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jetzt mehr und mehr Einfluß gewinnt über die Beschlüsse ihrer Regierungen mit bezug auf Krieg und Frieden." Offenbar hat Herr Lasker einmal wieder die Lust verspürt, sich neben unseren Marschall Moltke zu stellen und gehofft, daß man ihm in London, wo er unbekannt ist, eine ähn­liche Wichtigkeit in staatS- und völkerrechllichen Angelegen­heiten beilegen wird, wie unserem Moltte in militärischen Dingen. Um dies zu hintertreiben, würde es zweifellos genügen, der internationalen Schiedsgerichts- und Friedens- Gesellschaft zu London die Photographie des „kleinen Secesstouisten" einzusenden.— Die Ablehnung der Diäten für den Volkswirtschastsrat hat in Regierunqskreisen über­aus verstimmt, und will man wiflen, daß der Reichs­kanzler trotzdem den Volkswirtschaftsrat einberufen wird. — Der Finanzminister Bitter hat in einer Soirve beim Land­rate in Creuznach in seiner Eigenschaft als Abgeordneter des dortigen Kreises sich über die innere Regierungspolitik ausgesprochen. Er bemerkte u. A.: Im Kulturkämpfe habe die Regierung den Boden des Rückschritts nicht betreten; sie hoffe, durch mllde Anwendung der Maigesetze den Frie­den eher anzubahnen. Man werfe mit großem Unrechte der Regierung reattionäre Gelüste vor. Die Regierung gehe nach festen Grundsätzen ruhig und besonnen vorwärts. Das Staatsministerium unterstütze ganz die Zoll- und Wirtschaftspolitik des Reichskanzlers, welche der Nation zum Segen gereichen wird. Betreffs der Hamburger Frage meinte der Minister, daß Hamburg nach 10 bis 15 Jahren den mit der Reichsregierung abgeschlossenen Zollanschlußver­trag segnen werde. — Die „Kreuzztg." schreibt: „Die Er­krankung des Fürsten Bismarck scheint, wenn auch vorüber­gehend, wieder mit großen Schmerzen und deshalb mit einer gewissen Nervosität verbunden zu sein. Der Fürst empfindet es besondes sehr schwer, bei den jetzigen entscheidenden Be­ratungen im Reichstage an der Einwirkung auf dieselben so vielfach gehindert zu sein. Man hofft jedoch, daß er im stände sein werde, vor der Abreise des Kaisers nach EmS noch demselben Vortrag zu halten."

Kiel, 9. Juni. Nachdem die Schiffe des Panzer- geschwaderö die Pfingsttage hier in unserem Hafen zuge­bracht, find sie am gestrigen Tage wieder gen Osten abge­dampft, um ihre eigenllichen Uebungsplätze in der Danziger Bucht aufzusuchen; voraussichtlich werden die diesjährigen Uebungen vor dem Kaiser selbst mit einem größeren Manöver und einer Parade im September ihren Abschluß finden. In diesen Tagen beginnen auch die alljährlich stattfindenden größeren Schießübungen der Matrosen-Ar- tillerie zu Friedrichsort mit den schweren Geschützen dieser Festung und des nahe daran belegenen Forts Falkenstein; es ist das ein ungemein interessantes Schauspiel, welche« jedesmal große Scharen von Zuschauern herbeilockt, denen das an der anderen Seite des Hafens gelegene Laboe einen gegen jede Gefahr gesicherten, vortrefflichen Aussichtspunkt gewährt. Die auf der Danziger Werft vollständig repa­rierte gedeckte Corvette Elisabeth, zur Ablösung oer Hertha in Oftasien bestimmt, wird in Kürze hier eintreffen. Ihre erste Fahrt machte die Elisabeth zur Einweihung des Suez- Canals. Vor einigen Tagen lief in unfern Hafen zu kuzem Aufenthalt auch das russische Panzerturmschiff Peter der Große ein, ein Fahrzeug ohne Masten, von großen Verhältnissen und schwerer Bauart, einigermaßen ähnelnd unsereren Kolossen Sachsen, Baiern u. s. w. Dasselbe geht von hier nach England. Schon vor Jahren, bei Aus­bruch des letzten russisch-türkischen Krieges, ward dieses Schiff in unserem Hafen erwartet, um sich in die türkischen Gewässer zu begeben und dort dem Feinde gegenüber eine ausschlagende Rolle zu spielen; es kam aber nicht und man erzählte sich damals, daß der verstorbene Kaiser Alexander, als er nach Kronstadt kam, um den vielversprechenden, ent­setzlich teuren Koloß zu besichtigen, ein stattlich aussehendes, schön angestrichencs Schiff, bei näherer Besichtigung aber mit hölzernen Schloten und ohne Maschine vorgefun­den habe.

Ausland.

Wie», 10. Juni. Die „Wiener Zeitung" publiziert das Budget und das Finanzgesetz pro 1881.

Paris, 10. Juni. Die „Republique fran^aise" räumt ihre Niederlage in der Frage der Listenwahl ein, vergleicht den 9. Juni mit dem 16. Mai und erklärt, die Beziehungen zwischen beiden Versammlungen (der Kammer und dem Senate) begännen eigentümlich gespannte zu werden. Die allgemeinen Wahlen, welchen eine lebhafte Agitation vor­hergehe, würden gegen den Senat ausfalle«, wenn sie dem Listenskrutinium günstig seien. Die „Republique franyaise" sagt weiter: „Wir sind nicht entmutigt und werden in die Freiheit der Aktion, von welcher wir Gebrauch zu machen wissen, wieder eintreten." — Die gemäßigten Blätter er­klären, daß die Frage an ihren natürlichen Richter, die Wahlkörper, zurückverwiesen sei. Die Intransigenten- und Monarchisten-Blätter behaupten, die gestrige Abstimmung des Senates mache der Diktatur Gambettas ein Ende. — Gerüchtweise verlautet, die Minister Constans, Cazot und General Farre würden demissionieren; auch spricht man davon, daß sGambetta das Kammerprästdium niederlegen wolle.

Liverpool, 10. Juni. Heute früh kam man einem Versuche, das hiesige Rathaus mittelst Schießpulvers in die Luft zu sprengen, auf die Spur; einer der Eingänge des Gebäudes ist beschädigt. Zwei mit Revolvern bewaff­nete Personen sind verhaftet worden.

Cork (Irland), 10. Juni. Infolge einer Ruhestörung zn der Rennbahn fand gestern ein bis in die Nacht hinein

dauernder Straßenkampf zwischen dem Volke und der Polizei statt. Viele Verwundete sind auf beiden Seiten zu beklagen. Eine Menge Verhaftungen wurden vorze- nommen.

Petersburg, 10. Juni. Die „Agence russe" bemerkt bezüglich der Kommission zur Beratung über den Loskauf der Bauern, die Zusammensetzung derselben aus 3 Mini­stern und 12 Vertretern des Zemstwo beweise, daß die Regierung keineswegs die Majorität haben wolle. — Privattelegramme melden Ruhestörungen in Charkow. Eine Bestätigung dieser Nachricht ist bis Mitternacht nicht eingetroffen; dagegen fanden in mehreren Städten Feuers­brünste statt. — Betreffs der Zcitungsmeldung, durch die Reise des Fürsten Milan nach Wien, Berlin und Peters­burg solle die Anerkennung Serbiens zum Königreiche vorbereitet werden, sagt die „Agence russe", sie wiffe nicht, ob dies richtig sei; wenn es aber der Fall sei, so würde Rußland sich der Erhebung zum Königreiche nicht wider­setzen.

Heffeu-Raffa«.

Marburg, 11. Juni. Se. Majestät der Kaiser wird mittelst Extrazugs auf der Reise nach EmS morgen früh gegen 7 Uhr den hiesigen Bahnhof passieren.

Marburg, 10. Juni. (Strafkammer Kgl. Landgerichts.) Zur Verhandlung kamen folgende Fälle: 1) Der Bau­unternehmer Köhler und Dr. Credo zu Treysa sind, weil sie in der Nacht vom 1. zum 2. Januar d. Js. nach 12 Uhr nachts noch in einer geschlossenen Gesellschaft in der „Burg" zu Treysa getanzt, mit je 5 M. Strafe be­legt worden, wogegen sie Einsprache erhoben, dasSchöffengericht bestätigte jedoch das Strafmandat. Im heutigen Termin vertritt die Angeklagten Herr Rechtsanwalt Jffland von Treysa und führt aus, daß durch Tanzen bei Beginn des Sonntags keine Sonntagsentheiliguug involviert weroe, anders liege es, wenn dies zwischen dem Vor- und Nach­miltagsgottesdienst stattfinde. Geschloffene Gesellschaften seien durch die bezügl. Verordnungen von 1801 nicht be­rührt, sondern nur öffentliche Vergnügungen; derselbe be­antragt daher Freisprechung, womit jedoch die StaatS- anwallschast nicht einverstanden ist, zumal in der Resor- mationsordnung jedes Tanzen am Sonntag verboten ist, eingeschränkt sei dies Verbot durch die Verordnung von 1801 auf die Zeit bis nach beendetem Nachmittagsgottes­dienste. Der Gerichtshof hält dafür, daß die Verordnung von 1801 auch auf geschlossene Gesellschaften Anwendung findet, bestätigt da« Erkenntnis erster Instanz und legt den Angeklagten sämtliche Kosten auf. — 2) Schäfer Heinrich Zögen von Viermünden ist vom Bürgermeister mit Strafe belegt, weil er seine Heerde Schafe durch seinen Vater hat hüten lassen, was Zögen aber bestreitet und vom Schöffen­gericht freigesprochen wurde, wogegen die Staatsanwalt­schaft appellierte, indem sie auöführt, daß der Vater des Angeklagten als Schäfer untüchlig sei, weil er nicht als solcher verpflichtet gewesen, und beantragt deshalb Auf­hebung dieses Urteils und Zurückverweisung an das Amts­gericht, da im Urteil nicht ersichtlich, warum Freisprechung erfolgte. Der Gerichtshof tritt diesen Ausführungen nicht bei und verwirft die Berufung. — 3) Conrad Gömpel von Frankenhain bei Treysa ist, weil er am 19. November vor. Jahres von einem städtischen Weg eine Strecke abgeackert hat mit Strafe belegt wvrden und hat, da er dies bestrettet, dagegen appelliert, was ihm aber 1 Mark Strafe event. 1 Tag Haft und Tragung der Kosten einbrachte, da Zeugen das Abackern durch ihn gesehen, wird das Urteil erster Instanz bestätigt und dem Beklagten noch die sämüichen Kosten aufgelegt. 4) Tobias WnigeS und dessen Schwägerin Wittwe Susann« Tönges von Frankenau, sollen vom forftfiscali- schen Boden GraS im Werte von je 15 Pfg. entwendet haben und sind mit je 1 M. Strafe belegt. Vom Schöffengericht sind die Angeklagten wegen mangelnden dolus freigesprochen worden, da die Angeklagten behaupteten, daß sie daö Gras von ihrer an den Wald stoßenden Wiese geholt Der Forstfiscus reclamiert die kleine Stelle, da von der geraden Linie zwischen 2 Nummersteiuen und dem Wässerungögraben ein Segment geblldet wird, als sein Eigentum. Die Angeklagten, von denen nur Tob. Tönges erschienen, behaupten, seit langer Zeit die fragliche Stelle ungestört im Besitz gehabt zu haben. Die Forstbehörde steift sich jedoch darauf, daß gegen die Vermessung von 1873 seitens der Angeklagten nicht reclamiert worden und daß demnach ihr der fragliche Fleck gehöre. Die Staatsanwall­schaft beantragt infolge dieser Erhebungen Bestätigung des Urteils erster Instanz bezüglich des Angeklagten, da der­selbe trotz der Warnung des Försters das Gras geholl, bezüglich der Susanns Tönges gibt sie dem Gerichtshof deren Beurteilung, da sie vielleicht aus Unkenntnis der Grenzen gefehlt, anheim. Bezüglich des Tobias Tönges hält der Gerichtshof den Beweis der Anklage für erbracht und erkennt auf 1 Mk. Strafe, event. 1 Tag Gefängnis, spricht dagegen die Ww. Tönges frei.

Marburg, 11. Zuni. Nächsten Mittwoch wird der Violinspieler Herr O. S o l d a n von hier unter gefälliger Mitwirkung der Herren Lorch und Maurer im Saalbau ein Konzert geben. Ist auch die eigentliche Konzert - Saison vorüber, dürfte dieses Konzert doch immerhin noch die Beachtung der Musikfreunde verdienen. Herr Sold an war bekanntlich mehrere Jahre in dm Vereinigten Staaten Nordamerikas und hat in seinen dorttgen Konzerten ungeteilten Beifall sich erworben. Ein Blatt, aus St. Louis berichtet über denselben: „Em

Virtuose auf der Geige ließ sich gestem Abend im Lieder­kranz vor einem recht zahlreichen Auditorium hören. Eö ist dies der vor wenigen Tagen hier angekommene Herr O. Sold an. Er spielte zuerst das Präludium und Adagio auS dem G«moll - Konzert von Max Bruch und dann ein von ihm selbst komponiertes Konzert in D* dur und erhielt für beide Vorträge großen Beifall. Herr Eg- mont Fröhlich, der ihn am Klavier begleitete, war entzückt über sein Spiel, deffen Reinheit ganz besonders zu bewun­dern ist; auch Herr Anton war ganz enthusiastisch in seinem Lobe. Die Geige, auf welcher Herr Soldan spielt, ist eine echte Amati."— Vor kurzem hat derselbe auch in einer Soiree vor dem fürstlichen Hofe in Arolsen gespielt und wurde auch da sein Spiel sehr beifällig ausgenommen. — Da nun auch daö Programm des hiesigen Konzertes ein sehr gut ge­wähltes ist, dürfte dieses das Jntereffe für den heimischen Künstler noch um so mehr anregen, daß ihm ein recht zahlreicher Hörerkreis zu Teil wird und er bei seiner dem- nächstigen Rückkehr nach Amerika Marburg auch nach dieser Seite hin im guten Andenken behält.

8 Kassel, 11. Juni. Nach bis jetzt hier bekanntem Stimmenverhältniß hat im Wahlkreise Wolfhagen-Hofgeis- mar-Rinteln der nationalliberale Candidat Senator Schläger bei der gestrigen Stichwahl die Majorität erhalten.

Fulda, 10. Juni. In dem Befinden des Herrn Land- ratö Cornelius, welcher seit einigen Wochen wieder, wie schon früher, von rheumatischen Leiden heimgesucht ist, die jedoch diesmal mit einer bedeutenden Abnahme der Kräfte verbunden sind und wobei auch die Aufregungen durch das schwere Leiden und den am 28. v. M. erfolgten Tod seiner Frau Gemahlin ungünstig eingewirkt haben mögen, ist jetzt eine bedenkliche Verschlimmerung eingetreten. Gestern Nach­mittag ist noch ein Stickfluß (Lungenödem) hinzugekommen, so daß die Hoffnung auf Wiedergenesung unseres allbe­liebten und hochgeehrten Herrn Landrats mehr und mehr schwinden zu wollen scheint. — Von verschiedenen Seiten wird darauf aufmerksam gemacht, daß das diesjährige Pfingstfest für unsere Stadt in doppelter Beziehung ein besonders bemerkenswertes war. Denn nicht allein war es am Pfingstfeste — 5. Juni 755 — daß der h. Boni« facius, der große Apostel der Deutschen, zu Dockum, wo er den Neubekehrten auf freiem Felde die h. Firmung er­teilen wollte, von raubsüchtigen Heiden überfallen und er­schlagen wurde, sondern eS ist auch gerade auf Pfingsten 1881 ein volles Säkulum verflossen, seitdem daS früher am Deckengewölbe der Demkirche befindliche große goldne Rad während des Gottesdienstes herabgefallen ist. — Im Kreise Gersfeld wurde der „Fuld.Ztg." zufolge den Herren Pfarrern: Dechant Glock zu Poppenhausen, Hohmann zu Batten, Krapf zu Kleinsassen und Giegrich zu Gersfeld die Lokalschulinspektion über die den betreffenden Pfarreien angehörigen katholischen Schulen durch Dekret Königlicher Regierung zurückgegeben.

Harra«, 8. Juni. Gestern tafle in unserer Stadt die 7. Generalversammlung des Vereins von Lehrern höherer Unterrichts-Anstalten der Provinz Heffen-Naffau. Die­jenigen Gäste, welche bereits am 2. Pfingsttage schon ein­getroffen waren, verbrachten mit ihren hiesigen Kollegen und Freunden den Vorabend des Festes im Bürgerverein, wo so manches Wiedersehen gefeiert, so manche Erinnerung entschwundener Zeiten aufgefrischt wurde. Die Zeit von 8 bis 10 Uhr des gestrigen HaupttageS wurde dem Be­suche des Museums der wettcrauischen Gesellschaft für die gesamte Naturkunde und des Gefchichtsvereins im altstädter Schlöffe gewidmet. Kurz nach 10 Uhr versammelten sich die erschienenen VereinSgcnossen in der festlich geschmückten Aula der Realschule, wo unter dem Vorsitze des Herrn Direktors Dr. Fürstenau die Verhandlungen stattfanden. In Abwesenheit des Herrn Oberbürgermeisters war der Herr Landtagsabgeordnete Ziegler erschienen, um der Ver­sammlung Namens der Stadt die freundlichsten Grüße zu entbieten und ein herzliches Willkommen zuzurufen. Nach Eint, itt in die Tagesordnung machte der Herr Vorsitzende zunächst eine geschäftliche Mitteilung, durch welche die Mit­glieder des besagten Vereins Kenntnis erhalten von der Absendung einer Petition Seitens des Vorstandes an den Herrn Unterrichtsmintster, welche die Gründung einer Wittwen- und Waisenanstalt für die Hinterbliebenen der Lehrer an höheren Unterrichtsanstalten in Preußen bezwecken soll. Herr Ziegler verweist bezüglich dieser Angelegenheit auf die bereits stattgehabten Verhandlungen im Abgeord­netenhaus und giebt über die Stellung der Regierung und des Landtags zu dieser Frage die befriedigendsten Erklä­rungen. Die Erstattung des Kassenbericht« gibt dem Herrn Schatzmeister Robb Veranlassung, verschiedene Uebelstände und Mängel beim Kastenwesen des Vereins zu rügen und zur Abstellung derselben ein kurzgefaßtes Statut zu unter­breiten, welches einstimmig genehmigt wurde. Hieran schloß sich der Vortrag des Herrn Oberlehrers Dr. Wtttich auS Kastel: „Ueber die Ascessionsfragc". Referent hat seine Aufgabe in äußerst gründlicher und durchaus sachgemäßer Weise gelöst, und eS bedarf wohl kaum der Erwähnung, daß Herr Oberlehrer Wittich die vollste Anerkennung und den ungeteiltesten Beifall seitens seiner Zuhörer erntete. Beim folgenden Punkte der Tagesordnung verbreitete sich Herr Prorektor Krause (Hanau): „Ueber die Gehaltöver- hältniste der Lehrer an den höheren Unterrichtsanstalten", und wies nach, daß die akademisch gebildeten Lehrer anderen Beamtenkategorien, namenllich dem Richterstande, im Ge­halte bedeutend nachstünden. Die Arbeit des Herrn Gym« nastaldirektors Wernecke aus Montabaur: „Ueber die Ent­lastung der unteren Klasten des Gymnastuws, insbesondere

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