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Illustriertes Souutagsblatt.

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Parteien waren gestern Abend besonders zahlreich «treten. Bon Nationalliberale» bemerkten wir die Abgeordnete» Böhm, Born, Dr. Bürklin, Clemm, Ziffer 6, Dommes, EnnecceruS, Gebhard, Götz, Haar­

dankenaustausche bei ihm vereinigt hatten, ließ bald »kennen, wie wohl die zahlreich Erschienenen sich in diesen kleinen, aber gemütlichen Räumen fühlten. An I Unterhaltungsstoff fehlte es am gestrigen Abend nicht. | Der gestern erfolgte erneute Abschluß des Kartell- vntrages, daS bevorstehende Einbringen der Dampfer­dorlage, die Aussichten des Sozialtstengesetzes, die neuesten Depeschen über das Zusammentreffen von Emin Pascha und Stanley mit Baron v. Graven- Mrih im Msoa und ihr bevorstehendes Eintreffen M der Küste wurden an den verschiedene» Tischen lebhaft besprochen. Zu allseitiger Genugtuung wurde fkstgeftellt, daß die gestern an der Berliner Börse

zu Rate ztchcu, und woS dies aus tiefstem Inner» vi schli.ßt, das ist immer daS eil zig Richtige. Nicki war, Rose, Du liebst Deine« Benno uud weißt Dick von ibm geliebt?"

.O ja, gewiß', rief dar junge Mädchen. .Aber biswetleu kommen doch einige kleine Meinvvgsver. schtedephetteu zwischen UNS vor. Tante Edith sagt. daS wäre überall so im Lebe» und ich wüßte nur lernen, wich dem Wille» unb den Ansichten meines künitigeu Gemahls uuterzvordnev. Abel stehst Da das kann ich nicht gegen »eiur lleberzeogvvg, ja. dar will ich nicht einmal. W nn er fich nicht die Mühe nimmt, wich über die Unrichtigkeit meiner Ansicht a»tzrklären, werde ich eben bet dem stehen bleiben. maS ich für recht und gut halte. Einem diktatorischen .Ich will' werde ich wich niemals uoterordneu. Doch sage, Heloise, Hatz Du Dich schou einmal mit Deine» Mann gezankt, so ganz richtig gezankt?' ,

.Nein, liebe Rose', lächelte die junge Frau, »das noch niemals. Aber ich habe Dir ja schon erzählt daß ich auch weine Sorgen gehabt, weil ich so lang au der Liebe meines BriutixamS gezweifelt habe. Seit iL dieselben aber überwunden, habe ich nie andere als liebe, gute Worte au» feinem Munde der- nowweu uud onch Ute andere zu ihm gesprochen. Nu» sage wir einmal, worin find denn Eure Meinungen so gor verschieden?'

,£), vir habe» UNS noch jedekmal bald wieder aukgesöhnt. Benno wollte nicht, doß ich meine Kranken iw Dorf besuche. Er weint, e» sei schädlich tfit wich, die schlechte Lust in den niedere» Zimmern etvzuatwen. Ich habe ihm aber gesagt, daß es sehr wenig hübsch von ihm sei, «ich davon abhalte» zn wolle». Die armen Leute sreue» sich immer auf meiu Sowweu. Warum gönut er Ihne» da» nicht? Tante Edith «einte freilich nachher, ich dürfe ihm daS nicht ühel veh«eu, da er uur au» Besorgnis für wich dagegen gesprochen. Ich «ache übrigen» meine Besuche »ach wie vor, aber ich habe Benno »tr bt wegen tonnen, mich zu begleiten. Und dann nun

ja. etn Mann hat ja wohl andere Jllt-reflen als ein Mädchen Dein Mauu int-resfirt sich doch aber f- r die Ausbildung Deiner Fähigkeiten. Ihr treibt Musik und fremde Epracheu miteinander, Beuuo da­gegen wog eS nicht leiden, wenn ich spiele oder male, das langweilt iHv. ES geschieht sogar sehr selten, daß wir, ohu' auf Tante Ediths ausdrücklichen Wunsch znsammeu singen.'

.Ran Rose, da» ist ja »och nichts Trauriges', f ästete Helotse. »Du wirst später noch twwer so viel Zit erübrige» können, selbst ein wenig Deine Talente zu übeu uud fortzubildeu. Wann wird denn Eure Hochzeit sein?'

.In drei Wochen, gerade au Tante Editb» Hoch. zeitStag. Denke, dann wacht Benno wit wir eine steife noch Italien. Ist da» nicht ein-herrlicher Ge­danke? Der Rovewber soll dort noch sehr schön sein. O, wie freue ich wich, die Herrlich keiteu dteseS Wunder lavdeS zu fihenl Fünf bis sechs Wochen wollen wir iortbletbeu. I» dieser Zeit soll in Rotteuau alle» zu unserem Empfange hergestillt werden. Wie gut Benno ist. Er hat au all daS gedacht uud freut sich auf die Reise eben so sehr, wie ich selbst. U-der. »orgeu ganz stütz will Tante Edith mit mtt für einige Tage nach der Residenz fahren, um die Reise. Garderobe auSzvsuchev. Nanrh, wein K- wwerwidchev und einer von BennoS Diener» sollen nnS auf unsere- Hochzeitsreise begleiten.'

Eo plauderte da» junge Mädchen weiter uud >atte über all seinem Glück seine kleinen Sorgen bald vergeffeu.

Während deffeu saß Harald in seine« Arbeite, zimmer vor dem Schreibtisch. Er hatte ei» Fach desselben heranSgezogeu und war beschäftigt, seine Privat-Correspondeuz zn ordnen. Ein Brief und ein Blatt nach de« ander» wanderte nach flüchtiger Durch- icht tn den Papier korb. Da kam ihm eiu zerkuittertei Bogen i» die Hand. E» war der Brief, den Benno 'hm am Tage seiner Verlobung geschrieben. Er über, log «och einmal flüchtig die Zeile« nnb sagte ge.

schiebende Wirkung. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis von einem Monat bis zu einem Jahre bestraft. Gegen biefen Antrag erklärten sich mit Ausnahme der konservativen Mitglieder und des Mmisters Herrfurth, der ihn für unentbehrlich er­klärte, sämtliche Redner; er wurde daher mit 6 gegen 16 Stimmen abgelehnt. Der konservative Eve»tual- Antrag wurde nach längerer Debatte, in der er keine Unterstützung fand, zurückgezogen. Das so gestaltete Gesetz, also genau nach den Beschlüffen der ersten Lesung, wurde dann mit 13 gegen 9 Stimmen angenommen, da außer den Nationalliberalen auch das Zentrum und die Reichspartei dafür stimmten.

Hamburg, 4. Dezbr. DerHamb. Corresp." erklärt die gestrigen Börsengerüchte von einer Er­krankung des Fürsten Bismarck für vollständig er funden. DaS Befinden des Fürsten ist vorzüglich und macht derselbe täglich Spaziergänge.

Dessau, 4. Dez. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm begrüßte bei seiner Ankunft das herzog­liche Paar in herzlichster Weise. Se. Majestät um­armte und küßte den Herzog wiederholt und küßte der Herzogin die Hand. Mit Bedauern teilte Seine Majestät mit, daß Ihre Majestät die Kaiserin durch eine leichte Unpäßlichkeit abgehalten worden sei, an der Fahrt Teil zu nehmen. Nachdem die Ehren­kompagnie abgeschritten war, defilierte dieselbe im Parademarsch auf dem Bahnsteige. Die Residenz ist herrlich geschmückt, eine prächtige Ehrenpforte mit der Koloffalstatue der Ascania ist am Krieger­denkmal errichtet. Dort waren dreißig Jungfrauen aufgestellt, welche dem Kaiser Blumen überreichten. Oberbürgermeister Funk hielt eine Anrede, in welcher er sagte, die Hohenzollern hätten Deffau oft besucht. Die anhaltischen Fürsten hinwiderum hätten die Ge­schicke DeffauS, sowie Anhalts enge an Preußen ge­knüpft und wären den besten Ueberlieferungen ihres Hauses gefolgt, als sie dos Land dem neuen Reiche anfügren. Seit dieses erstanden, habe sich Deffau aus kleinen Verhältniffen zu einer Industriestadt entwickelt. Für die Fürsorge Sr. Majestät für Ver­besserung der Lage der Arbeiter und Erhaltung des Weltfriedens müffe auch Deffau als Stadt ge werbefleißiger Arbeit dankbar fei». Darum schalle Sr. Majestät aus vollen Herzen der Jubel der Bewohner entgegen, die in guten und bösen Tagen zu Kaiser und Reich stehen werden. Se. Majestät der Kaiser dankte huldvollst und setzte hierauf die Fahrt nach dem herzoglichen Schlöffe fort. Bald darauf erfolgte die Umfahrt durch die Straßen der Stadt.

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Romern von I. von Werth. (Fortsetzung.)

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Kurlbaurn, Sedlmeyer, sowie den Landtagsabgeord­neten Weber; vom Fortschritt waren Rickert, Witte und der Direktor des Aquariums, Dr. Hermes, vorn Centrum u. a. Freiherr v. Huene, Dr. Lieber, von den Konservativen der Erbprinz Hohenlohe-Oehringen, Prinz zu Solms-Braunfels, Graf Mirbach, von der deutscben Reichspartei die Ageordneten Freiherr von Eckardtstein, Gamp, Freiherr von Ow und von Rheinboben und manche andere Persönlichketten er­schienen. Der Bundesrat war durch den Minister v. Bötticher, den Staatssekretär Dr. v. Stephan, die Gesandten Sachsens und Badens vertrete», ebenso war der Chef des Generalstabes der Armee, Gra Waldersee, der Ches des Civilkobinets, Dr. v. Lu- eanus, und vom Militärkabinet der Flügeladjutant v. Bülow, ferner der Erbprinz von Fürftenberg, der Direktor der königlichen Museen, Dr. Bode, der Botschafter in Konstantinopel, v. Radowitz, der Kammerherr v. Mohl u. s. w. erschienen. Wie bei den früheren Festen, waren fast alle höheren Be­amten des Auswärtigen Amtes, sowie die Vorsteher der Bureaux deffelben anwesend und eifrig bemüht, die Gäste ihre» Chefs aufs liebenswürdigste aufzu nehmen. Erst m später Stunde sand das Fest seinen Abschluß. Seit dem Jahre 1882 besteht an dem Marien - Gymnasium in Posen ein muster­gültiger Schul-Pflanzengarten. Der .Nordd. Allg. Zig." zufolge hat der Unterrichtsmimster Veran- laffung genommen, in einer Verfügung an sämtliche Provinzial - Schulkollegien auf den Posener Versuch hinzuweisen und denselben zur Nachahmung und Förderung nachdrücklich zu empfehlen. Der heute abend wieder zusammengetretenen Kornmi'sion sür das Sozialistengesetz lag von konservativer Seite der Antrag vor, den in erster Lesung abgelehnten § 24, der die Ausweisungsbefugnis enthält, wieder herzu stellen; int Falle der Streichung aber folgenden neuen § 24 anzunehmen: Gegen Personen, welche sich die Agitation für die im § 1 Absatz 2 bezeich neten Bestrebungen zum Geschäfte machen, kann im Falle ihrer Verurteilung wegen Zuwiderhandlungen gegen bte §§17 bis 20 dieses Gesetzes, §§129 oder 130 des Reichsstrafgesetzbuches die Einschrän­kung ihres Aufenthaltes von der Landespolizei ver­fügt werde». Durch diese Verfügung kann dem Ver­urteilten der Aufenthalt in bestimmten Bezirken oder Ortschaften versagt werde», Ausländer können von der Landespolizeibehörde aus dem Bundesgebiet aukgewiesen werden. Die Einlegung eines gegen solche Versügung der Landespolizeibehörde nach den Landesgesetzen zulässigen Rechtsmittels hat keine auf

Darmstadt, 4. Dezbr. Dem Fest - Programm für den Empfang des Kaisers entnehmen wir, daß der Kaiser am 6. Dezember, vormittags 9 Uhr auf dem Main - Neckar - Bahnhof in Darmstadt eintrifft, daselbst ist großer Empfang. Bon dem Bahnhof bis zur Ehrenpforte am Rheinthor bildet Militär Spalier. Am Rheinthor ist der Stadtvorstand versammelt. Auf dem ganzen Wege von dem Rheinthor bis zum Residenzschloß bilden die Stu­dierenden der technischen Hochschule, die höheren Klaffen des Gymnafiums, des Realgymnasiums, der Realschule und der städtischen Knabenschulen, sodann Krieger-, Gesang-, Turn-, Schützen-, Radfahr-Vereine und die Innungen ein geschloffenes Spalier. Am Abend des Einzugstages um i/,7 Uhr findet eine Illumination der Hauptstraßen und Plätze statt. Am Abend des 2. Tags (7. Dez.) wird dem Kaiser von den Studierenden der technischen Hochschule unb allen vorgenannten Vereinen und Innungen ein Fackelzug gebracht, womit eine Serenade der hiesigen Gesangvereine, dargebracht int sog. Glockenhof des RefidenzschloffeS, verbunden ist.

Worms, 4. Dez. Der Kaiser wird hier am Sonntag über die rechtsrheinische Station Rosen­garten ankommen, also über den Rhein setzen xnb zunächst nach dem Festspielhaus fahren, um der Auf­führung des FestspielsDrei Jahrhunderte am Rhein' anzuwohnen. Der Großherzog von Hetzen und Familie werden ihn begleiten. Nach Schluß des Festspiels erfolgt eine Rundfahrt der Herrschaften nach dem Dom, dem Lutherdenkmal und der Sieb» stauenkirche, die bengalisch beleuchtet werden, zurück nach Rosengarten - Darmstadt. Heute mittag berät die Stadtverordnetenversammlung über die Empfangs­feierlichkeiten, der KriegerbundHasfia' hat heute die Bezirksvereine der Nachbarschaft aufgeboten, zum Empfang in Worms mit ihren Fahnen zu erscheine», die Arbeiter von Worms bereiten eine Begrüßungs- adretze vor. Sämtliche Vereine und Körperschaften der Stadt sind vom Oberbürgermeister zu einer Besprechung auf heute abend eingeladen.

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Deutsches Leich.

Berlin, 4. Dez. Der Kaiser reiste mit Gefolge ton der Wildparkstation um 11.38 Uhr mit einem Eond'erzuge nach Deffau ab. DerReichsanzeiger' veröffentlicht, daß der BundeSrat am 14. November beschlossen habe, der Kameruner Land- und Plan­tagen-Gesellschaft die Fähigkeit beizulegen, Rechte an Eigentum und andere dingliche Rechte an Grund ßücken zu erwerbe», Verbindlichkeiten einzugehen re siach einem gleichfalls veröffentlichten Auszüge aus dem Gesellschaftsvertrage find Mitglieder der Gesel schäft die persönlich haftenden Gesellschafter und Kommanditisten der stüheren Kameruner Land- und Plantagengesellschaft Wörmann, Thormählen u. Comp., die zusammen 280,000 Mk. Anteile erwarben. Das Strmögen der stüheren Gesellschaft geht mit allen siechten und Pflichten aus die gegenwärtige über. Sestern Abend fand wiederum beim Staatsminister Srafen Bismarck Schönhausen ein parlamentarisches ßest statt, das glänzend verlief. Der Graf hatte eine besondere Gabe, seine zahlreichen Gäste bei sich heimisch zu machen, und auch der Verlauf des geftri- ()tn Abends, an dem die Vertreter der mannig stltigsten Jnterrflenkreisen fich zu gegenseitigem Ge

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain.

Expedition: Markt 2L Redaktion, Druck und Brr lag von Ioh. Ang. Koch.

krbreheten Gerüchte über eine Erkrankung des Fürsten Bismarck jeder Begründung entbehrten. Be- (i sondere Bewunderung erregten kostbare alte Stoffe [EI« i»d Stickereien, die der Staatssekretär auf der letzten Orientreise in den Stambuler Bazars erstanden hatte; «ich einige aus Westfalen herrührende ausgestopfte lkxernplare von Steppenhühnern sanden in Kreisen kr Jagdsteunde lebhafte Beachtung. Die Kartell-

^hr^etha«.' "

a v-5ch weiß', ringe gurre Hrroisr, ,cr oiuigi »eine 1 08*m Abürdung mit Herr» vo» Rotteck nicht. Ich hörte 'ttf A bas a« Tage «ach Deiner Lerlobnng äußern.

giu Utdem hat er bte» Thema nie mehr mit einem jlOi i°tt berührt. Doch da» laß Dich nicht grämen, ffw. Fremde Menschen, nnb wenn fie nn» noch so N däreu, können bei Herzensangelegenheiten nicht ptilen. Dabei »Affen wir Niemand al» unser Herz

Der Diener ging nnb Heloise trat in da» kleine , «nevhanS, nob» einen breitrandigen Sttohhvt vorn -------- lisch unb nach dem fie ihn ausgesetzt, schritt fie den mg entlang, den der Diener eben verlaflen. Ei- terrodt «tagte fich so sicher nnb sand fich so gut zurecht, *6 man wohl sah, fie kannte jedes Plätzchen. Da javahm fie wieder leichte, eilige Schritte nnb gleich Ntanf eine Helle, frohe Stimme.

Anzeige» nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler ta Frankfurt a. M., Eaffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIV Motze in Frankfurt e. M., Berlin, München u. ft Bin;® 2- *** *

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Attsllmö.

Wie«, 4. Dez. Die meisten Morgenblätter er­blicken in dem gestern im Reichsrate vorgelegte Budget einen unleugbaren Fortschritt der Finanz­lage, deren Konsolidierung nunmehr auf dauernde Grundlagen gestellt sei. Die .Neue Freie Preffe' bemängelt nur mit Rücksicht ouf die Erhöhung der Einnahmen den zu geringen Ueberschuß, während diePreffe' in dem gegen das Vorjahr gewachsenen

dankenvoll: .Ich glaube, sie ist ihm doch lieb ge. worden. EineS Tagt» werden ihm die Soge» auf» gehen nnb er wird sehen, daß fein Herz sich ganz ihr zu eigen gegeben. Ich glaube richtig gehört zu haben, daß er schon fitzt bis weile», vielleicht ihm selbst unbewußt, in wahrhaft zärtlichem Tone z» ihr spricht;--wenn dieS nicht auch Comödie ist.'

Der Amtmann kam nnb Har alb warf auch diesen Brief in den Papier korb zu den anderen, nm mtt dem wettergebrännten Alten eine lange Besprechung m halten Aber die zweckmäßigste Fruchtfolge für einige nenettoorbene A cker, die lange brach gelegen. Kaum hatten fie fich dahin geeignet, daß der Boden fich am besten eigene, mit Weizen, auf einigen weniger retten Stellen mtt Roggen zu beginnen, als Professor Grauer eintrat.

»Ich will Sie nicht stören, Robben", sagte er, .nnb höre schon ein Weilchen zu. Ich habe habet Zett, mich abzukühlen. ES ist heiß heute. Aber lauen Sie, weshalb haben Sie die Pappel» zu beiden Seiten der Chaussee dermaßen »altiätiren lassen? Wahrhaftig, e» find ja kaum noch ein Büschel Z etge am Wipfel stehen geblieben. Schön steht da» nicht an», darauf können Sie fich verlaflen, nnb von Schatten ist keine Rede mehr.'

»Ja, Doktor', lachte Haralb, »die Zweige warm wir eben anbeiSoo nützlicher, als auf den Stämmen an der Chanffee. In ein bi» zvei Jahren denke ich die Bäume ganz hernnterschlage» zu laste» fie geben die schönsten Dachsparren nnb junge Stämme an- zvpflanzen. Doch, Doktor, wiffen Sie auch, daß bie Freiste vom Stein vor einigen Stunden zu,' Ihorn nach der Stadt gefahren ist? F änletit Terna ff ist im Garten bei Heloise, vor ihr hörte ich e».e

»N in', rief der D"ktor und fuhr fich «st dem Taschentuch Über de« kahle« Schettel.

(Fortsetzung folgt.)

I »(Buten Tag, liebe» Herz', erwiderte Heloise den Wterv Gruß de» jungen Mädchen». »Wie lieb, daß »tu 8u kommst.'

* »Ich habe Sehnsucht gehabt nach Dir. Deshalb ir4iL F ich Tante Edith, die zu Professor Grauer nach

< Stadt gefahren, nicht wttfahren zu brauchen, nm Nachmittag bei Dir sein zu können. Weißt Du, «lvise, Herr Profetzor Groner ist mir gegenüber

BOnn' Egstedt, Henne berg, Keller, Kruse, Knlemann,

10 '/, Nr nicht mehr der gute, alte Freund von früher, 4't, Mt seit ich BenuoS Brant bin. Ich weiß gar vcht, warum.' Sie schwieg nnb zog die Augenbrauen Mammen. Dann den Arm um die Schulter bei «rundin legend, fuhr fie fort, während fie mit Länder den Weg entlang schrttteu: »Doktor Grauer 2**t nur nach sehr selten nach Sttahleneck; und p3*/i An er kommt, hat er niemals auch nur dos kleinste Artelstündchen zum Plaudern übrig, wenn ich zu M» bin wenigstens nnb ich Hobe ihm doch nicht

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- unb <Jf»A ntla w» m

Feiertagen. Ouartal-Abonnements-Preis bei der Expe- V|||; Ui

dition 2'/. Mk., bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl.

Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile Freitag, 6. Dezember 1889.

10 Pfg., Reklamen für btt Zeile 25 Pfg. u u