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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt fiir die Kreise Marbnrg nnd Kirchhain.

Jllnstriertes Sonntagsblatt.

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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und für die Zeit wieder die Mitteruachtsstuude. Der Versammlungsort war die Ketzerbach, und dir Form bestand im Absingen finnig zvsammengestellter Lieder an» dem Marburger Gesaugbuche iu folgen­der Ordnung: Lobt Gott ihr Christen allzugleich. Wie soll ich Dich ewpfangeu. Ermuntere Dich wein schwacher Geist. Ei» Kiudelein so löbelich. Allein Gott in der Höh sei Ehr. Sieh, hier bin ich Ehren­könig. Lebt doch unser Herr Gott noch. Wachet auf ruft unS die Stimme. Nvu danket alle Gott. Die Einführung nnsereS jetzige« Gesangbuches in Kirche und Echnle im Jahre 1785 hatte auf diese Feier zunächst keine» Einfluß, man behielt das Marburger Gesangbuch nach wie vor bei, weil man iu dem neuen die alten liebgewordeuen Lieder teils vermißte, teils sie nur in abgeschwächter Forrp fand, bis eine andere Generation avfkam, welche das neue Gesangbuch gegen das Marburger vertauschte, weil ihr das BerstäuduiS über den Wert der Lieder fehlte.

Bis in die westfälische Zeit hinein hatte das Singen in der Christnacht feinen ungestörten Fort­gang gehabt. Da erschien ans einmal im Departe- mentSblatt der Werra vom 18. Dezember 1810 nach­stehende Verfügung des PolizeikommiffarS Bott: ,DaS Singen in der Christnacht, welches sonst auf der Ketzerbach, im vorigen Jahr auf dem lutherischeu Kirchhof um 12 Uhr stattgehabt, wird zur Ver­meidung soustigea UufvgS hiermit von Munizipal- Polizei wegen verboten; auch ist den Schülern nicht eilanbt, weder aus die Christtage »och auf Neujahr tu der Stadt umzufiuge», uud werden deshalb die Polizeidiever hierauf genau invigiliereu. ES wird dieses hiermit zur Nachricht bekauut gemacht, und hat eS sich ein jeder selbst zuzuschreiben, wenn er ans die eine oder die andere Art ertappt und zur gesetzwäbigeu Sttafe gezogen wird.» Trotz des Ver­botes wnrde, wenn auch bei geringerer Beteiligung, die Christmttte dennoch abgehalte» and zwar außer­halb der Stadt auf dem Schlag. Als nach dem Sturze Napoleous im Jahre 1813 Kurfürst Wilhelm i.

dieser Politik sich jetzt erst noch zum allerkleinsten Teile haben geltend machen können, daß sie desto intensiver und nachhaltiger ein treten werden, je mehr die zeitgemäße Anschauung vom Staatsbegriff, von den Pflichten der Gesamtheit gegenüber der großen Maffe der wirtschaftlich Schwächeren, die Träger der Intelligenz und der wirtschaftspolitischen Initiative durchdringt, so sehen wir mit der Hoff­nung in die Zukunft, daß vielleicht der Tag nicht mehr sehr fern sein werde, wo es den Arbeitern wie Schuppen von den Augen fällt, wo sie ihren falschen Freunden den Laufpaß geben, aus dem sozialdemokratischen Taumel erwachen und dahin zurückkehren werden, wo sich ihnen der einzig sichere und naturgemäße Halt bietet, daß sie aus unklaren Schwärmern für ein internationales Wolkenkukuks­heim wieder rechtschaffene deutsche Patrioten, treue Anhänger von Kaiser und Reich werden. Sehr zur Beschleunigung des Gesundungsprozeffe?, nament­lich auch des Wandels in den Ansichten über die durchweg arbeitersreundlichen Gesinnungen der deutschen Industriellen bei den Arbeitern, werden ohne Zweifel auch die bitteren Erfahrungen beitragen, welche die arbeitende Bevölkerung Deutschlands in diesem Jahre mehr als je mit den Arbeitseinstellungen und den Streikhetzern gemacht hat.

Ei« toller Stretch.

Humoristische Erzählung von F. E. Jensen.

(Fottsetzung.)

.Ach! und wer find jene? D» machst mich ganz eifersüchtig.»

,ES ist zuerst der jnnge Pastor von Bierreky, dann Herr Gustav Holm, der nicht zu verachten ist.-

,WaS ist dieser Herr Gustav, der so gefährlich scheint?»

»ES ist ein junger Manu, welcher die Landwirt« schäft studiert. Sett ungefähr drei Jahren hat er uns oft besucht, und ich glaube bestimmt, daß seine Besuche Henriette gölten 1»

.Oder vielleicht Dir, kleine Johanna?»

Deutsches Reich.

Berlin, 8. August. Der Kaiser ernannte den General - Inspekteur des Militär - Erziehungs- und Bildungswesens, General der Infanterie von Strub­berg, anläßlich seines heutigen 50jährigen Dienst- Jubiläums zum Chef des 4. Rheinischen Infanterie- Regiments Nr. 30. Kaiserin Augusta schenkte dem Jubilar das Oelporträl ihres hochsrlißen Gemahls in dir großen Generalsuniform. Zu der Preis­bewerbung für das Nationaldenkmal des hochseligen Kaisers Wilhelm müssen die Entwürfe bekanntlich bis zum 4. September mittags in das Landesaus­stellungsgebäude am Lehrter Bahnhof eingeliefert werden. Die Verteilung der Plätze zur Ausstellung der einzelnen Modelle kann selbstverständlich erst erfolgen, nachdem eine Uebersicht über die Zahl und den Raumumfang sämtlicher Entwürfe gewonnen ist. Bor dem 5. September wird daher an die Auf­stellung nicht herangegangen werden können. Es ist vielleicht nützlich, hierauf aufmerksam zu machen, Da­mit diejenigen Künstler, welche an der Aufstellung ihrer Modelle selbst Teil nehmen wollen, den Zeit­punkt ihres Eintreffens richtig bemessen. Soweit die Einsender an der Aufstellung sich nicht selbst be-

Zu- nsiorr llark. Vor- [928- usen. rpeb- 5365-

Aus Marburgs Vorzeit.

Ne rerum gestarum veritas cadat in obli- vionein, littera seiet memoriam perennare d- H-:

Damit die Wahrheit des Geschehenen .der wahre Sachverhalt) nicht in Vergessenheit gerät, pflegt schriftliche Aufzeichnung das Andenken zu verewigen.

ES find dieses die einleitenden Worte einer a»S len Ende des 13. Jahrhunderts stammenden Harburger Urkunde, welche mir jüugst zu Gesicht kv». Jene Worte erinnerten mich lebhaft an längst Ergangene Zeiten und haben zu nachstehenden Auf- Kichuuuge» die Anregung gegeben.

$06 Singen in der Christnacht auf der Setzerbach nnd das Singen am Vorabend »es 1. Advent- sonutagS auf der Augustenrutze.

ES war feit uralten Zeiten in unserer Pfarr­kirche Gebrauch, am hell. Weihnachtsmorgen einen feierliche» Gottesdienst, Christmette genannt, bei llerzenscheiu abzuhaltev. Diese fromme Sitte wnrde vtch von der Kirche nach der Reformation beibebalte».

Nachdem das feierliche Glockengeläute auf dem Pfarrkirchtnrme verklungen war, tntoniette der Kantor Vit brennender Fackel in der Hand daS allfonntäg- kiche EingangSlied .Komm heiliger Geist.» Nach «eendigung desselben fiel die Orgel ein uud an das «bfingen einiger Weihnachtslieder reihte sich die Fest- dredigt, welche nach Verlesung des Festevaugeltums »urch den Gesang der attdentscheu Weihnachtsstrophe »Ein Kiudelein so löbelich» unterbrochen wurde.

Im Jahre 1776 erschien daS ganz unerwartete «erbot seitens der oberen Kirchenbehörde, welches Ke Abhaltung der Christmette untersagte. Da das Singen der Nachtwächter und der armen Schüler *nf den Straßen noch üblich war, und die Bürger- Aast nicht Lust hatte, die Christmette so leichten «anfeS auszugebeu, fand sieb gar bald ei» Ausweg;

INn wählte einen anderen Ort, eine andere Form

1 a kdnerisch wirken mußten. Wir stehen nicht an, in dieser, doch einzig und allein durch die gezwungene 0/ . Rücksichtnahme auf die Stimmung der deutschen " " : Krbeiterfd)aft bedingten Kongreßtaktik unserer Sozial­demokraten eine direkte Wirkung der sozialen Reform-

»orgetrogenen Zukunftsprogramme sind. Deutschland hat vor den übrigen Kultmstaaten der Welt mit

teiligen, wird diese von der Verwaltung unter Heran­ziehung sachverständiger Personen bewerkstelligt. Un­mittelbar nach der Aufstellung werden die Modelle und Pläne dem Publikum zugänglich sein.

Der Kultusminister hatte zur Ausführung des Gesetzes vom 14. Juni 1888, betreffend die Er­leichterung der Volksschullasten, unter dem 22. Juni 1888 eine Anweisung erlassen, welche seinerzeit inhaltlich wiedergegeben worden ist. In Ergänzung seiner ftüheren Publikation teilt das Augustheft desZentralblattes für die gesamte Unter­richtsverwaltung in Preußen» nunmehr deren Schluß mit, worin ausgeführt wird:Das Gesetz bezweckt, den Druck der Bolksschullasten, insoweit derselbe durch die Aufbringung der Leistungen für die Lehrerbesoldung herbeigeführt wird, in umfassender Weise durch Leistung eines gesetzlich normierten Staatsbeitrages zu dem Diensteinkommen der Lehrer und Lehrerinnen wirksam zu erleichtern. Ensprechend diesem Grundgedanken des Gesetzes liegt es nicht in der Absicht der Staatsregierung, die seither durch den Staatshaushalts - Etat angesetzten Staatsfonds zur Gewährung von Unterstützungen und Zuschüssen für das Bolksschnlwesen herabzusetzen und aus der Erleichterung, welche den Schulunterhaltungkpflich- tigen bei Ausbringung des Diensteinkommens der Lehrer durch die Ausführung des Gesetzes zuteil wird, einen Anlaß zu entnehmen, an den gedachten Fonds zu dem Zwecke der Erzielung eines Gewinnes oder Vorteiles für die Staatskasse Ersparnisse zu machen. Die Fonds der gedachten Etatstitel sollen vielmehr für ihre etatsmäßigen Verwendungszwecke unverkürzt erhalten bleiben. Es liegt auch nicht in der Absicht der Staatsregierung, widerrufliche Staats« beihülfen, welche aus dem vorbezeichneten etatsmäßigen Fonds oder ans anderen staatlichen oder unter Ver­waltung des Staates stehenden Stistungs-, Provin­zial- und Lokalfonds zu den Lehrerbesoldungen bisher gewährt worden sind, allein aus dem Grunde nun­mehr zurückzuziehen ober zu kürzen, daß den be treffenden Schulunterhaltungspflichtigen durch die Ausführung des Gesetzes fortan anderweitig eine entsprechende Erleichterung bei Ausbringung der Lehrerbesoldungen zuteil wird. Denn so ansehnlich auch die Steigerung ist, welche die von dem Staate zur Unterstützung für das Volksschulwesen bereitge­stellten Mittel im Laufe der letzten anderthalb Jahr­zehnte erfahren haben, so ist der Betrag derselben doch nicht ausreichend gewesen, um hülsbedürstigen Schulverbänden bei Aufbringung der Schullasten überall in solchem Umfange wirksam zu Hülfe zu

von feinen Erblonden Besitz genommen hatte, ver. sammelte man sich wieder zu jener Feier ans dem alten Platze auf der oberen Ketzerbach neben dem Bmnnen vor dem Haufe Nr. 33, bis im Jahr 1850 während des Kriegszustandes ein abermaliges Verbot seitens des Militärkommandos erfolgte.

Zur Leitung des Gesanges in der Christnacht ist nie ein Kirchenbeamte herangezogen. Man bedurfte eines solchen auch nicht, da die Bürger durch die Schule und durch den regelmäßigen Kircheubesnch im Choralgesang so geschult waren, daß eS ihnen ein Leichtes war, einen Vorsänger aus ihrer Mitte heraus zu finden.

Der im Jahre 1834 verstorbene Töpfermeister Daniel Schmenner, wohnhaft auf der Ketzerbach, hat dem Vorsängeramte in der Christnacht viele Jahre hintereinander vorgestandeu. Wen» kurz vor dem Schlage der Mitteruachtsstuude die zur Feier Ver­sammelten sich anschickteu, ihre mitgebrachten Fackeln und abgenutzten Reiserbese» anzuzüudeu, und er dieses von seiner Wohnung ans bemerkte, verließ er dieselbe und erschien in Begleitung feines Neffen, der eine Laterne trug, auf dem Platze, trat alsdann in den inzwischen formierten Kreis und sagte die erste Nummer de» zu singende» Liedes an. Sobald nnn der letzte Glockenschlag der Mitteruachtsstuude auf dem Turme zu St. Elisabeth verklungen war, in­tonierte er mit kräftiger Stimme .Lobt Gott ihr Christen allzugleich.» Nach kurzen Unterbrechungen folgte ein Lied auf das andere, bis gegen 1 Uhr die Feier mit .Nun danket alle Gott» ihren Abschluß fand.

In der Christnacht des Jahres 1833 fang Daniel Schmenner zum letztenmal vor. Im Sommer des folgenden JahreS wurde er im Greisenalter zu feinen Vätern versammelt und unter zahlreicher Leicheube- gleitnng auf St. Michael beerdigt. SIS der Sarg in die Gruft gesenkt war, stellten fich eine Anzahl der Leichcubegleiter nm sein Grab und sangen ihm au» Achtung und Freundschaft einige Lieder an» ihren mitgebrachten Gesangbüchern.

kommen, wie es bei voller Berücksichtigung der indi­viduellen Bedürftigkeit derselben wünschenswert ge­wesen wäre. ES ist vielmehr, um die Entwickelung des Volksschulwesens in Preußen auf der Höhe der Anforderungen der Gegenwart zu halten, seither unvermeidlich gewesen, die Leistungskräfte der Schul­unterhaltungspflichtigen in vielen Fällen, obwohl in solchen nach dem Maße der verfügbaren Mittel Staatsbeihülfe zu den Lehrerbefoldungen gewährt worden, doch bis zu einem an die Grenze» der nachhaltigen Leistungsfähigkeit hinanreichenden Grade in Anspruch zu nehmen. In Fällen der vorstehend gekennzeichneten Art ist deshalb den betreffenden Schulverbänden die zur Lehrerbesoldung seither ge­währte Staatsbeihülfe auch noch fernerhin in dem Maße und so lange zu belassen, als dieselben, trotz der Erleichterung, welche ihnen durch den nach dem Gesetze zu leistenden Staatsbeitrag zuteil wird, bei wohlwollender Prüfung und billiger Beurteilung des MaßeS ihrer individuellen Leistungsfähigkeit doch noch einer welterreichenden Entlastung bei Auf­bringung deS Lehrerdiensteinkommens wohl bedürftig erscheinen. Nach diesen allgemeinen leitenden Ge­sichtspunkten hat die königliche Regierung baldigst eine sorgfältige Revision aller seither zu den Lehrer­besoldungen widerruflich gewährten Staatsbeihülfe» zu bewirken, bei Prüfung der individuellen Leistungs­fähigkeit jedes Schulverbandes mit wohlwollender Rücksichtnahme auf billige Schonung der LeistungS- kräfte der Verpflichteten zu verfahren und danach zu bemessen, welcher Betrag an den vorgedachten StaatS- beihülfen in Rücksicht auf daS Maß der jedem ein­zelnen Schulverbande infolge beS Inkrafttretens deS neuen Gesetzes vom 1. Oktober d. Js. anderwett zuteil werdenden Erleichterung von diesem Zeitpunkte ab behufs weiterer Entlastung noch ferner zu ge­währen, oder wegen Mangels des Bedürfnisses wei­terer Unterstützung zurückzuziehen bezw. zu kürzen fein wird."

Potsdam, 8. August. Beide Kaiserinnen find heute Morgen hierher zurückgekehrt,

Wörth, 6. Aug. Ueber die heutige Feier der Enthüllung des den am 6. August 1870 gefallenen Bayern Hierselbst errichteten Denkmals wird dem St.-A. f. W." berichtet: Die Feier der Enthüllung beS Bayern - Denkmals ist beim herrlichsten Wetter aufs schönste verlaufen. Die Gehöfte des Städtchens prangten im Schmuck grüner Gewinde und von deutschen Wappen und Fahnen. Eine prächtige Ehrenpforte schaute den Bayern entgegen, welche von Sulz her zum Feste zogen. Die nach Bayern ge-

DaS Singe» am Vorabende de» 1. Advents»»», tag» ist ueaeren Ursprungs und datiert ans dem Jahre 1829. Die Gründer desselben waren gefange». kundige und gefangeBlnftige Knaben der bereinigten Bürgerschule, welche au» der KonfesfionSschule zu St. Elisabeth hervorgegaugen waren, in der der Choralgesaug fich einer besonderen Pflege zu erfreuen gehabt hatte. Die Kantoren an der St. Elisabeth- kirche haben diesem AdventSgesange jederzett fern ge­standen, sich um denselben weder bekümmert noch ihn . geleitet. In den ersten Jahren verflieg man fich beim Singe» bis über die »»terste WeiubergSgaffe nicht hinaus, später aber, bi» zum Verbote seitens de» Militärkommandos im Jahre 1850, erschallten die Adventslieder von der Sugusteuruhe herab.

Schließlich sei »och bemertt, daß zu derselbe» Zeit, in welcher die Weihnachtsfeier ans der Ketzer­bach stattfand, von der Zinne deS Schloßturmes herab nach drei Sette» der Stadt hi» vom Türmer und feinen Gehülse» die Melodieen der Weihnachts­lieder geblasen wurde». Anch dieser Gebrauch ist incht mehr, ebenso hat auch das Singen der Nacht­wächter aus de» Straften längst schon aufgehört.

W. Bücking.

rochzuweisen, namenttich solange unsere tonangebenden »reife unter dem Bann des Manchesterdogmas standen, hatten die Aufwiegler und Hetzer verhältnis-

für ?erm. 13. berstc ckt zu 1 der jeder- tubai 4837

am Kirche Par- ; Ge-

Mjg leichtes Spiel. In zunehmendem Grade erschwert wurde ihnen dasselbe erst nach Beschrettung des Weges der sozialen Resormgesetzgebung. Je 1 etiler dieselbe voranschritt, je mehr der Ernst, womit sie der Lösung ihrer hohen Aufgabe näher £iett m kommen trachtete, sich allseitig Anerkennung erzwang, desto erbitterter gestaltete sich der Feldzug, welchen der sozialdemokratische Generalstab gegen die * im schönsten Sinne des Wortes arbeiterfreundliche

Eozialpolitrk des Staates führte. Noch ganz zuletzt, «if den in Paris abgehaltenen internationalen zievolutionskongressen, haben wir gesehen, weß Geistes Sind die von den Feinden aller bestehenden Ordnung

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Erscheint täglich außer an Werltagen nach Sonn« und 4|lt Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes

Feiertagen. Quartal-Abonnements.Preis bei der Expe« NVWWVWVÄi sowie die Annoncen«Bureaux von Haasenstein und Vogler

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Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zelle ©ÜttttabCtlb. 10. AUllUft 1889. Masse in Frankfurt a. M-, Berlin, München u. Köln; G. L- AAiV' -x)UyrgaNg<

10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg- r u ' Daube». Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris-

Systematische Hintergehung und Ans untzung -er Arbeiter

P von allem Anbeginn das Trachten der sozial- wnokratischeu Volksverhetzer gewesen, und wird es bleiben, so lange diese Leute noch gläubige Anhänger roter der werkthätigen Bevölkerung unseres Vater- lwdes finden. Es ist ja nicht immer ganz leicht rod einfach, die Spuren dieser mit Vorliebe auf Kummen Pfaden einherwandelnden Sippschaft

Qiii einer Sozialreform einen ungeheuren Vorsprung QlII Yvonnen. Schon jetzt sind die deutschen Arbeiter ei weitem weniger zu gewaltsamen Experimenten geneigt, als beispielsweise die französischen .Genossen", teil ersteren doch immerhin so viel klar geworden und i st, daß sie jetzt, bei blindem Loswülen gegen das bestehende, wertvolle Güter gefährden, ohne Sicher­heit ihrer späteren Ersetzung. So konnte eS ge­schehen, daß die Herren Bebel, Liebknecht und andere deutsche Kongreßteilnehmer, gewiß sehr wider Willen, 1504 «ehr in warnendem als in anfeuerndem Sinne

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'"1?' Uolitil zu erkennen, welche unter den Auspizien der 22T ] kaiserbotschaft vom 17. November 1881 vom »14 Reichskanzler Fürsten Bismarck unter Verständnis llIL doller, selbstverleugnender Mitwirkung der deutschen Industriellen sowie der nationalgesinnten Elemente

1 » den Parlamenten ins Leben getreten ist. Und

ffir J lernt wir erwägen, daß die wohllhätigen Wirkungen und _ .. ...