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Marburg, Donnerstag, 27. Januar 1881.

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Aufsicht zu führen habe, er also nur in zEer S al« Vorsitzender des Ausschusses in Betracht komme.

Da« spricht im Allgemeinen gegen die vom Abgeord­netenhause beliebte Abweichung von der Regierungsvorlage. SJ ?ktlrnJlt0Cn.bc ?^ahr wird hier in Nassau um so abweststÄ'ch^' ? .bie Verwaltung der Gemeinden, Ä“ St.1’ÄÄ1^ ’Ä I £ »'»" »w-« «6 He

Semeraeen erfreuen, eine weit schwiechere, rom»üd«tete f S'”''?”’"?“11“"8 M"” f»”™- tfc und weil hier in der seither gehandhabten, sehr pünkt- ?u^"t„^taat-aufstcht über die Verwaltung der Gemeinden Ä“ bettU Rechnungswesen, die Garantie für Erhaltung des Gemelnbevermögens und Gemeindewohlstandes gefunden ^L. ^ie sähe eS in vielen unserer Gemeinden aus, wenn nicht die Prüfung der Gemeinderechnungen eine so sorg­fältige gewesen wäre. ' 18

in seiner Rede ganz richtig hervorgehoben hat. Und da sind wir doch mit ihm einverstanden, daß eS schwer halten wurde, m allen Kreisen — einzelne Ausnahmen geben wir zu eine Auswahl von Männern zu finden, welche ge- neigt und im Stande wären, so viel Zeit im Dienste der ^bsts--rwaltung aufzuwenden, als erforderlich werden wird, um diese Arbeit neben den andern auch nicht gering iu a^tatoen, zeitraubenden Arbeiten des KreisauSschuffeS zu

„Du thust ja sehr geheimnisvoll, Papal Was betrifft denn die mysteriöse Botschaft?" "

=tr,h?“ttiUf b?°?lichtigt dir eine große Ehre anzuthun, Freda — eine sehr große Ehre." *

»Das ist sehr gütig von ihm."

„Er wünscht dich nämlich zu seiner Frau zu machen." „Zu seiner Frau? Michl Papa, du mußt träumenI" „Keineswegs, mein Kind; so außerordentliche« ist .Allerdings besteht eine große AlterSver- schledenhelt zwischen euch — aber um so größer ist das Kompliment für Dich; es ist ein großes Kompliment von einem Manne feines Verstände« und feiner Kenntnisse Zenn er in feinen Forschungen auch nicht immer ganz gründlich ist, vielleicht etwas übereifrig; aber dennoch, uÄ sagte, von einem Manne seiner Gelehrsamkeit einem Machen gegenüber, wie du, da kannst du dich sehr ge- schmeichelt fühlen." w 19 9

das ist gar nicht möglich — ganz un- moguch!

. .."Run, mein Kind, zwingen will ich dich nicht; aber eittschewe nicht, voreilig — erwäge jede Sache von Bedeu- £”9 reiflich in deinem Geiste — jetzt brauchst du über- fdne Antwort zu geben; ich will nur, daß du bad und „contra“ dir klar machen sollst.

Ma, er fragt nicht im geringsten nach mir." „ ^ „„si.S°nz im Irrtum, Freda. Er sagte mir, daß er dich für eines der best' erzogenen jungen Mädchen hält, denen er je begegne! ist und bewundert dich persönlich sehr.

berühr Mutter Schönheit und er weiß das zu schätzew Uebngenö sagte ich ihm, daß die Vorteile nicht lediglich auf deiner Seite feieL und dem stimmte er zu — vollkommen. Urbnzen« ist Morge Curiiu« der nobelste

«. uun die Staatsaufsicht über die Gemeinden dem «retSauSsLuffe übertragen wird, gehen alle die Funktionen, welche früher von der Rechenkammer, jetzt von Königl Regierung, von den Landräten und Aemtern bezüglich des GemelnberechnungSwesenS geübt sind, auf den K>ei«auS- schuß über, wie die« der Herr Abgeordnete Schreiber

Kreba.

Roman von Cmily Samerin.

Deutsch von August Frenzrl.

(Autonsirte Uebersetzung.) iFottsetzung.)

In diesem Zimmer hatten mein Vater und Mr. Cuttiu» belnahe täglich über den staubigen Folianten gelehrte Aus­einandersetzungen und Beratungen, während ich dabei saß und zuhörte. Sie schrieben gemeinsam ein Buch — eine Art Encyklopädie aller über wisienschaflliche Gegenstände F geschriebenen Bücher. Und jeden Tag kam entweder Mr. CurtiuS von Eddingto« nach Slopperton oder mein Vater schleppte sich nach Eddington hinüber. Das war vier Meilen entfernt von un«; und diese vier Meilen staubig in der Hitze, schutzlos bei Regenwetter und bitter kalt bei Schneegestöber oder Sturm waren die hauptsäch- lichste Ursache meiner Verlobung mit George Curtius «S kam dies in folgender Weise: die beiden gelehrten Herren wurden alt und jene vier Meilen für jeden täglich eine größere Last. Mein Vater spürte dies am meisten bei kaltem — Mr. Curtius bei heißem Wetter. Eines Tages steckten sie die Köpfe zusammen und da« Resultat ihres Uebereinkommen« wurde mir von Papa denselben Abend noch, als wir bei dem Essen traulich zusammen saßen, mitgeteilt.

„Meine liebe Freda, Freund Eurtiu« hat mir eine Botschaft an dich aufgetragen."

r '/®n ""eh, Papa?" Er war ja diesen Nachmittag selbst hier." 0

»3° i Kind; et sprach heute Nachmittag mit mir darüber--"

legen^eit aufmerksam gemacht und die kurzen Worte de« Herrn Petri mitgeteilt hat, glauben wir hier aZ die für

V^rk allerdings sehr bedeutungsvolle Frage e^aS näher eingehen zu dürfen, um zu prüfen, ob die Abgeordneten Schreiber, der ans längerer Tätigkeit die Verhältnisse^ des Bezirks wohl hinreichend kennen kann, um mitreden ru auch wenn er kein geborener Nassauer ist, die ausge­sprochene Ansicht begründet sei, und ob eS wünschenswert bC,L^r:ieau8 (bu^ obcr ben Landrat als Auf- sichtSlnstanz hier im Bezirk zu bestellen.

Nach den Erfahrungen, welche man in den östlichen $romnjen nut ber Bestellung des KreiSauSschusseS -als Lltth- Aufsichtsbehörde für die Gemeindeverwaltungen nach den von Vertretern dieser Provinzen gemachten Be- ^ekungen g-sammelt hat, ist die Aufsicht in den meisten ff' "echt von dem Kollegium des KreiSauS- e7 n • ^.nbetn Con dem Landrate auSgeübt, weil ein Überhaupt ein Aufsicht nicht recht ausüben kann, die« vielmehr Sache einer Person ist.

h. Die Bestellung des Landrats al« Aufsichtsbehörde über die Lanbgemeinden wurde daher ganz allgemein der Wirk- entsprochen haben. Die Bestellung des Kreisans- dagegen bleibt ein toter Buchstabe und hat dazu 1 r,eJinctn tr59cn lässigen Landrate, der

I *•*« brr ihrm a werben soll, bie »Mmtrit erjffnet S, VS l’9'1.“8" Abwesenheit erwägt aussckust 111 ,.„k f ■ oitr . den Kreis- | ftzunktionen eines XfreiSnitSfA.rf.

SS L”E’ WM damit ,u ,,d

»SS. .""dl- früher hier im Lande in der Seihst. Verwaltung, d^h. also auf den Kreistagen in den AmtS- S ^ehäsiengerichten u. f. w. thätigen Leute näher / 1° J™b " t®ir' daß sie tn überaus überwiegender Zahl, befi^ he^'esigen Bezirkes, dem Großgmnd-

besitz fremd ist, entsprechend zu den Oekonomen gehören, SrtLftitOUn0xnk ^nn sie ihr Gut mit Vorteil be-

babCtf .b^tehen wollen, selbst Hand anzu- ^gen, se bstthatig zu sein bei der Ackerbestellung und Ernte, ^"omen dieser Pflicht getreulich nachkommen, gereicht ihnen zu großem Ruhme. — Man wird aber iu« gefeen müssen, daß diese Grundbesitzer nicht ohne große Be- nachteilt0ung mehr Zeit im Dienste der Selbstverwaltung "iS sitzt schon von ihnen gefordert wird, J1"2Jcfie m btm Ersatz der baaren Auslagen oder auch ^rUf"9r?Oni.mä6it0en Diäten keinen Ersatz für den Nachteil erhalten, der ihren Wirtschaften auS häufiger, ' »|J- Zur Uebernahme der

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äur Arbeit an der Staatsverwaltung herangezoMi soll, daß die Teilnahme an dessen Geschäften «64 ^'Mckt"m^Nn"^^Ertschaft ermöglicht Me^kann. ,, < llnrecht kann man daher wohl sagen, es fehle $er," 9?a^au "" den Elementen, um die KreiSauSschüffe Li'"',.®"'" btcfd?-etn °uch die Staatsaufsicht über die fihn- "" '"77“ Ein abfälliges Urteil

fciiar 56 0 *?0 ""^rer Bevölkerung liegt hierin in

Pl' k?umaI weiltl man dabei betont, daß die Ele­mente vorhanden, nm die Kreisausschüsse die Menge der k "ahrnehmen zu lassen, welche ihnen als Be- Unb- Verwaltungsgericht nach den neuen Ber- waltungsgesetzen übertragen werden sollen. Diese sind so mannigfacher Art und setzen eine so vielseitige Kenntnis beL®^e.unbunbefangenes Urteil voraus, daß hlr ÄrJt0fnt ?c0.r„.bem Vorwurfe, über die Befähigung bet Bevölkerung abfällig zu urteilen, sicher fühlen kann “enn "}an Setö°r^ebt, wie Herr Abgeordneter Schreiber das gethan hat, daß die Kreisausschüsse zur Uebernahme dieser Funktionen im Stande sein würden Kür diese leb- »»sich! fprnhm bi- Ersahrungrn, wstch-L hstr K

•?a"n ~ tzadr, daß er in seinen Forschungen mitunter 'troat."&eTeiIt ist. Jedoch das ist für eine Frau ja nicht ?<*nn?,?'US0/ to?f rre ^ch ja mit wissenschaftlichen For­schungen nicht zu befassen hat; das gehört nicht zu ihrer R°I», irab b;«6aib st', d-rn^ch Ä £ Aitj unb gid, grebn, man alter getane ist. wie ich No« f*8te, sehr für dich eingenommen und wünscht dich )U pcitdicn, • fc^on —— rotflen — hin 1 —— pttipr Nachkommensthaft. Er würde dir gewiß ein sehr gütiger und nachsichtiger Gatte fein." 5 ’9 0 “0tr

„Aber, Papa!" rief ich aus, sobald ich mich von dem Ei siauuen erholte, in welche« diese ganz unerwartete Er- öftnung mich versetzt hatte.

„Warte einen Augenblick, liebes Kind", unterbrach mich m«n Vater, „ich wünsche nur, dir die Sache im rechtm Lichte zu zeigen. Du wirst einsehen, daß auch dieses stete Hm- und Herwandern sehr unangenehm ist. Würdest du auf seinen Antrag eingehen, so wünschte er, daß ich dann auch mtt nach Eddington hinüber ziehe und dann würde ich natürlich weder Sorgen mit dem Haushalt, noch mit den Ausgaben mehr haben. Für dich wäre glänzend ge­sorgt und frei von alle dem, was mich jetzt bedrückt, könnte ich mich ganz und gar meinen Studien widmen, von memem Schwiegersohn könnte ich ohne Bedenken annehmen wa« ich von meinem Freunde annehmen kann; ich wäre ihm m keiner Weise verpflichtet, weil ja überdies alles im Interesse unserer gemeinsamen Arbeit, unseres Wörter­buches geschieht."

„Also soll ich chatsächlich diesem Buche geopfert werden'" rtef ich erbittert au«. ö

»Ich weiß nicht, was du unter „geopfert" verstehst Freda: du sprichst ganz undankbar. ES bietet sich ctr

urg 44.

880.

L ™ Bestellungen für die Monate Februar und 6 März der

Sverhessischen Zeitung

[ mit deren Gratisbeilage

f ZUustrirte» Lonntagsblatt

y bitten wir baldigst machen zu wollen.

» WB** Die Landpostboten nehmen auf dem | Lande Bestellungen entgegen.

ß__Die Expor. d. vberh. Zeitung.

8 Die Aufsicht über die Verwaltung der Gemeinden (tu Nassau durch deu «reiSausschvtz.

(Aus der „Wiesbadener Zeitung.")

In dem Entwürfe des ZuständigkeitSgefetzeS, dessen Beratung unlängst im Abgeordnetenhause beendigt ist, war I S Aussichtsbehörde über die Verwaltung der Gemeinden ar ^t’rCrQt vorgesehen. Dem entgegen wurde von der Kommission beantragt, dem KreiSauSschusse die Aufsicht über die Verwaltung der Landgemeinden zu übertragen. mu. Ä^r diese Frage im Abgeordnetenhause geführten lebhaften Debatte, in welcher sich die Konservativen ent» Wieben gegen diese Belastung des KreiSauSschusseS mit den Geschäften, welche die Aufsicht über die Gemeindeverwaltung mit sich bringen müsse, aussprachen, beteiligte sich u. A. aiW der Herr Abgeordnete Schreiber und wies darauf hin daß namentlich auch in Nassau die Elemente fehlten, welche notwendig seien, um die Kreisausschüsse dort so zu f„bem J^-JlLncbetl ben schwierigen Arbeiten, welche sie als Beschlutzbehörde und Verwaltungsgericht nach den wei­teren Bestimmungen des Gesetzes übernehmen müßten, und zu deren Uebernahme sie vollständig im Stande sein wür- den, auch noch die Funktionen der Aufsichtsbehörde über die Gemeindeverwaltung ausüben könnten. Der Herr Abg. Schreiber wies, nach dem un« vorliegenden stenographischen Benchte hierbei darauf hin, daß bei der Aufsicht über die GewEeverwaltung der Schwerpunkt in der Ueberwachnng liege, — Rechnungsabnahme, Etats- Ausstellung —, und es nicht wohl thunlich fei, die seither bon der Regierung geleistete Arbeit der Rechnungsprüfung den KretSauöschüssen zu übertragen. “ F 0

®ei der Beratung eines späteren Paragraphen dieses Gesetze« bezeichnete der Herr Abgeordnete Petri die Be­merkungen des Herrn Abgeordneten Schreiber al« ein abfälliges Urteil über die Befähigung der Bevölkerung in Hessen-Nassau. .

Nachdem der „Rheinische Kurier' in Nr. 18, 2. Aus­gabe, in einer Korrespondenz von Berlin auf diese Ange- ~ ^TTiiTiTTi III Ul .U I I

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