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Illustriertes Sonntagsblatt.

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Xe Lösung dieser Aufgabe gefördert. Auch jetzt

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toirb Ihre Mitwirkung dafür in Anspruch genommen tonten, um die Tüchtigkeit und Schlagfertigkeit des ltzhlG Heeres den Verhältnissen entsprechend auszugestalten mb batmrch ben auf Erhaltung bes Friedens ge­lichteten Bestrebungen Sr. Majestät des Kaisers h«t. «ab Seine Hohen Verbünbeten denjenigen Nachbruck |u geben, welcher ihnen im Rate der Völker ge- fd, dührt. Ein Gesetzentwurf, betreffend Abänderung lasting tos Reichs-Militärgesetzes vom 2. Mai 1874, welcher

eine anderweitige Einteilung der Armee vorsieht, soll die Ungleichmäßigkeiten in der Gliederung, wie sie durch die Heeresverstärkungen und Truppenver- schielungen entstanden sind, im Interesse der Aus­bildung und Heeresleitung wieder ausgleichen.

Hieraus und aus der entsprechenden Weiterent­wickelung unserer Seemacht erwachsen Mehrausgaben, welche im Reichshaushaltsetat zum Ausdruck kommen. Aus dem letzteren, der Ihnen unverweilt zugehen wird, ergiebt sich im Vergleich zum'lausenden Etats- jchre eine nicht unbeträchtliche Steigerung der Matrikularumlagen. Gleichwohl werden die letzteren immer noch nicht unerheblich überwogen von den­jenigen Summen, welche den Bundesstaaten aus den Reichseinnahmen in Gestalt von Ueberweisungen zufließen.

Durch das unter Ihrer Mitwirkung zu Stande gekommene Gesetz über die Jnvaliditäts- und Alters­versicherung ist ein weitreichender und, so Gott will, segensreicher Schritt zur Ausgleichung sozialer Gegen­sätze gethan. Die Wirksamkeit des Gesetzes ist erst in der Zukunft zu erwarten. Den staatsfeindlichen Elementen gegenüber, welche namentlich die Arbeiter­bevölkerung durch fortgesetzte Agitationen zur Unzu sriedenheit und Gesetzwidrigkeit zu verführen trachten, bedarf es einer gesetzlich geordneten, dauernden und ihatkräftigen Abwehr. Die Erfahrung hat bestätigt, daß die durch die allgemeine Gesetzgebung den Be­hörden gegebenen Besugniffe nicht ausreichen, um den inneren Frieden genügend zu schützen. Es wird Ihnen daher ein entsprechender Gesetzentwurf zu­gehen, und die verbündeten Regierungen zweifeln nicht, daß Sie von dem ernsten Streben geleitet sein werden, eine Verständigung über diese für die friedliche Entwickelung des Reichs bedeutungsvolle Vorlage herbeizuführen.

Nach Vorschrift des Bankgesetzes vom 14. März 1875 hat das Reich sich bis zum 1. Januar 1890 darüber schlüssig zu machen, inwieweit es von den ihm gesetzlich eingeräumten Befugniffen zur Auf­hebung der derzeitigen Reichsbank und zur Erwer­bung der Reichsbankanteile Gebrauch machen will. Eine hierauf bezügliche Vorlage wird Ihnen recht­zeitig zur verfaffungsmäßigen Beschlußfaffung unter­breitet werden.

In Ost-Afrika hat Dank der Bewilligung des Reichstages eine durchgreifende Aktion zur Unter­drückung des SNavenhandels und zum Schutz der deutschen Jntereffen statifinden können. Die mit den vom Reichstage bewilligten Mitteln organisierte Schutztruppe Hal im Verein mit der Kaiserlichen

zubringen, in das die Versammlung mit voller Be­geisterung einstimmte.

Die Eröffnungsrede war bei dem letzten Paffus, welcher die Hoffnungen auf die Erhaltung des Frie- dens betont, von der Versammlung wiederholt mit Beifall begleitet.

Die erste Sitzung des Reichstags wurde bald nach 2 Ufjr nachmittags von dem bisherigen Präsidenten, von Levetzow auf Grund der Bestimmung des § 1 der Geschäftsordnung eröffnet. Nach Mitteilung der bereits erfolgten Eingänge und nach Erledigung weiterer geschäftlicher Angelegenheiten wurde be­hufs Konstatierung der Beschlußfähigkeit des Hauses zum Namensaufruf geschritten; derselbe ergab die Anwesenheit von 159 Mitgliedern, wonach daS Haus also nicht beschlußfähig war. Der Präsident beraumt, in der Voraussetzung, daß dasselbe morgen beschlußfähig fein werde, die nächste Sitzung auf den 23. Oktober, nachmittags 1 Uhr, an und setzt auf die Tagesordnung die Wahl der Präsidenten und Schriftführer.

sNachdruck verboten.)

Dir Lose vo« Windermere.

(Fortsetzung.)

In diesem Briefe nun hatte, so hieß eS, Stavfield Ihre Verzeihung für das Geschehene erbeten, ihr von feiner großen, unveränderlichen Liebe zu ihrer Tochter »redet und sie gebeten, sich der Verlaffenen anzu- »hmeu, bis sie vielleicht schon bald ihm folgen Sune. Dies aber war bisher noch nicht ge. Hetzen und mit Sicherheit auck avzuoehweu, daß *4 wie vor die Wirtin von .Wanderers Ruh" dem Raune grollte, der störend vud v-ruichteud allen Iren Plänen und Absichten in den Weg getreten war.

Den Methodisten Quandifch hat mau weder io ierwick noch in Windermere wiedergefeheu. Uns fei Mer die Mitteilung gestattet, daß gerade an dem «ackmittag, wo Mike bei Mrk. Wetherly war und R Gunsten der Entflohenen redete, jener, nachdem « vergeblich seinen Feind bis Carlisle verfolgt, sich ton ben Dienern der Gerechtigkeit getrennt ond nach Windermere gegangen war. ES lag in feinem Plan, Ich ebenfalls nach der Hauptstadt, wohin die Ge- MchtSbeawte» sich gewandt, zu begeben; da eS ihm bet an Geld fehlte, nm feinen Gewohnheiten und «igungen gemäß dort aufzotrete», so beschloß er, ArS. WetherbyS Leichtgläubigkeit und Vertraue« zu tonntz-u oder vielmehr zu mißbrauchen und fie uw tae ansehnliche Summe eruzusprecheu.

Von Niemanden gesehen, hatte er daS Gasthaus, Welches, wie wir wissen, am Eingang deS Dorfes *g, erreicht, und war eben im Begriff, eivzutreteu, MS er zu seinem nicht geringen Schrecken deS alten keemavuS Gesicht am Fenster erblickte. Er zog sich »schnell wieder znrück, daß dieser in Ungewißheit Mieb, ob er and) wirklich recht gesehen.

War Onandisch veranlaßt hatte, die Flucht zu greifen, wird der Leser sich selbst sagen können, *nn er bedenkt, daß der alte Seemann sowohl wie »tatfielb ihn genau kannten und nur alle seine ge.

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sktzwidrigeo Thaten und Vergehungen wußten. Er fürchtete besonders, von ihm ergriffen und sestge- halteu zu werden, deru jener mußte es lauge erfahren haben, daß gerade er eS gewesen, der feinen Schütz­ling verraten und mit den GerichtSdienern diesen nun verfolgte.

Etnseheud, daß er in Windermere seine Rolle auSgespielt, beschloß et tot allen Dingen, erst nach bet Hauptstadt zu gehen, um Etarfielb weitet zu verfolgen vud für seinen von so günstigem Erfolg gekrönten Beruf ein neues, seiner Habgier noch viel günstigeres Feld zu suchen.

XXXVI.

Wenden wir UNS jetzt einmal wieder nach dem stillen Gehirgsdorf Lorton zurück, daS wir gleich nach der eben beendeten Trauung verließen, als der Prediget Fenton im Begriff trat, dte bewußtlose Gertrud in fein Haus zu tragen.

Seitdem waren wehr wie vierzehn Tage ver- floffeu; Gertrud wat gleich Miß Lawtou, krank ge­wesen, aber ebenso wie diese bald wieder genesen; allein fie ging still und achtlos im Hause umher, noch nickt im Stande, den furchtbaren Schlag, bet fie getroffen, zu überwinden. Ihr väterlicher Freund ließ fie ruhig gewähren, da et wußte, daß Zureden seinerseits nur zu Erklärungen führen würde, dte jetzt noch unterbleiben mußten, da ihre Nerven keinerlei Aufregung vertrugen.

Um diese Zeit kam von unbekannter Handschrift ein Brief für Mr. Fenton au. Eine Ahnung sagte ihm, von wem er fei, und ihn öffnend, fand er einen zweiten an Gertrnd darin, den er stillschweigend in ihre Hand legte. Sie zog fich damit nach dem Wohnzimmer znrück, erbrach mit zitternden Händen das Siegel und las ihn mehrmals und unter heißen TbrSnen.

Der Jndall lautete:

.Thenre, geliebte Gertrud!

Wie groß mag wohl Deine Ueberraschuug, wie

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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.

Deutsches Reich.

Berlin, 22. Okt. Der neue Reichsetat balanciert in Ausgaben und Einnahmen mit 1 208 664 739 Mark. Davon sind 849 614 835 dauernde Aus­gaben, 81349 597 einmalige Ausgaben des Ordi- nariums, 277 700 307 einmalige Ausgaben des Ex- troordinariums. Das Heeresordinarium enthält 6 629 000 M. fortdauernde Mehrausgaben, wovon l1/, Millionen für die Aufstellung zweier neuen Armeekorps, namentlich für die Errichtung der beiden Generalkommandos, der Korps-Intendanturen, von drei Divisionsstäben, fünf Infanterie-, drei Kavalierie- und zwei Feldartillerie - BrigadestLben beansprucht werden. Auf die Marineverwaltung entfallen 2*/i Millionen dauernde Mehrausgaben. Unter den ein­maligen Ausgaben des Ordinariums des Auswär­tigen Amtes figurieren 1 669 000 Mark Zuschuß für die Verwaltung des südwest-asrikanischeu Schutz­gebietes, insbesondere zur Vermehrung der Polizei­macht. Welche Beiträge für die Unterdrückung des Sklavenhandels und zum Schutze der deutschen Jnter- effen in Ostasrika erforderlich werden, ist noch nicht zu übersehen und wird einem Nachtragsetat Vorbe­halten. Das Ordinarium der Marine enthält etwa 34 Millionen einmalige Mehrausgaben. U. a. wird zum Ersätze der JachtHohenzolletn" die Erbauung eines neuen Avisos beantragt, welcher durch seine Schnelligkeit allen Anforderungen entspricht und

zöpfige Chinesen, die den Ankommendeu wie ein Wundertier anschauten. Andreas Sachs trat in ein Schanklokal.Ist das hier wirklich Thompson Hill?" fragte er, nachdem er für theureS Geld ein Glas Braut y erstanden. ,,Na, was soll» sonst feilt", war die Antwort.Mr. Sam hat das Ding vor einem Jahre erst gegründet, deshalb fiehts noch etwas ungemütlich ans. Vielleicht «irds befftr, vielleicht nicht. Was gehtS mich an, wen» ich unr mein Geld verdiene."DaS hätte ich denn doch nicht gedacht, platzte Sachs heraus.Für einen Gentleman freilich kein angenehmer Aufenthalt, darum haben wir auch fast nur Nigger und Chinesen hier, bis Sam Thompson uns wieder mal einen Grünen" schickt", schloß der Wirt lachend. Andreas Sacks borchte hoch auf.Bis er einenGrünen" schickt", hatte der Wirt gesagt? Ein Licht ging ihm auf, aber er war noch nicht mutlos und beschloß, fein Recht zu vertreten.

Mit starken Schritten ging er ans das Hütten­werk zu. 3m Kompioir erwartete ihn ein derb knochiger Mann mit harten Zügen. Er las da» dargereichte Papier.Schön, daß Sie hier find. Wir können Sie gerade brauchen. Sie bekommen 10 Dollar» die Woche."WaS", schrie Andreas, bei dem jetzt die Wut überhand nahm,Mr. Thomson hat mir 30 Dollars pro Woche zugesagt."Regt Euch nicht auf, Manu", sagte jener falt. ,,Wo ist der Ver« trag?"Den behielt man in New. Jork." Macht nichts, ich habe einen Bries von Mr. Thompson, in welchem steht, Ihr solltet 30 Dollars erhalten, wenn, versteht mich wohl, wenn die Preise der fertigen Fabrikate darnach ständen. DaS thmr fie aber nicht, also giebt «S weniger. Verstanden? Ich will ober ein llebrigeS thun. 15 Dollars die Woche, ja oder nein?"Denken Sie, Sie haben eS mit einemGrünen" zu thun?" tobte Sachs.Ich werde Sie verklagen!"Meinetwegen, verklagen Eie an», wenn Sie Geld haben, einen Advokaten zu bezahlen und den Ausgang de» Prozeffe» ab-

paak 80 die Sicherstellung unserer vaterländischen Wehr­haft. Ter Reichstag hat in patriotischer Würdigung

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen- Ouartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2'/. Mk-, bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg.lexll. Bestellgeld)- JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.

Reichstags - Vethaa-larrgeir.

Berlin, 22. Oktober.

! (1. Plenarsitzung.) Die 5. und letzte Session

irr VH. Legislaturperiode des Reichstages milde heute mittag bald nach 12 Uhr im Weißen ßaale des löniglichen Schlosses in feierlicher Weise eröffnet. Vorher hatte ein Gottesdienst für die evangelischen Mitglieder im Dome und für die katholischen Mitglieder in der St. Hedwigskirche ; -attgesunderi. Sobald sich die Mitglieder des Reichstags, welche vorzugsweise den Heiden rechten Fraktionen und der rationalliberalen Partei ange- hörten, eben nicht sehr zahlreich versammelt hatten, «achte der Direktor bei dem Reichstage, Geheimer Rechnungsrat Knack, von der Aufstellung der Ver­sammlung Mitteilung. Demnächst erschienen die Mitglieder des Bundesrats, an ihrer Spitze der Stellvertreter des Reichskanzlers, Staatssekretär des Innern Dr. von Bötticher, in herkömmlicher Reihenfolge im Saale und nahmen links von dem

' Throne Ausstellung. Der Stellvertreter des Reichs­kanzlers, Staatssekretär der Innern Dr. v. Bötticher, trat alsbald einige Schritte vor und verlas, nachdem er fich vor der Versammlung verbeugt, nachfolgende

Eröffnungsrede (im Auszüge gestern telegraphisch mtgeteilt):

Geehrte Herren"!

Se. Majestät der Kaiser hat mich zu beauftragen geruht, Sie bei dem Beginn der letzten Session der laufenden Legislaturperiode namens der verbündeten Regierungen zu begrüßen.

Ein Ziel, auf welches die Thätigkeit des gegen« toärtigen Reichstages bisher vorzugsweise gerichtet toar, ist die Sicherung des Friedens nach außen toie im Innern. In derselben Richtung liegen die Aufgaben, welche Sie in der bevorstehenden Session beschäftigen werden. Als der Reichstag vor drei Jahren zusammentrat, handelte es sich vor Allem

Änjeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, WWi'VWVIb fomte die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler

Donnerstag, 24. Oktober 1889. »ÄS'ÄÄSK HIV. Jahrgang. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin. Hannover ginria.

Marine die ihr gestellten Ausgaben so weit gelöst, daß nach Verständigung mit den beteiligten Mächten die Blokade der ostasrikanischen Küste hat aufge­hoben werden können, nachdem auch der Sultan von Zanzibar ausreichende Dekrete erlaffen hat, um die Unterdrückung des Sklavenhandels in jenen Gegenden in Aussicht zu stellen. Die Kosten der Expedition haben aus verschiedenen Ursachen nicht innerhalb der durch das Gesetz vom 2. Februar d. I. bereit gestellten Mittel erhalten werden können und wird dem Reichstage aus diesem Anlasse eine neue Vorlage zugehen.

Durch die Beziehungen zu Zanzibar und Ost- Afrika, sowie durch die Entwickelung der Berhält- nifle in den Schutzgebieten an der westafrikanischen Küste und in der Südsee, ist die Last der Arbeit auf kolonialem Gebiete, welche bisher das Aus­wärtige Amt getragen hat, eine so große geworden, daß weder die vorhandenen Kräfte ausreichen, noch auch bei Vermehrung derselben ohne gleichzeitige organisatorische Veränderungen eine den gesteigerten Anforderungen entsprechende Erledigung der Ge­schäfte möglich erscheint. Zur Entlastung des ohne­hin überbürdeten Auswärtigen Amts von ben seinem eigentlichen Wirkungskreise fernliegenden Geschäften wird dem Reichstage eine weitere Vorlage zugehen, welche die Abzweigung der Kolonialverwaltung be­zweckt. Die Vorbereitungen dazu finden sich bereits im Etat für 1890/91.

Die Hoffnungen, welche Se. Majestät der Kaiser am 22. November v. Js. von dieser Stelle Ihnen gegenüber dahin ausgesprochen hat, daß es gelingen werde, mit Gottes Hilfe Europa den Frieden zu er­halten, haben sich nicht nur bis heute verwirklicht, sondern auch für die Zukunft an Sicherheit ge­wonnen durch die persönlichen Beziehungen, welche Se. Majestät der Kaiser mit den Herrschern be­freundeter und verbündeter Nachbarländer seitdem gepflogen hat. Dieselben haben dazu gedient, im Auslande das Vertrauen auf die ehrliche Friedens­liebe der deutschen Politik zu befestigen und uns zu dem Glauben zu berechtigen, daß der Friede der europäischen Welt auf der Grundlage der bestehenden Verträge mit Gottes Hilfe auch im nächsten Jahre erhalten bleiben werde.

Auf Allerhöchsten Befehl Sr. Majestät des Kaisers erkläre ich im Namen der verbündeten Re­gierungen den Reichstag für eröffnet.

Darauf trat der bisherige Präsident v. Levetzow etwas vor, um ein dreimaliges Hoch auf Se. Maje­stät den Kaiser, König Wilhelm von Preußen aus-

furchtbar Dein Schmerz gewesen fein bei den schrecklichen Ereignissen, die an unserem Hochzeits­morgen ftattfanben! Verbanne aber, so gut Du kannst, die Erinnerung daran aus Deinen Gedanken und vertraue der aufrichtigen Liebe nnd Treue Desjenigen, .dem Du durch Deine Znueignvg so­wohl, wie durch das Gesetz vor Gott und Menschen augehörst, und der fest entschloffeu ist, Dir durch Liebe zu vergelten, was Du um seioetwille» ge. litten, und bet trrtzdem nicht aufgehört hat, auf eine glückliche Zukunft zu hoffen.

Es ist mir ganz unmöglich, mich in diesem Briefe auf Erklärungen etnjulaffen und Dir zu sagen, wie ich in meinem Leben das Opfer grausamer Unge­rechtigkeit und selbstsüchtiger Undankbarkeit gewesen bin. Sei aber versichert, daß, sobald wir uns Wiedersehen, ich Dir mein ganzes Leben offenbaren will. Jetzt genüge Dir, zu wiffeu, daß ich in Sicherheit bin und eine ehrenvolle Beschäftigung habe, die mir, wie ich hoffe, dazu verhelfen soll, mich mit Dir au» dem Bereich meiner Feinde zu flüchten. Augenblicklich ist bie» aber nicht möglich, denn so sehr ich mich auch danach sehne, Dich in meine Arme zu schließen, muß ich Dich doch noch einige Zeit der Obhut und Sorge Deines väterlichen Freundes Überlasten. Es ist mit ein großer Trost, daß Du in feinem Hause bist und bleiben wirst, so lange unsere einstweilige Trennung bauert. (Forts,tzung folgt.)

[Nachbruck verboten.)

Sirre Partie Lbers Nasser.

Von James Foulton.

(Schluß.)

Verstimmt hatte bet Demfche New-Jork vetlaffeu, und müde und matt kam er schließlich in Thompson Hill an. Seine Müdigkeit verging aber beim Er. blicken beS einsamen und traurigen Orte». Die Häuser fast alle nur Bretter buben, alles schwarz unb rußig, unb aus ben Straßen Reger nub lang.