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!. Ausnahme der eigenen Karosse. Es war also doch e Einführung durch den Landrat und die wird wol nicht ganz ohne Einfluß geblieben sein, und die Frage, ob sie Mietswagen oder eigener Equipage erfolgte, ist dabei chzülng. Herr Lasker hätte, ehe er mir eine reine Wahrheit schuld gab, vorsichtiger sein sollen und da Herr cker als intimer Freund des Herrn LandratS bekannt t hätte ich von seinem Zartgefühl erwartet, daß er als chlkanoidat nicht bei ihm sein Quartier nehmen werde. Abg. H ä n e l hält es für ziemlich gleichgültig, diese tails hier weiter sestzustellen, hoffe, daß die Beamten nach dem Inhalte der Rede veS Kanzlers richten wen, der ihn sehr erfreut habe und von dem er hoffe, i ver Kanzler seinen mächtigen Einfluß dafür geltend jjen würde.

Fürst Bis mar cf: Nicht er, sondern der Abg. Men« trage die Schuld an der kleinlichen Tendenz der De- te. Aber wenn man Thatsachen, so bald sie der preu« hin Regierung zur Last fielen, mit hoher sittlicher Ent« iing behandle und so bald sie einer anderen Partei iert sind, sie als unbedeutend hinstellen will, so ent« che das doch nicht den Verhältnissen. Diese kleinlichen lge deS Herrn LaSker und Baumbach würden morgen der Presse mehr Beachtung finden, als die wichtigen ichtspunkte deö Herrn Hänel. Wenn aber letzterer die unten mit den Richtern in diesem Punkte in ganz gleiche htung stellen wolle, so habe er seine, des Kanzlers, inung nicht richtig verstanden, da er von den Richtern noch höhere politische Unparteilichkeit, als von den waltungSbeamten verlange, letztere müßten stets in ge- em Grade für die Regierung Partei nehmen.

Abg. Minnigerode: Ein Teil der heute gehörten ßerungen müßte zu der Mißdeutung Anlaß geben, als »esonders in Preußen Wahlbecinflussungen stattfänden, ir sei kein Beweis erbracht und müsse er dem wider- chen. Gerade das agitatorische Auftreten der Richter den Wahlen wirke verwirrend, wenn auch Niemand > politische Meinung und deren Aeußerung verwehrt ren solle, so müsse doch gerade der kleine Mann das trauen zu dem Richter verlieren, der ihm agitatorisch politischer Feind gegenüber getreten sei. Er hoffe, daß Gegenpartei das heutige Verdikt deS Reichskanzlers iten werde.

Abg. Lasker beklagt sich, daß der Kanzler ihm heute solche Weise seine Dankbarkeit bezeige für die viel- ge Unterstützung, die er ihm gewährt.

' Zürst Bismarck: LaSker habe gar keinen Anspruch Dankbarkeit seiner Seits, da er von der Beratung der assung des Reichs an stets seinen Ideen entgegen« beitet habe. Seine Zustimmung habe LaSker immer sich teuer verkauft.

!lbg. Dreyer nimmt die deutschen Richter gegen ige Angriffe auf ihre Unparteilichkeit in Schutz.

fürst Bismarck: Seine Aeußerung gegen die Richter he darauf, daß er gesehen, wie in den strafrechtlichen fessen, wo es sich um Beleidigung oder Verletzung von zeibeamten hattdle, die Schutzmannsknochen nicht sehr angeschlagen würden, daß aber, wo diese Beamten Befugnisse überschritten, sie sehr hart dafür angesehen len. Auch habe er merkwürdige Erfahrungen mit von ihm angestellten Verläumdungsprozessen gemacht, klbg. Stumm erklärt, nachdem der Abg. Mendel m Anträge eine so weitgehende Tendenz untergelegt , entgegen seiner früheren Absicht gegen denselben nen zu müssen und rechtfertigt sich und die übrigen ikanteu wegen ihres Vorgehens in der Neuenkirchner legenheit.

lbg. Dr. Windthorst vermißt in dieser Verteidi- die Speeles facta, ohne die man nicht darüber len könne, für den Antrag Mendel werde er stimmen, >as Material, was die Kommission zusammentragen ie, nur nützlich sein könne.

Darauf wird nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen Antrag Mendel angenommen und die Sitzung auf ag Abend vertagt. (Tages-Ordnung: Rest der Heu« - kleineren Vorlagen.) Schluß 5l/s Uhr.

vermischtes.

- [Univ.-Nachr.j Der bisherige ordentliche Pro- t an der Universität zu Rostock, Dr. Richard Förster, um ordentlichen Professor in der philosophischen Fakul- ier Universität Kiel ernannt.

London, 26. Februar. Bei Dalston ereignete sich • Morgen ein Zusammenstoß zwischen einem fahrenden einem stehenden Zuge, die beide mit Passagieren für sity gefüllt waren. 25 Verletzte wurden in das nähe­re deutsche Hospital gebracht. — Der Minister des kni, Sir W. V. Harcourt, erhielt durch das amerika- < Kabel eine Todesdrohung wegen der scharfen Sprache, kr bei der vorgestrigen Beratung über die irische ZwangS- >ge geführt.

— (Die Pickelhaube macht ihre Runde um die Welt.) der Armee der Vereinigten Staaten Nordamerikas «« demnächst Helme statt der bisherigen Kopfbedeckun- ktngeführt werden, die, wie die Abbildungen in dem yvrker „Army and Navy Journal" vom 22. Januar • zeigen, den deutschen sehr ähnlich geformt sind. Sie hsn aus mit schwarzem Tuch überzogenem Kork haben Spitze, Schuppenkelten (der gemeine Infanterist hat chrer lederne Kinnriemen) und sind mit einem Adler

Das Gewicht des Helmes des gemeinen In- Wen beträgt 8(2 Unzen (281,82 Gr.). Die Ossi«

ziere werden noch einen besonderen Sommerhelm tragen, der mit einem Ventilator und einem ringsherum \i Zoll breiten Schirm versehen ist. Obengenanntes Journal fügt noch hinzul „So wird also die Armee den Helm erhalten, welchen deutsche Tapferkeit in Mode gebracht hat."

— Der deutsche Schulverein in Oesterreich zählt trotz seines kurzen Bestehens schon am 25000 Mitglieder. Vom deu'chen Reiche scheint namentlich Baden, mit etwa 1000 Mitgliedern, und überhaupt Süddeutschland stark vertreten. Dem Oberbürgermeister von Mainz ist von der akademischen Lesehalle unlängst eine Dankadresse für seine kräftige Wirk­samkeit zur Ausbreitung des genannten Vereins zugegangen. Es ringt sich, wie das Freiburger Tagblatt schreibt, immer mehr die Erkenntnis durch, bet Richard Böckh in seiner Schrift „Der deutschen Volkszahl und Sprachgebiet" noch vor der Krönung unserer nationalen Hoffnung durch Er­richtung des deutschen Reichs so treffend Ausdruck verliehen hat in den Worten: „Der innere Ausbau der deutschen Staaten und deren Vereinigung darf nicht die Gemüter derer, welche in diesen Staaten wohnen, so allein beschäf­tigen, daß diejenigen darüber vergeffen werden, welche außerhalb derselben wohnen und deren nationale Zuge­hörigkeit, wenn auch nur geistige, doch deshalb nicht minder eine wahrhafte ist. Was diese trifft, soll vielmehr gerade in denjenigen Teilen, welche sich deutschen Staatslebens erfreuen, als ein der ganzen Nation zugefügtes Uebel auf­gefaßt werden.

— Bestism mt zutreffende Bauernregeln (besser als jede andere Prophezeiung.) Januar. Giebl's int Januar Schnee und Eis, ist's selten auf der Straße heiß. Thaut's im Januar unverhofft, giebt es nasse Füße oft. — Februar. Schneit es am neunundzwanzigsten fein, so wird das Jahr ein Schaltjahr sein. Kräht im Februar der Hahn auf dem Mist, so ändert stch's Wetter oder es bleibt wie es ist. — März. Der Märzenschnee und Märzenstaub fällt selten auf Grüneichenlaub. Stellt sich im März schon Donner ein, so kann das ein Gewitter fein. — April. Der Schnee, den im April man schaut, ist oft im Juli weggethaut. Stellt int April sich Regen ein, so hat man keinen Sonnenschein. — Mai. Sollt zu Pan- kantiuS Frost sich nah'n, so ziehe warme Handschuh an. Kratzt sich der Hund früh hinter'm Ohr, so jagt er einen Floh dort vor. — Juni. Wenn's wittert am Medardus- tag, so folgt manchmal auch Regen nach. Stellt sich ein Huhn früh gackernd ein, giebt's Regen oder Sonnenschein. — Juli. Schmerzt zu Jakobi dich das Bein, wird es das recht' oder linke sein. Wälzt das Schwein sich in den Lachen, brauchst du's ihm nicht nachzumachen. — August. Blökt um Mitternacht ein Schaf, geschieht's im Wachen oder im Schlaf. Prügelt zu Petri der Jäger den Hund, thut er es mit oder ohne Grund. — September. Ge­raten sehr gut die Hopfen und Reben, so wird's in der Folge viele Räusche geben. Weht zu Quatember starker Sturm, dreht sich bie Fahne aufbemTurm. — Oktober. Schreit das Schwein, inbent man’« sticht, so gefällt ihm's Schlachten nicht. Wenn zu Sanct LucaS der Gänserich schreit, hat's noch zehn Wochen bis Weihnachtszeit. — November. Raucht zu Martini ber Schornstein sehr, so kommt das meist vom Feuer her. Wenn der Hase nicht im Feld erscheint, so ist vom Schießen er kein Freund. — December. Wenn zu Quatember die Frösche nicht quaken, dann kann die Frau Christstollen backen. Wenn’s zum Sylvester friert und schneit, bann ist gewiß Neujahr nicht weit.

r-lesssPtzi-che Dep-ßche».

Bern, 3. März. Von ber Bundesversammlung wurde heute ber Nationalrat Advokat LoutS Ruchonnet aus Lausanne im ersten Wahlgange mit 102 von 161 Stimmen zum Mitglied des Bundesrats gewählt. Der ultramon­tane Kandidat Regesser aus Luzern erhielt 49 Stimmen. Ruchonnet nahm die auf ihn gefallene Wahl an und leistete alsbald den vorgeschriebenen Amtseid.

Nom, 3. März' Diesen Morgen wohnten der Jahresfeier der Krönung des Papstes in ber Sixtinischen Capelle bie russischen Großfürsten mit Gefolge in großer Uniform an.

Paris, 3. März. Der heutigen Beerbigung von Drouyn de LhuyS wohnte fast das gesamte diplomatische Corps an. — Parnell besuchte gestern den Marschall Mac Mahon, der ihn der Teilnahme für seine ehemaligen Landsleute versicherte, aber hinzufügte, er könne sich nicht in Erörterungen über die Fragen einlassen, die Irland jetzt bewegten. — Morphy, der gestern anSgewiesen wurde, ist heute nach Paris zurückgekehrt und wird jetzt von der Polizei gesucht.

Washington, 3. März. Prästdent Hayes legte gegen vte Fundierungsbill sein Veto ein.

Die Bauprojekte für die Landeshospitäler in Haina «nd Merxhausen.

(Schluß.)

Ueber bie Architektur wurden noch bie fdgenben Einzel­heiten mitgeteilt. Die Ausbilbung ber äußeren Gebäude­teile werbe durchweg, auch an den zu rein wirtschaftlichen Zwecken bestimmten Gebäuden, in Sandsteinwerkstücken be­absichtigt. — Als Stil sei eine Abart ber Spätrenaissance gewählt worben, in welchem bie vorherrschenden flachen Holzcementbächer mit stellen, turmartigen Dächern abwechseln; wobei erstere wie letztere durch Sandstein«Attiken und Ballustraden verdeckt resp. umgürtet werden. An der Ge- samtwirkung der Gebäude sei meistms eine unvorteilhafte

Abwägung und Verteilung der Massen, an der Fa§aden- ausbildung fast bei allen Gebäuden eine durch nichts moti­vierte Anordnung von Gebäudevorsprüngen, stellenweise eine ungerechtfertigte, fast wilde Zusammenlegung respektive Trennung Bon Gebäudeteilen und ein willkürlicher Axen- wcchsel — beim Hospital für Haina beispielsweise ein fünfmaliger bei einer Facade — auszusetzen gewesen.

Was die technischen Einrichtungen betreffe, so sei bei der Ausstellung besonderes Gewicht gelegt worden auf bie Heizungen, die Wascheinrichtungen und bie Holzcement- dächer, an beren Darstellung bie Firmen Reinhard in Würzburg, Meiler in Mainz und Rabitz in Berlin hervor- rageno beteiligt waren. Bei den Einrichtungen zur Luft­heizung, welche für bie Erwärmung sämtlicher Gebäude acccptiert worden seien, hätte die Luft.Einführung und Ab­saugung namentlich in den vielen Kranken -, Arbeits - und Schlafsälen zu gewichtigen Bedenken Veranlassung gegeben. Die Säle variierten zwischen 6/13 und 13/25 Meter und cS sei trotz der Tiefe der Räume bie Luft-Einführung und Absaugung burchweg nur an einer schmalen Seite beab­sichtigt, bei welcher Anlage wohl kaum ein gehöriger Effekt ber Heizung unb Ventilation zu erwarten sei.

In bem Waschhause sei ber Waschraum — ber Fatzade zu Liebe — burch zwei Etagen burchgeführt worden, 8,50m. hoch und mit zwei Reihen übereinander gelegener Fenster versehen, was nach neueren Erfahrungen unzweckmäßig erscheine sowohl für die Freihaltung des Raumes von Wrasen, wie für eine gehörige Erwärmung und Lüftung desselben. Im übrigen spricht sich Referent gegen die reiche und kostspielige Ausstattung im allgemeinen unb insbesondere des 47m. langen und 12 resp. 17m. tiefen letzteren Gebäudes aus, welche noch durch zwei absiden- artige Rundbauten von Ilm. Durchmesser unb eine 17m. lange, 3,20m. breite Plattform über bem Erdgeschosse ohne ersichtlichen Grund erhöht werde.

Was bie Anorbmmg ber Holzcementbächer betreffe, so wurde bedauert, daß bei sämtlichen Projekten ber Dach- bobenraum auf ein Minimum herabgedrückt sei, welches die notwendige Revision der inneren Dachflächen absolut unmöglich macht.

Nach allem diesen kann Referent das Resultat der Ausstellung trotz äußeren Glanzes und geschickter Dar­stellung als ein günstiges nicht bezeichnen und nicht umhin, sehr zu bedauern, daß nicht entweder durch Veranstaltung einer allgemeinen Concurrenz, oder durch Heranziehung von Fachautoritäten das Hochbauwesen bei der hiesigen ständischen Verwaltung besser begünstigt worden sei.

Bei der Diskussion, welche nach diesem ausführlichen Referat stattfand, wurde von denjenigen Vereins-Mitgliedern, welche Einsicht von dem qu. Projekte genommen haben, das Referat des Herrn Lütcke im allgemeinen bestätigt und insbesondere noch hervorgehoben, daß die Quader- Verblendung und die sonstige reiche Verwendung von Sand­stein zu Ballustraden, Attiken und bergl. um so weniger für bie Bauten zu Haina angezeigt erscheine, als bie Sand­steine nach den den Plänen beigefügten Erläuterungen etwa 24km. Weit au« bet Umgegenb von ZimrnerSrode bezogen Werben sollen. Es wurde ferner als sehr wünschenswert bezeichnet, baß auch von anberer Seite noch ein Prüfung unb Kritik bet qu. Projekte vor beren Ausführung statt­fände, um bei diesen für die Provinz Hessen besonders wichtigen Bauausführungen ein allseitig zufriedenstellendes Resultat zu erzielen.

Meteorologische Station Marburg. (4. März 2 Uhr Nrn.)

Saromct- Par. L. 328,5"' Niederschlag

Therm. R —1°,7 Himmelsansicht: Bedeckt.

Wind NOS Bemerk.

Frankfurt a. M., 4. März. (Mitgetheilt durch Meuke Eichelberg u. Sohn.) Creditaklien 261$ nach — Staat«« bahnaktien 256$ nach Silberrente 66$ nach —, Ungar. Goldrente 98i nach, 1860r Loose —1880t Russen 76$ II. Rufs Orientanleibe 61$ Galizier 241 nach — Papierrente — Lom arden nach -. Deutsche Handelsgesellschaft — nach —. Albrecht —. Gotthardb.-Aktien —. Donau-Drauaktien__.

Tendenz: fest.

ftlcrfonen, deren Beruf eine erhöhte Anstrengung der V Stimmorgane bedingt, wie u. A. Lehrer, Geistliche, Offiziere, Sänger, Schauspieler u. s. w. werden sehr oft durch eine anhaltende Indisposition, welche sich durch Be­legtsein ober Rauhwerben der Stimme, selbst Heiserkeit und Husten kund gibt, in ihrer Berufsthätigkeit gestört, besonder« neigen dieselben sehr leicht zu katarrhalischen Affectionen der Luftwege. — Um nun diesen nach den in der Neuzeit gemachten wissenschaftlichen Erfahrungen, auf eine Ent­zündung der Schleimhäute zurückzuführenden Zustand über­raschend leicht und schnell zu beseitigen, empfiehlt es sich nur, die von der Adlerapotheke in Frankfurt a. M. be­reiteten, und absolut unschädlichen Voß'schen Katarrhpillm, pro Dose 75 Pfg. zu nehmen. Der Erfolg ist ein über­raschender. — Diese Pillen sind nur in den Apotheken, in Fronhausen bei Apotheker Röt he, in Gießen bei Apo. theker vr. Hempel, in Kassel bei Apotheker Zeddies unb in vielen anderen Apotheken in Blechdosen mit gesetz­licher Schutzmarke u. b. Facsimile bee W. Voß versehen, zu erhalten. [77

Willig, prompt unb diskret Annoncen aller Art in sämmüiche existirende Zeitungen zu vermitteln, ist bas Geschäftsprincrp ber Aunoucen-Expebitton von Hansen- ■teln <fc Vogler in Frankfurt a. M. — Der Er­folg dieser Vermittelung war noch stets ein günstiger. [1560