Illustriertes Sonntagsblatt.
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«5 dem Offizier stände wegen Parteistellung oder t*uvl kg religiösen Bekenntnisses haben nicht stattgefunden.
Abgeordneter Müller-Marienwerder bemerkt, daß er
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(Nachdruck verboten)
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-Jawohl", entgegnete Rose zerstreut Nach einer
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-AbonnemeMs-PreiS bei der Expedition 2‘/4 Mk., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Psg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Psg.
Marburg,
Freitag, 22. November 1889.
Deutsches Deich.
Berlin, 20. Nov. In der heutigen Budget- - Lmmnsfion teilt der Kriegsminister auf Anfrage mit, daß die Zahl der Selbstmorde in der Armee tu den letzten Jahren erheblich abgenommen habe. 47 Prozent aller Selbstmorde falle auf Furcht vor Strafe, 17 Proz. auf gekranktes Ehrgefühl; doch füllt hiervon ein unverhältnismäßig großer Teil au; lkteroffiziere. Auffallend sei, daß beim Train die Zahl der Selbstmorde verhältnismäßig groß ist. Die einmaligen Ausgaben des Heeresetats werden mtsprechend den Anträgen des Referenten, Grafen Kälbern, unverändert bewilligt. Beim Eintritt in tie Beratung der Ausgaben fragt der Abg. Richter, 16 es richtig sei, daß die Beförderung mosaischer öoldaten grundsätzlich ausgeschlossen sei; ferner, baß eine Vorlage betreffend militärische Eisenbahnen km Bundesrat vorliege. Der Kriegsminister vermint beides. Graf Behr spricht den Wunsch aus, baß den zu Uebunge« einberufenen berittenen Offizieren der Reserve und Landwehr Pferde zur Verfügung gestellt würden. Der Kriegsminister stellt Erwägung in Ausficht. Eine Anfrage betreffend die neuerdings häufiger gewordene Einziehung früherer Einjährig-Freiwilliger, die nicht zu Offizieren befördert wurden, wird dahin beantwortet, daß die amerhalb des Rahmens des Gesetzes erfolgende Einberufung zu Uebungen den Zweck verfolgt, die betreffenden Leute zu tüchtigen Unteroffizieren zu mchen. Die Generalkommandos seien angewiesen, «f die Zivilintereffen soweit Rücksicht zu nehmen, als die militärischen Interessen es gestatten. So stabet die Einberufung der Studierenden wenn möglich in der Ferienzeit statt. Auf die wiederholt drm dem Abgeordneten Richter vorgebrachte Be Hwerde, daß außer Juden auch der freisinnigen Partei angehörende Leute von Osfizierstellen aus- ftschlofsen würden, erwidert der Kriegsminister, daß tie Homogenität des Offizierkorps dahin führe, daß Elemente ferngehalten würden, welche in scharfer Opposition zur Regierung stehen. Entfernungen
» Westpreußen und Posen eine größere Anzahl von Handwehroffizieren kennt, welche notorisch der deutsch- mfinnigen Partei angehören; auch eine Anzahl serren jüdischer Religion seien Offiziere des Beur- _ l«lbtenstandes. Abgeordneter Hobrecht begrüßt die IbUFg Äußerung des Kriegsministers, politische Agitation
Köchcutliche Beilagcu: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain.
Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Ang. Koch.
Roman von I. von Werth.
(Fortsetzung.)
Zur Strafe finden Sie aber auf Schloß Strahleueck tt kerngesunde Wesen, die mit keinem Arzi 1 tr Welt mehr etwas zu thun haben wollen nod h heut uur über den Besuch eines lieben FreudeS
Nachtrag zur Aufnahme und Einkleidung eines Deutschordens- .Ritters in der Balle» Hessen.
Nach der schon ftüher beschriebeneo Predigt richtet der Laud-Scommenthur au deu nennt Ritter folgende Worte: Lieber OrdrnSbrnder, Ihr fiyb unnmehr voll» kommen empfangen uud oufgeuommeu in unser rilter- und brüderliche Gesellschaft des löblichen Deutsch. Ritter. Ordens und des Hospitals unserer lieben Fronen ,« Jerusalem. Zu wetterer Anrede ermahnt er ihn, sein Gewiffen immer so lauter und rein öU" halten, gleichsam wie sein Mantel rein und weiß sei, da uur aus reiuem Gericht die Tapferkeit, Großmut wie alle löbliche Thateu eotstebeu könnten, deren er sich nun zu beflerßigeu verpflichtet habe. Das Kreutz solle das bittere Leiden und Sterben J-su Christi des Heilandes bedeuten, was er für ihn und alle Menschen am Stamme des heiligen Sreutz-S erlitten habe, dasselbe ihm zum Beispiel bienen, alle Selben nnb ben Tob gerne zu erleiben, um feinen Glauben nnb deS Heilandes Namen willen, und um vamit bas «rentz trogen zu helfen. Das feibne Banb am Kreutz wäre das Zeichen, daß er sich g-müß seines Gelübdes aller Freiheit begebe: denn gleichwie die Schnur das Kreutz nm den Hals bönde so bände eS ihn an feine Pflicht, bem Hochmeister', tbm und jebem der von Ordenwegen ihm zur Obrigkeit gefitzt würbe, zu folgen nnb zu gehorchen bis zum Tobe u. f. f.
Der Drben, welcher schon lauge seine frühere Be» deutuug verloren, besten früher so strengen Ordens»
onllleu geooureuoou. xie erieim ylliic einige [’t dem Treiben des jungen Mädchens zugesthen. rief ste feinen Namen und fragte: .Bist Du gar nicht neugierig, Kind, zu hören, welche Sot» Wft Doktor Sroner uns überbracht?"
solle von dem Offizierkorps ferngehalten werden, mit Genugthuung; Parteistellung und religiöse Be- kenntniffe dürfen für die Zugehörigkeit zum Offizierkorps allerdings nicht maßgebend sein, jeder anständige Mann muß, wenn militärisch qualifiziert, wählbar sein; auch er kenne eine Anzahl jüdischer und freisinniger Offiziere des Beurlaubtenstandes. Die Abgeordneten Graf Behr, v. Frege, Graf Ballestrem und Graf Hoensbroech sprechen sich in ähnlichem Sinne aus. Titel 1 des Cap. 14, Gehalt des Kriegsministers, wird bewilligt, ebenso Titel 2, Offiziere des Kriegsministeriums, mit einem Mehr von 63 300 Mark, Titel 3, Ministerialräte vom Zivil, mit einem Mehr von 17 400 Mk. Unter Titel 4 wird für den Generalstabsarzt der Armee die Erhöhung der Zulage auf 4500 Mk. beantragt. Abg. Richter will gegen diese Erhöhung stimmen, weil ihm die Zeit nicht angemeffen scheint, bei den Spitzen Erhöhungen der Gehälter eintreten zu lasten. Der Kriegsminister begründet die Forderung damit, daß der jetzige Generalstabsarzt finanziell viel schlechter steht, als der verstorbene. Staatssekretär Maltzahn bemerkt, daß in allen Etats mit Rücksicht auf die allgemeine Finanzlage Gehaltserhöhungen nur in dringlichen Fällen beantragt worden sind. Die Position wird mit allen gegen 2 Stimmen genehmigt. Die Titel 6—11 mit unbedeutenden Mehrforderungen werden ohne Erörterung bewilligt; bei Capitel 15, Militär-Kastenwesen, bemerkt der Kriegsminister, daß Verhandlungen mit der Reichsbank schweben, welche den Zweck verfolgen, durch engen Anschluß an dieses Institut Ersparniste herbeizuführen. DaS Kapite wird bewilligt, ebenso Kapitel 16 und 17; Kapitel 18, Militär-Justiz-Verwaltung, wird ebenfalls unverändert bewilligt. Bei Kapitel 19, Höhere Truppen- besehlshaber, treten bekanntlich die Forderungen für die Neuformationen am sichtbarsten in die Erscheinung. Der Kriegsminister erläutert eingehend die Forderungen für eine anderweite Organisation der Kavallerie, insbesondere die Einstellung von Kavallerie-Inspekteuren. Die beiden Kavallerie-Inspekteure werden mit allen gegen 2 Stimmen bewilligt. — Die „Nordd. Allg. Ztg." hebt den thatsächlichen Erfolg der Subskription auf die italienischen Eisenbahn-Obligationen, woran neben Italien deutsches und holländisches Kapital beteiligt ist, hervor. 280 000 Obligationen sind gezeichnet worden, die Anmeloungen mußten reduziert werden. Der Erfolg Italiens ist sehr erfreulich, da die Spekulationskreise wegen des ungünstigen Geldstandes sernblieben. Der Erfolg ist somit auf das Vertrauen zurückzuführen,
kurzen Pause fügte sie hinzu: .Willst Du mir erst erlauben, Dir etwas zu erzählen?"
«Gewiß, Kind; aber was hast Du nur?"
Schnell hatte das junge Mädchen ein niedriges Polster an die Seite der Freitn gerückt und sich darauf niedergelassen. Die Arme auf ihren Schooß gelegt, beichtete fie ihr kleines Abenteuer.
Die Freitn lauschte, ohne fie zu unterbrechen. Als Rose aber endlich mit glühenden Wangen nnb vor Entrüstung blitzenden Augen schwieg, nahm fie ben Sockenkopf zwischen beide Hände, drückte einen innigen Knß auf die klare Stirn und sagte: «Bor Allem, meine wilde Rose, siehst Du daraus, daß man die Augen stets offen halten muß. Ich habe nichts gegen Deine einsamen Spaziergänge einzuwenden aber das Einschlafen im Walde vermeide in Zukunft. Du khft, eS kann unangenehme Folgen haben. Doch nun erzähle mir auch, wie Dein Märchenprin, auS- gesehen. Vielleicht raten wir, woher er stammt,"
«Glaube mir, Tante, ich war viel zu böse, nm ibn recht auzusehen. Wenn ich jetzt ruhig daran denke, ist mir, als sei er recht hübsch gewesen. SrauseS hellblondes Haar und dazu dnvk lbraune Augen, das sieht ganz sonderbar aus zusammen, aber sonderbar hübsch. Dennoch fehlt etwas in seinem Gefickt, waS ich nicht benennen kann, und was ich von allen Männern, die ich je gesehen, am deutlichsten auf dem Antlitz deS Herrn Professor (Sroner ausgeprägt gesunden habe."
«Ich hörte am letzten Dfterfeiertage, an bem Du eine größere Gesellschaft gegeben, Herrn Oberst Cousott mit bem jungen Grafen, bet mit ihm gekommen war, über Dottor (Sroner sprechen: ber sprach baS aus, was ich meine. Ich hörte, während ich mit Sonifon hinter der TaxnSwanb meinen ersten Spaziergang machte, nach der langen Krankheit, wie ber Graf sagte: «Wie kommt eigentlich jener bür gliche Arzt in diesen sonst so gewähtten aristokratischen Cercle?" Darauf entgegnete der Oberst: «Ich wünschte lieber Graf, wir hätten in der
«en. Nicht wahr, Taute Edith?" Dabei reichte t ber Freitn ihre frischen Lippen zum Kuß. Dann <t fie vor einen ber hohen Spiegel, nm ben U adzunehmen nnb bte wirren Locken schnell ein k#ig zu ordnen.
.Sehen Sie nur, Dottor", sagte die Freifrau, tbieich über das braune Haar des jungen Mädchens tkichend, «wie voll, dunkel und krau? nuferer Rose « Haar wieder gewachsen, das fie durch ihre Krank- wt verloren."
L »Ja, Tante meint, diese unbändigen Locken paßten M besten zu solch einer wilden Rose wie ich."
I «Sie machen gerade tote das Moos, unsere Rose Oder Lieblichsten unter ihren Schwestern", entgegnete pt Arzt, sich lächelnd gegen Rose verneigend.
L»£), tote galant Sie g-worden, seit Sie nicht auf Mahleueck gewesen", erwiderte das junge Mädchen, Mr-ud ihr die Helle Röte in die Wangen stieg.
. Da ließ die Uhr auf dem Kaminsims fünf Helle
zulückretchen. Die Expedition befand sich zur Zett in Korrokorro. Sämtliche Teilnehmer waren wohlauf. Die Gerüchte über die Vernichtung der Expeditton verlieren hierdurch wieder bedeutend an Wahrscheinlichkit.
— (Die neuen Bestimmungen über die dem Kaiser und anderen fürstlichen Personen zu erweisenden Ehrenbezeugungen.) Der Kaiser hat, wie schon gemeldet, neue Bestimmungen über die seiner, sowie anderen fürstlichen Personen bei Reisen in den preußischen Staaten seitens der Militärbehörden zu erweisenden Ehrenbezeugungen erlaffen. Nach denselben .gilt als Grundsatz, daß militärische Ehrenbezeugungen nur dann zu erweisen find, wenn solche bei Mitteilung über Reise und Ankunft von dem Kaiser befohlen werden. Es wird großer und Heiner Empfang unterschieden: bei ersterem ist gegen die früheren, nunmehr aufgehobenen Bestimmungen hinzugekommen, daß in Kavallerie-Garnisonen eine Eskadron zu Pferde als Eskorte gestellt wird. Dieselbe reitet zur Hälfte vor, zur anderen Hälfte hinter dem Wagen des Kaisers, der Führer der Eskorten-Eskadron hat seinen Platz in Höhe des rechten Hinterrades, ferner ist ein Leutenant als Ordonnanzoffizier im Paradeanzuge zu gestellen, jedoch ist dabei nicht ausgesprochen, von welcher Waffengattung derselbe sein soll. Die übrigen Anordnungen bezüglich Aufstellung von Ehrenwachen rc. sind die auch in Straßburg bei dem letzten Kaiserbesuche zur Anwendung gelangten. Bei kleinem Empfange hat nur der Gouverneur, Kommandant oder Garnison - Aelteste ht «kleiner Uniform mit Schärpe" zu melden, eine Begleitung des kommandierenden Generals von der ersten Station des KorpsbezirkeS findet hierbei nicht statt. Für die Kai erin, sowie die Kaiserinnen- Witwen werden mit Absehung von Ueberreichung der Rapporte, Einholung der Parole, Abbringen der Fahnen und Standarten, sowie Gestellung deS Or» donnanzdienstes dieselben Ehrenbezeugungen erwiesen, wie dem Kaiser. Ist ein Garnisonort gleichzeitig Festung, so werden von den Fronten, welche der Kaiser passiert, im ganzen 33 Kanonenschüffe abgefeuert, für die königlichen Prinzen 21 und für den Fürsten von Hohenzollern, sowie andere regierende Fürsten 12 Kanonenschüffe. Für auswärtige Kaiser und Könige beziehungsweise Regenten gelten mit Ausnahme des Verbringens der Fahnen und Standarten die Bestimmungen wie beim Empfange de- Kaisers, für auswärtige kaiserliche und königliche Thronfolger, einen Großfürst oder Prinzen auS auswärtigem königlichem Hause diejenigen für die preußischen Prinzen.
regeln nnb G-fttze schon lange nicht mehr Ungehalten mürben, hatte schon im Jahre 1671 ein Generalkapitel zu Mergentheim abgehalten, in welchem beraten würbe, tote bte eingetretenen Mißstände am besten beseitigt werden könnten, und wie viele» von neuem anzuorbneu nnb zu regeln wäre. Unter vielen anberen würbe auch beschlossen, bte schweren Kosten bei Eiukleibnug neuer Ordensritter nach Möglichkeit zu ermäßigen. Dieser Beschluß scheint in ber Boll.y Hessen aber erst im Jahre 1700 zur That- fache gediehen zu sein, denn erst von diesem Jahr ist eine neue Vorschrift darüber ungeordnet worden. Danach sollten statt ber früheren statutenmäßigen 1000 Thlr. AnfnahmSgelber zur Bolley nur noch 1000 fl. bezahlt werden, die Ritterschlagsgelber, welche 200 Thlr. betrugen, auf 150 Gulden ermäßigt werben. Für bie gemeinsame Mahlzeit, welche nach dem Ritterschlag stottsaud, statt 200 Thlr. nur 200 fl. berechnet werben n. s. f. Demnach bie Ans» nohmekosten, welche im Allgemeinen genau festzu» stellen waren nnb hiernach früher mit 2000 Thlr. berechnet worden waren, wurden nun auf 1530 fl. rheinische Währung ermäßigt. Such sollten viele andere Kosten dem neuanfgenommenen Ritter erspart bleiben, so wie die Präsente an ölte Priester deS Ordens, die je 1 Dukaten betragen, auch die Beschenkung jedes OrdeuskavallierS mit einem vergoldeten Degen rc. Doch hatte der Noviziat außerdem noch mancherlei Kosten, z. B. mußte er seine Stammbäume in duplo nnb kunstvoll gemalt einreichen; ebenso mußte er letn Wapp uschild, durch einen Bildhauer kunstvoll skulpiert, dem Orden widmen. Derartige Wappenschilde find noch in der St. Elisabethktrche an den Säulen anfgehängt.
Folgendes berichtet «eine Information vor einem Kavalier, so in den Ritterorden ausgenommen zu werden verlangt", welche ohne Datum, aber allem Anschein nach ans dem Anfang des 18. Jahr- Hunderts stammt:
1. Wer in den hochlöbl. Kutschen Ritterorden ans-
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIV Moffe in Frankfurt a. M., Bettrn,München u. «8ln; ® 2- Daube u. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».
welches der Anlagemarkt der italienischen Regierung entgegenbringt.
— Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Bericht Wißmanns, dattert von Mpwapwa, den 13. Okt. 1889, worin mitgeteilt wird, Kingo, der Häuptling von Simbabwena und Mrogro, habe das in ihn gesetzte Vertrauen gerechtfertigt, er fei ein offener Feind Büshiris und habe geholfen, die Rebellen in die Flucht zu schlagen. Sein Dorf werde befestigt. Am 5. Oktober erfolgte die Ankunft in Mokondokwa, woselbst Bushiri längere Zeit gelegen hat. Die Bewohner brachten Geschenke und erhielten Schutzbriefe. Am 12. Oktober kam Wißen arm nach beschleunigtem Marsche nach Mpwapwa. Nachdem er durch einen Brief der englischen Missionare an den inzwischen vertriebenen Leutnant Giese, den der Reichskommiffar öffnete, von der wiederholten Anwesenheit und Plünderung Büshiris dorten Kenntnis erhalten hatte, trafen 4 Soldaten von Stanley und einer von Emin Pascha ein, welche am 10. August Stanley in Usunuma verließen und einschließlich 9 Ruhetagen über Noembo, Nweriweri und das nördliche Ugogo seit 33 Tagen unterwegs waren. Sie sagten aus: Emin Pascha und Casati mit 100 Sudanesen-Soldaten und viel Volk, sowie viel Elfenbein, ferner Stanley mit 6 Europäern, Nelson, Jephson, Stairs, Parke, Bonny, Williams und 240 Sansibariten seien gleich nach ihnen aufgebrochen, müßten also am 20. November in Mpwapwa ein treffen. Emin und Stanley hätten mehrfach gegen die Mahdisten gekämpft, dieselben zurückgeschlagen und dabei die große Fahne des Mahdi erobert. Der größte Teil der Soldaten Emins bestand darauf, daß ihr Weg in die Heimat nicht nach Süden führe; Emin habe die Stationen unter das Kommando zweier egyptischer Offiziere gestellt. Von einer Bewegung der Senussi und Couso, von Khartum und Abessinien wußten die Leute nichts. Die englischen Missionäre in Kisowke und Mamboia bedürften Schutz, bis das Schicksal über Bushiri entschieden habe, obschon dieselben mit den Eingeborenen auf gutem Fuße leben; ohne Schutz müßten die Missionäre aufgefordert werden, ihre Station einzuziehen. Betreffend die Nachbarstämme werden die Maffai nichts Feindliches * gegen die Station unternehmen, während die Wahehe ein räuberisches Gesindel seien, bei denen vielleicht Bushiri sich aufhält, da sie mit nur wenigen Gewehren im Zaume zu halten seien. — Das Emin Pascha-Komitee erhielt heute ein Telegramm, wonach in Lamu Briefe von Dr. Peters eingetroffen sind, die bis 5. Ott.
Aristokratie recht viele Männer, die sich dies.rn bürgerlichen Arzt mit Recht an die Seite stellen könnten, was den Adel des Geistes bekifft. Auf diesem Gebiet ist er ein echter Ritter. Ich habe so oft an die Worte deS Oberst Cousott denken müffen.
(Fortsetzung folgt)
LUU» *Hläge ertönen nnb Dottor Sroner empfahl sich, ba fijtbeu 6 tod) mehrere Patienten zu besuchen hatte.
a und l Aose trat zn ben Blumen nnb begann btefelben ° oj ? verschiedene Vasen zu ordnen. Dar übermütige nZT ^4iln, baS noch eben nm ihren kirschroten Mund '• *7" schwebt, war verschwunden und die großen Kinder- I775u geen blickten gedankenvoll. Di^ Freitn hatte einige