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Marburg, Donnerstag, 3. Februar 1881.
XVI. Mrgotg
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i"“", uuu curz, cs gelegtem aUeS, um den Taa Aussank-« m U S im
y -m-m 8rotm. und EH--U,., für -nl°- WW1U
zahlreich in Deutschland vorhandenen Anhänger einer Ko-
B°4d^uck-rei- llS5S«?«J&?3|,5£rtl5O*yff*gE^y5ÖgLK3aifcrtet» d-rch die Expeditivn (Rvch'sche
b« Trpedttwn zu -rtheilende AuÄunft bte ^fpaltene Zeile 10 Pf«.
Kaisers werden Medaillen geprägt in Gold, Silber, Mu- silber und Kupfer, kurz, cs geschieht alles, um den Tag 211 PttlPm SEroitkait,. unk r . .. . O
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, h ~ Immer lebhafter wird in Deutsch-
w-s^ h,„ r srljnt6 uberleeischer Kolonien empfunden, k.n§» den ländlichen und anderen Auswanderen ein neues deutsches Heim gewähren, dem Kapital sichere und hohe Industrie vermehrten Absatz, Handel und Srfl'rf neue Gelegenheit zu gewinnbringender Thätigkeit R , ”• ,!n ®et^n domizilierte „Centralverein für
U"bJ6rber?tn9 d-utscher Interessen im
Haus, wie für das preußische und das deutsche Volk zu erheben. — AuS Madrid erfährt man, daß der spanische Hof in Erwiderung der Rücksichten, welche ihm der deutsche Kaiser bei der Vermählung des Königs AlfonS geschenkt, sich ourch eine aus drei Granden bestehende Botschaft bei der Hochzeit des Prinzen Wilhelm vertreten lassen wird. Der Herzog von Osuna, der Marquis von Valmediana und der Graf ParedeS de Nava sind zu dieser Mission auSersehen. — Die Budgetkommission des Abgeordneten« sn>7 m-jrx. l <mU-e^ beschloß mit Rücksicht auf die ärmliche Lage des Mit Rücksicht Westerwaldes den Zuschuß des Staates für die Koste»
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IX
„Kommt außer uns keine andere Dame?" fragte ich.
„Nein; wir drei sind ja zu einem gemütlichen Kreis auch völlig genug. An einem Abende soll Ihnen zu Ehren glaube ich, auch ein Tanz stattfinden; dann werden wir auch genug andere Damen sehen.
Die Gesellschaft von Chadley-Lord Holts — kommt dann auch. Ich weiß nicht, wer jetzt gerade bei ihnen ist. Anna Leith wird es uns sicher sagen können; die findet immer alles heraus. Sie ist wie eine wandernde Heilung und das gerade macht sie unterhaltend. Sie ist eine gute Gesellschaf erin.
Offenbar wichen Clara Featherstones und meine Jdeeen über gute Unterhaltung erheblich von einander ab, doch hütete ich mich klugerweise darüber zu sprechen. Wir blieben daher auch in ausgezeichnetem Einvernehmen, sie sprach freundlich weiter und ich hörte ergebungsvoll ihren Schilderungen zu, jedoch nicht ohne mir dieselben in meiner Weift dabei zu kommentieren. Gegen sechs Uhr zog ich mich auf mein Zimmer zurück, um der Ankunft der übrigen Gaste, welche um diese Zeit erwartet wurde, aus dem Wege zu gehen. 0
Als ich nach der Abendtoilette herunterkam, war das große Besuchszimmer noch leer. Ich setzte mich auf eine ,.r "Origen Polsterbänke, welche in den tiefen Nischen der alten Mauern angebracht und durch schwere Brokatvorhänge verdeckt waren und schaute in Gedanken versunken durch das zensier in die schnell hereinbrechende Abenddämmerung huiauS. Dicht unter dem Fenster lag der glatte, wohlge- pflegte, werche Rasen, den, ein Fuß oder Croquetspiel nie entweiht hatte, und der, wie ich mir vornahm, auch nie entweiht »erben sollte. Ein Paar statttiche Pfauen paradierten langsam und mit bewußter Würde darüber hin.
glattenStämme der gigantischen Buchen. AIS ich so saß dies schöne und liebliche Bild betrachtend, hörte ich ßinter S? F"uenstimmen und das Rauschen seidener Kb^ber. Man glaubte sich anscheinend allein.
„Paßt sie zu uns?" fragte eine schrille Stimme.
j' "NN! Sie ist durchaus nicht nach unserem Geschmack, tourbe_ erwidert und ich erkannte die Stimme memer liebenswürdigen Schwägerin in spe. „Ein lang- »etltge« Ding, und sie kennt niemand, wa» fie noch lang, we l'gtt macht. Allein, ich muß höflich mit ihr sein, denn ^'U^^der besteht darauf, sie zu heiraten und mit Ed- dingtmi lm Streit zu liegen, das ist mir nicht erwünscht. Sie hat nicht em präsentableS Kleid auf dem Leibe, nur Baumwolle. Du hattest sie nur an dem Tage sehen sollen, «-such machte; sie war die vollkommene Schwarz, als habe fie in einem Kamin Zimmer"° au6- $$ glaube, sie kehrte selbst das «», "®u Jicbcr H'uimel! Haben sie nicht einmal ein
. . "Anscheinend nicht. Ich wundere mich, daß George das zulaßt. ö
„Ist sie hübsch?"
nein I Nicht im Geringsten das, was ich bübscb nenne. Durchaus nicht; die Männer freilich sind so sonderbar, man weiß nie, was sie bewundern: eine Bohnen- J ange von Mädchen mit runden, grauen Augen, eine «eine Stumpsnase und rotbraunem Haar — mir kommt« sehr häßlich vor — und ich glaube, sie färbt es "
Darüber mußte ich laut lachen und von meinem niedrigen S'tz anstp'i-s.en^ «^ttb t<- vor dem bcst^-te'i P^-
Fred«.
Roman von Emily Cameron.
Deutsch von August Frenzel.
lAutorisirte Uebersetzung.)
(Fortsetzung.)
„Wie meinen Sie? Aber, o! nein", sagte sie und wendete sich mit Lachen ab, „natürlich meinen Sie dabei nichts. Welche kleine Naive Sie sind l" und sie lachte, als habe ich etwas sehr witziges gesagt.
„Ich verstehe nicht, worüber Sie lachen," sagte ich etwas gereizt.
„O, nein, natürlich nicht. Lassen wir meinen Mann tn Ruh; er ist nicht intereffant — Ehemänner sind eS selten. Sie werden sich mit meiner Freundin Mrs. Leith die auch zu uns kommt, besser amüsieren. Sie ist eine meiner intimsten Freundinnen — eine sehr lustige Frau, zwar nicht im geringsten hübsch, sogar häßlich, unter uns gesagt, aber sie ist sehr witzig und erhält alle in guter Saune. Ihr Manu wird Gott sei Dank nicht mittommen — er ist genötigt, in seinem Wahlkreise zu erscheinen, ich glaube, daß ihm die Förderung seiner Interessen dort herzlich viel Mühe verursacht. Aus diese Weise wird sie durch ihn nicht viel gelangweilt. Dann wird Major Heywood kommen und Dick Macdonald, welche beide ich sehr gerne leiden mag; auch der junge Flower von den Dragonern kommt, der hat Anna Leiths Sympathieen. Sie, Liebe, fügte sie mit einer tändelnden Bewegung des Kopfes hinzu, „haben ja George und sind also reichlich versehen".
Mein Vorteil bei dieser Zutellung der Kavaliere schien mir etwas unklar.
Anzeigen nimmt! entgegen die «xpedttto» b. Blatte« sowie b. Anuoncen-Bureaux bon E. L. Daube & Co. in Zrcmkfurta-M; JSger-sche Buchhandlung daselbst;; Sermann'sche vuchhandl. ♦ b-selbß; Jnoolideubaut tu
Berlin; & Thiene« in toafclb; $. Schlotte in Bremen.
aufrühren müssen. Die katholische Fraktion mag nun zumal nach dem ungünstigen Ausgange der jüngst angeregten Debatte, im Hinblick auf die Wahlen das Bedürfnis em- pfinden, sich den katholischen Wählern durch neue Schüruna des alten Streites immer und immer wieder in's Gedächt- ,®6 ift bie6 seit-ns der Ultramontanen die- silbe Taktik, welche von anderen Parteien aber auf anderen Gebieten mit fortwährendem Blick auf die Wahlen geübt ^iauben ftdoch, daß es kaum eine zweite Partei im Reichstage geben wird, welche den Kulturkampf in dieser stets von neuem anregen möchte. Mft Rärrium
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eimra^n'^ommt^0n abgelehnte Vorlage behufs Erwerbs der Rheinnahebahn durchzudrücken. Graf Moltke soll die Vorlage als Regierungskommissar verteidigen.
au/* ®cbr- Die Aeußerungen de« Fürsten
B^snarck gegenüber den Parteiführern des Abgeordneten- Hauses haben die Frage der Nachfesston natürlich wieder
be" Bordergrund gebracht, und zwar glaubt man aus ÄS? KHn Ju dürfe", daß eine solche in sicherer AuSstckt siebe ^e»e ______VC7, VT*
Sage vor dem 27. Februar erscheinen wird. Zur Erinne- Schifffahrt neu jE. iL X ÄMSutt Ä b-uW-n .riffL: Ser
Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition b.Blatte«, sowie d.Annoncen-Bureaux von Th, Dietrich & Co. in Raffel und Hannover; Th, Dietrich in Frankfurt a.M.; Haasrusteiu & Segler in granksurt a. US., Berlin. Lcchiw, «Mn rc.; Rudolf Koffr in Lerlur, Front» furt a. M. rc.
Deutsche, Reich.
, »erlitt, 1. Februar. Das Kaiser- und das Kron» Prinzenpaar wohnten heute dem Ballfeste bei dem HauS- bei. - Nach den Vorbereitungen 'n".'K'^en, die bis ;etzt geplant sind, wird der Einzug 1 -.S-S-LLL» | ....... „
M8S£S S'£f•'jS,»'« "»4 einem einheitlichen Plane die Straßen und Tribünen Erfolae VX/h" mC^ tocll‘3et wahrscheinlichen d-k°neren. Alle Arranglments sind auf klares Wetter dieÄn ibr Ob eint Nachfesston
angelegt. Tribünen werden erbaut auf beiden Seiten des läßt sieb ^?^b"den Fruchte tragen kann. Bisher Pariser Platzes, entlang der Universität und gegenüber bei KommiM«»"« nach den Vorgängen m der betreffenden der Blücher-Statue. In den Hotels sind für ^ Festtage wttd Eb »s» -^^^ersthen, ob dies der Fall sein die meisten Zimmer seit geraumer Zeit belegt; wer von Dauer die ^on sagen, welche
°u«wartS kommend, sich ein Untettommen sichern will, beiten in MiÄu? 2" lur d-e Erledigung ihrer Ar-
darf mit Anmeldungen bei den Gasthöfen nicht länaer Mindtb»^ Wa« "ehmen wird. — Der neue Antrag
Zögern. Einer unserer ersten Maler wird den Braut-ua ^?^"dar die Organe der katholischen Partei
durch Berlin in einem '®±St,.totekun^t Wenigstens ließ die Andeutung
bringen, ebenso den Akt der kirchlichen Trauuno i» k-E rmama über die Wirkung deS letzten Antrages nichts Schloßkapelle. Zur Begrüßung des Brautpaare/ werden erwarte»" ^Ettelbar zu stellenden neuen Antrag in ihrer Gesamtheit sich einfinden der Magistrat ^und die t^on«mitt?^"^^ bandett es sich nur um ein neues Agi- Stadtverordneten, die Geistlichen Berlins an ihrer Svibe ' denn Herr Wlndthorst selber wird nach den
Präsident Dr. Hermes und der ber verschiedenen Parteien
Bruckner, die Professoren der Universität und die Aeltesten Illusion V W®erl1^ eine
der Kausmannschaft. Die Generalität und das Staats- An raaes macken S t t £ ?"^me Ministerium versammeln sich im königlichen Schlosse । ’ 9 S mat*en- ~ 3mmer lebhafter wird
der Schloßkapelle wird bie Preffe durch sechs Berichter- statter vertreten fein. Die ganze Feier regelt sich selbstverständlich nach einem festen Programme, das etwa zehn tfnt10 hnr hem 07 7.^----- ... . , . _ .0
Bestellungen für die Monate Februar und März der °
Bberhessischen Zeitung
mit deren Gratisbeilage
JUustrnte« Lonntagsblatt
bitten wir baldigst machen zu wollen.
W- Die Landpostboten nehmen auf dem Lande Bestellungen entgegen.
Die GxpeS. r. Oberh. Zettttug.
---- Zur Wirtschaftspolitik Les ReichSkaitzlers.
Wir hören mit Genugthnung, daß die Pläne des Reichskanzlers in Bezug auf die Arbeitergesetzgebung bei den hervorragenden Kräften des Volkswirtschaftsrats sehr weitgehende Billigung finden, und daß eine eingehende Beratung der- silben schon jetzt in sicherer Aussicht steht. Der Bann de« Manchestertums, welches noch vor wenigen Jahren unbedingt auf diesem Gebiete herrschte, scheint gebrochen zu sein. Es bedurfte hierzu der Anregung eines so großen Geistes und einer Autorität, wie sie Fürst Bismarck im deutschen Volke genießt. Wir begreifen sehr wohl, daß die Helden der manchesterlichen Theorie, die Herren Bamberger, LaSker Richter, Rickert und wie sie Alle heißen mögen, über dieses unerwartete Fiasko höchst erregt sind, der Versuch aber ihren Unmut darüber auf das politische Gebiet zu verlegen, dürfte denn doch an der Befriedigung deS Volkes über endliche positive Schöpfungen in der Handwerker- und Arbeiterfrage scheitern.
Nicht um deS Steuererlaffes willen, welcher allerdings — besonders als Folge der neuen Wirtschaftspolitik —
§ G/wicht Mt, sondern vorzugsweise wegen der in Aussicht stehenden wohlthätigen Neugestaltung für die Maffe des Volkes sehen wir den Wahlen, trotz aller jetzigen Wühlerei, mit Beruhigung entgegen. B
Der «tut Antrag
beö Abg. Windthorst hat einiges Befremden auch in den Reihen der konservativen Fraktion erregt. Man durfte nach den Erklärungen, welche er selbst und die ultramontanen Organe zu dem letzten Anträge desselben, wirklich annehmen, daß es demselben nur um die Notstände in der katholischen Kirche, um eine Aushülfe bei der Sakraments- erteilung zu thnn, und daß der prinzipielle Kampf gegen bte kirchliche Gesetzgebung der letzten Jahre für einen späteren Zeitpunkt Vorbehalten sei. Der jetzige Antrag aber geht direkt gegen diese Gesetzgebung vor und zwar in einem der Punkte, welche den ganzen Streit unmittelbar wieder I