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H G Nr. 86.

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Marburg, Dienstag, 1. Februar 1881.

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©er deutsche Arbeiter und das deutsche Handwerk wer-

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Freda.

Roman von Emily Eameron- putsch von August Frenzel. lAutorifirte Ucbersetzung.)

8etlix; W. Thin.eS i» «brrfeld: «. Schlotte i, Breme».

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sachkundige Urteil aus den beteiligten Kreisen voll Geltung kommen kann.

Bestellungen für die Monate Februar und Marz der

Bderhessjschen Zeitung

mit deren Gratisbeilage

Jllustrirte« Sonntagsblatt

bitten wir baldigst machen zu wollen.

W* Die Landpostboten nehmen auf dem Lande Bestellungen entgegen.

Die «xped. d. Oberh. Zeitung.

V Die Rede des Fürsten Bismarck, mit welcher derselbe den VolkSwirtschaftSrat am 27 Jan eröffnete und die wir bereits in der Sonnabends-Nummer voriger Woche mitteilten, wird zweifellos in allen jenen Kreisen, welche den bedauerlichen Rückgang in unserem volkswirtschaftlichen Leben seit längerer Zeit^voll empfanden haben, große Befriedigung Hervorrufen. DaS Zugeständnis in derselben, daß es an hoher Stelle als ein Bedürfnis anerkannt worden ist, auch die Vertreter der Landwirtschaft, des Handels und der Gewerbe, als diejenigen, welche die Wirkung der Gesetze am meisten zu empfinden haben, an geeigneter Stelle vorweg zu Worte kommen zu lasten, um der Regierung die Sachkunde aus dem praktischen Leben entgegenzubringen, dies Zugeständnis wird überall freudig begrüßt werden, weil dasselbe einen so hohen Grad von Wohlwollen für die praktische Arbeit in sich birgt ba& RUt ^inde Opposition heute noch die'

guten Ab lichten verkennen könnte, die an leitender Stelle stets mastgebend gewesen sind.

Der wichtigste Punkt in der Reoe des Fürsten-Reichs- ^nzlers scheint uns der Hinweis darauf zu sein, daß die be8m®?If8toirtf(!6aft6totS in einer

Beziehung heute noch nicht als abgeschlossen angesehen werden darf.

Daß der Volkswirtschaftsrat, formell allerdings, als der Berater der Krone Preußen auftrete, sachlich je- b?^ b"/ch s«ne Verhandlungen den größten Einfluß auf die Gestaltung der betreffenden Angelegenheit für ganz Phöben "nd $abeIt dürfte, haben wir bereits hervor- - Di-se Ansicht hat uns nicht getäuscht, denn in seiner Eröffnungsrede hob der Furst-Reichskanzler ganz besonders hervor, daß die Gemeinschaftlichkeit des deutschen Wirt- schaftSgebletes und der deutschen Wirtschaftsinteressen, wie b!e Bestlmmungen der Reichsverfaffung, wonach die wirt- schaftllche Gesetzgebung der Hauptsache nach dem Reiche zustrht,von selbst dahin führen, dieErrichtung I

M ®r nennt meinen Wunsch, die Heirat möglichst lange b»6 M hVS*1' überaus selbstsüchtigen und klagt' bif ^^S-nhnt vereiteln werde, daS HauS so vor« r beeten. Kurzum, ich vermute zwar, Du wirst IjS? ^abe «ngewilligt und mein Hoch.

QUL?cn vrerundzwanzigsten Oktober bestimutt. § der achtundzwanzigste August! Eigentlich besteht I« auch für eine Verzögerung kein Grund. Nachdem ich mich einmal entschlossen habe Mr. CurtiuS zu heiraten, wäre es nicht Recht, nun deswegen Unmut zu zeigen.

sehr vergnügt; natürlich ist tB eittÄS Aw ehmlichkeit für den alten Mann, vor Eintritt des Edington eingerichtet zu sein; und, o Bella, Bös- fa0e? ^re dich, ich höre all' daS

2*? »Sr! W mir s°Sst; aber ich bitte Dich, meine JCJ' komme zu meiner Hochzeit; ich werde Deiner ! Jt$)r lebr^n:. Bedenke, daß ich nicht anders kann; ich hoffe auch, daß ich glücklich werde nach und nach. Schreibe «.versichere mich, daß Du nicht schlecht von mir denkst itnh lasse mich hoffen, daß ich Dich hier haben werde, um mir beizustehen. 1

Deine treue Freundin

Mit umgehender Post erhiett ich folgende Antw Sri- "jo Deiner Hochzeit, Freda, werde ich nicht kommen

Jeh habe keinen Ausdruck dafür, für wie schlecht ich e« halte, daß Du einem Manne Deine Hand reichst, den Du zu lieben nicht einmal vorgiebst; und waS Deinen Vater betrifft nun es ist bester, wenn ich nicht saae wa« ick von ihm denke. Nichts könnte mich bewein ^züg^en zu sei«! Ich bin keineswegs eine unpraktische Nattir, welche die Annehmlichkeiten des Leben? nicht zu schätzen weiß

7. Kapitel.

Das erste Scharmützel.

Einige Tage später schrieb ich folgenden Brief an Vella: Meine liebste Bella!

..r "^erba Dinge haben sich ereignet; am Dienstag ^a und ich nach Eddington, um dort eine ganze Woche zu bleiben. Eddington-HouS wird sich mit Gästen r$aI1 toitb stattfinden, bei welchem MrS. Featherstone die Honneurs macht. Ich kann sie nicht leiden! Sie ist zwar eine hübsche Erscheinung und gilt als sehr liebenswürdig; aber, so thöricht dies klingen mag, ich habe eine unerklärliche Antipathie gegen ste, und solche besteht sicher gegenseitig. Ungeachtet dessen gehe ich doch nicht ungern nach Eddington, es wird eine Abwechslung sein unb jebe Veränderung, welche die Einförmigkeit von Slop- perton unterbricht, ist mir willkommen. Nach unserer Rückkehr werde ich Dir schreiben und über unseren Besuch Bericht erstatten.

-.-.Dies ist jedoch keineswegs das einzige, was ich Dir ri«StIen Mr. CurtiuS fragte mich gestern, ob ich nnwilllgen wolle, ihn schon Ende Oktober zu heiraten, statt neuen Jahre zu warten. Der Grund ist nämlich £2 b.e'd-, .er und Papa, gerne schon vor Eintritt des Winters emgenchtet sein möchten. Zudem ist unser Haus- a hnden ffClen' um Papa zu sagen, daß sich ein Mieter

^t der bereit ist, in unsere Mietverpflichtungen baben kann h nn 'v b«S Haus schon zum 1. November Aniän/tick ' ble Jagdzeit zu benutzen wünscht,

^"^nglich erschrack uh und wollte nichts davon hören; ffinL»0«0 a0tf'^ e8 Unrecht von mir sei, gering- E-r Z',"° unb M S-h-,L

eines Volkswirtschaftsrats für da« deutsche Reich in. Auge zu fassen

.. DaS gesamte Reich hat vielleicht bald die Aussicht, fein,rTJ;e\femCt. Landwirtschaft, seines Handels und seiner Gewerbe zu einer Körperschaft einberufen zu sehen, die ein gewichtiges Wort bezüglich der wirtschaftlichen Ge- N^im Deustchen Reiche in die Waage zu legen

Die angekündigten beiden Gesetzentwürfe, welche »op ^Ä?M ^°?7'"^ustsrat unterbreitet werden, sind von gleicher Wichtigkeit; der eine über die Neugestaltung des JnnungswesenS wird in den Kreisen des Deutschen Hand- üb? hTVT Geuugthuung begrüßt werden, der andere, über die Versicherung von Arbeitern gegen Unfälle, nicht minder ut den Arbeiterkretsen. °

Die konservative Partei und deren Vertreter im ReichS- tage haben seit Jahren daS Wort dafür erhoben, daß in tneser Beziehung endlich etwas Dnrchgreifendes geschehen müsse, und wenn wir heute von den erwähnten beiden Ge- bKbiÄ ^Unbe ??en' fo dürfen wir mit Befriedigung blj; Dhatsache hervorheben, daß ohne das rastlose Streben und die unermüdliche Arbeit der Konservattven wir uns schwerlich bezüglich unserer Wirtschaftspolitik bereits auf einnehuwi^^^"^ 6cfiltben würden, den wir gegenwärtig

u b'es, wenn der berückende Sirenengesang des verführerischen Fortschritts wieder an das Ohr der Ar- damtt ^Sgt, hinreichend erkannt werden,

damit durch dre Wahlen auch tn den Parlamenten künftig trrie^ibr?7'M^für das Wohl des Volkes beseelte Ver- ^ererihren Platz einnehmen können, an Stelle einer verneint"^"' 210,8 Wlt Obett Kommende einfach

» « Deutsche» Reich.

&KA 1 ^anuar" DaS Hochzeitsgeschenk der preu­ßischen Städte für den Prinzen Wilhelm, eine Reihe stl- Prachtgeräte^ für die fürstliche Tafel, an welchen namhafte Künstler fett mehr als einem Monat arbeiten totrb dem pnnzlichen Paare nicht sofort nach der Hochzeit überreicht werden können, da die Ausführung, welche sach­gemäß eine Beschleunigung der Arbeit nicht gestattet, noch Zj'Ee Zeit über den als Hochzeitstag bestimmten Termin Anspruch nehmen wird. Um die Einheitlichkeit deS Geschenkes nicht zu stören, wird man wahrscheinlich ^ch^davon^abftant) nehmen, einzelne Stücke, die bereits

M Anzeigen nimmt entgegen: , J* die Expedition d.vlatte«, sowie b.Annoneen-Bureaur von Tb. Dietrich & So. in

Äoffel und Hannover; Th, Dietrich in Frankfutt a.M.; Haasenstein & Bögler in Kramfnrt a. M., Berlin, L-ipziz, Eöln rc.; Rudolf Bisffe in Berlin, gtani, htrt e. M. rc.

XVI. )lchrgaig

Anzeigen nimmt! entgegen «e Expedition d.vlattt. Jonne d. Annoncen-Buremlx Jon E. L- Daube LSo.iu Frankfurt a-M; JLgerffche Buchhandlung bafeöfL Hermann'sche vuchhaudl. daselbst; Juvaltdenvani in

Suchdruckerei) bezogen AchmReiche?^ Matt'ü0PK^^BestÄ'bLb''?^^^ SountagStzlutt" durch die Expedition (Äoch'sche

gfle in der Expedition zu erthrilende Sunftlnd" * die gespaftene K

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br« «um Hochzeitstage vollendet sein werden, an diesem ! Tag- zu übergeben, und sich darauf beschränken, in Mo­dellen und Zeichnungen die in der Arbeit befindlichen Pracht- gerate vorzulegen. Der zweite derjenigen Gesetzentwürfe, welche dem VolkSwirtschaftSrat vorgelegt werden sollen, ist bekanntlich seitens des Reichskanzlers im Auftrage des M8 b<mh Bundesrate zur Beschlußfassung übergeben. ®8 d-eS der Entwurf eines Gesetzes, betr. Abänderung der Gewerbeordnung und zwar der §§ 97104 über das Jnnmigswesen. Aufgabe der neuen Innung ist: Pflege des Gemeingeistes, Stärkung der StandeSehn, Fördmlng emeS gedeihlichen Verhältnisses zwischen Meister und Gtt ftllen, Regelung des Lehrlingswesens, Entscheidungen von Streitigkeiten. § 97a. bestimmt, daß die Innungen ihre Wirksamkeit auch ausdehnen können auf Fachschulen für Lehrlinge, Einrichtungen zur Förderung der gewerblichen und technischen Ausbildung der Meister und Gesellen, Ge- sellen- und Meisterprüfungen zu veranstalten, Fördemng des Gewerbebetriebes der JnnungSmitglieder, Kasten zu errichten zur Unterstützung der JnnungSmitglieder, Schied«- ^-cht-.zu errichten. § 98 handelt über die Abgrenzung

98? über'vi^ZE"g, 8 98a. über das JnnungSstatut? X98; über die Genehmigung des JnnungSstatutS, § 98c' über Nebenstatuten, § 99 Erwerb von Grundstücken, 1100 über die Aufnahme von Jnnung-mitgliedern, § 100a über d-n sich, wem, si, I l'ft" S.100;- bi- sri-b-gnich!.

daß die konservative Partei für bereit raLi !^Cn IM/ u. s. w. Vorstehendes bildet Artikel 1 der Vorlage Ar.

ist uub « ba£ .br-Ä A LL Si! 2 W b-°- bet §§ 148 u«b 149 b"

faAfittthift, iM.ii .... v... , 7 -.7.'p unmehr das ordnung andere Bestimmungen, welche die Straffälligkeit

betreff«^ m Kraft. Artikel 3 bestimmt: Die bei Erlaß dieses Gesetzes bestehenden Innungen, welche bis zum Ab- ÄhJT'Ä 'S" .®'*8 bm SestiLu»^ beS arttfel 1 entsprechend nicht umgestaltet haben, können durch die Centralbehörde ausgefordrrt werden, die Umge­staltung binnen einer bestimmten Frist zu bewirken ® Esührtiche B-grünbw/witft ,t-,7hL-»b die Notwendigkeit einer anderweitm Regelung dieser Frage nach und giebt alsdann erläuternde Bemer« kungcn zu jedem einzelnen Paragraphen. Der Abaeord« wurfe?^ ^gUdthorst hat heute in Form eines Gesetzent- Wurfes den Antrag erngebracht, das Gesetz, betreffend die Einstellung von Leistungen an katholische Geistliche das ^nannte Sperrgesetz aufzuheben. Freiherr von weil bi? rv ., Fraktton aus,

toed die Abstimmung der Fraktion über den dauernden Steuererlaß semen Anschauungen nicht entspreche.

Das gestern hier gefeierte 50jährige ®ienftjubiI5um des Kirchenrats Professors Dr. theol et mnrtpu Ci.hI, ... 5 , "l^t anders zu er»

warten ftanb, zu einer großartigen Ovation, da der Jubllar taft sein ganzes Leben lang unserer Stadt angehört Gestern vor 50 Jahren wurde er als AdjunktuS Ministeri

l Fortsetzung.)

Du hast die unvernünftigsten Einfälle von allen Wei- x ' b,lC mtr ncclr,e ^Or31u9en gekommen sind! Dich nicht mögen! Was willst Du damit sagen? Sie sprach so un- verhohlen ihre Bewunderung für Dich aus, als wir vor dem Frühstück un Garten promenierten, ich versichere Dich Sie meinte, welch ein glücklicher Mensch doch George sei und versicherte mich, daß sie sich selbst ganz in Dich verliebt habe. Das waren ihre eigenen Worte."

Ich mußte lachen.Mein liebster Vater, in dem schmutzigen Kleide 1 Bitte erinnere Dich, wie ich auSsab! Site fonneft Du übrigens so grausam sein, sie in die Bibliothek zu bringen, da Du doch wußest, daß ich dort mit dem Abftauben der Bücher beschäftigt fei? DaS war zu arg von Dir, Papa!"

Liebes Kind, waS war denn dabei? Ich bin überzeugt, Du hast ganz gut ausgesehen gewiß, wie immer. Was war denn da nicht in Ordnung an Dir?"

»Alles; ich war ja so schwarz wie ein Moor!" ant* wertete ich lachend.

J - Sun4 lae ru sagen, Freda. Das hat ja

Niemand bemerkt, ,ch versichere Dich. Mrs. Featherstone War sehr eingenommen von Dir und ich freue mich ganz mifätecen, ba{j Du eine solche Schwägerin bekommst. Du hast bisher allzuviel mit alten Männern gelebt und «ne Freundin, wie MrS. Feacherstone, wird für die Folge «n wahrer Segen für Dich fein.

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