Einzelbild herunterladen
 

r W4

Mgrs 18’

3. Jul,

'urnerg

uli 1882

Verei

keine S

ier des 3, König

: am

- ■ -[- itiflen nimmt entgegen: Expedition d. Blattes, »ed-Annoncen-Bureaux |( Th. Dietrich u. Co. in ffel und Hannover; Th. niae 66 elkich in Frankfurt a.M.; u afenftetn u. Vogler in mtfurt a- M-, Berlin M. Kdln K-! Rudv f ln Bfrlln, Frank- " furt a. St. re.

Marburg, Dienstag, 4. Juli 1882.

xvn LihkMg

(Olinlirflifilir jritmig

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blattes, sowie d.Annonren-Bureaux von G L. Daube u. 6e. in Frankfurt o. SR.; Jägersche Buchhandlung daselbst; Hermansche Buchhandlung daselbst; Jnvalidend a, k in Berlin; W. Thienes in Elberfeld; E. Schlotte in Bremen.

Borst«

-fertigen

steigcr

Uhr,

tb, sowi< mnende Erzählung:

iich meistb

Die Expedition der Oberhess. Ztg.

traße 1<

1 Mark

r genießen nach der Zeit schwerer Kämpfe um unsere nhcit und Unabhängigkeit einen dauerhaften ruhmvollen

lkung Si inet ca. 4 Santene

ark.

er Loose

itungsträgern und der Unterzeichneten angenommen.

DC* Im Feuilleton dieses Quartale- kommt die höchst

9. Juni

-Häuser, tsvollzieh«

123.

Ilten Na

tterie

s

Der Erbe des Blute», von Emma Händen,

srbstoffe a. M.

Erscheint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für daS Quartal mit der wSchentlichen Beilage „JllustrirteS SonulaaSblatt" durch die Expedition (Ä o ch'fche Buchdruckerei) bezogen 2'/. Mark, durch bie Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 50 Pfg. (excl- Bestellgebühr.) - Insertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfa.

Für tn der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 25 Pfg. berechnet-

rion ai

2. Jul enpfuhl"

war, daß etwas zur Erleichterung des armen, Steuern zahlenden Volkes geschehen müsse, und daß die vorgeschla­genen Steuern — Klaffen- und Gewerbesteuer — diese Erleichterung nicht gewähren würden. Dieser Standpunkt ist im wesentlichen derselbe, den die Regierung heute ein­nimmt, indem sie dahin strebt, die direkten Steuern, die den Unbemittelten bei weitem am schwersten drücken, mehr und mehr durch indirekte Steuern zu ersetzen. Für die Stellung der Regierung zur Steuerreform werden übrigen- die nächsten Landtagswahlen maßgebend sein. Denn, ist der Landtag ein derartiger, daß man annehmen muß, er werde gegen die Reform sein, so wird damit der Regierung jede Operationsbasis entzogen. Dann werden aber auch die Steuererlasse, welche bisher stattgefunden haben, fort­fallen müssen; denn auf die Dauer kann der Staat nicht die Ausfälle, welche infolge dieser Erlasse sich ergeben, durch Anleihen decken. Eine Fortsetzung der Erlaffe wird nur möglich sein, wenn Mittel zur Deckung der Ausfälle beschafft werden, in anderen Worten: wenn der Landtag sich die Ansicht aneignen will, zu der unser Kaiser schon im Jahre ,1820 hinneigte, nämlich, daß die Steuerlast, welche auf dem ärmeren Teile des Volkes ruht und diesen beinahe erdrückt, durch eine gründliche Reform unseres Steuerwesens vermindert werden muß.

Berlin, 1. Juli. Unter dem Vorsitze des Staats­ministers von Bötticher wurde am 30. Juli eine Plenar­sitzung des Bundesrats abgehalten. Eine Mitteilung des Präsidenten des Reichstags über die von dem Reichstage zu dem Gesetzentwürfe, betreffend das Reichstabakmonopol, gefaßten Beschlüße, sowie eine Vorlage, betreffend den Ab­schluß eines Abkommens mit der österreichisch-ungarischen Regierung wegen gegenseitiger Zulaffung der in der Nähe der Grenze wohnhaften Medizinalpersonen zur Ausübung der Praxis, wurden den zuständigen Ausschüssen zur Vor­beratung überwiesen. Die Versammlung schritt sodann zur Wahl dreier Mitglieder der Verwaltung deS ReichS-Jn- validenfondS für die Dauer von drei Jahren vom 1. Okto­ber ab. Gemäß den Ausschußanträgen gelangten folgende Vorlagen zur Annahme durch die Versammlung: Ein An­trag auf Aufnahme mehrerer Fabrikations-Betriebsarten unter die nach der Gewerbeordung genehmigungspflichtigen Gewerbeanlagen, die Vorschläge, betreffend den Erlaß von Vorschriften für die Vergütung der Zollverwaltungskosten, und betreffend die Kosten für die Erhebung und Kontrolie- rnng der Salzsteuer in den Salzwerken; die Anlräge wegen Verbesserung der Beleuchtungseinrichtungen bei der Zoll­revisionsstelle am Entenwärder zu Hamburg und wegen Wiederherstellung der Anlegebrücke bei derselben Zollstelle; endlich die Vorlage, betreffend die Besetzung der Stelle eines HauptamtkontroleurS bei dem Hauptzollamte in Bremen. Ein Gesuch um Erlaß von ZolldefraudationS- strafe sowie eine Eingabe, betreffend die SubhastationS-

Zu dem mit dem 1. Jnli begonnenen Abonnement auf 8 III. Quartal der

nicht verloren haben und welche nicht wollen, daß diese traurigen Verhältnisse immer tiefer einreißen und die Elemente des Umsturzes an die Oberfläche emporgeschnellt werden, nur ein entschlossenes Vorgehen gegen die Volks­verführer kamt uns helfen und eine Wendung zum Bessern herbeiführen.

In diesem Augenblicke kann eS unseres Erachtens für alle diejenigen, welche die ungünstige Entwickelung aufhalten wollen, nur ein Programm geben: innerer Ausbau des Reichs durch den Kanzler und auf gründ seiner Politik! DaS ist es auch im gründe, was die Gegner bekämpfen, das muß die einigende Parole für die Freunde fein, und sie kann es für alle fein, ohne daß sie damit ihren beson­deren Wünschen irgend etwas zu vergeben brauchen.

Mit diesem Feldzeichen mögen alle diejenigen in den Kampf ziehen, die eS schmerzlich empfinden, daß der ideale nationale Sinn mehr und mehr von den Parteileidenschafteu Überwuchert wird, daß unser Volk gar nicht mehr die Güter zu schätzen scheint, bereit wir uns vor vielen anderen Völkern erfreuen, und daß statt dessen Haß, Bitterkeit, Uebelwollen und Unzufriedenheit unser öffentliches Leben durchzieht und vergiftet. Mit diesem Feldzeichen verteidigen wir die Siche­rung der wirtschaftlichen Grundlagen des Reichs durch die steuer-und sozialpolitischen Reformpläne, die Einheit und Unabhängigkeit Deutschlands, aber auch die Stärkung und ungeschmälerte Aufrechterhaltung der monarchischen Gewalt.

nb gegen die glänzenben Erfolge der äußeren Politik, i daß sie nicht in weiteren Kreisen Unzufriedenheit und simistische Stimmung hätte geltend machen sollen. Die

Unsere Aufgabe.

Unser Volk hat unter der Regierung unseres Kaiser»

Deutsches Reich.

Berlin, 1. Juli. Die „Tribüne" vom 30. v. Mts. publiziert das nachfolgende Entrefilet: DaS Votum über die Klaffensteuer, welches der Kaiser als Prinz Wilhelm unter dem 5. Mai 1820 abgegeben hat, ist in DietericiS Geschichte des preußischen Steuerwesens publiziert. Das­selbe enthält eht grundsätzliches Urteil über die direkte Be­steuerung au sich nicht, legt neben den Bedenken gegen den Umfang der geplanten Steuererhöhung das Hauptge­wicht vielmehr darauf, daß die reicheren Klaffen der Nation und die höher besoldeten Beamten zur Erleichterung des ärmeren Volkes mehr heranzuziehen seien, als dies durch die vorgeschlagenen Steuern, Klaffen- und Gewerbesteuer, geschehen würde. ES bietet daher nicht den Bestrebungen auf Abschaffung der Klassensteuer, wohl aber denjenigen auf Reform derselben eine Stütze. Was das sezesstonistische Blatt, dieser systematische Gegner aller von der Regierung vorgeschlagenen Steuerreformen, bezweckt, indem es seine Leser mit gewiffen nationalökonomischen Ansichten bekannt macht, zu denen unser Kaiser sich als Jüngling bekannte, ist unS nicht klar. Wir ersehen aus dem Vorstehenden, trotz aller Verklauselierungen der „Tribüne" nur, daß der hochherzige Monarch, den wir heute an der Spitze Deutschlands verehren, schon vor 62 Jahren der Ansicht

ikfurta

bit. [1

Ist daS nicht ein beklagenswerter Zustand?

Nur ein energischer Entschluß, nur ein mutiges Auf- ifen aller derer, welche die Freude am Vaterlande noch

ing verstc twirth NPi Abdruck.

- )ße Zeiten erlebt und hat sich ungetrübt des Glücks inb ein । reuen dürfen, alle seine Ideale und Wünsche erfüllt zu -kstel zu |C;t. DaS Vaterland steht geeint und geachtet da und

■■■■■■ ieben. Mit dem großen idealen Aufschwung ging freilich ISStellu S materielle Wohlbefinden nicht Hand in Hand: die rtschaftliche Krisis und bet Druck, der auf allen Gebieten S gewerblichen Lebens lag, bildete einen zu großen Ab-

gicrung .hat eS alsbald als ihre Aufgabe erkannt, den belständen durch wirksame Reformen zu begegnen und daS gust 18J >IE aus der drückenden materiellen Notlage zu befreien. Zur Lösung dieser Aufgabe ist aber Zeit und Geduld d vor allem thätige Unterstützung und Mitwirkung nötig, ellcm Wllatt dessen haben die Geister der Verneinung ihre Arbeit )0,100 sonnen, indem sie die Unzufriedenheit für ihre Zwecke Werthe i werteten und alles, waS an Verstimmung im Volke »Händen war, gegen die Regierung lenkten. Sie haben j um die Gunst der öffentlichen Meinung beworben und - ist ihnen hier und da geglückt, in weiteren Kreisen die Seifüguttj ende an dem Vaterlande und an allem Großen, auf 30 Pf-^S wir stolz zu sein ein Recht haben und wofür dankbar sein unS verpflichtet fühlen muffen, zu vergällen.

HC* In denjenigen Ortschaften, wo Postagenturen lei iehen, kann die Zeitung auf den betreffenden Bureaus - geholt werden und kostet dann nur M. 2,50.

Bestellungen in hiesiger Stadt werden von unseren

MerheUchen Zeitung

;egebenen1d deren Gratisbeilage

Rudolphs Illustriertes SormtagSblatt

[ Men alle Postanstalten (auf dem Lande auch die Post- - en) Bestellungen entgegen.

ch ober

Satte

i. Jnli

Uhr.

uf dem S agenomn I, Mark

bach.

ItC und

-Bilde

erb

rauerei

Es ist ein eigentümliches Zeichen der Zeit, daß man der zweiten Hälfte deS neunzehnten Jahrhunderts in rntfchland vielseitgt auf einen Gebrauch zurückzukommen lbsichtig, der den alten heidnischen Bewohnern Deutsch- ids schon vor tausenden von Jahren augehörte, nämlich f das Verbrennen der Toten, welches durch die Einführung > Christentums, mit welchem der Glaube der Auferstehung ' Leiber verbunden war, allmählich sein Ende erreichte, e heidnischen Urbewohner Deutschlands glaubten jedoch

) Pfg. fr >t, daß vas Absterben des Lebens zugleich auch daS gen werd de des geistigen Leben» sei; sie nahmen vielmehr eine ttdauer desselben an, — ihre im Kampfe gefallenen teilet kamen ja nach Walhalla! Wenn sie dennoch ihre len verbrannten, so mag dies darin seinen Grund gehabt Oen, daß sie annahmen, daß durch die Verbrennung des acht Ste chnams eine Vergeistigung desselben eintrete, indem nun- d) oder hx die vom Körper getrennte Seele von der, durch das .Qtt_ " "bwerk des heiligen Eichenwaldes ziehenden Luftströmung fla»'e 1 1 Göttern zugeführt werde.

Den Toten widmeten diese alten heidnischen Bewohner ulschlands, die jetzt hier im allgemeinen al» Germanen kichnet sein mögen, eine besondere Aufmerksamkeit und Handlung. — Wenn eS sich um die Bestattung eine» Kriege gefallenen Germanen handelte, dann legte man

v A Wen Leichnam nebst dessen Waffen auf seinen Schild und T- Hchle ihn an die vorher bestimmte Brandstätte. Hier vr zunächst das Leichenmahl eingenommen, nachdem “ 1'OiKfher dem Leichengotte Thor geopfert worden, bann wurde Leiche auf den inmittelft errichteten Scheiterhaufen ge-

... e Toteubestattnng der alte« Bewohner Deutsch- itm lands und deren Grabdenkmäler.

legt und dieser, unter feierlichen Gesängen mit Beziehung auf die tapferen Thaten deS Toten, angezündet. Nach Ver­brennung des Holzstoßes sammelte man die Asche deS Leich­nams und die nicht völlig verbrannten Knochen desselben in ein Gesäß von Thon, stellte dieses unter Beifügung der Waffen und sonstigen, dem Toten wert gewesenen Gegen­ständen nicht weit von der Brandstätte auf den vorher festgestampften ober mit Steinen gepflasterten Fußboden, bedeckte hierauf daS Gefäß mit einem thönemen Deckel oder einem Steine, legte zuweilen auch noch Steine um das Gefäß herum und bedeckte nun alles mit Erde oder Sand, wodurch ein Hügel entstand. In noch früheren Zelten stellte man rohe, unbehauene Steinblöcke um das Afchen- gefäß, bedeckte dieses mit einem Steine und stellte dann große, unbehauene Steine darum, über welche man eine große, unbehauene Steinplatte legte.

Diese Grabdenkmäler sind beinahe bie einzigen Fund­stätten germanischen Altertums und werden in zwei Klaffen gebracht, indem man zwischen „Hünenbetten" und „Hünengräbern" unterscheidet; doch kommt die letztere Bezeichnung auch öfter« allgemein für beide Klassen vor.

Die Hünenbetten, auch Steinhäuser genannt, bilden ge­wöhnlich ein längliches, aus rohen aufgestellten Steinblöcken bestehendes Viereck, über welche, wie bereits angegeben, eine große Steinplatte gelegt ist, so daß sie einen Steintisch bilden, welchen zuweilen noch ein Kreis von Steinen um- giebt. Im Innern enthalten diese Hünenbetten thönerne Gesäße, größtenteils mit Leichenasche gefüllt, ober auch nur Scherben von Thon und dann noch Waffen und andere. Gegenstände, jedoch nur von Stein ober von Knochen. Bezeichnend für bie Hüneubetten ist, baß Gegenstänbe von Metall bei ihnen nicht Vorkommen. Diese Steinbenkmäler,

welche zuweilen auch mit Erde überschüttet sind, wurden früher für Opferstätten zur Erinnerung an die Toten ge­halten, werden jedoch jetzt größtenteils als Grabdenkmäler angesehen. Unter dem Namen „Dolmen" kommen dieselben vielfach in Frankreich, In den Gebieten an der atlantischen Küste, vor. In Deutschland hat man dieselben nur im Norden in den an die Nord- ober Ostsee grenzenden Län­dern vorgefunden, sind hier jetzt aber nur noch selten vor­handen, well man bie Steine berfelben nach unb nach zu anberen Zwecken verwendete. In Mittel- unb Süddeutsch- lanb hat man bis jetzt ein solches Steindenkmal noch nicht angetroffen. Wenn man, bem Vernehmen nach, dessen­ungeachtet neuerdings in der Umgegend Marburgs eine Stelle aufgefunden zu haben glaubt, an welcher ein solche» Steingrab früher gewesen, so scheint hier lediglich ein Irr­tum obznwalten.

WaS die vorbezeichneten Hünengräber anlangt, so sind dies runde, gewöhnlich mit Rasen bewachsene, etwa 6 bi» 8 Fuß hohe Erdhügel, die in ihrer Grundfläche einen Durch­messer von etwa 20 bis zu 60 Schritten uno zuweilen noch darüber haben und manchmal auch mit einem Steinkreise um­geben sind. In ihrem Innern finden sich Aschenkrüge oder Urnen von Thon mit Asche darin, sowie Waffen und andere Gegenstände, auch Schmucksachen, nicht bloß von Stein, sondern auch von Bronze vor, wodurch sie sich von den Hüneubetten unterscheiden, welche einer viel älteren Zeit angehören. Auch bei den Hünengräbern trifft man zu­weilen Gefäße ohne Asche an. Sie kommen vielfach In Deutschland vereinzelt und zerstreut, sodann auch in Reihen nebeneinander vor und sind in neuerer Zeit öfter- geöffnet worden. Die in ihnen vorgefundenen Gegenstände haben gewöhnlich als Unterlage die Sohle des um den Hügel