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Our dieser liebereinftimmutig sein Amt beibehalten werde, und ebenso wenig bezweifeln wir, daß der Kaiser sich in diesem Sinne entscheiden werde. ES giebt eben nach dem Ergebnis der letzten Wahlen und nach den Intentionen des Reichskanzlers nur eine zu befolgende Politik, nämlich die des engeren „konservativ-klerikalen Zusammenwirkens^. Nur auf Grund desselben ist der Versuch noch möglich, die Pläne des Reichskanzlers und mithin die Sache, welcher er die letzten Jahre seiner Thätigkeit noch widmen will, im wesentlichen uns vorbehaltlich einiger Modifikationen durch­zuführen. Eine Allianz mit den Liberalen, welche in sich zehnfach gespalten und nur darin einig sind, die ganze innere Politik des Reichskanzlers zu bekämpfen, ist ein Unding."— Mit bezug auf die Mitteilung, daß der Reichskanzler den Feldmarschall v Manteuffel als seinen eventuellen Nachfolger bezeichnet, schreibt die „Germania": „Wir haben die Er­nennung des Feldmarschalls zum Statthalter mit großer Genuglhuung begrüßt und sein Wirken sympathisch verfolgt; wir würden ihn auch als den geeigneten Mann für die höchste Mission betrachten, wenn nicht ein noch besser ge­eigneter Mann vorhanden wäre. Es ist notwendig, daß das vage Gerede sein Ende finden und das spezialisierte Programm für die nächste Reichstagskampagne eine Stellung­nahme der Parteien zu den konkreten Fragen ermöglichen möge."

Karlsruhe, 11. Nov. Das „Gesetz- und Verordnungs­blatt" enthält zwei Staatsakte; nach dem einen überträgt der Großherzog, der wegen anhaltenden Unwohlseins nach der Vorschrift der Aerzte sich aller Geschäfte enthalten soll, dem Erbgroßherzog für die Dauer seiner Behinderung die Vertretung in den Regierungsgeschäften. In dem anderen Staatsakte teilt der Erbgroßherzog obiges dem Präsidenten des Staatsministeriums mit unter der Versicherung, er werde die Stellvertretung unter treuer Beobachtung der Verfassung und der Gesetze nach den Grundsätzen seines Vaters führen. — Das heutige Bulletin über das Befin­den des Großherzogs lautet: Der Verlauf des gestrigen Tages war gegen den des vorgestrigen befriedigend. Der Großherzog verbrachte eine ruhige Nacht. Heule Morgen ist die Temperatur 38,4, der Puls 88. Das Allgemein­befinden ist, abgesehen von der größeren Ermüdung, den Umständen nach zufriedenstellend.

Ausland.

Paris, 10. Nov. Die Szenen, die in der gestrigen Kammersitzung, als man nach vier langen Tagen endlich zur Abstimmung schritt, vorkamen, waren-jedenfalls sehr lächerlich, dürfen aber keine Verwunderung erregen; denn eö fehlt nämlich der Mehrheit an jeder Ueberzeugung. Mit ' Ausnahme der äußersten Linken und der Rechten wußte niemand, ob man das Kabinett tadeln sollte oder nicht. In früheren Zeiten traten bei ähnlichen Gelegenheiten die Vorstände der verschiedenen republikanischen Gruppen zu­sammen, um über die anzunehmende Tagesordnung zu be­raten. Jetzt ist aber die Lage eine ganz andere: die repu­blikanische Mehrheit ist nicht mehr in Gruppen geteilt und läuft wie eine herrenlose Herbe durcheinander. Die Mi­nister, die im voraus ihre Entlassung angekündigt und die sozusagen auf der Anklagebank saßen, hatten keinen Einfluß, und Gambetta, der eigentliche Gründer dieser Mehrheit, verhielt sich nicht allein vollständig auf der Lauer, sondern, halte schon vor den verschiedenen Abstimmungen nicht ohne Absicht den Saal verlassen. Es mußte eine motivierte Tagesordnung gestellt werden, und flugö waren beinahe dreißig eingereicht, keine derselben kam aber zur Abstimmung, da sie alle einen Tadel gegen das Kabinett enthielten und die große Mehrheit der Deputierten keinen Tadel wollte, um dem guten Ferry den Eintritt in das neue Kabinett nicht zu verderben. Für Gambetta war dieser Ausgang des viertägigen Wortkampfes eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich plötzlich an die Spitze einer Mehrheit von 355 zu stellen Gambettas Tagesordnung, welche das Ministerium unberührt läßt, aber die Besetzung von Tunis billigt, rührt jedoch nicht von Gambetta her. Wie Präsident Brisson ankündigte, hatte der Deputierte Meziöres eine ähnliche ge­stellt, Gambetta strich nur den Schlußsatz hinweg. Jeden­falls begünstigte ihn der Zufall im höchsten Grade, und indem er als „Retter" der Kammer erschien, verschaffte er sich selbst eine Stimmherdc, die ihm als Mittel dient, um von Grovy zu verlangen, was er will. Die Tagesordnung, für welche er eintrat, hatte einen gewissen kriegerischen An­strich , was, da heute der Diktator von 1871, der Mann, welcher den Krieg bis aufs Messer predigte, anS Ruder kommt, hier und da Bedenken erregt. Der ihm ergebene „Temps", der sich sonst sehr friedlich auszudrücken pflegt, ruft heute dem In- und Auslanre zu: „Wir brauchen nicht auf die Wichtigkeit dieser Abstimmung hinzuweisen. Sie setzt ein Ziel dem Zaudern der öffentlichen Meinung im Lande, den Besorgnissen unserer Kolonien in Tunis, den Einbildungen unserer Feinde, den Hoffnungen unserer Gegner und vor allem der Unsicherheit unserer Soldaten; diese wiffen, daß wir hinter ihnen, mit ihnen sind, um sie bei dem nationalen, ihrer Tapferkeit, dem Patriotismus und ihrer Selbstverleugnung antieitrauten Werk aufzu- muntern: ist keine Laune, auf der wir eigensinnig be­

harren, sondern ein wohlüberlegtes und fest beschlossenes Weik, welches wir verfolgen und beenden wollen. Die Tagesordnung, welche dies verkündigt, tritt schon jetzt in das Programm des neuen Kabinetts." Diese Sprache vcr- fpricht die Zukunft. — Die Wohnung Gambetlas in der Rue Didier (Passy - Paris) wird seit einigen Tagen von der Polizei scharf umwacht.

Bukarest, 11. Nov. Die „Jndependance Roumaine" bringt einen Artikel gegen die Auslassungen Andraffyö über die Donaufrage in der Delegation, in dem sie beweist, daß es durchaus unrichtig sei, daß die Interessen Rumäniens und Oesterreichs identisch seien und daß Andrassy Patrio­tismus mit Chauvinismus verwechsele. Oesterreich sei be­müht, Rumänien in Europa zu isolieren, um Rumänien ganz von Oesterreich abhängig zu machen.

Hessen-Raffaa.

Marburg, 11. Nov. (Strafkammer.) Zur Ver­handlung kamen folgende Fälle: 1) Der Unterförster a.D. Johs. Beaupain, der Ackermann Heinr. Albrecht und die Nichte des ersteren Catharina Beaupain von Roda sind angeklagt, die Beanpin'S der Ausübung der unberechtigten Jagd, Albrecht der Beihülfe dazu; JohS. Beaupin soll außer­dem noch den Förster Kurz von Roda wissentlich falsch des Diebstahls bei der Staatsanwaltschaft angeschuldigt haben. Derselbe erklärt, er habe am 23. Mai abends 9 Uhr auf einer vorn Staatswald umgrenzten Wiese, circa 30 Schritte von der Grenze, die zu seiner Jagd gehöre, einen 2jährigen Keiler geschaffen und denselben am anderen Morgen in einem Wässerungsgraben in der Wiese tot ge­funden; um ihn nach Hause zu transportieren, habe er ihn auf dem Wege geschleift und seiner in der Nähe befind­lichen Nichte den Auftrag erteilt, auf denselben aufzupnssen; hierauf habe er sich zu dem in der Ferne eggenoen Albrecht begeben und denselben gebeten, den Keiler nach Hause zu schaffen, woran derselbe jedoch vorn Förster Kurz, der den Keiler konfiseierte, gehindert wurde. Deshalb beschuldigte et den Förster des Diebstahls bei der Staatsanwaltschaft. Catharina Beaupain, ein löjähriges Mädchen, war am 24 Mai aus ihrer Wiese und graste, dabei sei ihr Onkel ge­kommen und habe ihr gesagt, sie solle auf den Keiler auf- paffen, später sei Albrecht gekommen und habe denselben aufgehockt, wozu der Förster kam und Albrecht zwang, den Keiler in den Wald zu tragen. Albrecht sagt überein­stimmend mit den Vorigen aus, daß et bin Keilet in der Wiese gefunden habe, aber vom Förster veranlaßt worden sei, denselben in den Wald zu tragen; eine Spur, wo der­selbe geschleift worden sei, habe er nicht bemerkt. Förster Kunz deponiert, daß et den Albrecht mit dem Kester 50 bis 60 Schritt vom Wald in der Wiese getroffen und denselben veranlaßt habe, den Keiler in den Wald zurück- zutragen; die Spur, von wo derselbe aus dem Wald da­hin geschleift worden, wo ihn Albrecht auf der Wiese auf­nahm, habe et genau gefunden, auch die Stelle, von wo aus der Keiler geschoffen worden und die Stelle, wo er verendete, elftere sei an der Grenze auf Beaupain's Re­vier, letztere ober im Wald; nach seinen Beobachtungen sei der Keiler nicht am Abend, sondern höchstens 2 Stun­den, ehe er dazu gekommen, aus dem Wald geschleift worden; eine Spur, auf der der Keilet von circa 1 Ctr. ans der Wiese geschleift worden, fei nicht auffindbar ge­wesen. Daß Albrecht sich an der Jagd beteilige, bezweifle er sehr. — Zeuge Engelhardt, der Kurz begleitete, will gesehen haben, wie das Mädchen den Keiler auö dem Walde zog, nimmt dies aber auf Vorhalt bei Herrn Vor­sitzenden zurück und will nunmehr nur gesehen haben, daß das Maschen dem Albrecht behilflich wat und zwar auf der Wiese den Keilet aufzuheben. Auf Ausfordern deS Försters habe Albrecht den Keiler sofort auf den Waldweg, als den Fundort getragen, was jeeoch mit den Auslassungen des Forsters nicht übeteinstimmt. Der Mitpächter der Jagd, Noll, sah aber, wie die beiden Beaupain's sich mit einem Hund in den Wald begaben, von einem Keiler selbst habe et nichts gesehen, auch mit keinem der Angeklagten gesprochen. Die Zeugen Hoffmann und Hertmann haben den Keiler im Wald geholt, aber hierbei keine Sputen in der Wiese, sondern nut die blutige Spur des Schleifens im Wald und besonders am Schonungsgraben gesehen. Zwei weitere Zeugen können nichts besonderes aussagen. Bezüglich der Beaupain's hält die Staatsanwaltschaft den Beweis für die Anklage für erbracht, nicht aber bezüglich des Albrecht, feststehe, daß bet Keiler im Walde verendet und nicht in der Wiese und daß er erst später heraus­geschleift worden; dieselbe beantragt für Johs. Beaupain eine Geldstrafe von 30 M, sowie wegen der falschen An­zeige 6 Wochen Gefängnis, und für deffcn Nichte eine solche von 10 Mark und Einziehung des Beanpaiu'fchen Hundes, dagegen Freisprechung des Albrecht. Der Verteidiger, Herr Rechtsanwalt Weicker, dagegen beantragt auch bezüglich der Nichte Freisprechung. DaS Gericht spricht sowohl den Albrecht wie die Nichte frei; gegen Johs. Beaupain erkennt dasselbe auf 30 M. Geld- und 1 Monat Gefängnisstrafe, sowie Einziehung des Hundes. — 2) Bürgermeister Ritter von Lainbach, Kreis Ziegenhain, ist, weil er bei einem Treibjagen auf Wasenberger Jagd einen Hasen auf Neu­stadter Gebiet geschossen und von seinem Hunde holen ließ, vom Amtsgericht zu 30 M. Geldbuße, sowie ConfiSkation der Jagdtasche, der Doppelflinte und des Hühn rhundes verurteilt, wogegen er appellierte. Angeklagter behauptet, er habe den Hasen auf Wasenberger Gebiet geschossen, sein Hund habe ihn durch'S Neustädter- vom Wasenberger Revier geholt und was bann aus ihm geworden, wisse er nicht, bern Neustärter Jagdpächter sei der Hase bezahlt worden. Der Jagdpächter GieS von Neustadt deponiert, er habe bei früherer Gelegenheit den SBafenbergcrn erlaubt, sich auf fein Gebiet zu stellen und hätte Ritter im frag­lichen Falle sich denken können, daß er dies thun und ai.f feinem Gebiet schießen dürfe, er mache eS umgekehrt ebenso, außerdem habe er dem nunmehr verschwundenen Förster

Becker gesagt, er solle die Anzeige nicht machen. Da aus den Aussagen weiterer Zeugen ergiebt, daß zwisch^ den Wasenberger und Neustädter Jagdpächtern ein Ueber- einkommen bestand, wonach Ritter annchmen konnte, dürfe auf Neustädter Gebiet übertreten, so beantragt bet Verteidiger, Herr Rechtsanwalt Jffland von Treysa, Frei­sprechung. Die Staatsanwaltschaft giebt unter den ob­waltenden Umständen dem Gericht die Entscheidung anheim und lautet diese auf Freisprechung.

Fulda, 11. November. Von der Neuigkeit bes „Kaff. TageS-Anz.", daß Herr Domkapitels-Assessor Dr. Braun hier Kandidat für den Bischofsstuhl in Paderborn sei, schreibt das „Wests. Volksblatt", ist in Paderborn nichts bekannt. Unser Domkapitel ist noch fast vollzählig; es hat allerdings jetzt nicht mehr das Wahlrecht, indessen dürfte wohl in Nom ohne Wissen des Kapitels schwerlich eine Entscheidung getroffen werden. Und die „Germania" hat von Herrn Dr. Braun die Mitteilung erhalten, daß ihm von einem derartigen Plane absolut nichts bekannt sei. — Vom 5. bis 8. d. M. wurde am hiesigen Schullehrer­seminar die zweite sogenannte praktische Lehrerprüfung unter dem Vorsitz des Herr» Provinzial-Schulrat Kretschel und des Herrn Regierungs-Schulrat Hasse als Vertreter der Königl. Regierung abgehalten. Von 15 angemeldeten Kandidaten waren 14 erschienen; 12 von diesen bestanden die Prüfung und erhielten damit die Berechtigung zur de­finitiven Anstellung. Die Namen derselben sind: 1) Jos. Becker, beauftragter Lehrer an der König! Präparanden- anftalt zu Fritzlar; 2) W. Clement aus Eppel (Waldeck); 3) Al. Hohmann aus Mittelkalbach; 4) Karl Kircher aus Volkmarsen; 5) Laitsch zu Ebersberg; 6) Luitpold Lippert aus Schmalnau; 7) Franz Mehler aus Kassel bei Orb; 8) Karl Mohr aus Schweben; 9) Karl Schick aus Oberbimbach; 10 Jos. Schmitt aus Allendorf; 11) Emil Schreiner aus Hauswurz; 12) Joh. Zentgraf aus Kleinlüder. Die unter 1 und 6 genannten Lehrer erhiel­ten wegen guter Leistungen die Qualifikation, in den Unter­klassen von Mittel- und höheren Töchterschulen zu unter­richten. Am 9. und 10. d. M. nahm bann Herr Prov.- Schulrat Kretschel eine gründliche Revision des ganzen Seminars vor. über dessen Leistungen er sich recht befrie­digend aussprach. (F. Kr.)

Hanau, 11. November. Bei der Stichwahl am 8. d. M. haben nach nicht offizieller Zusammenstellung er­halten : Herr Karl Frohme 9959, Herr Heinrich Dietz 7737 Stimmen. Herr Frohme ist demnach mit einer Majorität von 2222 Stimmen zum Abgeordneten des 8. hessischen ReichStagswahlkreiscS erwählt.

Vermischtes.

— (Wahlkuriosum.) In dem Wahlbezirk in Breslau, wo in der Stichwahl der Sozialdemokrat Kräcker gewählt worden, war eben die Wahl geschlossen worden, als ein Parteigenosse des FortschrittSmanneö Freund noch im Sturm­schritt dem Wahllokale zueilte, um sein Votum abzugeben; seinen rasenden Lauf hemmte aber plötzlich der Zuruf eines Vorübergehenden: „Zurück, Du rettest den Freund nicht mehr I"

— (Kreutzberg von einem Löwen ergriffen.) Aus Laibach 7. d. wird berichtet: „In der seit einigen Tage» hier zur Ansicht ausgestellten Kreutzberg'schen Menagerie produzierte sich der Eigentümer, Herr Kreutzberg, mit feinen Löwen Nachmittags nm fünf Uhr vor einem zahl-, reichen Publikum. Plötzlich faßte ein großer Löwe Herrn Kreutzberg mit einer Tatze am Halse und biß ihn in die rechte Hand. Kreutzbera, welchem das Blut aus feinen beiden Wunden riefelte, behielt jedoch seine Geistesgegenwart und wußte die Löwen so lange in Schach zu halten, bis cs ihm gelang, den Käfig zu verlassen. Kreutzberg ist sehr schwer verwundet und es waren rasch zwei Aerzte zur Hand, welche ihn verbanden. Auf das Publikum machte die Scene einen höchst peinlichen Eindruck."

Telegraphische Depeschen.

Elbing, 11. Nov. Stichwahl. Bis jetzt sind gezählt für e. Minnigerode (kons.) 4758 und für Horn (Sezcs) 3857 St. Die Wahl v. MinnigerodeS kann als gesichert gelten, da nur noch ländliche Bezirke anSstehen.

Schweidnitz, 11. Nov. Stichwahl. Bis jetzt sind für v Kulmiz (kons.) 8702, für Simon (Zentr.) 5953 St. gezählt; die Wahl des ersteren gilt als gesichert.

Breslau, 11. Nov. Westbezirk. Abgegeben im ganzen 16 436 St., davon erhielt der Sattler Julius Kräcker (S oz.) 8313 St. und Justizrat Wilhelm Freund (Fortschr) 7989 Stimmen.

Stuhm, 11, Nov. Bei der hier stattgehabten Stich-' wähl wurde der Wirkt. Geheime Rat Hobrecht (liberal) gewählt.

Kreuznach, 11. November. Stichwahl. Professor von Treitschke (lib.) erhielt 9855, v. Schorlemer-Alst 7812 St. Aus einem Wahlbezirke fehlt das Wahlergebnis noch, die Wahl von Treitschkes gilt aber für gesichert.

Freiberg i. S., 11. Nov. Stichwahl. Bis jetzt sind für Oelfchlägel (kons.) 6675, für Kayser (Soz.) 7577 St. gezählt worden. Die noch ausstehenden Resultate dürften an diesem Stimmenverhältnis nichts ändern.

Offenbach, 11. Nov. Nach den bisherigen Resultaten erhielt bei der Stichwahl Liebknecht (Soz.) 10 861 St.. Hallwachs (nat.=lib.) 7117 Stimmen. Aus 6 kleineren Gemeinden fehlen die Resultate noch, doch gilt die Wahl Liebknechts als gesichert.