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ich muß warten, bis sich die Menge, die gewiß beharrlich bei dem Alten bleibt, wieder zerstreut hat.»
Nochmals ging er mit fehler Fischrute dem See zu, der seine vorgebliche Leidenschaft für das Fischen, seinen verlängerten Aufenthalt in Windermere in den Augen MrS. WetherbyS und ihrer Gäste rechtfertigen wußte.
* * *
Unterdeß war der Methodistenprediger in »Wanderers Ruh» angelangt und saß bereits mit der Hausfrau in deren kleinem Prtvatztmmer, wo sie ihren Thee einuahm, iudeß er ein Glas starkdnften- den geistigen Getränkes vor sich hatte. Obgleich eS chu drängte, seine beabsichtigten Nachfragen anzu- stellen, wußte er damit nur langsam vorgehen, da )te von ihm so gründlich bt kehrte Fran am liebsten seine frommen, salbungsvollen Reden hätte. Als er nach seiner Ansicht darin zur Genüge geleistet, fragte er mit gewohnter Milde und Teilnahme nach der Lilie des Thales, der Rose von Windermere, nach Gertrud, der schönen Tochter von MrS. Wetherby.
»Sie ist in die Berge gegangen, um nach den Kühen zu sehen, und müßte jetzt schon längst zurück ein!» erwiderte diese. — .Aber, Mr.Quandisch, ich begreife wahrlich nicht, daß Sie immer mit gleicher Güte von dem Mädchen reden, das jede Ihrer Lehren von sich weist und Sie so ohne alle Ehrerbietung behandelt! Nach meinem Dafürhalten gehört sie zu dem Unkraut unter dem Weizen, so lauge sie sich von Euch nicht will bekehren lassen!»
,Thut wohl Denen, die Euch kränken!» heißt meine Lehre, MrS. Wetherby», antwortete der Geist- liche mit sanftem Lächeln; .und ich soll nicht allein das Wott lehren, sondern mehr noch in meinem Leben danach handeln. — Sprechen wir aber jetzt von anderen Gegenständen, meine Freundin, denn dieser ist mir, wie Sie wissen, stets nur schmerzlich, und erzählen Sie mir von jenem vornehmen Herrn, der noch hier unter Ihrem Dache wellen soll. Er soll, wie ich höre, ein sehr beschäftigte», zurückgezogenes
Erscheint täglich außer an Wetttagen nach Sonn- und Feiertagen. — Ouattal-AbonnementS-PreiS bei der Expe-
Medizinalrat Professor Bockendahl-Kiel als Korreferent bestellt worden. Dieser Gegenstand ist auch bereits in den meisten Ärztekammern besprochen worden. — Der Zudrang zum Volksschullehramt hat seit 10 Jahren in Preußen infolge der teilweise noch recht im argen liegenden Gehaltsverhältnisse ganz wesentlich nachgelassen. Nach den vorliegenden amtlichen Angaben bereiteten sich 1879 9400 Seminaristen aus den Lehrberuf vor, 1888 waren nur 8507 vorhanden. Der Lehrmangel ist auch noch dadurch verschärft, daß sich zahlreiche ältere Lehrer auf Grund des neuen Penstonsgesetzes haben in den Ruhestand versetzen lassen. — Unter dem Tite „In neuer Zeit, Briefe eines alten Diplomaten an einen jungen Freund", kündigt sich eine Serie von Broschüren an, deren erste unter dem Spezialtitel „Wallende Nebel und Sonnenschein" vorliegt. Der Verlag ist derselbe, wie der der Schrift „Auch ein Programm aus den 99 Tagen." (Richard Wilhelm in Berlin.) Die fortschrittliche Presse schlägt großen Lärm über daS unbedeutende Machwerk, welches in vielfach taktloser Weise die Regierung Kaiser Wilhelms II. mit der seiner beiden Vorgänger vergleicht, wobei der uns unbekannte Verfasser sich als National- Liberaler geberdet; ob mit Recht, wissen wir nicht, jedenfalls thnt er es mit großer Geschmacklosigkeit. Wir haben den Eindruck, als ob man es mit einer bloßen litterarischen Spekulation zu thun hätte, die auf den Erfolg der im nämlichen Berlage erschienenen, die Deutsch-Freisinnigen noch immer beunruhigenden Broschüre gegründet worden. — Nach einem dem Magistrate vorliegenden Berichte sind die Spareinlagen bei der städtischen Sparkasse von 23 473 280 Mark im Jahre 1870 auf 104 351496 Mark zu Ende 1888, also durchschnittlich um 8 Millionen jährlich gestiegen. Das thatsächliche Steigen im Jahre 1887 betrug 14137 287, im Jahre 1888 13 969 025 Mark.
Danzig, 6. Sept. Für die noch hier zurückgebliebenen Mitglieder des Gustav - Adolf - Vereins fand gestern abend im Schützenhause eine festliche Nachfeier statt, bei welcher Militär-Oberpfarrer Tube, Pastor Fliedner und andere Ansprachen hielten. Für heute ist ein Besuch der Marienburg in Aussicht genommen.
Dresden, 6. Septbr. Das Kaiserpaar begab sich mit dem sächsischen Königspaar und den andern Fürstlichkeiten nebst Gefolge heute früh 8*/» Uhr nach Oschatz zur Parade. Auf bet Fahrt zum Leipziger Bahnhofe wurden die Majestäten vom Publikum jubelnd begrüßt. Von Oschatz erfolgte die
eines Teiles der Besatzungen des Kreuzers .Adler» und des Kanonenbootes „Eber" wohlbehalten heute ftüh 8 Uhr hier eingetroffen.
Bremerhaven, 6. Sept. Die au» Samoa heimgekehrten Mannschaften der Kriegsschiffe „Adler» und »Eber» wurden heute an Bord des Reichspost- dampfers „Braunschweig" von dem Vizeadmiral Paschen mit einer Ansprache begrüßt. Der hiesige Kriegerverein überreichte denselben bei der Landung einen Lorberkranz mit Gedenkschrift. Kapitänleutnant Arend dankte namens der Mannschaften, welche nach der Bewirtung in der Lloydhalle ihre Reise fortsetzten.
Darmstadt, 6. Sept. Der Großherzog ist heute vormittag von den Truppenbesichtignngen in Westfalen hierher zurückgekehrt.
Fahrt in Wagen über Naundorf zum Paradefelde.
Die gestrige Begrüßung des Kaiserpaares durch das sächsische Königspaar war eine äußerst herzliche. £)er Kaiser begab sich nach der Ankunft in das Königszimmer und darauf zu der vor dem Bahnho: stehenden Generalität, an deren Spitze sich der General-Feldmarschall Prinz Georg befand. Nach dem Abschreiten der Ehrenkompagnie und dem Vorbeimarsch derselben traten die Majestäten die Fahrt durch die Kaiserstraße nach dem Kaiser-Wilhelmsplatz an, wo außer dem Rate der Stadt, den Stadtverordneten, den Ehrenjungfrauen auch die Geistlichkeit Aufstellung genommen hatte. Oberbürgermeister Dr. Stübel hielt folgende Ansprache: Zum ersten- male betreten heute Ew. Majestät das getreue Sachsenland, um prüfenden Blicks Heerschau zu halten. Die Bürgerschaft der Stadt Dresden ist gleich dem ihr über alles teuere königlichen Herrn de» Landes erfülst von der frohen Zuversicht, daß die sächsischen Regimenter sich von neuem als eine schlagfertige und starke Wehr des Vaterlandes erweisen werden. Mit Freuden werden sie dem Rufe Ew. Majestät folgen, wenn je des Reiches Feinde die Erhaltung des Friedens unmöglich machen sollten. Der Lorbeer wird im gerechten Kampfe Ew. Maj. nicht fehlen. Heute aber, da wir in Ew. Majestät den vornehmsten und mächtigsten Schirmherrn des Friedens verehren und da Ew. Majestät zu unserer höchsten Freude mit Ihrer Majestät unserer huldreichen Kaiserin hier Allerhöchstihren friedlichen Einzug halten, beut Dresden dort zum Gruße die Königin der Blumen und jubelnd erneut die Bürgerschaft das Gelübde der Treue. Der Oberbürgermeister schloß seine Ansprache mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf den Kaiser und die Kaiserin. Der Kaiser sprach die Freude aus, hier wieder einzutreffen, wo ihm die Erfüllung seiner Pflichten jederzeit leicht gemacht werde und reichte dem Oberbürgermeister die Hand. Die Weiterfahrt erfolgte durch die Hauptstraße über den Neustädter Markt, wo 800 Schulkinder eine GesangShuldigung dar- brachten und über die festlich geschmückte Brücke nach dem Schloß. Auf dem ganzen Wege wurden die Majestäten mit unausgesetzten begeisterten Zurufen begrüßt. Abends um 7 Uhr fand im Schlosse Familientafel statt, an welcher die hier anwesenden Fürstlichkeiten teilnahmen. DaS Gefolge und der Ehrendienst nahmen an der 60 Gedecke zählenden Marschalltafel Platz.
Breme«, 6. Sept. Der Reichspostdampfer „Braunschweig» ist mit dem Ablösungskommando
er vor sich eine Menge Dorfbewohner, groß und klein, die offenbar jemandem nachltesen.
Seine ganze Aufmerksamkeit ihnen znweudeud, nm, wenn möglich, die Ursache ihres Geschreis zu eutdeckeu, wurde er unerwartet von einem Manne, welcher eine Angelrute in der Hand trug, angeredet. Hastig und ängstlich fragte derselbe: „Weshalb rufen und schreien jene Leute so? Wem folgen sie?»
„Er wird eS wohl fein, Sir», entgegnete Jack, den Fragenden wiedererkeuueud, mit bedeutungsvollem Blick, „er, den man im Leben nicht vergißt, wenn man ihn einmal gesehen.»
„Sehr möglich», erwiderte Renmore, welcher ebenfalls heimkehrte; „dennoch weiß ich nicht, wen Ihr damit meint 1»
„Jhu, dem ich immer lieber in Gesellschaft Anderer, al» allein begegne, ihn, den alten Mike!»
„Den alten Mike?» wiederholte der Fragende, sichtlich erleichtert. „O, bann wundere ich wich nicht mehr über die Menschen, die ihm folgen, da sie gewiß auf eine neue Erzählung von ihm warten.»
„Das ist es, Sir! Und wenn ich einen Sixpen« hätte, nm ihn in MrS. WetHettys Schenke, wo jedenfalls Alle hinzieheu, anSzugeben, würde ich ebenfalls mit ihnen gehen.»
Jack suchte bei diesen Worten in allen seinen Taschen, konnte aber anscheinend die begehrte Münze nicht finden.
„Den Sixpence will ich Euch geben, Jack, wenn eS Euch so große Freude macht, die Erzählung des alten Mannes zu hören!» sagte Renmore, ihm das kleine Geldstück hinreichend, welches jener dankend auuahm und schnell den Uebrigen nacheilte.
„Wieder einmal ein vergeblicher Schrecken! Duckte ich doch, ste hätten mich entdeckt und ihr Rufen und Schreien sollte mir gelten!» sagte Renmore halblaut, sobald er allein war. „Aber auch ich will mit Mike reden und von ihm erfahren, was er von meiner Vergangenheit, von meiner Kindheit weiß. Doch kann ich jetzt nicht nach dem Wittshause zurück,
Ansitmü.
Pest, 6. Sept. Der Minister für öffentliche Arbeiten Baron v. Bellus begab sich nach Orsowa, um der Eröffnung der Regulierungsarbeiten am „Eisernen Thore" beizuwohnen und feuerte von der festlich geschmückten Tribüne den ersten Sprengschuß ab.
Rom, 6. Sept. Die Regierung genehmigte eine Finanzkombination, welche vorgeschlagen wurde, um der „Banca Tiberina» zu helfen.
Paris, 6. Sept. Justizminister Thävenet forderte die Bischöfe durch ein Rundschreiben auf, die Geistlichen anläßlich der bevorstehenden Wahlen daran zu erinnern, daß es dem Klerus verboten ist, bei Ausübung seiner priesterlichen Funktionen irgendwelche politische Parteinahme kundzugeben; die Regierung werde nicht säumen, gegen diejenigen Mitglieder des Klerus streng vorzugehen, welche diese BerhaltungS- vorschristen übertreten sollten, auf deren Beobachtung seit dem Abschlüsse deS Konkordates von allen Regierungen Frankreichs bestanden worden sei. — General Bonlanger richtete an den Ministerpräsidenten Tirard ein Schreiben, worin er verlangt, vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden, und sich verpflichtet, sich sofort zu stellen, sobald der Gerichtshof konstituiert sei. Boulanger fügt hinzu, wenn sich Tirard weigere, diesem Verlangen nachzukommen, so beweise dies, daß man in den höheren Kreisen das unparteiische Votum des militärischen Gerichtshofes fürchte. Er werde in diesem Falle feine Sache dem obersten Richter unterbreiten, der bei den Wahlen am 22. September sein Urteil sprechen werde. — Die Meldungen der boulangistischen Blätter über einen angeblichen Konflikt zwischen dem Minister Präsidenten
Leben führen und sogar die Einladungen der besten Familien in der Umgegend auSgeschlageu haben. Vielleicht aber ist er jetzt zu Hause--•
Er konnte den Satz nicht vrllenden, denn wiederum ertönten die Stimmen draußen: Hier ist er, hier ist er! — Wir wollen mti ihm gehen 1»
Beide begaben sich schnell vor die Hansthür, wo sie Männer, Frauen und Kinder, in ihrer Mitte den alten Seemann, dem Gasthause zuschreiten sahen.
„O, eS ist ja der alte Mike!» sagte Mr». Wetherby, die Ursache der Aufregung erratend. „Sobald die Kinder ihn sehen, lassen fie ihn nickt eher gehen, al» bi» er ihnen eine feiner hübschen Geschichten erzählt hat.»
„Der alte Mike?» wiederholte Onandisch in so offenbarer Aufregung, daß fie der Wirtin wohl nicht entgangen wäre, hätte diese nicht ihre Aufmerksamkeit der näher kommenden Menge zugewandt. „Der alte Mike? Sonderbar, daß fie ihn nicht fürchten, während doch selbst Erwachsene vor diesem Alten, der tote ein Hexenmeister aussieht, eine gewisse Scheu empfinden.»
„O, die Kinder lieben ihn ganz besonder»», erwiderte MrS. Wetherby, „iudeß die Erwachsenen versuchen, in gutem Einvernehmen mit ihm zu bleiben. Einige schreiben ihm übernatürliche Kräfte i|u, Andere halten ihn für etwas irrsinnig. Wie dem ober auch fei, jedenfalls hat er viel von der Welt gesehen und viel Wunderbares erlebt, Mr. Onandisch, und wehe Demjenigen, welcher sich seine Feindschaft znzieht!»
„Auch ich habe AehulicheS von ihm gehört!» antwortete der Prediger, den Näher kommenden nicht außer Augen lassend. „Aber hier ist er wirklich und die ganze leicht- und abergläubige Bevölkerung mit ihm. Wahrlich, keine midianittsche Gauklerin hatte je ein zahlreicheres und gottloseres Gefolge!»
(Fortsetzung folgt)
bition 2'/»Mk-, bei den Postämtern 2 3RL 50 Pfg. (exll. Marburg,
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10 Pfg., Rellamen für die Zelle 25 Pfg. ‘ xoou.
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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS, sowre die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler m Frankfurt a.M., Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf YYTV Qtrtfirrtrtttrt Stoffe in Frankfurt o. M., Berlin,München u. Köln; ®.g. AMl. ^sUHrgUNg. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Dentschrs Leich.
Berlin, 6. Sept. Gutem Vernehmen nach werden den Kaisermanövein bei Minden, Hannover und Springe beiwohnen: die Militärbevollmächtigten von Österreich, Italien, Frankreich, Rußland und Japan. Außerdem treffen bereits in Minden ein: Prinz Albrecht von Preußen, die Großherzöge von Hessen, Oldenburg und Sachsen - Weimar, Prinz Karl von Schweden, Prinz Balduin von Flandern, Prinz Max von Baden, die Fürsten von Lippe-Detmold und Schaumburg-Lippe, der Erbprinz von Schaumburg-Lippe, General-Feldmarschall Prinz Georg von Sachsen, Fürst Hohenlohe - Langenburg, endlich der Großfürst-Thronsolger von Rußland mit dem Generalleutnant Mussin - Puschkin und dem Generalmajor Friederiks. Bei den Manövern ist auch Geheimer Kommerzienrat Krupp aus Essen als Gast zugegen. — tun zweitenmal seit hem Bestehen der preußischen rztckammern sind an die Vertreter derselben die Einladungen zur Teilnahme an den Beratungen der höchsten Medizinalbehörde Preußens, der Wissenschaftlichen Deputatton für das Medizinalwesen, ergangen. Bei der Organisation der Ärztekammern wurde denselben fettens des Staates das lang ersehnte Recht gewährt, in gewissen allgemeinen sanitären Fragen von den Behörden gehört zu werden. Sie erhielten demnach die Befugnis, zu der Wissenschaftlichen Deputation, wie zu dem Medizinalkollegium ihrer Provinz je einen Vertreter entsenden zu dürfen, welche an den Beratungen sich beteiligen Md ihre Ansichten äußern können, jedoch kein Stimmrecht haben. Bei der Wissenschaftlichen Deputation ist durch die im vergangenen Jahre erlassene neue „Geschäftsordnung" bestimmt worden, daß die gewählten Vertreter der Ärztekammern als außerordentliche Mitglieder der Deputation geführt und alljährlich einmal, im November, zur Teilnahme an den Beratungen der Deputation eingeladen werden. Die zur Beratung zu stellenden Themata find von der Deputation dem Kultusminister vorher einzureichen. Im vergangenen Jahre hatte die Wissen- schastliche Deputation in Gemeinschaft mit den Ärztekammer-Vertretern die Schularztfrage sowie die Flußverunreinigung zu begutachten. In den diesjährigen Sitzungen soll über eine Reform des Hcb- ammenwesens und über eine neue Bearbeitung des offiziellen Hebammen - Lehrbuches beraten werden. Von den ordentlichen Mitgliedern ist Geh. Medizinalrat Professor Olshausen - Berlin als Referent und von den Verttetern der Ärztekammern Geheimer
sNachdruck verboten.)
Die Lose von Windermere.
(Fottsetzung.)
Diese Antwort entsprach nicht Miß Sutherlands »ringendem Wnnsch, welchen fie zu ihrem Leidwesen auch jetzt nicht erfüllt sah. So entschloß fie sich denn abermals, schnell den Versuch aufzugebeu, bot dem Prediger einen guten Morgen, der ihn, wirklich oder vorgeblich mti seinen Gedanken beschäftigt, kaum erwiderte, und entfernte sich dann mti raschen Schritten.
Kaurn war fie gegangen, al» seine Angen aus- lenchteteu, seine Stirn sich drohend furchte uod er hastig sagte: „Sollte dennoch der Name Renmore ttu angenommener sein? Vornehme Namen haben immer einen großen Reiz für diesen Schurken gehabt! — Hahaha! Freund, was wäre aus Deiueu anderen Namen: „Manner», Hope und wie ste alle heißen, geworden, wenn Du ruhig hier zurückgezogen lttst, während ich Dich seit acht Tagen al» Manner» w und um Keswick gesucht? — Uud doch mag dieser Oberst Renmore Derjenige sein, für den er sich aus. 8ibt, wohlbekannt und hochstehend nnter den Familien Meres Landes! Gleichviel, ich will keine Zeit ver. fieren nnd das Geheimnis der neugierigen Miß Eutherland wie mein eigenes aufzuklären suchen.»
Nach diesen Worten schlug er deu Weg nach »Wanderers Ruh» ein, au (Sang, Gestalt und Gesicht Weber der fromme Priester.
XI.
Onandisch war aber nicht der einzige, dessen «chritte dem gastlichen Dache zulenkten — auch der «ote Jack, welcher seine Besorgung auSgerichtei, «hrte langsam am Ufer deS Sees von feinem wetten Qege heim nnd zog in ernstliche Erwägung, welchen «nutz er sich bei MrS. Wetherby für das erhaltene Drinkgrid verschaffen könne, als er plötzlich das laute «nfen vieler Stimmen: „Da ist er, da ist er! Wir •»Ken ihm folgen!» vernahm, uud austlickend, sah