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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Illustriertes Sonntagsblatt.

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.

M 237.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen- Ouartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe­dition bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnfertionSgebühr für die gespaltene Zelle 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.

Marburg,

. Mittwoch, 9. Oktober 1889.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIV. Hahraana. Moffe m Frankfurt a- M-, Berlm, München u. Köln; ®. g. *x) u o

Daube u. Co. in Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover, Paris.

um alles Geschrei, ruhig und gelassen ihren Weg geht, die beiden republikanischen Parteien sie unter- tützen, dann wird sie auch gewonnenes Spiel haben. Denn man muß immer daran denken, daß die be­kannten schweren Wirren in Frankreich nicht von den Boulangisten heraufbeschworen sind, sondern durch die miserable Wirtschaft der Republikaner unter Grövy selbst.

Nein, Papa, denn ich habe keine Stimme der. nomme«, und MaSke und Mantel verhüllten Gesicht und Gestalt.*

.So werden wir wohl nie zu einer Entdeckung komme», obgleich ich die Sache in Keswick melde» will. Und nun, Oberst, nehme» Sie vor allen Dingen unsere» Dank für Ihren Beistand and Ihre entschlossene Thai.*

Hiermit ergriff Mr. Lawtou die Hand seines Gastes und drückte fie herzlich in der feinen, während liefet erwiderte: »Ihre Worte beschämen mich, mein lieber Sir, den» ohne Zweifel hätte jeder Manu gleich mir gehandelt, auch weuu er nicht vou dem Vater der evtführteu Dame so viel Güte erfahren, wie ich von Ihnen!'

Wenngleich nach diesem Ereignis Mr. Lawtou seinen Gast nur noch größerer Herzlichkeit be­handelte, er selbst stch aber immer mehr vou Lauras Gefühlen und Gefinnnugen gegen ihn überzeugte, so trat er doch nie aus den Grenzen der Höflichkeit heraus, welche er iudeß mit aller ihm zu Gebote stehende» Gewandtheit »ud Liebenswürdigkeit beob­achtete. Uebrigevs hatte er schon den Entschluß ge­faßt, sehr bald nach Windermeere znrückzukehreu; den» wenn er auch den Nachrichten, die er auch die beiden Gelehrten erhalten, wenig Glauben schenkte, so war doch seine Besorgnis erregt, und er fürchtete, Gertrud könne durch die Härte ihrer Mutter mehr denn je zu leide» habe». Dazu hatte fie ihm, wie fie versprochen, nach Blackturn nicht geschrieben. Ge­wiß war daS Gerücht von seiner Verlobung mit Laura auch zu ihr gedrungen, vielleicht schenkte fie diesem Gerüchte sogar Glauben vnd wähnte fich verlassen, und nm dieser Sorge ei» Ende zu wachen, beschloß er, ihr durch eineu treuen Boten eines Brief zu sende». DieS führte er auS und schickte mit diesem Schreiben noch ein zweites nach Windermeere au Qnaudisch, da der Tag, wo er da» Lösegeld zahlen mußte, gekommen war.

.Sie volle» u»S scho» verlasse», »och ehe die

snach der Anweisung ihres Oberhauptes geschlossen JlUUJvqitUUliytu Ifür &-e boulangjstischeu Kandidaten gestimmt, wo

auf die I letztere zur Stichwahl gestanden haben, und damit

teI Boulanger wenigstens noch einen schwachen Achtungs- "im* O*»***ll|p erfolg bei den Wahlen verschafft. Der General wird Arrisdlütl les selbstverständlich versuchen, aus diesem Zufalls-

di- »--ist

I Aber die Republik braucht Boulanger nicht mehr fluorierten Sonntag*Mutt lzu fürchten, wenn nur die Republikaner Vorsicht werden von den Postämtern noch fortwäh-1 bewahren und keine neuen Thorheiien begehen. Auch rend angenommen und die erschienenen ->°ch den Stichwahlen ist nämlich k-in- der beiden * 9 , an.. c. * I republikanischen Parteien IM Besitz der Kammer-

Nummern auf Wunsch nachgellesert. I Mehrheit. Die gemäßigten Republikaner entsenden 1236 Vertreter, die Radikalen 126. Rur bei dauerndem Die Stichwahlen I Zusammengehen beider Parteien ist also die repu-

zur srauzösischen Deputiertenkammer haben sm letzten I blikanische Majorität im Parlament gesichert, können Sonntag nun ebenfalls stattgefunden, und den! die Angriffe Der Antirepublikaner glänzend abge- Triurnph" der Republikaner vollständig gemacht.! wiesen werden. Bricht aber Zank auf's Neue unter Im Allgemeinen war der Ausfall der Stichwahlen! den Republ'kanern aus, so geben nach wie vor ganz genau der, welcher von vornherein erwartet! Monarchisten und Boulangisten, zusammen 205 Mann, worden war, eine erhebliche republikanische Mehrheit I den Ausschlag, und die Ministerstürzerei, welche die in der Deputiertenkammer ist mithin gesichert. War! herrschende Staatsform schon so sehr diskreditierte, der Verlauf der Hauptwablen schon ein sehr ruhiger, I kann dann aus's Neue ihren Anfang nehmen, es gab bekanntlich nur im Pariser Montmartre-1 Zu einem bedingungslosen Triumph hat die ver- Bezirk eine Schlägerei, so war bei den Stichwahlen I einigte republikanische Partei auch heute also noch auch nur eine unerhebliche Ausschreitung zu der-1 keinen Anlaß; von ihrer eigenen Klugheit hängt es zeichnen. In Paris gestaltete sich das Straßen-lab, ob der jetzige Wahlerfolg zum entscheidenden leben erklärlicherweise ziemlich lebhaft, aber man zog I Siege werden soll. Nach parlamentarischem Brauche schließlich doch seinen Weg, und die wachhabende I wird das Ministerium Tirard - Constans, welches Polizei-Mannschaft hatte nur einen geringen Anlaß, I die Wahlen ebenso glücklich, wie energisch und rück- von ihrer Waffe einen Gebrauch zu machen. Es! sichtslos durchgefochten hat, nunmehr seine Entlassung find durch die jetzigen Wahlen noch in die Kammer I nehmen. Er gehörte zu der Partei der gemäßigten gekommen die Minister Constans und Guyot, der I Republikaner und da diese so wie so die stärkste frühere Ministerpräsident Charles Floquet, aber I Fraktion in neuen Parlament sind, so wird der Präsi- auch mehrere Boulangisten, darunter der Adjutant I dent auch ohne allen Zweifel das neue Kabinett Boulangers, Laisant, der wegen seiner neulichen I aus denselben Reihen nehmen. Das alte Ministerium maßlosen Angriffe sich noch vor einem Kriegsgericht, I würde wohl unverändert im Amte bleiben, wenn er ist Landwehrmajor, zu verantworten haben wird. I nicht einige seiner Mitglieder des politischen Trubels Der Umstand, daß noch eine Anzahl von bou-I müde wären. Namentlich sagt man dies von dem langtstischen Kandidaten gewählt worden ist, wodurch I Premierminister Tirard und es geht die Rede, daß die Zahl der Mitglieder dieser Partei in der Depu- an seine Stelle dann der Minister des Innern, tiertenkammer auf fast 50 kommen wirb, ist das Constans, der Wahlminister, treten wird. Leicht interessanteste Faktum bei den Wahlen. Man würde I und angenehm wird es der künftige leitende fran- aber fehl gehen, wollte man annehmen, hierin liege I zösische Staatsmann in der Kammer in keinem eine schwere Niederlage der Republikaner und ein Falle haben; das halbe Hundert Boulangisten wird besonderer Erfolg ihrer Gegner. Boulangers sich die allergrößte Mühe geben, soviel Skandal zu Popularität war sehr tief gesunken, und daß die! provozieren, wie nur möglich ist, um das Land und Zahl seiner Anhänger in der Volksvertretung doch die Wöhler nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Die noch so groß wird, verdankt er im Wesentlichen Mehrheit der stanzösischen Staatsbürger will aber dem Grafen von Paris. Die Orleanisten haben! Ruhe, und wenn die neue Regierung, unbekümmert

Deutsches Deich.

Berlin, 7. Okt. Der Kaiser wird, wie aus Kiel gemeldet wird, am morgigen Dienstag, den 8. d. M., vormittags daselbst eintreffen, woselbst das englische Geschwader erwartet wird. Der russische Hofzug für den Kaiser Alexander ist am Sonnabend Abend auf dem Außenbahnhof bei Rummelsburg eingetroffen. Der Zug hat hier sofort zur Reparatur gegeben werden müssen, da sich an ihm eine ganze Reihe Defekte gezeigt hat. Vor allem ist eine Carpenterbremse vollständig demoliert, aber auch die Einrichtungen für das Durchstiömen der zur Heizung benutzten, auf 55 o erhitzten Luft erheischten mancherlei Ausbesserungen. Die Arbeiten müssen bis Mittwoch Abend beendet sein. Der Zug besteht aus 15 Axen. Die Wagen sind glänzend dunkelblau lackiert und tragen in der Mitte den russischen Adler. Der Zug wird hier fortgesetzt von russischen Beamten bewacht. Die verschiedenen Wagen dieses Zuges können durch marquisenartige, wasserdichte Lederüberdachungen derartig mit einander verbunden werden, daß die Insassen, ohne von Wind und Wetter belästigt zu werden, vom ersten bis zum letzten Waggon gelangen können. In dem Hofzuge, der übrigens bis 1871 Eigentum der französischen Kaiserin Eugenie gewesen, befindet sich außer Salon-, Schlaf- und Wohnwagen auch ein kompletter Küchenwagen, sowie solche für die be­gleitenden Adjutanten und die zahlreiche Diener­schaft. Bei dieser Gelegenheit sei auch noch er­wähnt, daß der Salonwagen unseres Kaisers und diejenigen Wagen, welche das kaiserliche Gefolge bei der großen Reise des Kaiserpaares im Süden auf- zunehmen bestimmt sind, jetzt für ihre nächsten Ziele hergerichtet werden. Personen, welche den kaiser­lichen Zug gesehen haben, versichern einhellig, daß damit das Höchste an glänzender und bequemer Einrichtung erreicht sei. Die .Post" bestätigt, daß die Kundgebung des .Reichsanzeigers" vom 2. Oktober über die .Kreuzzeitung" unmittelbar von allerhöchster Stelle herrühre mit dem Hinzu­fügen, die bezügliche Veröffentlichung sei auf speziellen

^Nachdruck verboten.j I waren, verlebte Mr. Lawtou eine schlaflose Nacht, Iund bei jedem Geräusch, welches er vernahm, glaubte

Die Ä0| 00V vmoeemeee* I er Renmore oder einen Boten von ihm zu höre», denn

(Fortsetzung.) I er zweifelte keine« Augenblick daß eS diesem gelingen

XXvl I werde, die Verlorene selbst oder doch Nachricht von

Kehren wir jetzt zn Mr. Lawtou und seinem Be-1 ihr zu erlangen.

gleiter zurück, die, bald gefolgt von fast allen Männer« I Erschöpft und ermüdet von aller Aufregung und welche auf dem Gute anwesend waren, schnell genug I Anstrengung deS verflossenen Tages, verfiel er in die Brandstätte erreichten, wo Ersterer zn seinem I einen unruhigen Schlummer, aus dem er bei Anbruch Leidweseu sah, daß, entweder durch einen Unglücks-!deS Morgens durch das Rolle« eines Wagens ge­fall oder absichtlich angezündet, ein Kornhaufen von I weckt wurde, der auch bald i« größter Eile vor das bedeutendem Werte in Flammen aufgegangen war. I Haus fuhr. Noch ehe er in der Vorhalle angelangt

Alle Bemühungen und Anstrengungen sämmtlicher war, vernahm er schon das sreudige Rufen der Diener- Anwesenden gingen nun dahin, die naheliegenden schäft; gleich darauf wurde auch die Thür geöffnet Wirtschaftsgebäude und Heuschober vor dem ver-Innd er lag in den Arme« seines Kindes, das er Heerenden Element zu schützen, was ihnen auch zu! unter Thränen und Liebkosungen an seine Brust preßte gelinge» schien, da Wasser genug in der Nähe und I indem er immer die Frage wiederholte: »Laura, mein Helsende Hände zur Stelle waren. teures Kind, wie war das möglich? Wie konnte nur

Sobald der Gutsherr fich hiervon überzeugt, bat iso etwas geschehen?*

er Renmore, zu seiner Tochter zurückznkehren, um! Miß Lawtou, jetzt wieder ficher im Vaterhause fie hir sichtlich des unerwarteten Unfalls, wie auch! betrachtete ihr Abenteuer von der scherzhaften Seite, seinetwegen zu beruhigen, und fügte zugleich daS 8er. erzählte was fie davon wußte und bereits erfahren, sprechen Hinz», daß er ebenfalls so bald wie möglich! und Renmore ergänzte dieses dahin:

heiwkehren «erde. I .Der Bube ist offenbar in seinem EntführuugS-

DieS verzögerte fich jedoch länger, als er erwartet plan gestört morde«, denn mehrere Personen, die ihn hatte, und da er Lama in sicherem Schutze glaubte, auf der Landstraße gesehen, verfolgten ihn mit lautem so blieb er so lange, bis er ohne alle Sorge das Geschrei, was ihn veranlaßt haben muß, Miß Law- Weitere seinen Verwaltern überlassen konnte. ton, noch immer bewußtlos, in der Nähe deS kleinen

Wie groß aber war seine Ueberraschnng, sein! Wirtshauses auf der Landstraße nach Cockerwouth Schrecke» und sein Schmerz, als, nachdem er das lauf eine Rasenbank niederzulege«. Glücklicherweise Herrenhaus erreicht hatte seine Diener ihm mit der- sanden der Wirt und seine Leute, die «ach dem Feuer störte» Gefichteru wstteilte», daß ihre junge Gebieterin! gehe» wollten, fie hier, erkannten sie und brachten während seiner Abwesenheit geraubt, und Oberst Ren-! fie ins HauS, wo Miß Lawtou bald zum Bewvßt- more, der dies auf seinem Heimwege von mehreren! sei« erwachte. Ihn diese Zeit langte ich a«, und mir Personen erfahren, gleich fortgeritten fei, nm der!blieb nichts übrig, als die Geraubte zurück,»bringen, angegebenen Spur zu folgen und fie, wenn möglich,!Der Entführer war verschwunden, ohne auch nur die znrückznbringev. I geringste Spur zu hinterlasse», die z» seiner möglichen

Nicht int Stande, die» zu begreife», obgleich in IEntdeckung führe» konnte."

Irland ähnliche Fälle a«S Rache und Mißvergnügen! .Und Du selbst hast keine Ahnung, wer eS gewesen der Untergebene» gegen ihre SntSherre» nichts SefteneS z sei» wag?* fragte der Gutsbesitzer feine Tochter.

Befehl des Kaisers eingerückt worden. Ferner meldet die .Post": Den neuesten Bestimmungen gemäß wird die Kaiserin Friedrich die Reise nach Athen am 19. Oktober über Dresden, Wien und Venedig mittelst Sonderzuges antreten. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat bezüglich der Ausübung polizeilicher Funktionen auf den Bahn­höfen und Bahnanlagen seitens der Bahnpolizei­beamten einerseits und der Organe der allgemeinen Polizei anderseits folgende Bestimmung erlassen: Der Umstand, daß die Bahnpolizeibeamten, welchen die Aufrechthaltung der im Interesse des Eisenbahn­verkehrs erforderlichen Ordnung und Ruhe obliegt, und die Beamten der allgemeinen Polizei, welchen die Fürsorge für die öffentliche Ruhe und Ordnung im übrigen obliegt, wenn es sich um Ausübung dieser polizeilichen Funktionen innerhalb des Bahn­gebiets handelt, sich zuweilen gleichzeitig zum Ein- chreiten oder zu sonstigen Maßnahmen veranlaßt eheu, hat bereits wiederholt zu Schwierigkeiten und Differenzen zwischen dem beibeifeiligen Beamten­personal Veranlassung gegeben. Da eine begriffliche Begrenzung der beiderseitigen Funktionen, welche ge­eignet wären, Kollissionen dieser Art zu vermeiden, nicht wohl thunlich ist, anderseits aber ein dringen­des Interesse besteht, für die Folge solchen vorzu- veugen, jedenfalls aber ein Hervortreten von Mei­nungsverschiedenheiten nach außen zu verhüten bleibt, o habe ich es im Einverständnisse mit dem Herrn Minister des Innern für zweckmäßig erachtet, die Bahnpolizeibeamten anzuweisen, den Organen der allgemeinen Polizei, welche sich auf den Bahnhöfen und Bahnanlagen zu Maßnahmen im Interesse der Aufrechthaltung der Ruhe und Ordnung veranlaßt ehen, mögen sie selbst zu diesem Zweck ebenfalls ihätig geworden sein oder nicht, keine Hindernisse in den Weg zu legen, und zwar auch dann nicht, wenn dieselben ihres Erachtens in die Funktionen der Bahnpolizei übergreifen sollten, in derartigen Fällen vielmehr nachträglich durch entsprechende Be- chwerde zuständigen Orts die Sache zum Austrage ju bringen. Die Königliche Eifenbahndirektion wolle hiernach für ihren Bezirk das weitere veranlassen." Die Fraktionen werden nach den inzwischen stattgehabten Veränderungen in folgender Stärke in der nächsten Reichstagssession auftreten: Deutsch- konservative 76, Reichspartei 38, Centrum 103, Nationalliberale 93, Deutschfreisinnige 35, Polen 13, Sozialdemokraten 11, Fraktionslose 25. Erledigt sind drei Wahlkreise (11. Sachsen, 7. Württemberg, 2. Gumbinnen), von denen zwei bisher durch Mit-

Regatta ftattgefunbeu hat?" fragte Mr. Lawton, als Renmore ihm am folgenden Morgen beim Frühstück mitteilte, daß er Tags daraus nach Windermeere zurückreiten müsse, da er wichtige Briefe erwarte. .Das bedauere ich um so mehr, Oberst, da in nächster Zett die neuen Pläne und Risse eintreffen, die Sie für den Seitenflügel deS Hauses entworfen.*

.Wenn Sie eS mir gestatten, werde ich, ehe ich diese Gegend verlasse, noch auf einige Tage nach Blackturn komme«, auch sehen wir «uS jedenfalls bei der Regatta!* erwiderte Renmore.

Laura, betroffen von dieser Nachricht, mußte in* deß alle Selbstbeherrschung aufbieten, um nur jeder Zeichen von Aufregung z« unterdrücken.

Oberst Renmore verließ wirklich zur bestimmte» Zett da» gastliche Blackturn nach einem herzlichen Abschied vou dessen Besitzer und der jungen Erbin, welche Beide ihm, so lauge fie ihn sehen konnten, nachblickten.

Ersterer sagte dann zu Lama: .Ein ganz Herr» licher Mau», dieser Oberst! Ich wünsche sehr, daß er uns noch oft besuche» möge, denn er hat mir scho» manche vortreffliche Idee zu neuen Experimenten und Verbesserungen angegeben!*

Ein Glück warS, daß Mr. Lawton fich unver­züglich an eine wichtige Arbeit begeben wußte, die seine Gedanken von Renmore ablerkten, sonst hätte er unfehlbar gesehen, daß Thränen die Auge» seiner Tochter füllten und daS Zucken ihrer Mundwinkel ihre innere Bewegung verriet.

Da er seinen Diener bereits nach Windermere geschickt, ritt Renmore allein durch den Park dahin, gelangte bann auf die Landstraße und berfokte diese, bis er einen Wegweiser erreichte, dessen beide Arme die Richtungen »ach Windermere »nd Cocker- msuth andeuteten. Unentschlossen hiett er hier sein Pferd einen Augenblick an doch nnr einen Augen­blick, dann wandte er eS der Keinen Stadt zu, und eS |» raschem Laus antreibend, lag die Landstraße