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sahrenheit zu gute halten sollte."

Wirklich, liebe Freda, es soll an keiner Rücksicht für dich fehlen, du bist jung und darfst das beanspruchen."

Du mußt auch bedenken, wie wesentlich deine Ueber- einstimmung mit unseren Wünschen uns die innere Ruhe giebt und unsere großen und wertvollen Arbeiten fördert."

Je zur Seite mir stand einer von ihnen, als sie mit fi> nichtigen Worten auf mich eindrangen, während MrS. Featherstone uns mit höhnischem Lächeln musterte.

Wie geringe Achtung, dachte ich, haben doch diese alten Männer vor dem heiligen Bündnis der Ehe, daS nicht unbedacht und leichtfertig eingegangen werden soll und wie unendlich gering schätzen sie daS menschliche Herz mit seinen Leidenschaften und Neigungen im Vergleich zu ihren toten und staubigen Folianten.

Eine vortreffliche Komödie," sagte MrS. Featherstone, nachdem ihr Bruder Nnd Papa uns verlassen hatte.Eine

* Die Präsidentenwahl im Reichstage. " ®

Von vornherein stellt daS Resultat der Wahl deS Präsidiums des Reichstages eine Kette von Uebrrraschungrn dar. Die deutsch-konservative Fraktion hatte eS ursprüng­lich abgelehnt, im Präsidium überhaupt vertreten zu sein. Sie wünschte die Wiederwahl des Grafen v. Arnim-Boitzen- burg in erster Linie und hielt eS für angemessen, die Stelle des ersten Vicepräsidenten durch ein Mitglied der größten Fraktion deS Hauses, deS Centrums, und die des zweiten Viceprästdenten durch ein Mitglied der zweitgrößten Fraktion, der Nationalliberalcn, vertreten zu sehen. Demgemäß voll­zogen sich auch die einzelnen Wahlen, nur mit dem Unter­schiede, daß der absolute Verzicht der Nationalliberalen auf einen Platz im Präsidium, zur Wiederwahl deS deutsch­konservativen Abgeordneten Ackermann als zweiten Bice- präsidenten führte. Erst die Erklärung des Grafen Arnim- Boitzenburg, daß er trotz seiner Wahl nicht brretl sei, die Stelle des leitenden Präsidenten wieder zu übernehmen, weil, wie bekannt geworden, er sich nicht entschließen könne, jetzt wiederum mit einem Mitgliede des CentrumS, dem Freihcrrn von und zu Frankenstein, zusammen im Präsidium zu sein, brachte daS HauS in eine Zwangslage.

Der deutsch-konservativen Fraktion, obwohl sie ihrem numerischen Stärkeverhältnisse nach ursprünglich auf jede Vertretung im Präsidium Verzicht geleistet hatte, fiel nun die Ausgabe zu, eines ihrer Mitglieder für diesen entschei­denden Posten in 'Vorschlag zu bringen und so wurde der deutsch konservative Abgeordnete v. Goßlcr durch die Mehr­heit der Stimmen zum ersten Präsidenten gewählt, während nur einzelne Stimmen fich zersplitterten (3) und im übrigen weiße Stimmzettel abgegeben wurden.

Die so überaus zahlreich abgegebenen weißen Stimm­zettel (89) sind ein schlagender Beweis dafür, daß die geg­nerischen Parteien nicht im stände waren, überhaupt noch chrerseitS einen Kandidaten für das Präsidium iw Reichs­tage zu präsentieren.

Es ist daran zu erinnern, daß schon zum zweiten Mal die deutsch-konservative Fraktion durch den Liberalismus in diese Zwangslage versetzt worden ist. Die erst vor zwei Jahren erfolgte Wahl deS Herrn v. Seyoewitz war aus ganz ähnlichen Ursachen hervorgegangen, welche jetzt die Wahl des Abq. v. Goßler zu einer Notwendigkeit gemacht haben.

ES muß die Freunde der deutsch-konservativen Partei mit Befriedigung erfüllen, daß jetzt wiederum rin Mitglied dieser Partei ohne deren Zuthun berufen worden ist, die leitende Stelle im deutschen Reichstage einzunehmen. Die Erfahrung lehrt, daß man in schwierigen Augenblicken 'ie besten Kräfte findet.

Die deutsch-konservative Partei würde eS für einen un- x^erantwortlichen Fehler gehalten haben, das Centrum von neuem parlamentarisch isoliert zu sehen. & -

Aber mein liebes Kind, sprich doch nicht solche Dinge jetzt, nachdem alles bestimmt ist. ES thut Clara gewiß sehr leid, wenn sie etwas gesagt hat, was dich verletzt. Trockne deine Thränen, liebe Freda, und betrübe mich nicht wieder auf solche Weise."

Er hielt meine Hand gütig in einer der seinen und Aopfte mir sanft und beruhigend mit der anderen auf die Schulter.

Ich glaube, wenn- ich mit ihm allein gewesen wäre, würde ich mich ihm zu Füßm geworfen und ihm offen gestanden haben, daß ich nicht sein Weib werden könne, weil mein Herz sich einem andere« zugewendet.

Aber mir gegenüber stand schroff und kalt meine Feindin

du bist viel zu gut zu edel! Ich bitt nicht wert, dir anzugehörcn, gieb mir mein Wort zurück. Ich will dir immer eine treue Freundin sein; aber heiraten kann ich nicht." ./ -

MrS. Featherstones Gesicht wäre eines StitdiumS wert gewesen. Sie glaubte offenbar, daß ich meinen Verstands verloren habe. Ein Mädchen, das auf dem besten Wege war, Herrin von Eddington zu werden und den verzweifelten Versuch machte, dieses begehrenswerte Glück von sich zu stoßen, mußte in ihren Augen wahnsinnig erscheinen

George CurttuS sah tief betrübt auS.

daselbst;

Berit»; w. Zitats u

Elberfeld; 4. Schlotte ix Bremen.

Nicht in der Reubelebung des Liberalismus, sondern ist der Anbahnung gesunder Berhättniffe auf kirchlichem Gebiete liegt die entscheidende Vorbedingung einer segens­reichen weiteren Entwickelung ; Wb -C -

sutMigen nimmt entgegen: l dir Expedition d.Llattr», r sowie d-Ännoncen-Bureaiu , von Th. Dietrich & Eo. u and Hannover; LH. mon Dietrich in Frankfurt a.M.;

Haaseustein & Lagler in zranflurt «. M., 9erün öripziz, C2ln iw, Aubolj Stege in Zerlm, graut* fnt e. M. it.

sehr gut gespielte kleine Scene, die ihren Zweck vollkommen erreicht hat! Gratuliere!" Damit, rauschte sie an mir vor­über und ich blieb allein. ', .

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ick»? TiftcmlS Ei« fremder Besuch.

Es war mir nicht leib, daß wir wieder zu Hause waren. Die- Geftllfchaft zu Eddington hatte sich aufgelöst. MrS. Leith war nach Uorkshire, MrS. Featherstone nach Suffex und ihr Gatte nach Newmarket gegangen, während, die Herren Macdonald, Flower und Heywood sich getrennt hatten, um jeder anderswo ein neues Feld zu suchen.

Wahrscheinlich hatte auch Kapitän Thistleby die Gegend verlassen.

Zufällig hatte ich gehört, daß die Gesellschaft zu Chad- ley ebenfalls aufgebrochen sei; es wahr daher anzunehmen, daß er sich, wie die anderen, verabschiedet habe.

Im Laufe der Woche wurde diese Annahme außer allen Zweifel gestellt.

GneS Tages fuhr nämlich die elegante, gelbe Familien- Equipage von Chadley prunkvoll vor dem niedrigen, epheu- umrankten Thor von Slopperton-Cottage vor.

Derselben entstieg die Gnädige von Holt, gefolgt von Lady Margaret.

Der enge Thorweg und die mit Fliesen belegte kleine Halle boten kaum Platz genug für die langen Schleppen und das vornehme Wesen der beiden Damen.

Da Sie im Begriffe sind, Mr. CurtiuS von Eddington zu heiraten, habe ich es für angezeigt gehalten, Ihnen meinen Besuch zu machen, Miß Clifford," sagte Lady Holt.

Dieses naive Zugeständnis, welchen Wert sie dem (Selbe beimaß, amüsierte mich. (Fortsetzung folgt)

-E ' Deutsches Reich, -mkmm'-wr-n". [

Berit«, 17. Febr. Der dem Reichstage vorgelegte Entwurf des ReichshauShaltsetats-Gesetzes für das EtatS- jahr 1881/82 stellt die Ausgaben unv Einnahmen auf 596,811,409 M. fest, darunter 513,924,888 M. an fort» dauernden, 82,886,521 M. an einmaligen Ausgaben. Die forbauernben Ausgaben verteilen fich auf folgende Haupt- poften: Reichstag 352,580 M., Reichskanzler und Reichs­kanzlei 125,770 M., Auswärtiges Amt 6,564,890 M., Reichsamt des Innern 2,843,692 Mark, Verwaltung des ReichsheereS 343,815,002 M. (mehr gegen den vorigen Etat 17,899,936 Mark), Marineverwaltung 28,218,326 Mark, Reichsjustizverwaltung 1,700,852 Mark, Reisschatzamt 69,461,336 M. (mehr gegen den vorigen Etat 25,675,690 Mark), ReichSeisenbahnamt 303,150 Mark, Reichsschuld 10,602,500 M., Rechnungshof 465,453 M., Allgemeine Penstonsfonds 18,399L93 Mark, ReichSinvalidenfonds 31,071,344 Mark (weniger gegen den vorigen Etat 1,027,168 M.); im Ganzen 513,924,880 M. mehr gegen den vorigen Etat 47,635,169 M. An einmaligen Aus­gaben nimmt in Anspruch das Auswärttge Amt 131,400 M., daS Reichsamt deS Innern 394,605 M., Post- und Tele- graphen-Verwaltung 9,209,122 M., Reichsdruckerei 30,000 Mark, Verwaltung des Reichsheeres 52,587,761 Mark (darunter 21,006,994 M. aus Anlaß der HeereSverstärkung, die aus Anleihemitteln gedeckt werden sollen), Marine- Verwaltung 11,373,558 Mark, Reichs - Justizverwaltung 200,000 M., Reichsschatzamt 3,680,766 M., Reichsschuld 110,000 M., Rechnungshof 8000 M., Eisenbahn - Ver- wattung 3,463,064 M., Ausgaben in Folge des Krieges gegen Frankreich 1,698,245 M. Die Gesamtsumme der einmaligen und fortlaufenden Ausgaben beträgt also 496,811,409 M., mehr gegen den vorigen Etat 57,558,769 Mark. Die Einnahmen setzen sich folgendermaßen zu­sammen: Zölle und Verbrauchssteuern 335,490,150 M. (mehr gegen den vorigen Etat 28,293,680 M.), Spiel­kartenstempel 1,100,000 M., Wechselstempelsteuer 6,106,900 Mark (weniger gegen den vorigen Etat 169,300 Mark), Statistische Gebühr 300,000 M., Post- und Telcgraphen- Verwaktung 18,697,145 M. (mehr gegen den vorigen Etat 2,048,100 M), Eisenbahn-Verwaltung 11,039,400 M.), Bankwesen 1,505,430 M., Verschiedene Verwaltungsein­nahmen 5,815,501 M., aus dem Reichs - Jnvalidenfonds 31,071,344 M., Ueberschüffe au« früheren Jahrm 6,529,730 Mark (weniger gegen den vorigen Etat 10,138,556 M.), Zinsen auS belegten Rächsgelvern 3,842,605 M., Außer­ordentliche Zuschüsse 68,125,300 M. (mehr gegen den vorigen

'> Freda. ' ;

ZteWM von Emily Camenh». , wNur.;

Deutsch von August Frenzkl. ttoüdrjQ

-'i:u eAutorisirte Uebersetzuug.) »3, rioavH (Fortsetzung) xvaq. -'m

Ich wendete mich in einer plötzlichen AnwaMüng von

Reue und Dankbarkeit ihm zu. 8

George, George!" rief ich und ergriff seine Hand,

Etat. 15,149,991 M.), Matrikularbeiträge 106,126,378 M. (mehr gegen den vorigen Etat 24,455,428 M.). Summa der Einnahmen 596,811,409 M. (mehr gegen den vorigen Etat 57,558,769 M.). Der dem Reichstage vorgelegte Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung der Artikel 13, 24, 69, 72 der ReichSverfafsung, lautet folgendermaßen: An die Stelle der Arükel 13 , 24, 69, 72 der ReichSver­fafsung treten die folgenden Bestimmungen: Art. 13.Die Berufung deS Bundesrats und des Reichstags findet min­destens alle zwei Jahre statt und kann der BundeSrat zur Vor­bereitung der Arbeiten ohne dm Reichstag, letzterer aber nicht ohne den Bundesrat berufen werden." Artikel 24.Die Legislaturperiode des Reichstages dauert vier Jahre. Zur Auflösung des Reichstags während derselben ist eth Be- Mufj des Bundesrats unter Zustimmung deS Kaisers er* fvHerlich." Artikel 69.Alle Einnahmen und Ausgaben deS Reichs müssen veranschlagt unv auf den ReichShauS- haltS-Etat gebracht werden. Der letztere wird für einen Zeitraum von zwei Jahren, jedoch für jedes Jahr beson­ders, vor Beginn der Etatsperiode nach folgenden Grund­sätzen durch ein Gesetz festgestellt." Artikel 72.lieber die Verwendung aller Einnahmen deS Reichs ist durch den Reichskanzler dem Bundesrat und dem Reichstag zur Eilt» taftung für jedes Jahr Rechnung zu legen." 'V 's"

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Paris, 16. Febr. DieRöpublique Frantaffe" tritt am Vorabend des Beginnes der Verhandlungen über die griechisch-türkische Angelegenheit in Konstantinopel nochmals . dafür ein, daß man Griechenland die von der Berliner Conferenz abgesteckte Grenze zuspreche. Nach derRöpu bltque Franhaise" könne nur auf diese Weise die griechisch- türkische Frage endgültig gelöst und fpäterm Fehden vor- gebeugt werden. Wenn man Griechenland Janina und Metzowo nebst Umgegmd nicht bewillige, so werde dasselbe sicherlich keinen Krieg gegm Europa führen, weil eS sein Wort nicht gehalten, aber man könne dann nicht sagen, daß die griechische Frage geregelt fei.Darin", fährt das Gambettasche Organ dann fort,liegt die ganze Frage, denn sonst würde der griechisch-türkische Streft schon längst geregelt sein. Man hat viel um den Besitz von Metz?"" und Janina herumgestritten. Wenn es sich nur um eine einfache Gebietserweiterung gehandelt hätte, so würde man Griechenland angeraten haben, sich mit der schönen Ebene von Theffalien zu begnüngen; man würde der Türkei Metzowo und Janina gelassen haben, obgleich sie griechische Mittelpunkte sind. Anstatt auf einmal gelöst zu werden, würde der griechisch-türkische Streit verschiedene Male ge­regelt roorben fein. Dieses wollte die Berliner Conferenz vermeiden und sie stellte deshalb eine endgültige Grenzlinie auf. Die griechische Frage ist seit dem Aufstande in Bosnien und der Herzegowina eine offene; es war not«

Erscheint täglich außer an »en Werktagen nach Sonn- ni» Feier! axen. Preis für daS Quartal mit der wöchentlichen StellageziluftrirteS SonntagSblatt" durch die Expedition (Rotbldk Suchdruckereis bezogen 85. «art, durch die Postämter deS Deutschen Reiches 8 Mark 50 Pf«. (erd. BesteSgedühr). - JnsertwnSgebützr für die gespaltene Zeile 10 ff*. Für in der Erpel rtrvn zu ertheilende Auskunft und iltmebme von Adreffen werden 35 Pfg. berechnet.

mit einem spöttischen Blick in ihren dunklen Augen und" ich hätte meine Schwachheit eben so wenig ringestehen, wie mir ein Messer in daS Herz stoßm mögen. Im nächsten Augenblicke trat Papa in das Zimmer und die Gelegenheit war vorüber, mein Herz auSzuschütten.

Komm Henry und sprich mit diesem thörichten Kinde;

sie bildet sich ein, daß ste nicht gut genug sei, Miste Frau zu werden." ' J

Freda Freda! WaS so§ das-heißend sagte mein Papa ein wenig' M'ettaschL Cs ist ja Mr Mene Ehre für ein so junges Mädchen, 6ön einem Marine, der Talent Md Wißen brHt, etDhtt ^u "we'tdm und ich wMdere mich nicht, wenn mr-vor einer Stellung zurückschfleckfi, welche du Nur schwer auSfnllen kannst, aber unser alter Freund ist zu gut, als daß er dies nicht deiner Jugend und Uner»

ZühSZ JRdtßlirg, Sonnabend, 19. Februar 1881

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