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Illustriertes Sonntagsblatt-
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1 »»endlicher Wehmut wieder vor Ange» führte. Denke Dir, Doris, ich hab« Moritz Rederu wieder« sehr». Höre wie daS kam:
Herz vou allgemeiner Teilnahme erfüllt, sowohl für die glänzende» Siege, die unsere deutschen Truppen chon iu den ersten Treffen erfochten, al» .auch für die vielen Opfer, die jene blutigen Kämpfe gefordert. Doch hatte ich, wie Du weißt, für keinen Einzelnen besondere Sorge zu tragen — mein Gatte war j-der Militärpflicht enthoben, er war seiner Zeit frei ge, worden und auch jetzt konnte ihn bei den stärksten Aushebungen das Los nicht mehr treff'», Verwandte waren von »nS nicht bei der Armee und er, der einzige, der wir einst nahe gestanden — Moritz Redero hatte, wie ich einmal zufällig gehört, den Dienst quittiert und sich bei einem lukrativen iu» dnstrielleu Unternehmen beteiligt.
Ja der erstell Zeit allgemeiner Bewegung und Aufregung wurde mir der einsame Aufenthalt recht chwer und daS Verlangen nach einem mündliche» Gedankenaustausch, nach einem Verkehr mit Menschen oft so dringend, daß ich mehrmals des TageS mein tilleS Asyl verließ und iu daS nächste größere Dorf wanderte, nm dort selbst Briefe Zestuvgen und die neueste» Depesche» iu Emfaug und Augen« chein zu nehmen.
EineS Morgens, als ich wieder dem Dorfe zu» chritt, fand ich dasselbe iu lebhafter Bewegung; die Straßen waren mit Meuscheu angefüllt, da und >ort hatten sich Groppe» vo» Männer» gebildet, die ch in laute» erregten Worten besprachen; aus den HavSthüren lugteu Frauen mit ängstlichen G sichterv, ludere Kürzten wehklagend and händeringend dnrch die Gaffen. Ich beschleunigte meine Schritte »nd auf einige mir wohl bekannte Leute zueilend, rief ich i jue« fragend entgegen, was geschehen sei?
Rasch drängten sich die Weiber an mich heran. »Jetzt kommen sie', jammerte die eine und rille andere. »Ja, Eirquartirung giebtS, bis morgen sind ste da», rief eiue dritte, meiner muß auch fort, o Gott, wo» soll aus mir uud de» Kindern werden!'
So weirtte» vud schrie» fie durcheinander.
(Fortsetzung folgt.)
ich in deren Nähe »iiderlaffeu uud ihr eigenes Be- rtzthum veikansen, sobald fich eine günstige Gelegenheit bieten würde.
Bis dahin stand es nnS frei, das Hans zu be- wohne», und Du begreifst, daß wir nicht lauge zögerten, von dieser Güte Gebrauch zn wachen.
ES war ein klarer, sonniger Maieutag, an dem wir die Stadt verließen und der Eilzug uns dnrch >aS grünende, blühende Laub trug — ein Tag, a» -em daS Herz weit wird iu der Brust und die Seh», ucht uns io die freie, herrliche GottkSnatnr hinauS- tretbt. Wie vergnügt waren wir in der Voraussicht eines langen LaudaufeuthalteS, ei» Genaß, der mir nicht mehr zu Teil geworden seit meinem letzten nn- l>ergkßlicheu Besuch in Bergstein, wo wir zusammen >i- h-rrlrchen Waldungen durchstreiften nnb Deine Asch- Stimme um die Wette mit den Vögrlein ihre Lieder in die Luft schmetterte!
Bald waren wir in daS Thal eingefahren, in welchem daS Landhaus liegt und mit wahrem Entzücke» atmete» wir de« würzigen Duft deS Nadelholzes, mit dem die Hügel dort bewaldet und das Hans dicht und schattig umgrenzt ist. Otto installierte uns in der sehr bequem auSgestatteteu Wohnung, die durch eine alte Dienerin schon zu nusere« Empfang her- gerichtet war und fuhr »och an demselben Abend Wetter, um auch unfein kleinen Liebling hetmzuholen. ben er schon am nächsten Tage in meine Arme, an mein jnbelnbeS Herz legte.
Nun folgte eine Reihe froher Tage nnb Woche», d-reu Ruhe so recht zu unserer gemeinsamen Erholnug beitrug urb burch uichtS in ihrem wohlthueub ein" örmigen Fortschreiten unterbrochen würbe, bis bei Jnli herangezoge» kam nnb mit ihm bte schweren Wolk.u, die so rasch uab plötzlich ben politischen Horizont uwdüsterteo.
Da war benn mH einem Schlage nach unser länblicher Friebe und die erquickende Sttlle gestört und all unser Denkeu und Sinne» den überwälttgen«' ben Weltereigniffe» zngeweudet. Dabei war mein
Du erinnerst Dich der schweren Krankheit, die Mivnie zu Anfang dieses Jahres zu bestehen hatte, und wie ich Dir damals mit jubelndem Herzen vou hr wunderbaren R.ttung berichtete.
Die Krankheit war allerdings glücklich überstanden allein lauge noch hotte dos arme Kind an de» heimtückischen Folge» derselben zu letten und die Genesung chrilt so langsam vorwärts, daß wir beinahe Der« weiselten, sie je wieder so kräftig und blühend zu eben, wie ehedem. Auch Hilda hatte nicht tu das tofickte Haus zurückgebracht werden dürfe» nnb bte Sehnsucht nach dem kleinen Liebling würbe schließlich so mächtig in mir, baß fie anfing auch meine 'Bangen zu bleichen und langsam a» meiner Gesuud- heit zu nagen.
Da sah fich nnser Hausarzt veranlaßt ein Machtwort zu sprechen, inbew er erklärte, baß eine Luftveränderung für uns dringend notwendig sei, und wir so rasch als möglich nnS anfS Land in eine belebende waldige Gegend begeben müßten, wo allein nufere Nerven fich stärken und die gesunkenen Kräfte ich bald wieder heben würden. Dort stand auch einer Wiedervereinigung mit Hilda nichts mehr entgegen, uub ich brauche Dir nicht zu sage», mit welch lebhafter Freude ich diesem Plaue zustimmte uud mit welcher Energie ich sofort zur Ausführung deS- eiben schritt.
Die Wahl beS OrteS nm machte uns einige Schwierigkeiten. Er sollte nicht all zn fern gelegen ein — Ottos wegen, der fürs Erste burch seinen Beruf uoch au bte Stabt gebunbku, uns aber souu. täglich aussuchen wollte, bis die UniversitätSferien auch ihm gestatteten ben Laubaufenthalt mit aus zu teilen.
Auch in diesem Punkte wurden wir bald aller Sorge durch bas liebeuSwürbige Anerbieten einer Taute Ottos enthoben, welche unwett von hier in gesunder herrlicher Lage ein kleines Landhaus besitzt, daS fie uns für deu Sommer anbot. Die alte Dame jette ihre einzige Tochter unlängst verheiratet, wollte
schon wieder ihre Züge ausgenommen. Im südlichen Teil des Gebietes sind allerdings die Aufständischen noch obenauf und denken nicht an Unterwerfung. Pulver und Blei werden also auch hier das letzte Wort zu sprechen haben. Bon dem seit sieben Monaten vermißten Kamerun - Reistnden Dr. Zinsgra : ift endlich wieder Nachricht eingegangen. Der kühne Forscher ist bis tief in das Innere von Zentral- asrika vorgedrungen und hat ganz unbekannte Länder durchkreuzt. Peinlichen Eindruck machte die Meldung, daß die deutsche Kolonialgesellschaft für Südwest. afrika ihr Lüderitzland an einen englischen Kapita- liften verkaufen wolle. Hinterher wurde aber die Mitteilung für unrichtig erklärt.
Tie französische Regierung arbeitet gegenwärtig mit Hochdruck, um den Boulangismus niederzuzwingen, der eine Probe auf die allgemeinen Neuwahlen machen will. Boulanger hat auf die wieder ihn erhobene Anklageakte durch wütende Schimpfereien geantwortet und die Blätter aller Parteien krakehlen kräftig mit. Bei der Gelegenheit kommt dann eine unsaubere Geschichte nach der anderen zum Borschein, aber die Franzosen sind durch die Skandale der letzten Jahre schon so abgestumpft, daß sie darauf nicht mehr viel geben. So viel steht fest, daß so ziemlich in allen Ministerieen eine ganz gehörige Lotter-Wirtschaft getrieben ist. Boulanger hat sich bei den am kommenden Sonntag stattfindenden Generalratswahlen in 80 Bezirken, trotzdem er gar nicht wählbar ist, als Kandidat aufstellen lasten. Die Regierungsbehörden wenden jedes erlaubte und nicht erlaubte Mittel an, die boulangistische Agitation zu verhindern, nicht einmal bas Briefgeheimnis wird mehr respektiert, aber Boulangers Leuten gelingt es doch, das Land mit hnnderttausenden von Flugblättern zu überschwemmen. Woher die unerschöpflichen Mittel des Generals komme», ist heute noch ein Rätsel. Wie tief der Boulangismus schon die Beamtenwelt ergriffen hatte, zeigen die maflenhaften Entlastungen bis hinaus in die höchsten Posten. Daß Boulanger bei den Wahlen einen namhaften Erfolg davonträgt ist nicht ausgeschloffen. Aber die Republikaner haben auch für diesen äußersten Fall ein Rezept bereit, das da lautet: Flintenschüffe.
In England bereitet man sich vor allem auf den Besuch des deutschen Kaisers vor. Für Parade und Flottenschau werben die umfassendsten Vorkehrungen getroffen, man will bei dieser Gelegenheit wirklich einmal groß dastehen und da werden denn Millionen nicht gescheut. Kostet doch allein die Flottenschau, zu welcher mehr als hundert Kriegs
schiffe herangeführt werden, an die zwanzig Millionen Mark. Der Schah von Persien fährt immer noch munter im Lande umher. Se. persische Majestät wird ein recht teurer Gast. Nun, die Engländer werden das Geld schon bei ben nächsten Handelsgeschäften nach Persien wieder herauszuschlagen suchen. In Egypten haben zwischen ben Engländern und Sudanderwischen bisher nur unbedeutende Scharmützel ftattgefunben, der Entscheidungskampf wirb Enbe b. M. erwartet.
Ein lebhafter Streit tobte zwischen ber italienischen Regierungspreffe und den Blättern des Vatikans über die Frage, ob der Papst Rom verlassen werde, und die Folgen einer möglichen Abreise. Von Interesse ist, daß die Regierungsorgane hervorgehoben haben, daß die Bündniffe Italiens mit fremden Mächten selbst für den Fall bestehen, daß irgend em europäischer Staat versuchen sollte, mit Gewalt den Kirchenstaat wiederherzustellen. Es wird übrigens so gut wie gar nicht geglaubt, daß der Papst wirklich Rom verlassen wird. — Exkönig Milan von Serbien ist zu mehrwöchentlichem Besuche wieder in Belgrad eingetroffen und hat sich selbst mit seinem früheren heftigsten Feinde, dem Metropoliten Michael, wieder versöhnt. Der König hat laut ausgesprochen, daß er nicht daran denke, die Regierung wieder zu übernehmen, er wolle nur die Erziehung seines Sohnes kontrollieren. Der arme Alexander meinte bet der Begrüßung seines Vaters bitterlich; er hat feit Antritt feiner Regierung wohl schon hinreichend gemerkt, wie schwer eine Königskrone auf einem jungen Kopse drückt.
Marburg,
Sonntag, 28. Juli 1889.
. aber es genügt auch schon, wenn er seine jetzige Friedensliebe bewahrt. Uebrigens sagt man nicht mit Unrecht, daß Alexander III. aus Kaiser Wilhelm II. s.hr große Stücke hält, und das fällt ins Gewicht, denn die Zahl ber Personen, bie sich einer freund schastlichen Zuneigung des Zaren rühmen können, ist ganz verschwindend klein. Die phantasievollen Leute, welche das russisch-französische Bündnis schon in nächster Nähe und den „nächsten Krieg“ bereits vor Augen sahen, werden sich also wohl noch ein ganzes Weilchen gedulden müssen. Hereinzukommen ist in einen allgemeinen Krieg leicht, heraus aber unendlich schwer.
Tie Redereien über Friktionen zwischen dem Fürsten Bismarck und dem Grafen Waldersee sind momentan wieder ganz verstummt und hoffentlich tauchen sie nicht wieder auf. In ein besseres Licht stellen wir uns vor dem Auslande damit nicht, wo man ja so gern eine kleine Schwäche im deutschen Reiche entdecken möchte, über die man mit langen und kurzen Artikeln herziehen kann. Dagegen hat der Streit mit der Schweiz einen vielfach nicht erwarteten Schritt nach vorwärts gemacht. Die Reichsregierung hat den deutsch - schweizerischen Riedeelaffungsvertrag gekündigt, da eine Ueberein- stimmung in der Auslegung der Vertragsbestimmungen nicht zu erzielen war. Im Sommer 1890 läuft ber Vertrag ab. Ob ein vertragsloser Zustand eintnten oder ob es gelingen wird, eine neue Vereinbarung zu treffen, läßt sich heute noch nicht sagen. Daß eine Wiederherstellung vertragsmäßiger Bestimmungen im Interesse beider Länder liegt, ist zweifellos. — Einige Ruhe ist augenblicklich in ber Streikbewegung ein getreten, auch die großen Berliner Arbeitsausstände sind saft sämtlich erloschen. — Der in Paris abgehaltene Sozialistenkongreß hat recht wenig Beachtung, trotz der schönen Reklame, die 'ür ihn gemacht wurde, gefunden. Am meisten hat man sich noch in Deutschland um den Inhalt der Verhandlungen bekümmert, in anderen Ländern ist der ganze Kongreß einfach totgeschwiegen. Die Pariser Blätter, soweit sie das „Arbeiter-Parlament“ überhaupt erwähnten, haben es einfach lächerlich gemacht und schlechte Witze über seine Beschlüsse gerissen , was aber den Gemeinderat der Seinestadt nicht hinderte, den Herren Arbeiter-Delegierten eine Champagnersöte auf Stadtkosten zu geben.
Von unseren Kolonieen wurde wieder viel ge= prochen. In Ostafrika befestigt sich die Ruhe in dem von ber Wißmanu - Truppe besetzten Teil bes Schutzgebietes mehr unb mehr, Karawanen haben
Deutsches Deich.
Berlin, 26. Juli. Zur Kaiserreise wirb ans Bergen, 25. Juli, telegraphisch gemelbet: Heute rüh 7 Uhr traf ber letzte Kourier von Berlin ein. Der Kaiser arbeitete infolgedessen den vormittag an Bord, nahm nach dem zweiten Frühstück Vorträge entgegen und begab sich am späten nachmittag an Land, wo Se. Majestät zu Fuß bie alten Befestigungen besuchte und bann eine längere Spazierfahrt burch die Stadt und in die Umgegend unternahm. Se. Majestät nahm ben Thee in ber eine Stunde vor der Stadt gelegenen Villa des deutschen Konsuls Mohr ein, besichtigte in ber Nähe eine uralte Kapelle und kehrte durch die Villen-Vorstadt nach Bergen und an Bord zurück. Um 10 Uhr lichtete die „Hohenzollern“ unter andauerndem Hurrarufen der in zahlreichen Booten sie geleitenden Einwohner Bergens den Anker und trat unter weithin flattern-
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Vochenscha«.
So wird der kommende Monat aller Wahrscheinlichkeit rach drei Monarchen - Zusammenkünfte sehen: zuerst die Begrüßung der Königin Viktoria von England durch unseren Kaiser, der zu Ende dieser Woche von seiner glücklich verlaufenen Nord- landsfahrt zurückkehrt und nach kurzem Aufenthalt in Wilhelmshaven sich nach Osborne, dem Lieblings-
s! Bestellungen für die Monate Auguf und September nehmen auf die Oberheffifche Zeit««, nebst
Kreisbiatt
Ar die Kreise Marburg ««- Kirchhain und
IiinSriertes Jouutagsblatt sämtliche Postanstalten, unsere Agentur in Kirchhain, sowie für hiesige Stadt unsere Expedition entgegen.
Die Exped. der Oberh. Zeitung.
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MchmMche Beilagen: Kreis «Blatt für itc Kreise Marburg mti Kirchhain.
Expedition Marit 21. — Redaktion, Druck und »erlag vo» Joh. A»g. Koch.
Lchkeitsbesuch erfolgen wird in naher Zeit, wird nirgends mehr bestritten. Es scheint richtig zu fein, daß in der russischen Hauptstadt von der deutschfeindlichen Clique ganz erhebliche Anstrengungen Macht worden sind, Alexander III. von der Erwiderung des Besuches des deutschen Kaisers in Petersburg abzuhalten. Das klingt freilich un- zlaublich fast, da es sich um eine selbstverständliche Höflichkeit handelte, aber dem kaiserlichen Einsiedler ton Gatschina sind ja öfter allerlei Schwindeleien vrgemacht worden. Wir erinnern nur an die ßälschung der diplomatischen Aktenstücke, die Kaiser llexander so lange für echt hielt, bis ihm der eutsche Reichskanzler bei einer Unterredung unter hier Augen, in welcher sehr deutlich, um uns so wszudrücken, gesprochen wurde, reinen Wein ein-
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solider schenkte. Ein warmer Freund Deutschlands wird
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiettagen. — Ouartal-Abonnements-Preis bei der Expedition 2'/* Mk-, bei den Postämtern 2 21k. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld) Jnsertionsgebübr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
^Nachdruck verboten./
Vernunft und Liebe.
AuS dem Briefwechsel zweier jungen Frauen, fcn Marie v. Zobel und A. I. Groß v. Trockau.
(Fortsetzung.)
Brief 14.
Elma an Doris.
H . . ., am 6 November 1870.
Was hast Du neuerdings gelitten nnb durchlebt, eit ich von Dir gehört habe, meine liebe Freundin. Beleb eine schicksalsschwere Zeit liegt hinter Dir, •ber wie banke ich beuuoch bem Himmel, daß er Dir ein Wiedersehen geschenkt unb Deine» Gatte» in hre», in Friebe» unb Versöhnung vo» Dir hat Heide» lassen. Möchten bie ThrSne», bie Du am ;inen Grabeshügel geweint, bte letzte» schmerzliche» «eines Lebens gewesen fein, möchtest Du ben Frieden raten vollkommenen werben lasse», indem D» Dein
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein unb Voglern Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg ».Wien: Rudolf YYIV CVrtfirArrtm Masse tnFrankfurt a. M., Berlin,München u. «öln;®. L.
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
'herz nicht länger der rührenden Teilnahme verfließest bem Tröster, ber nur eines Winkes harrt v» Dir baS verlorene Glück tauseubfach zu ersitze»! kicher bahnt iS fich feinen Weg in unsere Seele, tos neue Glück, nnb hat uns schon mit feinen goldenen »oben umsponnen, während wir nnS noch fest unb tolösbar an ben alten Schmerz gebuaben wähnen. Ich weiß es aus eigener Erfahrung, teure Doris A weiß, baß eS ein Vergessen giebt, unb gestehe Dir offen, daß jene Zett, bie wir einst bie seligste •»b zugleich nnübermtnbbar kummervollste meines «benS dünkte, unter bem beglfidenben Ettfluß ••einer jetzigen Verhältnisse fast gänzlich meiner Er- ttnerung entwiche» war. Ja, Doris, ber stille Friebe» ••einer Häuslichkeit, bte verehrende Liebe zu meinem «atten, baS Gedeihen unb Aufblühen nuferer reizenben .. *tnber hatte mich bie Beraangenheit vergesse» lasse», bis ।103 •• seltener Zufall mir dieselbe im Laufe bieses Sommers
Besuch des Kaisers Franz Joses von Oesterreich in Berlin unb endlich die Visite des Zaren in Deutschland. Die Meinungen gehen darüber noch etwas auseinander, ob Kaiser Alexander nach Berlin lammen ober ob die Begrüßung in einem Ostsee Hasen stattfinden wird, aber daß der schuldige Hös-
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