Illustriertes Sountagsblatt.
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der Anmarschrichtung ab. Nach Eintritt des Halt wurde Kritik abgehalten. Trotz des Regens hatte sich ein zahlreiches Publikum beim Manöverfeld gesammelt. — Bei dem heutigen Korpsmanöver wurde der markierte Feind infolge eines vom Kaiser aus dem Manöverfelde erteilten Befehls vom Generalleutnant Wittich geführt. Bei der großen Kavallerie» attake, die mit besonderer Bravour geritten wurde, zeichnete sich besonders das Kürassier-Regiment Seyd- litz (Magdeburgischcs Nr. 7) aus. Als das Manöver um 12 Uhr beendet war, kehrte der Kaiser nach der Stadt zurück. Er spendete für die Armen der Stadt 1000 Mk. und verlieh dem Oberbürgermeister Bleek daS Recht, die goldene Amtskette zu tragen.
Metz, 12. Sept. Die Versammlung des Gesamtvereins deutscher Geschichts- und Altertumsvereine ist heute mittag geschlossen worven. An dem gestrigen Ausfluge nach Luxemburg beteiligten sich 155 Personen, die in Luxemburg von dem Bürgermeister und von dem Vorsitzenden des historischarchäologischen Instituts aufs herzlichste empfangen wurden.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
Backen 2C. bestimmend sind, als der Großhandelspreis des Roggens, bei diesen aber ein entsprechender Preisaufschlag nicht eingetreten ist. Es unterliegt daher keinem Zweifel, daß Dank der Lohnerhöhung der Arbeiter trotz der Erhöhung der Roggenpreise jetzt einen geringeren Bruchteil seines Arbeitseinkommens zur Beschaffung von Brot aufzuwenden hat als im vorigen Jahre. Aehnüch liegt die Sache beim Fleisch, wo nicht aus besonderen Gründen vorübergehend Ausnahmepreise eingetreten sind, wie in den oberschlesischen Industrie- und Montandistrikten. Dazu kommt noch der bereits einmal an dieser Stelle erwähnte Umstand, daß die unter günstigen Produktionsverhältnissen erzielten Verbesserungen der Arbeitsverhältnisse wenigstens teilweise die Konjunktur überdauern, wie dies die Erfahrung der letzten Jahrzehnte unwiderleglich beweist, während schon die nächste Ernte die heutigen Getreide- und Fleischpreise wieder auf den vorjährigen Stand bringen kann. So find es gerade die Arbeiter, deren Wohl und Wehe am meisten von dem Gedeihen der deutschen Produktion abhängt. In ihrem Interesse gerade liegt also ganz besonders die Aufrechterhaltung der bestehenden Wirtschaftspolitik, deren Hauptbedeutung ja gerade darin besteht, daß sie in erster Linie auf Förderung der heimischen Gütererzeugung bedacht ist.
Potsdam, 12. Sept. Ihre Majestät die Kaiserin ist heute nachmittag 3 Uhr 50 Min. mit Gefolge von der Wildparkstation nach Hannover abgereist.
Stiel, 12. Septbr. Der russische Thronfolger, der mit der Yacht .Zarewna" eintraf, wurde von den Spitzen der Militärbehörden empfangen. Er nahm die Parade ab und begab sich dann nach dem Schloß und reiste hierauf nach Hannover.
Minden, 12. Septbr. Der Kaiser begab sich heute morgen 8 Uhr zum Korps - Manöver gegen einen markierten Feind nordwestlich von Minden. Das Wetter ist regnerisch. — Die Generalidee des Korpsmanövers war die folgende: Das siebente Korps, von Süden kommend, sollte Minden am heutigen Tage erreichen, als ein feindliches Nordkorps, das gleichfalls auf Minden dirigiert wird, gemeldet wurde. Zunächst fand großer Zusammenstoß der beiden Kavallerie-Divisionen von 28 zu 24 Schwadronen statt. ®er markierte Feind wurde geworfen und verlor 18 Schwadronen. Es folgte die Eröffnung des Artilleriekampfes und die Entwickelung der Jnfan- teriemaffen. Der markierte Feind befand sich zunächst im Vorteil, wurde dann aber von einer bedeutenden Uebermacht angegriffen, was erbitterte Kämpfe hervorrief, und zog schließlich geschlagen in
Begleiter mit wütendem, herauSforderudeu Blicke de- trachtend: .Lassen wir j-tzt di« Masken fallen, Stavfield, denn es gehört eben kein besonderer Schars, sinn dazu, nm herausznfühlea, daß Ihre Bemerkungen nur mir gelten sollen."
»KeinevfallS, mein Freund, denn ich bin weit entfernt, zu glanbeu, daß dieselbe» ans Sie aazu- weuden find."
.Und wenn dem dennoch so wäre? Welchen Bor- teil kann ich daraus haben daß ich noch länger Freund- schäft mit dem berüchtigteu Fälscher and Betrüger Stau, field unterhalte?"
„Gestatten Sie mir hier eine Bemerkung. Sie sanden es vorhin angemessen, mich von Ihrer Namens- ändernng in Kenntnis zu setzen; ich ihm j tzt dasselbe und benachrichtige Sie hiermit, daß der von Ihnen genannte nnd so gena» bezeichnete Stavfield für den Augenblick nud bis auf Weiteres als Oberst Ren. more und Parlamentsmitglied vor Ihnen steht."
.Verflucht fei feine unumstößliche Ruhe und nicht zv erschütternde Stcherhettl" dachte Qnaudisch und fuhr daun in finsterem Tone tont fort: .Ihr neuer Name uud Rang übt gar keine Wirkung auf mich aus, da ich dergleicheu an Ihnen gewohnt bi». Ich sehe aber nicht ein, weshalb ich nicht so gut wie jeder Andere versuchen sollte, die Belohnung zu gewinnen."
.Daran stimme ich Ihnen ganz bei uud würde mich freuen, wenn einer meiner Freuude die Summe bekomweu köurtte l" versetzte Renmore lacheud. .Sie am wenigste» werden dies 6e$toetfeln, da Sie sich dort gewiß deuüicher Beweise meiner Gefälligkeit er. iuueru können."
Bei diesen Worten mußte der nichtswürdige Böse, wicht die Augen senken, da sein Gewissen ihn des schwärzeste» Undankes anklagte.
Vor nicht gar langer Zett hatte Renmore, von Mitleid getrieben, ihn dem größten Elend entrissen nnd seinetwegen ein neneS Verbrechen begangen, in. dem er eine Unterschrift unter einem Wechsel gefälscht,
AusIlMÄ.
Wie», 12. Sept. Die „Polit. Korresp." meldet aus Sofia, daß der Führer der serbischen Radikalen, Paschic, in seiner gestrigen Unterredung mit Stam- bulow beruhigende ErUärungen über die Absichten Serbiens gegenüber Bulgarien abgegeben und daß er betont habe, Serbien sei durch seine inneren Angelegenheiten vollständig in Anspruch genommen; es liege ihm der Gedanke eines Angriffes gegen Bulgarien durchaus fern.
Paris, 12. Sept. An dem internationalen Münzkovgreß nimmt auch der Vertreter der englischen Bimetallisten Grenfell teil. Die englische Regierung ist durch den Münzdirettor Freemantle vertreten. — Der Präsident der Bank von Frankreich lud die Mitglieder des Münzkongreffes ein, morgen die Bark zu besuchen.
Kopenhagen, 12. Sept. Anläßlich des Namenstages des Zaren wohnten gestern die kaiserliche und königliche Familie dem Gottesdienste in der russischen Kapelle bei. Sodann fand ein Dejeuner auf der „Dershawa" und nachher eine Fahrt durch die mit Flaggen geschmückte Stadt zum Bahnhof und weiter nach Fredensborg statt. Abends war die „Dershawa" illuminiert und ein Feuerwerk wurde von dem dänischen Panzergeschwader veranstaltet. Eine zahl- zeiche Menschenmenge brachte Ovationen dar.
den Qnaudisch im Namen seines Prinzipals ausgestellt. Dies war in Dublin geschehen; sie waren entdeckt worden und Beide ergriffen die Flucht, der- bargen fich unter falschem Namen und hatten sich bisher allen Nachforschungen glücklich entzogen. Die» wär« ihnen auch wahrscheinlich noch ferner gelungen hätte Qnaudisch nicht, tu deffeu gemeiner Seele fich kein Gefühl von Dankbarkett regte, den Entschluß gefaßt, Renmore zu opfern und für fich, wenn auch nicht vollständige Verzeihung, doch eine Milderung seiner Strafe zu erlangen. Er, der stets seine MÜ- chnldigen int Auge behalten, hatte auch seine Verfolgung in der Umgend von Keswick und in den Bergen veranlaßt und war in feiner Verkleidung selbst der Thätigste gewesen, ihm nachznspüren, bis es ihm endlich gelungen, ihn zu finde».
Die Mahnnug seines Gewissens jetzt schnell be- chwichtigend, antwortete er in dem mürrischen und zugleich ftecheu Tone, in dem er bisher gesprochen: -Die Vergangenhett ist für mich dahin, ich habe genug mit der Gegenwart zu thnn. Hätten Sie mir aber damals nicht geholfen, so wäre schon ein Anderer dazu bereit gewesen l"
-Ohne Zweifelt" versetzte Renmore, iudeß Jener hu unterbrechend, fortfuhr: »Was liegt mir daran, ob Sie mich einen Verräter neunen? Ich kann ganz ohne Schade» diesen Name» hinuehme», allein ich !au» nnrnöglichst die Summe aufgeben, die ich doch diesmal auf ehrliche Weise verdient hätte."
„Wahrlich, eine bewunderungswürdige Ehrlichkeit!" erwiderte Renmore lächelnd.
-Ich sage Ihnen nochmals, ich will mir das Geld nicht entgehen lassen! Mag ich auch ein Verräter ein, die Well wird mir danken, daß ich ihr einen so wichtigen Dienst geleistet!"
.Der Henker, durch deffeu Hand wir Leihe doch wahrscheinlich einst enden werden, leistet, in tem er uns vorn Leben zum Tode bringt, ebenfalls eine» wichtigen Dienst, allein fein Amt bleibt doch ein ehrloses, verachtetes!"
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf TYTV Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin,München u. Köln; G. 8. AA1 ’'
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dition SV4M., bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exll. ™
Bestellgeld) JnfertionSgebühr für die gespaltene Zeile Sonnabend, 14. September 1889.
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eine größere Zersplitterung stattfindet. In der Stille ist seit Jahren an der Begründung des Bismarck- Museums gearbeitet worden. Heute besitzt es dank der Unterstützung von Bismarck - Verehrern nahezu sämtliche über den Reichskanzler erschienenen Schriften, eine stattliche Zahl von Bildnissen aus verschiedenen Lebensjahren, ferner viele Lob- und Spottgedichte, verschiedene sogenannte Bismarck - Judustrie- artikel und andere auf Fürst Bismarck bezügliche Gegenstände. Zur Ergänzung und würdigen Ausstattung des Museums ist ein hinreichender Fonds gestiftet. Die Eröffnung des Museums für das Publikum steht den 1. April 1890 (75jähriger Geburtstag des Kanzlers) bevor. Mit den hierzu nötigen Vorbereitungen ist Herr Verlagsbuchhändler Paul Hennig, Berlin W„ Winterfeldtstraße 10, betraut.
— In einem weiteren Artikel schreibt die „N. R. C." über die Steigerung der Lebensmittelpreisr: Gerade unsere Zeit ist recht dazu angethan, den Arbeitern völlige Klarheit über die Bedeutung, welche eine gedeihliche Entwickelung der Verhältniffe der heimischen Produktion, vor allem unserer Industrie im weitesten Sinne des Wortes, für ihre eigene wirtschaftliche Lage hat und um wie viel erheblicher diese für sie ist, als die wechselnde Gestaltung des Verbrauches, beizubringen. Denn die jetzt wahrnehmbare wesentliche Besserung der Arbeitsverhält- nifle nach den verschiedensten Richtungen, vor allen die Erhöhung der Löhne und die Verkürzung der Arbeitszeit, ist doch nur die Folge der stark aufsteigenden Bewegung in den wichtigsten Zweigen des deutschen Erwerbslebens, bei der damit zusammenhängenden gesteigerten Nachfrage nach Ware und Arbeitskraft. Ohne diese verstärkte Nachfrage wäre es unmöglich gewesen, jene erhebliche Besserung der Arbeitsverhältnisse, welche nach geringen Anfängen im Verlaufe des letzten Sommers eingetreten ist, herbeizuführen. Diese aber ist erheblich. Man berechnet z. B-, daß die Kohlenarbeitrr trotz verkürzter Arbeitszeit jetzt rund 20 Prozent mehr verdienen als sonst. Das wiegt den Preisaufschlag mehrfach auf, welcher inzwischen vorübergehend bei wichtigen Lebensbedürfnissen eingetreten ist. Wenn z. B. der Roggen im Großhandelspreise um etwa 10 Prozent aufgeschlagen ist, so wird dadurch zwar der Preis des Brotes um etwas erhöht, bezw. das für einen bestimmten Preis gekaufte Quantum Brot etwas geschmälert, aber noch weitaus nicht um 10 Proz., weil bei dem Brotpreise noch andere Faktoren, vor allem die Kosten der Prozesse, welche dazu gehören, um aus Roggen Brot zu machen, Mahlen,
.Nicht? Dann muß ich bitte», mir Ihre» jetzige» zu nennen, da ich ihn nicht kenne!" erwiderte Renmore hierauf mit wohlgelnngeuer Arglosigkeit.
.Ich heiße hier Qnaudisch!" antwortete dieser halblaut, mit abgewandtem Gesicht.
.Und scheine» eine» für ihre Verhältniffe besonders günstigen Beruf zu verfolgen. Fürchten Sie iudeß von mir keinen Verrat!"
Er richtete dabei einen beruhigenden Blick auf seinen Gefährten, von dem er ja wußte, daß er mit den schwärzesten Plänen gegen ihn umging.
-Den befürchte ich nicht; doch kann man nicht vorsichtig genug fein!" entgegnete der Methodistenprediger, unfreundlicher noch als zuvor.
»Unter Freunden ist auch solche Handlungsweise unmöglich! Verst tzte Renmore zuversichtlich. .Dennoch find nicht alle Menschen so treu wie Sie, mein lieber Sim--Qnaudisch. wollte ich sagen und ich habe
Ursache, zu fürchten, daß tu der Gegend hier Feinde von mir Innern, die um jedes Sündengeld einen schändliche» Verrat begehen würden."
Jedes dieser Worte war für den gemeinen Verräter gesprochen, um ihn das Schändliche feiner Handlungsweise fühlen zu taffen.
Dieser entgegnete jetzt hastig und anscheinend erstaunt: „Von welchen Feinden sprechen Sie? Ich wüßte nicht--"
.Ich aber fürchte, sie find näher, als unsere Sicherheit es uns wünschen läßt!" erwiderte Renmore mit leichtem Spott. .Den Anschlagzettel nach zu urteilen die ich selbst gesehen, und die für die Verhaftung Ihres alten Freundes Stanfield eine bedeutende Belohnung anSbieten, muß sich irgend jemand in dieser Gegend auf halten, der »ach meinem Blute dürstet und den Preis verdienen will. Das Verfahren wäre aber doch zu niedrig, wollte es Einer thnn, der nicht allein nm meine früheren Thaten weiß, sondern auch zugleich Vorteil ans diese» gezogen hat.
Wohl einseheud, daß er auf diese indirekten Aw Hagen antworten müsse, entgegnete Qnaudisch, feinen
Deutsches Reich.
Berlin, 12. Sept. Die „Nordd. Allz. Zig." kommt in einem längeren Artikel auf das Schweine- einsuhrverbot zurück. Sie hebt hervor, daß England, Frankreich und Belgien wegen Zunahme der Klauenseuche in Deutschland ein allgemeines Vieh-Einfuhrverbot gegen Deutschland erlassen haben, daß es als dringendste Aufgabe zu betrachten sei, die verlorenen Absatzgebiete bald wieder zu gewinnen, den heimischen Volkswohlstand vor ferneren derartigen Schädigungen zu schützen und daß zum Schutze gegen die Einschleppung der Seuche von Osten nur ein allgemeines Einfuhrverbot übrig geblieben sei. Zur Milderung der Nachteile des Verbots sei geschehen, was möglich war. Die Regierung habe für einzelne Grenzbezirke generelle Dispense erteilt und die Eisenbahntarife für Fleischsendungen aus dem Innern des Reiches wesentlich ermäßigt. Wenn gleichviel Sonderinteressen geschädigt würden, müßten dieselben zurücktreten gegenüber dem allgemeinen Interesse, das die Schließung der Ostgrcnze gebieterisch fordere. Daß das Einfuhrverbot die Preissteigerung des Schweinefleisches und der übrigen Lebensbedürfnisse herbei- gesührt habe, sei jedenfalls unrichtig. Die Händler- tteise, denen das Auffuchen neuer inländischer Einkaufsgebiete unbequem sei, hätten die Grenzsperre als Anlaß benutzt, um die Preise künstlich in die Höhe zu schrauben und gleichzeitig der Regierung ; die Verantwortung dafür aufzubürden. Daß die inländische Produktton vollständig ausreicht, um den Bedarf auch in den Gegenden zu decken, welche seither auS Oesterreich und Rußland Schweine bezogen haben, steht außer Zweifel; es ist nur erforderlich, daß diese Bezirke im Innern des Reiches sich neue Bezugsquellen eröffnen. An schlachtbarem Vieh ist zur Zeit kein Mangel; nach einem von der „Voss. 3tg.“ veröffentlichten Berichte des Kuratoriums des hiesigen Zentralviehhofes find daselbst im August d. I. 36 700 Schweine — gegen 35 200 Stück im August des Vorjahres ein Mehr von 1500 Stück — geschlachtet worden. Unter diesen Umständen steht zu erwarten, daß die Preise bald auf ihr gewöhnliches und natürliches Niveau herabsinken werden. — Berlin wird demnächst um ein Museum reicher. i Zwar handelt es sich zunächst noch um einen Keim, er scheint indes eine kräftige Entwickelung zu versprechen. Es fehlte bisher an einem Mittelpunkte für die auf den Reichskanzler, Fürsten Bismarck bezüglichen Gegenstände der Erinnerung, an deren Sammlung zu gehen an der Zeit sein dürste, ehe
sNachdruck verboten.)
Dir Rost von Windermere.
(Fortsetzung.)
„Was soll ich thuu?' so fragte er fich. «Nach KeSwick zurückzukehren, wo auf meine Veranlassung weil ich meiner Sache fast gewiß war, die Polizei schon bereit ist. hierher zu kommen? Oder soll ich »ach dem Wirtshause gehen, mich »och einmal überzeuge», ob ich mich auch nicht geint, und dann den vornehmen Gast von Mrs. Wetherby verhaften lasse» ?"
Dieser letztere Plan schien ihm der sicherste, und entschlossen, ihn unverzüglich auSzuführe», schritt er schnell dem Dorfe zu.
Er war aber »och nicht weit gegangen, als er sich plötzlich dem Gegenstände seines Nachdenkens gegenüber sah, nab deutlich verrieten feine Züge den Schrecken wie die Ueberraschung, die er bei dieser xuertoarteten Beganng empfand.
Oberst Renmore jedoch, der vollendete Gentleman stand ruhig vor ihm; kein Zucken, keine Bewegung seines Gesichts, verriet seine ebenfalls nicht geringe Aufregung bei dem Anblick seines erbittersteu Feindes von dem er das Schlimmste zu erwarten hatte, and tust ihm stets eigenen Höflichkett, zugleich aber auch «tt wohlgelungenem Erstaunen, sagte er: »Ah! sehe ich recht? Simmonds, mein alter, treuer Freund —*
.Still, still! es könnte uns Jemand belauschen!" entgegnete der Prediger halblaut, sich zugleich scheu nwblickeud, ob nicht noch irgend ein Mittglied seiner Gemeinde in der Nähe sei.
.Belauschen?" wiederholte Renmore, anschetnend befrembet. »Könnte nicht Jeder die herzliche Be» grüßuug zweier alten Freunde hören?"
Damit hielt er Qnaudisch seine Hand hin, die dieser iudeß nm zögernd faßte und finster und mürrisch entgegnete! »Gewiß, gewiß! Doch kennt mau mich i hier nicht unter dem Name», de» Sie »annte»."
Er ließ dabei seine Hand fallen, die er einen Augenblick in seinen derbe» Fingern gehalten hatte.