen Summe, als über den Schmerz seiner Wunden. Alle Nachforschungen der Polizei von Wabern und Fritzlar sollen bis gestern Abend noch vergeblich gewesen sein. (K. Z )

Vermischtes.

— Das Stellenvermittlungs-Bureau des Kaufmänni­schen Vereins in Frankfurt a. M. erzielte im 2. Quartal d. Js. von 598 während dieses Zeitraums vorliegenden Vakanzen 229 Besetzungen. Die Zahl bet plazierten Be­werber für das verflossene Semester beträgt 492 und über­steigt das Resultat des entsprechenden Zeitraums 1881.

— Die soeben erschienene Nr. 19 des „Litterarischen Merkur" enthält: Friedrich der Große und die deutsche Litteratur. Von F. H- Otto Weddigen. — Kritische Rund­schau : Wilhelm Buchner, Ferdinand Freiligrath. Von H. Ptochaska. — Joseph Bendel, Zeitgenössische Dichter. Von Karl Siegen. — L. B. Hillenbach, Tie neuesten Kund­gebungen einer intelligiblen Welt. Von S. Friedrich, — Hermann Michael Richter, Geschichte der deutschen Nation. Von K. Rennert. — Dr. Johannes Baumgarten, Amerika. Von Gerhard Stein. — Maximilian Freiherr von Ditfnrth, Tie H.sten in den Fettzügen in der Champagne, am Maine und Rheine während der Jahre 1792, 1763 und 1794. Von Karl Rennert. — Franz Liszt, Gesammelte Schriften. Von Julius Alsleben. — Dr. Wilhelm Neurath, Volks­wirtschaftliche und sozial-philosophische Essays. Von K. Renner:. — Rob. Byr, Unversöhnlich. Von O. Waldegg. — Pietro Cossa, Plautus und flin Jahrhundert. Von Karl Siegen. — Hermann Eduard Jahn, Slavina. Von Wilhelm Rub'. — Margaretha Halm, Aus der Dornenhecke. Von G. Peter knecht. — Kleine Mitteilungen. — Neueste Er­scheinungen der deutschen, englischen, französischen und italie­nischen Litteratur. — Zum Verkauf ausgebotene antiquarische Bücher. — Inserate. — Wir machen auf diese billigte aller Litteraturzeitungen wiederholt aufmerksam. Abonne­ments zum Preise von 75 Pfg. vierteljährlich nimmt jede Buchhandlung entgegen, event. der Verleger Franz Neu­gebauer in Berlin W., Post-Amt 30.

Telegraphische Depeschen.

Petersburg, 14. Juli. Eine Depesche des „Golos" meldet aus Moskau von gestern: Ein aus der Station Tscherny mit 217 Passagieren abgegangener Personenzug ist zwischen Tscherny und Baötyjewo (Moskau-KurSkbahn) verunglückt. Acht Waggons sind durch Erde verschüttet; 39 Passagiere sind mehr oder weniger verletzt hervorgezogen, die übrigen sind umgekommen.

Wik«, 13. Juli. Nach einer Mitteilung der „Polit. Korresp." wird der zum Botschafter Rußlands in Wien ernannte Fürst Lobanoff der Königin von England sein Abberufungsschreiben am 20. d. M. überreichen und, bevor

er sich nach Wien begiebt, zunächst nach Petersburg reisen, wo auch der bisherige hiesige russische Botschafter Oubril erwartet wird, der dem Kaiser bereits sein Abberufungs­schreiben übergeben und sich von demselben verabschiedet hat. Mit der Leitung der Geschäfte als Charge d’affaires bis zur Ankunft deS Fürsten Lobanoff ist der Botschaftsrat Fonton betraut worden. — Der Minister des Auswärtigen Graf Kalnoky hat sich zum Kaiser nach Ischl begeben.

Paris, 13. Juli. Dem Bankett aus Anlaß der Ein­weihung deS Stadthauses wohnten 500 geladene Gäste, darunter Grevy, die Minister und die Vertreter des Aus­landes, sowie die Bürgermeister der fremden Hauptstädte und andere Notabilitäte« bei. Der Präses des Munizipal- rateS begrüßte die Gäste. Er schloß mit einem Toast aus Grevy. Der Seine-Präfekt toastete auf daS in Frieden und patriotischer Eintracht fest verbundene Frankreich. Grevy toastete auf die Stadt Paris und schätzt sich glücklich, an der eiben Tafel mit den hervorragendsten Vertretern Frank­reichs und des Auslandes vereint zu sein, welche alle gleiche Sympathie für die Stadt Paris beseele, für Paris, das die Heimat der Wissenschaften, der schönen Künste, er­habenen Schöpfungen und der Genies sei, die den Reiz deS Lebens einzelner wie die Größe der Nationen auömachten.

Loado«, 13. Juli. Im Unterhause antwortete Dilke, daß die Unterhandlungen mit China betreffs der Lokinzölle und Kompletierung des ChefoovertrageS fortbauern; noch sei kein Arrangement abgeschlossen. Zwischen Großbritannien unb Korea sei ein Vertrag vom 6. Juni unterzeichnet, ber England dieselben Privilegien wie den Unionstaaten ge­währt und Behandlung als meistbegünstigte Nation sichert. Die Opiumeinführung ist verboten. Dilke antwortete Cowen, daß außer ber Pforte keine Macht gegen bas Bombarde­ment Vorstellungen gemacht habe.

Stockholm, 13. Juli. Der Großherzog von Sachsen- Weimar ist mit seiner Tochter heute früh hier eingetroffen und am Bahnhofe von dem König, den Prinzen, den Ministern, der Generalität und den Spitzen der Behörden empfangen worden.

Konstavtiaopel, 13. Juli. Heute Nachmittag 41/* Uhr fand ein Ministerrat unter Vorsitz des Sultans statt, dem sämtliche Minister beiwohnten.

Verlosungen.

Petersburg, 13. Juli. Ziehung der russischen Prämien­anleihe von 1864 . 200000 Rbl, Nr. 21 Ser, 5570, 75 000 Rbl. Nr. 49 Ser. 12327, 40000 Rbl. Nr. 49 Ser. 9588, 25 000 Rbl. Nr. 25 Ser. 9294, je 10000 Rbl. Nr. 23 Ser. 10292, Nr. 16 Ser. 16009, Nr. 21. Ser. 13648, je 8000 Rbl. Nr. 41 Ser. 13489, Nr. 25 Ser. 9425, Nr 9 Ser. 786, Nr. 27 Ser. 8558, Nr. 14 Ser. 5774, je 5000 Rbl Nr. 39 Ser. 16063, Nr. 18 Ser. 16841, Nr. 2 Ser. 3270, Nr. 38 Ser. 4025, Nr. 43 Ser. 1359, Nr. 49 Ser. 2569, Nr. 24 Ser. 11744, Nr. 4 Ser. 17,777.___________________________

SchMnachrichten.

„Laut Telegramm" sind die Hamburger Postdampfschiffe: „Gellert", am 28. v. M. von hier und am 1. d. M. von Havre, am 11. d. M., „Cimbria", am 27. v. M. von Hamburg direlt expediert, am 8 d. M. in Newyork angenommen; „Westphalia", am 29. v. M. von Newyork, am 11. d. M. in Hamburg einge­troffen; „Vandalia", am 30. v. M. von Newyork nach Hamburg, am 12. d. M- Scilli passiert-

Marburg, 13. Juli Dem heutigen Viehmarkt waren 711 Stück Schweine zugetrieben. Der Handel war nicht lebhaft, die Preise auch geringer als früher.

Meteorologisch« Station Ward»»,. <14. Juli, 2 Uhr Nm.)

Baromet. Par. L- 328,6. Niederschlag

Therm- R 17,9'. Himmelsansicht: bedeckt.

Wind St. Bemerk.:

Frankfurt a. M., 14. Juli. (Mitgeteilt durch Menke Eichelberg und Sohn.) Kreditaltien 205s nach 266$ nach 2681 nach —. Staatsbahnaktien 280$ nach 281| nach —. 6proz. Ung- Goldrente 102 —. 4proz. Ung. Goldrente 74$ nach — —. Silberrente 65$ —. Egyptier 50 nach 51$ nach 53) — —. 1880er Ruffen 68$ nach--. II. Ruff. Orientanleihe — —.

Galizier — nach —. Donau-Drauaktien 141$ nach — —. Kronprinz-Rudolf-Aktien. Lombarden 1121 nach 113$ nach —. Elbthal — — • Albrecht — —. Dux Bodenbacher-Aktien — nach —. Böhm. Westbahn —. Diskonto Comrnandit 203 nach 204 nach--. Georgia Aid —. l$proz. Spanier 28.

Nordwestbahnaktien — Schweizer Zentralbahn-Aktien — —. Buschtherader — nach —- Tendenz: flau-

Ueberraschende Aufschlüsse

über Tuberkulose, ihre enorme Verbreitung rc., ertheilt die hochinteressante Schrift: Dr. Liebimt's RegenerationS- kur. Zu beziehen durch die Buchhandlungen auch gegen Einsendung von 50 Pfg. in Marken von Ehr. HoffmouuS Buchhandlung, Cassel. [1467c

(Lotterie.) Am 20. August d. I. wird die Lotterie jagd- und kunstgewerblicher Erzeugnisse gezogen und teilt uns der Vorstand der Internationalen Jagdausstellung Cleve mit, daß weder eine Vertagung deS Ziehungstermins noch eine Reduktion der Gewinne eintreten soll. Die Haupt­winne bestehen in Silbergegenständen zum Werte von 10 000 M., einem mehrfach prämiierten Gewehrschrank in Eichen geschnitzt (Kabinettstück) ausgerüstet mit 6 Doppel- Gewehren, Oelgemälde am „Waldessaum" von Chr. Kröner und Oelgemälde „Schnepfenjagd" von C. F Deyker. Untei den übrigen Gewinnen befinden sich eine Anzahl ausge­zeichneter Gewehre und Büchsflinten, komplete JagdauS- rüstungen, schöne Möbelpieecn, 500 silberne Taschenuhren, mehrere hundert Revolver, Jagdmesser, Jagd- unb Reise­taschen rc. — Das Loos kostet 1 Mark und wird auf 10 Loose ein FreilooS gewährt. Die Loose sind von der Lotterie-Verwaltung zu Cleve zu beziehen, die nach ge­schehener Ziehung auch sofort die Gewinnlisten expedieren wird.