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«steigen nimmt entgegen: Ar Expedition d.vlattel, jgtnie d-Äuuoucen-Bureauk ppb Th, Dietrich & So. in jissiel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a.M.; tzaaiensteiu L^Bo^^in ^^ig^Sörn re.'; Äubolf LsZe is Sr.lin, Krank- fsrt «. M rr.

ZNarSurg, Freitag, 24. Juni 1881.

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ObcheWc ZeitW

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Burtte» sowie b. Annonren-BureiNls Mn P. L- Daude *60. in Frankfurt a. M; ItgerIche Buchhandlung daseldn; Hermann'sche knchhandl. daselbst; Jnvalidendank in Berlin: &. Thienes in «derfeld: «. Schlotte in Bremen.

INN.

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«rscheiut tSglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchenttichen BeilageJInstrirte» Sonntag»»!««" durch die Expedition («och'sche Buchdruckerei) bezogen 2k Warf, durch die Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 50 Psg. (erd. Bestellgebühr). - JusettionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pf,. Für in bet Expedition ju ertheilende Auskunft und Annahme von Adreffen werden 25 Pf,, berechnet.

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Bestellungen auf das dritte Quartal der Sderhesstschen Zeitung mit deren Gratisbeilage JllustrirteS EonntagSblatt bitten wir baldigst machen zu wollen.

SWk- Die Landpostboten nehmen auf dem Lande Bestellungen entgegen.

Die Ex-ed. d. Oberh. Zeitung.

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Wirkliche Sorge für das Bohl ver^Ardeitrr.

Mit dem am 15. erfolgten Schluß der diesjährigen Session des Reichstags hat die Thätigkeit der vor drei Zähren gewählten Volksvertretung voraussichtlich ihr Ende

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Der Dreibirkeuhof.

Roman von August Butscher (Fortsetzung.)

10. Löwenzähne.

Es war am Abend des nämlichen Tages. Eilende

Wolken umsegelten den fahlen Mond, der mit halber Scheibe die Nachtwache bezog. Ein leiser Wind machte die drei Birken erzittern, wie in heimlichem Weh, und drehte die knarrende Windfahne auf dem Dache deS Dreibirkenhofes.

Mordax, der an eine lange Stange unter der Dachrinne an der Scheuer angekettet war, fuhr rastlos hin und her, daß die Kette rasselte. Von Zeit zu Zeit schickte er ein heiseres Gebell zur Mondsichel empor.

Drinnen war es totenstille. DaS Gesinde schlief wohl schon, denn es war neun Uhr.

Friedel war den Abend über auffallend ruhig gewesen. An der Bank unter den Birken lehnend, hatte er lange hinausgestarrt in die Dämmerung, aber seine Hand hatte sich ost krampfhaft geballt.

Johannes wunderte sich über diese auffallende Ruhe; gleichwohl ließ er den Bruder nicht aus den Augen und bewachte jeden seiner Schritte. So war Nacht geworden.

Der Hofbauer hatte sich in die Oberstube eingeschlossen; das hatte er niemals gethan; es mußte schrecklich toben in seiner Brust.

Unter dem Eindruck der schrecklichen Mordanschläge auf unseres Kaisers Majestät gewählt, stand der Reichstag vor Allem vor der Aufgabe, die durch gewiffenlose Agitatoren systematisch gewordenen Ausschreitungen und die damit ver­bundenen Gefahren für das öffentliche Leben durch Maß­regeln polizeilicher Natur einzuschränken und einzudämmen, nachdem sein Vorgänger leichten Herzens sich über die Not­wendigkeit solchen Vorgehens hinweggesetzt und alles Heil von dem Glauben an den guten Geist des Volkes wie an die Macht freiheitlicher Grundsätze erwartet hatte. Der ncugewählte Reichstag erfüllte seinerseits die Erwartungen, welche Regierung und Volk an ihn in jener Beziehung ge­stellt hatten.

Aber in allen Stadien der Beratung des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie ist von allen Seiten, von dem Reichskanzler und den ver­bündeten Negierungen wie von den Parteien, die sich auf den Boden der Vorlage stellten, anerkannt worden, daß allein durch Maßregeln staatlicher Einschränkungen die sozialistischen Verirrungen nicht durchgreifend geheilt und überwunden werden könnten. Die Regierungen erblickten in denselben vielmehr nureine der Bedingungen für die Wiederbelebung des öffentlichen Vertrauens" und betrach­teten es schon damals als eine ihrer höchsten Aufgaben, die positiv heilende Wirksamkeit aller dazu berufenen staat­lichen, kirchlichen und bürgerlichen Kreise auf jede Weise anzuregeu, zu beleben und mit Rat und Thal zu fördern." Insonderheit bemerkte Fürst Bismarck bei der Beratung jenes Gesetzes, daß ereine jede Bestrebung fördern werde, welche rosttiv auf Verbesferung der Lage der Arbeiter ge­richtet sei" und daß er,wenn nur ein erster Antrag vor­läge, der auf die Verbesserung des Loses der Arbeiter ge­richtet sei, ein freundliches Entgegenkommen zeigen und ihn

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Die beiden Brüder schliefen in zwei nebeneinander- i liegenden Kammern. Nur eine Bretterwand schied sie. ü i Schon wollte Johannes die Augen zum Schlummer schließen, 1! als er Friedel aufstehen hörte. Er legte das Ohr an die * Wand und hörte, wie der Bruder den großen in seiner Kammer stehenden Kasten öffnete und darin herumwühlte.

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einer wohlwollenden und geneigten Prüfung des Reichstags empfehlen werde *

Aber auch im Reichstage selbst glaubte die Majorität, wie aus dem Berichte über die bezüglichen Kommissions­verhandlungen ersichtlich, daß mit dem sofortigen energischen Einschreiten gegen die vorhandene Agitation gleichsam der Boden, auf welchem sodann die eigentliche Hellung zu be­ginnen habe, vorbereitet und geebnet und die Hinderniffe beseittgt werden müssen, welche einer Umkehr der soziali­stischen Bewegung in die ruhige Bahn verständiger und sachgemäßer Reform entgegentreten.

Den vor drei Jahren allgemein ausgesprochenen und gehegten Erwartungen gemäß hat der Kanzler, da ihm von keiner Seite irgend welche positiven Anträge zugingen, selbst die Bahn der Reform betreten und die Initiative zu einem ersten Schritt der Heilung ergriffen. Nachdem er das wirtschaftliche Leben wieder auf wahrhaft nationale Grundlagen zu stellen gesucht und durch Aenderung der Zoll- und Steuerpolitik, Handel, Verkehr und Industrie neu belebt, unternahm er den Versuch, die Bedingungen für das Wohl der arbeitenden Klaffen zu beffern und den­selben zum Zweck der eigentlichen Hellung der sozialen Schäden die staatliche Fürsorge zuzuwenden.

Aber der erste Schritt auf diesem Gebiet, so allgemein er gewünscht zu werden schien, als nur noch unbestimmte Ideen vorhanden waren, hat doch in seiner praktischen Ge­stalt die größten Schwierigkeiten hervorgerusen und so recht deutlich gezeigt, daß die Volksvertretung, wenngleich zur Aufstellung allgemeiner Grundsätze und weitgehender For­derungen stets bereit, voch im Gnzelnen sich schwer zu einer auch wirklich praktischen Verwirklichung derselben einigen kann. Die Mannigfaltigkeit der Parteien, die persönlichen Jntereffen derselben und die früheren Ueberlieferungen, an denen sie auf sozialpolitischem Gebiet festhalten zu müffen glauben, haben der Vorlage des Reichskanzlers eine Gestalt gegeben, welche die Verwirklichung der ursprünglich damll verbundenen Absichten in Frag: stillt.

So ist denn die Wirksamkeit des bisherigen Reichstags auf fozialpolitifchem Gebiet lediglich eine einschränkende, und nur in beschränktem Sinne eine anregende und auf­bauende gewesen. Durch das Sieb parlamentarischer Ab­stimmungen hindurch ist der erste Versuch positiv heilender Wirksamkeit verdünnt und abgeschwächt worden.

Aber diese Erfahrungen werden den Kanzler und die verbündeten Regierungen keineswegs hindern, auf dem ein­mal betretenen Wege sortzufahrcn, da sie hoffen müffen, daß wie der bisherige Reichstag anscheinend eine positiv heilende Wirksamkeit gewünscht und angestrebt hat, so die zukünftige Volksvertretung auch von der Notwendigkeit der Verwirklichung der Absichten und Wünsche, soweit sie über­haupt im Interesse des Staates realisierbar sind, durch­drungen .sein und so die Hoffnungen und Erwartungen Dann schlich Friedel auf den Socken die Stiege hinunter und verließ das Haus.

In dem Kasten, den Friedel geöffnet hatte, wurde Werg ausbewahrt, und ein schrecklicher Gedanke durchzuckte Jo­hannes. Schnell erhob er sich und folgte dem Bru er, den er aber nirgends erspähen konnte.

Kühl blies der Wind, und der von Wolken bedrängte Mond warf nur zeitweilig ein zweifelhaftes Licht auf die stillen Gründe, die, im Dunkel verschwimmend, wie ein graues Meer sich dehnten. Alles war still, nur das Käuz­chen sang wieder sein eintöniges Totenlied, und der Hund zerrte an seiner Kette und strebte immer nach der Seite, wo der große Wald wie ein dunkler Wall die graue Felder­fläche umrandete.

In der Stille rauschten die drei Birken um so vernehmlicher.

Johannes sann vergebens, wohin der Bruder sich ge­wendet haben möchte. Plötzlich, einer schnellen Eingebung folgend, koppelte er den Hund los, hielt ihn am Halsbande fest und ließ sich von ihm fortziehen. Mit riesiger Kraft strebte Mordax vorwärts. Johannes vermutete, daß sein nächllicher Gang ihn nach der Richtung des Höhlenhofes oder nach Blumenrain führen werde, aber der Huno zog ihn immer südwärts, der dunklen Umwallung zu. So ging es eine Viertelstunde fort und schon wurden die Um­riffe des Waldes deullicher und ließen sich einige gewalüge Eichen unterscheiden, die gleich vorgeschobenen Posten vor der dunklen Baumwand Schllcwache standen.

Jetzt ließ sich das Unterholz von dem Hochwald er­kennen, und jetzt sah JohannsS plötzlich einen Hellen Schein aufglimmen, kaum hundert Schütte vor ihm. Der Schein verbleich« wiercr, aber kroch langsam in die Breite und ringelte sich, wie eine feurige Schlange aufbäumend.

erfüllen werde, welche der bisherige Reichstag selbst in den Arbeitern noch mehr erregt hat. Die Schwierigkeiten, welche sich bei dem ersten Versuch herausgestellt haben, können weder der Reform einen Damm entgegensetzen, welcher den Strom irgendwie in andere Bahnen oder gar rückwärts zu leiten vermöchte, noch haben sie die Ueber- zeugung erschüttern können, daß der richtige Weg zur rechtm Zeit eingeschlagcn war und daß auf dieser Bahn weitere Versuche gemacht werden müffen.

Wenn der Reichstag auf sozialpolitischem Gebiete etwas geleistet, so ist eS die Thatsache, daß er durch seine Ver­handlungen Allen zum Bewußtsein gebracht hat, daß für die Zukunft in erster Linie als hervorragendste Ausgabe bestehen bleibt die positiv heilende Wirksamkeit, um die Lage der arbeitenden Klaffen in wirksamer Weise zu ver- beffern und so auch das Wohl deS Staats in nachdrück­lichster Weise zu fördern. (Prov.-Corresp.)

Deutsche« «eich.

Berlin, 22. Juni. Der Reichskanzler hat jetzt dem Bundesrat den Vertrag mit Hamburg vorgelegt, und zwar mit folgendem Begleitschreiben:Nachdem der Senat der freien und Hansestadt Hamburg sich hatte bereit sinden lassen, in kommissarische Verhandlungen mit der ReichSregierung über die Modalitäten eines etwaigen ZollanschluffeS Ham­burgs oder doch eine wesentliche Einschränkung sseineS dermaligen Freihafengebiets etnzutreten, ist nunmehr von den beiderseits ernannten Kommiffarien eine Verständigung erzielt worden, welche in den anliegend abgedruckten Proto­kollen vom 25. v. M. ihren Ausdruck gefunden hat. Nach den getroffenen Vereinbarungen soll insbesondere da» gesamte Hamburgische Staatsgebiet, mit Ausnahme eine» dauernd außerhalb der Zollgrenze zu belaffenden kleinen Freihafengebiets innerhalb besten Handel und Erport- industrie auch ferner ohne jede Zollkontrolle betrieben werden dürfen, in daS Zollgebiet einverleibt werden, die Zoll- und Steuerverwaltung im hamburgischen Staatsge­biet mit geringen Ausnahmen den hamburgischen Staatsbe­hörden zustehen, und darauf Bedacht genommen werden, die geltenden zollgesetzlichen Bestimmung»» den Bedürfnisten des Hamburger Handels thunlichst anzupassen. Außerdem sollen den in dem anzuschließenden Gebiet verbleibenden Exportiudustrieen während eines längeren Zeitraums be­sondere Steuerbegünstigungen zu teil werden. Zu den Kosten, welche der Zollabschluß des künftigen Freihafenge­biets und die Herstellung der erforderlichen Neuanlagen verursachen werden, ist, außer der Ueberlassung des Er­trages der zu erhebenden Nachsteuer, eine Subvention er) Reichsmitteln in Höhe der Hälfte der Kosten, jedoch bis zum Maximalbetrage von 40 Millionen Mark in Aussicht genommen und zur Ausführung der Bauten eine Frist bis zum 1. Oktober 1888 gelästert worden, nach deren

Herrgott int Himmel! Er zündet den Wald an!" schrie Johannes bis zum Tode erschrocken und schon flackerte das Feuer gierig und knisternd an den Büschen hinauf. Johannes ließ den Hund los, und dieser stürzte mit Gebell auf die Brandstelle zu, die immer lichter und und klarer aus der nachtdunklen Umgebung herauSwuchS.

An eine Eiche gelehnt, stand Friedel und starrte in die Glut, die immer weiter um sich fraß. Er hatte einen großen Pack Werg herausgeschleppt und in weitem Bogen um einen Teil des Unterholzes gelegt, daher die feurige Schlangenerscheinung. Auf dem Boden lag viel dürreS Holz, das rasch vom Feuer ergriffen wurde. Matt neigten sich die versenkten Blätter, und in dem Buschwerk knisterte das zerstörende Element unaufhaltsam dem Hochwalde zu.

Der Verstand deS Unglücklichen hatte wirklich Not ge­litten unter der Wucht der Ereignisse, die sich am Nach­mittage abgespielt hatten; unter dem wilden Weh und der selbstmörderischen Leidenschaft, die ihn schon so lange inner­lich zerfressen hatte; unter dem Mangel an Gottesfurcht und innerem Halt.

DaS Züngeln der Giftotter hatte seinem Verstand den letzten Stoß gegeben, und es war in ihm die fixe Idee entftanben, er müsse züngelnde Feuerflammen entfachen, die brennen und verbrennen, die fresten und zerstören, wie eS fressend und zerstörend sein Herz durchwühlte. Gleichsam der Zündfaden seines wahnwitzigen Entschlusses war daS Rachegefühl, das der alte Höhlenhofer noch schneidender und grimmiger in ihm entfacht Hatte. Der Wald mußte vernichtet werden, daS war der Schlußsatz seiner ZorneSge- dauken; daS stolze Prahlen deS Feindes mußte gestraft werden, nievergefchmettert »erben mit feuriger Rute. Auf bem Scheiterhaufen einer Flammennacht glaubte er daS