Marburg, Dienstag, 8. Februar 1881.
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Ich blickte dankbar zu ihm auf. Nie war ich näher JJf018* ®urtiu8 iu Keben, als in diesem Moment, doch darf man darum nicht denken, daß ich Mark vergessen hatte. Nicht alle Freuden von Eddington,
auf besseren Besuch der städtischen Geschäftshäuser feiten« batte°"aünstln *“» ^terenJahren merklich abgenommen
. . Dresden, 5. Febr. Die Braut Sr. Könial. Hoheit des Pnnzen Wilhelm von Preußen, Prinzessin Auguste mit ihrem Oheim, dem Prinzen Steift6? ^'l*9 u"b ber Königin einen Besuch ab. D,e Augustenburglschen Herrschaften werden einige Tage begeben Unb W bonn “a$ Schloß Primkenau
Erklärung zu ersuchen ob sie auf Gmnd dies» Zug7ständ- sei, auf dir Verwendung der auf Waldeck entfallenden Ueberschüsse aus den Zöllen und Reichssteuern, den Ansprüchen, der Stände gemäß, einzugeben Der bOn Sommerfeld vertagte hierauf den Land- könnL^ b to° bie Regierung ihre Antwort erteilen
Freds.
Roman von Emily Cameron.
Deutsch von August Frenze!.
(Autorisirte Uebersetzung.) (Fortsetzung)
Die Augen MrS. Featherstone sind mit einem Gemisch von Zorn und Abscheu auf mich gerichtet Vnd ich kann S'to m ffr? y k Iebe"f SJ?ert> anfP°nnt/ um zu hören, was Mr. Macdonald mir sagt. Arme Frau! Sie dauert mtch; es muß sehr fatal fein, so ein Heergefolge von Anbetern zusammenzuhalten und sie vor Fahnenflucht zu ™ 3” ®e^u9 auf meinen Anteil an der Treulosigkeit Mr. Macdonalds täuscht sie sich freilich, und innerlich wünsche ich aufrichtig, sie würde mich von ihm befreien da lch jedoch ihren Aerger sehe, beschließe ich aus purer weib- licher Bosheit meinem Cavalier mich so liebenswürdig iU 3et0en, als ich irgend kann. Mrs. Featherstone hat Krieg zwischen uns gewollt, — sie mag ihn haben! und es wird sich zeigen, ob ich sie nicht mit ihren eigenen Waffen schlagen kann. Ich habe ein annehmbares Aeußere und
Zahre vor ihr voraus; es müßte übel stehen, wenn ich sie nicht überwinden sollte.
Mac^onald"^ mit rinem Mündlichen Lächeln zu Mr.
„Soll ich Ihnen etwas fingen?" Ich cakuliere nämlich 1° • wenn ich singe, muß er schweigen.
„Ja, thun Sie das! Ich bin überzeugt, Sie haben eine vortreffliche Stimme. Ich sehe das Ihren Augen an.
„Wie außerordentlich gescheut Sie sein muffen!" und bann beginne ich ohne viele Umstände, aber in rechtem Ueber- mut Bums „Jung Jockey":
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Jung Jockey war der schönste Bursch Bon unfern Burschen allzumal, Wie fröhlich pfiff er, wenn er ging. Wie luftig tanzt er in der Hall'.
Er sprach, mein Bäckchen sei so rund Und meine Taille fei so schmal — Da kam mein Herz mir in den Mund, Ich glaub, ich mußt' es selbst nicht 'mal J"‘Qn. Zeigend zu; und als ich geendet hatte erscholl ein stürmischer Applaus von Allen, ausgenommen Mrs. Featherstone, die, sich zu Major Heywood wendmd n KÄ^barer Stimme sagte: „ich höre diese Volkslieder X**" ""dm
Diese Bemerkung in der Stille, welche dem Beifalle folgte, war für Jedermann peinlich. Sie war offenbar gegen mich gerichtet und doch war eS, ohne bie' Malice Ü Ä .^vertreten Z» lassen, für Jeden unmöglich meine Partei zu nehmen. Niemand antwortete; nur Mr Curtms, der Papa allein bei den Manuscripten gelassen ?,ntCr ”, Stuhl und legte seine Hände freundlich auf meine Schultern.
a;,h »Niemand, selbst eine Künstlerin nicht, könnte dieses L Xf-ir0-* —
n®'" ^unneLn der Zustimmung machte Mrs. Feather- stone^errötm; Sie fühlte wohl, daß ste zu »eügegan,
Ü Kitj£>trrS "«es so schönen Besitztum* zu werden, P” n? .nfe an Rang und Reichtum, der für ein Mädchen das sich jung unb hübsch weiß so angenehm ist und der Stellung als George Curtius Gemahlin so enge m^kuupst war, —nichts von alledem konnten mich den Ia^en' ber cinc fo plötzliche und vollständige
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iS! A ®bcn' daß ich nahe daran sei, durchaus EE'us wohl aber einen Anderen fest und b““Ttb '"wem Herz zu schließen; denn seit der Rückkehr t5aL$,®a$enb "der schlafend, nie im Stande ^stlebyS Bild völlig von meinen Augen gu verbannen und den Ton seiner zärtlichm Worte in meinem zu treuen Gedächtnis zu Möschen. Je mehr ich u?b^°"kämpfte, um so schwächer erwies sich meine Kraft hMrf.,r^ e umfcnf't ab, durch eine Reihe trügerischer Argumente mit meinem unabänderlichen Schicksal mich zu versöhnen. w
, .3^ öwang mich, mhig das Wirrsal meiner Lage -u betrachten und rief Klugheit und Verstand zu Hülfe um meine thörichtm und völlig nutzlosen Träume zu bannen. ~“Lbe’' einen Seite, hielt ich mir vor, steht Kapitän S *5? ~, etn Eavallene-Offizier, also ein Courmachn e6°" 1tan e«®'8en - dessen Aufmerksamkeiten währmd eines Tages, wenn auch so bezeichnmd, doch wohl keine tiefere Bedeutung haben könnm; besten Einkommen rote ^6 tmmer von Bella gehört, auch sehr beschränkt ist, unb der 5ba^ um snner Worte zu gedenken, keine Frau gebraucht und geschworm hatte, mich nie wieder zu sehen. W
Senkvuitg folgt j
77* vuuete oas von den Ständen aba„ I rc^cx?ebr‘ ®er Landtag hat die Vorlage,
lehnte Etatsgesetz pro 1881/83. Die fteaieruna W M, J?b die Erhöhung der Besoldung der Verwaltungs- K».nd, JUAL N-gl°rung hat bie | beamten abgelehnt. Eine Debatte fand nicht statt auch
seitens der Regierung ward das Wort nicht ergriffen
5nt3^Ub^Ummictt bie Zunahme unb das Anerbieten von Entschädigungen unter den Begriff von Bestechuna unb S 333 M sUÄJJ
Buchhandlung daselbst« Buchhandl.
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Kassel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a.M.; Haasenstein & Bögler in Frankfurt a. M., Berlin. 8-wziz, Mn rr.; Rudolf Moss« in Gerlin, Ireuj.
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Deutsches Reich.
- derliu, 5. Februar. Der britische Botschafter bei der Hohen Pforte Goschen ist gestern Abend hier eingetroffen, bet dem britischen Botschafter Lord Ruffel abgestiegen und wird am Sonntag Nachmittag vom Kaiser empfangen. — Nach einer Mitteilung deS „Berliner Tageblattes" hat die Fortschrittspartei aus ihrem Central-WahlfonbS, welcher sich auf 86,48» Mk. 60 Pf. beläuft, 50,000 Mk. abgeneigt, um daraus allen nicht in Berlin unb besten nächster Umgebung wohnhaften Reichstags-Abgeordneten eine Entschädigungssumme für bie burch ben Aufenthalt in Berlin während der nächsten Legislatur-Periode erwachsenden Mehr- kosten zuzusichern. Sollte sich diese Nachricht bestätigen fugt die „Nordd. Allg. Ztg." hinzu, so würden wir es I Wr nut einer Verletzung der Reichsverfassung zu thun Habern Artikel 32 der letzteren lautet: „Die Mftglieder des Reichstags dürfen als solche keine Besoldung oder Ent- schädigung beziehen." Der Grundsatz, daß bie' Mitglied- fdjaft im Reichstage den Charakter einer ehrenamtlichen Funttlon haben soll, ist damit verfassungsmäßig auSge- I prochen. Versucht die Fortschrittspartei an diesem Grund- satze zu rütteln, so verläßt sie ben Boden der Verfassung Sre konnte mit demselben Rechte jeden anderen Verfassungs- grundsatz auch in Frage stellen, denn der eine VerfastungS- »rttkel ist ebenso gültig wie der andere. Betritt man aber einmal bie schiefe Ebene ber Mißachtung ber Verfassung fo ist nicht abzusehen, bei welchen revolutionären fielen man enden wird. — Wir wollen nicht die Frage erörtern welche Folge die Annahme von Entschädigungen für Mit- glteber bes Reichstages staatsrechtlich und strafrechtlich haben kann und nur beiläufig daran erinnern, wie hervorragende Rechtslehrer hierüber denken. Thudichum kVer- fassungsrecht des Noriweutschen Bundes und des deutschen Zollvereins S. 209) bebuciert, daß ein Abgeordneter, roel« I ^er eine ihm angebotene Besoldung ober Entschädigung Nicht zuruckgewiesen hat, als auf fein Mandat verzichtend ""gesehen werden müsse, und v. Mohl (Reichsstaatsrecht I
Denkschrift zur Ablehnung deS Etats geführt habm, nach
unbequem wird, diese bei Seite schiebt und ihrem Haren ??^-N Wunsch, eine Einigung über das
Sinn und Wortlaut zuwider handelt, dürfte jedenMS eine ten U(nb be^Io6 deshalb in heutiger
interessante Perspektive auf die Haltung eröffnen welch mÄ',Ä-tbef Voraussetzung, daß dadurch eine Eini- die Fortschrittspartei einnehmen würde, falls sie einmal ht Gleichstellung ^,/ v”?*' a-” Anspruch bezüglich bet
ben. ^fsitz der Regierungsgewalt gelangen sollte. Mit sch,n ber .wflgen Justizbeamten mit den preußi- Befnedigung ist zu konstatieren, daß in Betreff der Stirn« v?« .... ? 9eben' nnttr 2) Ansprüche auf weitere Erhöhung oung zum Besseren emgetreten ist. Blätter die ihrer Lr v nicht mehr zu erheben, also
Stellung nach früher die Innungen überhaupt'bekämpften rablt roirb" inmbEr angegebenen Höhe ge-
stellen sich jetzt in der Beurteilung ber neuen SoK auf fffÄh ? fehlenden Beträge au« bem aufWal- N7LäLE v°n da aus die weiter gehen^n^Pro-
Ä 28tr ^a[ten 68 für eine sehr bedeutende baß hiermit das Prinzip ber Innungen schon zugegeben unb ber alte manchesterliche Standpunkt verlassen 1k« r «ff biec früheren Beschlüsse be« Reichstags Ä.Ä 2» SÄ ft.ÄÄFÄM'S I l(t w
^‘Hamfeit nicht verkennt. 4 ?(a0In ber Handwerker und Kaufleute
Düsseldorf, 4. Febr. Ueber den angeblichen Prinzen- Schäden M Jahren entstandene
raub wird der „Voss. 9tg." berichtet- E« n* «chäden seit einiger Zeit mehr unb mehr schwinden, in
einen harmlosen Jugendstreich le« 17jährigen Pftnzen Konsume^!n^si"?breits gänzlich verstummt find. Die
Wilhelm, des ältesten Sohnes des Erbvrinren Leovokd rnn k r, kflei^e.n. ^nb endlich zu der Ueberzeugung gelangt H°h-nz°ll-rn. Gestern früh m s MUL-L °?d,L L^bot-nm Waren mit den dafür gtt l-icht bekleidet, fein Zimmer, ohne feinem iünaerenNr..^ l l!" W? nld)t in Einklang steht, unb baß ste in
auf bie erstaunte Frage: „Wilhelm, wo gehst Du bin?" alten heimischm Verkaufsstellen auf reelle Bebienung dort ist er in ber Dunkelheit gestochert unb w hn8,; >am Vahn bricht, dazu beitragen, den Hausierhandel im
Kleider, Gesicht und Haar vollständig^besudett Von^fa - Umstaiid"^...'!'^ 8U beschränken, so wird andererseits dieser
schem Schamgefühl geleitet, entledigte er sich des OberkleideS ' R a“f reactcn o k
.Schloßgarten und machte eine Promenade nach dem etwa eine Stunde entlegenen Volmerswerth, wobei er flth unterroegö bie Haare reinigen und schneiden ließ. Um 1 Uhr mittags war der Prinz wieder zurückgekehrt Er !nd “fi btSnn!<e8k“nb aufrichtiges Bekenntnis abgelegt unb fo stellt sich die ganze Sache gegenüber den traai-
Auslassungen der hiesigen Presse als eine Harm« p‘ n’°w te b,n ju
Arolse«, 1. Febr. Der am 14. v. M. vertagte Land- war auf ben 27. v. Mts. wieder zusammenberufen Die einzige Vorlage bildete das von den Ständen abge' lehnte Ktat«.->-s-d -iöq-i iqq . uv»c