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im russischen Sinne eine politische Rolle spielen wird, wenn ihr die Gelegenheit dazu gegeben wird, ist ebenso sicher. So ruffenfreund lech die herrschende radikale Partei in Serbien ist, so hat sie doch nicht die geringste Lust, den Lakai einer Frau zu spielen, daher der Widerstand, welchen die Regentschaft und Regierung der heimgekehrten Königin gemeinsam entgegengesetzt haben. — In Athen werden die umfangreichsten Vorbereitungen für die zu Ende d. M. stattfindenden Vermählungsfeierlichkeiten getroffen. Leider hat sich auch ein unwillkommener und ungeladener Gast eingestellt, eine Fieberepidemie. Durch Anwendung der strengsten Vorsichtsmaßregeln hofft man die Krankheit aber zu beschränken.
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lidhettS- erinnen
fit die Kreise Marburg und Kirchhain und
INir-riertes Sonntagsblatt werden von den Postämtern noch fortwährend angenommen und die erschienenen Nummern auf Wunsch nachgeliefert.
Marburg,
Sonntag, 6. Oktober 1889,
(Nachdruck verboten.!
Die «oft von Windermere.
(Fortsetzung.)
.Ich werde gewiß, so lauge ich kau«, an dieser Stillte verweilen-, fuhr der Oberst fort, .di« so unvergleichlich schön ist nnb schon sitzt eine so große Anziehungskraft auf mich ausübt.-
Dabei blickte er auf die jooge Erbin, die sich errötend abwandte nnb achtlos eine Blume zerpflückte, die fie iu ihrer Hand hielt.
Eie hatten jetzt die Anhöhe verlaffen nnb gingen weiter durch dir sehr gepflegte» Anlagen, wobei Mr. Lawtou seinem Gaste schon einige Verbeffernngen tob Verschönerungen zeigte, bte er in der jüngsten Zeit vorgenommen hatte.
AIS ihr Gespräch sich darauf seine« immer kranken Frennde zuwandte, sagte er plötzlich: .Erinnern Eie fich noch der Wette, Oberst, die wir kürzlich nach dem Effeu iu Sutherlands Wohnung eingegangen find?-
.Der Wette?- fragte Renwore, welcher dieselbe anscheinend vergeffen hatte.
,3a, gewiß! Sie galt dem so viel genannten Stanfield.-
,O, jetzt eutfinne ich mich! Sie behanpteten, er könne Ihre Handschrift nicht nachahmen. Ich fürchte wirklich, daß die Wette nie entschieden werden wird.-
,Es ist auch wohl kanm möglich, weil es Niemandem gelingen wird, meine Handschrift ganz genau zu fälschen. Mein Bankier in Cockermonth würde zum Beispiel schon ans den erste« Blick sagen können, ob eine ihm vorgelegte Auweisnng eine echte »der nur nachgeahmte Unterschrift trägt.-
Wochenschau.
Der Streit um die Haut eines noch nicht erlegten Bären, d. h. um das preußische Finanz- Portefeuille, ist zu Ende: Der Finanzminister von Scholz ist von seinem Urlaube wieder in Berlin ein- getroffen, aber von seinem Amte nicht zurückgeireten, sondern hat die Geschäfte seines Ressorts in vollem Umfange wieder übernommen. Die ganze Rederei von dem berorstchenden Ausscheiden des Ministers aus der preußischen Regierung war also, wie schon so oft, nur wieder blinder Lärm. Bis zum Schluffe der preußischen Landtagssession wird Herr v. Scholz jedenfalls sein Reffort vertreten. Was die Reichs- tagssession anbetrifft, so waren allerlei Gerüchte über neue Militärforderungen im Umlauf. Ohne dieselben wird es schwerlich abgehen, doch fehlen zu- verläffige Angaben über die Höhe der beanspruchten Summen. Die Eröffnung des Reichstages wird übrigens nicht vom Kaiser in Person vollzogen werde« können, da der Monarch um diese Zeit seine Reise nach Athen bereits angetreten haben wird. Vorher soll ja der Besuch des Zaren noch erfolgen, wenn dieser eben kommt. In Fredensborg, wo zum Beginn dieser Woche auch der englische Thronfolger, der Prinz von Wales, angekommen ist, scheinen sich allerlei Dinge hinter den Couliffen abzuspielen und nicht nur eitel Lust und Freude zu herrschen. Am russischen Hose waren die Jntriguen stets zu Hause und daß sie in dem einsamen Fredensburg zur Vertreibung der Langeweile beizutragen sich bemühen würden, war wohl anzunehmen. In dieser Woche hat das Kaiserpaar der nahe verwandten großherzoglich mecklenburgischen Familie in Schwerin einen Besuch abgestattet und ist dort ebenso herzlich, wie in den übrigen deutschen Residenzstädten empfangen worden.
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Deutsches Reich.
Berlin, 4. Okt. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Das Preisgericht für die Entwürfe des Kaiser Wilhelm - Denkmals hat den Entwürfen mit dem Kennwort: „Kaiser und Reich" und „Für Kaiser und Reich", als deren Verfertiger nach Oeffnung der Briefumschläge sich die Architekten Wilhelm Rettig und Paul Pfann (Berlin), sowie Architekt Bruno Schmitz (Berlin) herausstellten, je einen ersten Preis zuerkannt. Je einen zweiten Preis den Entwürfen mit den Kennworten: „Vivos voco“, »Friede", „Vom Fels zum Meer", „deutsch", als deren Verfertiger die Bildhauer Hildebrand (Florens), Bildhauer Hilgers (Charlottenburg), Profeffor Schaper (Berlin) mit dem Architekten Ferber, endlich Professor Schilling in Dresden mit deren Mitarbeitern Schilling und Gräbner in Dresden angegeben sind. — Anläßlich des Oktobertermins warnt die „Nordd. Allg. Zeit." in einem Artikel abermals vor dem
Nachbestellungen auf die Overhesfische Zeitung,
Andrang zu den schon überfüllten gelehrten Berufs- jg sie schreibt: „Mit Genugthuung kann in den letzten Jahren ein erheblicher Aufschwung von Handel und Industrie festgestellt werden; es ist natürlich, daß dieser Aufschwung neue Kräfte beanspruchen muß. Leider aber kann
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt fite die Kreise Marburg und Kirchhain.
Expeditton: Markt 2L — Redaktton, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
nirgends im Ernst gedacht worden. Aus Wien ist auch die bulgarische Frage wieder angeregt, und es ist der Wunsch ausgesprochen worden, der Sultan möge die Regierung des Fürsten Ferdinand anerkennen. An die Erfüllung desselben ist freilich nicht zu denken, weil der Zar seine bekannten Anschauungen in absehbarer Zeit kaum ändern wird. Und soll der Sultan gegen Rußlands Willen den Koburger anerkennen? Das wäre ein gewagt'Stück, denn dann würde von Petersburg aus mit allem Nachdruck die rückständige Kriegskostenentschädigung eingetrieben werden, und wie soll die blutarme Türkei in den Stand kommen, zu zahlen?
Die ftanzösische Republik hat am letzten Sonntag die Verteilung der in der Weltausstellung verliehenen Preise begangen und diese Feier, bei welcher der höchste Pomp entfaltet wurde, hat sich zu einer Art von Wahlsiegesfest gestaltet. An schönen Worten von Frieden und friedlicher Arbeit hat es dabei auch nicht gefehlt, das gehört nun mal zu solchen Feierlichkeiten, wenn auch die Aeußerungen recht wenig praktischen Wert haben. Kommenden Sonntag finden die Stichwahlen für die Deputiertenkammer statt. Die Republik hat die allerbesten Aussichten und kann dem Resultate mit vollster Seelenruhe entgegensehen. Schlimm steht es um Boulanger. Zu der großen Rolle, welche er so lange spielte, gehört vor allen Dingen Geld und wenn das im bisherigen Tempo weitergehen soll, ist wiederum recht viel Geld notwendig. Damit hapert es aber sehr. Alle diejenigen, welche den General bis zur Wahl so bereitwillig unterstützten, ziehen jetzt ihre Hand zurück und Boulanger sitzt völlig auf dem Trockenen. Und dieser Mangel am blinkenden Metall wird ihm vielleicht noch viel mehr bei seinen Anhängern schaden, als die Wahlniederlage. Was ist in Frankreich ein Mann ohne Geld?
Königin Natalie von Serbien, wie sie sich selbst nennt, oder Madame Natalie Keschko, wie die serbische Regentschaft sie tituliert, hat ihre Ankündigung wahr gemacht und ihren feierlichen Einzug in Belgrad gehalten. Sie ist mit grenzenlosem Enthusiasmus, mit einem wahren Jubelfturm empfangen worden, aber ihren Sohn hat sie noch nicht zu sehen bekommen, weil sie auf die von der Regentschaft gestellten Bedingungen für ihren Aufenthalt nicht eingehen will. Der junge König Alexander soll auch herzlich wenig nach seiner Mutter fragen, deren Ehrgeiz er fürchtet. Denn daß die Königin weniger von Mutterliebe als von brennendem Ehrgeiz nach Belgrad getrieben ist, ist außer aller Frage, daß sie ganz genau, wo jeder Braten und jeder Fisch, von dem er gegessen, gewonnen war, wo die Gemüse und Früchte, welche er genoffen, gediehen, selbst wo die Blumen fich entfaltet hatten, welche die Tafel zierte».
AIS sämtliche Speise» abgetragen waren, zog Lama fich an8 dem Speisesaal zurück, wo fie mit eben so viel Anstand wie Würde die HonnemS gemacht hatte.
ES währte indeß nicht lange, so folgten ihr auch die beide» Herrev iu das große Wohngemach, welches mit seltenem LnxnS und großem Geschmack, wenn auch alterthümlich, anSgestattet war, da, wie Renwore durch den Befitz-r erfuhr, sämtliche Mobilien, Spiegel und Gemälde, tote die Malereien und Vergoldung an Wänden und Decke, noch von seinem Großvater herrührten und von seinem Vater und ihm genau in der ursprünglichen Weise erhalten worbe» wäre».
Von der einen Sette dieses Zimmers gelangte man durch eine hohe GlaSlhür i» das erwähnte Gewächshaus, das Lama bereits geöffnet hatte, wie fie stets zu thuu pflegte, weuu Gäste auf Blacktmn : waren; den» diesen gewährte eS ein großes Ver- ' guügeu, das weit und breit berühmte Treibhaus der ungen Erbin zu bewnuderu, in dem die Pflanzen i aller Länder aufs Herrlichste gediehen nnb bifiten. |
„ES ist bieS ja ein wahres Paradies, Miß ■ Lawtou*, sagte Reuwore, als alle Drei in dem i erstell großen Raum umhergingen, wo in der Mitte ; unter Palmen ein Springbrunnen vnaufhörlich plätscherte, nnb in den Nischen, von Schlingpflavz-n ( und Orchidee» überwölbt, kleine Sessel zum Aus- । ruhen einlnben. „Das entzückte, geblendete Ange । weiß wirklich nicht, wohin es fich zuerst weudeu soll, nm die Pracht der Farben wie die geschmackvolle Aufstellung der Bäume, Pflanzen nnb Blumen zu bewundern. Wenn Sie dies alles allein angeorbnet, muß man Ihrem Geschmack wie Ihrem Kunstfinn bte größte Anerkennung zollen.' ।
„Nicht wahr, Oberst, nicht wahr?* rief der Vater
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Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Die außerordentliche Gesandtschaft des Sultans von Zanzibar hat Berlin wieder verlassen, nachdem ihr vom Kaiser eine feierliche Audienz erteilt worden ist. Es wird angenommen, daß die Gesandten auch mit dem auswärtigen Amt Verhandlungen über eine Neugestaltung der Dinge in Ostafrika gepflogen haben, indcffen ist hierüber etwas Zuverlässiges noch nicht bekannt geworden. Aufgehoben ist dagegen, wie schon vorher angekündigt worden war, die Sklavenblockade in Ostafrika zum 1. Oktober. Doch werden nach wie vor die Einfuhr von Waffen und Kriegsmaterial in das deutsch-ostafrikanische Gebiet verboten bleiben. In Ostafrika ist diese Ordre mit großer Freude ausgenommen; thatsächlich hatte ja auch der Handel unter der Blockade schwer zu leiden. Die Aushebung der letzteren konnte erfolgen, nachdem Hauptmann Wißmann die Sklavenhändler durch strenge Strafen — sechs Menschenhändler sind hingerichtet worden — soweit gebracht hat, daß eine Sklavenausfuhr zu Wasser nicht mehr zu befürchten ist, und der Sultan von Zanzibar von vornherein alle Sklaven für frei erklärt hat, welche nach dem Oktober in seinen Dienst treten sollten. Der Araberhäuptling Buschiri verfolgt jetzt die Missionare; ein Deutscher Missionar ist auch von seinen Leuten ermordet worden. Vielleicht gelingt es dem Reichs- kommissar, den grausamen Rebellenführer auf seinem jetzigen großen Marsche inS Innere zu erwischen.
Von russischen Truppenkonzentrierungen und neuen russischen Anleihen ist wieder einmal die Rede gewesen. Mit den ersteren hat es seine Richtigkeit, doch handelt es sich um die Ausführung eines schon vor einem Jahre gefaßten Beschlusses, ein neuer Beweis dafür, daß Wollen und Können im Laude des Zaren nicht immer dasselbe ist. Im vorigen Jahre war das zweite kaukasische Armeekorps aufgelöst und bestimmt worden, daß die Truppen desselben in das Gouvernement Kiew verlegt werden sollen. Diese Bestimmung wird jetzt zur Ausführung gebracht. Bei der großen Anleihe soll es sich angeblich um die Einführung des Lebel - Repetiergewehres und den Bau neuer strategischer Bahnstrecken handeln.
Zu einer bemerkenswerten Friedensrede hat der ungarische Ministerpräsident von Tisza auf einem ihm dargebrachten Bankett Anlaß genommen. Der Premier äußerte sich dahin, daß nach menschlichem Ermessen eine Störung des Friedens nicht zu be- ürchten sei, doch würden auch die Mächte ihre militärische Macht nicht vermindern können. Daß dies Letztere so bald geschehen werde, daran ist wohl
von ihm in Umlauf sind. Er würde »icht allein Ihre Handschrift nachahme», sonder» am Ende noch gar vor ihren Ange» bte Erbin von Blacktmn entführen 1*
„Brächte er daS fertig, so würbe ich ihm fünf- hnndert Pfund Belohnung geben!- entgegnete Mr. Lawtou.
Seine Tochter setzte lachend hinzu: „Ich möchte ihn wohl einmal sehe». Eine so geschickte und berühmte Persönlichkeit ist wirklich einiger Neugier wert! Ob er wohl gut anssteht?«
„Jch weiß eS nicht', antwortete der Oberst lächelnd, „nnb wüßte ich es, ich dürfte eS kaum sagen; denn denken Sie nur, ich soll eine auffallende Aehulichkeit mit ihm haben.*
„O, daun glaube ich —• erwiderte Laura, hielt aber plötzlich errötend inne.
„Ihr Vater vollendete indeß de» Satz: „Daß er hübsch ist, wolltest Du sagen, mein Kindl*
Und Mr. Lawtou brach in herzliches Lachen ans, in das Alle einstimmten, bis er fortfuhr: „Also Ihnen soll er ähnlich sein? Nun, nun, da« hätte ich kaum geglaubt.*
„Ja, und wer weiß, ob ich nicht bald ein Gegen- land Aller sein werde und die Menge fich darum reißen wird, mich statt seiner betrachten zu können."
Sie hatten jetzt de» Haupteingang des Hanfes erreicht, und da die MittagSstnnde in Blacktnrn bald chlagen mußte, so begaben sie fich in ihre Gemächer, nm zur Tafel die erforderliche Toilette zu machen.
Als fie fich nach einer halben Stunde in dem Garteusaal wieder eiufanden, ward Oberst Renwore die Ehre zu teil, die Erbin von Blacktnrn zu Tische zu führen.
ES war Mr. LawtovS höchster Stolz, ans seiner Tafel nur die Erzeugnisse seines GuttS zu sehen und während derselben bte genaue Beschreibung eines jeben Produktes zu liefern. Dies that er auch jetzt wieder, als er bin begehrten Gast an feiner Seite hatte. Derselbe wußte nach Beenbignng des Mahles
nicht gesagt werden, daß das alte Vorurteil, welches in weiten Kreisen unserer gebildeten Stände gegen die Erwerbsthätigkeit herrscht, und welches die Anstellung gebildeter junger Leute in dieselbe in genügendem Maße verhindert, in merklichem Schwinden begriffen ist. Unter solchen Umständen ist es Pflicht, stets von neuem auf die Verkehrtheit dieser Anschau- ung hinzuweisen, welche in allen Ständen ihre Vertreter hat. Wie der Arbeiter seinem Sohne keine größere Wohlthat erweisen zu können glaubt, als wenn er ihn zum „Kaufmann" heranbildet d. h.
in freudiger Aufregung. „Ist meine Tochter nicht eine würdige Schülerin des unsterblichen Linus?«
„Aber, Papa, das geht zu weit!' entgegnete Miß Lawtou unter Erröte» nnb Lächeln, und sich an Renwore toenbenb, fitzte fie hinzu: „Die Blumen gewähren mir durch ihre Verschiedenheit und Schönheit immer neuen Genuß nnb neues Vergnüge», und vergelte» dadurch reichlich die Arbett nnb Pflege, welche fie wirklich erfordern.*
„Und diese herrlichen Kinder fremder Zonen wollen Sie anderen Händen anvertrane», wollen Sie in die Ausstellung gebe»?'
„Weshalb »icht, Oberst Re»rnore?* erwiderte iaura. „Ich bi« nicht egoiflisch genug, nm alle Senfiffe, über die ich verfüge» ka»n, i» meinem Befitz u behalte», nnb wiederum eitel genug auf meine Blume», von bene» ich weiß, daß weuigstevs einige die bestimmte» Preise erringen werben.'
„Das glaube ich selbst, denn wo fände» fich auch o unvergleichlich schöne, liebliche Blumen als in Blacktnrn!' ries Renwore sichtlich begeistert ans, und begleitete diese Worte mit einem Blick, der die Wangen deS jungen Mädchens noch höher färbte.
Mr. Lawtou, sich »ach feinem behagliche« Sessel m Wohngemach sehnend, sagte indeß: „ES wird dnukel, Oberst, morgen kann Laura Ihnen die übrigen zeigen. Lassen Sie uns jetzt noch ein wenig musizieren — ich sehe, die Diener haben nn8 schon Lampen und Lichter angezündet.*
Mit diese« Worten verließ er baB Gewächshaus, gefolgt von Renwore nnb feiner Tochter, die, betroffen von dem vielsagenden Blick ihres Begleiters, »och kel» Wort der Erwiderung gefunden hatte.
AIS nach etwa einer Stunde der gastfreie Be- itzer von Blacktmn, feine Tochter und ihr Gast fich n ihre Zimmer zurückgezogen, stand Lama noch äuge finnend am Fenster, und ihre freudig strahlen- ben Augen und ihre hochgeröteteu Wangen verrieten, daß nur Gedanken angenehmer, ja beglückender Art le beschäftigten. Und der Gegenstand dieser Gedanken
„Ihr Bankier in Cockermonth', dachte Reumore, entgegnete indeß seinem Wüt lächelnd: „Verlassen Eie fie sich nicht zn fest darauf, Mr. Lawtou, denn die Geschicklichkeit bis Burschen Übersteigt fast allen Glauben, wenn man den Gerüchte» glauben soll, die