WchcMche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain. — Illustriertes Sonntaasblatt.
Expedition: Markt 2L — Redaktion, Druck uud Berlag von Joh. Aug. Koch. “
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mit deutschen Schulkindern und viele Dampfer anderer Nationalitäten bildeten den Schluß. Während der Fahrt winkten der Kaiser und die Kaiserin unzählige Male. Unter stürmischen Hochrufen von allen Seiten — der Hafen war mit Menschen überfüllt und wimmelte von Barken, alle Anhöhen waren dicht bevölkert — erfolgte gegen elf Uhr die Ankunft vor Dolmabagdje unter dem Salut der türkischen Flotte, welcher die deutschen Schiffe antworteten. Während der Kaiser in Husarenuniform sofort den .Hohenzollern" bestieg und alsbald darauf in Dolmabagdje, wo der Sultan seine Gäste erwartete und herzlichst begrüßte, mit seinem ganzen Gefolge landete, war der Jubel und die Freude allgemein. Bei der Begrüßung wurde Graf Herbert von Bismarck vom Sultan besonders ausgezeichnet. Die Herrschaften fuhren sodann nach Yildizpalast; im ersten Wagen die Kaiserin und der Sultan, im zweiten Wagen Kaiser Wilhelm und Prinz Heinrich. Die.Stadt ist vielfach mit deutschen Fahnen geschmückt. Diesen Nachmittag soll die Truppenrevue und Abends ein großes Galadiner und Beleuchtung in Mdiz vor sich gehen.
Konstantinopel, 2. Nov. Die Revue ist gut abgelaufen; der Kaiser hat sich lobend über die Haltung der Truppe« ausgesprochen. Das Kaiserpaar hat soeben eine Rundfahrt durch die Stadt gemacht, auf welcher es von der einheimischen Bevölkerung jubelnd begrüßt wurde. Türkische Blätter bringen die Porträts des Kaiserpaares mit deutscher Widmung.
Berlin, 2. Novbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Meldung verschiedener Blätter, Freiherr Albertus v. Ohlendorff beabsichtige, ein Reichstagsmandat im dritten Hamburger Wahlkreise anzu- nehmrn, für eine müßige Erfindung; derselbe habe niemals daran gedacht, sich um ein Mandat zu bewerben oder auch nur dem Angebote eines solchen irgendwie näher zu treten.
Friedrichsrnh, 2. Novbr. Graf Kalnoky ist Hierselbst kurz nach 12 Uhr eingetroffen und vom Legationsrat Brauer beim Verlassen des Waggons begrüßt worden. Fürst Bismarck kam dem Grafen auf dem Bahndamm entgegen, die Herren begrüßten sich, schüttelten sich wiederholt herzlichst die Hände und gingen nach dem Bahnhofs-Perron zurück. Das anwesende Publikum grüßte mit dreimaligem Hoch, wofür die beiden Staatsmänner durch Verneigen dankten. Die Herren fuhren alsdann nach dem Schloß. Der Besuch Kalnokys soll, wie es heißt, bis Montag dauern.
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Dir Rose von Wi«-rrmrre.
(Fortsetzung.)
Als er wieder zum Bewußtsein zurückgekehrt war, i sein Blick auf den Geistliche»; ein sichtbares eben durchfuhr feinen Körper, und kaum vernehm, h sprach er den Wunsch anL, daß er mit ihm «in sein wolle, worauf auch der Arzt sogleich nach bedeutungsvollen Blick das Zimmer verließ.
Cobalt, bie Thür sich hinter ihm geschloffen, Zweite Stanfield einen Augenblick alle seine Kraft, nur leise vermochte er zu sagen: »Mein Ende •*, theurer Str, das fühle ich nur zu gut. Ich •Jte Ihnen, daß Sie gekommen sind, denn ich konnte St vr dieser Welt scheiden, ohne Sie noch einmal Wn zu haben, ohne Ihre Verzeihung zu erhalten.*
«Reine Verzeihung?" fragte mit stockendem Atem 6 Geistliche. .Ich wüßte nicht —*
»Sie hatten einen Sohn — als Knabe schon —* U.C, mein Gottl — Meine Ahnnug täuschte mich fvl Unglücklicher, dieser Sohn —*
L'Sin ich! Ich habe Ihr Leben getrübt — ich W — o, ich weiß eS, meine Mutter getötet — ich Wk sitzt auch Unglück über daS reine, schuldlose gebracht, das mir seine treue Liebe geschenkt —* gelber das Ende nahte und der Greis sah, daß, er kaum seinen verlorenen Sohn wiederge-
», er ihn auch schon dem Tode als Beute über, mußte, denn die wenigen Worte hatten feine e gänzlich erschöpft, uud mit geschlossenen
> regungslos, einer Leiche gleich, lag er da.
ch über ihn neigend, flüsterte der unglückliche, fr-,—«legte Vater: .Stirb — stirb in Frieden, Du ** einst so geliebtes, einzige» Kind, möge Gott Dir
Schuld vergeben, so rote ich eS thnel*
, Ach einmal versuchte ,ber Sterbenbe die Augen L”ffnen, eS gelang ihm jedoch nicht mehr, aber noch ^hwlich murmelte er: «Deine Hand — VaterI*
Pastor Fenton ergriff leise die beiden Hände
eintragen. Unter dem lauten Zuruf, der dem Kaiser wie in Hellas, so auch am Bosporus entgegenschallt, i kräftigt und stärkt sich das Band der Eintracht und i des Vertrauens, dos jene Staaten mit uns ver- i knüpft. Und in der Befestigung und Stärkung > dieser Beziehmigen schafft unser kaiserlicher Herr . stets neue Bürgschaften für die Wohlfahrt und das - Gedeihen der Nation, deren Geschicke Er mit ebenso : fester Hand, wie mit mildem, humanem Sinne und t mit begeistertem Herzen für des Vaterlandes Macht . und Ansehen leitet! — Weitere Telegramme melden i über die Ankunft:
Konstantinopel, 2. Nov. Das kaiserlich । deutsche Geschwader wurde gestern um 4 Uhr nach- 1 mittags auf der Höhe der Insel Tenedos von der Nacht »Jjzedelin" mit den Abgesandten des Sultans, i dem deutschen Botschafter Radowitz und dem Ehren- 1 dienst an Bord, ein geholt. Ter Kaiser beschick die Abgesandten Said, Musurus, Edhem an Bord des : „Hohenzollern* und drückte seine hohe Befriedigung i darüber aus, in ein befreundetes Land zu kommen, in ein Land, welches et seit seiner Jugendzeit zu besuchen wünschte. Sodann empfing der Kaiser die übrigen Herren, namentlich die der Kaiserin zugeteilten Strecker Pascha und Goltz. Nach der Rückkehr der Abgesandten an Bord der „Jzzedelin" setzte das Escadre die Fahrt fort. Heute morgen 9 Uhr wurde das Geschwader bei San Stefano von 3 Schiffen mit Angehörigen der deutschen Kolonie, Zöglingen, Vereinen und Musik begrüßt; unter den Klängen vaterländischer Lieder passierte die Flotte, der Kaiser dankte sichtlich erfreut für diese Huldigung. Gegen IO1/» Uhr kündigten 33 Salutschüsie des Kriegsschiffes vor Dolmabagdje die Ankunft des deutschen Escadres an. DaS Ufer bot einen prächtigen Anblick, da die Sonne den leichten Morgennebel durchbrach. Der Kaiser bestieg eine Barkasse, um die Kaiserin abzuholen; in dem Augenblick, wo die Kaiserin sich in der Barkasse befand, wurde die türkische Flagge gehißt und von dem .Kaiser* mit 33 Salutschüssen begrüßt.
Konstantinopel, 2. Nov. Die Einfahrt des Kaiserpaares ist bei prächtigem Wetter günstigst verlaufen; Prinz Heinrich auf der .Loreley" übernahm die Führung, ihm folgten der Kaiser Wilhelm auf dem Panzerschiffe „Saifer", die Kaiserin auf dem .Hohenzollern." Zwei türkische Dachten und der Postdampfer .Danzig" mit Gefolge schloffen sich an; zwei türkische Panzerschiffe fuhren rechts und links von dem „Kaiser" und „Hohenzollern"; je ein Lloydschiff mit der Kolonie, sowie ein Dampfer
seines Sohnes, küßte wiederholt feine feuchte Stirn und kniete bann neben bem Sterbebett nieder, nm den letzten Atemzug des Sterbenden zn hören, als leise die Thür der Zelle geöffnet wurde und Gertrud, von Mike gefolgt, etntrat.
Durch den Arzt von dem hoffnungslosen Zustande ihres Gatten schon vorhin unterrichtet, unterdrückte le den Schmerzensschrei, der sie saft zu ersticken drohte, und näherte sich ihm leise mit wankenden Schritten.
Stanfield mußte das Oeffnen der Thür, das Rauschen eines Kleides gehört haben, denn dir Augenlider öffneten sich einen Augenblick; er erkannte Gertrud, ein Lächeln umspielte seine Lippen, sie bewegten sich zu einem unverständlichen Murmeln, bann entquoll ihnen ein tiefer, schwerer Seufzer — in seinen Zügen ging die schreckliche, nie täuschende Veränderung vor, und die wenigen, das Todteubett Umstehenden wußten, daß Stanfield aufgehört hatte zn leben. ,
Ja stummem Schmerz warf sich sein junges Weib der seine Leiche, während Mike auch hinzugetreten war und von bem eben Verschiebeneu den Blick auf den greisen Pfarrer wandte, der noch immer die Hände deS Tobten festhielt.
Plötzlich durchfuhr ein heftiges Zucken die tnieenbe Gestalt, bann folgten einige schreckliche, gurgelnde Töne, und noch ehe der alle Seemann ihn halten und stützen konnte, fiel Fenton entseelt zu Boden. Ein Nervenschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht.
Al» der jetzt hiuzngetteteue Arzt den Tod der lieiben Männer festgestellt hatte, ohne hier einen Zusammenhang zu ahnen, ben nur Mike kannte nnb Ür sich behielt, versuchten Beide Gertrud von der Leiche ihre» Gatten zu entfernen.
Sie ließ die» wider Erwarten ruhig geschehen nnb sich nach bem Wirtshause führen, wo ste früher gewohnt hatte nnb in dem der Geologe Golefielb - nnterbefj angekommen war, welcher von Mr. Fentons ;
Ausland.
Pest / 2. Nov. Der Handelsminister Gras Szapary hat im Interesse des schnelleren Fortganges der Regulierungsarbeiten des Eisernen Thores und wegen der Sicherheit der dabei beschäftigten Ingenieure angeordnet, daß die Schiffahrt auf dem Donauarme von Gruben bis Svinicza von morgens bis mittags bis auf weiteres eingestellt wird.
Rom, 2. Nov. Der Papst empfing heute mittag die Großfürstin Katharina samt Töchter.
Bern, 2. Nov. Durch Beschluß der Anklagekammer des Bundesgerichts sind wegen anarchistischer Vergehen Nicolet als Urheber des Anarchistenmanifestes, Darbeley und Hängi als seine Gehilfen vor das eidgenössische Geschworenengericht verwiesen.
Madrid, 2. Nov. Ein königliches Dekret ermächtigt den Finanzminister, der Kammer einen Gesetzentwurf betreffend die Erhöhung des Eingangszolles auf Getreide und Mehl vorzulegen.
London, 2. Nov. Eine in Leeds vom Kapitän Nelson von der Stanley - Expedition eingettoffene Depesche besagt, sie würden int Januar in Sansibar eintreffen.
Belgrad, 2. Nov. In der Skupschtina erklärte auf eine Interpellation wegen Ausweisung der Korrespondenten des „Standart" und der „Daily News" der Minister des Innern: Der Korrespondent des .Standart" machte die höchst- stehenden Personen zum Gegenstand seiner Sen- sattons-Nachrichten und bezüglich des Berichterstatters der .Daily News* liegen Beweise einer strafwürdigen Thätigkeit vor. — Das diesjährige Budget weist ein Defizit von 4 224 541 Franks auf; daS- selbe soll durch die neu einzuführende Konsumsteuer und durch Ersparnisse auf allen Verwaltungsgebieten gedeckt werden.
Sofia, 2. Nov. Mukuzow und Salabaschew fuhren gestern dem Fürsten Ferdinand entgegen, dessen Ankunft heute abend hier erwartet wird. — Fürst Ferdinand, welcher morgen über Lompalanka ankommt, wird die Eröffnung der ©obremje morgen nachmittag um 2 Uhr vornehmen.
Petersburg, 2. Nov. Das polnische .Kraj" bestätigt auch seinerseits, daß zwischen Rußland und dem Vatikan betreffs der Wiederbesetzung der katholischen Bischofssitze in Rußland eine Einigung erzielt sei, und giebt die Namen der neu ernannten Bischöfe bekannt.
Bukarest, 2. Nov. Der König und der Thronfolger sind hier angekommen. Morgen wird der der Königlichen National«Gallerte, in künstlerischen Nachbildungen mittels beS Troitzschschen Farbenlicht. drnckverfahrenS weitesten Kreisen zugänglich zu machen, hat für ihr neues, am 1. Oktober begonnenes Vereins- jahr nicht weniger als zehn neue Blätter vorbereitet, deren zeitgemäße nnb geschmackvolle Auswahl ebenso auzuerkennen ist, rote sie, gleich ben früheren Blättern, photographische Treue ber Darstellung mit bem Farbenreiz der Originale in sich vereinigen. Ja, eS läßt sich sogar eine noch vollkommenere Schönheit ber Ausführung baran konstatieren. Die feinen Nuancen der Farbentöne nnb bie überaus treffende Beleuchtung, wie fie hier eine meisterhafte Technik hervorzurnfen vermocht hat, überzeugen auf ben eisten Blick, baß niemals etwas bem AehnlicheS auf ben Kunstwaikt gebracht worden ist.
ES befinden fich unter ben neuen Blättern, welche Mw Teil Doppelblätter find, vier Portatts, nnb zwar: Nr. 39, Kaiser Wilhelm n., Nr 40, Kaiserin Augusta Viktoria, Nr. 41, die Kaiserin«Wittwe Augusta, Nr. 42, Fürst BiSmarck. Der Kaiser ist, nach Paul BeckertS Gemälbe, frei stehend bärge stellt, n großer Generalsuniform, mit bem breiten JBanbe des Schwarzen AdlerorbenS, den Mantel halb zu- rückgefchlagen, bie Rechte auf bie Hüfte gestützt, bie Linke ben von weißen Federn Lberwallten Helm hallend, das ernftblictenbe Antlitz etwas nach rechts gewendet. Die junge Kaiserin, von Paul Beckert für bie Der- etntgung ber Kunstfreunde nach dem Leben gemalt, trägt ein einfaches lichtes Gewand, welches die ihr eigene milde Schöne nm so lieblicher zur Erscheinung bringt. — Kaiserin Augusta ist nach den im historischen Eckzimmer beS Kaiserlichen Palais defiublichen Gemälbe von Rodert Schroebl, welches auf Allerhöchsten Befehl zum Zwecke ber Reproduktion hergeg-ben ist, dargestellt. Das Bild ist von edler phyfiognomischer Treue und nobler Einfachheit in ben Farben. — Fürst Bismarck erscheint aufrecht stehenb, in schmuckloser Seneraluniform, nur das eiserne Kreuz,tert bie breite Brust. Die Rechte stützt sich leicht auf einen mit
DritLfches Leich.
Berlin, 2. Novbr. Der Kaiser sanbte bem Reichskanzler nachstehendes Telegramm: „Dildiz Palais, morgens 11 Uhr. Konstantinopel bei schönem Wetter soeben erreicht, ein unbeschreiblich schöner Anblick. Wilhelm." — D'e „Nordd. Allg. Mg." schreibt zur Reise des Kaisers nach Konstan- imopel: Unser erlauchtes Kaiserpaar trifft am heutigen Tage in Konstantinopel ein, um Sr. Majestät bem Sultan einen mehrtägigen Besuch abzustatten. W die Kunde von dem hohen Besuch nach dem Wporus drang, verbreitete sich eine freudig gehobene Stimmung daselbst, und es begannen alsbald die Vorbereitungen zu einem festlichen Empfange des i Monarchen. Mit diesen Zurüstungen zugleich erhoben sich die Stimmen, welche dem erhabenen Gast chre Bewillkommnungsgrüße entgegen riefen uud dos Erscheinen Allerhöchstdesselben in der Hauptstadt des Morgenlandes als ein glückliches Ereignis für die 1 kücki und als einen Beweis dafür priesen, daß Deutschland die Politik des Sultans Abdul Hamid billige. Wie in den Reichen und Staaten des Nörtens und des Südens, so wird Kaiser Wilhelm heut auch im Osten, im Mittelpunkt der muhame- j ionischen Welt, als der Träger einer großen und segensreichen Kulturmission betrachtet, deren Aufgabe l I ist, das Gefühl der Solidarität unter den Böl 1 ttu für die Erhaltung und Befestigung des Frie- tens zu stärken und zu festigen und in diesem Sinne bie Nationen, selbst verschiedener Weltteile, fest mit inander zu verkitten. Nicht Mißgunst und nicht s Mißtrauen sind es, welche durch diesen Besuch ge- iet werden, denn Überall auf dem Erdenrund hat die Erkenntnis Eingang gefunden, daß der vorherr- heude und bestimmende Grundzug der auswärtigen iolitik Deutschlands die Förderung und Gewähr- istung der Segnungen des Friedens ist. Wie in M Ländern des Mittelmeers und der Adria, so «grüßen heut auch an den Gestaden des Hevespont ie Völker in Wilhelm II. den Friedenssürsten und ringen ihm als solchem den Tribut des Dankes »b ehrfurchtsvoller Hochachtung dar. Mit freu iger Genugthuung begleitet das Vaterland diese er Sache des Weltfriedens dienenden Fahrten »sereS jugendfrischen, thatkräftigen Herrschers, die Mch nicht der leiseste Schatten eines unlauteren Mdachtes zu trüben vermag. Mit dankbarem
1 mpfmden blickt es auf die Ergebnisse dieser Mo vrchenbegegnungen, die unserem Volke und Lande he so reiche Fülle von sreundlichen Beziehungen
Anzergen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a.M., Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf YYIV Qrtfirrtrtttrt Rosse m Frankfurt a. M., Berlin,München u. Köln• ®. 8.
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris-
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und O|1A..f..... .
Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe- MbyLtUvIHOe
dition 2‘/4 Mk., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. ö”
ff Ä s,“‘ Dienstag, 5. November 1889.
Reise gehört hatte nnb auch Stanfield wieder,nsehen wünschte.
Zn seiner großen Bestürzung und feinem tiefen Schmer, erfuhr er, was geschehen war, und er wandte feine Teilnahme Gertrud zu, die iudeß mit der größten Ruhe und Fassung ihren doppellen Verlust ertrug.
Nach zwei Tagen wurden Vater und Sohu be. graben, und die im Leben Getrennten ruhten nun im Tode Seite an Seite, denn in dem Orte Ravenplas dachte man nicht daran, bem verurteilten Verbrecher auf bem nur kleinen Friedhof abseits ein Grab zu graben. Mikes Fürsprache nnb einige Goldstücke waren nicht ohne Wirkung auf den Todtengräber gewesen.
Kaum war diese traurige Pflicht erfüllt, so blieb den beiden Männern die nicht minder traurige übrig, Gertrud zu ihrer Mutter nach Windermere zurück zu begleiten, denn ber Arzt erklärte ihre fast Teilnahm- lofigkett nnb Gleichgültigkeit zu nennenbe Ruhe für Krankheit nnb fürchtete, daß alle binnen so kurzer Zett erlittenen Aufregungen nicht ohne gefahrbringeu. ben Einfluß auf ihre Nerven bleiben würben; daher riet er, fie so schnell tote möglich ben Händen nnb ber Sorge der Mutter zu fibergeben.
MtS. Wetherby in Beziehung auf ihre Tochter genau kennend, kamen Mike und Golefield Überein, daß letzterer ooranfreifen solle, um dieselbe von den SorfäDen der jüngsten Zeit zu unterrichten, und da ie einmal ben Plan gefaßt, wurde er auch sofort ankgeführt, ohne daß Gertrud deshalb auch nur ein Wort, eine Frage äußerte.
(Fortsetzung folgt)
„Pie Nereiiiigimg -er Krmfffrrirrr-r", welche von ber Direktion der Königlichen National- Gallerte in Berlin zu dem Zweck ins Leben gerufen worden, berühmte Werke der Malerei, besonders solche