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Wöchentliche Beilage«: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham. Illustriertes Souutaasblatt.

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch. ***

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ausgeworfen sind, und daß die Verwaltung sich be­müht, auch dem Fahrpersonal, den Weichenstellern «. a. mehr und mehr Sonntagsruhe zu schaffen;

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einzelnen Pilger. Zwischen dem Vatikan und Ruß- fnb ist betreffs der Wiederbesetzung der 4 vakanten bischöflichen Sitze in Rußland eine Einigung erzielt worden. Die Vereinbarung bleibt jedoch lediglich auf diese Bischöfe beschränkt. - Die administrativen er ir sind beendet. Der bisherigen Schätzung zu­folge ist die Liste des liberalen Zentralkomitees, wie bei den Provinzialratswahlen, auch bei den Kommunal­ratswahlen durchgedrungen.

11. Nov. DasJournal osfiziel' ver- öffenlllcht die Ernennung von Barben zum Marine­minister.

Belgrad, 11. Nov. König Milan ist gestern abend hier eingetroffen und wurde am Bahn Hofe von dem Könige Alexander und den Ministern empfangen. Der König eilte auf seinen Vater zu und beide küßte» sich auf daS herzlichste. Im Empfangssalon hielten die Könige Alexander und Milan Cercle ab, wobei letzterer besonders den tür­kischen Gesandten Zia auszeichnete.

sNachdruck »erboten.]

Iugeborg

Gin Haide-Jdyll von Johann« Berger.

(Fortsetzung.)

HrAim» UgAlm.

Marburg, 12. Novbr. (Bürgerverein.) Zu der gestrigen auf der Freidhofschen Terraffe ab­gehaltenen Monatsversammlung deS Bürgervereins/ auf deren Tagesordnung ein Vortrag des Herrn Profeffor Dr. Stengelüber die Umwandlung des hiesigen Realprogymnafiums in eine lateinlose Realschule" stand, war neben einer großen Anzahl Mitglieder des Vereins auch daS Lehrerkollegium der genannten Schule durch die Herren Rektor H e mp f in g, Lehrer Hölzerkopf und Dr. Schäfer vertreten. Herr Profeffor Stengel wies zu Beginn seines Vor- trageS darauf hin, daß die Ueberzeugung einer Re­form unserer höheren Schulen in immer weiteren Kreisen Platz greise und bereits in der Gründung mehrerer Schul - Reformvereine ihren Ausdruck ge­funden habe. Sodann gab derselbe eine Darlegung der speziell in hiesiger Stadt und für die Umwand­lung des hiesigen Realprogymnasiums in den letzten Jahren begonnenen Bewegung, welche mit dem mini­steriellen Bescheide, daß im Falle einer Umwandlung der Schule der Staat sich zu dem seither gewährten jährlichen Zuschuß von 7500 Mk. nicht mehr ver­pflichtet halten werde und der Erklärung der Stadt­behörde, daß sie in Rücksicht hierauf von einer weiteren Verfolgung dieser Angelegenheit Abstand nehmen muffe, ihren vorläufigen Abschluß fand. In anbetracht deffen, daß der Herr Kultusminister selbst bei mehreren Anläffen kräftigst für eine Um­gestaltung der Realprogymnasien in gedachtem

mittel im Gesamtbeträge von etwa 5 Mill. Mark wurden unverändert bewilligt. Hierbei wurde dar­auf aufmerksam gemacht, daß von den seit 1871 im Reichsland verbauten 210 Millionen Elsaß- Lothringen, bezw. die Bezirke und die Gemeinden für Lokal- und Meliorationsbauten etwas über elf Millionen trugen. Bezüglich der Deckungssrage 6 * hält sich die Kommission für spätere Entschließung vor.

Darmstadt, 10. Nov. Es steht nunmehr fest, daß der Kaiser in der ersten Hälfte des Monats Dezember zu einem kurzen Besuche hier eintreffen wird. Dieser Besuch soll aber nur einen familiären Charakter haben und, soweit es jetzt wenigstens fest- steht, sich nach außen höchstens auf einige Jagdaus­flüge erstrecken. Ob der Kaiser auch einen Abstecher nach Worms zur Besichtigung des Spiel- und Fest­hauses unternehmen wird, gilt hier in eingeweihten Kreisen noch für zweifelhaft; der feierlichen Eröff­nung des Wormser Theaters am 20. d. M. wird Se. Majestät jedenfalls nicht beiwohnen; jedoch wird der Großherzog von Heffen zu derselben erscheinen Wie von anderer^Seite wird, wirb ver­

mutet, daß dem. -ocsuche des Kaisers in Darmstadt ein solcher bei der kaiserlichen Großmutter in Coblenz vorhergehen wird, daß also die Reise von Berlin über Köln - Coblenz - Mailtz nach Darmstadt gehen werde,

Mönche», 11. Nov. DerAllg. Ztg." zufolge würde die Regierung die Erttärung der Zentrums­partei bezüglich deS EideS auf die Verfaffung vor­läufig nicht beantworten. Gegen den Vorbehalt bei der Vereidigung der neuen Abgeordneten würde sie ihr Veto einlegen, dagegen sei es schwierig, gegen die schon eingeschworenen Abgeordneten vorzugehen. Die willkürliche Behandlung des Staatsbudgets würde die Zentrumsfraktion dem Unwillen des Volkes aussetzen, wie bereits die letzten Landtagswahlen be­wiesen.

-Jage, willst Du nicht zum Sdendttsch herunter kommen?" so klang nach einiger Zest die Stimme der Müllerin zur Thür herew. .ES wäre beffer, du kämest uod nähmest Dich deS Erich an, denn die Eve"fie sprach leiser, .dar leichtfertige Ding! Aber fie weiß, wohl kaum war fie thut. Sie fitzt au seiner Sette und spricht mtt ihm und kost, als wen» er ihr Liebster wäre. Die Sache kommt mir gar nicht richtig vor!"

Iugeborg war hastig aufgesprungen. Ihre Lippen zuckten. .Ich kann nicht, liebe Mutter," sagte fie bitter, .ich kauu wirttich nicht mtt Dir kommen!"

»«ber Inge I erwiderte diese. .Ich meine eS gnt. Auch denke ich, wenn Du anders zu ihm wärest?" . »34, Mutter?" fragte fie mtt einem Zone, welcher d« Müllerin daS Herz zerschnitt. .Ich? Nein »ein, eS ist mir unmöglich l"

, »Armes Kind." Die alle Fran strich mtt der Hand liebkosend über die heiße Sttrn ihrer Tochter. .Du fieberst, Inge, ist Dir nicht wohl?" fragte fie besorgt. .Du hast Dir gewiß einen tüchtigen Schunpfeu im feuchten W-lde geholt?"

Iugeborg uickte. Ja, Mutter, äugstige Dich uicht. Weuu ich eiu wenig geruht habe, so geht's vorüber."

.Nun, da will ich rasch wieder gehen, fie warten unten mit der Suppe. Und da schlafe nur tüchtig au«, Kind, daun wird Dir besser. Gute Nacht, Zuge!'

.Gute Nacht liebe Mutter!"---

Die linde Sommernacht hatte begonnen. Der Mond war aufgegangeu und auf der Haide schimmerte der Thau iu funkelnde» Tropfen. AuS dem dunklen Föhrenwalde rief der Kuckuck zum letzten Mal.

In der Mühle war es still. Der Hausherr hatte den Abendsegen gesprochen und eS war frommer Brauch in deS Müller« ehrbarem Hanse, nach dem Gebet zur Ruhe zn gehen.

Iugeborg staub wachend am Fenster. Sie hatte die Arme aufgkstenwt und ihr tadelloser Gesicht rn&te »«f den verschlungenen Händen. Unbeweglich, wie ein Marmorbttd stand fie da und starrte hinan«.

Sinne eingetreten und infolgedessen durch die an 1 Marburg erteilte Antwort mit sich selbst in Wider­spruch geraten sei, und da ferner der Staat an einer solchen Umgestaltung der höheren Schulen ein größeres Interesse haben sollte als die Kommune, so glaubt Redner daran festhalten zu müssen, daß es zur Erreichung des gesteckten Zieles nicht zu spät und die Wiederaufnahme der Agitation an der Zeit sei und versuchte nun, unter Zugrundelegung eines ausführlichen statistischen Materials, die Schülerfre­quenz und die Thatsache enthaltend, daß die Mehr­zahl der Schüler auS Handels- und Handwerker­kreisen komme, den Nachweis zu führen, daß sich eine Reform unserer Schule schon aus deren eigenem den Bedürfnisse der Stadt anznpaffenden Berhätt- mffen heraus rechtfertige und trete er als Neuphi­lologe für eine vollständige Beseitigung des latei­nischen Unterrichts ein, obwohl er sich fürs erste auch mit einer teilweisen Beseitigung und zwar aus den drei unteren Klassen der Schule einverstanden erttären könne. Herr Rektor Dr. Hempfing, welcher hiernach das Wort ergriff, erläuterte in längerer Ausführung seinen in den Schulprogrammen von 1886 und 1889 sowie in einem Extrablatt der Oberhessischen Zeitung dargelegten Standpuntt zu dieser Angelegenheit und hob hervor, daß er sich ebenso wie der Herr Vorredner mit einer Besei­tigung des Lateins aus den 3 unteren Klasse» wohl einverstanden erklären könne, eS stände» jedoch der Ausführung dieses Projektes so gewichtige Be­denken entgegen, daß aller Wahrscheinlichkeit nach in dieser Richtung wenig Ersprießliches zu erreiche» sei. Die Stadt Altona habe eine derartige Einrich­tung, stehe jedoch bis jetzt ganz allein da und keine andere Stadt wage zu folgen, während zwei andere Schulen mit ihren ebenfalls angestellten Versuchen so schlimme Erfahrungen machten, daß sie sich jetzt nach den alten Verhältnissen wieder zurücksehne». Redner unterwirft dann die statistischen Zusammen­stellungen des Herrn Vorredners einer scharfen Kritik und kommt aufgrund einer 40 jährigen praktischen Thätigkeit als Lehrer zu ganz anderen Schlußfolge­rungen aus derselben. Nicht dem Lehrplan und derSchule fielen einzelne vorhandene Mängel zur Last, sondern der Eigenartikeit deS Schülermaterials und dem unüber­legten Handeln vieler Eltern. Auch lasse sich Vor­aussagen, daß mit der Umwandlung des Real­progymnafiums in eine lateinlose Realschule der Stadt nicht nur die 7500 Mk. Staatszuschuß, sondern auch die Hälfte des jetzt erhobenen Schul, gelbes durch den unausbleiblichen Rückzug der

Plötzlich ging ein Beben durch ihre Gestalt. Dort "Uten am Bache, iw Schatten der Erlen standen Erich nnd Evchen. Znwellen zuckte ein silberner Mondes- strahl über die weiße Gestatt ihrer Schwester nnd über ihr rosige» Gesicht. Und jetzt beleuchtete der Mond noch mehr ein zärtliches Kosen nnd Küssen.

Iugeborg wich erschrocken zurück, sie lehnte da» matte Haupt an dir Fensterwand, denn die Sinne drohten ihr zu schwinden. Aber fie hörte jeden Ton. Dentlich vernehmbar jedes Wort an ihr Ohr

.Weißt Du anch, Herzensschatz-, so hörte sie Erich flüstern, »daß ich Dich schon liebte, von der ersten Staude au, wo ich Dich sah?" '

.Bon der ersten Stunde?" fragte fie lachend. .Aber wie konntest Du «ich gleich s, lieb haben?"

.Ich weiß es nicht, Evchen! Ich fühle nnr, daß ^" ganzes Denkeu nnd Empfinden Dein eigen ge- worden ist, daß mein Herz Dir gehört, nnd, und wenn", er verstummte plötzlich.

.U1 wen» Da Jage geheiratet hättest", fiel ihm da» Mädchen ins Wort, ,Dn einen recht dnmrnen Streich begangen haben würdest. Ist es nicht so, Erich r

.Meine «bficht war eS allerdings," erwiderte er eia wenig verlegen. .Dean Du maßt wissen, daß ich so halb und halb mit ihr versprochen war. DaS war vor langen, langen Jahren fie hat mich während- de« vergessen und aafgegeben. Und daS ist ein Glück >ur «ich, denn nachdem ich meine süße Haideblnwe gesehen habe"

.Hast Du gemerkt, daß eS mtt Deiner allen Liebe sehr schlecht bestellt war."

»Wie mau'S nehmen will. Ich habe Jageborg sehr gern, nad wenn fie mich noch gewollt hätte; Sannst Dn's mir verdenken, Evchen, wenn ich etwas ans Dein- Schwester balle?"

Eine Wolke legte sich über daS schöne Geficht des Mädchen», fie entzog dem jungen Manne rasch ihre Hand. '

(Forts-tznug folgt)

Auoloub.

Bari, 11. Nov. Das deutsche Geschwader passierte heute nachmittags den Leuchtturm von Monte Saraceni.

Rom, 11. Nov. Die Ankunft Kaiser Wilhelms in Monza wird am Dienstag Abend erwartet. Am Mittwoch findet eine Jagd in dem Park zu Monza statt, die Abreise des Kaisers nach Verona, wo er wieder mit de? Kaiserin zusammentrifft, ist auf Mitt­woch Abend festgesetzt. Der heutigen vom Papste celebrierten Messe wohnten alle anwesenden Pilger und zahlreiche Fremde bei. Der Papst segnete jeden er suchte? Er wußte e» nicht, er wußte kaum, daß in dieser Miunte das Glück nnd Elend seiner ganzen Zuknust znr Eutscheidnug kam, während sein Herz leidenschaftlich nach Liebe schrie. Aber über sein Leben war der Würfel gefallen: einen SngenÜick "och zögerte er, dann stürzte er der verlockenden Sirene entgegen. Sie sah ihn kommen nnd lächelte ihn süß verheißend an. Da nahm er ihre Hände in die feinen und sah ihr mit trunlenen Angen ins lachende Augeficht.

.Du würdest nicht so lächeln, Evchen", sagte er, .wenn Du wir das Herz brechen tooSteft?"

-Hältst Tu mich für so grausam?" fragte fie, mit der Unschuld eines KiudeS zu ihm anfblickeud.

»Sch Evchen, Evchen!" tief er feurig. Und daun zog er fie stürmisch an feine Brust uud küßte ihre» roten Mnnd.

Uud fie ließ fich lachend von ihm küssen nnd von feinen Arme» umschlungen ging fie lachend uud koseud mit ihm heim. >

Oben im kleinen Giebelstübchen deS MühlgnteS lag Iugeborg anf den Knie» vor ihrem Bette, preßte daS thräneuüberströmte Gesicht in die Kiffe» uud schluchzte in verzweiflungsvoller Qual. Ihre Gedanken schweiften in die Vergangenheit zurück. Erich hatte fie einst wahr und treu geliebt. DaS war vor langer, langer Zeit. Und jetzt war diese Liebe entflöhe», beuu eine Andere hatte fich zwischen zwei Menschen­herzen gedrängt. Sie wußte und fühlte eS. Aber dennoch hatte er seine Pflicht gegen fie erfüllen wollen, als ehrlicher, rechtschaffner Mann, toenn auch mit blutendem Herzen. Uud da war eS wiederum ihre Pflicht gewesen, ihn abzuweisen denn et liebte fie ja nicht mehr. Der Gedanke, daß ein Mädchen im Stande fei, unter solchen Verhältnissen den Mann ihrer Wahl zu heiraten, fand in ihrem Hetzen keine» Raum. Das ließ schon ihr Stolz nicht zu. Eine Ehe ohne Liebe wat gar nicht denkbar in ihrem reinen Gemüt. Und dennoch wollte der Jammer ihr beinahe daS Herz brechen.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und OHfX___I______

Feiertagen. Ouartal-Monnements-Preis bei der Expe- ZUfurMllrlt.

dition 2*/t Mk., bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (Al.

L'sLSL" 8" Mittwoch, 13. November 1889.

Deutsches Reich.

Berlin, 11. Nov. Die Budgetkommission trat heute in die Beratung des Etats der Verwaltung i der Eisenbahnen ein. Berichterstatter ist der Abg. Dlsfiniä. Der Ueberschuß des Etats dieser Ver­waltung beläuft sich auf 20 Millionen Mark und ergiebt einen Mehrüberschuß von 800 000 Mk. gegen das laufende Etatsjahr. Von dem Herrn Regierungs- kommiffar wurden die Grundsätze bei der Einnahme­berechnung dargelegt. Auf Grund der Einnahmen Dom Monat April bis Oktober d. IS. ist die Jahreseinrahme aus dem Personen- und Güter­verkehr auf 48 V* Millionen Mark geschätzt, dabei ist aber zu berücksichttgen, daß dem Jahre durch die - Pariser Weltausstellung, durch die Anwesenheit des Kaiser» in Straßburg u. s. w. besonders hohe Ein­nahmen aus dem Personenverkehr erwuchsen, daß der Güterverkehr infolge des Aufschwunges der Industrie fern außerordentlich großer war, und man nicht auf ganz so günstige Verhältnisse rechnen dürfe. Aus Antrag des Ao». Dr. Hammacher teilte Geh. Rat Kinel .mit, br.6 eine Herabsetzung der Güter- |ür Rohstoffe Entschließungen nicht gefaßt sind.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowu die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler

Frankfurt a. M., Eaffel, Magdeburg u. Men; Rudolf YYIV Qnhrrtntm

Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin,München u. Köln; ®. g.

Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Haris.

für das übrige Personal ist der Zweck schon zum (629! i großen Teil erreicht. Von konservativer Seite wurde der Wunsch ausgesprochen, daß man mit den Sonn- Ltt-fet tags-Exirazügen sparsamer sein möchte. Die Aus­gaben des außerordentlichen Etats für zweite Geleise, fir mehrere kleine Bahnstrecken, für Erweiterung 6on Bahnhöfen und für Vermehrung der Betricbs- >wi6

Vor ihm glühte die Haide im rosigen Abendlicht, vielleicht fand er dort das Glück und die Liebe, den Ionnenscheiu deS Leben». Er wollte alle» feinen dchrnerz, feine Sehnsucht, sein Hoffen und Sieben Maustrage» in die wunderschöne, rosige Hatdewelt.

Vom WaldeSraude her schwebte ihm eine weiße Elfengestalt entgegen, den Betgißmeinicht-Kranz im fonben Haar. War fie der Sonnenschein, nach dem

Mit Rücksicht auf die voraussichtliche Minderein- *4* mm nähme durch den Paßzwang, durch die Verschiebungen lUV# infolge des Steigens der Kohlenpreise u. s. w. mm! nimmt man Abstand, die sehr vorsichtig berechneten HU1 Einnahmen höher einzustellen, wie dies ursprünglich von einigen Mitgliedern der Kommission beabsichtigt war, und eS wurden die Einnahmen unverändert Mt rund 50 Millionen bewilligt. Die Ausgaben, trt entsprechend der Verlängerung des Netzes und f) ler Verstärkung des Verkehrs wachsen, wurden eben­

falls mit rund 30 Millionen bewilligt. Der Refe- G rent wies darauf hin, daß der Etat in erfreulicher Weise eine Aufbefferung der Stellen der Beiriebs- und Eifenbahnsekretäre enthalte. Auf eine Anfrage wird mitgeteilt, daß für Stellvertretungen, um den ________ Angestellten Sonntagsruhe zu sichern, 86 000 Mk. Kindei für die Beamten und 57 000 Mk. für die Arbeiter

Der Abend brach herein. Im Gebüsch fing die Nachtigall zn klagen an und durch die stille Luft zog emver« Rauschen, wie ferne» Glockengeläut.

Gesangs« Sie traten schweigend den Heimweg an und ginge» »KE vol langsam de» schmale» Pfad zwischen de» Haidehügeln Mn. Iugeborg mit niedergeschlagene» Ange», während Erich gleichgiltig die alteisgraaen Hünensteine be­trachtete, die an» den Erlcabüscheln hervorragten.

An der Mühle angekommen, wollte er ihr noch einmal die Hand reichen, aber fie wandte fich kühl ton ihm ab.

.Inge, Inge, gehe Nicht so von mit!" so tief er »ebevd an».

Sie zitterte heftig. Kaum atmend, mit wild pochendem Herzen blieb fie stehen, aber ihre Stimme hatte eine» hohlen, eisigen Klang, als fie erwiderte: t®ae willst D» noch von mir, Erich?"

Und mit Eiseskätte wehte eS ihn an. Er schaute St fröstelnd in da» bleiche Gesicht, in die toten, iteren Augen.Ich, ich will nichts I" so sprach tt fast tonlos.

Mit gesenktem Haupte, wie ein Schwetkranket, w schwankte er über den Mühlensteg zurück durch ton Garten in die duftende Haide hinan». Er wandte mh nicht um, er blickte nicht rückwärts, er sah nicht Me zitternde Mädchengestalt mehr, die um ihre ver- «reue Liebe meinte.