vie
ter
WöcheMche Beilagm: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg mb Kirchhain. — Illustriertes Souutaasblatt.
_________ Expedition: Markt 2L — Redaktion, Druck uud Verlag von Joh. Ang. Koch. "
»err
vitätk
rlle
ns.
hier-
mer-
(6297
i-fel.
jronru hery, ann.
tinder- !k. 68,
ner.
ibeck.
ll.
wart, !aris.
'M
889i
ülfred L
l mit mfge- 7380
de
ir- 77 ch en oit
l,
««
lt
iter» tuns nter 1930
die
re'/. 'S»/.
'61/. V*I, M
'7 V.
>1V. SV. 'SV. SSV. -3'/.
>8
>8 « MV.
)9*/, We
wurden; bei den Betrieben kommen eigentlich nur ernsthaft in Betracht das LandcSzuchthaus Marien- schloß und die Gefängnisse und Provinzialarrest- häuser zu Darmstadt, Mainz und Gießen, von den übrigen 46 selbständigen Haftlokalen des Landes befinden sich nur 6 mit gewerblichem Betrieb, doch ist dieser nur äußerst gering. Zu diesem Resultat bemerkt die offizielle „Darmstädter Ztg.": „Hiernach kann der Gewerbe- und Fabrikbetrieb in dm Strafanstalten gegenüber der gesamten gewerblichen Thättg« leit im Großherzogtum nur als verschwindend gering bezeichnet und von einer dadurch verursachten Schädigung des Kleingewerbes wohl kaum geredet werden.«
Worms, 5. No». Die „Wormser Zig." meldet: Bei der hiesigen Bürgermeisterei ist die Mitteilung eingetroffen, daß der Kaiser anfangs Dezember der Eröffnung des städtischen Spiel- und FesthaüsrS beizuwohnen gedenke. Hiernach würde also auch wohl der Besuch in Darmstadt und Coblenz erst anfangs Dezember erfolgen.
Stuttgart, 5. Nov. Der „Staatsanzeiger« vernimmt, das Ministerium der Berkehrsanstaltm bereite einen Gesetzentwurf vor wegen Beschaffung von Geldmitteln für Eifenbahnzwecke, speziell zur Erbauung weiterer Bahnen untergeordneter Beden- iung, Herstellung von Doppelgeleisen und Vermehrung des Fahr- und Betriebsmaterials. Falls die Vorarbeiten dies gestatten, wird bei dem nächsten Landtage auch eine Kreditvorlage über die Anlage von Verbindungsbahnen behufs Entlastung des Stuttgarter Bahnhofes eingebracht werden.
Anstand.
Wie«, 5. Nov. Das „Fremdenblatt" bespricht die Budgetdebatte im deutschen Reichstage und bemerkt dazu: Die ausgesprochenen Beschwerden entspringen nicht bloS der Partei» sondern beruhen größtenteils auf allgemeinen Verhältnissen, woran aber die Friedrnsmächte nichts ändern können. Den Regierungen ist ein Streben nach Kriegsruhm nicht vorzuwerfen, die Aufrechthaltung des Friedens ist vielmehr das Ziel ihres höchsten Ehrgeizes. Nur die Verblendung könne bestreiten, daß sie in dieser Hinsicht die Vollstrecker der Volkswünsche seien. Der allgemeine industrielle Aufschwung mache die düsteren Voraussagen zu Schanden. Die ökonomische Kraft Deutschlands sei trotz der notwendigen starken Rüstungen ungebrochen und die glänzende Stellung im Rate der Nationen vermehre auch seinen Reichtum.
Pest, 5. Nov. Das Abgeordnetenhaus nahm mit großer Majorität den Gesetzentwurf betreffs der schetulich hast Du seine harten Schläge noch nicht überwunden l*
In diesem Augenblick kehrte das junge Mädchen znrück; die offenbare Enttäuschung, die ihre Züge wiedersptegelte», zeigte, daß sie das Gesuchte nicht «. fundeu. Bon einer plötzliche» Eingebung geleitet, näherte der Herzog sich ihr und sagte in freundlich gewinnendem Tone: .Darf ich Sie bitten, mein schönes Stob, uns den Weg »ach dem Dorf zu bezeichnen? Wir haben uns in den Bergen verirrt.«
Gertrud blickte den Sprecher eine S-kuude mit mtpt Ausdruck in ihren Augen als bisher au uud schien sich dabei auf irgend etwas zu besinnen. Dann aber brach sie in ein krampfhaftes Lachen ans und siks. ihm ganz nahe tretend: .Hahaha! das waren ja feine Worte, als wir »ns zuerst hier in den Bergen trofen, bcnn vorher hatte ich ihn nie gesehen! — Uud wahrlich, Sie find ihm auch ähnlich I« fügte sie, den Httzog geuauer bettachtend, hinzu, .uur war sein Haar dunkler, feine Stimme klangvoller--aber
“Den Sie, sprechen Sie doch, damit ich noch einmal Ihren Laut höre!«
Die Augen der Herzogin hatten sich längst mit ^“'“jeffint, und ihren Begleitern ein Zeichen Wnd, sich noch Wetter znrückznziehen, sagte fie halb- laut ,n ihrem Gemahl: .Großer Gott, fie ist wahn, finnig! DaS Unglück, wie der namenlose Summer, °e« fie ,n tragen hatte, hat ihren Verstand zerrüttet.«
Jndeß kam der Herzog dem Wunsche des jungen Mädchens nach und sagte langsam, indem er sie voll Teilnahme bettachttte: „Sie gehen vielleicht mit uns und führen nuS nach Windermere! Wollen Sie uns begletten?«
.Sie begletten? Nein, nein, Sie find nicht Er!« entgegnete Gertrud nach einer Panse, während welcher fie sich zn besinnen schien. .Glauben Sie, ich würde ihn nicht wiederkeuuen? O, ich könnte ihn von Taufen- deu uuterscheideu, wenn ich nur feine Stimme hörte, au die mein Ohr, mein Her gewöhnt war!« —
(Schluß folgt)
foü der Kaiser auf der Rückreise von Worms, wo der Besuch amtlich angemeldet ist, der Kaiserin Augusta einen Besuch machen. Von hier aus foE dann die Rückreise über Gießen nach Berlin erfolgen. Da der Aufenthalt kurz, wahrscheinlich nur einige Stunden beträgt, so werden wohl größere Festlichkeiten u. s. w. nicht stattfinden.«
Lübeck, 5. Nov. Anläßlich der heutigen lOviährigen Jubelfeier der hiesigen Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Thätigkett wurden Pro- seffor Rudolph Gneist (Berlin), Profeffor Viktor Böhmert (Dresden) und Redakteur August Lemmers (Bremen) zu Ehrenmttgliedern ernannt. Die goldene Medaille erhielten Senator Brehmer, Polizeirat Hach und Profeffor Sartorie, sämtlich in Lübeck. Der Senat von Lübeck verlieh der Gesellschaft die goldene Ehrendenkmünze.
Dessau, 4. Nov. Ueber den Besuch deS deutschen Kaisers am herzoglichen Hofe in Deffau in den ersten Dezembertagen erfährt die „Magdeb. Ztg.« folgendes: Die erste Besprechung deS Besuches hat zwischen dem Kaiser und dem Prinzen Albert von Sachsen- Altenburg, dem Bruder der Frau Herzogin von Anhalt, stattgefunden. Hierauf erfolgte die offizielle Einladung. Das Programm, das letzterer zu Grunde liegt und noch der Zustimmung des Kaisers harrt, ist für drei Tage entworfen. Am ersten Tage, mittags oder nachmittags, Ankunft in Dessau, Hoftafel, Galatheater, Jllmninatton. Am anderen Morgen früh Pürschjagd bei Vockerode, nachmittags große Hofjagd in der Mosigkauer Haide. Für den dritten Tag ist eine Hasenjagd in der Nähe des herzoglichen Schlaffes Biendorf in Aussicht genommen, wo das edle Geschlecht Derer von Lampe seinen Stammsitz hat, legionenweise auf dem schweren Zuckerboden sich herumtteibt und die Flintenschüffe der Hohenzollern seit alter Zeit aus reicher Erfahrung kennt.
Darmstadt, 3. Nov. In den letzten Jahren sind aus den Kreisen deS Kleingewerbes vielfach Klagen über schädigende Konkurrenz der Sträflingsarbeit laut geworden. Es hat sich aus diesem Grunde die Großh. Zentralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbeverein veranlaßt gesehen, statistische Ermittelungen über den gewerblichen Ar- beitsbettieb in den Strafanstalten des Großherzogtums zu erheben. Diese Erhebungen hatten folgendes Resultat: Die Zahl der in den hessischen Strafanstalten beschäftigten Arbeiter belief sich zur Zeit der Erhebungen auf 1361, für welche an Ar- beitslöhnen im Jahr Mk. 81420.49 ausbezahlt der Landstraße nach Windermere halte» und bestiegen die Berge, hinter welchen die vielgerühmten Ufer deS Sees lagen.
Auf einer Höhe angelangt, von welcher «aus fie auf das Dorf htoabblickeu konnten, sagte eine noch junge und schöne Dame zu ihrem Begletter, indem ue nach dem Dorfe htodeutete: .Dort unten wohnt das liebliche Mädchen, dessen trauriges Schicksal im verflossenen Winter so oft erzählt wurde —«
.Also die Rose von Windermere, die allen Reisen. deu °ls das Schönste dieser schönen Gegend bekannt ist ?« entgegnete ihr Gemäht .Ich muß gestehen, daß ich neugierig bin, fie zu sehen, da ich fie bis jetzt nur ans Deiner Beschreibung kenne.«
»Möglich ists, daß wir fie hier in den Bergen treffen!« antwortete die Herzogin von Devonshire, denn fie war, aber diesmal von ihrem Gemahl be- gleitet, auf ihrer alljährlichen Reise wieder hier an. gelangt; wie aber mögen wir fie wiedeifiuden nach all dem schweren Leid, das fie, noch so jung, in kurzer Zett erlebt hat?« / ' J
Diese Worte waren kaum gesprochen, als fie in geringer Entfernung eine leichte, weißgekleidete Gestalt die Berge htoansteigeu sahen, welche ihrer todeß nicht achtete, sondern flüchtigen Schrittes vorüber eilte. Ihr lichtes Gewand umgab mit anmutiger Nach, läsfigkeit den schlanken Körper; das goldbraune Haar tel reich und wellig auf die Schultern herab und Dar durch keinen Hut bedeckt; ihre großen blauen Augen blickten forschend, aber zugleich starr tos Weite, und habet war die Farbe ihres sehr schönen GefichteS so bleich und zart, daß man die ganze Er. chetoung fast für eine Bifiou hatten konnte.
.Welch schönes Mädchen!« tief der Herwig halblaut.
Seine Gemahlin ergriff erschreckt feinen Arm und ügte leise hinzu: .Allmächtiger Himmel, er ist Gerttud, die Rose von Wmdermere! Aber wie ver- ändert! — War ist aus dem einst fo blühenden Mädchen geworden? Armes, armes Stab, wie furcht, bar hat Dich das Schicksal heimgesucht, beim engen«
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und ___U______
Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe- Hrrliril|l r|T,
dition 2*/t Mk., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl.
L'zLSL" 8ei" Donnerstag, 7. November 1889.
darüber, ob oder inwieweit die Regelung der Wucherfrage in dem bürgerlichen Gesetzbuch selbst oder zweckmäßiger im Wege der Reichs-Spezialgesetzgebung zu erledigen ist, erklärt das Landes-Oekonomie-Kollegium: 1. Die Beschränkungen der Bertragsfreiheit, welche der Entwurf aufstellt, find nicht ausreichend, um der wucherlichen Ausbeutung wirksam zu begegnen. 2. Die Beseitigung des gesetzlichen Kün digungsrechts bei hohen VertragSzinsen ist ungerechtfertigt. 3. Es bedarf der Anerkennung eines richterlichen Ermäßigungsrechtes bei allen Konventionalstrafen. 4. Die Bestimmungen des Wuchergesetzes sind in geeigneter Weise zu verallgemeinern, um die Ausbeutung des Schuldners nicht nur bei Darlehen und gestundeten Geldforderungen, sondern auch bei Abzahlungsgeschäften, Mobilienverttägen, Vieherstellung u. s. w. zu hindern. 5. Das Landes - Oeko- nomie - Kollegium empfiehlt zur Erwägung, ob die Beschränkungen des § 358, Absatz 2, in Beziehung auf Kredit-Institute, Sparkassen und ähnliche Institute aufzuheben feien. — Der Reichskanzler Fürst Bismarck wird, wie dem „Hamb. Korresp." aus Friedrichsruh gemeldet wird, in etwa 14 Tagen nach Berlin zurückreifen. — Die Budgetkommission deS Reichstags hat ihre Thätigkeit heute begonnen und zwar, unter Verzicht auf allgemeine Erörterungen, gleich mit dem Etat des Reichsamts des Innern. Ueber den Bau des Nordostseekan als machte Staatssekretär Bötticher dabei einige Mitteilungen; unter anderem die, daß 12 000 Mark für die kirchlichen Bedürfnisse der beim Bau beschäftigten Arbeiter ausgegeben werden. Beim Etat der Postverwaltung, dessen Beratung dann begonnen wurde, regte ein Nationalliberaler die Einführung einheitlicher Postwertzeichen für das ganze Reich an. Staatssekretär Stephan lehnte aber jeden Eingriff in die Reservatrechte Bayerns und Württemberg ab. Der Herabsetzung des Portos für Doppelbriefe widersprach er wegen des damit verbundenen Ausfalles an Posteinnahmen: von sonstigen Mitteilungen ist erwähnenswert, daß der vierte Teil des Post- und Telegraphenverkehr des ganzen Reiches sich in Berlin abspielt.
Dorste«, 5. Nov. Bei der Landtagsersatzwahl im vierten Wahlbezirke des Regierungsbezirks Münster wurde an Stelle Eicken scheidts Landesrat Aloys Fritzen (Zentrum) mit 379 Stimmen gewählt.
Coblenz, 5. Nov. Die „Cobl. Zeitung" meldet: „Es verlautet an höherer Stelle, daß der Kaiser zwischen dem 17. und 19. Nov. zu kurzem Aufenthalte hier eintrifft. Wie uns mitgeteilt wird, mit dieser Entscheidung ganz einverstanden, nur wünschte er seine Tochter — fein einziges Stab — in feinem Hause zu behalten, unb erklärte feinem künftigen Schwiegersohn, er müsse nnbebtagt mit ihr bei ihm auf dem Gute wohnen.
Da feine junge schöne Braut dies auch zu wünsche» schie«, so entschloß Doktor Esdatle sich auch dazu, Überließ die meiste Praxis feinem jüngeren Sollegen, unterstützte ihn in außergewöhnlichen Fällen und widmete feine Übrige Zett feinem Fachstudium.
Niemand freute sich mehr Über die Rückkehr in >ie Berge als Jack und mit ihm der gelbe Wachtel. Hund Bryan. Ersterer bildete sich immer mehr zu einem getreuen, wenn auch nicht allzu gewandten Diener der Familie aus, während letzterer mit feinem Herrn, der trotz feiner Verheiratung 'ein leidenschaftlicher Angler geblieben, feinem Vergnügen uaSaiua und mit lustigem Gebell die Waffervögel ans dem Schilf aufjagte ober in munterem Trabe' feinen Wagen begleitete.
In ihrer stillen, anfpruchslofeu Weife lebten bie >rei Geister vom See fort, an ihrem Ruhm wie an »em ihre» Vaterlandes arbeitend Sie blieben in reunbfchaftlicher Beziehung zu Doktor Esdatle und »er Familie in Blacktur», unb hatten vielfach Ge. legenbett, ihre verschiedenen reichhaltigen Senntatffe noch durch Vorträge zu bereichern, die Mr. Lawton nach wie vor über landwirtschaftliche Forschungen unb Verbesserungen hielt. B
XLV.
Mehrere Monate nach bett traurigen Vorgängen tt bem Orte RaveuglaS an ber Seeküste besuchte eine größere Gesellschaft Reisenber die Berg, und Seegegeub um Wtabermere. 68 war gegen Ende Frühling, bie Natur in herrlichster Pracht, nab viele Touristen, bie oft, fast alljährlich btefe fo viel be. prochenen und beschriebenen Regionen wiedersahe», meinten fie noch nie fo lieblich, fo schön nab gift*, artig gefunden zu haben.
Von Keswick kommend, ließe» fie ihren Wagen ans
Anzeizen nimmt entgegen bie Expedition b. Blattes, wwre bie Annoncen-Bureanx von Haasenstein unb Vogler to Frankfurta.M., Eaffel, Magbeburg ».Wien; Rubolf ¥T1V Stoffe tn Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; <8. L ' 01 Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Dentsches Reich.
®erlitt, 5. Nov. Ihre Majestäten der Kaiser md die Kaiserin werden, wie aus Konstantinopel gemeldet wird, morgen mit ihrer nächsten Umgebung ton dort wieder abreisen und nachmittags 4 Uhr ton Pera aus die Rückreise nach Deutschland an- tttten. Aus derselben treffen die Majestäten am 12. d. Mts. in Venedig ein, worauf Se. Majestät der Kaiser Allerhöchstsich auf dem Landwege nach Monza zu begeben gedenkt, um daselbst während 1 ber beiden nächsten Tagen an größeren Jagden teilzunehmen. Ihre Majestät die Kaiserin verbleibt dagegen während dieser Zeit auf der kaiserlichen Kocht „Hohenzollern- und trifft am 14. November gemeinschaftlich mit Sr. Majestät dem Kaiser in Berona ein. Von dort aus erfolgt alsdann mittels Separaizuges die gemeinsame Weiterreise auf dem bekannten Wege nach Deutschland und am Vormittage des 16. November werden beide Kaiserliche Majestäten voraussichtlich wieder Hierselbst eintreffen. — Das größere Gefolge der Majestäten, welches illlerhöchstdieselben nicht von Konstantinopel nach \ Monza u. s. w. begleitet, wird- am 6. ds. Mts., abends 7 Uhr 20 Min., die Rückreise antteten und voraussichtlich bereits am 10. d. Mts. früh auf dem Bahnhof Friedrichstraße in Berlin eintreffen. — Minister Kalnoky ist heute ftüh hier angekommen und im Hotel Royal abgestiegen. Derselbe machte gestern, sowie an den beiden vorhergehenden Tagen mit dem Reichskanzler vor dem Diner bis zum Ein- tntt der Dunkelheit trotz des schlechten Wetters eine mehrstündige Spazierfahrt im Sachsenwalde. — In ber Sitzung der Budgetkommission des Reichstages teilte Staatssekretär v. Bötttcher mit, die Arbeiten •m Reichstagshause würden auf das energischste gefördert, sodaß das Haus im Jahre 1892 bezogen •erden könne; die für den Bau bewilligten Mittel würden ausreichen. Der Etat des Reichsamts des Innern wurde hieraus bewilligt. Bei der Beratung beS Reichspost- und Telegraphen-Etats erklärte - Staatssekretär v. Stephan, er würde die gewünschte Herabsetzung des Portos für Doppelbriefe gern ein- i treten lassen, wenn nicht ein zu bedeutender Ausfall ju erwarten wäre. Die Einnahmen des Etats vmrden sodann genehmigt. — Die Kommission des Landes-Oekonomie-Kollegiums, welche den Entwurf wies bürgerlichen Gesetzbuchs beraten hat, hat in Hezug auf die ländliche Wucherfrage folgende Anträge beschlossen: Das Landes-Oekynomie-Kollegium ttolle beschließen: vorbehaltlich der Entscheidung
sRachdruck verboten.)
Die Rose von Windermere.
(Fortsetzung.)
j! .Ungeachtet der Verwesung die schon etagefreten •tt, zeigte der Körper doch an verschiedenen «eilen Spuren von Verletzungen, die, wie der Ge. Ahtsarzt erklärte, offenbar von dem Sturz tu die liefe herrührten. Er mußte auf bem Wege von «Swick nach Windermere einen Fehltttt gethan und st fein Ende herbeigeführt haben.«
„Und sollte dies wirklich der Wahrhett gemäß feto? wollte ber alle Seemann, von bem Sie sagen, daß M den Quandtsch tötlich haßte, nicht etwas mehr N bem — ich muß zwar sagen wohlverbiente» — ttie desselben wissen?«
„Ich habe nicht weiter geforscht und werbe e8 « t6nn, Mylorb, obgleich Mike unb ich alle Bekannte Nb 1« erwiderte ber Arzt ernst, unb er vernahm Ngenscheinlich mit sichtlicher Erleichterung bie Mel. Ng beS etntretenben Dieners, baß ihn Miß Suther- *8b zu sprechen wünsche, benn er erhob sich schnell ^verließ nach wenigen AbschiebSworteu den Speise.
Er würbe, wie ber Leser leicht annehmen kann, * dem schwer leibende« Mr. Sutherland gerufen, «d vir könne» hier gleich hivzufügeq, daß dieser ftch to derselben Nacht starb.
Seine Schwester betrauerte ihn aufrichtig. Nach Ziger Zeit aber begann fie ein neues, fröhliches, ftfrllschaftlicheS Leben, fie lebte teils in ber Haupt, r*tt, teils aus Reisen unb aus bem Lande und fand * bem weiten Kreise ihrer vielen Freunbe stets Mliche Selegenhett, ihrer Gesprächigkett und Neu. •tt zu genügen.
Auch mit anbereu Bekannten können wtt hier ab. Mßeu unb berichten, baß schon in London Miß £fcton de» Bewerbungen beS kleinen Doktor Esdatle •^Ir gab und ihm zusagte, im Herbst seine Gattin ft Werben. Der reiche Besitzer von Blacktur» war