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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain. — Illustriertes Sonntaasblatt.
_______________________________________________________________ Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch. °
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Frankreich trotz seiner um 9 Millionen geringeren Einwohnerzahl ziemlich ebcnsoviele Rekruten jährlich rin, wie Deutschland seit 1887, sein stehendes Heer übertraf sogar das unserige um 22 000 Mann. In
gesetzes vom Jahre 1887, sondern eine ganz wesentliche Ueberbietung desselben. Schon bisher stellte
Zukunst wird Frankreich nun jährlich 60 000 Mann «ehr einstellen, folglich mehr ausbilden und mehr zur Reserve entlassen. Wenn auch ein Teil der
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öi Durchschnitt auf 28 Monate stellende Dienstzeit Frankreich wird also in absehbarer Zeit über erheblich
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Pößere Masten ausgebildeter Soldaten verfügen,
Der Friede und vir rnuhc, die überall auSge- treitet war, wachte stch auch auf ihu gelteud, er whlte jede Augst, jede Besorgnis schwinde», fühlte sich neubelebt uud sagte in tiefer Erregung: „Und Deshalb sollte mir nicht noch daS Leben Ruhe, mieden nnd Glück bieten? Ich will eS mir erringen, kenn nur sie — Gert . . ."
Kaum war diese Silbe seinen Lippe» entschlüpft, *18 er hinter sich ei» Geräusch veruahm und, sich «uwendeud, zu seiner Ueberraschuug Gertrnd »eben Mh erblickte. Sie hatte so leichten Schrittes die krepp; erstiege», daß er, in Gedanke» vertieft, dies dicht vernommen, und, sie nun erblickend, sah er beim bcheiu des Lick les, das auch fie in der Hand hielt, die eine hohe Röte ihre Wange« färbte und fie ver- öirrt ihre Auge» abwaudte. Hatte er dies hervor- Anrfe» und fie ihre» Name» vou seine» Lippe» dernomme»?
„Gute Nacht, Miß Wetherl y!" sagte er, de» Weg dach seinem Zimmer etvschlageut; „ich sa»» hier doch über die Schönheit dieses Anblicks nach »ud dachte zugleich au alles, war ich heute gesehen nnd NIebt 1"
Nach diesen Worten verschwand er in dem ihm sxgewiesenen Gemach.
zösische Militär-Verwaltung getroffen habe, um die außerordentlichen Hilfsmittel von Reserve und Landwehr rasch und wirkungsvoll auszunützen. DaS Blatt sagt: „Wir haben eine überlegene Zahl von Bataillonen und Batterien der Reserve und Landwehr. Aber daS genügt nicht, wenn fie nicht in rasch mobilisierbare Brigaden, Divisionen und Armeekorps eingeteilt werden. Ist nun in dieser Richtung alles Nötige geschehen? Eine Organisation besteht allerdings, aber sie ist schlecht ausgedacht, voller Mängel und verspricht keinen Erfolg." Man sieht, daß in der Wirklichkeit in Frankreich noch manches anders steht, als auf dem Papier, und Pariser Blätter dies sehr offen anerkennen. Darum bleibt wohl noch abzuwarten, ob die deutsche Militärverwaltung dem Reichstage so bald neue definitive Vorschläge unterbreiten wird.
Ar die Kreise Marburg ««- Kirchhai« und
-l1«ftriertes So««tagsbiatt
sämtliche Postanstalten, unsere Agentur in Kirchhain, sowie für hiesige Stadt un- sere Expedition entgegen.
Die Exped. der Oberh. Zeitung.
sNachdruck »erboten.]
Die Rose von Windermere.
(Fortsetzung.)
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Bestellungen für kben Monat September nehmen auf die
Oberhesfische Zeitnng
nebst
Ist eine Verstärkung -er Reichoarmee «otmendig?
Diese Frage wird gegenwärtig, wo wohl kaum an fie gedacht ist, von der „Köln. Ztg." in einem Artikel aufgeworfen, von welchem man annimmt, baß er von einer Seite herrührt, die der Militärverwaltung nahe steht. Das genannte Blatt erblickt in dem vor zwei Monaten von den Pariser Kammern angenommenen neuen ftanzösischen Wehrgesetz eine llebcrflügelung Deutschlands und schreibt: „Das neue französische Wehrgesetz ist ein sehr bedeutsamer und folgenschwerer Schritt. Indem eS den Grundsatz durchführt, jeden tauglichen Staatsangehörigen zum Soldaten auszubilden, eröffnet es ganz neue Ausblicke in die Zukunft, und zwar in eine sehr naheliegende Zukunft. Keineswegs ist dieses Gesetz eine Nachahmung und Beantwortung unseres Wehr-
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' sind und alle durch internationale Gebräuche und Gesetze eingeräumten Rechte genießen, Jagdscheine gewährt werden mögen. — Zu dem Vorschlag der Einführung von Post-Automaten wird mitgeteilt, daß solche Automaten auf den Londoner Postämtern schon mehrere Jahre im Gebrauch sind. Sie haben die Form eines Schreibpultcs. Neben der Schrrib-- fläche oben befinden sich rechts und links Einschnitte für den Geldeinwurf mit den Vermerken „Für Briefmarken", „Für Postkarten" und „Für Briefumschläge." An der Vorderseite sind mit Griffen versehene Schiebkästen, in welchen man beim Herausziehen das Gewünschte findet. Die hiesige Direktion der Aktiengesellschaft für automatischen Verkauf teilt übrigens mit, daß Probe - Apparate für Postkarten und frankierte Kouverts mit Briefbogen bereits fertig sind und demnächst zur Aufstellung gelangen werden. — Die „Post" beschäftigt sich in einem Leitartikel mit den Kriegsnachrichten, die man seit einiger Zeit aus dem Vatikan verbreitet, um daran die Nachricht von einer eventuellen Abreise des Papstes zu knüpfen. Das Blatt setzt auseinander, daß dieses Geschäft von dem Tage der Giordano Bruno-Feier seinen Anfang genommen habe; seitdem suche man eine künstliche Aufregung in der katholischen Welt hervorzurufen.
— lieber Geldbewilligungen für Heereszwecke in Frankreich wird dem „Hamb. Korresp." von seinem militärischen Mitarbeiter geschrieben: „Das neue französische Wehrgesetz mit seinen hochbedeutsamen Konsequenzen fordert immer von neuem dazu auf, sich klar zu machen, wie es möglich ist, daß Frankreich 18 Jahre nach einem verlustreichen Kriege, der seine Armee völlig zertrümmerte und seine Finanzen auf lange Jahre hinaus zertrümmert zu haben schien, heute in einer Rüstung uns gegenübersteht, die ihm gestattet, das Prinzip der allgemeinen Wehrpflicht bis an die äußersten Grenzen zu verkörpern. Wollten wir auf demselben Wege folgen und alle Dienstfähigen einstellen, so würden wir sogleich auf die Schwierigkeit stoßen, daß unsere Lehrkräfte nicht ausreichen und wir nicht Truppenkörper genug haben, um die Mafien von Wehrfähigen cinzustellen, die jetzt ganz unausgebildet bleiben oder nur kurze Uebungen durchmachen. Frankreich wird, dank seiner schon vorhandenen zahlreicheren Friedenskadres und der reichlicheren Ausstattung derselben mit Berufsoffizieren, diese Schwierigkeit überwinden, und es wird weiterhin neue Kadres ousstellen, wenn sich die bestehenden doch als unzulänglich erweisen sollten. Die französische Armee, 1875 durch das sogenannte beendet, wobei sie ost inne gehalten batte, um über de» seltsamen Traum uachzudenken, deffe» Erinnerung »och jetzt ihr Herz heftig klopfen machte und beffen schreckliche Bilder fie während deS Tages verfolgten.
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Nachdem am ander» Morgen Oberst Renmore seine BeschlÜffe des vergangenen Ab-ndS nochmals überlegt und sich darin befestigt, dachte er ernstlich darüber nach, wie er am beste» ans eine höfliche Weise sich des kleinen Doktors entziehe» könne. So gntherzig und heiterer Laune dieser auch war, besaß er doch einen gewissen Grad von Neugierde, die für ihn selbst unschädlich, ihn doch mit Andern zusammen- führen konnte, deren Bekanntschaft ihm nicht wünschenswert feto, »nd ihn in neue Abenteuer, vielleicht gar Gefahren verwickeln mochten.
Von allen Bewohnern deS »Wanderers Ruh' hatte der kleine Doktor zuerst de» neuangebrochene» Tag begrüßt. Nachdem er sich überzeugt, daß das herrlichste Wetter zu erwarte» fei, vollendete er eiligst feine einfache Sommertoilette und begab fich »anu in das Eßzimmer des HauseS hinab, wo gewöhnlich die vornehmsten Gäste ihre Mahlzeiten etu- zunehmen pflegten.
»Wo ist Oberst Renmore?' fragte er Mrs. Wetherby, welche ihm eigenhändig sein Frühstück anftrng. »Müde von den gestrigen Streifereien, chlift er diesen Morgen wohl lange?'
»Sie dagegen stehen immer früh auf', antwortete v. mit unverändert ernstem GestchtSauSdruck. »ES st wahrlich auch ein köstlich Ding, in der Morgen- rühe dem Himmel für fein Dasein unter der herrlichen GotteSsonne zu danken!'
»Das ist gewiß wahr, MrS. Wetherby, und diese jerrliche Gottessonne, die mir einen reichen Fischfang in Aussicht stellt, hat mich nicht länger schlafen lassen. 5 Beffen Reifesack ist dieS aber? Wie ist er hierhergekommen ?*
»Der Fuhrmann Jack hat ihn gestern abend ab-
als Deutschland. Es verwirklicht thatsächlich das Ideal allgemeiner Volksbewaffnung für den aufs Aeußerste durchzukämpfenden Volkskrieg. Die Erhebung in Masse, welche die Revolution improvisierte und welche Gambetta im Drange der Not nachzuahmen versuchte, wird nun planmäßig vorbereitet; nicht mehr ungeschulte Volkshaufen wird der künftige Diktator aufrufen, sondern geschulte Soldaten in bisher nicht gekannten Zablen. Das Wesentlichste ist aber, daß für diese Millionen von Soldaten auch in einer von uns nicht erreichten Weise die Vorbereitungen im Frieden getroffen sind, um sie zu Truppenkörpern, zu Bataillonen, Regimentern, Divisionen, Armeekorps und Armeen zusammenzu- safien, mit Führern und Stäben auszustatten. Frankreich besitzt schon jetzt erhebliche zahlreichere Kadres zur Einfügung seiner Wehrfähigen, als wir, und es hat sein Heer im Frieden viel reicher mit Berussosfizieren ausgestattet, die in großer Zahl zur Führung der Neusormation verfügbar sind." Die „Köln. Ztg." betont dann, daß die Gleichmäßigkeit aller Heereseinrichtungen in Frankreich, gegenüber der deutschen Vielgestaltigkeit für die Einordnung der Massen, Frankreich einen bedeutenden Vorsprung giebt und schließt mit folgenden Worten: „Wohnlicher ist es sicher in unserem Hause, aber sür den großen Mafienbetrieb eines Fabrikgebäudes eignet es sich weniger. Es scheint die höchste Zeit, zu untersuchen, ob nicht einzelne Teile umgebaut, andere erweitert und verstärkt werden muffen, vielleicht ein ganzer Stock aufzusetzen ist."
Diesen Aeußerungen entspricht aber wenig, was französische Blätter über die Militär - Verhältnifie ihres Landes sagen, auch die französischen Offiziere sind mit mangelhaft ausgebildeten Maffenarmeen keineswegs einverstanden. Die „Rkpubliquefrar.tzrise", ein in militärischen Angelegenheiten regelmäßig sehr gut unterrichtetes Blatt, faßt die Möglichkeit eines Krieges gleichzeitig mit Deutschland und Italien ins Auge und schreibt, ein ausgezeichneter General habe ausgerechnet, daß, wenn Frankreich den Vorsprung, den ihm seine raschere Mobilisation vor Italien giebt, ausnützt, es mit zwei Armeekorps und der Landwehr der Italien zunächst liegenden Gebiete in den Alpen sich derartig festgesetzt haben kann, daß die ganze italienische Armee nicht mehr in Anschlag zu kommen habe. Dann blieben sür die Bekämpfung Deutschlands noch so viel Truppen der ersten Linie übrig, daß Deutschland nur ein leichtes Uebergewicht haben könne, welches zu beseitigen sei. Das Alles hänge aber von Maßnahmen ab, welche die fran-
will mit meinem väterlichen Freund und Lehrer sprechen und ihm von Oberst Renmore erzählen.'
Mit diesen Worten schloß sie leise das Fenster, verrichtete in kindlicher, aufrichtiger Fi ömwigkeit ihre gewohnte Abendandacht und üderließ fich b anu dem Schlaf.
* * *
Bald lag alles unter mm schützenden Dache deS „Wanderers Ruh' in tiefem Schlummer, und die Träume, welche die Bewohner währenddefien beschäftigte», führte» fie »ochmals i» die sitzttu Stunden der Wirklichkeit zurück.
Doktor Esdatle fab sich »ach langen Mühen wieder im Besitz feiner Lieblings fische, mit denen er, begleitet von seinem treuen Bryan, dem Dorfe zn- »anbeite, unterwegs fich schon deS köstlichen Ge. nufieS, ben er fich bavo» versprach, freuend. *
MrS. Wetherby war mieberum in ernstem Ge- spräche mit bem so verehrten Prebiger, ber ihr ben Weg zum Himmel burch Frömmigkeit nnb Tugend mit beredte» Worte», wen» auch iu seinem näselnde», flngevden Tone, schilderte, daß sie, hingerifien davon, ohne den geringste» Widerspruch anhörte, wie er mit glühender Rede die Reize ihrer Tochter schilderte.
Oberst Renmore — wie wenigstens der fremde Gast feinen Name» genannt — sah sich, nachdem er »och lange wach gelegen, im Traume nach einem schönen Lande versitzt, daS jenseits des Weltmeeres
Gertrud blickte ihm einige Sekunden nach, betrat M Stübchen, öffnete das Fenster und schaute in die btille der Nacht hinaus. Nachdem fie eine Weile ö dagestanden, flüsterte fie: „Er dachte an mich — öhinte meinen Namen — nie, außer Mr. Fenton, öh ich einen Mann, dem ich mich ohne Rückhalt öibertraueu könnte, wenn mir die zudringliche menndlichkeit des scheinheiligen Predigers zu lästig öirdl Und welcher Unterschied zwischen ihm und w,kw j — Aber er ist ein vornehmer Man», und ich ) fto» ’f* Skuvg gehört, daß solche--doch ich
Kritisches Reich.
Berlin, 26. Aug. Der „Reichsanzeiger" teilt heute die Worte mit, welche der Kaiser bei der Grundsteinlegung für daS Denkmal seines Großvaters in Metz gesprochen hat. Sie lauten authentisch: „Im Namen des Vaters, des SohneS und des heiligen Geistes! Ium Gedächtnis des Begründers der deuffchen Einheit, des Heimgegangenen Kaisers Wilhelm I.! Ich sprach's — Gott wali's!" — Dem Vernehmen nach wird der Kronprinz mit seinen drei älteren Brüdern übermorgen von Caffel nach dem Neuen Palais bei Potsdam zurückkehren. — Die Post hört, über die Rückkehr des Finanzministers Scholz verlaute noch nichts Bestimmtes. Es werde vielfach geglaubt, daß er nicht auf seinen Posten zurückkehren werde. — Aus Straßburg ist bereits ein Gesuch an den Kaiser nach Potsdam betr. die Aufhebung des Paßzwanges und die Gewährung von Jagdscheinen abgegangen. Bezüglich des Paßzwanges ist auf alle Uebelstände, alle Schäden, welche derselbe im Gefolge hat, hingewiesen und die Bitte ausgesprochen, daß, wenn diese Maßregel nicht völlig abgeschofft werden könne, doch wenigstens eine mildere Handhabung derselben eintreten möge; daß die Verweigerung des Paßvisums in Zukunft nur noch eine Ausnahme und nicht, wie dies bis jetzt der Fall war, die Regel bilde, und daß das Paßvisum nur in den Fällen verweigert werde, wo in Wirklichkeit politische Jn- tereffen auf dem Spiele stehen. Die Jogdschein- frage ist in dem Gesuche erst in zweiter Linie behandelt und die Bitte ausgesprochen, daß den Fremden, welche im Reichslande wohnen, dort steuerpflichtig
innige Liebe gestanden, die bei ihrem ersten Anblick schon in ihre Herzen eingezoge». Endlich trat ihnen eine von Beiden geliebte, ehrwürdige Gestalt entgegen, lächelte voll seliger Freude und flüsterte: »DeS Herrn Segen sei mit Euch, meine Kinder!" und wanderte dann langsam weiter, während auch fie ihren Weg durch die in üppiger Sommerpracht strahlende Natur verfolgten.
Bald aber erhob sich unter Donner und Blitzen ein furchtbarer Sturm, der Bäume entwurzelte und die größten Felsstücke in die Tiefe warf. Bleichen Angesichts, von namenlosem Schrecken erfaßt, ver- fuchteu fie zu fliehe», uurben aber vo» bem eiserne» Griff einer Hanb zurückgehalten, und um fich blickend, sahen fie zu ihrem namenlose» Schrecken den Priester Qnaubisch hinter fich stehen. Mit übermenschlicher Kraft riffen fie sich los nnb entflohen; aber halb fühlten fie fich wieber gepackt, nnb eine heisere «rin"»- rief ihnen geHenb zu: .Hahaha! Ich will Eure Lust teilen! Ihr sollt mich mitnehmeu, ich werde Euch folgen!"
Hub fort gings wiederum; jedoch nicht mehr durch bekannte Gegenden, sondern über Höhen und Schluchten, über Felsen und Abgründe, indes fortwährender Donner und Blitz die Schrecken noch erhöhte», »ad fortwährend ber Feinb, ber Beide umklammert hielt, folgte. Endlich, bis zum Tode ermattet, nicht mehr im Staube, weiter zu fliehe», lehnten fie fich an ein FelSstück, hart an einen Abgrund; dies gab »ach unb---hier erwachte Gertrud mit einem Hefen
Seufzer nnb, die Augen aufschlagend, blickte sie in daS zürnende Angesicht ihrer Mutter.
Diese sagte in hefttgem Tone: »War heißt das, Gertrud? Noch nicht aus? ES ist lauge über die gewöhnliche Zeit hinaus! Wie kommt es, daß Du heute so ungewöhnlich lange geschlafen?'
Und mit strengerem Ausdruck in ben gewöhnlich ernste» Züge» entfernte fich Mrs. Wetherby.
Raum eine Viertelstnube später folgte ihr ihre Tochter, die eiliger als sonst ihren einfachen Anzug
„„ .-^»Eingestellten nach einem Jahre entlassen werden soll, so wird doch die durchschnittliche Dienstzeit aller Eingestellten nach der niedrigsten Berechnung 24'/» Monate betragen, wenig geringer als unsere, sich
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lag. Hier arbeitete er im Schweiße seines Angesichts, in angestrengter Thätigkeit, »ach welcher ihn aber fein holbeS, junge8 Weib — es war Gerttnb — in feinem von ben herrlichsten Blumen unb Schling, pflanzen umrankten Hause willkommen hieß.
Unb Gerttnb selbst? — Gertrud sah fich noch einmal in ihren Bergen, an jener Stätte, wo Renmore ihr zuerst, anSgestattet mit allen den Vorzügen, die er besaß, begegnet war. Aber fie standen fich nicht mehr fern, sondern Hand in Hand wanderten fie im I Abeudsonuenglanz weiter, umgeben von ber herrlichen Natur, während fie unter süßem Kosen sich ihre tieft,
Feiertagen. — Ouartal-Abonnements-Preis^bei der Exve- Marburg, • sowie die Annoncen-Bureaux vonHaasenstein*unbBogIet
® Mittwoch, 28. August 1889. M. Jahrgang.
10 Pfg-, Reklamen für bte Zecke 25 Pfg. " r> ! Dauben. Eo in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Haris.