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Jllustncües Soulltagsblatt.
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Roman von I. von Werth.
(Fortsetzung.)
«Dort trübe» steht fie, btt dem niederen Kieferv- tzebüsch, tu einer Gruppe älterer Dame». Sie trägt rin lichtgraues Kleid und dunkle Blume« iu dem leicht ergrauten Haar. — J-tzt will ich Dich zuerst »einer Braut vor stellen, komm." Damit zog Harald feinen Freund fort, der ihm nur halb widerstrebend fügte.
Unterdeß hatte Rose am entgegeugesktzteu Ende der Platzes Doktor Grouer begrüßt.
»Wie frisch und wohl Sie wieder avSsehen*, tut» regnete er. «Es ist eine wahre Freude für mich «18 Arzt, Ihnen iu daS rofige Gefichtcheu zu schaue»." Trotz dieser auSgesprocheueu Freude, klang doch eine wehmütige Seite iu seinem Herze» wieder: Margarethe! So hatte fie auch einst vor ihm gestaudeu, einen bollen Rosenkranz iu den braune« Locke«.
«Kind, Sie find schön, sehr schön!* sagt« er uu» »illkürlich, aber dar junge Mädchen fiel schnell ein: »Wie häßlich, Herr Professor, wen« mau vou so «aheu Freuudeu leere Schmeicheleie« anhören muß. D, warte» Sie nur, ich werde mir jetzt Jemand suchen der wich mit dergleichen verschont.* Mit diesen Sorte» wandte fie sich ab, blieb aber, als ihr Blick über die Gruppe schweifte, in welcher di« Freiin stand «schreckt stehe», und sagte, nur dem Doktor verstäad» Üch: »Der Märcheuprinz.*
Als Benno mit der Braut seines FreudeS die «licheu HöflichkestSphrase» ausgetauscht, hatte er fich do» diesem zu der Freifrau vom Stein führen lassen, stlz Rose fich zu ihrer Taute begeben wollte, war Harald bereits z» seiner Brant zurückgekehrt. So fich fit nur, wie der Baron höflich and eifrig mst «er Freit» sprach.
»WaS für eia Märcheuprinz?* fragte der Profeffor
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sein. Die Vertreter Deutschlands, Englands und der Bereinigten Staaten sollen bekannt gemacht habe«, fie würden Malietoa als König anerkennen. — Unter der Spitzmarke „Die Wohlthäter der Umsturzpropaganda" schreibt die „Konservative Korrespondenz" ; „Bor wenigen Wochen hat die sozialdemokratische Reichstagsfraktion ihren Wahlaufruf iaS Land geschickt, der mit einer dringenden Bitte um Geldbeträge für den Wahlfonds schloß. Dieser Bitte ist im reichsten Maße entsprochen worden, denn nach der öffentlichen Quittung der Herren Bebel, Liebknecht, Meister und Singer find im Ganzen bis jetzt schon rund 29 000 Mk. zusammengekommen. Wie bei den früheren Sammlungen setzt sich die Quittung nur auS wenigen Posten zusammen, weil in derselben zum Teil die Beträge der Sammellisten in Bausch und Bogen figurieren. So darf es nicht überraschen, wenn nur rund 90 Beitragsposten verzeichnet sind. Aber wie bereits bei früheren sozialdemickratischen Sammlungen, so finden sich auch diesmal ganz bedeutende Summen, welche von Einzelnen eingesandt worden sind. So sind unter der Bezeichnung ,A.'s Rentenbeitrag" 1359 Mk., unter der bereits früher gebräuchlichen Marke „Mann im Mond" 1000 Mk., und unter der Angabe „Mehrere sozialistische Bankiers Gründergewinn 20 000 Mk. als eingegangen verzeichnet. Welch eigentümliches Verhältnis zwischen Großkapitalisten, welche das „Volk aussaugen", und den Kämpfern gegen den Kapitalismus par excellence, der Sozialdemokratie!"
— In der Budget-Kommission des Reichstags kam heute zunächst zur Verhandlung Kap. 24 deS Heeresetats, Geldverpflegung der Truppen, mit einer Mehrausgabe von 780 000 Mk. Der Abgeordnete Richter regt die Gleichstellung der Gehälter int Regiment Gardes du Korps mit den Gehältern der Offiziere der übrigen Regimenter an. Von feiten der Regierungsvertreter und des Abgeordneten Grafen Ballestrem wird das Festhalten an dem altüberkommenen Zustande besürwortet. Abgeordneter Richter fragt an, ob nicht die Vermehrung der Stellen der Generalärzte und Oberstabsärzte infolge der Bildung von zwei neuen Armeekorps durch Einziehung von Garnisonärzten und andern Stellen kompensiert werden könne. Die Zahl der Kranken nehme durch die Neuformation nicht zu. Hierauf wird regierungsseitig erwidert, daß es sich hier viel weniger um praktizierende Aerzte handelt, als um die Verwaltung und Oberaufsicht führende; diese find aber bei jedem Truppenkörper unbedingt nötig, die behandelnden Aerzte würden durch sie nicht entlastet.
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der wieder au dte Seite des junge» Mädchens getreten war, ei» wenig verwundert.
»Der dort bei Tante Edith*, erwiderte Rose, »der mich neulich, als ich im Walde eiugeschlafeu war, geküßt hat.*
Und d - fich eben die Blicke des BarouS wie zufällig auf fie richtete«, legte fie schnell ihre Hand in bt« Arm Doktor Groners und bat: »Führen Sie mich zu jenen jungen Mädchen; ich kenn« einige von Ihnen." AIS fie zu der Giuppe traten, begrüßte man dort eben Heloise von Efttow. Sie war, am Arme ihres Bräutigams, in den Kreis getreten und hatte diesen darauf mit einem gnädigen Kopfnicken für einige Zeit beurlaubt. Ros« kannte fie nicht und die jungen Mädchen wurden einander vorgestellt. Es hatte fich ein allgemeines Gespräch entspannen, au dem auch Doktor Grouer lebhaften Autetl «ahm.
»Ich habe gehört", wandte fich Heloise a« Rose, „Sie lebe« so erschrecklich einsam ans Strahleneck. Ich begreife das nicht. Ich würde mich zum Sterben langweilen bei einem solchen Leben.* ,
»Langwellen?* wiederholte Rose verwundert. »Ich weiß wiiklich nicht recht, was das ist. Ich habe immer so viel und vielerlei zu thuu, daß der Tag mir stets zu schnell vergeht.'
»Aber was treiben Sie denn den ganzen Tag wenn Sie nicht Gesellschaften geben und auf Bille gehen? Man kann doch nicht immer Romane lesen?"
»Dazu bleibt mir freilich auch wenig Zell*, lackte Rose. »Die Sorgen für deu HauShatt, meine Studien eine Spazierfahrt, das alles füllt den Tag stehts angenehm ans.*
»So befoffen fie fich auch mit der Wirtschaft? „Mon dien, quel horreur!“ gab Fräulein von Estrvw zuruck. »Aber ich verstehe, Sie lieben, iu dem Hause der Freifrau vom Steiu zu befehlen.*
»DaS habe ich niemals nötig*, entgegnete Rose ruhig, »da eine Bitte von mir stets mit der. selbe» Präzision und Accuratefle anSgeführt wird, als e» bei dem strengsten Befehl meiner Tante unr
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Marburg,
Sonntag, 24. November 1889.
Deutsches Reich.
Berlin, 22. Nov. Der . Bundesrat erteilte in der gestern unter dem Vorsitz des Vize- Präsidenten des preußischen Staats - Ministeriums, Staatssekretärs des Innern, Dr. von Bötticher,
versuchen wollen, mit dem gegenwärtigen Kabinett, welches dem Boulangismus so glücklich den Garaus gemacht hat, in Frieden leben wollen. Auf seine ebenso ruhige, wie friedliche Programwerllärung ist dem Ministerium Tirard-Constans deshalb ein volles Vertrauensvotum erteilt worden, ein von den Radikalen erteiltes Mißtrauensvotum ist kurzer Hand bei Seite gewiesen worden. Diese Thatsache öffnet gute Aussichten wenigstens auf die nächste Zeit, bis dann wieder ein unvorhergesehener Zwischenfall sich geltend machen wird. In Südfrankreich schwärmt man augenblicklich, nämlich für den russischen Botschafter Baron Mohrenheim und den bekannten General Gurko, welche jene Gegenden dort zum Vergnügen bereisen. Aller Orten festlicher Empfang und weihevolle Begrüßungsansprachen, nur zu Küssen und Umarmungen hat man noch nicht sich aufgeschwungen. Vielleicht kommt auch das noch nachträglich.
Einen hübschen Erfolg Hai das vom französischen Kapital eine Zeitlang arg gezwickte Italien mit einer neuen Anleihe gehabt, die besonders in Deutschland weit überzeichnet worden ist. Das ist immerhin eine bemerkenswerte Thatsache heute, wo das Geld etwas knapp geworden ist. — Von einem Attentat auf ein vaar Großfürsten erzählte man sich in Rußland. Thatsache ist jedenfalls, daß die Schienen vor dem Extrazuge der Prinzen gelockert waren und um ein Haar breit ein Malheur hätte passieren können. — Aus Belgrad ist König Milan von Serbien Über Wien nach Paris zurückgereist. Er bestreitet, mit seiner Gemahlin a. D. ein besonderes Abkommen getroffen zu haben, äußert sich ziemlich mißvergnügt über die Verhältniffe in Serbien und wünscht, daß es beffer wäre. Darnach muß es in dem kleinen Lande allerdings nicht eben rosig aussehen. In Bukarest hat ein Ministerwechsel stattgefunden. — Das russenfreundliche Ministerium Catargiu ist wegen innerer Streitigkeiten aus dem Leim gegangen und durch ein mehr zu den Friedensmächten hinüberneigendes Ministerium Carp ersetzt. — In Bulgarien ist es ruhig. — Aus Spanien und Portugal hieß es, es seien, als Rückwirkung der brasilianischen Revolution, auch dort Militärrevolten zu befürchten. Das scheint aber nur von findigen Börsenspekulanten in Paris verbreitet worden zu fein.
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Expedition: Markt 2L — Redaktion, Druck nnb Berlag von Joh. Ang. Koch.
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Wochenschau.
(Schluß.)
Stanley und Emin Pascha sind auf deutschem Bebiet! Das ist die große Nachricht aus Afrika. Die beiden unerschrockenen Männer, mit bereit Schicksal Europa sich seit Jahren beschäftigt, find damit i» Sicherheit und können nun ruhig die letzte Strecke ihres Weges bis zur Zanzibarküste durch deutsches Gebiet zurücklegen. Unterwegs sind die Kolonnen Leider sehr hart mitgenommen, verschiedene Hilfs- eKeditionen mit Vorräte ziehen ihnen entgegen. 5fce Ankunft in Bagamoyo an der Küste wird gtflm den Dezember erwartet. Heber die deutsche Emin-Pascha-Expedition von Dr. Peters lauten die Nachrichten noch immer kunterbunt. In Deutschostafrika bestreitet man, daß Peters tot ist und in Britisch - Ostafrika wird eS behauptet. Wer Recht hat, kann allein" die Zeit lehren. Aus Deutsch- Südwestafrika kommen beffere Mitteilungen. Die deutsche Schutztruppe ist nicht in besorgniserregender Lage und es ist auch zu hoffen, daß jeder Zusammenstoß zwischen ihr und den Eingeborenen unterbleiben wird.
Die französische Regierung hat in der neuen Deputiertenkammer ihren ersten Erfolg errungen und zwar ohne sonderliche Mühe. Es ergiebt sich, daß alle gemäßigten Elemente, wenn ihre Ansichten auch sonst ziemlich weit auseinander gehen mögen, der Miuisterstürzerei vor der Hand überdrüssig sind und
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abgehaltenen Plenarsitzung dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Feststellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für daS Etatsjahr 1889/90 und dem Anträge der Ausschüsse für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Verkehr, betreffend Ergänzung der Ausführungsbestimmungen zum Zuckersteuergefetz vom 9. Juli 1887, die Zustimmung. Dem vom Reichstage angenommenen Anträge der Abgeordneten von Benda und Genossen wegen Errichtung eines Reichs-Zolltarifamts beschloß die Versammlung eine Folge nicht zu geben, nahm von der Nachweisung der Rechnungsergebnisse der auf Grund der Unfallversicherungsgesetze gebildeten Berufsgenossenschaften für 1888 Kenntnis und genehmigte die Veranstaltung einer neuen Ausgabe der Phannacopoea germanica. Der Schlußbericht der Vollzugskommission für den Zollanfchluß Hamburgs wurde de» Ausschüssen für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Verkehr überwiesen. Mit der Vorberatung des Entwurfs einer Verordnung wegen Jnkrasttretung des § 140 des Gesetzes, betreffend die JnvaliditätS- und Altersversicherung, vom 22. Juni 1889 wurden die Ausschüsse für Handel und Verkehr und für Rechnungswesen beauftragt. Endlich wurde über mehrere Gesuche auf Zulassung von Aktien auf Namen unter dem gesetzlichen Mindest- werte, über die Wiederbesetzung mehrerer erledigter Stellen bei DiSziplinarkammern, sowie über die Sr. Majestät dem Kaiser wegen der Wiederbesetzung von vier Mitgliederstellen bei dem Reichsgericht zu unterbreitenden Vorschläge Beschluß gefaßt. — Der Reichskanzler erlaubte der Hamburg-Amerikanifchen Packet- fahrt, ihrem vierzigsten transatlantischen Dampfer seinen Namen zu geben. „Fürst Bismarck" wird das größte und voraussichtlich auch das schnellste Schiff der deutschen Handelsmarine sein. Es soll bV- Millionen kosten; der „Vulkan" zu Stettin wird den Bau übernehmen. Das Schiff ist für den Passagierdienst zwischen Hamburg und Newyork bestimmt. — Ein dem Bundesrate und Reichstag zugegangenes Weißbuch enthält die Instruktion des Reichskanzlers an den Reichskommissar Puttkamer in Togo betreffend die Feststellung der thatsächlichen Unterlagen für die Beschwerden der deutschen Handels - Häuser gegenüber der Royal Niger Company, die die Beschwerden selbst, sowie einen eingehenden Bericht Puttkamers, endlich auf Grund desselben an die britische Regierung gerichtete Note des Reichskanzlers. — Aus Sydney meldet das Bureau Reuter: Laut Nachrichten aus Samoa soll Malietoa unter großen Freudenbezeuguungen wieder als König eingesetzt
geschehe« könnte. UebrtgsnS überläßt Tante Edith mir gern die Sorge für nufer Aller Wohld-finde»."
Sie bildeten eine» sonderbare« Kontrast, jene beiden Mädcheugestalten.
»Sehe« Sie nur: Kunst und Natur', sagte Oberst Cousott zu Professor Grouer, aus Heloise und Rose deutend. »Sehen Sie daS schöne, kostbare Kleid, daS jene junge Dame trägt, und daneben jenes schön« junge Mädchen mit dem einfachen Anzuge.'
Der Profeffor lachte vergnügt: »Und was werden Sie daun von Fräulein Tettersdorf sagen, Baron?"
Der Oberst wandte den Kopf ein wenig einer schon ziemlich stark verblüten Dame in bunter, ge. schmuckloser Toilette zu: »KeinS von beiden, seien Sie ganz sicher', entgegnete er dann, trotzdem fie fich von oben biS nuten in meine Farben gehüllt: Rot und «old. Sie brauchte unr noch die beiden fich »wschluugen haltenden Bären als Brustlatz zu tragen und mein Wappenschild wäre fertig.'
In diesem Augenblick ertönten auS dem Gebüsch, in welchem daS Mufikkorps versteckt saß, die ersten Takte einer munteren Weife.
»Ah, jetzt kommt die Aufforderung zum Tanz*, sagte der Oberst nnb wandte fich der eben bespöttelten Dame zn. »Ich wäre sehr glücklich, meine Gnädigste wenn Sie mir die Polonaise gestattete». Im Fall Sie nicht einem anderen Tänzer den Vorzug geben, natürlich.* — Er wußte sehr wohl, daß er ihr einziger Tänzer war.
»Oh —*, lächelte die Dame, »Sie wissen, Polonaise ist mein LieblingSiauz, ebenso wie der Ihre*, nnb dabei schmachteten ihre Augen zu dem Oberst hinauf. SS war eine stattliche Erscheinung, trotz feiner nun beinahe sechzig Jahre', nnb ba er Wittwer, eine recht annehmbare Partie. BesouberS da, wo alle Schrecken der Altjuugferufchast in nächster Nähe bevortzandeu.
Während fie der Mitte des Platzes zufchrttten, wo ein weiter Raum für die Randtänze gedielt war und wo hie Paare fich für die Polonaise anfstellte», fragte der Oberst: »Sagen Sie, meine Gnädigste,
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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler in Frankfurt a. M., Lasset, Magdeburg u. Men; Rudolf XXIV QdBlOnnfl. Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin,München u. Köln: ® L ' BUWV Daube u. Co. in Frankfurt a-M., Berlin, Hannover, Pari«.
wie gefällt Ihnen der neuanfgetanchie Crvalier? Man scheint ihn allgemein außerordentlich interessant zu finden, nnb fein Besitztum Rottenan ist ein prächtiges Gut.'
»Ich habe ihn noch nicht bemerkt', erwiderte das Fräulein gleichgiltig; doch mit einem sentimentale» Blick fügte fie bei: »Er muß sicher erst nach Ihnen erschienen sein, Baron.'
Um den Mund deS Oberste» zuckte «S belustigt, während er etwas von seiner »unüberwindliche« Schüchternheit* in den martialischen, grauen Schnurrbart murmelte, ohne doch den ermutigenden Blick seiner Dame verstehen zu wollen.
Während dessen war auch Harald zu feiner Brant getreten, nm fie zum Tanze zu führen, und wurde von ihr Fräulein Ternoff vorgestillt.
»Nun, Heloise, wie gefällt Dir mein Freund? wandte er fich an seine Brant.
»Er ist vraiment chevalereaqae ttub schön', gab st« zurück.
»DaS ist das Wenigste*, fuhr Harald fort, bald an Nofe gewendet, denn er besitzt ein wahrhaft großes edles Herz. Er ist von einer Selbstlosigkeit, einem Opfermut, daß man ihn erst näher kennen lernen muß, nm ihn ganz schätzen z» können.' Dann schritt auch dies Paar dem Tauzplatz zu.
»Herr Poseffor, fordern Sie mich auf, bitte, bitte!' flüsterte Rose hinter ihrem Fächer dem hinter ihr Stehenden ängstlich zu. »Aber schnell Märcheuprinz.'
(Fortsetzung folgt.)
Berichtigung einiger Druckfehler in dem Aufsatz »Nachtrag zur Aufnahme und Einkleidung eines Deutschordensritters in der Valley Hesse»' in Nr. 274 d. Bl.: 10. Zeile statt Gericht »Gewissen.* Unter 9. statt praes tonte praettente. Unter 4. statt DiLputtät Dignität. Unter 8. statt Parmisfiou Permisfio». Sm SLlnß statt 1709 1 8 0 9, statt alte Priester alle Priester. I» dem vorletzten Absatz ist zu lesen: daß der Sohnde» Landgrafen »erst* 24 Jahre alt, statt Ernst., ,