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veröffentlicht zugleich das 'Namensverzeichnis der Vorstands­mitglieder und eine Wahlinstruktion. Von ganz besonderem Interesse aber dürfte gerade jetzt die Auseinandersetzung sein, in welche der Bericht in bezug auf die Bestrebungen des Herrn von Fechenbach eintritt, Bestrebungen, welche vielfach zu Ungunsten der Deutsch-Konservativen resp. zu einer Verdunkelung des Parteistandpunktes verwertet worden sind. Da es in der Absicht liegt, die Gesin­nungsgenossen des Frhrn. v. Fechenbach, welcher sich in der im November v. I. in Frankfurt a. M. abgehaltenen Konferenz u. a. für Wiederherstellung der Artikel 15, 16 und 18 der Preußischen Verfassung und Beseitigung der Maigesetze erklärt hatte, zu einer Versammlung nach Berlin zu berufen, mußte eine Auseinandersetzung des Wahlvereins der deutschen Konservativen mit Herrn v. Fechenbach um so dringender erscheinen. Wir bringen die bezügliche Erklärung des Wahlverdins in Nachstehendem zur Kenntnis des Publikums, welches ein volles Recht dazu hat, gerade im Angesicht der bevorstehenden Reichs­tagswahlen über die Bestrebungen aller Parteien, Die sein Vertrauen in Anspruch nehmen, klares Licht zu erhalten. Die Erklärung des Wahlvereins, nachdem sie auf die Bildung der deutsch-konservativen Partei einen Blick ge­worfen und die Gesichtspunkte erläutert, welche für Auf­stellung des Programms maßgebend waren, sagt: „Man wird mit Recht verlangen, daß die Partei vor den Wahlen oder in sonst dazu Anlaß bieteiiben Momenten ihre Stel­lung zu den zunächst zu lösenden Fragen und gesetzgeberi­schen Aufgaben klar und dem Volke verständlich ausjprichl. Aber man wird dabei doch wohl mit Recht Denjenigen in erster Linie eine entscheidende Stelle etnräumen, die bisher als Vertrauensmänner aus den Wahlen hervorgegangen, in der Mitte des Politischen Kampfes gestanden und mit voller Kenntnis der politischen und Parlelverhältuisfe aus­gerüstet sind. Der Wahlverein seinerseits wird es nur als seine Ausgabe betrachten, in solchen Momenten der Vertretung der Partei in rin großen parlamentarischen Körperschaften helfend und geschäftlich unlerftützend zur Seite zu stehen. Wett davon entfernt, die lobenswerten Absichten und die patriotische Gesinnung zu verkennen, die jenen Bestrebungen des Frhr. v. Fechenbach und seiner Freunde zu Grunde liegen, glauben mir doch, daß man in der Agitation, wie sie hier und da hervocgelreten, etwas zu weit geht unv Forderungen in sozial-reformatorischem Sinne aufstellt, und über deren Maß unv Richtigkeit in den konservativeNiKreifen die erheblichsten Zweifel und sehr auseinandergehende Ansichten beftehen. Zn der Bevölke­rung mögen solche drastische Forderungen hier und da Beifall finden, aber man vergesse doch nicht, daß eine gewissenlose Demagogie stets in Ausstellung noch weiter gehender, wohlklingender Forderungen den Vorrang be­haupten wird. Die konservative Partei kann nicht erwar­ten, baß in der Masse der Bevölkerung — nachdem sie durch Menschenalter in liberalem Sinne bearbeitet und erzogen worden — jetzt plötzlich entgegengesetzte Auffassungen zur Herrschaft kommen. 'Rur langsam kann naturgemäß Die Saat wachsen und reifen, und nichts würde oer ton» iervativeil Sache mehr schaden, als wenn sie sich von dem Boden ruhiger praktischer Thäligkett abdrängen ließe, die allein das Vertrauen gewinnen uno befestigen kann. Daß in den Reihen Der katholischen Bevölkerung uns oer Fraktion Des CenlrumS, in der diese Bevölkerung jetzt fast ausschließlich ihre parlamentarische Vertreiung finoet, in erheblicher Menge konservative Elemente enthalten sind, kann ja niemand öertenuenf, und man kann nur dringend wünschen, daß seiner Zeit die Beendigung Des kirchenpoliti- schen Kampfes es möglich macht, oaß Die Elemente in vollem Maße für Die konservative Sache eintreten. Daß zur Zeit aber die Partei des CentrumS ihre Haltung in erster Linie nur nach Den kirchenpolttischen Zielen regelt, ist ebenso ulizweifelhast, wie eie Dhalsache, vag sie in er­heblichem Maße auch Elemente von ganz anoerer Partei- ftellung in sich schließt. Wenn man unter diesen Umstän­den eine Verschmelzung Der konservativen Partei mit der des Centrums forvert, so übersieht man doch, daß der Bestand oer gegenwärtigen Parteien eine not­wendige Folge geschichtlicher Entwicklung ist und nicht so ohne weiteres ignoriert und willkürlich beseitigt werden kann, man übersieht vor allem die Auffassung der Massen Der Bevölkerung, welche eine an sich ja sehr wohlgemeinte Idee dieser Art Durchaus nicht verstehen toüroe. Nach den Auffassungen, welche in den LanDestetlen, oie fast aus­schließlich konservativ wählen, würce Die Annahme eines Programms, wie es Frhr. v. Fechenbach auffielli, voraus­sichtlich Der konservativen Sache Den größten Teil ihrer Anhänger kosten — und das wird doch wohl auch Der Frhr. v. Fechenbach nicht beabsichtigt haben."

LISlMS.

Wit«, 7. Mai. Das belgische Königspaar empfing Die Deputation Der Stabt Wien, an Deren spitze sich der Bürgermeister befand, dankte in herzlichsten Worten für den enthusiastischen Empfang und betonte tie innigsten Freundschaftsbande zwischen Oesterreich und Belgien. DaS Herz Der Prinzessin Stefanie gehöre schon heute ihrer neuen Heimat. Das Königspaar nahm ferner ue Glückwünsche der Präsidien des österreichischen Reichsrats und des unga­rischen Reichstags, sowie des gesamten Diplomatencorps entgegen. Die Stadt ist auf das Prächtlgfre geschmückt. Die Jlluminationsvorbereitungen sind fast beendet. — Der Prinz und die Prinzessin Wilhelm von Preußen sind heule früh auf Dem Nordwestbahnhose eingetroffen und Daselbst

von dem Kaiser, dem Kronprinzen und dem deutschen Bot­schafter Prinzen Reuß empfangen worden. Prinz Wilhelm und Kronprinz Rudolf umarmten und küßten sich herzlich. — Der Prinz von Wales ist ebenfalls heute früh hier eingetroffen.

®ra$, 7. Mai. Das hiesige „Amtsblatt" publiziert einen Teil von Benedek'S Testament, worin derselbe erklärt, keine Memoiren zu hinterlassen und alle aus den Krieg (von 1866) bezüglichen Papiere verbrannt zu haben.

Rom, 7. Mai. (Kammer.) Auf Die Interpellationen Ruderns und MasariS erklärt Cairoli, er habe am 6. April die Erklärungen Frankreichs betreffs des Zwecks der mili­tärischen Operationen genau wiedergegeben; identische Er­klärungen seien auch England zugekommen. Die Okkupation Bizerta'S wäre nicht konform mit diesen Erklärungen, wenn sie den Charakter hätte, der mit Dem von Frankreich unter­nommenen Feldzug nicht im Einklang stünde. Italien und Eligland kamen überein, ein Kriegsschiff zum Schutze der nationalen Interessen zu entsenden. Die Interpellanten nahmen von diesen Erklärungen Akt.

Paris, 7. Mai. Dem „Temps" zufolge wird die Veröffentlichung dcö allgemeinen Zolltarifs für den 8. Mai erwartet. Sämtliche Handelsverträge würden an diesem Tage gekündigt werden und mehrere Regierungen demnächst Delegierte behufs Verhandlungelr über neue Handelsver­träge entsenden. — Meldungen aus Tunis zufolge erließ der Bey eine Protestnote, worin er um den Schutz ber Mächte bittet und sein Schicksal in Die Hände der Groß­mächte und der Türkei legt.

Kopenhagen, 7. Mai Die Neuwahlen zum Folkelhing sind auf teu 24. Mai, der Zusammentritt des neuen Fol- kethings ist ans den 27 Mai anberaumt.

Konstantinopel, 7. Mai. Die Botschafter und die Delegierten der Türkei treten allernächst, vielleicht schon heute oder morgen zusammen, zur Vorbesprechung Der griechischen Frage.

Hessen-Rossau.

Marburg, 6. Mai. (Strafkammer Kgl. Landgerichts.) Auf der Anklagebank erschienen: 1) Schuhmacher Christ. Engel, 2) Schreiner Cour. Cronan, 3) Hufschmied Jacob Röse, 4) Ackermann Heinr. Krieg von Ernstbansen, Amts Frankenberg, im Alter von 21—27 Jahren, unter Der Be­schuldigung, Den Tienstknecht Johs. Engel gemeinschaftlich mit gefährlichen Werkzeugen mißhandelt zu haben. Die Angeklagten Engel und Röse bekennen sich schuldig, Cronan und Krieg nicht. Christ. Engel gesteht ein, ge­stochen zu haben, während die anderen keine Messer hatten, Röse halte eine Flasche, der Streit sei auf der Landstraße entstanden beim Heimgang aus den verschiedenen Spinn­stuben und habe er, da er und Cronan ohne Grund von Johs. Engel und seinen Kameraden angefallen worden, Hilfe geholt und zwar Die Angeklagten Röse und Krieg, und nun fei die Prügelei in Gang gekommen. Röse ge­steht ein, Engel mit Der Flasche auf den Kopf geschlagen zu haben. Gronau behauptet, sich nur mit Engel gebalgt zu haben, verletzt habe er ihn nicht. Krieg will sick am Schlagen gar nicht beteiligt haben. Außerdem habe Johs. Enget zuerst geschlagen, was dieser aber bestreitet, da er und seine Kameraden zuerst von Engel und Gronau be­leidigt und angegriffen worden sei, und habe er 2 Wunden am Kopf mit oer Flasche erhalte», sowie vier Stiche in den Rücken und in die linke und rechte Seite, darunter eine lebens­gefährliche Wunde, so daß er 40 Tage zu Bette gelegen, wer ihm diese zugefügt, weiß er nicht, da er nach ocm elften Schlage besinnungslos zusammengebrochen sei, wie er wieder zum Bewußtsein gekommen, sei er nicht mehr mißh uioelt worden. Auch Der Begleiter Johs. Engels, Landau, be­hauptet, die Angeklagten hätten zuerst den Streit angefangen und auch zuerst geschlagen, er habe sich bann entfernt, ohne sich am Schlagen zu beteiligen, was Der Angeklagte Gronau aufs Lebhafteste bestreitet. Auch Peter Briet bestätigt, daß Ghristian Engel ben Streit angefangen, Krieg habe nicht geschlagen, sondern abseits gestanden. Zeuge Herrn. Engel kam dazu und riß den Gronau und Johs. Engel aus­einander, während dieselben standen; dann sei Engel nicht mehr geschlagen worden, Krieg sei gar nicht beteiligt. Zeuge Bauff kam erst dazu, wie die Streitenden auseinander waren, Der eine hätte geblutet wie der andere, so daß er sie gar nicht erkennen konnte. AuS den Zeugenaussagen aber ergiebt sich ferner, daß JohS. Engel, Landau und Briet während des Einzelkampfes den Gronau ziemlich stark mit Den Stöcken maltraitiert, worauf auch ber Verteidiger, Herr Justizrat Dr. Grimm, später zurückkommt. Die Staatsanwaltschaft beantragt unter Berücksichtigung aller Umstände gegen Engel 6 Monate, Gronau 14 Tage und Röse 1 Monat Gefängnis, befindet sich aber außerdem in der angenehmen Lage, die Freisprechung bes Krieg zu be­antragen. Der Herr Verteidiger hält den Gronau für nicht so schuldig, wie ihn die Staatsanwaltschaft daistellt, zumal da die Zeugen Landau, Johs. Engel und Stiel offenbar die Anstifter des Streites gewesen, ihre Aussagen auch keinen großen Glauben verdienten, Da sie ja auch unter Anklage hätten gestellt werden können. Der Antrag desselben lautet auf eine gelindere Strafe. Der Gerichts­hof geht über den Antrag Der Staatsanwaltschaft hinaus und erkennt gegen Engel auf 6 Monate, Gronau 1 Monat und Röse 6 Wochen Gefängnis, den Angeklagten Krieg spricht derselbe frei. — 2) Weber Heinrich Hollenbach von Heckelmannskirchen, 39 Jahre alt, bereits 8mal wegen Diebstahls bestraft, hat am 9. December 1879 dem mit ihm an einem Tische im Wirtshause sitzenden Ghristian I

Kilian von Schlüstelfeloe, der eingeschlafen war, eine Gylinderuhr aus der Tasche genommen und sich entfernt. Später ergriffen, gab er die Uhr zurück und wurde in einer dortigen Wirtsstube durch 2 Mann bewacht, die je­doch bald einfchliefen, worauf er sich unbehelligt entfernte und seitdem dem Arme ter Gerechtigkeit zu entziehen wußte, mittlerweile will er nicht bestraft worben sein. Aus ber Aussage des betr. Wirts ergiebt sich, daß an der Uhr, als sie dem Hollenbach abgenommen wurde, sich noch die Enden der Kette und des Bandes befunden hätten. Mit Rücksicht auf eie bewiesene Schlauheit beantragt die Staats- Anwaltschaft im Hinblick auf die Gefährlichkeit der That 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Die Strafkammer erkennt diesem Anträge gemäß. — 3) Der 36jährige Wagner Johs. Stichler von Neustadt ist vom Amtsgericht, weil er dem Brach IV. und Kuhn III. daselbst nach 1 Uhr nachts Die Fensterscheiben eingeschlagen, zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt worden, wogegen er Be­rufung einlegte. Der Angeklagte bringt heute ein ganz confuses Mährchen vor und will fein Alibi durch Zeugen, bei denen er in ber fraglichen Nacht geschlafen haben will, beweisen, hoch ist nicht zu ersehen, wo er eigentlich bie Nacht zugebracht. Zeugin Kuhn hat ben Angeklagten an Natur und Gang erkannt, ebenso Der Wächter Berger; auch Brach will ben Stichler an Gang und Tritt erkannt haben, zumal derselbe ja sein Nachbar fei, in Neustadt kenne jeder ben Stichler am Tritt, ba er gewöhnlich Stie­seln trage. Die Staatsanwaltschaft beantragt Zurückwei­sung bes gestellten Beweisantrags unb Verwerfung ber Berufung, Das Urteil lautet auch demgemäß. 4) Die Ehefrau Gatharine Zittlau, jetzt zu Homberg, früher im Kloster St. Georg bei Homberg wohnhaft, ist beschuldigt, dem Hauseigentümer Eckhardt zu St. Georg Flachs, Bohnen, Kartoffeln und Erbsen, im Werte von M. 17.50 in 4 selbstständigen Fällen entwendet zu haben und des­halb vom Schöffengericht zu 5 Wochen Gefängnis verur­teilt worden, wogegen sie appellierte. Die Angeklagte, die 4 Kinder zu versorgen hat, da ihr Mann sie böswillig verlassen, beteuert dem Gerichtshof unter Thränen ihre Unschuld, sie habe noch gtiemanbem etwas genommen. Von den beiden Zeugen hat keiner gesehen, daß die Beklagte die Diebstähle begangen, nur etwa 2 Metzen Kartoffeln, die von der Ehefrau Eckhardt als die Ihrigen erkannt worden sind, wurden bei derselben gesunden. Aus diesem Umstande folgert die Staatsanwaltschaft, daß die Angeklagte, ba sonst niemand in's Hans gekommen, auch den Flachs, die Bohnen unb Erbsen gestohlen, bereu Verbleib aber burchaus nicht zu ermitteln war. Der als Zeuge vernommene Gensbarm knüpft zwar Vermutungen au die drückende Lage an, in ber sich Die Angeklagte befand, kann dieselben aber durch keinen Beweis unterstützen. Die StaatSanwalffchaft beantragt Be­stätigung des Urteils. Auch der Gerichtshof hat biefelbe Ueberjeugung gewonnen, wie ber erste Richter und bestätigt dessen Urteil.

Marburg, 7. Mai. (Physikalisch-naturwissenschaftliche Vorträge.) Physiker Amberg, der vor einigen Jahren bekanntlich hier unter großem Beifall experimentierte, wird hier drei Vorträge aus dem Gebiete der Experimental- Physik halten, für welche die Abende des 14. 15. und 16. d. M. festgesetzt fino. Wenn schon an sich solche populär­wissenschaftlichen Vorträge ganz außerordentlich dazu bei­tragen, um die naturwissenschaftliche Finsternis vieler Köpfe etwas anizuhellen, so erreichen sie um so eher ihren Zweck, sobald sie von Experimenten begleitet werden; letztere müssen aber auch wirklich gut auSgeführt sein, wenn sie den Vor­trag veranschaulichen sollen. In dieser Beziehung stehen Herrn Arnberg Die vorzüglichsten Empfehlungen zur Seite. Professor Dr. Klinkerfuß in ©Üttingen äußert sich in Nr. 4296 der „Gött. Zlg." vom 18. Januar 1878 wie folgt: „In Den nächsten Tagen wird Herr G. Amberg in populärer Form drei physikalisch-naturwissenschaftliche Vor­träge halten. Die Vorträge des Herrn Amberg gehören seit Jahren zu den besten ihrer Art, sowohl wegen ihrer guten Auswahl, als auch wegen der Rücksicht auf bie Fortschritte ber Wissenschaft, ber reichen Ausstattung bes Apparates uno der Geschicklichkeit im Experimentieren. Dem größeren Publikum dürfte die Gelegenheit, sich auf angenehme Weise eine Einsicht in Gegenstände wie Spectral- Analy'e und ähnliche zu verschaffen, nicht so leicht wieder­kehren." — Wie groß Der mitgeführte Complex der besten physikalischen Apparate ist, geht (wir teilen es der Kuriosität wegen mit) daraus hervor, daß sich das Gewicht seiner Apparate auf etwa 2000 Kilogramm beläuft. Die Vor­träge werben im Saalbau ftattfinben, besten Raum sich am besten Dafür eignen Dürfte. Nur selten werben dem Publikum einer Provinzialstabt solche interessante und lehr­reiche Vorträge, mit guten Experimenten verbunden, ge­boten, weshalb wir wiederholt den Besuch derselben em­pfehlen.

— Referendar Beckmann im Bezirk des Oberlandes­gerichts zu Kassel ist zu.n Gerichrsastessor ernannt. — Referendar Franz Uth in Fulda ist zum Gerichtsassessor ernannt worben unb beabsichtigt derselbe sich als Rechts­anwalt in Fulda niederzulassen.

Amöneburg, 5. Mai. In der vorigen Woche wurde in der Lindaukapelle der Opferstock erbrochen und seines Inhaltes, der aber nicht bedeutend gewesen sein wird, ent­leert. Den Thäter hat man bis jetzt noch nicht ausfindig gemacht. — Vor 14 Tagen wurde dahier beim Umgraben eines Gartens ein Tops voll Geld gefunden. Die Stücke sind am Ende des vorigen Jahrhunderts geprägt.

Raffel, 5. Mai. Herr Oberpräsident Freiherr von

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