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war stolz auf einen solchen Mann, und als sie zum lrtzteumalr ihu zum Abschied küßte, flüsterte ste ihm zu:Du guter, lieber Manul Aber Du sollst sehen, daß Deine Fran auch dankbar sein kann. Ich habe Dir eine hübsche Ueberraschuug bereitet. Du wirst schon fe|en."

Ein gellender Pfiff der Lokomotive, ein flattern­des Tüchleiu» ein Winken und Grüßen, der Zug brauste zur Halle hinaus, Ernst Neusteiu war allein. Er war wirklich allein. ES war keine Frende, die er empfand, aber ein Gefühl-der Behaglichkeit über, kam ihn doch; der letzten Tage Qual war zu groß gewesen. Ein Blumenhändler bot ihm eine Roseu- knoSpe an. Er wählte eine Blume, steckte sie ins Knopfloch und schritt gemütlich seiner Wohnung zu. Uebert-11 in den Zimmern tiefe Sttlle. Welche Er­quickung nach dem geräuschvollen Trubel der letzte« Woche! Da schellte die Klingel auf dem Korridor. Er ging und öffnete selbst, er war in einer Stimmung, einem Bettler einen Thaler za geben. Draußen taub eine lächelnde Dame, daneben ein Dieustmann mit einem Koffer.Sieh da, Mamachen", rief Rensteia,aber Marie ist eben abgereist. Run, machen Sie es sich bequem nnb fahren Sie am bead nach." Die würdige Fran schüttelte ben ; 'opf:Ich bleibe hier, lieber Schwiegersohn, damit Sie nicht allein zn sein brauchen. Marie hat Ihne« diese Ueberraschuug bereitet Denken Sie doch, wie das Kind Sie liebt!"--

daß die internaiionale Völkerfreundschaft, wie sie dem Sozialismus vorschwebt, purer Unsinn ist. Ter gegenüber stehen die Völkerintereffen, und so weit geht auch die Freundschaft der entschiedensten sozialistischen Arbeiter in Deutschland nicht, daß sie freiwillig hungern wollen, weil es ihren englischen Kameiaden schlecht etwa ergeht. Verschiedene Völker und ihre wirtschaftlichen Interessen sind nicht völlig unter einen Hut zu bringen; der Wettstreit unter ihnen muß bestehen, und Arbeiter, welche denselben im allgemeinen Völker Mischmasch begraben wollen, schneiden sich selbst ins eigene Fleisch.

Man kann die Möglichkeit des Erfolges inter­nationaler 9lr be iterBereinigungen ganz ruhig vorn sachlichen und praktischen Standpunkte beurteilen. Prüfen wir die Industrie-, Lohn- und Absatz-Ver­hältnisse der drei maßgebenden europäischen Industrie­staaten, also Englands, Frankreichs und Deutsch­lands, so werden wir zugestehen müssen, daß sie außerordentlich verschieden sind. Die Arbeiterver­einigungen sollen nun einen besseren Lohn, etwa durch ein<n allgemeinen Streik, herbeiführen wollen. Naturgemäß wird dabei immer noch die wenig wahr­scheinliche Einigkeit aller Arbeiter vorausgesetzt, das jedesmal am ungünstigsten dastehende Land die meiste Zubuße zu zahlen haben. Welche Arbeiterschaft irgend eines Gewerbes wird aber so thöricht sein, ihre Industrie gegenüber der des Auslandes ins Hintertreffen zu stellen und jener den Vorrang auf Jahre hinaus zu lassen? Am schlagendsten würden sich diese Verhältnisse bei einem internationalen Bergarbeiter- oder Eisenarbeiterstreike zeigen. Nehmen wir an, die betreffenden deutschen, englischen und frarzösischen Arbeiter stellten samt und sonders die Thätigkeit ein. Glauben denn unsere deutschen Ar­beiter nicht, daß es den enorm reichen britischen Unternehmern darauf ankommen wird, 25 ober 50 Millionen herzugeben, um ihre Arbeiter zur schnellen Wiederaufnahme der Thätigkeit zu bewegen und dadurch der feiernden deutschen Industrie den lange erwünschten Borsprung abzugewinnen? Ganz gewiß würde das geschehen und die englischen Arbeiter, ebenso praktisch wie ihre Arbeitgeber, würden bis auf verschwindende Einzelheiten sofort arbeiten. Auf der anderen Seite bedarf es in Frankreich nur eines .nationalen" Appells an die französischen Arbeiter. Wenn denen gesagt wird, ihr könnt jetzt der deutschen Konkurrenz den Todesstoß geben, so sind sie ganz gewiß dabei. Die Industrie eines jeden Landes ucht ihren Stolz darin, die erste in Europa zu ein, durch vervollkommnete Fabrikate sich den größten

Bon Leopold Sturm.

Ans dem Bahnhöfe zum Beginn bet HnudStagel iS ist nicht voll, fonbern schon nicht zum Durch, kommen.Warum find bie Räume nicht »och ein­mal so groß, und ble Beamten zehnmal so zahl, reich?' Aller raisouuiertlEin erbärmliches Zeit, alter, in welchem die Menschen bloß mit zwei Hände-

Absatz zu sichern. Durch dies Streben allein ist ein erhöhter Verdienst, ein erhöhter Arbeitslohn zu erzielen. Wenn der Sozialismus es wagt, dem internationalen Verkehr in den Weg zu treten, der fid) selbst reguliert, so wird er wie ein winziges Staubkorn bei Seite geschleudert werden, denn den Verkehr von Milliarden Menschen zwingt nichts.

fir eine geplagte Frau Deine kleine Maus ift. Ich dachte mir, wir wollten in acht Tagen etwa reifen, da man nach Norderney doch unter sieben bis acht Wochen nicht gut reifen kann!'Hör' einmal gestern sprachst Du von fünf Wochen.' .Nun hl Aber heute hörte lich, daß fünf Wochen kaum die Reise lohnen. Ich habe also nun alle Hände voll zu thnn. Heute muß ich noch vielerlei eiu- kaufen, mau vergißt beim Einkauf in den allerletzten Tagen sonst zu viel. Nicht wahr, ich bin eine irakttsche Frau.'Aber, liebes Herz, bedenke doch Deine Gesundheit.' - .Du bist zu ängstlich, Ernst. Ich habe ja während meiner ganzen Krank­heit gesagt, eS fei gar nicht so gefährlich. Wenn e» »ach Dir gegangen wäre, hättest Dn vier Aertte geholt. O, ich bin eine kräftige, gefnnbe Frau.' .Daun brauchtest Du doch aber eigentlich gar nicht .Du meintest, ich hätte nicht nötig, mich mit den Toiletten so sehr ein,»schränken? 'Da kannst Dn Recht haben. Ich nehme dann doch wohl noch dies und jenes mit. Aber nun laß Dir die Zett nickt lang werden, ich habe außerordentlich viel zu ihn»!' Dawtt enteilte sie. Ernst füllte mtt einem merkwürdige» Gesicht nochmal« fein Glas: .Flaschen nnb Frauen ist nicht zu trauen!' Er traut eS mit einem Zuge aus.

«»he, nur allein!" fenfjte Herr Neustein »«wen Sogen, denn alle Zimmer standen voll Koffer, Kisten und Kaste» u»d allenthalben mußte der gepeinigte Herr Gemahl als Oberaus. fichtSrat beim Verbergen der zahlreichen Utensilien derlieben, kle neu MauS" fungieren. Nicht ein­mal so viel Zeit blieb, nm zum Strohwittwersrüh- iuck zu gehen, von einem Spielchen ganz zu schweigen. Aber auch der letzte Tag der Badereise. Vorbereitungen brach an, nnb nun erübrigte noch das »nsgeben von Madame» Gepäck ans der Bahn. Sie war nicht ganz nuwefentlich bie Ueberfracht, kost Neustein zahlte inbeffeu ohne ein Wort der Klage. Er hatte ja nun bald Ruhe. Frau Marie

wie sich die Herren Bebel, Liebknecht u. s. w. nennen, wäre es daher auch kaum jemals gelungen, einen Wirklich bedeutenden Schritt nach vorwärts zu thun und lediglich durch ihre bekannten Theorieen, die Arbeiter aller Nationen zum Zusammenstehen zu bewegen, wenn nicht jetzt die Lohnfrage in die Wag­schale geworfen worden wäre. Besonders infolge ber großen Streiks dieses Jahres hat der Gedanke internationaler Arbeitervereinigungen zum Zweck der allgemeinen Erzielung höherer Löhne doch manchen Eindruck gemacht und wenn man heute auch nicht

DiePost" weist auf das fortdauernde Ber' weilen der englischen Delegierten zur Samoakonfelenz in Berlin hin und vermutet, daß dies mit der Vorerörterung von Verhandlungen zusammenhänge, welche Fragen der gemeinsamen Machtsphäre be­treffen. Der frühere Reichstagsabgeordnete Hasenclever ist gestern gestorben. (Wilhelm Hasenclever war am 19. April 1837 zu Arnsberg geboren, besuchte das dortige Gymnasium, trieb das Gewerbe eines Lohgerbers und trat 18(2 in die Arbeiterbewegung ein. 1871 wurde er zum Präsi­denten des Allgemeinen deutschen Arbeiterverein- gewählt. Seit 1869 sozialdemokratisches Mitglied des Reichstages. Vor 2 Jahren wurde er von einer Geistesumnachtung befallen, der er jetzt erlegen ist).

Nach einer tm Machest derStatistik des Deutschen Reichs" veröffentlichten Uebersicht hat sich der Gesamtbetrag der während des EtatsjahreS 1888/89 im Deutschen Reich abgesetzten Wechsel- blankets und Wechselstempelmarken auf 6 888 745 Mark belaufen, 154 733 Mk. mehr als im Vorjahr. Von den ersteren sind für 33 616 Mk., von den letzteren für 6 855129 Mk. ausgegeben worden. Da von dem angegebenen Gesamtbetrag der Wert der älteren, zum Zweck ihrer Vernichtung baar einge­lösten Wechselstempelzeichen mit 29 Mk, ferner die Vergütung an die Bundesstaaten (2 Proz. der Ein- nahmen) mit 137 774 Mk. und die Entschädigung für die Postverwaltungen (2*/, Proz) mit 172218 Mark in Abzug kommen, so sind an Wechselstempel­steuer für das Etatsjahr 1888/89 in die Reichskasse 6 578724 Mk. geflossen.

Hamburg, 2. Juli. Die Beschäftigung von Chinesen und Negern auf hamburgischen Ccean» Kämpfern als Heizer und Trimmer wird in der Uebersee-Post", dem offiziellen Organ der Haupt­linien, wie folgt verteidigt: Die Einstellung von Chinesen und Negern auf hamburgischen Dampfern ist lediglich auf Nachfrage und Angebot zurückzu- führen. Es ist bekannt, daß die Kauffahrteiflolten aller Nationen in jüngster Zeit eine ungeheure Ver­mehrung an Schiffen erfuhren, und daß speziell die hamburgischen Rhedereien ihre Schiffsbestände fort­dauernd in einem bis dahin niemals stattgehabten Maßstabe erweitern. Die natürliche Folge ist der wachsende Bedarf an Besatzungsmannschaft nament­lich an Maschinen- und Heizerpersonal. Erinnern wir daran, daß die Bedienung eines einzigen Schiffes lies Expreßdampfers der PackeifahrtAugusta Vic­toria" etwa hundert Feuerleute erforderte, so er-

(Nachdruck verboten.

Aller«.

Tine Sommer-Humoreske von Ronrab Eteiermann.

(Schluß.)

Für Juli bis September

(3. Vierteljahr)

abonniert man noch bei der nächst ge­legenen Postnnstalt, bei Herrn Buch­binder Rindt in Kirchhain und der Ex­pedition in Marburg auf die

vberhesfifche Zeitung

nebst

Areisblatt und Illustriertes Sortntirgs blatt.

Deutsches Leich.

Berlin, 4. Juli. DerReichsanzeiger" ver­öffentlicht behufs Richttgstellung der Nachrichten über ben Stand der Verhandlungen mit der Schweiz drei Erloffe des Reichskanzlers an den Gesandten von Bülow vom 5., 6. und 26. Juni. In den beiden ersteren wird das Verhalten der Schweizer Behörden bezüglich der deutschfeindlichen revolutionären Partei gegenüber Deutschland und die Schweizer Neutralitätsverhältniffe erörtert. In dem letzten Erlasse wird ausgeführt, daß die Schweizer Re­gierung Artikel 2 des Niederlassungsvertrages vorn 27. April 1876 einfach nicht erfüllt. Durch d Note des Bundesratsmitgliedes Droz vom 15. Juni dieses Jahres sei die Nichterfüllung zum erftenmale prinzipiell und amtlich konstatiert. Deutschland könne den Niederlassungs-Vertrag wegen der amtlichen Ablehnung seiner Erfüllung schon jetzt für hinfällig erklären, ziehe aber mit Rücksicht auf die Folgen für die Angehörigen beider Länder den Weg der Kündigung vor, wozu der Gesandte weitere Er­mächtigung erhalten werde. Ohne Sicherheit dafür, daß jede Schweizer Lokalbehörde die von der Schweiz geschlossenen internationalen Verträge erfülle, würde Deutschland kein Interesse daran haben, für den zu kündigenden Niederlassungsvertrag einen Ersatz anzu streben. DerReichsanzeiger" veröffentlicht den Bericht des Reichskommiffars Wißmann über die Erstürmung von Buschiris Lager und die Unter­nehmungen der darauf folgenden Tage. Die -Post" bezeichnet die gestern und vorgestern ver­breiteten Gerüchte über den nahe bevorstehenden Besuch des Zaren und die geplante Zusammenkunft desselben mit dem Kaiser von Oesterreich als aus der Luft gegriffen und als verlogenes Börsenmanöver, das dazu bestimmt sei, den blinden Vertrauenstaumel, betreffend die russischen Werte, aufrecht zu erhalten. DiePoft" tritt dabei entschieden dem künstlich erzeugten Optimismus bezüglich der russischen An­lagen entgegen. Demselben Blatte wird die Nachricht von der Verlobung des ältesten Sohnes des Prinzen von Wales mit der Prinzessin Viktoria von Preußen als durchaus unbegründet bezeichnet.

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flansch kommt von ber Liebe, Ransck kommt vom Wein, nüchtern vergnügt sich ber Weise allein!"

Frau Marie erschien endlich auch bet Tische. Verzeihe, wenn ich Dich warten ließ, aber die Schneiderin machte ber brei Kleider wegen, die ich mir bestellt, so viele Worte. Solche Personen finden sich doch gar zn schwer in geschmackvolle Intentionen hinein und ich hatte ihr doch alles so klar ans- einandergesetzt. Ader wenn ich mir meine Herbst­toilette bestelle, werde ich mir eine gewandtere Schneiderin nehmen. Dir ift es doch recht?' .Ganz selbstverständlich, mein Kind. Aber, beiläufig gesagt, Du bist dock »och recht angegriffen, wird Dir vielleicht der häufige Toilettenwechsel auch nicht schaden? Denke einmal, immer wieder ein »eneS Kl-id, das hält doch auf nnb regt Deine Nerven auf.' .Sei ohne Sorge. Ich nehme zu ben brei neuen Kleiber» ja nur noch ebenfoptele aus meinem bisherigen Vorrat mit. Anders geht es beim besten Willen nicht! Wenn ich gar zn einfach anftrete, würde man glauben, mit Deine» Geldver- hältuiffe» sei es nicht mehr gut bestellt. UebrigenS habe ich auch das dritte neue Kleid fast geschenkt bekommen, als ich vorhin im Modebazar war.'

Er sprang erschrocken ans. «Du bist heute schon wieder auSgeweseu? Aber bedenke doch Deine Ge- suudheit. Wie leicht konntest Du ernstlich krank werden.' .Darau habe ich auch gedacht, aber ich dachte auch daran, wie Du Dich freuen würdest, wenn Du die neuen Kleider siehst. Es macht Dir doch Freude, wenn ich hübsch ungezogen gehe? Nun also! Und hier steh' die Rechnung, noch nicht einmal hundert Thaler alle Drei. Du verrauchst im ganzen Jahre wehr Geld für Deine kostspieligen Zigarren. Siehst Du also, wie sparsam Deine kleine Frau ist?' »Dn bist eiu Engel. Aber wenn Du schou wieder Dich im Freien bewegen kannst, so wollen wir doch am Nachmittage einen gemeinsamen Spaziergang machen, die Bewegung wird Dir gut thuu.' »Da stehst Du »tut, was

dieses Zieles nahe ist, man beschäftigt sich doch un­streitig ernstlicher als bisher, mit dem Projekt. Allerdings werden sich gerade die eifrigsten An­hänger dieser Idee schließlich überzeugen müssen,

® , V mmt!" Ste sank auf das Sopha zurück, die rechte ran« | juitz auf die Brust gepreßt, aber ihre Augen hingen ** ' «n seinen Lippen, die eben die Zustimmung gegeben.

»Die Freude überwältigte mich, Du Guter, Du j Süßer", hauchte sie leise. Ernst Neusteiu gin. feinen Geschäftsgängen nach und summte vor sich hin:Nur für Natur Sympathie u.' f. w."

Kommenden Tages war die Suppe nicht ver­salzen, der Braten nicht an gebrannt.Weshalb ist «erm nun alles in Ordnung?" fragte der Hausherr die strahlende Köchin.Ja, die gnädige Frau find auch nun wieder gesund, wir reisen ins Bad, und" »Schon gut, schon gut Wo ift denn meine Frau?' »Tie Schneiderin ist da!"So! Sie können Sehen!" Mit sehr nachdenklicher Miene goß fich bei tinfam Tafelnde ein Glas Wein ein, trank eS be­dächtig leer, während die Melodie der Opernweise durch seinen Kopf ging:Fluschen und Frauen ist Sicht zu trauen. Strecken die Hälse und Seugleiu vergnügt, btt fich der Zecher dem Rausch ergtebt.

.Außerdem gtebt es auch noch andere Restaurants, wld zudem trinkt Ihr Männer ja auch Bier. Wir 9 bleiben ja höchstens fünf Wochen fort, und das ist rode», b »ur eine ganz kurze Zeit.'Im vorigen Jahre * warst Du sechs Wochen."Eine Woche macht doch auch schon viel uns. Und hör' einmal, lieber Ernst, etwas mußt Du an mich auch denken. Ihr Männer seid freilich die Egoisten selbst--." Ernst schloß

ihr den Mund mit einem Kusse. Er hatte an Stroh- wittwer frühstück, Jen, Tänzerinnen und sonstige Dinge gedacht, und die Wugeschuule war zu Gunsten der Reise gesunken.Du sollst reisen, gut, wohin jDu willst!" ,,Ack, Du Herzensmaun", ste fiel ihm 1 ürmisch um den HulS.Um SotteSwillen, Kind,

WcheMche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg «ch Kirchhain.

Expedition Markt 31. Redaktion. Druck und «erlag von Joh. Sxp.

Internationale Arbeitervereinignngen find von jeher ein Lieblingsgedanke der deutschen Sozialdemokratie gewesen, und sie ist es in erster Reihe stets gewesen, welche versucht hat, den schwie­rigen Plan zur Ausführung zu bringen. In Eng­land und Frankreich sind freilich auch von einzelnen Arbeiterführern gleiche Ziele ausgestellt worden, aber doch in wesentlich abgeblaßler Form. Dir Ursachen sür diesen geringeren Eifer liegen nahe. Trotz aller Hinneigung zum Sozialismus bleibt der Engländer in der Hauptsache doch immer ein prak­tischer Mensch, der zuerst festen Grund und Boden sucht und dann nach dem Himmel voll phantastischer Ideen aufschaut, und der Franzose ist schließlich immer Franzose. Huldigt er daneben schwärmerischen Projetten, schön! Er mag sich auch darüber begeistern, aber in der entscheidenden Stunde wird das Fran- __zosentum auch über den eifrigsten Sozialisten den !<, 1O| Sieg davon tragen. Den deutschen Arbeiterführern,

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- nnb Feiertagen. Quartal-Abonnemerts-Preis bei der Expe­dition 2'/. Mk., bei den Postämtern 2 Mk. 50 Ifg. (exkl. Bestellgeld) JnsertionSgebühr füt die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg

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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler

Sonnabend, 6. Juli 1889. «ÄÄÄÄÄÄ1 Jahrgang.

Daube u Co. in Frankfurt a. M., B.rlin, Hannover, Paris.