Illustriertes Sonntagsbtatt-
Expedition; Markt 21. — Redaktion, Druck und «erlag von Joh. L»q. »och.
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ober die Berge schimmern. — Otto war auf dem Weg bohr' L'prächig und heiter wie selten, ich glaube, der kleiue z-3t ?B6Ri0 hat ihm gefallen und ich war zufrieden, ihn "krlettet zu haben. Aber hente hat er uns trg, doch Nicht wieder begleitet! -
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meinem Herzen Elma.
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Deutschlands Militärausgaben.
Unter den üblichen Mitteln zur Erregung der Unzufriedenheit spielt bekanntlich die Höhe der Ausgaben Deutschlands für Heeres- und Marinezwecke die Hauptrolle. Nicht blos die Sozialdemokraten bedienen sich dessen, sondern auch Deutschfreisinnige und Klerikaldemokraten agitieren mit demselben, obwohl sie „jeden Mann und jeden Groschen" bewilligt haben wollen. Dieses Verfahren ist sehr charakteristisch. Entweder man war wirklich bereit, die militärischen Anforderungen voll zu bewilligen, dann ist es der Gipfel der Jlloylität, die daraus erwach-" jenen Kosten agitatorisch gegen die Regierung und ihre Anhänger auszuspielen. Oder man ist der Meinung, daß die Militärausgaben das zur Sicherung Deutschlands notwendige Maß übersteigen, dann stellt sich die Parole „jeden Mann und jeden Groschen" als ein reines Schwindelmanöver heraus, darauf be-
Marburg,
Mittwoch, 10. Juli 1889.
6. Januar 1869.
Wie lange, meine liebe Elma, habe Deine letzten freundlichen Zeilen ohne Antwort gelassen! Ich schäme wich herzlich meiner Sauwseligktit und hoffe, raß Deine gewohnte Güte und Nachsicht auch nach o langer Pause meinem hentigen Brief einen freuud- icheu Willkomm bereiten wird. AIS Du mir schriebst blühte» die Kastanien, schimmerten Wald und Feld im vollen Glanz des Lenzes und nun deckt Schuee^unsere Dächer und wir tummeln uns fröhlich auf der glatten Eisbahn mit unfern Flügelschuhen I — Ein ganzer Sommer liegt hinter mir, der erste Sommer meinet jungen Ehe! Die Flitterwochen, die ich von ewiger Dauer wähnte, find dahin, der Ernst des Lebens >at auch mich vielfach berührt! Dein lieber Brief 'iegt vor mir und ich freue mich der Ruhe, des tiefe» Friedens, welche mit aus Deiueu Zeilen ent. gegen wehen! Der Frieden Entsagung, schon ver. klärt 6oi dem dämmernden Lichte möglichen Glückes das die Zukunft bergen mag!
Ja, Du, liebe Elma, stehst still und besonnen vor >er Aufgabe Deines Lebens, Dn weißt stets das Rechte zu treffe» und wirst nicht mutlos vor jedem i leinen Wölkchen, das an Deinem Horizonte aufsteigt; ich aber, Seine wilde ungestüme Doris, ich stürmte in mein Glück hinein, ohne Furcht, ohne Besinnung, out getragen von dem selige» Bewußtsein, zu lieben nud geliebt zn fein, und darum hat mich der erste Schatte» auf dem sonnige» LebenSpfade, de» ich mir geträumt,
2chbi» laug»ud ausführlich gewordeu, es plaudert ‘iniig gut mit Dir, — doch habe ich zum Schluß «oq ttroas auf dem Herzen. Dn nennst in Deinem
zwecke mehr aus, als Deutschland. Die einzige Republik unter den Großmächten belastet ihre Bürger sogar um den doppelten Betrag der bei uns au: den Kops entfallenden Militärlast! England aber, bei welchem allerdings die Notwendigkeit ins Gewicht fällt, seine über den ganzen Erdball verstreuten Besitzungen zu schützen, belastet seine Angehörigen sogar mit dem 21/* fachen Betrage der durchschnittlichen Militärlast Deutschlands. Der Prozentsatz auf den Kops giebt aber noch kein zutreffendes Bild davon, wie in Wahrheit die Ausgaben für Landesverteidigung ein Volk belasten, denn die Leistungsfähigkeit, die Wohlhabenheit und die Steuerkraft der Völker ist sehr verschieden. Dieses zweite Moment kommt zur Geltung, wenn man neben den absoluten Ziffern der Ausgaben für Landesverteidigung auch den Prozentsatz zur Bergleichung heranzieht, welchen diese von den gesamten Staatsausgaben ausmachen, weil letztere einen ziemlich zutreffenden Maßstab für die Steucrkraft eines Volkes bilden. Da ergiebt sich denn, daß in Deutschland die Militärausgaben weitaus den geringsten Prozentsatz der Gesamtausgabe ausmachcn. Die ordentlichen Ausgaben für Militärzwecke betragen in Deutschland nämlich nur 14,84 Prozent der ordentlichen Staatsausgaben, während sie selbst in Oesterreich 16,20, in Frankreich aber 22,85 und in Rußland gar 29,13 Proz. der letzteren erreichen. Es erhellt hieraus, daß alle Großstaaten Europas und insbesondere auch die Staaten, von denen eine Bedrohung der Sicherheit Deutschlands vielleicht zu befürchten ist, Frankreich und Rußland die Stcuerkraft des Volkes für militärische Zwecke in ungleich höherem Maße anspannen als das deutsche Reich.
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Für Juli bis September
(3. Vierteljahr)
abonniert man noch bei der nächst gelegenen Postanstalt, bei Herrn Buchbinder Rindt in Kirchhain und der Expedition in Marburg auf die vöerhesfische Zeitung nebst
Kreisblatt und Illustriertes Sonntagsblatt.
Berühre nie wieder diese Saite in es ist dies die Bitte Deiner
Doris an Elma.
rechnet, den selbst in Momenten ernstlicher Gefahr . hervortretenden Mangel an patriotischer Opferwilligkeit zu verdecken. Allein das nur nebenbei. Wie stellt sich der Aufwand Deutschlands für Militärzwecke
Ach, eS war ein Bild, viel zn schön, nm «S mit «orte» beschreibe» z» könne». Ich stand ganz be. Nistert im Anblick dieses lieblichen Erdenfleckes, de» I schon seit Woche» bewohne, ohne »och feinet Schönheit mit so recht bewußt geworden zn fein. Cito brach zuerst daS lange Schweigen, indem er «m Vorschlag machte, nnS unter den Bäumen nieder» Waffen und hier den Sonnenuntergang abzuwarten. Minni war während des BlnmeusammelnS im Walde stvas zurückgeblieben; als sie uns im Moose lagern R, kam sie herangespruugen und brachte mein ‘Wines Skizzeubuch, daß sie mir wie gewöhnlich heute ohne mein Wissen nachgetrageu hatte. Ich solle ihr rasch ein kleines Bild malen. ES war mir Nr nicht recht, — mein Manu hatte mich noch nie ^ichmn sehen, wie würde mir in meiner erregten M^timmnng eine Aufnahme gelingen? Aber da half *ich>s. Beide bestürmten und baten, sie wollten eine ?"stcht der Ruine haben. Ach, liebste Doris ^ gelang recht schlecht, meine Hand zitterte, mein — Wut war unsicher und geblendet, die Beleuchtung , ,, hell und glänzend, daß ich sie trotz 'Faibenstift-n 294? t? unvollkommenwiedergeben konnte. ES war mir W, sehr fatal, gerade dieses Bild Otto lasten zu ®”fien! — Wir hatten uns lauge anfgehalten, als wir Mbracheu, sahen wir daS goldene Abendrot schon
MchMe Bettung
Wchmtlichk Beilagen: Kreis »Blatt für Itr «reise Marburg und Kirchhain
Deutsches Keich.
Berlin, 8. Juli. Der Reichskanzler wird der „Nat.-Ztg." zufolge Anfang August nach Kis- singen gehen. — In der am Sonnabend unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Staatssekretärs des Innern Dr. v. Bötticher, abgehaltenen Plenarsitzung des Bundesrats wurde ein Antrag Badens wegen einer Ergänzung des Etats der Zollverwaltungskosten für das Großherzogtum den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Sodann wurde über den Sr. Majestät dem Kaiser behufs Besetzung einer Stelle beim kaiserlichen Dis- ziplinarhose zu machenden Vorschlag Beschluß gefaßt. Behufs des Aufrufs und der Einziehung der Banknoten der Hannoverfchen Bank, welche auf ihr Banknoten - Privilegium verzichtet hat, wurden dem
Brief einen Namen, besten Klang mir noch vor kurzer Zeit über alles thener war. Die Wunde ist kaum vernarbt, sie wieder aufreiße» wäre ein schweres Unrecht an dem Manne, dem ich angehöre, auf dessen Namen und Rus ich stolz bin!
verweilt, wieder verlassen und ist nach Voß abge» l stgklt, wo die fälligen Postsachen entgegen genommen ' werden. In der vorigen Woche herrschte zeitweise : stärkerer Wind, so daß sich auf der „Hohenzollern' ; Stampfbewegungen bemerkbar machten. Ein Teil : des Gefolges mußte mit der Seekrankheit Bekanntschaft machen. Am Montag geriet das Schiff auf den Grund, wurde - aber sofort wieder flott. — Aus Kissingen wird noch vom Geburtstage des Prinzen Eitel Friedrich berichtet: Der Kaiser und ‘ die Kaiserin schenkten ihrem zweiten Sohne einen Ponny, auf welchem sich der Prinz noch am selben Nachmittag im Hofe photographieren ließ. Der Kaiser sandte noch ein Glückwunschtelegramm aus Norwegen mit der Nachricht seines Wohlbefindens. Auf dem Geburtstagstische stand eine Torte mit Lichtern. Ferner lagen dort: Eine Pflanzenpresse, Bücher, Schreibzeug, Spielzeug, zahlreiche Briefe und Telegramme und ein reicher Blumenflor. Namens der Stadt Kissingen überreichte der Bürgermeister Fuchs ein Blumenarrangement in Form eines Schlittens. Der die Kaiserin behandelnde Dr. Sottet brachte von den Damen Kissingens einen reich mit Bonbon- ausgestatteten Hampelmann.
— lieber die Reise des Kaisers berichtet der „Reichsanz.": Der Kaiser langte am 1. d. Mts. mittelst Sonderzuges um 8'/. Uhr morgens in Kiel an und begab sich nach Begrüßung durch den Prinzen Heinrich, sowie Entgegennahme einiger Meldungen alsbald nach dem Königlichen Schloß. Von dort statteten Se. Majestät gegen 10 Uhr der Prinzessin Henriette von Schleswig-Holstein einen kurzen Besuch ab und begab sich über die Barbarossabrücke, mit dem bereit liegenden Kaiserboot, sowie unter den Ehrenbezeugungen der paradierenden und salutierenden Manöverflotte, an Bord der Yacht „Hohenzollern". Nachdem der Kaiser die Yacht einer kurzen Inspektion unterzogen hatte, erteilte derselbe die Erlaubnis zum Beginn der Segel-Regatte des Marine- Regatta - Vereins. Bei dieser Regatta nahm der Start der Gigs das besondere Jntereffe des Kaisers und das allgemeine Interesse in hohem Grade in Anspruch, da für die Siegerin ein von dem Kaiser zugewendeter Wanderpreis ausgesetzt war. Nachdem der Kaiser die Regatta eine Zeit lang vom Bord der Yacht verfolgt hatte und die Boote mehr und mehr in der Ferne entschwanden, begab sich der Kaiser in die Stationsyacht, folgte der Regatta mit derselben bis in die Nähe Friedrichsorts und kehrte alsdann bei frischer gewordenem Winde mit der siegenden Gig gegen 2'/, Uhr nach dem inneren
Zittern feiner Unterlippe bewies mir, daß auch « bewegt fei.
-Wer waren die beiden Damen, die Dn soeben grüßtest?' fragte ich etwas scharf.
.Eine Gräfin Thalheim mit ihrer Tochter', war Kurts rasche und bündige Antwort.
.Die Tochter ist sehr schön', versetzte ich wieder, indem ich Kurt fest ansah.
.Ja', antwortete er mit einem gezwungenen Lache», .Komteß Liane ist eine vornehme Erscheinung von klassischer Schönheit, schade n»r, daß ihr die nötige Vergoldung fehlt — sie ist fast ganz ohne Vermögen.'
.Sonst wäre sie wohl Frau von Leitner geworden?' unterbrach ich ihn, mit dem schwachen Versuch, einen scherzenden Ton anzuschlageu. Da» mißlang mir aber kläglich, denn meine Angen füllten ich dabei mit Thräuen der Eifersucht.
Kurt war noch tiefer bei meinen Worten ertötet und sah jetzt zürnend auf mich nieder.
.Hat Dir Jemand ein Stück Stadtklatsch znge» trage», und bist Du am Ende gar eifersüchtig, Doris?'
Ich erschrak, so ärgerlich hatte er noch nie zn mir gesprochen.
»Nein, gewiß nicht', hauchte ich, ,eS war nnr so eine scherzhafte Idee von mir! Du bist mir doch nicht böse datob, Kurt?'
Et lächelte jetzt wieder über mein ängstliche» Gesicht und antwortete freundlich:
.Ich Dir böse fein? Dir, meiner lieben, stöh» icheu Doris, ob dieser kleinen Grille? O nein, e» ollte mir nnr leid fein, in Dir eine Anlage znr Eifersucht zu entdecken!'
.Nun', versetzte auch ich jetzt wieder flohen MuteS, .eS soll so leicht keine ähnliche Grille mehr Herr über mich werden! Ich will eS mir tief ein» präge», daß, wer den schönste» Husarenrittmeister geheiratet hat, sich ans Nebenbuhlerinnen in der Vergangenheit gefaßt machen muß, und ich will sie mir
Anträge Preußens entsprechend die erforderlichen Anordnungen erlassen. Die ausnahmsweise Zulassung einiger Ausländer zum vorübergehenden Dienst als Schiffer, bezw. Maschinisten auf den Bergungs- Dampfern des Nordischen Bergungs - Vereins zu Hamburg wurde genehmigt. Den Anträgen der zuständigen Ausschüsse gemäß wurde zur Ausführung der auf die Zollfreiheit von Schiffsbaumaterialien bezüglichen Bestimmung des Zolltarifsgesetzes dem Entwurf eines Schiffsbau - Regulativs, welches mit dem 1. Oktober d. Js. in Kraft treten soll, die Zustimmung erteilt, sowie eine Ergänzung der Nachweisung der zu den gewöhnlichen Schiffsutensilien zu rechnenden Jnventarienstücke beschlossen. Eine Abrechnung über eine am Schluß des Etatsjahres 1887/88 verfügbar gebliebenen Betrag aus der französischen Kriegskosten - Entschädigung wurde als Schlußabrechnung genehmigt. — In den Sitzungen des Bundesrats wird nunmehr eine Pause ein treten. — Die Redakteure der „Volkszeitung", Holdheim und Bernstein, wurden von der Anschuldigung, mit der Herausgabe einer Zeitungsnummer, welche sich „Arbeitsmarkt" bezw. „Zukunft" betitelte, die vom Verbote betroffene „Volkszeitung" fortgesetzt zu haben, fleigesprochen. — Der Ausschuß des deutschen Emin Pascha Komitees erhielt heute ein Telegramm, welches bestätigt, daß die deutsche Emin Pascha - Expedition von der Kweiho - Bucht, nördlich von Lamu, ins Innere Ostafrikas abmarschiert ist.
— Der Kaiser hat an den Bürgermeister Dr. Petersen in Hamburg zu dessen 80. Geburtstag folgendes Handschreiben gerichtet: „Ich habe vernommen, daß Sie, Herr Bürgermeister, am 6. k. M. Ihren 80. Geburtstag begehen und kann es Mir nicht versagen, Ihnen zu diesem seltenen Festtage Meinen Glückwunsch darzubringen. Möge Ihnen dieser festliche Tag in derselben Rüstigkeit und Frische, mit der Sie ihn begehen, noch oft wiederkehren, und mögen Sie in der hohen Achtung, die Ihnen ungeteilt gezollt wird, den wohlverdienten Lohn finden für ihre langjährigen, dem Wohle Ihrer Vaterstadt und der Förderung des Reiches unablässig gewidmeten erfolgreichen Bestrebungen. Ich lasse Ihnen beifolgend als ein Zeichen Meiner Wertschätzung Mein Bild mit Meiner Unterschrift zugehen und verbleibe, Herr Bürgermeister, Ihr wohlgeneigter Wilhelm J. R. Neues Palais, den 30. Juni 1889." — Auch vom Reichskanzler hat Dr. Petersen einen telegraphischen Glückwunsch erhalten. — Die „Hohenzollern" hat am Montag den Ort Odde, wo der Kaiser seit vorigen Freitag recht tief entmutigt! Wisse de»» meine liebe Elma, daß der eheliche Himmel Deiner Doris feit drei Sagen schwer umdüstert war, daß die lachende» Auge» Deiner fröhliche» Freuudiu Thräuen des bitter» Wehes gemeint habe» nnb ich fast verzweifelte an ollem, was das Lebe» mir fett Monde» lieb
gemacht hatte! Wie ist das gekommen, Doris? höre ich Dich fragen and sehe Deine lieben ernften Augen mich so innig anblicken in dieser Frage i ^»^ j'ueu glücklichen Mädchentagen, wenn mein Herz bewegt war von einem ungestümen Wunsche, von der Rene eines unüberlegten Streiches die Du mir ouSreden wolltest. And wie damals will ich auch heute meinem lieben Mentor alles berichten.
So höre denn und urteile selbst über einen Vor» der mir tagelang Vergangenheit und Zukunft gleich trostlos erscheinen ließ. AIS wir in den ersten Wochen deS Hierseins unsere Vifiteotonrnee unter- »ahmeu, trafen wir natürlich nicht alle Familie» an, und eS kam nun hänfig vor, daß Kurt mir die eine Dber anbere Persönlichkeit auf der Straße zeigte, damit ich etwas orientirt fei, wenn wir im Laufe des kommenden Winters in die größere Geselligkest eintreten würden. Als ich nnn eines Tages wieder am Arme meines Kurt recht glücklich und stolz über die Sttaße ging, begegneten wir zwei Damen von vornehmen Aussehen, angenscheinlich Mutter und Tochter ?ar von wahrhaft klossicher Schönheit. Äl8 Senn die beiden Damen gewahr wurde, lenkte !T hastig grüßend in eine Seitengasse ein,"iudeß ich bemerkte, daß die ältere Dame unfern Gruß mit auffallender Kälte erwiderte, während die jüngere i um gleich darauf wieder bleich zu werden wie Marmor.
Mi ‘te8 »»behagliches Gefühl beschlich mich. Wie -in Blitz fuhr eS mir durch den Sinn, daß diese» schöne Mädchen in irgend einer Beziehung , üu «nrt mochte gestanden haben, ich schaute zu ihm anf: auch er war errötet — eine tiefe Falte des Mißmuts lag ans seiner Stirne und da» leise
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expedition 2'/,Mk-, bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes
sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler
m Frankfurta.M., Cassel Magdeburg u. Wien; Rudolf YTTV
Messe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. 441,1 ^>NH!tjUNg< Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
in Wirklichkeit?
In dem letzten Jahre betrugen in den europäischen Großstaaten die ordentlichen Ausgaben für die Landes-Verteidigung auf den Kopf der Bevölkerung in Deutschland 7,13, in Oesterreich 6,66, in Italien 8,55, in Rußland 8,54, in Frankreich 14,23 in England 16,91, Mk. Hieraus ergiebt sich, daß allein Oesterreichs ordentliches Heeresbudget im Vergleich zur Bevölkerung um ein Geringes hinter dem Deutschlands zurückbleibt, alle übrigen Staaten aber erheblich mehr aufwenden. Was insbesondere Rußland Md Frankreich anbelangt, so giebt das Zarenreich 20 Prozent auf den Kopf für Landesverteidigungs-
sNachdruck verboten.j
Vernunft und Liebe.
Aus dem Briefwechsel zweier jungen Frauen, tat Marie v. Zobel und A. I. Groß v. Trockau.
«Fortsetzung.)