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Frankfurt a. M., 24 Mai.! .(Mltgetbeilt durch Menke Eichelberg u. Sohn) Ereditaktien 304% nach 303 nach — Staats-babnattien 302%, SUberrente 67% nach —, 6proc. Ungar.' Goldrente 102% nach - bprvc. Ungar. Papierrente 79% nach — 4proc. Ungar. Goldrente — nach —, 1860t Loose 127, 1880t Ruffen 75% nach —, II. Ruff. Orientanleib<58% Galizier 270% nach 27(> u. Donau-Drauaktien 142%, Kronprinz-Rudolf.Aktien - nach - Dux-Bodenbacher Aktien 279%, DiSconto Commandit —. Tendenz: fest.
der Referent und der Abg. Dr. Schröder (Friedberg) für den Kommissionsvorschlag und gegen den des Abg. Dr. Jäger gesprochen, da es nicht Sache des Hauses sei, über Einzelheiten Vorschläge zu machen, zieht der Abg. Dr. Jäger seinen Antrag zurück. Die Abstimmung über die Resolution findet in dritter Lesung statt. — Es folgt die zweite Beratung der deutsch-chinesischen Konventton. Geh. Legationsrat v. Kusserow, die Debatte einleitend, weist auf _bie Eigenart der morgenländischen Kultur und die Zurückhaltung Chinas gegenüber der europäischen Kultur hin, wodurch das Maß der Konzessionen, die zu erhalten waren, wesentlich beschränkt sei. Der BundeSrat habe die Konvention einstimmig genehmigt. Der Reichstag möge derselben beitreten. Die Konvention wird ohne Debatte und ohne Abstimmung genehmigt. Die Mehlzollvorlage wird auf Antrag von Löwe-Bochum heute abgesetzt. Am Sonnabend soll nach der Ankündigung des Präsidenten große Zolldebatte sein. Nächste Sitzung morgen Dienstag.
Baromet. Pat. L- 330,5'
Thenn- R. 11»,0
Wind 02
Niederschlag — Ab.-Zoll. HimmelSanficht: bedeckt.
Bemerk.
Medieivische Re«igkeite«.
# Eö wird für alle diejenigen, welche in der rauheren Jahreszeit oder durch Ueberanstrengung der Stimme an katarrhalischen Affectionen der Luftwege leiden, von Interesse sein, zu hören, was eine der ältesten und Verbreitesten oesterr. medicinischen Zeitungen „die Allgemeine Wiener medic. Zeitung" über die in neuerer Zeit so sehr in Anwendung gekommenen Apotheker Voß'schm Katarrhpillen mitteilt: Dieselbe schreibt in Rr. 5 u. A.: „Bald nach Bekanntgeben des CurverfahrenS veranlaßte Apotheker Boß mehrere Aerzte zur Prüfung derselben. Die gewonnenen Resultate lauten übereinstimmend äußerst günstig und diesen können von verschiedenen Aerzten später eingelaufene und gleichlautende Berichte ergänzmd an die Seite gestellt werden. Die Voß'schen Katarrhpillen haben sich sonach als ein treffliches Mütel gegen Schnupfen, Rachenkatarrh, chronischen und acuten Kehlkopf- und Lungenkatarrh bewährt und nehmen wir leinen Anstand, die Aufmerksamkeit der Aerzte hiermit auf dieselben zu lenken.
Die ächten Apotheker W. Voß'schm Katarrhpillen (und nur für deren richtige Bereitung wird garanttrt) sind nur in Blechdosen zu dem billigen Preis von 75 Pf. in Gießen bei Apotheker Hempel, in Kassel bei Apotheker Z e d d i e S, in Gladenbach bei Apotheker Sames und in dm meisten deutschm Apocheken erhältlich. Jede Dose muß mit einem den Namen des Apotheker W. Voß Adler-Apotheke in Frankfurt a. M. ttagmden ziegelroten Verbandstreifen geschlossen sein. [1667
einiges ein. Rosenstengel hat Möbus mit dem Entsprungenen vor der Pforte getroffen und wurde abgeschickt, die verlorene Mütze zu holen, im Kreuzgang sei er wieder mit denselben zusammengetroffen, Ebeling sei blutig gewesen, Möbus zerkratzt; im Kreuzgang sei Ebeling zusammengestürzt, in der Bavestube sei Bischoff vom Ober- Vatter geriffelt worden, worauf ersterer zu Ebeling gesagt: „Kerl, dich soll das Donnerwetter holen." Von Mißhandlungen habe er nichts gesehen, sich auch nicht dabei beteiligt; erhübe sich gleich wieder aus der Badestube entfernt. Wiegand erklärt: Er habe int Kreuzgang erfahren, daß Ebeling es wäre, sei dann mit Wärtern und Laternen hinaus, wo er die Hülferufe des Möbus gehört, vorauf er zu diesem geeilt und ihn am Wirtshause getroffen, im Thor der Anstalt sei Ebeling zusammengestürzt, aber don Möbus wieder emporgezogen worden; vor der Eßstube habe sich dies wiederholt, ebenso im Kreuzgang, wobei er ,na, na vorsichtig" gerufen und dessen vorsichtige Reinigung tu der Badestube anordnete. Daß Ebeling getreten oder geschlagen worden, hat er nicht gesehen, Ebeling habe aber »it lallender Zunge gesprochen; Kroll, Rosenstengel und Uchoff seien nachher in der Badestube geblieben, MöbuS nicht, Besenstiele und bergt, habe er nicht gesehen, jedoch gleich beim Zusammentreffen bemerkt, daß Ebeling an der Wen Kopfseite blutig war. Möglich sei, daß Ebeling bei einer Flucht, zumal derselbe wegen seiner Gefährlichkeit an den Füßen einen Spanuriemen trug, von der Ringmauer gestürzt und sich da am Kopf verletzt. (Fortsetzung folgt.)
Depesche«.
derliv, 23. Mai. Der Kaiser conferierte heute Nachmittag mit Bismarck.
Wie«, 23. Mai. (Abgeordnetenhaus.) Die von der Majorität des SchulausschuffeS beantragte Abkürzung der Schulzeit wird in namenüicher Abstimmung, mit 156 gegen 149 Stimmen angenommen.
ßottüutt, 23. Mai. (Unterhaus.) Dilke antwortete Monk, alö brittische Kommissare betreffs des anglo-fran- zösischen Handelsvertrags fungieren wahrscheinlich Rivers Wilson, Kennedy, Crowe und Generalkonsul Düsseldorf. Bor Donnerstag ist der Beginn der Sitzungen unmöglich. Ferner antwortete Dille Worms, sobald eine authentische Abschrift der Gesetze über den Aufenthalt der Juden in Rußland eingegangen sei, erwäge die Regierung, ob sie Schritte thun kann, um eine Modifizierung der Gesetze zu erlangen.
Petersburg, 23. Mai. Der Kaiser erteilte heute einer Deputation der hiesigen jüdischen Gemeinde, bestehend aus Baron GünSberg, den Banquiers Sack und Paffower Audienz und unterhielt sich mit denselben huldvollst.
Bukarest, 23. Mai. Nachmittags fand vor dem Königspaare und deren Gästen der historische Festzug statt.
Meteorologische Statt«« Marburg. (24. Mai 2 Uhr Nm.)
deshalbigen Eingabe selbst hervorhob, daß er zum Sprechen und Arbeiten in der Schule sich unfähig fühle. Nachdem der Schulvorstand bestätigt hatte, daß die Kraft des Herrn Liebermann ziemlich verbraucht sei, so daß er in den oberen Klaffen der Bürgerschule nicht mehr verwendet werden könne, erfolgte denn auch die Pensionierung. Es ist nun recht bezeichnend, daß derselbe Mann, der in einer gewöhnlichen Bürgerschule zu lehren nicht mehr im stände ist, als Vertreter für das deutsche Parlament mit einem Eifer empfohlen wird, als hänge das Wohl und Wehe der ganzen Provinz von seinem Eintritte ab. Den schlauen Führern ist es natürlich nur um ben fortschrittlichen Hammelsprung zu thun. Legt aber der Wahlbezirk an feinen Vertreter keinen anderen Maßstab?
Frankfurt a 23. Mai. (Fruchtbericht) sMitge- teilt von I. Harburger. CommlssionS- und Agenturen-Geschäft) Weiz-m biefiger und Wetterauer M. 24%—. ftemder M 23 t -24% Roggen hiesiger Ml. 22%--, Gerste Ml. 18%—19%, Hafer
Mk. 15—16, Oelsaaten, Raps Mk.--. Weizenmehl Nr. 00
Ml. 30-31%. Nr.0 Mk.29-30, Nr. I Mark 2,-27, Nr. II M. ™ ,25' mT J** Mark 21—22. Roggenmehl Nr. »/, (Berliner Marke) Mark -, Nr. II do. Mark — Am heutigen Markte fand nur ein unbedeutendes Geschäft statt, weil Käufer sehr zurückhaltend waren. Die Preise verstehen sich franco hier vr. 100 Äo. je nach Qualität.
Fraukfurt a. M., 23 Mai. (Biehmarkt.) Angetrieben waren circa 400 Ochsen und Stiere, 28" Kühe und Rinder, 216 Kälber und 180 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qualität 62-64 Mark, 2. Qualität 55—60 Mark, Kühe 1. Qualität 55-57 Mark, 2. Qualität 45-50 Mark, Kälber 1. Qual- 56- 60 Mark, 2. Qualität 40-45 Mark. Hämmel 1. Qual. 55-60 Mark, 2. Qualität 40-50 Mark- Schweine wurden 500 Stück vorige Woche eingeführt und daS Pfund mit 65 Pfg. bezahlt.
△ Kassel, 22. Mai. lieber die konservative Haupt» ^rsammlung hierselbst, deren Verlauf und Resultate der Neroatioen Sache einen neuen Aufschwung in Hessen Heben, sind die liberalen Blätter sehr verstimmt. Da
Aufgabe der Versammlung weseuttich darin bestand, Organisation der Partei im Laude und sonstige innere trogen zu beraten, so ist wohl der Vorwurf, daß die Ver- ’Bmlung nicht öffentlich gewesen und fremde Berichter- toer nicht zugelassen — wenig begründet. Die um 2 It anberaumte vertrauliche Vorbesprechung war von etwa
Delegierten und Vertrauensmännern, die Hanptver- •Bmhmg Nachmittags 4 Uhr, in welcher die Resultate 5 Vorberatung mitgeteilt und beraten wurden, von 400 4 500 Mitgliedern der Partei besucht. Der große Saal ** Stadthaus war dicht besetzt.
Raffet, 23. Mai. Die „Hessische Morgenztg." ent» folgendes „Eingesandt": Große Ansprüche scheinen ’ die geistige Capacität des sortschritllichen Kandi- uch nicht gemacht zu werden. Es ist wohl ziemlich allein bekannt, daß Herr Lehrer Liebermann vor etwa Hresfrist, um feine Pensiomierung zu erlangen, in feiner
»sang genommen wurden. (Schluß der Sitzung abends g Uhr.)
Marburg, 24. Mai. (Schwurgericht.) Der Gerichts- bss besteht aus den Herren Landgerichtsräten Gleim, Vor- siyenrer, Steinhaus und Bork, Beisitzer. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Rabe; die vier Angeklagten sind durch die Herren Justiz-Rat Dr. Wolff und Dr. Schmidt vertreten. Angeklagt sind die Hospitalswärter Adam Möbuö, 31 Jahre alte, Heinrich Kroll, 28 Jahre alt, Daniel Rosenstengel, 29 Jahre alt, von Haina, wegen Körperverletzung mit tötlichem Erfolg, und der Oberwärter Luvwig Wiegand von da, wegen Beihülfe dazu. Der k Mißhandelte und Gestorbene ist der Hospitaltt Ebeling von Hanau. Als Geschworene toerben ausgelost die Herren Käs von Kirchhain, Schäfer von Biedenkopf, Pfalzgraf
m Merzhausen, Wahl I. von Breitenbach, Ide von Loh- I Bom Reichst««,
hausen, Jordan von Homberg, Braun von Neustadt, Klein Berlin, den 23. Mai.
von der Carlshütte, Knoch von Ottrau, Freitag von Borken, In der heutigen (47.) Plenarsitzung des Reichstags Settnick von Homberg, Erbt von Hatterode, schwaner von wurden zunächst die am Sonnabend zur zweiten Beratung
t Frankenberg (letzterer als Ersatzgeschwormer, da die Ver- gestandenen Rechnungssachen in dritter Beratung definittv
Handlung 2 Tage dauern wird). Auch wohnt den Ver- debattelos erledigt und dann jbie zweite Beratung des Ge-
handlungen Herr Landesrat Schneider aus Kassel vom setzentwurfs betr. die Abänderung von Bestimmungen des
kommunalstandischen Verband bei. lieber die ihnen jur Gerichtskostengesetzes und der Gebührenordnung für Gerichts-
Last gelegten Vergehen lassen sich die Angeklagten, nachdem Vollzieher beim Art. 3 fortgesetzt, welcher die Vorschriften
die bezüglichen Instruktionen, nach denen die Pfleglinge ber Gebührenordnung für Gerichtsvollzieher betrifft. Die
durchaus milde zu behandeln und nicht korperttch gezüchtigt Anträge der Kommission entsprachen im Wesentlichen der
werden dürfen, sowie der Situatiousplan gerlchtssettig vor- Vorlage. Die Abgg. Dr. v. Cuny, Dr. Bamberger,
getragen worden ist, dahin aus, daß Ebelmg am 29. Nov. und Dr. Reichens Perger (Krefeld) haben einen An-
1880 ans dem Gewahrsam ausgebrochen und entflohen sei, trag eingebracht, welcher den Kommissionsantrag, reip. die
und zwar gegen halb 6 Uhr abendS, MobuS habe ihn Vorlage in zweifacher Beziehung bekämpft, dieselbe will
»erfolgt und außerhalb der Ringmauern, die derselbe über» nämlich die für die Beglaubigung der Abschrift eines zustiegen, nach etwa 15 Minuten getroffen, Ebeling sei auf zustellenden Schriftstücks gegenwärtig zu zahlende Gebühr
$n-"CtÄ?enfid> mit iBm SüaTmohei“«00n 5 ^8- pro Blatt fortbestehen lassen und außerdem Du, er habe sich mit ihm gebalgt, wobei er (Mobus) Minimum der Pfändungsgebühr den Satz von 2 M . einen Tritt zwischen die Beme erhalten, ihn dann aber am beibehalten. Die Abgg. v. Cuny und Dr. Reich enö-
Kragen gepackt und versucht habe nach Hause zu trans- perger befürworteten diesen Antrag im allgemeinen
portieren, dazu sei Rosenstengel gekommen und am Thore Interesse, wie im Jntereffe der Gerichtsvollzieher, während
der Oberwarter; Ebelmg sei unterwegs einmal, da er derselbe vom Regierungskommissar Geh. Rat v. Lenthe
immer nach vom ubernelgte, zusammengesturzt und Möbus bekämpft wird, da die Vorschläge der Regierung voll-
"" lhui, dasselbe habe sich im Kreuzgange wiederholt, ständig gerechtfertigt seien, und das Einkommen der Ge-
geschlagen habe. er ben Ebelmg nicht, Kroll und Rosen- richtsvollzieher auch in benjetiigen hier allein in betracht
^engel halten ihm bann geholfen, benfetben in bie Bade- kommenden Staaten, in welchen die Gerichtsvollzieher nicht
Mbe zu schaffen, werteres wisse er nicht, b» er durch den mit festem Gehalt angestellt sind, immerhin auch vollständig
Tntt unwohl geworden sei und 11 Tage daS Bett hüten ausreichend und der sozialen Stellung derselben angemessen
^!?^"^"gen des Ebeling mit ®efen|lielen bleibe. Die Befürworter deS Amendements machen
m der Badestube habe er utchtS gesehen. Kroll stand im namentlich die elsaß-lothringischen Verhältnisse für sich
l Kreuzgange, als Mobus ben Cbeltng brachte, der letztere geltend, und betonen, vaß es nicht wohlgethan sei, diese
! sei ganz blutig gewesen und in die Badestube gebracht Beamten, welche soviel mit den niederen Volksschichten
berfelberton uiib ben aXnrvefenben (Modus, jn Berührung kommen, materiell abhängig und unzufrieden Kohl, Wtegano, Bischoff und Rosenstengel), mißhandelt gU machen. Das Wenige, was der Antrag den Gerichtsworben sei, weiß er nicht, und daß ein Kranker nicht ge- Vollziehern erhalten wolle, möge man aus diesen Gründen
prügelt werden dürfe, will er auch nicht wissen; überhaupt ihnen belassen. Abg. Kayser beantragt, die Gebühr bei
fallt demselben erst nach und nach,_unb zwar auf Vorhalt, Zustellungen an inhaftierte Personen ganz fortfallen zu
lassen und außerdem eine gewisse weitere Herabsetzung der PfändungSgebühr. Reg.-Kommiss. Geh. Rat v. L e n t h e weist darauf hin, daß die Gerichtsvollzieher in Elsaß-Lothringen nach der Prozeßordnung eine weniger verantwortliche Stellung ein- nehmen, als sie nach dem code de procedure gehabt; daß aber ihre Einnahmen doch nicht einen so sehr großen Ausfall erlitten haben müßten, als angenommen worden, beweise der Umstand, daß die Vorschläge der elsaß-lothringischen Regierung, die älteren Gerichtsvollzieher aus staatlichen Mitteln für ihre Mindereinnahme schadlos zu stellcn, vom Landes - Ausschuß nicht angenommen sei. Abgeordneter Trautmann erklärt sich für den Kommissionsantrag. Abg. v. Reden (Lüneburg) empfiehlt dagegen den Antrag der Abgg. v. Cuny-Reichensperger. Abg. Windthorst vermißt eine genügende Feststellung dessen, was die Gerichtsvollzieher jetzt einnehmen, sowie der Höhe des Ausfalls, den die vorliegenden Anträge herbeiführen würden. Abänderungen würden also inS Blaue hinein beschlossen werden. Auch sei cs doch bedenklich, wenn allerdings auch gesetzlich zulässig, einen Schnitt in bestehende Einnahmen zu machen. DaS sei prinzipiell auch in Elsaß-Lothringen anerkannt. Nach alledem halte er mindestens den Antrag v. Cuny gerechtfertigt. Auf wcitergehende Anträge verzichte er nur, well er mit denselben durchzudringen keine Aussicht habe. Regierungskommissar Geh. Rat Kurl- b a um II. rechtfertigt die Vorlage den verschiedenen Angriffen gegenüber. Die Analogie mit den elsaß-lothringischen Verhältnissen passe nicht. Abg. Bamberger charakterisiert den von ihm mitgeftettten Antrag als einen billigen Ausgleich zwischen ben entgegenstehenden Forderungen. Bei der Abstimmung wird demnächst nach längerer weiterer Debatte, die sich noch an die Nr. 4—6 des Art. 3 knüpfte, der letztere unverändert nach der KommisstonSfassung angenommen. Der Arttkel 4, wonach das Gesetz mit dem 1. Juli d. I. in Kraft treten soll, veranlaßt keine Debatte. — Die Kommission beantragt außerdem, eine Resolution anzunehmen, worin die Reichsregierung ersucht wird, mit der weitergehenden Revision des Gerichtskostengesetzes eine solche der Gebührenordnung für Rechtsanwälte zu verbinden und desfallsige Vorlagen womöglich schon in der nächsten Session an den Reichstag gelangen zu lassen. Dazu beantragt der Abg. Dr. Jäger (Neuß) einen Zusatz, wonach bie Gebühren ber Rechtsanwälte in den beiden untersten Klassen um 50 pCt., hei den anderen Wertklassen um mindestens 25 pCt. ermäßigt werden sollen, wonach ferner beim Vergleich nur eine einmalige Gebühr gewährt wird, bei Privatklagen die Ansätze von 12 M. bez. 25 M. um 25 pCt. herabgemindert werden, die Gebühr für die Erteilung eines Rates von s/io auf 7io rc. rc. Nachdem I