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MLcheMiche Beilagen: Kreis-Blatt für big Kreise Marburg vlld Kirchhain. - Illustriertes Sonntaasblatt
______________________________________________ Expedition Marrs äi. - Redairiou, Druck uud »erlag von Joh. Li-q. Loch. y*
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-er deutsch-schwri!krische Nieder-
1 nun doch Derrn v. Br
Bülow, gekündigt worden und erlischt mit
lassttvgsvertrag
von dem deutschen Gesandten in Bern,
einlassen. Hingegen hat sie bestimmt eine strenge Ueberwachung aller revolutionären Agitation zuge- grsagt und zu diesem Zweck einen eidgenösslschen
Deutschen, der sich in der Schweiz niederlassen will, ein Leumundszeugnis fordern. Die Erfüllung dieses Anspruches hat bekanntlich die Schweiz bestimmt obgelehnt und will auch in Zukunft sich nicht darauf
Bestellungen für die Monate Auglt : rad September nehmen auf die vterhesfische Zeituug nebst
Erscheint tätlich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expedition 2st.M., bei den Postämtern 2 Ak. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg
Wk Sir Kreise Marburg ««- Kirchhain und
-llnstriertrs Sonntagsblatt mmtliche Postanstalten, unsere Agentur in Kirchhain, sowie für hiesige Stadt untre Expedition entgegen.
Die Expcd. der Oberh. Zeitung.
SÖtlWblWÜ. S.™“ entgegen die Expedition d. BlatteS, '
Wsowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler
Sonnabend, 27. Juli 1889. Moste in Frankfurt a. M., Bttlw.^München m'«öln^G °L ^ahrgUNg. ________ — Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
toeilactente Handklsdeibindungen. Es wirb nun I kannllich ist bie Schweiz ein recht flottes AbioUoeNiei D?n °.?en Süben Reisenden gewiß mit
die Entschließung der Reichsregierung abzuwarten sein, für die deutsche Industrie. Die Eidaenoss^nickake ^rußt werden würde. Was den Weg
Ueber den Zwist betr. die Auslegung des Nieder-1 hat von den internationalen Sari 'litten und I a ^Cto toc ^en ^cr neue Blitzzug zu leiten
lasiungsvertrages ist der Fall Wohlgemuth ganz m I keinen Vorteil, sondern nur sortwäb!ende Rellittmnnnen I £' f° 'n ?“ München und den Brenner
Vergessenheit geraten. Nachdem sogar die „Nordd.!gehabt Es sind da ia herftfiiphe«» ® schon allein deshalb die geeignetste, weil sie die Allg.' Zeit." konstatiert, daß Wohlgemuth garz l Geschichten voraekornmen I ^efte ift Die Entfernung von Berlin nach Rom
außerordentlich ungeschickt gehandelt hat, kann man kräftigem Auftreten und rechtzeitigem Einareifen der "h” ?etl™ 1692km Qe9en 1927km
die Sache auch auf sich beruhen lasten. Was nun I ®Leher ®XTeu ®ott^b' ®ie *ur 3"t bestehenden
den Niederlastungsvertrag anbetrifft, so verlangt Macht der Bundesrat seine Versvreckunoen fnrtnn ^ncö^n Zugverbindungen zwischen Berlin und
Deutschland bekanntlich im Interesse der besseren wahr, so wird aucb diele Rom über den Brenner beanspruchen eine Zeit von
Ueberwachung der sozialist.schen Bestrebungen in feer I überL'unL® 1'“2 ^.^>41 Stunden 40 Min. bezw. 42 Stunden 22 Mm.,
Schweiz, der Bundesrat in Bern solle von jedem
überwundene« Di» \ 3 "“ P1 ölunutn uacm. oezw. 42 (stunöcn 22 Mm.,
zurückdenkt ® ' b'e während die Fahrtzeit der Schnellzüge über den Gott-
„I Hard mindestens 48 bezw. 50 Stunden beträgt.
I Der Weg über den Brenner erscheint uns daher für
Berlin « « r. , . den neuen Blitzzug als der natürliche und allein in
.. 25; Juli. Nächsten Sonnabend wird Frage kommende — Der Besuch der vreuüiicken
Monarch be8 Kaisers abschließen und der Lehrerbilduugs Anstalten betrug, wie die .Boss. Ztg."
eintreffen 9'nünnkn Sa9e in Wilhelmshaven nach der amtlichen Statistik anführt, am Ende des b.s zum Msttm°ch°b!f chr^^ L^e Vorjahres 8507 Seminaristen. In den königlichen
Staatsanwalt, in destcn Hände alle Fäden der l woch srüh^ tritt^der Kaiser ^n^^Rord^der roaren 1991 Schüler vor-
Fremdenpolizei zusammenlausen sollen, eingesetzt. „Hohenzolleru" die Reise nach Enaland ? ""ch Ü^ßere, aber nicht genau
Wie dieser neue Apparat funktioniert und welche! beiden deutschen Kriea«aesckwader ^rmnrte» ’ h» I ^usibllende Zahl von Präparanden in anderen Erfolge er erzielt, wird sich bald zeigen. Die Kaiser in der SlnßetiinfehJ kenHuI® obcr privatim sich auf den Seminarbesuch
Schweiz gehört zu denjenigen europäischen Staaten, ! Hohenzollern" an. Während der ^Anwesenheit des I .ti°rr6erefi.t^t ^atl ^uf die einzelnen Provinzen ver- welche die alleifreiste und weitgehendste Verfassung! Kaisers in Wilbelmsbaven ßnften siv» » j^te" Ienc 8507 Seminaristen sehr ungleich. h-b-N. Es ist ,bi, -Nch mchf , b«s “»*«*« 607,
sich daraus oft ein Funktionieren der Beamtenwelt werden alle Reaierunasaesckäfte"dort erfehint rmtt ®erItn 922< Pvmmern 500, Posen
crgiebt, welches nicht immer exakt genannt werden! Bismarck wird die Reise mitmacken mHnGr5eri»»-r ^^sten 1337, Sachsen 724, Schleswig- kann. Der Ortsvorsteher handelt auf eigene Faust,fauch Graf Waldersee __ Rei^ der $98/ Hannover 773, Westfalen 508, Hesten-
und daraus ergeben sich dann Zwischenfälle, wie ber j Sdftmien fand nm Dnnners^ j» L m , Nastau 497, Rheinland 1120. Berechnet man das g-ll Wohlgemuth. Mb.- bkf. Seife iB«. w!>L n ° d» ^«,-l S-mm-,iste» z« Be°ö,kenm«sz.h,,
waltung haben sich schweizer Blätter selbst mit traute Kaiser Fredrichs geladen war f° Westpreußen Hannover, Schleswig-Holstein rühmenswerter Offenheit geäußert und es braucht Ter in der Presstneu7rdinas^^lernr^I'btc meiflen- dagegen Westfalen, Rhein- also auch darüber nicht weiter gestritten zu werden, [der Einrichtung eines Blibruaes sRerGn-«™» n|^n^.un^' Oranienburg mit Berlin die wenigsten
Die Kündigung des Niederlassungsvertrages und I laßt die Norddeutscke^ ^Allnemei»- o fCrQ1//! Seminaristen. Durchschnittlich kommt gegenwärtig eme Nichterneuerung desselben kann Lr die Teutschen ^d-n 0(aen"ben ben 'Tllnn 8e‘tun9 Ln. Preußen auf 3400 Einwohner 1 Seminarist,
in der Schweiz und die Schweizer in Deutschland Lgen- D? LwendiL^ dner tt ^mer- Dieses Verhältnis hat sich ,m Laufe der Jahre belästige Folgen haben. Mit dem Vertrage schwinden bahnverbindung zwischen^ d n be.de^ ^nn.sÄ?' beut=nb 9eänbert- 3m Jahre 1846 kam 1 Semi- auch die Rechtsansprüche auf einen Aufenthalt der dürfte wohl kaum bettritten werbe» P ®h°nfi auf 7113, 1870 auf 5149, 1876 auf 3826 Angehörigen der Schweiz in Deutschland und Deutsch- zahlreichen kommerziellen und oeiftinpn ®'e “nb auf 3400 Einwohner, ober nach der Zahl lands in der Schweiz? und wird eine allgemeine welch zwstch?n UuOckland ? ®^uIt,nber berechnet, 1846 auf 1073, 1855
Ausweisung verfügt, so läßt sich dagegen nicht das & M bem H ?°7' 1861 auf 816’ 1864 “f 782< 1879
Geringste machen. Es kann aber wohl als sicher beide Staaten verknüpft sick> Elches auf 750, 1886 auf 569 Schulkinder. Diese Be
vorausgesetzt werden, daß es soweit denn doch nicht weitern lasten es al§ brinnmh V w? amt^ er’ rechnungsweise ist indessen nicht ohne weiteres maß- kommen wird, selbst wenn eine Erneuerung dis £ Ä® b J“1 -b“ Fortschritt in der Lehrerbildung.
Vertrages ausbleiben sollte. Die Deutschen in der Hauptstädte aueb in »rtlirhpr n b^eu Während früher einzelne Seminarkurse in 6 Wochen, Schweiz und die Schweizer in Deutschland haben Lr aEtÄrden «±l6.SKonQten bezw. 1 Jahre beendet waren, d.e ge-'
ich ruhig den bestehenden Gesetzen gefügt, und es daß der Reiseverkehr namentllrfi °h^n D sot!hnliche Seminarzeit aber 2 Jahre dauerte, sind
iegt also kein Anlaß vor, drakonisch gegen fie I nach Italien mit Sehern • eutschland I letzt sämtliche Seminarkurse dreijährig, mithin muß z 8 nM) Jtaltep, mit ledern Jahre enie größere Aus-^die Zahl der an einem bestimmten Termine vorhan-
jäh erbleichend sank er in die Kissen zurück, iubeß eiu decktew Lüael und vnrt »» mr»»»..-- u
heftiges Zittern seine Glieder schüttelte. gekniet in tiefem ?e e I ba“bf:ctner Frau am St. Katharinenaltar ber St.
Eine namenlose Angst bemächtigte sich meiner! Dankgebet auf "en Lipp?» dast^wir verGbnt nn^ I"lobethktrche hat der Künstler des mangelnden Hatte er mich erkannt und war es Abscheu, was ihn in der alten Lieb« a«s<bi«b»» üer’"6nt und Raumes wegen nnr Jehan von L. anbringen können —
o ersehntterte, ober war es die mit Scham gemischte! fuiej„e feeimreife mar dn^trnnrin» u n. m "it seinem ausgeschriebenen Namen nnr etn-
Freude, wich hier an seinem Lager zu wissen? In Mele heiße Thränen habe ^ick^ v"eraoss/n ^n»^ ^ ”aQt,6fr zwar tu einem im Dezember beS Jahre« tiefster Erregung li.ß ich deu Krpf neben ihn auf die! Nackte schlaflos vertrackt nnf Ä ””o bic |1884 tm Marburger Stadtarchiv von mir entdeckte» Kiffen sinken und flüsterte flehend in sein Cbi: bag'Mr S “”b von den Eheleuten Heinrich Synning uud
.Kurt, lieber Kurt, erkennst Tu mich nickt vor Dir -1 wnßt7' uvd"mw?r war es idn Ä ÜS'” I Elisabeth zum Besten deS St. Jakobshospitals zu ich komme in der alten Liebe, ich biete Dir Versöhnung l'! sicht voll Sorae und Teilnnftm« ®e’ | Weidenhausen am 1. August 1530 errichteten, auf
, Da öffneten sich langsam die großen tiefeiuge^^feu wenn ich scklaN°s um mick hll^°° A^^P-rgameui geschriebenen Testament, teodn bie be, snukeuen Ange« des Kranken und hefteten sich mit! kann ich es ihm ie heraeff«n Stelle folgendermaßen lautet: Sieben
einem Ausdruck innigster Rührung ans wich, inbefe er an mir in dielen Saaen nfth^/et/ 0081 2ln8 von 140 Gulden Kapital auf Seifert die Lippen leise und oernehwich meinen Namen hauchten-! Nun bin ick sckon leit smn*™ l w -! Schwaben seligen Hause in der Werbergasse, da jetzt
.Dori», liebe Doris - kannst Du verzeihen?* | unserm stilleu Landüü und “5 3^atme8 bo« ber Seiten, Maler, ehegenannt Seiferts
iamwelte er, und ich sank laut weinend an feine j tief betrübt nnb aebenat ift f«bt^I"^"le auch noch I Eidam und Tochter inne wohnen. Ein von ihm ge. Brust, bedeckte seine Hände, sein Antlitz und rief! und Frieden in me'mm ^ntfprni1 m1 Ii^f^beues Facstwile auf Papier oder Pergament ist dabei iu schmerzlichstem Jubel: .Mein Gott, ich danke Kurt ist verklärt durck dos ^^1$ um nickt vorhaubeu. In den Marburger Stabtrechnnngeu
Dir, wir find versöhnt I- am Äbe be§ ©rabte Sehern,ä „to<t ””8 £ «"beren Urfnnbe« kommt er nur mit seinem
»Ja, wir find es, Doris!* erwiderte Kurt, »aber Und so, Hebe Elma oebinFe'^k|?anf’„n“b Künstlernamen, Johann Maler, vor. In ich werde das uvverdiente Glück Deiner Liebe nicht! vergiß was Deiner Sre'nnbfAnft U”b I a“et:,P21 6ab eB viele Familien, die noch keinen
mehr lange genießen. Ich sterbe, Doris, doch ber B B D?i " ^'""bschast «tust vertrante Familiennamen angenommen hatten, ober, wenn dies Tod hat feine Schrecken verloren, feit ich weiß, baß t^orifphnnn fnrnti”“”” S)ort8, |&crt!t8 «efchehen, boch sehr oft nicht danach benannt
Deine Hand mir die Augen schließen wird!* I—___Ln8 | würben. In Schriftstücken beliebte mau entweder
Der Rest ber Nacht verging bamit, baß Kurt K , tfceB Taufnamen avzngebeu, ober biefem, wie
meine Hanb in der seinen hielt nnb toteber leise gn I »,,VCT tttt pÄttltt £ei ben Geistlichen noch.Herr* bavor zu setzen, ober
chluwmern schien. Auch ich war gegen Morgen tt# Allöhlttier KM AltSakMar |“a8 vom Träger besselbeu betriebene Hanbwerk ober twas eingefcklnmwert als ich erwachte, lag Kurt noch! -rs Geschäft ober beffen Geburtsort ober ben Staub
mmer mit geschloffenen Augen!*, aber die Hand, Der freundliche Lescr ber «»e,.«»« "^8 Hauses ober, wenn es einen Namen hatte,
welche bie meine umschloß, war kalt nnb starr nnb welcher Gelegenheit Gehabt hnt ' | ^esen u. bergl. baranf folgen zn lassen, daher in
erwiderte nicht wehr den sanften Truck meiner b,8 $^^8001 eSeaeHliftbierbn bie »°° der Leiten (Leite bczeickmt
Finger. Mit einem Schrcckensruf fuhr ich empor —!,Die Kirche der beiliain Elisnb,,b^n Vilmars Idioticon S. 251 bie abhängige Seite
°°r mir staub Walter bleich nub traurig Lit thränen. auut fu werd u ’ n>hb Äbc- ein s Hügels) am Ende, am Rain, au ber Hecke, feuchttn Augen!* schriebenen 5 Altäre mit V,»vom Stege, von ber Leuchte, zum Paradies, zum
»Doris*, sprach er, »fei stark, er ist in Frieben! Schreinen und bereu bemalte» ^ffin»r^Ctt e” I!^n' $um Schwan, zum Bären, Rctzmaul, Breitrock, geschieden!* düVfte wohl von Interesse sei» ffs Stotzelfnß, Wirrwotz, Firlefanz, Stammler, Fittichs
Unb laut aufatmenb sank ich an baS treue Herz Verfertiger jener Schnitzereien nnb^Wabr!; »b£ «k e Vlenbegreißer, G.nnbtheis, Schienst in,
meines Jngeubfrennbes! - - - - | chr FamilievUben ' üb» Eitelhnt, Würsttbendel, Lützelkolbe u. a. m.
Zwei Tage darauf begruben wir Änrt. Ans bem | fertigte Kunstwerke ,u erfahre» Ö0” ^ne” htr,|an Johann von ber Seiten erscheivt zuerst in ber **■ “ 6,k“ • " I M. - ta ».»• IÄTÄU" Ä Ä S
tm 20. Juli 1890. Selbstverständlich >ft mit kfer Kündigung nicht gesagt, daß überhaupt kein euer Nrederlassungsvertrag wieder abgeschlossen erden soll, und es dürste in dieser Beziehung an t Note des Fürsten Bismarck vom 26. Juni zu mmern sein. Der Reichskanzler sprach in derselben
daß Deutschland den Vertrag kündigen werde, itil die Schwei; über den § 2 desselben und seine Megung anderer Ansicht sei, als die Reichs- jierung. Es werde von der künftigen Hand- idung der Fremdenpolizei im Gebiete ber Eid- wssenschaft burch die Zentralbehörden abhängen, ! für Deutschland überhaupt ein Anlaß vorhanden I, ernen neuen Niederlassungsvertrag abzuschließen, n Jahr ist lang und bietet reichlich Gelegenheit, sizustellen, wie jetzt der Schweizer Bundesrat den »zialisten und Anarchisten in seinem Gebiet gegen- ertlitt. Und auf der anderen Seite ist ein iederlassungsvertrag eine so einfache Sache, daß m Abschluß zwischen befreundeten Staaten in ein lar Wochen erfolgen kann. Darnach läßt sich °hl annehmen, daß nach dem Abschluß des jetzigen »tenwechsels die Verhandlungen vorläufig ruhen irden, bis auf beiden Seiten ein bestimmter Ent- iuß gesoßt ist. Daß eine Erneuerung des jetzt ffinbigten Nieberlassungsvertrages wünschenswerter I, als ein vertragsloser Zustand, ist ganz außer ragt. Eine große Zahl Reichsbeutschcr lebt in
[Nachdruck verböte».)
Vernitnst ««- Liebe.
Aus dem Briefwechsel zweier jungen Frauen.
» Marie v. Zobel und A. I. Groß v. Trockau.
e Fortsetzung.)
Rmt schien sich in seinem einsamen Hanse zu toben und tief nach mir; bald in ausbrecheudem »ne, halb in so kläglichem Tone, daß es mit 1 Heiz Witt, nnb ich ihm toteber und immer tber ei sicherte, daß ich an seiner Seite sei, bofd ihm alles vergebe, ihn nie toteber verlassen wollte!
ich wußte, baß er mich nicht hören, nicht Der« kn könne, ober meine gequälte Seele sand Trost diesen Ausbrüchen!
In ber Nacht des 12. September, al« ich eben «ter m Krankenbette abgelöst hatte, und dieser! einem Lehnstuhl halb eingeschlummeit war, schien >Fiester Kmt verlassen zu haben. Ruhig atminb er da; ich hätte Hoffnung schöpfen können, wenn t bet Arzt wir selbst gesagt hätte, daß keine hung möglich sei nnb daß bet Nachlaß bes Fiebers ttet Auflösung voraugeheu würde. Aber es war bock 1 Erleichterung, den Kraulen nach all ben unruhigen Uten r jüngsten Zeit so ruhig schlummern zu sehen.
Etill faß ich am Kopfende des Lagers und be- ■tte ben auscheineub tiefen Schlummer beS Kraulen;
Gedanke, baß er in demselben vielleicht hinöber- hto mein könnte ohne mit eimm Blick mich zu et' 6en nnb mir ein Wort versöhnender Reue zu ‘len, preßte mir heiße Thränen aus, die langsam, । * fast unbewußt meine Wangen netzten.
Ta plötzlich regte fich Kurt nnb streckte bie Haub dem Wasserglas auf dem Tisch neben ihm aus;
Augenblick hatte ich mich erhoben nnb hielt ihm zitternder Hand das Glas an bie Lippen. Er । bie Augen noch immer geschlossen unb trank
gierigen, durstigen Zügen; als er das GlaS wir 1 *«<gab, schlug er bie Augen aus — ein halb ^drücktet Schrei eutreug sich seiner Brust und