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I MchMiche Beilagen: Kreis.Blatt f#r tztz Kreise Marburg M Kirchham. - Illustriertes Sonntaasblatt
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Sxpeditio« Markt 21. — Redaktion, Druck uud Verlag von Zoh. A»q. Loch
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dampfte aus dem Störfjord 6*/4 Uhr vor Eidfjord ein. hörte der Kaiser eine Voran der Hand besten Werkes: Nach der Abendtafel unter-
Deutsches Reich.
Berlin, 13. Juli. Ueber die Nordlandsreise des Kaisers veröffentlicht heute der .Reichsanz." in seinem nichtamtlichen Teil noch die folgenden Tagesberichte : Vom 6. Juli. Odde-Eidsjord. Der Kaiser
empfing um 9 Uhr morgens die Post, erledigle dieselbe im Laufe des Tages, nahm wiederholt Vorträge entgegen und hat die Yacht am heutigen Tage nicht verlassen. Um 2 Uhr nachmittags lichtete die Yacht die Anker,
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hielt Premierleutnant v. Hülsen die Reisegesellschaft durch Karten- und andere Kunststücke. Vom 7. Juli. Eidfjord. Bei sehr herabgegangenem Barometer hatte das Wetter über Nacht einen unfreundlichen i Charakter angenommen. Dicke Wolken umlagerten
die Bergspitzen bis tief hinab in die Thäler. Zeitweise fiel stärkerer Regen. Der Kaiser erschien in allerbestem Wohlsein gegen 7 */♦ Uhr morgens auf Teck und hielt um 10 Uhr die Musterung der Besatzung, sowie unmittelbar daran anschließend im Beisein des gesamten Gefolges den Gottesdienst selbst ab. Der Kaiser verblieb den Tag über an Bord. — Die heutige Abend-Ausgabe der „Nordd. Mgem. Ztg." enthält folgende Notiz: Bei der Besprechung der durch den „Reichsanz." veröffent- Lchten Erlasse an den kaiserlichen Gesandten in Bern ist von der oppositionellen Presse auf eine Verschiedenheit in der Tonart dieser Schriftstücke hingewiesen worden. Die Erklärung dafür dürfte darin liegen, daß die Situation zwischen dem 5. und 26. Juni, also drei Wochen lang, nicht die gleiche geilieben ist, und daß die Sprache der Diplomatie eben mit der Situation wechselt. Außerd-m wird sich der Unterschied in Ton und Inhalt der Depeschen vielleicht auch dadurch erklären, daß die erste vom 8. Juni auf Grund einer Verständigung mit Ruß- l°od entstanden ist. Beide, die deutsche und die russische, sind an demselben Tage übergeben worden tob waren darauf berechnet, durch einen gewissen Brad von Uebereinstimmung in Ton und Inhalt ien beabsichtigten Eindruck zu verstärken. Dieser sweck ist insoweit erreicht worden, als die Schweizer Behörden sich beeilt haben, den russischen Rekla »ationen Rechnung zu tragen, und als zu erwarten st. baß dies schließlich den Deutschen gegenüber auch ,
Fall sein wird, wenn auch in weniger freund-
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, WtMWWVHp fomie d'-Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler
Dienstag, 16. Juli 1889. Jahrgang.
Daube u. Co. m Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris.
licher Form und weniger beschleunigten Fristen, als I Staatsanwalt in Mainr kiallmack« i m c. m
es Rußland gegenüber geschehen ist. Darauf kommt landesgerichtsrat und Landesaericktsrat Steiner mm I J r 1 Bedingungen habe feststellen wollen, unter
°s Ich,«Ich md,i nicht Di- dipl-m-tilch, i- M-Im z l w°»» d-r A-ft-ch-ll ,,»d di- M-d-rl-N-», m d-„
Aktion Deutschlands der Schweiz gegenüber ist nurl Riftnbe-a 13 -iinli Gestern nbend . f -i-kn Staate den Angehörigen des anderen Staate! gegen di- deutsch- @,iiar1,„ol,tik li d-, Schweiz ans b" Ltt ?*,“'! “rl" d-sR-ich.
«--ich,«, »nd g,e,„ di- Schw-tj ,-Ibf, nur insmei,: Maur-, st-t! M-Tumüstl^ w^ "Id°i Artilel II d-s Ri-d-r. als die dem Reiche feindlichen Elemente dort gehegt I Polizei und eine reauirierm Abi-iln.. n I -tinngSvertrageS bestimme, welche AuSweisschrlften nn. gesörder. werden, -ehter. zn dek-mhs-n" if, -h-'LL» -r „L L habe.
-in- der Aufgaben der deutschen Reichspolitik und Zusammenstoß langsam r-rstreut oL. » r » m Schweiz mederlafsen zu dürfen. Dir wird s bleib,bi- st- gelöft ist. Di- Mitt-l zur ,-r-r» wnrdm, -7°°"haÄ b‘n z°°! E-so-de-n- z-igten, daß d,- schw-i,-.
Losung können wechseln; führen die zunächst ange- Metz, 13. ->uli Das Sipfirr? anmif_ J ,^t.ben blt.fe Schriftstücke zu fordern nicht wandten nicht zum Ziele, so können andere an ihre Errichtung des Kaiser Wilhelm-Denkmals bat bieferICtCn‘ ie'9e au^ die Geschichte der Stelle treten; ihre Anwendung wird stets mit einem «Tage von feiten des Ministers des könialicken fm «LI U"terl^“nbtun9e". welche den Abschluß des Niederpolitischen Meinungsaustausch zwischen beiden Re- von Wcdell die Benachrichtigung erhalle? bfß der ^rbelgeführt hätten. Die Fassung
gierungen eingeleitet werden. Die Aufgabe, die Kaiser bestimmt in der zweiten üälste des Auaull I 08JL bcn schweizerischen Bevoll- Sozialdemokratie zu bekämpfen/wird stets die gleiche I hier eintreffen und der Leauna des ffirnnhfM a®r- I wachtigten selbst beantragt worden, um zu betonen, b,-ib°» fl, da, D-Ulsch- R-ich wi- ,ü- i,h g-, ff-- Ä b * 2'“*“ J* d-» 'ch°-i-«ilch-u
ordnete und ehrliche Regierung. Wie die Lösung I I u&er bie Fremdenpolizei zu unterwerfen hätten. Der
derselben von der Oppositions-Presse juristisch,! ItuliHtil !Bundesrat könne sein Befremden nicht unterdrücken,
sprachlich oder logisch beurteilt wird, kann der Reichs- Wien, 13. Juli In der mr<>nnr h^hauptet werde, Deutschland habe durch de»
rrgierung gleichgiltig sein, wenn sie nur den Erfolg I sitzung der ungarischen Delegation aab^der Reicks- bte Schweiz hindern wollen, den deutsche»
erreicht, den Zielen des Kampfes gegen die Sozial- finanzminister Kallav nach Vorlegung der sanllio-1 ^^erthanen, welche mit den dortigen Behörden demokratie i.äher zu kommen. So lange dieser I nierten BeschlLL im Namen und aus Beiebl Seiner^ Frieden lebten, Aufnahme zu gewähren. Erfolg ausbleibt, wird es eben Pflicht der Reichs-!Majestät des Kaisers und Königs dem Dank fürlmh ausgesprochen worden und
regierung sein, den Kampf auch gegen die Freunde die rasche Erledigung der Vorlagen und die neuer- bem ©eifk des Vertrages, welcher die
und Förderer der Sozialdemokraten fortzusetzen und, dings bethätigte Opferwilligkeitder Deleaationenerleichtern wolle. Der Bundesrat wenn er in einer Form sein Ziel nicht erreicht, ihn in!Ausdruck. Der Präsident Gras llickv sckln^12” * ba^c.t,ben Borwurf zurück, als hätte er den anderer wieder aufzunehmen. — In militärischen Kreisen die Session mit einer patriotischen^ ^obachtet und spreche der deutsch«,
verlautet, daß demnächst die ganze Kavallerie der! mit begeisterten Eljenrufen ausgenommen würde 13te9,er“n9 das Recht ab, den Vertrag als hinfällig
preußischen Armee mit Lanzen bewaffnet werden soll. — I Bern, 13. Juli. Die unter dem 10 d Mts I w ei. b0"ber Schweiz nicht erfüllt
Die gestrige Versammlung der streikenden Bäcker- vom Bundesrat an die deutsche Reaieruna oerickiete hx ben Surgern die sich in Deutsch-
gesellen beschloß, den Generalstreik fortzusctzen, bis!Note konstatiert daß der Volireikommiffnr gn m ranb nteber9e^°ffen> fet auch «icht immer ein Leu- derselbe durch einen allgemeinen Beschluß für be- gemuth vonden toUeriflS r 6 $Cr ^esrat habe sich
endigt erklärt wird und setzte ein aus 5 Mitgliedern eine Falle gelockt, sondern daß er verkästet Jou«- h! \ den Niederlassungsvertrag ausgebestehendes Schiedsgericht zur Verhandlung mit den | gewiesen worden sei weil er in her S-km-ii n I ^r°^en' durch Kreisschreiben in den Jahren 1880 Meistern ein. Die Bäckergesellen in Spandau »hen angchffte? habe und daß e n ^2ick-r ? Geschäftsberichten, welche sämtlich
teilten ihren Anschluß mit, gleichfalls zu streiken, gegenseitiger Meinungsaustausch über dies Thaffacken D^ ®e’anbtWaft übermittelt worden seien, diejenigen in Königsberg in Preußen sandten eben- volle Klarbeit verbreitet haben würde Der Run m kantonalen Behörden thaten wohl daran, mit falls ihre Zustimmung. Die Hamburger Bäcker desrat glaube im Interesse beider Länder ru ^an' ^"9 °uf die Ausweisschriften der Fremden strenge und Bäckergesellen zeigten an, sie würden gleichfalls dein, wenn er seinen Entschluß bekunde ieder fSp ^fahren, um das Eindringen zweideutiger Ele- ftreiken, falls von den Söhnen der dortigen Meister licheü oder toitili^ Än «uÄ Bundesrat nehme gerne
die für Berlin b.absichtigte Aushilfe stattfände. ein Ende zu bereiten 9 Der Bundesrat V ° *unsttg bie kantonalen Behörden mit
E-furt, 13. Juli. Di- städtischen Behörden daß durch die beutle' bem SoXut bei 9t°^et Strenge auf die Beibringung eines Leu- Haben den Minister vr. Freiherrn v. Lucius-Ball- tikels II des Niederlasiungsvertraqes eine unerwartete W« br^0€n bur,ten' °^ne daß die hausen zum Ehrenbürger ernannt. Auslegung gegeben werde von der b^b^^ ! bcut^t ^gterung sich für ein milderes
Darmstadt, 13. Juli. Der Großherzog empfing Rede gewesen sei Die Botschaft des Bundesrats0"Wen„be; ®et ®u«be§tat habe niemals heute den österreichischen Gesandten Okolicsanyi von an die Bundesversammluna ^betreffend Ibeabsichtigt, die Zulassung Deutscher in die Schweiz
Okolicsana zur Entgegennahme seines Beglaubigungs- lassungsvertrag der Bericht der ^KommiMm ^des I b^ Placet der Kaiserlich deutschen Regierung schreibens. Der Gesandte wurde hierauf auch zur Ständerates sow e S machen. Die Schweiz würde eme ver-
Hoftafel gezogen. — Oberlandesgerichtsrat Wiener Reichskanzlers an den Reichstag^vom 18 November ^^maßige Einschränkung gewisser Souveränetäts-
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Nach jener kleinen Scene, von welcher ich Dir Herzen, in meinen Obren sauüe es und I te2' a^r, ^on nm Biele» weniger herzlich al» da»
in meinem letzten Brief geschrieben, verlief unser LebtN pochten wie Hämmer während dicke Tblän«?«^ 5?^ weigerte er sich keinen Angenblick
viele Wochen friedlich und heiter. Wir besuchten de» Blick verdunkelten- "^""b b Cte $bt“ntn mit «ehr, diese Summe al» ein Geschenk von mir a»- noch manches Fest, ich war eine gern gesehene Er- .Kurt* vermockte tck endlick rnffdr»». | runehmeo.
scheiuuug in allen Salon», waS Kuits Eitelkeit zu p:essen, .Kurt ^o ivrickS Du ?u^?8' " 8“L Du weißt, liebe Elma baß ich keinen Wert aui
!«m«ch.k. ,chü°, f, d°ß ,, ft,-Mich -°d Er ,-h mich M ft--,' 1i™±* -ift-- ™ « V" 1,81 "b. ««18 di-ftr S-mm-, di- mft Laune war. .Willst Dn auch noch sentimental werden üb-r di-k- h '/“i fl0.B£ fletiBße Einbuße au meinen Renten
Da wurde ganz plötzlich wieder unser bäuslicher Geschichte, Doris? Jck baffeÄ- J Ä «icht nachtrauerte, wenn ich damit nur
Himmel schwer umwölkt, als gegen Ende deS Carnevals Du, deswegen verlaste ick Dick i.kt nnu meiu waukevdes Glück wieder befestigen und die Sicher-
Kurt mir gestaud, daß er abermals eine ziemlich be- ÄrS T* Rf1* b" Zukunft erkaufen könnte! Aber di-Stt wie
deutende Summe bedürfe um eine beim Spiel ringe, gestellt ist. Meine G schäft- wer^ick^obi»^ff^ I Angelegenheit benommen, hatte
flanßene Ehrenschuld zu denken. Ich erschrak tätlich erledigen, doch wirst Du es Dir °u?ielbk ,2 ^ 9rü»d ich verstimmt, um so mehr als vou diesem nicht nur üoer die Hohe der Summe, die ich im schreiben haben wemn ick verrme^lt.^Miee!iau sein Beuehmeu gegen mich allmählich immer Augenblick gar nicht zur Haud hatte, sondern metJ Mit diesen Ek? S be”^et unb kälter wurde und er endlich deu li beuS.
noch über die Art der Mitteilung. Der Ton - des das Haus Ünd kelrt erst ?te würdigen Ton früherer Tage fallen li7ß.
Befehls, in welchem Kurt zu mir sprach, machte mir Ich hatte diese Veit1 t»hi ”* I r weinte darüber viel heiße Thränen und b«.
deu Eindruck, als h'be er kein Gefühl für das lla- ausgeweiut, iu tiefem^reichttck m Nackbenk/n vergebens darauf, womit ich die Neigung
recht, das er als Gatte mit solch leichtsinniger V-r-1 bracht uud war in bet liebervnannn meines Gatten verscherzt haben konnte. Mtt Sugst-
gendung auf sich lade. e8 beffer 'fein bfirfte' SS 9tÄIi”?en' b°b «cheu Blicken beobachtete ich sein Verhalten zu Liane
Ich gedachte Deiner Worte, liebe Elma, die gcwähren. als viellei'ch"da» ®totf nnie?? ffhe” hnr* aIIein ber säSisste Beobachter hätte nichts
mich einst gemahnt hatten, nicht allzu willfährig gegen eine Weigerung auf das Sviel »u üben ben,‘ir " vermocht; sie verkehrten mit einander
Kurts kleine Schwächen zu sein, uud nahm nunljtzt, wo auch ich liebe ffhtm "Erlich I wie zwei ölte Bekaoute, aber keiu Z icheu der Der.
meinen ganzen Mut znsarnmen, um ihm fest und de-! Hoffnung auf Mutteralück^v^^nri"n/»"^A^Ä"^ ttaulichkeit verriet, daß sie jemals fich näher ge>
stimmt zu erkläreu, daß e» mir im Ausblick nn P Ich sagte mir, daß «5 die V« m^iffunv ff» Ä'
woglich sei, diese Summe, selbst zu beschaffen und «gehoffte Hilfe versagt züseheo ibm^bk ( ^e8ett wich persönlich war Lianen» Wesen ein
e» meinem Gefühle widerstrebe, meine Eltern, die erpreßt hätte ja daß er viilleick/»«« M »®Ot c iö offenes, herzliches, daß ich mich am Ende meine»
f4o« -I-l für -» dl-i-lb- '4-»<» d-,.°---d rol.,-e ”,
jn bitten; ich vermöchte deshalb zu meinem Leidwesen!und jetzt ebenso elend sei wie ickl '^vßlnrhigt wurde, al» vor etwa sech» Wochen die schöae
seinkM-Wnusche nicht zu entspreche» und bäte ihn,! Zähem hatten mich seine lebten Mott, , F0Bik6 freudestrahlend mir ihren Bräutigam, den fich anders einzurichten. >Es war gewiß btffer bieft 6nmm, « nhf.J„ dr, I ^fleB talentvollen Baron X., vorstellte, der feit
m Zornig sprang et nach meiner Erklärung auf. Knrt mutmaßlich in t'tne lanfle flette feinem Spiel auf der Violine die
.Natürlich, mich anders einrichten', rief er ärger-!heilen znverwickeln, dieschliewck I"uralische Welt Deutschlands entzückte. Da» war
lich, .das ist leicht gesagt und schwer geihan. wenn Existenz gefährden konnten Ick beickloß att« so romantische» Verhältnis, daß eS alle meine
man des Königs Rock trägt uud nichts befitzt als fragliche Somme^von meinem b^ Zweifel zum Schweige» brachte.
seine Gage, im übrigen aber vou einer reichen Frau! und teilte dies Kurt am kommenden $aae mit^ßnth da» Mißtrauen gegen Kurt wenigsten»
abhängt, die einem nach Laune den Fuiterkord höher I ihn jedoch dabei eiudriuglich in Jukuuit [°atc to Weise als nur zu berechttgt
Hä-,-- I--- r-r-» l-h»I sich -»« ftft-zr,,. ü-j, f£ da, e“,l7, Jt,6l.tä S' 1M-I-SE. I» h-ü- ,ft,rL,M
sNachdruck verboten.)
Vernunft «nd Liebe.
s Aus dem Briefwechsel zweier jungen Frauen.
X Een Marie v. Zobel und A. I. Groß v. Trockau.
(Fortsetzung.)
.Die Reise wäre mir zu weit, zu beschwerlich ich tomte Minni nicht allein laffeu', stammelte ich tm , Gefühl höchster Erregung, »wie lange bleibst Du fort ?" .Unbestimmte Zeit', erwiderte er anscheinend ruhig tob gleichgültig. .Darf ich Dich bitten, baldigst toer Nötige für meine Abreise zu besorgen?"
Mit diesen Worten verließ er da» Zimmer.
Nun bin ich bald allein, geliebte Freundin. Ein tobestimmtes Weh läßt die Freude i» meinem Herzen ton aufjubeln, ach, eS wird mir doch recht schwer Wo nicht zu sehe».
Deine Elma. ♦ ♦
»ries 7.
Doris an Elma.
4. April 69.
-Warum ich nicht geschrieben, Elma? Sch, mein •“tf war beredt, im Augenblick ist meine Feder tostummt.
Ja, meine liebe Freundin, da steht eS nun schwarz B weiß, waS feit Monden mir die Seele zerreißt, ein Glücksttaum ist zerstoben, nnwiderrnflich ent» brnndeu, ich bin namenlos elend.
.Während ans Deinen Z-.ileu dem mitfühlenden r^n der Freundin die keimende Neigung für den |®iten nicht verborgen bleiben kourte, ist aus meiner £tle jeder Schimmer vou Liebe gewichen auf immer. L? oruu ich bin zu der schmerzliche», aber unerschütter- j^en Ueberzeng gelangt, daß ich die erste reine Neigung
Herzens au einen Unwürdige» vergeudet habe
Kurt mich nie geliebt hat und meine Hand di^Ürebte olS die unvermeidliche Beigabe zu mdner J9t0 Mttgist. — Suche nicht mir diese Ueberzeugung ^Pttede», Elma — hörr rmd urteüe selbst darüber,
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und W? jtß * Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Erve-
Iv4» dition 28/.Mk., bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl.
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