Schleswig-Holstein geplant sei, und daran die Aufforderung geknüpft, die schleswig-holsteinische freiwillige Feuerwehr möchte sich diesem Akte anschließen. Hierauf ersucht nun der Vorsitzende des hiesigen ProvinzicüverbanLeS sämtliche freiwillige Feuerwehrvercine, ihm über eine etwaige Beteiligung bis zum 10. Februar Mitteilung machen zu wollen.
Hauuover, 1. Febr. Die Wanderversammlung deutscher Forstwirte wird, nachdem der derzeitige Vorstand aus die betreffende Anfrage vom hiesigen Magistrat eine zu« stimmende Antwort erhalten, im Laufe des Sommers hierfelbst tagen. Bekanntlich hat diese Versammlung schon in den fünfziger Jahren hier stattgefunden und sich der freundlichsten Aufnahme feilens unserer Stadt zu erfreuen gehabt. Auch in diesem Jahre wird der Magistrat die deutschen Forstwirte willkommen heißen und wahrscheinlich im zoologischen Garten ihnen ein kleines Fest bereiten.
Hamburg, 1. Febr. Ein großes Feuer äscherte heute das bedeutende Seidenwarenlager von R. D. Warburg & Co., Großer Burstah, ein. Um 81 > Uhr morgens wurde man durch einen Brandgeruch aufmerksam und in wenigen Minuten schlugen auch schon die Flammen aus der ersten Etage hervor, die sich bald den beiden oberen Etagen rnrt- teilten. Die hell brennenden Seidenballen wurden aus den Fenstern geworfen, doch konnte man erst durch Einschlagen des Daches dem Herd des Feuers beikommcn. Erst nach vierstündiger Arbeit war jede Gefahr beseitigt. Das Geschäft, ein sehr altes in Hamburg, liegt mitten im Verkehr der Stadt und beschäftigte an 100 Arbeiter und circa 50 junge Mädchen, welche augenblicklich brotlos sind. Der Warenverlust wird auf über 500,000 M. angegeben; versichert war das Lager mit 1,465,000 M. Der größte Teil wird auf englische Gesellschaften entfallen. — In der heutigen Silber-Lotterie des Zoologischen Gartens fielen die fünf Hauptgewinne der Reihenfolge nach auf Nr. 36381, 81,961, 3503, 23,967 und 87324.
Stuttgart, 31. Jan. Wenn unser Landtag in dem Tempo weiter arbeitet, wie bisher, so ist es sehr fraglich, ob die Session vor März geschloffen werden kann. Es wird dieser späte Termin um so wahrscheinlicher, da sich über daS Gesetz, betreffend die Staatsschuld, eine Verschiedenartigkeit der Anschauungen der Ersten und Zweiten Kammer ergeben hat. Die Zweite Kammer hatte auf Antrag deS Abg. Freiherrn v. Varnbüler mit 41 gegen 40 Stimmen beschlossen, daß mindestens ein der Hälfte des auö Ueberschüffen jeweils erwachsenden RestvermögenS entsprechender Beitrag zur Tilgung der gesamten Staatsschuld verwendet werde. Dem will nun die Kammer der StandeS- herren nicht zustimmcn. Sie ist mit der Regierung der Meinung, es empfehle sich künftighin, die Anlehen ohne vertragsmäßige Festsetzung einer jährlichen Tilgungssumme aufzunehmen. Da sie jedoch wohl weiß, daß sie einen solchen generalisierenden Beschluß, der einfach die Rentenschuld als System bedeutet, einstweilen dem anderen Hause gegenüber nicht durchbringen kann, so will sie wenigstens der Regierung die Tilgungsfreiheit in Beziehung auf die in den Jahren 1881/83 aufzunehmenden Anlehen zugestehen. Für die nächste Zeit ist damit wenigstens gesorgt, und der Regierung sind bei den nächsten Anlehen nicht die Hände gebunden in Beziehung auf eine nachachtungsmäßige Festsetzung von Tilgungsquoten, wodurch es dem Finanzminister immer schwieriger wird, das Gleichgewicht im Etat herzustellen. Das Gesetz über die Staatsschuld muß nun auch noch einmal an die zweite Kammer zurückgehen. Ob er hier gleich in der Fassung der Kammer der StandeS- herren angenommen wird, und ob eS nicht noch einige Male hin- und hergeschoben werden muß, ist sehr die Frage. — Gegenwärtig jist die Kammer der Abgeordneten in der Beratung des Kultusetats begriffen, der pro Jahr 8,110,000 Mk. erfordert, darunter daS Volksschulwesen 1,364,000 Mk. — Gegen das von der Regierung eingebrachte Sportelgesetz erstehen immer mehr Widersacher. Ohne Zweifel wird eS nur stark zusammengestrichen auS den Beratungen der Kammer hervorgehen. — Seit gestern ist dar Makari- sche Bild: der Einzug Karl V. in Antwerpen hier ausgestellt. Dasselbe macht hier, wie überall, wo eS erschien, das größte Aussehen und der Ausstellungsraum wird von Besuchern nicht leer.
Stratzburg, 2. Febr. Bei dem gestern dem Statthalter von dem Landesausschuffe gegebenen Festmahle toastete Präsident Schlumberger auf den Statthalter, dankte für daS viele Gute, was derselbe dem Lande gethan, und sprach die Hoffnung auS, der Statthalter werde noch lange Jahre dem Lande vorstehen. Dec Statthalter Feldmarschall v. Manteuffel dankte auf das wärmste und bezeichnete die gegen die Beamten erhobenen Beschuldigungen in der'Allgemeinheit, in welcher sie ausgesprochen worden, als unbegründet. Bezüglich der Reichstagswahlen äußerte der Statthalter, hätte er wohl gewünscht, baß der Wahltermin ein Jahr später wäre; er würde sich jeder amtlichen Wahl- becinfluffung enthalten, sei aber betreffs der Reichstags« wählen der Ansicht, daß das Interesse Elsaß-LothringenS die Selbstständigkeit und verfassungsmäßige Gleichberechtigung mit den anderen Bundesstaaten erheische. Der einzige Weg dazu sei die Anerkennung der Zusammengehörigkeit der Reichslande mit Deutschland. Daher seien solche Männer zum Reichstage zu wählen, welche sich offen zu der Zusammengehörigkeit bekennen. Bei der Wahl von solchen Abgeordneten, welche die Aussöhnung mit den neuen Verhältnissen nicht wollten, sei die Gewährung der Selbstständigkeit unmöglich; dagegen werde mit der Wahl solcher Männer, die den Anschluß an Deutschland wollten, die Fortentwickelung des BerfaffungslcbenS der Reichslande an
gebahnt. Der Statthalter forderte auf, in diesem Sinne zu wirken, und toastierte auf das Wohl des LandeS- AuSschuffeS.
Wie», 2. Februar. Die föderalistischen Blätter haben gegen Baron Prelis, der bekanntlich Statthalter von Triest und den Küstenlanden ist, eine Hetze eröffnet. Sie beschuldigen denselben, den Agitationen der Italia irredenta durch die Finger zu sehen; dabei fallen auch Seitenhiebe ans Baron Heymerle, dem vorgeworfen wird, gegen Italien die Andraffysche Vogel-Strauß-Politik fortzusetzen. Diese Anklagen, deren eigentlicher Zweck eS zu sein scheint, einen Czechen an Stelle deS verfaffungStreuen PretiS nach Triest zu bringen, entbehren j.dcr Unterlage. Nicht nur, daß Herr PretiS konsequeut und energisch allen AuSsch Teilungen der Jtalianissimi hintanhält, weiß auch Baron Haymerle sehr wohl was er Italien gegenüber zu thun hat. WaS speziell den Jrredenta-Rummel anlangt, fo steht der Minister auf dem Standpunkt, daß die Irredenta für die italienische Regierung auS Gründen der inneren wie äußeren Politik eine viel größere Gefahr sei, als für Oesterreich- Ungarn. Man ist deshalb überzeugt, daß daö Ministerium Cairoli Alles, waS in seiner Macht steht, aufbieten wird, um Ausschreitungen der Irredentisten hintanzuanhalten. Sollte man sich hierin täuschen oder sollte die Irredenta der Regierung über den Kopf wachsen, dann hat Oesterreich doch keine Ursache, irgendwie für Trient und Triest zu zittern. Die militärischen Vorkehrungen sind der Art, daß das Gelingen eines Putsche- absolut unmöglich ist. Wenn die Irredenta, was übrigens sehr zweifelhaft ist, wirklich den Versuch machen sollte, von Worten zur Thal überzugehen, hat Oesterreich dabei nichts zu besorgen. Die Teilnehmer des Putsches würden mit blutigen Köpfen über die Grenze geschickt werden und eS würde damit vor ganz Europa konstatiert werden, in welch kläglichem Verhältnis Wollen und Können der Irredenta stehen. — Die serbischen Handelsvertrags-Verhandlungen müßten aller Wahrscheinlichkeit nach im Laufe der nächsten acht Tage beendet werden. Die aus offiziösen serbischen Quellen stammenden günstigen Nachrichten, denen zufolge eine beide Teile befriedigende Verständigung wahrscheinlich sei stimmen mit den Anschauungen der hiesigen offiziellen Kreise überein. Auch wirr versichert, daß die Stimmung in der serbischen Skupschtina derart sei, daß an einer Annahme des Vertretung nicht zu zweifeln sei. — Die czechische Agitation nimmt sich die magya-romanischen Heißsporne zum Muster. Wie aus Prag gemeldet wird, beschloß vorgestern eine Versammlung von Pardubitzer Kaufleuten, ausschließlich die czechische Korrespondenz mit allen Geschäftsfreunden Gesamt-Oesterreichs einzuführen und ausnahmslos keine deutsche Zuschrift oder Rechnung mehr anzulegen.
Linz, 2. Februar. Die Statthalterei verbot die Bildung eines oberösterreichischen Bauernvereins auf gründ der vorgelegten Statuten als gesetzwidrig und staatSge- fährlich.
Rom, 1. Februar. Eine Depesche der „Italic" aus Cairo meldet: DaS Garderegiment des Khedive revoltierte infolge der Gefangensetzung seines Obersten Ali-Fehmi: Es gab mehrere Verwundete und es herrscht lebhafte Aufregung.
Paris, 2. Febr. Die „Mpulique ftantzaise" führt auS: Die Entscheidungen der Berliner Konferenz hätten den Zweck gehabt, das Friedenswerk des Kongresses zu konsolidieren. Die Türkei müsse sich vor den Entscheidungen Europas beugen, welche der Türkei Land gerettet haben, indem sie den Berliner Vertrag an die Stelle des Vertrags von Sau Stefano setzten. Die Türkei habe seit 2 Jahren sich ihren Verpflichtungen betreffs der griechischen Grenze zu entziehen gesucht. Es sei sehr bedauerlich, daß die Türkei ermutigt worden sei, den weisen Ratschlagen Europas Widerstand zu leisten. Nichts aber werde das europäische Cvnzert verhindern, in Konstantinopel die Initiative wieder in die Hand zu nehmen, deren Erfolg niemals zweifelhaft sein könne, so lange die Diplomatie der Mächte bei der Kollektivaktion bleibe, welche auf die Berliner Konferenz gefolgt sei. Die Initiative einzelner Mächte dagegen würde nicht zu d'iesem Resultate führen. — Der neue Oberrat für die Gefängnisse versammelte sich gestern zum ersten Mal. Der Minister des Innern hielt vor der Versammlung eine Ansprache, in welcher er ,bie Mission auSeinandersetzt, die der Rat zu erfüllen habe. Die ersten Fragen, welche vor den Rat kommen werden, sind die über die Arbeit in Gefängnissen und die Errichtung von Zellen- gefängniffen. Sieben Departements haben bis jetzt verlangt, daß daS Zellensystem bei ihnen eingeführt werde. — Im Budget von 1882 werden die Gehälter der Staatsräte bedeutend erhöht. Die Mehrausgabe beträgt ungefähr 106 000fr. Der Vizepräsident erhält 30000 anstatt 25000, der Abteilungspräsident 25 000 anstatt 18 000 und die Räte 18000 anstatt 16000fr. Diese Maßregel wird durch die Verteurung des Lebens in Paris begründet. — Es ist die Rede davon, die Abteilungen der beiden Kammern zu einer Plenarsammlung zusammen zu berufen, um die Frage zu prüfen, ob es nicht gut sei, daß die beiden Äammern in den Tuilerieen ihren Sitz nehmen. — Der frühere zweite Militär-Atlachö in Berlin. Oberst- licutenont Borrelli de Serres, ist zum Mllitär-Attachs in Belgien und 'Holland ernannt worden.
London, 2. Febr. Die am Montag Abend begonnene Sitzung des Unterhauses dauert ununterbrochen fort. Um Mitternacht wurde der Sprecher durch den Vizesprecher ab
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gelöst. Auf wiederholte Anfragen, ob die irischen Deputierten durch ihr Verfahren sich nicht einer absichtlichen Verschleppung schuldig gemacht hätten, erklärten der Sprecher und resp. der Vizesprecher, ihr Verfahren streift an Obstruktion, sie könnten die irischen Deputierten aber noch nicht schuldig finden. Die Mehrzahl der Konservativen - verließ in Folge dessen den Sitzungssaal. Heute in der Frühe um l1/» Uhr erklärte John Bright, die Regierung übernehme die Verantwortung für. die jetzige Situation und sei bemüht, Maßregeln gegen die Verschleppung zu beantragen. — Vormittags 91/» Uhr erklärt der Sprecher er könne die Fortsetzung der Debatte nicht gestatten. (Tumult.) Das Haus genehmigt mit 164 gegen 19 Stimmen die Einbringung der Forsler'schen Bill und nimmt deren erste Lesung vor. Die Homeruler verlassen in großer Anzahl den Sitzungssaal. — Gladstone kündigt am Schluffe ter Vormittagssitzung eine Resolution gegen Obstruktion an, für welche er die Dringlichkeit beantragt. In der Nachmittagssitzung will Parnell das Verhalten des Sprechers in der Vormittagssitzung in Frage stellen. Der Sprecher erklärt, die Angelegenheit fei keine Privilegienfrage: Parnell müffe feinen Antrag vorher anmelden. Es folgt hierauf eine höchst animierte Diskussion. — Der gestrige Ministerrat beschloß, am Schluffe der gegenwärtigen Debatte über die Zwangsbill für Irland Schritte zu thun, um der Verschleppungstaktik der Irländer ein Ende zu setzen.
Petersburg, 2. Febr. Ein offizieller Bericht General Skobeleffs meldet Details über die Eroberung GeoktepeS und bezeichnet die Verluste des Feindes als außerordentlich groß, die Gräben sind mit Leichen überfüllt, viele Feinde wurden auf der Flucht niedergemacht und außerdem 4000 Leichen in der Festung vorgefunden. Die Ruffen erbeuteten eine Menge Gewehre, Berdanflintcn, Geschütze, Munition, mehrere Fähnchen, viele Kibitken, Mehl, Fourage und nahmen 4000 Familien, darunter 3 Jmanfamilien, gefangen, außerdem 700 Perser. Der Verlust der Russen seit dem 1. bis 24. Januar beträgt: 16 Offiziere und 267 Mann tot, 42 Offiziere und 647 Mann verwundet, 13 Offiziere und 123 Mann konlusioniert.
Konstantinopel, 2. Februar. Wie verlautet, haben die Mächte den Vorschlag der Pforte vom 14. Jan. unter der Voraussetzung angenommen, daß dies lbe bereit fei, die in ihrer Note vorn 3. Okt. versprochenen Gebietsconzessionen bedeutend zu erweitern.
Kairo, 1. Febr. Zwei Regimenter meuterten wegen einet von dem Kriegsminister befohlenen Aendemng. Der Kriegsminister hat demissioniert. Die Ruhe ist wieder hergestellt.
Washington, 2. Febr. Die Finanzkommission des Senats beschloß die Bill über Konvertierung der Staatsschuld dahin abzuändern, daß die Obligationen und Certi. ficate drei und einhalbprozentig werden. — Ein in St. Francisco von den Samoainseln angekommenes Schiff bestätigt den Tod des Königs Malictoa; im Lande herrsche, ausgenommen die von dem amerikanischen, deutschen und englischen Konsul verwalteten Gebietsteile, volle Anarchie.
Rew-Aork, 2. Fed. Bei heftigen Schneeftürmen und starker Kälte ist die Schifffahrt im hiesigen Hafen durch Eis gehindert. In Californien dauern die Regengüsse fort; wenn die Wasser sich nicht rasch verlausen, wird die Ernte schwer geschäcigr.
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Hessen-Nassau.
Marburg, 2. Febr. (Strafkammersitzung.) Zur Verhandlung tarnen folgende Fälle: 1) Der Bahnarbeiter Johs. Stürmer von Kirchhain ist, weil er den Schuhmacher Grebe von Gemünden mit einem Schüreisen schwer geschlagen, vom Schöffengericht mit 3 Monaten Gefängnis bestraft. Aus der heutigen Beweisaufnahme ergibt sich, daß zwar Stürmer den Grebe geschlagen, daß derselbe aber auch höchst wahrscheinlich von einem Dritten dazu veranlaßt worden ist. Die Staatsanwaltschaft beantragt zwar Bestätigung des Urteils, doch erkennt der Gerichtshof nur auf 2 Monat Gefängnis und Tragung der Kosten. 2) Der 16jährige Jakob Seib von Ockershausen und der 22jährige Wilhelm Winter von Weiershausen versuchten am 10. Dezember v. I. mittelst AuSbrechenS von Latten dem Zimmermeister Brög in der Kasernenstraße auS einem Schuppen Werkholz zu entwenden, wurden dabei aber ver- jagb bezw. der rc. Seid erwischt. Die Staatanwaltschaft beantragt für rc. Winter 4 Monate Gefängnis und 1 Jahr Ehrverlust für Selb in Anbetracht feiner Jugend 3 Wochen Gefängnis. Der als osficieller Verteidiger fungierende Rechtsanwalt Herr Hille plaibiert dagegen nur für einen Verweis. (Mit Rücksicht ans die verwahrloste Erziehung des Seid dürfte sich eine Unterbringung desselben in eine Erziehungsanstalt empfehlen.) Das Urteil des Gerichtshofes lautet gegen Winter auf 3 Monate, gegen Seib auf 3 Wochen Gefängnis. — 3) Der Schreinermeister Aßmann von Gladenbach ist beschuldigt als Pfleger eines Nachlasses den Betrag von 84 M. 20 in seinen Nutzen verwendet zu haben. (Der Betrag ist wieder ersetzt.) Im Verhandlungstermine im Decbr. v. I. beschloß der Gerichtshof die Vernehmung von 5 Zeugen, die auch heute erschienen. Durch das unumwundene Geständnis des Angeklagten wurde jedoch deren Vernehmung nicht erforderlich. Die Staatsanwaltschaft beantragt zwar eine 4monatliche Gefängnisstrafe und 1 Jahr Ehrverlust, der Gerichtshof läßt jedoch Milde malten und erkennt auf 1 Monat Gefängnis. — 4) Der Ackermann Jakob Rau, 54 Jahre alt, von Lohra, bereits mehrere Male bestraft, ist, weil er feine
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