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JRatßUüg, Sonntag, 6. Februar 1881.
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Verschiedenheiten obwalten mögen. Das Ganze ist überhaupt alö eine Bethätigung der konservativen Partei in der Richtung aufzufassen, daß auch sie ihren Arbeitsanteil an den zu erwartenden Reformen der direkten Steuern in Preußen selbstthätlg hat kundgeben wollen, ohne sich irgendwie für die endliche praktische Regelung dieser Verhältnisse die Hände zu binden. — Von englischer Seite wird neuerdings oem Fürsten BlSmarck besonders die Aufgabe zugeschoben, eine Sofung der türkisch-griechischen Frage herbeizuführeu. Wir bezweifeln mcht, daß die deutsche Politik ihren zur Zeit im Orient sehr mächtigen Einfluß zu Gunsten einer Verstän« dlgung auch in dieser Frage geltend machen werde, können aber eine besondere moralische Verpflichtung dafür nicht anerkennen, da unsere Regierung von jeher die Rolle eines
verliu; ». Thiene« tu Elberfeld; «. Schlotte i* Bremen.
Hefo. | einem Qaj und Zwie.fi er crwärejfl und übaufi it Zucket, mit kalte i Erkalteni ihen wM
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mehrere Leckerbissen von seltenen alten Manuskripten, welche er kürzlich in irgend einem kleinen, obskuren Buchhändlerladen der Nachbarschaft aufgestöbert hatte, ausgrbreitet; über denen er und Papa nun wie über einem litterarischen Paradiese lagen; ganz unbekümmert um das Thun und Lassen aller anderen Sterblichen. Mr. Featherstone hatte eS sich in einem Armsessel bequem gemacht; die Beine auS- gcstreckt, die Hände in den Hosentaschen und den Mund geöffnet, war er eingeschlafen und machte eine so unziem- llche Figur, daß ich mich wunderte, wie seine Frau ihn so gewähren lassen konnte. Major Heywood, wohl in der Besorgniß, für seine schlecht verhehlte Bewunderung meiner Wenigkeit büßen zu müssen, widmete sich eifrig MrS. Featherstone. Er hatte so nahe, als die Ottomane es gestattete, neben ihr Platz genommen und führte ein animiertes und leises Gespräch mit ihr.
Mein Freund, Mr. Flower, genügte ebenfalls der Pflicht, mdem er sich Mrs. Leith widmete, welche offenbar ent« schlossen war, ihn aus der sicheren Ecke, in der sie ihn hatte, nicht so bald wieder entschlüpfen zn laffen.
Unter diesen Umständen segelte Mr. Macdonald, Wohlgeruch verbreitend, indem er sich näherte, auf mich los.
Er zieht einen Seffcl bis dicht zu dem Klavierstuhl, aus dem rch mich träge herumdrehte, und seinen Rücken der ubngen Gesellschaft zuwendend, schien er bereit, mir
Aufmerksamkeit zu spenden; mit einer unleidlichen Familiarität starrte er mir in daS Gesicht.
„Miß Clifford, ich komme, um ein wenig mit Ihnen zu plaudern", begann er gnädig.
,,^"/£to*b'Crle nicht besonders ermuthigend.
»Ich habe pinge Damen sehr gern, — obgleich man sie heutigen Tages in der Gesellschaft nicht reckt gelten
e Hau I ufstoßel und an» Original u. 1 M mcke. ider. !
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Verein ehrfurchtsvollen Glückwunsch. Gott erhalte noch lange Ew. Durchlaucht, den in Krieg und Frieden be- währten Berater unseres großen Kaisers, des Vaterlandes , sm;, - .. I Zler, seiner Arbeiter Hoffnung. Der Vorstand, aei
. Schwierigkeiten | Raydi." Darauf ist folgendes Antwortschreiben eingegangen : „Berlin, 25. Januar 1881. Für den freunb« "chen Gruß, welchen Ew. Wohlgeboren im Namen des dortigen Arbeiterbildungsvereins aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens des Deutschen Reiches dem Fürsten Bismarck mittels Telegramms vom 24. d. M. übersandt haben, bin ich beauftragt, Ihnen den verbindlichsten Dank Sr. Durc^ sucht zu übermitteln, gez. Graf zu Rantzau, Wirk- Llngen^^ vnsrat- Au den Herrn Raydt, Wohlgeboren,
Kredo.
Roman von Emily Cameron.
Deutsch von August Frenzel.
(Autorisirte Uebersetzung.) tFortsetzung.)
„Natürlich!" bestätigte Mrs. Leith voll frommen Schauders. „Ein junges Mädchen sollte nur zu dem Herrn sprechen, der sie zu Tisch führt — meinen Sie nicht auch, Mrs. Clifford?"
„Das kommt auf den Herrn an", antwortete ich.
„Nun," entgegnete meine zukünftige Schwägerin, „mir kann niemand nachsagen, daß ich mich bei Tische irgendwie bemerkbar gemacht hätte, ehe ich verheiratet war."
„Gewiß nicht, Liebe," stimmte Mrs. Leith zu, obwohl sie zu jener fernen Zeit wohl noch im kurzen Röckchen und in der Kittelschürze steckte.
Ich zog mich an das Klavier zurück, um ihren Sticheleien zu entgehen und vertrieb mir die Zeit, indem ich mit einer Hand „Zehn kleine Neger" klimpere. Meine beiden Gesellschafterinnen, nachdem sie mich von der Scene vertrieben, nahmen behaglich neben einander Platz und begannen lange Erörterungen über Thun und Treiben aller Damen ihrer Bekanntschaft. Bis zu der Zeit, „ da unsere traurige Isolierung endlich zu Ende gieng und die Herren wieder erschienen, hatten sie deren Ruf wahrscheinlich vollständig in Stücke zerriffen.
9. Kapitel.
Schätzchen.
Langweilig genug gieng der Abend vorüber. George Curtius hatte an dem entgegengesetzten Ende des Zimmers
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Buchende" i)° b^^^°Matt?d2''di-°?°stÄmt^^' »°rch die Expedition («och-sche
Sür in der Sxpeditim. zu erbende LuftTn?fcte -efpaltene Seile 10 Pf«.
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Die Exped. d. Oberh. Zeitung.
Deutsches «eich.
•» Berlin, 4. Febr. Der Reichskanzler hat "beim Bundesrat beantragt zu beschließen, daß die obersten Landes-Flnanzbehörden ermächtigt werden, die Vorsteher
lür die Schlußabferligung von Waren der Tarifnummer
1, 2 und 3 und 22a und b (baumwollene und leinene Garnen) zu anderen als den höchsten Sätzen der betreffenden Tarifpositionen zuständigen Zollstellen bezw. die denselben vorgesetzten Direktivbehörden für befugt zu erklären, tn den Fällen, in denen dec RevistonSbefund eine mit einem höheren Zoll belegte Feinheitsstaffel als die in der Deklaration angebotene ergibt von der Einleitung eines Strafverfahrens abzusehen, sofern eS sich dabei um eine 5 Prozent nicht übersteigende Abweichung von der Feinheitsnummer der in der Deklaration angebotenen FeinheitS- staffel handelt, und nach den vorliegenden Umständen eine Defraude unzweifelhaft nicht beabsichtigt. Begründet wird dieser Antrag durch die Thatsache, daß eine präcise Angabe der FelnheitSnummer der Garne in den Deklarationen nicht immer möglich ist. — Der Ausschuß des BuudeSratS für Eisenbahnen, Post und Telegraphen hat beantragt, der Uebereinkunft über den internationalen Austausch von Postpackelen seine Genehmigung zu erteilen. In dem Bericht des Ausschusses wird der Entwickelung, welche der Postverein während seines sechsjährigen Bestehens erfahren hat, ein Rückblick gewidmet und alsdann im besonderen der bezüglichen Uebereinkunft als eines Vertrages erwähnt, der die vorangegangenen an Bedeutung insofern noch überrage, als der Postpäckerei-Verkehr mit seinen Vorzügen sicherer und prompter und billiger Beförderung sich bis nach Indien erstrecken werde. Diese Angelegenheit wurde auf einer Postkonferenz beraten, welche am 9. Oktober 1880 auf den Vorschlag deS internationalen Bureaus nach Paris berufen war. Der Bericht beleuchtet alsdann die auf dieser Konferenz zu Tage getretenen Bestrebungen und schließt wie folgt: „Welcher Anteil an dieser Wandlung ter Dinge der deutschen Postverwaltung zukommmt, ist bc-
Euxhafeu, 4. Febr. Heute früh fand bei Kugebaak ein Zusammenstoß zwischen dem Norddeutschen Lloyd lassen will; nicht eher, als bis sie verheiratet sind. Darin geht man entschieden zu weit — das ist ein Fehler. 'M Nr meinen Teil habe eine kleine Unterhaltung mit einer hübschen jungen Dame recht gerne."
„Wie gütig!" antwortete ich und kehrte zu der Melodie der „Zehn kleinen Neger" zurück, von denen ich jeden ein- gelnen tn diesem Moment von Herzensgründe beneidete.
„So, das ist recht, spielen Sie etwas, bann können audj die anderen nicht hören, was wir mit einander plaudern,^ sagte der abscheuliche Mensch leise und eifrig.
Schnell hielt ich ein, vollendete die Melodie nicht und zog die Hände von den Tasten alö ob sie 6rannten.
«Warum halten Sie ein? Sie sind ein prächtiges, allerliebstes Kind I' flüsterte er mit einem Blick, der mich jetenfaU« für ^n einnehmen sollte, der mir aberden großesten Abscheu vor ihm einflößte.
Ich weiß nicht, wie ich ihm entgehen kann, ohne mich auffällig zu machen.
Ich blicke, in der Hoffnung, den Augen Mr. CuttiuS zu begegnen, durch das Zimmer; aber ach! von ihm ist keine Rettung zu ermatten — nur die Spitze seine« kahlen über die Manuskripte gebeugten Hauptes ist zu sehen. Papa wühlte in den Haaren und daraus konnte ich schließen, daß sie tn Differenzen mit einander waren und ich ebenso wenig Hofftiung hatte, aus meiner peinlichen Situation von ihnen erlöst zu werden, als wenn ich mich schiffbrüchig auf dem großen Ocean befände.
.Aber wenn die beiden alten arglosen Herren, meine Beschützer, auch in Unkenntniß meiner Situation sind, so ist doch MrS. Featherstone davon unterrichtet.
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fannt. Nur mit Befriedigung kann der Ausschuß konsta- tieren, daß die wesentlichsten, auch der neuerlichen Reformen im Bereiche des internationalen Postverkehrs auf Bor- n l s be^en, welche auS ihrem Schoße hervorgezogen £nb- — Mit Rücksicht auf einen früheren Erlaß, betr.
AusiellungSfahigkett nicht anstellungsberechtigter Personen erklärt der Minister der öffentlichen Arbeiten es für nicht zulässig, diejenigen an sich nicht anstellungsberechtigten Diatare, deren dauernde Beibehaltung nur für einen Bezirk einer Eisenbahn-Direktion genehmigt worden ist, bei einer anderen Staatseisenbahn-Verwaltung zur etatSmäßigen Anstellung zu bringen, weil andernfalls der für die Justifi- kation der Gehaltszahlung erforderliche Nachweis der An- siellungSfahigkeit nicht erbracht werden könnte. — Der MMMMWW WMVWMSW WsZWsMM ZUMZWW
Gelegenheit der ersten Beratung des neuen VemmdungS- I ^8leOar?eIt^£^rbeit^rbUbun9«-
gesitzeS angedeutet hat, könnte leicht Mißveulungen unter« liegen. ES sind Gedanken, welche ans dem Versuch hervorgegangen sind, eine einheitliche Reform der direkten Steuern m Preußen herbeizuführen. ö_" ...
sind, die in Folge der verschiedensten Reibungen bei allen derartigen Reformen hervortreten müssen, darüber kann kein Zweifel bestehen. Auch praktische Erwägungen können dazu fuhren, sich mit halben Erfolgen bereits befriedigt erklären zu müssen. So hat es den Anschein, als ob ein ntdjt unwesentlicher Teil der Konservativen grundsätzlich geneigt wäre, an der Absicht der auch seitens der Regierung n Aussicht genommenen Überweisung an die Kommunal« verbände festzuhalten, ebenso wie selbstverständlich auch im iwrigen bezüglich der Einzelheiten de« von Herrn von Wedell Malchow vorgetragenen Resormplans noch Meinuns-