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WcheMche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise MardMg und Kirchham. Illustriertes Souutaasblatt.

Expedition: Marit 2L Redaktion, Druck und Berlag von Ioh. Ang. Koch. *

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oder an sich oder durch Mißbrauch anderen Tendenzen dienen, ein ausschlaggebendes Gewicht zu erkannt wird. Man vergesse aber nicht, daß nur diese Frage das feste und einigende Losungswort der Kartellparteien bildet. Hätte man au8 dem Kartell nicht mehr d. h. vermeintlich mehr und Besseres machen wollen, als es ist und sein kann, hätte man nicht beständig in der Richtung operiert, es zu einer Zwangsanstalt der Uniformität auch in anderen Dingen zu machen, so wstrden wir tatsächlich m der gesunden Entwickelung unseres po litischen Lebens schon weiter sein, so würde das Kartell in den letzten Jahren auch anderen Partei richtungen gegenüber schon ungleich mehr anziehende Kraft entwickelt haben. Auf der anderen Seite haben natürlich die immer neuen Bestärkungen der Hoffnungen der Gegner aus einen Zerfall des Kar- tclls nachteilig und hindernd gewirkt. In allen diesen Beziehungen werden, wie wir hoffen, wenigstens jetzt die Erfahrungen der Vergangenheit beherzigt und die unglücklichen Friktionen innerhalb des Kartells durch einen einmütigen verständigen Entschluß aller beteiligten Seiten nunmehr zu Grabe getragen werden." In der am 5. d. M. unter dem Vorsitz des Bizc-Präsidenten des Staatsministeriums, Staats­sekretärs des Innern Dr. von Bötticher, abgehaltenen Plenarsitzung wurde in mehreren Zoll und Steuer Angelegenheiten Entscheidung getroffen. Dem Ent Wurf eines Gesetzes, betreffend eine Postdampsschiffs- verbindung mit Ostafrika, wurde die Zustimmung erteilt. Bon der vorgelegtrn weiteren Sammlung von Aktenstücken über den Ausstand in Ostafrika nahm die Versammlung Kenntnis.

Effen a. d. Ruhr, 6. Dez. Die gestern abend stattgehabte zahlreich besuchte Versammlung der De­legierten der Bergarbeiter des Bochumer, Gelsen­kirchener und Dortmunder Reviers beschloß nach längerer Beratung, durch Wiederaufnahme des Strikes die Aufhebung der Ai beitersperre zu erzwingen und diesen Beschluß der am Sonntag staltfindenden Berg­arbeiter Versammlung als Resolution vorzulegen.

Darmstadt, 6. Dez. Nachdem am gestrigen Tage und einen großen Teil der veifloffenen Nacht hindurch die letzte Hand an den Ftstschmuck gelegt wurde, ist die hessische Residenz zum Empfange des Kaisers Wilhelm auch äußerlich gerüstet. An dem schönen Bild, das heute die breiten luftigen Straßen unserer Stadt zeigen, fällt uns beim Durchwandern derselben vor allem die geschmackvoll arrangierte via triumphalis, die Ehrenpforte am Eingang der Rheinstraße, der Schmuck der Bahnhöfe und des

Remo» von I. von Werth. (Fortsetzung.)

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tieferer Atemzag der wunde» Brust und dann tiefe, lautlose Grabesstille.

Der Doktor hatte mit leichtem Druck die Augen der Todteo geschloffen. I tzt näherte er sich dem sangen Mädchen, das t wer uo<b in dem blutbe l ckteu Kleide, In unveränderter St llung neben der Torten tobte, und sagte leise:Es ist vorbei. Kommen Sie mit mir, Rose." Sie schien seine Stimme nicht zu hören und v-rharrte regnagSloS in ihrer Stellung. Er strich liebkosend über ihren braunen Lockenkopf und wandte daS bleiche, blutb.fl-ckte Ge. fichtchen zu sich empor. Aber diese Augen! Er könnt- ihren Blick nicht vertragen. So blickte wohl ein zu Tode gehetztes Reh, das zusammenblechend, dte Mord- voffe ans sich gericht-t steht. Der Doktor wandte ich ab. Solch' ergreifenden Schmerz hatte er noch nie in einem Menschenautlitz geschont. Langsam fuhr er mit der Hand über die feuckt gewordene» Augen und verließ das Gemach. Bold darauf kehrte er mit Louison zurück, die eia Becken mit frischem Wafl-r und weiches, weißes Linnen trug. Doktor Groaer etzte sich neben das tnteenbe Mädchen, lehnte feinen Kopf an feine Brust, wufck das Blut von dem bleichen Antlitz und verband die Wunde. Rose ließ alles ge. duldtg mit fick machen, eS mar, als bemerkte ste es gar nicht. Rur wenn der Profeffor oder Lontfon versuchten, ste vom Steibelager zu entfernen, dann erhob ste die großen Augen, vor deren schmerzzer. tiffenem Ausdruck beide zurückDicheu.

ES war Abeud geworden, als Doktor Groner beim Fortfahreu Louison zurief:Sorgen Sie für das gnädige Fläulein. Morgen früh bin ich wieder hier. Ich will unr in der Stadt das nötige besorgen.

Er lehnte sich in die Wageuecke und schaute mit trübem Blick zurück auf daS Schloß, das fich in uu- dertlichen Umrissen von dem dunklen Abendhimmel abhob. Dana bed ckte er die Augen mit der Hand und seufzte leise. Hier hatte fich wieder erfüllt, was der Dichter gesagt: ein eiuz'ger Augenblick hatte alles umgrstattet. Da» Haug, da» vor wenigen Stunden

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Aerttlches Reich.

Verlin, 6. Dez. Wie dieK. K" berichtet, P die Erneuerung des Kartells von der deutsch konservativen Fraktion dcs Reichstags einstimmig zebilligt worden; hieran anknüpsend führt das ge­nannte Parteiorgan aus:Die genannten Parteien verden also auch den bevorstehenden Wahlkampf gemeinsam und in einem bundesgenossenschaftlichen Verhältnis durchkämpsen. Sie wollen dem Reichs tag eine Mehrheit erhalten, die ft ft in der Treue zu Kaiser und Reich steht, in allen die Stärke, Größe mb Ehre des Vaterlandes berührenden Fragen nur einen, den patriotischen Gesichtspunkt kennt und rnsere monarchische Staatsordnung, wie die be- Kehende Gesellschaftsordnung auch in der Volksver- txetung des Reiches mit einem alle Anbröckelungen abwehrenden Damm umgiebt. Ein zu solchem Zweck abgeschlossenes oder vielmehr erneuertes Bündnis, wie eben wieder von Herrn Rickert geschehen, einunnatür- Lhes" zn nennen, ist eine Willkür sonder gleichen. Kür Alle, welche in der Herstellung und Erhaltung eines festen Rückgrats, einer festen Grundlinie der

»aber ste lebt, ste lebt!' lief Rose händeringend.

,3a, noch lebt ste", entgegnete der Arzt und unter- We weiter.

»Der Brustknochen ist gebrochen", sagte er leise, kn dem Blick der forschenden Kiaderaagen auS- chhend. »Auch die Lungen schwer verletzt", fuhr et [8mol in seiner Untersuchung fortund tibt nichts weiter zu wüujcheu als ein schneller Tod, die Qualen nicht zn verlängern."

Als die Leidende dann in das Schloß getragen b sanft auf ihr Lager gebettet wo, den war, k hrte k das Bewnßtfein zurück. Sie öffnete die Augen, kl Lieben feelr»vollen Augen, die fich zärtlich auf ft richteten. Dann öffnete fie den Mnnd und »suchte zu spreche». Doch statt der Worte drängte I ein schwarzer Blalftrom zwischen den halbge- «ten Lippen hervor. Laut au'stöhaend sank R-fe * Knie, während Doktor Groner fich nm die bnte bemühte.

16o »erbrachten die beiden zwei lange, lange Anden an dem Schmerzenslager, ohne doch die Allen der Leidenden lindern zu könne».

L Als nach diesen endlosen zwei Stunde» die Sonne letzten Strahlen rotgolden dnrch die weit ge« Meten Fenster in das Zimmer sandte, wo Rose Merzgebeugt mit starre», thrämulosen Auge» neben 66 Lager der Freiiu kniete» da trennte fich die Seele * dem gebrochenen Körper und stieg aus de» ven Sonnenstrahlen zn Gott empor. BefinnnugSloS kampflos war fie hinüber geschlummert. Nur ein

I Bankgebäudes, der Reichspost, der Hof-, Staats und Gemeindebauten, mehrerer Hotels und nament- : lieh die Ausschmückung des Louisenplatzes mit dem 1 8fün umwundenen Ludwigsmonumenr freundlich in 1 die Augen. Vom Monumente herab gehen nach 1 den um den Platz herum aufgestellten Masten milch ' tige Fichtenguirlanden. Zwischen den Masten sind I F'chtenbäume eingesetzt, die unter fich und mit den : Masten wiederum entsprechend durch Guirlanden ver- : Kunden sind. Zahlreiche Schauläden und die Privat­häuser reihen allenthalben sich den Arrangements der städtischen Behörden harmonisch an und es ge­währen namentlich die an vielen Stellen zu Gruppen vereinigten Tannen- und Fichtenbäumchen in dem Flaggenmeer eine wohlthuende Abwechslung. Schon gestern nachmittag waren zahlreiche Fremde einge­troffen, heute früh brachten die aus allen Windrich­tungen eintreffenden Extrazüge viele Tausende auch aus den entfernter gelegenen Nachbarstädten. Di hessischen Kriegervereine find mehrere Tausend Mann stark erschienen, um dem obersten Kriegsherrn ihre Huldigung darzubringen. Der Separatzug des Kaisers lief Punkt 9 Uhr im Bahnhof der M.-N.-B ein. Der Kaiser Wilhelm verließ sofort seinen Salonwagen und umarmte und küßte den auf ihn zueilenden Großherzog zweimal auf die Wange, dann begrüßte er die großherzoglichen Prinzen, jedem freundlich die Hand reichend. Hierauf wurden die Spitzen der Zivilbehörden durch den Groß- derzog dorgestellt, wobei der hessische Gesandte in Berlin und seine Gemahlin durch besonders freund­liche Auszeichnung bedacht wurde. Anwesend war auch der preußische Gesandte und die Universität Gießen war durch eine Deputation vertreten. Die Ehrenkompagnie der 115er, welche aus dem gesamten ersten Bataillon dieses Regiments entsprechend ver­stärkt worden war, wurde unter den Klängen des Heil Dir im Siegerkranz" von dem hohe» Gaste abgeschritten und der Fronttapport überreicht. Bei der Fahrt nach dem Residenzschloffe ward der Kaiser, der mit dem Großherzog im offenen Viererzug Platz genommen hatte, von weithin schallenden Vieltausend stimmigen Hochs der Bevölkerung begrüßt. Dem Gefährt voran ritt ein Zug 23er Dragoner, ebenso folgte ein solcher dem Wagen; rechts zur Seite ritt der Erkadronchef, links der Hofstallmeister v. Riedesel Im zweiten Wagen folgte Prinz Heinrich mit dem Erbgioßherzog, dann Prinz Wilhelm mit dem hier garnisonierenden Prinzen v. Holstein u. f. f. Auch der Korpskommandeur, General der Kavallerie v. Grolmann, war zur Begrüßung des obersten

noch eine Stätte heiteren Friedens, innigen GlöckrS gewesen, in das waren j tzt Schmerz, Sorge und Tod dngegogen. Wo sonst heittreS Lache», fröhliches Ge. plauder zu vernehmen war, hörte man nnt gedämpfte Schritte, Klagen und Weine». Das liebevolle »uze der Herrin, das Über allem »nd alle» sorgend ge« waltet hatte fich für immer g. schloffen, und mit ihrem sanften Blick mar der Sonnenschein von dem Hanse gewichen. DaS waren Dokior GroneiS Gedanken, mährend die mutigen Pferde ihn in raschem Trab auf der stillen Landstraße dahinführte». Und do» war er hent nicht selbst g>komme», daS stille Glück dort grausam zu zerstöre»? Er fühlte »ach seiner Tasche, bis er ein leises Knittern vernahm. ES kam von dem Blalt, daS er gestern ans dem Papieikorb »es jungen Kahden genommen. Als er an Morgen einen Knabe» die Samenkörner gegeben, waren ihm die steilen, geschnöiketten Schriftzüge aufgefallen, welche >aS Blatt bedeckte». Während er dieselbe» betrachtet latte er den Name» der Freifrau gelef-n. DaS hatte fein Jttter.fle erregt und ihn znm Weiterlefen be woge». Nau wußte er de» ganzen Brief Z ile für Zeile, Wort für Wort, auswendig, so ost hatte er ihn gelesen und mit welche» Gefühle»!

Rose, fein HerzenSliebling, das Sind seiner Margareth, auf das er all' di» tlichkeit feiner Sagenbliebe übertragen, deren Ebenbild ste war, fein unschuldig reines Mädchen, verrate», hintergangen von einem Schurke». Er mußte diese» Brief in RoseS -«ünbe geben, um fie zu retten, feine holde junge Blume, vor dem Leben, daS ihr j tzt bevorftaud, >aS war beschlossen, sobald er den Brief zu Sude ge. I ese». Doch warum gerade er ihr die Augen öffnen mußte über de» Man», an den fie olle die innige Neigung ihres Herzens verschwendet? Aber es mußte fein! So hatte er fich auf den Weg gewacht, einen Entschluß auszuführen. Da fand er Rose an der Sette der sterbenden Freiin fnieenb, und Der. irffen war, weshalb er g« kommen. Als wenige Stunden später die Ruhe de» Tode» in da» Schloß

Kriegsherrn von Caffel herübergekommen. Am Ein­gänge der Rheinstraße, an der von der Stadt er­richteten Ehnnpforte wurde der Kaiser durch Ober­bürgermeister Ohly mit einer Ansprache begrüßt, die etwa folgendermaßen lautete:Ew. Majestät nahen in tiefster Ehrerbietung die Vertreter der Stadt Darmstadt, um Ew. Majestät als Gast unsere» -geliebten Landesherr« den jubelnden Will­komm unserer Bevölkerung entgegen zu bringen. Die Haupt- und Residenzstadt des Hessenlandes steht in unwandelbarer Treue zu Kaiser und Reich und zu den nationalen Gütern, welche das deutsche Daterland den in Gott ruhenden Kaiser Wilhelm L und Friedrich III., ruhmreichen Angedenkens, ver­dankt. Ew. Majestät dem gottbegnadeten Träger unserer nationalen Macht und Wohlfahrt huldigen auch wir aus dankbarstem Herzen mit unbegrenztem Vertrauen, wie in pattrotischer Gesinnung. So beten wir auch zu Gott, er möge Ew. Majestät und dem ganzen Kaiserhaus alle Zeit Schutz und Schirm und seinen reichsten Segen zu allem geben, was Ew. Majestät zum Wohl des deutschen Vater­landes unternehmen werden." Der Kaiser antwortete mit weithin vernehmbarer Stimme etwa wie folgt: Ich danke Ihnen, Herr Oberbürgermeister, und freue mich sehr, nach Darmstadt zu kommen ; es ist schon mehr­fach meine Absicht gewesen. Ich war in meiner Jugend so oft in Darmstadt und habe hier als Prinz viele schöne Tage verbracht, so daß ich mich fast al» Darmstädter fühlte. Bitte, sagen Sie der Bevölke­rung meinen herzlichen Dank für den schönen Em­pfang und die prächtige Ausschmückung." Bei diese» Worten ehrte der Kaiser den Oberbürgermeister durch kräftigen Händedruck, worauf dieser noch die Worte sprach:Gott segne Ew. Majestät Einzug in unsere Stadt." Hieraus ging es durch die bereits ge­schilderte via triumphalis, an der die Truppen der Garnison, die Studenten der technischen Hochschule, die Schüler höherer Lehranstalten, zahlreiche Krieger- und sonstige Vereine Spalier bildeten. Der Kaiser inspizirte um 10/, Uhr die auf dem Paradeplatz ausgestellten Kriegervereine und fuhr dann mit dem Großherzog und Gefolge zur Jagd in den Kranich- steiner Wildpark. Arn Jägerthor fand die Huldigung der Schützenvereine an der dort errichteten Ehren­pforte statt. Der Kaiser ist mit dem Großherzog heute Nachmittag 5 7, Uhr in offenem Wagen von dem Jagdausfluge hierher zurückgekehrt. Allerhöchst« derselbe wurde von der in den Straßen harrenden dicht gedrängten Volksmenge mit jubelnden Zurufen begrüßt. Hierauf fand im Neuen Palais Familien-

eingekehrt, da vermochte er tetn Wort über die Lippen 8« bringen, die Kehle war ihm wte zugeschnürt. Sie hätte ihn auch nicht gehört, nie verstanden, al» ste ba am Sterbelager kai.t; da» wvßte er sehr wohl. Arme», armes Herz, boß ein herber Schlag nach dem ander» Dick schon in Deines Leben» schönstem Mai triff n maß!

Als Doktor Groner am nächste» Morgen in das Sterbezimmer trat, fand er das junge Mädchen noch immer ebenso am Todt?ulager kuteend, wie am Abend »vor. Louison nnb Nam y oe sicherten mt-r reichlich fließenden Thräne», daß vaS gnädige Fräulein anf all ihre Bstten gehört, ja nicht einmal geantwortet habe. .Das geht nicht", sagte der Doktor. Er trat zn Rose, legte liebreich feine Arme nm ihre» schlanken Selb nnb zog ste empor. Dann ihr leise znredend, wie einem krank n Stabe, ihren Kopf an feine Brust aelehnt, trug er fie mehr als er ste führte ans dem Sterbez'mmer in ihr Schlafgemach. Dort ließ er fie >ou Navny entkleiden und zu Bett bringen. Dann saß er au ihrem Lager, gab dem schmerzenden Haupt eine biqaeme Lage nnb brachte fi- bahta, daß fie ein wenig Bouillon g uoß. So blieb er bet ihr, für fie orgenb mit der liebevollen Sorgfalt einer Mutter, bis endlich der Scklaf mitleidig ihre brennenden Augen schloß. Der Arzt blieb noch an dem Lager bes jungen Mädchens fitz-n, ihren Atemzügen lauschend bis der anfänglich ruhige Schlummer in einen festen gefunden Schlaf übergegangen war. Dann erst er­hob er fich unb legte bie schmale bleiche Hanb, bie er in der feinen gehalten, vorfichtig auf die Decke. Er beugte fich nieder, noch einmal den Verband an ihrer 1 Stirn zu prüfen; dabei ficken zwei schwere Tropfen auf daS Kiff n. Der große starke Man», der schon an so vielen Kranken, und Sterbelagern gestanden, weinte beim Anblick eines schlafenden Mädchen». Woran mochte er denken?

Gr hatte da» Schlafgemach verlassen und Nanny, die im Lorzimmer saß, die tiefste Ruhe anempfohlen.

(Fortsetzung folgt).

18159 Dann kniete er neben der Bewußtlosen nieder, ti» Arend Rose mit angstvoller Spannung jeder ttter Bewegungen folgte. Er öffnete das «leib, io Hufschlag hatte die Brust getroffen. Das Ge­ht teS wurde immer ernster.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- unb il|8)nMitn ___

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Anzeigen nimmt entgegen bie Expedition b. Blattes, sowie bie Annoncen-Bureaux von Haasenstein unb Logier m Frankfmt a.M., Laffel Magbeburg u. Men; Rubolf XXIV Messe tn Frankfurt a. M., Berlm, München u. Köln: g. 441 Daube u. ko. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

bezeichneten Art für den Reichstag unb seine Arbeiten die erste Aufgabe auch ber Partei sehen, bilbet biefe Erkenntnis ein einigenbes Band; das an Stärke hinter keinem Programmpunkt wirtschaftlicher oder sonstiger Gattung zurücksteht. Sind denn Parteien «r dazu ba, den Hader zu pflegen, dem Sinn und dem Blick eine Richt-mg ins Kleine und Einzelne zu zeben und bie Sehschärfe für große Gesichtspunkte «bzustumpfcn? Stehen an ber Spitze des Pro- p°mins nicht bei jeder von diesen drei Parteien die Vchen patrvtischen Gedanken und Gelöbnisse, die öd« den Kreis der Partei hinauSreichen und, wenn fie ernst gemeint find, vor allem zur Pflege der Kntracht in der Schirmung der höchsten Güter des Vaterlandes hindr äugen müssen? Wir streifen im Gegenteil die Unnatur, wie den politischen Unver- ßand ab, wenn wir nicht höhere und bleibende Ziele finter solche niedrigere Grade zurücksetzen und vor lüem darauf achten, uns das feste Gefüge des Wauses, in dem wir wohnen, selbst zu erhalten, dährend wir in seinem inneren Ausbau fortsahren.

ünd das kann allein mit ber scharfen Durchführung tat Grunbregrl geschehen, daß die Stellung zu Kaiser bau: Rnch den ersten Prüfstein für die Bestimmung

tttdaer L? Verhältnisses zu anderen Parteien bildet und t « ta der Beurteilung aller Bestrebungen ber Frage, . E sie ihren Ausgangspunkt auf bem Boben ber monarchischen unb reichstreuen Gesinnung haben