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Krrshiri.

Aus Ostafrika kommt die erfreuliche Mitteilung, daß der Anführer des Aufstandes in unserem dor- ttgcn Schutzgebiet, der berüchtigte Sklavenhändler Bushiri, einer fliegenden Kolonne der Wißmannfchen Truppe unter Leutnant Schmid in die Hände ge­fallen ist und nach Urteil eines Kriegsgerichts sofort erschossen ist. Bushiri war bis zum vorigen Jahre nur Sklavenhändler gewesen, und sein ganzes Ein- k kommen beruhte auf dem Handel mit Schwarzen. »Als daher von der deutschen Verwaltung offene Schritte gegen die Sklavenausfuhr getroffen wurden, fühlte sich Bushiri in seinemHeiligsten' gekränkt und wiegelte die Bevölkerung zur Erhebung gegen ibte Deutschen auf. Das bekanntlich nicht ganz kluge Verhalten einiger Beamten der deutschen

(Nachdruck verboten.)

Lose.

Roman von I. von Werth.

(Fortsetzung.)

Haar und Hautfarbe wäre» von dem gleichen hellen Graubraun. Unter einer breiten, eckigen Stirn setzte die große, schmale, hartgebogene Nase an. Die Bongen waren eingefallen. Die festgeschloffeueu schmalen Lippen ließen trotz deS Bartes, der sie in Henri-quatre-ait vmgab, Linieu sehen, welche von Leide» nud Kampf erzählten. Schädel und Nacken baren groß nud charaktervoll gebildet, aber es war «u dem ganzen Kopf kein weicher, schöner Zug aus- Pfindeu.

Rose staub sprachlos. Sie hatte mit dem Namen Johannes Löben ein Bild verbunden nnd unbewußt »ar es daS eines JobavneskopfeS gewesen. Weich herabfallendeS braunes Haar; in dem bartlosen Gesicht xm deu Mund einen Zug des Leidens und ergebenes Dulden in de» schwermütigen, bravnen Angen.

»Ist Siguora Soffredi schon fort?' fragte der ionsnl in Mailänder Mundart, da er glaubte, ein Diener sei eiugetreteu.

Wenn die Dame iu dem dunkelroteu Atlaskleide Siguora Goffredi war, dann jo.'g£ » tz*

Bei dem weichen Klang dieser fremde» Stimme X»b den deutschen Laute» wandte der Frager sich 8to. Dann maßen die Beide» sich minutenlang mit erstaunte» Blicke». W

»Ja, fiud Sie de»u aber Fräulein Ternoff?' fragte JohauueS.

»Und Sie, Sie fiud Herr Löben, Herr Konsnl Loben?' gab Rose die Frage zurück.

, »Aber wein Gott, Sie find ja noch so entsetzlich rag.*

»Und Sie find noch gar nicht alt*, rief Rose hiebet.

»Ja haben Sie denn erwartet, einen Greis in Air zu finbeu?*

MechM MMg.

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham. Illustriertes Souutagsblatt.

Expedition: Markt 81. Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Ang. Koch.

Jt° 297.

Erscheint.' täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2*/t SRI., der den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exfl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Donnerstag, 19. Dezember 1889.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler in Frankfurt a. M., Eaffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf Moffe in Frankfurt a. M., Berlin,München u. Köln; ®. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

XXIV. Jahrgang.

Erstes Blatt.

Unsere verehrten Abonnenten bei der Post ersuchm wir freundlichst ihre Be­stellung für das erste Quartal 1890 auf die Oberhesfische Zeitung mit ihren Gratisbeilagen Kreisblatt

für die Kreise Marburg und Kirchhain und

Ittustriertes Souutagsblatt baldigst machen zu wollen.

Der Nr. 1 wird ein schöner Wand- «nd Notizkalender für 1890 gratis bei­gefügt. Für den erzählenden Teil unseres Blattes haben wir das Abdrucksrecht des höchst spannenden Romans

Eine vornehme Frau von Hermann Heiburg, Mitarbeiter desDaheim" und anderer Blätter erworben und wird derselbe nach Beendigung der gegenwärtigen Erzählung M Abdruck kommen.

Kolomalgesellschaft unterstützte feine Pläne und in kurzer Zeit waren die deutschen Verwaltungen aus allen Küstenstationen, mit Ausnahme von Bagamoyo und Dar-es-salaam, Vertrieben. In der Verteidi­gung ihrer Stationen gegen die Angriffe der Araber und Neger wurde» eine Anzahl deutscher Beamten getötet, die Plantagen wurden verwüstet, mehrere Missionen überfallen. Diese Erfolge brachten Bu- shiri allgemeinen Zulauf, er griff nun auch Baga­moyo und Dar-es-Salaam mit seinen Räuberscharen .an, konnte aber die befestigten deutschen Stationen nicht erobern. Hingegen wurden die Städte gründ­lich von ihm geplündert und dann niedergebrannt. Lebhafte Kämpfe fanden besonders bei Bagamoyo statt und wiederholt mußten unsere Matrosen landen, um die Araber zurückzuwerfen. Das gelang auch, aber zu einer umfassenden Operation am Lande sollten die Seeleute nicht verwendet werden, und so blieb Herr Buschiri ein paar Meilen von Bagamoyo entfernt, gemütlich in einer verschanzten Stellung von dort seine Raubzüge unternehmend. Die Dinge änderten sich erst, als Major Wißmann mit seiner Schutztruppe in Ostafrika eintraf. Der Reichskom- misiar knüpfte mit dem Araber Unterhandlungen an, aber dieser forderte höhnisch die Freigabe des Sklaven­handels, ließ gefangene Eingeborene, welche die Deutschen unterstützt hatten, in grausamster Weise verstümmeln und setzte seine Raubzüge fort. Wiß- man setzte nun einen Preis auf Buschiri's Kopf, griff fein Lager an und eroberte eS nach hartem Kampfe. Mit diesem Tage war der Stern des Aufstandführers gesunken. Er wandte sich nachdem Innern, während Wißmann die übrigen Küstenstädte des nördlichen Teiles des Schutzgebietes eroberte und zugleich durch kluges Verhalten viele Emge- borere gewann. Buschiri überfiel, um Revanche für seine Niederlage zu nehmen, die deutsche Sta­tion Mpuopua und schnitt dem gefangenen Beamten Nielien mit eigener Hand die Kehle durch. Aber trotz dieser Blutthat schmolz die Zahl seiner An­hänger, denen er keinen Raub mehr bieten konnte, mehr und mehr zusammen und Major Wißmann» Zug noch Mpuopua rief immer mehr Eingeborene zu den Waffen gegen Bushiris Räuberhausen. Es gelang ihm aber doch noch, den Stamm der Mafili für sich zu gewinnen und mit mehreren tausend Kriegern rückte er auf Bagamoyo vor. Leutnant von Gravenreuth, der Befehlshaber dieser Stadt, ging Bushiri entgegen und schlug diesen vollständig. Die Mafiti verliefen sich und wurden meist von den Eingeborenen erschlagen. Der Rebellenführer streifte

Sie schlug die äugen nieder. »Das nicht gerade aber doch so ganz anders.' Als fürchte sie schon zuviel gesagt zu haben, fragte fie bann schnell: »Hat Professor Groner Sie denn nicht über mein Alter uub alles Nötige unterrichtet?*

»Nein, nicht im Geriugfteu. Er schrieb mir nur baß Fräulein Ternoff ein liebes, vortreffliches Mädchen fei, das bereits einige Jahre ben Haushalt bet Freiiu vom Stein geführt habe; baß genanntes Fräulein sich stets der Liebe aller Kinber zu erfreuen gehabt mit denen es nur in Berührung gekommen; endlich daß Fräulein Ternoff durch den plötzlichen Tod der Freiiu in der Welt allein stehe und deshalb gern auf die Stellung in meinem Haufe reflektieren würde. Und ihr eigener Brief nun bet stimmte in ben Angaben mit dem des Herrn Professors überein, ohne näher auf Ihre Person oder Ihre Verhältnisse ein- zugehen. Sie machten keine große Versprechungen Sie schrieben einfach: »Ich will thun, was in meinen Kräften steht.' Das gefiel mir. Ich weiß nur zu gut, daß von großen Versprechungen selten auch nur der kleinste Teil gehalten wird. Jetzt sehe ich freilich ein, daß ich mich nicht so gänzlich auf die Empfehlungen jenes Professors hätte verlassen solle». Ich hatte eine Dame in gesetztem Alter in Ihnen erwartet.*

»Ich bin auch wirklich nicht mehr jung*, entgegnete Rose und legte beteuernd die Hand auf das Herz.

Der Ton klang leicht irouisch, als Johannes Löben nun sagte: »So verraten Sie mir doch einmal, wie alt Sie find.*

»Zwanzig Jahre und und vier Wochen*, setzte fie sckuell hinzu, nm doch etwas mehr sagen zu können.

»Ja freilich, wenn Sie bereits zwanzig Jahre und vier Wochen zähle»*, wiederholte er spöttisch, »wird man Sie wohl nicht mehr jung neunen dürfe».'

Dieser Spott überwand die Verlegenheit des jungen Mädchens. Sie schaute voll und klar zn ihm ans und sagte ruhig mit ihrer klangvollen Stimme: »Man sagt, Kriegsjahre zähle« doppelt. Ich habe

nun mit einem kleinen Haufen durch die Landschaft, wurde aber von einer deutschen Kolonne unter Leutnant Schmidt angegriffen und von neuem ge­schlagen, bis er nun von diesem Offizier des Reichs­kommissars bei Pangani gefangen und seinem Ches überbracht ist. Damit dürfte auch der Aufstand beendet sein, dessen einziger Führer Bushiri war. Beliebt war dieser bei seinen Stammesgenoffen nie, nur wegen seiner blutigen Grausamkeit gefürchtet; als er keine Vorteile mehr zu bieten hatte, ließen feine Leute ihn im Stich und gingen zum erheblichen Teil zu Wißmann über. Daß Busheri wegen feiner zum nicht geringen Teil persönlich ausgeübter Gräuelthaten den Strick reichlich verdient hat, ist außer aller Frage. Anzunehmen ist auf jeden Fall, daß mit der Festnahme des Arabers für die Beruhigung von Deutsch-Ostafrika ein wesentlicher Schritt vorwärts gethan, es ist niemand vorhanden, welcher Bushiris Nachfolger werden könnte. Der Anführer des Aus­standes hat sehr erhebliche Energie entwickelt und sich als ein verschlossener Mensch gezeigt. Nach seiner Arretierung wird auch der Süden des deut­schen Schutzgebietes dem Reichskommisiar schwerlich viel mehr zu schaffen machen. Dort sind in den Küstenplätzen wohl wilde Horden, aber es ist kein Mensch da, der einen planmäßigen Widerstand zu organisieren imstande wäre.

Deutsches Keich.

Berlin, 17. Dezbr. Der Kaiser ist gestern abend um 11'/, Uhr wohlbehalten im neuen Palais wieder eingetroffen. Der Kaiser empfängt heute den Abgeordneten Dr. Hammacher zum Berichte über die Streikbewegung. Der geschäftsführende Ausschuß für das Kaiser- Wilhelm-Denkmal auf dem Kyffhäuser, das von den deutschen Kriegerverbänden errichtet wird, hat mehrere photographische Auf­nahmen deS Kyffhäusergebirges, sowie auch eine genaue Situationsaufnahme des Bergplateaus fertigen lassen, welche in Abdrücken den an der Konkurrenz sich beteiligenden Künstlern unentgeltlich zur Ver­fügung gestellt worden sind. Soweit sich auf Grund derselben, sowie einer persönlichen Besichtigung des Denkmalplateaus urteilen läßt, wird so wird uns vom Denkmalausschusse geschrieben die nordöstliche Spitze des letzteren für die Aufstellung des Denkmals in Aussicht zu nehmen sein. Es ist diese Stelle durch einen alten Turmrest bezeichnet. Eine derartige Anordnung hätte den besonderen Vorzug, daß ebensowohl die auf der westlichen Hälfte befindlichen Baumbestände geschont und für gärtnerische

so viel Schweres und Trübes erlebt in der letzten Zeit. Daher mag es wohl kommen, bas ich mich jetzt bisweilen recht alt fühle.

Die Blicke des Konsuls ruhten teilnehmeub auf ihr und Rose schaute verwnubert hinein. Wie kamen btefe sonnigen Himmelsangen in bieS abschreckend häßliche Gcstcht? Er antwortete nicht. Er sah nur mild zu ihr nieder. Sie verlor alle Scheu unter diesem Blick und fuhr herzlich fort: »Und muß mau denn alt sein, um einen Hausstand verständig zu leiten ? Glauben Sie nicht selbst, daß ein wenig Jugend dazu gehört, ein Kinderherz zu verstehen in all feinen Regungen, Teil zu nehmen an all feinen kleinen Leiden und Freuden? Ich bin davon über» zeugt. Wenn dem nicht so wäre, würde ich niemals den Mut gefunden haben, mich Ihnen zur Ausfüllung dieser Stellung anzubieteu.*

Als er »och immer schwieg, fragte fie endlich: So wollen Sie eS nicht mit mir versuchen?" Ein rührender Ausdruck von Ratlofigkeit lagerte sich dabei auf ihrem Antlitz, während die Röte der Erregung von der kleine» Scene mit Signora Goffredi noch aus ihren Wangen brannte.

Doch, doch, Fräulein Ternoff", entgegnete er schnell.Ich will eS gern. Ich habe nur das eine Bedenken, daß Sie zu schwere Lasten auf Ihre jungen Schulter bürden wollen. Sie haben es sich gewiß leichter gedacht, als eS ist, in diesem Lande einem Haushalt vorzustehen wenn man deutsche Ansichten von Ordnung und Behaglichkeit hat. Ich selbst bin längst davon entwöhnt und beanspruche wenig Rück- fichten. Mein Wunsch geht nur dahin, meinen Kindern eine Erziehung zu geben, die ihnen daS Fehlen der Mutter nicht gar zu fühlbar macht."

Was mußte eS mit dieser Frort für eine Be­wandtnis haben? In feinem Schreiben an Professor Groner war von ihr als einer Kranke», Unglückliche» die Rede, Babette hatte vorher ans eine Frage nach ihr erwidert »on nen perle pas und der Hausherr selbst sprach von ihr wie von einer Tobten. SS mußte

Anlagen benutzt werden könnten, wie das Denkmal hierdurch ferner auch an der großen Kyffhäuser- Turmruine m wirksamer Weise abgesetzl würde. Letztere würde sich alsdann in einer Entfernung von etwa 250 Metern von dem künftigen Denkmal be­finden. Ob das Denkmal selbst, bei den besonderen Verhältnissen ein Reiterdenkmal werden kann, steht sehr dahin. Zunächst ist jedenfalls, um das Denkmal für die Fernsicht von der goldenen Aue aus hervorzu­heben, ein mächtiger architektonischer Sockel erforder­lich. Kaiser Wilhelm wird sodann auf der hohen Bergspitze am besten stehend dargestellt werden. Daß sich eine derartige Auffassung, die sich jeden­falls den örtlichen Verhältnissen am besten anpassen würde, sehr wohl mit der Darstellung eines sieg­reichen Feldherrn, den die Kriegervereine mit Recht hier in erster Linie zum Ausdruck gebracht haben wollen, verbinden läßt, ist zweifellos. Ob für die figürliche Gestaltung des entschlafenen großen Kaisers nun ein Reiterstandbild oder eine stehende Figur gewählt wird, das Eine muß festgehalten werden: Wie Kaiser Wilhelm sein Jahrhundert weit übertraf, so ist für ihn und besonders an dieser geweihten Stelle, auch eine ganz besondere eigenartige Lösung der den Künstlern gestellten Aufgabe zu erwarten. Nach derNationalzeitung" sind die Verhand­lungen zur Verschmelzung der Witu-Gesellschast mit der Deutschostafrikanischen bis zum Beschlüsse der Gesellschaftsorgane gediehen. Als gemeinsamer Rech­nungstermin wird der 1. Januar 1890 in Aussicht genommen. Aus Zanzibar meldet Reuters Bureau: Emin Pascha soll außer Gefahr fern und wird demnächst hier erwartet. Aus Zanzibar wird vom 16. gemeldet: Bushiri wurde gefangen und am 15. Dezember standrechtlich mit dem Tode bestraft.

Elberfeld, 17. Dez. Die Beweisaufnahme im Sozialistenprozeffe ist heute geschlossen worden; am nächsten Donnerstage beginnen die Plaidoyers.

Saarbrücken, 17. Dez. Auf den Louisenthaler Gruben arbeitete gestern nicht die ganze Belegschaft sondern nur etwa 1000 «Kann. Auf den Gruben Dudweiler und Camphausen sind heute etwas mehr Arbeiter ungefähren als gestern. In der Zeche Maybach arbeiten nur einige hundert Mann Die Belegschaft der Grube Von der Heydt streikt noch. Berghauptmann Dr. Brassert erließ eine Bekannt­machung an die Belegschaften, wonach die achtstün­dige Grubenschicht in die Arbeitsordnung aufzu­nehmen ist. Die gegenwärtigen Löhne seien nach dem eigenen Anerkenntnisse der Bergleute im allge­meinen ausreichend, soweit in Einzelfällen die Ge- wohl etwus von diesen Gedaukeu tu Rose's Antlitz zu lese» sei», beuu der Konsul erklärte:Die Mutter meiner Kinder starb wenige Tage nach Lia'S Gebart. Und"--eine tiefe Falte grub sich zwischen feine

Brauen. Er strich mit der Hand über die Stirn, senszte gepreßt nud schwieg.

Rose sah den Kampf in seinem Innern. Um seine Gedanken von dem Gegenstände abzuziehen, der ihm so schmerzlich zn sein schien, entgegnete fie auf feine ersten Worte: »Ich habe mir die Pflichten, die ich Übernehmen will, nicht leicht gedacht. Doch ich sorge und schaffe so gern für Andere. Heute sage ich Ihnen deshalb »och einmal, was ich Ihnen bereits schrieb: Ich will thun, soviel in meinen Kräften steht.*

Die Falte zwischen seinen Angeubraneu hatte fich wieder geglättet. »Gut*, sagte er. »Aber noch eins. Wollen Sie, sobald Sie fühlen, daß Sie fich doch zuviel gugemutet, es mir aufrichtig sagen? Ich ver- lange das ebenso in Jurem, wie in meinem Interesse.*

»Ich will*, ertoinerte Rose bestimmt und legte ihre Hand in die bargebotene. So war ein Vertrag »wische» ihnen geschlossen. Doch nun erlauben Sie wir, Sie tu meinem Haufe willkommen zu heiße». Wolle» Sie fich nicht setze» uub mir ein wenig von Ihrer Reise erzähle».*

Rose sah »ach ber Uhr. »Nachher recht gern. Jetzt erlauben Sie mir erst, baß ich ben Thee be­reite. Es ist Zett bazn.*

»Das wissen Sie schon?* fragte ber Konsul gütig und ließ fich auf seinen Platz am Schachtisch "ieder, während Rose schellte und dem etntretenben Diener befahl, auf einem Tisch, in der Nähe des Kamins, ben Thee zu servieren. Im Schatte» bes halb herabgelaffeueu VorhaogeS sah JohamieS dem fangen Mädchen zu, wie fie mit jener anmutigen Ruhe, die guten Hausfrauen ber vornehmen Stände eigen zu fein pflegt, auf dem Tische eine zierliche Ordnung herstellte.*

(Fortsetzung folgt)