V'
<558!
Illustriertes Sonntagsblatt.
M 310
t bessere
rg>
müffen auch ein Rückgang des Konsums kann eintreten, und daß nur gesunde Kaufkraft eine allgemeine Preiserhöhung zuläßt. Das von den phantastischen Volksbeglückern so hart angefeindete Ka- pital ist heute übler dran als je und es ist trockene Thatfache, daß ein Rentier, der von den Zinsen seines 10 000 Thaler betragenden Vermögens leben will, nicht so Wirtschaften, nicht fo leben kann, wie rin geschickter, in dauernder Stellung befindlicher Arbeiter. Der Zinsfuß sinkt immer noch, zum mindesten ist keine Spur von einem Wiederemporsteigen zu fehen, Konvertierungen folgen über Konvertierungen >md Einschränkungen vieler Familien gehen daneben her. Unter solchen Verhältnisien ist eine Vcrdienst-
Taffel 1889. »rille.
und die
Uhr 50
Pfund [5855 jilb
uoch steigen werden und nehmen wir dies alles zusammen, so wird einleuchtend, was wir oben sagten Diese Alt von Krisis ist zum ganz erheblichen Teil durch vorschnelles und nicht wohl überlegtes Handeln in den Streikfragen hervorgerufcn worden. Die Praxis zeigt, daß höhere Löhne noch lange nicht für alle Artikel höhere Preise zur Folge haben
Dank weinen genauen Nachforschungen weiß ich eben« Klls, wer das Dorf betreten, verlassen oder noch in drmselbeu weilt, vnd als solcher ist mir nnr der Oberst Reumore genannt, dessen Name, jedoch voll- llindig außer Zweifel stellt, daß er der Gesuchte ist. Mem wohnt er bei MrS. Wetherby, und die möchte >ch gerade jetzt nicht erzürnen, was ich unfehlbar Ihn» Mttbe, wollte ich die Achtbarkeit ihrer Gäste ver« Ntiger. Sie--•
Hier ward der Redner durch das Rascheln eines mauenkleideS unterbrochen, welches er ts seiner Nähe diruahm und demzufolge er schnell da» Haupt aufrichtete iriue Stirn glättete und die bleigraueu Ange» einen Alden, ernste» Ausdruck anuahmen.
Ltae Art von wirtschaftlicher Krisis hatten in diesem Jahre die sämmtlichen Industriestaaten Europas durchzumachen und es wäre wohl etwas zu hoffnungsfreudig, wenn man annehmen wollte, jede Spur sei bereits verschwunden von den Berlegenhciten, welche sich im Laufe des Frühjahrs und Sommers einstellten. Auch in Deutschland befinden wir uns noch in einem Uebergangsstadium and es kann leicht kommen, daß im bevorstehenden Herbst Klagen über ungünstige Verhältnisse laut werden. Die Lohnkämpfe wurden häufig rücksichtslos eröffnet und was in jenen Zeiten verloren ging, das ist nicht in ein paar Wochen wieder eingebracht. Die Großindustrie hatte Einbußen, die kleine Geschäftswelt hatte häufig einen Mangel an Absatz zu verzeichnen, weil die Geschäftsstockung, welche infolge der Streikes einttat, die Kaufkraft nicht nur der beteiligten Arbeiter, sondern auch eines erheblichen Teils des mit diesen Jndustrieen in Verbindung stehenden Publikums schwächte und endlich haben viele Arbeiter in jener Zeit Schulden gemacht, welche sie auch heute noch zur Einschränkung zwingen. Wenn solche Zustände vor allem da herrschen, wo die Lohnbewegungen sich besonders zuspitzten, so kann doch eine Rückwirkung auch auf andere Teile des Reiches bei dem lebendigen Wechselverkehr, der überall besteht, nicht ausbleiben. Hinzu kommt noch, daß verschiedene Lebens- und Bedarfsmittel aus allerlei Gründen im Preise gestiegen sind und wahrscheinlich
Heraldische «nd historische Stabtat in der St Llisabethkirche.
lieber die Inschrift:
.August Wolfart Graf und Edler
Herr zur Lippe. 26.'
Tritt mau durch das Portal in die Elisabethkirche ein und betrachtet die zwei Reihen Sänleu, welche die Kreuzgewölbe der drei hohen Kirchenschiffe tragen, so wird mau rechts au einer der mittleren Säulen ein
wie das weinige übertragen ist; in dem man mit seinem Herzen zu Rate geht und angesichts des Allwissenden seine Handlungen prüft.'
Er stieß bei diesen Worten einen tiefen Seufzer aus und senkte wie schnldbewußt die stets abgewandten Augen.
Miß Sutherland, die ihn schon durch ein Neigen des Hauptes begrüßt hatte, erwiderte: .Entschuldigen Sie Mr. Quaudisch, wenn ich Ihre Betrachtungen gestört habe; ich schlug der großen Hitze wegen diesen kühlen Weg ein. Sie kehren wohl heute wieder nach Windermeere zurück? Ich habe von MrS. Wetherby erfahren, daß Sie abwesend waren.'
,Es gibt auch an anderen Orten Schafe zu weiden I" erwiderte der fromme Mann salbungsvoll. .Durch die Furcht vor dem Teufel sehnten fich meine gläubigen Brüder in Keswick nach meinem geistlichen Rate, nud ich hielt eS für meine heilige Pflicht, ihnen zu Hülfe zu kommen. Wahrlich, selbst bei größer Entfernung wäre ich zu ihnen gepilgert, nm sie der Macht des SatauS zn entreißen. — Aber Sie nannten die würdige Wittwe, Mrs. Wetherby. Haben Sie fie gesehen? Sie, das Mnster nud Beispiel--•
.Ich sah fie vor kaum einer Stnnde, wo fie ihren Geschäften als HauSftau nachgiug. ES war meine Absicht, mich bei ihr nach einem Gentleman zu erkundigen, von dem ich gern Näheres in Erfahrung bringen möchte.'
.Wer — wer ist Gentleman?' fragte Quandisch hastig, in seinem Eifer, vielleicht etwas WichttgeS zn erfahren, einen Angenblick den salbungsvollen Priester vergessend.
,O, nnr ein Fremder, der fich die Schönhett nuferer Gegend auseheu will I Wir alle wollten ihm, wie ja natürlich, unsere Gastfreuudschaft anbieten; allein er hat fie hartnäckig zurückgewiesen nud stets andere Entschuldigen gefunden, fich ihr zu entziehen. Sie werden zngeben, Sir, daß die» mindestens sehr auffallend ist.'
tagusi i-Ge. etzt, nur wert he, »stehende »lwollen.
ei Höhung für den Produzenten recht schwer durch- iührbar, wo nicht gar unmöglich und der herrschende Zustand ist unnötig durch die bekannten Frühjahrs- Ereignisse verschärft worden. Die Früchte der damaligen Praxis treten jetzt zu Tage, sie zeigen fid; mit ganz besonderer Schärfe in den Großstädten und von diesen am meisten wieder in Berlin. Es klingt hart, aber es hilft nichts, muß vielmehr ausgesprochen werden: Wie die Saat war, so ist die Ernte!
Die Verhältnisse liegen in anderen Staaten wesentlich gleich, selbst das Pariser Ausstellungs- gcschäst ist Truggold. Wir wollen uns wieder sprechen, wenn der Winter da ist. Thatfache ist außerdem, daß die Zustände in den französischen Provinzialstädten denen von Paris heute schon direkt gegenüberstehen. Auch dort herrschen laute Klagen, die Pariser Bankerotts, welche der Ausstellungseiöffnung voran gingen, haben das Land sehr arg geschädigt. In Italien droht eine wirtschaftliche Krisis schon seit Jahr und Tag, mit Ausbietung der äußersten Kräfte ist es eben gelungen, einen großen Bankkrach zu verhindern, aber die Lamentationen über mangelnden Verdienst ertönen fort und fort. Auch Oesterreich - Ungarn hat seine Last zu tragen und das Land der Geldsäcke, England, beginnt jetzt zu merken, was ein Lohnkampf bis aufs Messer bedeutet. Alle diese Erscheinungen werden bei andauerndem Frieden hoffentlich bald wieder vorübergehen und die 1889 unterbrochene Entwicklung im wirtschaftlichen Verkehr wird dann einen neuen Aufschwung nehmen. Wir konnten heute thatsächlich weiter sein als wir sind, wenn nicht versucht worden wäre, dem wirtschaftlichen Leben Gesetze vorzufchreiben. Das geht eben nicht, das bringt keine Macht der Welt fertig. Das wirtschaftliche Leben und der Handelsverkehr ist die Urmacht, welche über alle theoretischen Lehren und schönen Gedanken erhaben ist, die läßt sich nicht bändigen und wer es versuchen will, fällt auf die Nase. Das lehren so viele ungerecht begonnene und traurig beendete Streiks, das zeigen verunglückte Spekulationen, wie die des Kupferringes in Paris :c.
Deutsches Reich.
Potsdam, 5. Sept. Der Kaiser Kaiserin reiften heute, nachmittags 1 Minuten, von hier nach Dresden ab.
III,
I»
sNach druck verboten.)
Dir Rose von Windermere.
(Fortsetzung.)
Sein von langem, fanbgelbem Haar umgebenes Haupt war gefentt, das Ange zu Boden gerichtet, die btirnin drohende Falten gezogen, wobei ben breiten, unschönen Mund bald ein boshaftes Lächeln, halb der Ausdruck triumphireuder Geuugthnuug und Härte vuspielte, woraus Jeder, der ihn beobachtete leicht schließen konnte, daß nnr etwas Schlimmes nud Gefahrdrohendes von ihm erwogen ward.
Berlin, 5. Sept. Der „Nordd. Allg. 3tg.“ zufolge ist die Frist zur Einlieferung der Entwürfe ür das Nationaldenkmal des Hochseligen Kaisers
107*/, 105»/,
106»/, 102*/, 104
78»/, 85*/, 101*/, 103'/,
74*/, 83 84»/, 91*/»
839*A 108*/, 91’/,
105*/, 102»/, 160*fc 103
1.
aheluL de.
:am.
sie |l ;er Iona iabme neue
Sfunb, 1.25, 2M. i
'Ult 3. iabatt
irofjen ll und :
Hart.
Als die weibliche Gestatt näher gekommen war, sagte er in feinem meistens singend näselndem Tone: M sehe ich recht? .Ja, eS ist die liebe Miß Suther- Mbl Ich hatte mich hier in dieser lieblichen Einsamkeit dem Nachdenken überlassen, dem wenigstens fctoeileu sich Jeder hingeben sollte, welchem ein Amt
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt fite die Kreise Marburg nnd Kirchhain.
Expedition: Markt 21. — Redaktton, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
an der prähistorischen Forschung anzuregen. Den Regierungspräsidenten in allen Provinzen ist von Vorstehendem Mitteilung behufs entsprechender Anregung gemacht worden. — lieber die Finanzminister- frifiS in Preußen teilt die »Köln. Ztg." folgendes mit: „Die Annahme, daß im preußischen Finanzministerium noch vor dem Zusammentritt des Landtages ein Wechsel stattfinden werde, gilt bekanntlich als feststehend, lieber die Persönlichkeit des Nachfolgers ist man aber noch völlig im Unklaren, und auch an zuständiger Stelle dürfte eine engere Wahl nodj nicht möglich sein. Doch soll diese Unklarheit in der Personenfrage dem Vernehmen nach für den Fortgang der Steuerreform nur in soweit von Belang sein, als eine abermalige Verzögerung in den Vorarbeiten dadurch bedingt wird. Die Grundzüge des ins Auge gefaßten Reformwerkes: Selbstein- schätzung des einkommensteuerpflichtigen Einkommens, Entlastung der durch die großen Verbrauchsabgaben stärker herangezogenen ärmeren Klaffen und in weiterer Folge Entlastung der Gemeinden, bleiben aufrecht erhalten. Was die Selbsteinschätzung betrifft, so dürfte sich die Meinungsverschiedenheit innerhalb der Regierung nur auf die Formen der Durchführung, nicht aus die allgemeine Anwendung derselben bezogen haben." — Die Lohnbewegung ist in Berlin für dieses Jahr vorüber, saft alle Streiks haben für die Arbeiter einen ungünstigen Ausgang genommen. Die stellenweis erreichten Forderungen stehen in keinem Verhältnis zu den während der Streiks verloren gegangenen Ausfällen an Lohn. Die industriellen Fachvereine sind nun augenblicklich an der Arbeit, um die gesprengten Schaaren wieder zu organisieren. Die Hauptforderung, um welche im nächsten Jahre gekämpft werden soll, wird, wie in zahlreichen Fachvereinsversammlungen erörtert wurde, der neunstündige Arbeitstag sein. Auch ein planmäßigeres und geregelteres Vorgehen soll in der Lohnbewegung erzielt werden, in manchen Versammlungen wurde betont, daß die Aus stände oft zu der allerungünstigsten Zeit unternommen seien. Jedenfalls liegen Anzeichen vor, daß im nächsten Frühjahr wieder eine lebhafte Lohnbewegung zu erwarten ist.
— Die „Jahresberichte der königl. preußischen Gewerberäte nebst den Berichten der Bergbehörden über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter auf den Bergwerken, Salinen und Aufbereitungsanstalten Preußens während des Jahres 1888" sind im Druck vollständig hergestellt und werden in allernächster Zeit im Buchhandel erscheinen. Danach hat die Zahl der in Fabriken beschäftigten Kinder in Preußen an den Rainesfance-Slyl erinnerndes, schön skulptertes Wappen bemerken, an dessen unterem Rand auf einem angefügten Schildstück die oben angeführte Inschrift zn lesen ist. Die Inschrift bedeutet, daß Graf flugust Wolfart im Jahre 1726 in den hohen deutschen stitterorden aufgenommen wurde. Nach einer Anweisung (ober vielmehr Reglement, gedruckt, im Marburger Staatsarchiv), wonach ein Jeder, welcher in den deutschen Ritterorden zu treten verlangte, fich zu achten habe, steht in der Kostenrechnung unter anderem: .nicht minder beim Ritterschlag von Bildhauerarbeit oder sonst zu verfertigend seienden Wappenschild Hosten...' Es geht hieraus wohl, wie auch ans obiger Inschrift offenbar hervor, daß die Noviziaten des deutschen Ritterordens, sobald sie eingekleidet wurden und den Ritterschlag empfingen, ein derartiges Wappenschild, dem hohen deutschen Ritterorden zu verehren oder zuzueiguen hatten. Folgendermaßen autet nun die Beschreibung deS schon erwähnten Wappenschildes (imDeutschordenSaktMarbnrg, Staatsarchiv): Das Lippische Wappen, einem quadrierten Schild mtt einem Mittelschtlde (heraldisch richtiger Herz- child). Im ersten und vierten Quartier bei Haupt- childeS stehet man eine rote Rose mtt gfilbenem Samen in silbernem Felb: als bas Geschlecht-Wappeu »er Grafen zur Lippe. Im anderen dritten Quartier itzet eine Schwalbe auf einem güldenen Stern im roten Feld, wegen der Grafschaft Stern und Schmalen- >erg, welche nach erloschenem Manustamm — sothaner Grafen, auf die Grafen zur Lippe verfallen und ver- aulaßet, daß von selbigen bemeldeter Stern mit der Schwalbe vorangeregtermaßen mit in ihr Wappen lezogeu. — Das Mittelschild (richtiger Herzschild), o nur die regierende Linie der Grafen zur Lippe Ährt, und wegen der souveränen Herrschaften — Staben und Ame ydeu — angenommen, nachdem des Herrn Aspiranten Mutter — hochsel. Andenkens, noch kxtiuguirter Gräfl. Br.. Derodischer Linie; welche othane Herrschaften durch H.yrat an fich gebracht; als deren nächste Erbin überkommen und anno 1686
[5854
hee
Wilhelm mit der Mittagsstunde des 4. September zu Ende gegangen. Wie wir vernehmen, ist die Beteiligung der deutschen Künstler an dem Preisbewerb eine sehr lebhafte gewesen. Die Zahl der eingegangenen Entwürfe beträgt 144; darunter sind 47 durch Modelle von zum Teil außerordentlich großem Umfange erläutert. Bekanntlich erfolgt die Aufstellung der Entwürfe in dem Landesausstellungsgebäude, dessen Räume bisher vollständig von der Ausstellung für Unfallverhütung in Anspruch genommen waren. Einzelne Räume, und zwar die hinteren Säle, sind jetzt für den künstlerischen Wettkampf um das nationale Denkmal frei gemacht. Die Ordnung und Aufstellung der Entwürfe wirb einige Zeit in Anspruch nehmen, so daß dieselben voraussichtlich erst Mitte der nächsten Woche dem Publikum zugänglich sein werden. Das Preisgericht tritt am 30. d. M. zusammen. — Von den preußischen Ministern ist augenblicklich nur der Arbeitsminister von Maybach, der kürzlich vom Urlaub zurückkehrte, hier anwesend. Der Finanzminister von Scholz weilt seit Juli am Bodensee, der Kultusminister v. Goßler in Tarasp, von wo er in der zweiten Hälfte dieses Monats zurückerwartet wird, der Justizminister von Schelling in Tirol, der Vizepräsident Minister von Bötticher und der Minister des Innern Herrfurth in Karlsbad, der Landwirtschaftsminister Frhr. von Lucius in Ostende. — Der Kultusminister hat neuerdings Veranlassung genommen, darauf hinzuweisen, daß sich, namentlich in den westlichen Provinzen, als ein fernerer Weg für die Belebung des Interesses weiterer Kreise an der archäologischen Wissenschaft die Heranziehung der Kreisstände rc. zu den Altertumsvereinen und sonstigen, gleiche Zwecke verfolgenden Gesellschaften erwiesen hat. So sind z. B. die 18 Kreisstände des Regierungsbezirkes Wiesbaden als Korporationen dem Nassauischen Altertumsvereine als Mitglieder beigetreten. Sie empfangen dadurch nicht nur die jährlichen, sondern überhaupt alle Publikationen, deren Verbreitung, sei es für den betreffenden Kreis, fei es allgemein, von Interesse ist. Sowohl zu den Versammlungen des Vereins, wie zum Besuche des Museums und zu etwaigen Ausflügen in ihre Gegend werden sie eingeladen und ferner ersucht, dem Konservator von neuen Funden Mitteilung zu machen und ihm bei seinen Untersuchungen innerhalb ihres Bezirks, von denen sie jedesmal verständigt werden, nach Möglichkeit behilflich zu sein. Auch hat der genannte Verein Lehrer auf dem Lande zu korrespondierenden Mitgliedern ernannt, um sie dadurch zur Teilnahme
»Ja, in der Thal 1 Aber, meine liebe Miß Sutherland, wer ist er? Sein Name--•
»Er ist ein vornehmer Mann, und wahrscheinlich haben Sie ihn schon nennen hören — er heißt Oberst Reumore.' H
«Ich entsinne mich jetzt, daß ich ben Namen hier bereits gehört habe. Er ist ber Sproß eines edlen Hauses und zählt schon zu unseren Gesetzgebern, sagt MrS. Wetherby wenigstens!' erwiderte Mr. Quandisch und fügte Gedankenvoll hinzu: .Wenn er wirklich Derjenige ist, für ben er fich ausgibt!'
.Ist er uoch in Winbermeere' fragte bie Dame welche von ber Thatfache überzeugt war unb durch ihre Frage jedoch uoch Weiteres zu erfahren gedachte.
.Ich weiß es nicht, denn mein Beruf läßt mir wenig Zett, mich um andere Menschen zu bekümmern', antwortete fast streng der Geistliche, dachte aber zu- gleich: Ich werde es bald genug zu erfahren wissen!* Sollte ich ihm wirklich in Keswick fo lange vergeblich aufgelauert haben, nm ihn hier sogleich zu finden?'
.Sind Sie nicht ebenfalls durch das Benehmen dieses Herrn Überrascht und betroffen, Mr. Quandisch ?' wagte Miß Sutherland btffen langes Schweigen zu unterbrechen.
»0, ich dachte schon nicht mehr au ihn, meine gute Lady. Mein Geist wanderte zurück nach den Stätten frommer, lieblicher Andacht, welche ich soeben verlassen.'
(Fortsetzung folgt)
Marburg, ’ä vä
Sonnabend, 7. SepteEr 1889. «ÄS’Ä’ÄÄÄ’t! Jahrgang.
10 Pfg., Reklamen für bte Zecke 25 Pfg. r Dauben. To. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Nach einiger Zeit verlieh er seinen Gedanken Worte und sagte halblaut, da er fich durch einen schnellen Blick Überzeugt hatte, daß er noch immer «Hein sei: .Unbegreiflich, daß ich ihn nicht getroffen habe! Länger als eine Woche habe ich in Keswick ^gebracht, ohne auch nur die geringste Spur von ihm S entdecken, unb doch weiß ich aus sicherer Quelle, 6 er in jener Gegend zuletzt gesehen worden ist.