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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marbnrg nnd Kirchhain. Jllnstriertes

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertage». Ouartol-AbonnemevtS-PreiS bei der Expe­dition 2'/.»»., bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exll. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zelle 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.

Marburg,

Dienstag, 3. September 1889.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS sowie d»e Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler m Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg u. Wien: Rudolf Stoffe m Frankfurt a. M-, Berlin, München u. Köln: G. L Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

XXIV. Jahrgang.

Ale staatliche» Erhebungen

über die Lage der Bergarbeiter, welche zur Zeit in den Kohlenrevieren auf persönliche Anordnung des Kaisers flattfinden, haben verschiedentlich zu falschen Vorstellungen Anlaß gegeben, bei den Zechen­verwaltungen sowohl wie bei den Arbeitern. Es ergiebt sich das aus verschiedenen Aeußerungen, welche aus den Kohlenbezirken vorliegen. Zunächst muß zugegeben werden, daß kein Geschäftsmann gern über intime Einzelheiten seines Betriebes Aus­kunft giebt; er kann dazu überhaupt nicht gezwungen werden. Hierum handelt es sich bei den Erhebungen aber auch nicht, sondern nur darum, sestzustellen, ob in den Verhältnissen der Arbeiter sich Zustände herausgebildet haben, welche den Betrieb zu einem besonders gefährlichen gestalten; oder aber, ob zu viel verlangt wird, sodaß sich hieraus eine Unzu­friedenheit ergiebt, welche den ganzen Kohlenbergbau stören kann. Sich um das Wohl und Wehe seiner Bürger zu bekümmern hat der Staat die Pflicht und genaue Kenntnis der obwaltenden Verhältnifle kann erst zu gesetzgeberischen Borschlägen führen. Auf der anderen Seite aber ist ein ungehemmter Kohlen­bergbau eine solche für das allgemeine Wohl hoch­wichtige Sache, daß auch hier die Aufseherpflicht und das Ausseherrecht der staatlichen Behörden nicht geleugnet werden kann. Den Bergverwaltungen wird auch aus einer gründlichen Klarstellung der Lerhältnifse nicht ein Nachteil, sondern ein Vorteil erwachsen. Steht alles befriedigend, so wird doch der besonnene Teil der Bergleute dies einsehen und die Gefahr neuer, schwerer Streikes wird erheblich sich vermindern. Auf der anderen Seite dürfen aber die Arbeiter nicht annehmen, daß diese Erhebungen eine Aufforderung an sie sind, mit immer erneuten und weitgehenden Ansprüchen hervorzutreten. An den alten Wahlspruch deS Hauses Kaiser Wilhelm's mögen sie hierbei denken: ,Jedem das Seine!" Kaiser Wilhelm II. hat s. Z. den Bergdeputationen sehr offen die Wahrheit gesagt und betont, daß jedem sein Recht werden sollte; das Recht wird aber ms Unrecht verkehrt, wenn maßlose Forderungen aufgestellt werden Für solche wird auch die allge­meine Sympathie nie zu gewinnen sein und diese ist sehr wertvoll.

Die Berichte aus den verschiedenen Bergrevieren lasten keinen Zweifel, daß ein erheblicher Teil der Bergleute durchaus noch nicht ganz beruhigt ist, daß «an sich mit allerlei Plänen trägt, auf deren Ver­wirklichung nie zu rechnen ist. Erfreulicherweise ist

sNachdruck »erboten.]

Die Lose vo» Windermere.

(Fortsetzung.)

.ßaffen Sie uns heute mit dem Mittagefleu ein. Aal eine kleine Veränderung versuchen!' fuhr der flrzt fort. .War meinen Sie zu einer Forelle, ganz frisch ans unserem See, und außerdem eiu Hühnchen Ait Spargel? Dazu trinken Sie einige Gläser Aadeiro, urd Sie werden sehen, daß Ihr Mittags- Aahl Ihrer Konstitution ganz besonders zusagt!'

»Das mag fein', erwiderte der Patient noch ALrrifcher, der sich indt ß im Stillen freute, daß die Artlichen Verordnungen so sehr mit seinen Lieb, mereien, namentlich ein gutes Mittagsmahl zu halten ttb vom besten Wein zu genießen, Lbereinstimmten, was er jedoch forgfällig zu verbergen strebte. .Dennoch »he ich nicht ein, wie ich auf diese Weife wieder lang hergestellt werden!'

.Das werden Sie unbedingt, mein lieber Str. Sie werden, wenn Sie meinen Verordnungen folgen, «rperlich vollständig genesen, und mit dieser Genesung «hrt auch Ihr geistige- Wohlbefinden zurück. Sie werden heiterer werden, wieder Freude- au den Ge­wissen des Lebens empfinden--'

.Nein, nein, niemals!' rief Mr. Sutherland, Astig und ungläubig das Haupt schüttelnd.

»Weshalb nicht? Well einmal Ihr Ehrgeiz ge. «inkt ist, well Sie das, was Sie fich als Glück er- «änmt, nicht erreicht haben? Glauben Sie mir, von «wer Kraukhett, wie die Ihrige find Tausende ge- wesen der beste Beweis, daß auch die Ihrige nicht wwheilbar ist!'

Der Patient schüttelte noch ungläubiger all zuvor 5» Haupt und war eben im Begriff, eine heftige Mwort zu erteilen, als unerwartet die Thür ge- yfaet wurde und seine Schwester ein trat, welcher Doktor ESdaile, so schnell es feine kleine runde Gr- »alr erlaubte, eutgegeueitte und nach einer sehr firm« Wn Verbeugung sagte: .Ich bin so glücklich, Ihnen

es dem Zureden der besonnenen Elemente gelungen, alle übereilten Schritte zu verhindern und die Ver­öffentlichung der Ergebnisse der staatlichen Erhebungen abzuwarten. Wo es den Bergleuten jetzt an genü­gendem Schutz fehlen sollte, wird ihnen dieser ganz sicher zutell werden, aber nie werden solche Forde­rungen bewilligt werden, welche darauf hinauslaufen, den Zechenverwaltungen Arbeitslöhne und Arbeitsart zu diktieren. Die gewaltige Macht, welche die Ar­beiter in ihrem Vereinigungsrecht besitzen, hat sich bei dem riesigen Frühjahrsstreik zur Genüge gezeigt; es ist nicht von Nöten, diese Schutzwaffe in eine Angriffswaffe umzuwandeln. Alle Welt weiß, wie schwer die Bergarbeit ist, wie mühsam der Verdienst im Verhältnis zu anderen Gewerben, wie lebensge­fährlich die ganze Thätigkeit. Darum hatten die Leute, als sie auftraten, allgemeine Sympathieen für sich; auch der Kaiser sagte bekanntlich, daß die Deputation aus Westfalen einen vortrefflichen Ein­druck auf ihn gemacht habe. Nicht allein durch ihre eigene Kraft, sondern zum erheblichen Teil auch in­folge der allgemeinen Kundgebung zu ihren Gunsten, haben die Arbeiter einen Erfolg errungen, der ihnen schätzenswerte Befferungen gebracht hat. Eine alte Lehre ist nun, daß der Sieger nicht übermütig werden soll, sonst wendet sich das launische Glück von ihm ab. Das gilt ebensosehr vom wirklichen Kriegsschauplätze, wie vom wirtschaftlichen Kampf­plätze. Die Bergleute haben manches gewonnen; beim zu viel gewinnen wollen können sie aber auch sehr viel verlieren. Das darf nicht in Vergeffenheit geraten.

Deutsches Deich.

Berlin, 31. August. Unterstaatssekretär Raffe besichtigte heute, nachmittags um 2 Uhr, unter Führung des Präsidenten der Akademie, Becker, die akademische Kunstausstellung, welche damit ohne weitere Feierlichkeit eröffnet ist. Wie der .Reichs­anzeiger" meldet, ist dem Prinzen Chow Sye Sanitwongse von Siam der Rote Adler - Orden erster Klaffe verliehen worden. Das Gefolge des Prinzen hat ebenfalls Ordensdekorattonen erhalten. Zur Frage der Steuerreform wird demHamb. Corr." von hier geschrieben: Auch in Regierungs­kreisen scheint man sich der Ansicht nicht mehr zu verschließen, daß eine durchgreifende Reform der direkten Steuern in Preußen erst durch Herstellung leistungsfähiger Landgemeinden und im Zusammen­hang mit einer Reform der Gemcindebesteuerung

Mitteilen zu können, daß in dem Befinden unseres Pattenten eine merkliche Besserung eingetreten ist, obgleich er selbst dies nicht zngestehen will. Sein Puls geht leichter, sein Aussehen ist ftischer und auch seine Augen haben einen lebhafteren Ausdruck erhalten. Ich muß sagen, ich habe ihn schon fett langer Zeit nicht so wohl gefunden.'

.ES freut mich ungemein, dies zu hören!' ent- geguete Miß Sutherland, und begleitete ihre Worte mit einem mehrmaligen Neigen des Hauptes, das so- wohl ihren Unglauben, wie einen Vorwurf gegen ihren Bruder bezeichnen konnte. »Endlich also, lieber Doktor, find alle Ihre Bemühungen durch Erfolg gelohnt! Was mich anbe trifft, so sagte ich meinem Bruder immer, daß er nicht eher auf vollständige Genesung rechnen dürfe, als bis er diese Einsamkeit aufgibt und wieder an geselligen Freuden Teil nimmt, die wie ich bestimmt glaube, ihm bald genug zusagen würden.'

Doktor ESdaile wollte eben Miß Sutherlands Ratschlägen durch die feinigen noch besonderen Nach­druck geben, als der Kranke selbst das Wort ergriff und sagte:

»Wie kann ich mich wohl unter Menschen mischen, da ich ihre Freude und Heiterkeit doch bald genug stören würde? So aber ist fie, fügte er, auf seine Schwester deutend, ihr ganzes Stteben geht nur darauf hinaus, mich wieder in die sogenannte Ge­sellschaft hineiuzubringeu, ohne dabei auch nur im Geringsten meine Kränklichkeit zu berückfichttgen.'

Dottor ESdaile lächelte, während Miß Sutherland, welche in der Thal eine große Zuneigung zu ihrem Bruder hegte, in vorwurfsvollem Tone sagte: »Sehen Sie nun, wie undankbar er ist? Er vereitelt alle meine guten Absichten und Pläne, während doch einige Geselligkeit ihm Aufheiterung verschaffen und ihn von seinen krankhaften Ideen abweudeu würde.'

»Darin stimme ich Ihnen vollkommen bei, Md ich könnte Ihrem gewöhnlich« Kreis augenblMch sogar eine gewünschte Abwechselung zuführen.'

so deuten

ausführbar ist. Herr v. Scholz hat bisher, wie man annahm, in Uebereinstimmung mit dem Reichs­kanzler die entgegengesetzte Auffaffung vertreten. Wenn sich diese als undurchführbar erweist, so würde ein Personenwechsel im Finanzministerium es weniger unerklärlich erscheinen lassen, daß die in der früheren Thronrede angekündigte Steuerreform vorläufig auf­gegeben wird. Ein neuer Finanzminister würde naturgemäß eine längere Frist für die Vorbereitung bezüglicher Vorlagen beanspruchen. Damit würde die Steuerreform, wenigstens soweit die Absichten der Regierung dabei in Betracht kommen, aus der Agitation für die nächsten Reichstagswahlen auS- scheiden. Der Rücktritt deS Herrn von Scholz ist also, wenn auch nicht grundsätzlich, so doch that- sächlich gleichbedeutend mit dem vorläufigen Verzicht auf die in der Thronrede vom Januar 1889 ange­kündigte Reform der direkten Steuern in Preußen. Unter diesen Umständen darf man gespannt darauf sein, wer die Erbschaft des bisherigen Finanzministers antreten wird. Die Zahl der Rechtsanwälte hat sich im ersten Halbjahr 1889 so geändert, daß bei den Amtsgerichten 132 Einwägungen und 52 Löschungen erfolgt sind, bei den Landgerichten 128 unb 103, bei den Ober-Landesgerichten haben 24 Eintragungen und 23 Löschungen stattgefunden, beim bayerischen Ober-Landesgericht 1 Löschung und beim Reichsgericht 1 Eintragung und 1 Löschung. Es ergiebt fich hiernach eine Zunahme der amts­gerichtlichen Anwälte um 80 und der landge­richtlichen um 25, während die höheren Gerichte keine Veränderung zeigen. Zieht man die vor­gekommenen 35 Doppel- (bezw. dreifachen) Ein­tragungen (desselben Anwalts bei mehreren Gerichten) und die 16 Doppel- rc. Löschungen in Betracht, so ergiebt sich eine Zunahme der Anwälte im ersten Halbjahr um 86, wovon 55 aus das erste Ouartal und nur 31 auf das zweite entfallen; in Preußen hat sich die Zahl der Anwälte um 88 vermehrt, im übrigen Deutschland um 2 vermindert. Die Kaiserin Friedrich wird zum 7. September, dem Geburtstage der Königin von Dänemark, mit ihren Töchtern in Kopenhagen eintreffe». Der dänische Kriegsdampfer .Daneborg" soll die fürstlichen Gäste aus Warnemünde abholen. Die Zeitungsgerüchte, welche von einer Verlobung der Prinzessin Margarethe von Preußen mit dem ältesten Sohne des dänischen Kronprinzen sprechen, finden keinen Glauben. Der noch nicht ganz neunzehnjährige Prinz kann vorläufig noch nicht ans Heiraten denken.

Die Augen deS Heinen Doktors hefteten sich, als er dies sagte, triumphierend auf das Geschwister- paar, da er sich der ganzen Wichtigkeit seiner MU- teilung bewußt war.

. ist eS ? Reden Sie, Doktor!' rief die Dame deS Hauses lebhaft.

»ES kommen also noch immer mehr?' sagte ihr »rud-r rusleich in verdrießlichem Tone. »Wohnen dier vicht schon genug Menschen, die Einen nnanf. horlich plagen und stören?'

»ES ist Niemand anders al, ein Oberst aus aller !> bagn noch ein ParlamentS-Mttglied.'

»^liereS ist gerade keine große Empfehlung, oder er ""ßte schon ein älterer Manu sein, denn ttnfere junge Aristokratie gibt fich in den meisten Fällen mtt Dingen ab, die nur dem Verdienst und dem Alter julommen? Unb noch gar ein Parlaments-Mitglied? Von dem tarn man in unseren Tagen alles Andere erwarten, nur keine Ehrlichkett und Rechtschaffenhett!' . Mrend dieser, die Ansichten ihre» Bruders deutlich darlegenden Rede rief Miß Sutherland in £?b£Äfe i?Hk8 :. O. herrlich l Ein Oberst sagen Sie, Doktor? Und ein Parlaments-Mitglied? Sein Name ober--*

»Er heißt Oberst Kenmore.'

»Der Hingt allerdings sehr schön!"

.. Ade ich nicht!' murmette ihr Menschen- fetablidjer Bruder. »Ich begreife überhaupt gar si<6l,rRS *^nKtoe(lein«etnt8«fle8 fremden Menschen, der plötzlich in der hiesigen Gegend auftaucht, so viele Worte verlieren kcmust!'

»Ich sterbe fast vor Neugier, ihn « sehen!" rief Miß Sutherland. »Wann haben Sie diesen m- schätzbaren Fund gethan, mein lieber Doktor?'

»Erst gest«n Abend, ich bin aber noch diesen äKurgen mit ihm zusammen gewesen, ehe ich Fischen ging. Vielleicht werde ich ihn noch heute Abend

<8in*6 pht nach Wunsch! Wem Sie ihn sehen,

so deuten Sie ihm doch au, daß Mr. Sutherland

Anslanb.

Wien, 31. Aug. Fürst Nikolaus von Monte- ^9t° tt wlt dem Erbprinzen in Begleitung des Mm.sterprasidenten Bozo Petrowitsch, sowie des Flugelabjutanten Petrowitsch aus Petersburg heute nachmittag hier eingetroffen.

M bl. August. Amtlicherseits werden die Blatter-Meldungen vom Ausbruch der Cholera in erklärt ldenburger Komitat für vollständig unbegründet

Bern, 31. Aug. Der Graveur Albert Nikolet m Chaux de Fonds, welcher sich als Verfasser des Manifestes der Schweizer Anarchisten bekannt bat, ist verhaftet worden. '

9tom, 31. August. DerCapltano Fracassa" glaubt zu wissen, daß in der gestern bei CriSPi stattgehabten Besprechung endgiltige Maßnahmen fest, gestellt worden feien, welche geeignet wären, die der Turiner Eskomte-Bank und der Banca Tiberiu« drohende Krisis abzuwenden und die Ausführung des Bauten-Programms von Rom zu sichern. Nach einer Meldung derAgenzia Stefani" erhielte» der Chef der Schoaschen Mission, Makonen, sowie der Afrikaforscher Antonelli Nachrichten aus Schoa unb Harra, denen zufolge daselbst alles ruhig ist. Der König Menelik werbe sich Ende September als Negus von Abesiynien krönen und durch den Bischof Mattheos salbe» lassen. Alle von Menelik in den besetzten Provinzen ernannten Häupttinge und Gene­rale befänden sich auf ihren Posten. DieRisorma" tritt den beunruhigenden Nachrichten über die Lage in Abeflynien entgegen. Die Rückkehr Meneliks nach Schoa sei schon vor dem Abgang der Gesandtschaft beschlossen gewesen und der Grund dafür der Wunsch MenelikS, daß er sich vor seiner Krönung dem Volle zeigen wolle. RaS Alula sei ganz machtlos, weil er weit hinter seine Operationsbafis zurückgeworfen worden sei.

Paris, 31. August. Der Graf von Paris er­ließ angesichts der bevorstehenden Wahlen ein Mani­fest, worin es heißt, es gelte die öffentliche Macht der Partei der Unterdrückung zu entreißen. Die ervativen und namentlich die Monarchisten müßten deshalb fest zusammenstehen. Man solle diejenigen, welche die Regierung bekämpften, nicht wie Feinde behandeln. Die Republikaner strebten danach, Frankreich in der Republik einzukerkern. Die Re- Vision der Verfassung werde diese Knechtschaft be- eiligen und den religiösen Frieden wieder Herstellen. Das Manifest wendet sich insbesondere an die Katho- uud feine Schwester sich durch feinen Besuch sehr ge­ehrt fühlen würden.'

Erst sitzt fiel es Doktor ESdaile ein, daß Renmore den bestimmten Wunsch ausgesprochen hatte, so viel wie möglich unberücksichtigt bleiben zu wollen.

Sein Zögern bemertenb, fragte Miß Sutherland: .Oder glauben Sie etwa, daß der Oberst uns das Vergnügen feiner Anwesenheit versagen wird?'

»DaS glaube ich in der That, da seine Zett durch Korrespondenzen sehr in Anspruch genommen wird.'

,O,ich sollte doch meinen, ein ParlamentS-Mttglied müßte Zett für alle» haben!' sagte Miß Sntherlmd.

.Du weißt ja nicht einmal, ob er nufere Bekannt­schaft wünscht!' grollte ihr Bruder.

»Desto größer ist unsersettS die Höflichkeit, wem wtt ihm eutgegeukommen!'

»Nun, ich will sehen, was fich in der Sache thm äßt!' sagte der Heine Doktor mtt ernster, wichtiger Miene. »Sollte der Oberst iudeß Ihre Eiuladmg nicht anuehme», würde Ihnen da ein anderer Tag auch zufageu!'

»Nun, ich meine, Du kämst auf diesen Vorschlag eingeheu!' entgegnete Mr. Sutherland, fich an seine Schwester wendend. »Ich wenigstens habe keine so Eile, diesen so vornehmen, ausgezeichneten Fremden httr zu sehen.'

Miß Sutherland scheufte dieser Semei lang keine 3ea$tung, sondern sprach zu ESdaile gewandt: »So äuge kann ich kaum noch meine Neugier bezähmen, und in einigen Tagen mag er diese Gegend schon wieder verlassen haben. Deshalb bleibt mir nichts luderes übrig, als ihm nebst unseren Karten eine Einladung zu schicken. Aber sehen Sie, Doktor wer fährt dort?' «

Hier unterbrach fich MK Snthaüock und eilte ans Fenster. ,

»Es ist Niemand anders^ ole nufer allverehrter Freund Lawtm!' sagte der Heine Doktor. »IBo^* da fällt mir ein, daß ich heute in Blacktum einen