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WVcheMiche Beilagen: Kreis-Blatt für Ite Kreise Marburg M Kirchhai«. - Illustriertes SonntaaMM

Expedition- Mark 81. Rebattimt, Druck anb Verlag von Iah. ixg. "

Jtt 151

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. I der norwegischen Reise am 21. oder 22. Juli wieder > I in Berlin eintreffen. Derselbe reist dann etwa am

Singer und Bebel das Material zu ihren Angriffen auf die Regierung des Deutschen Reichs. Obwohl

Ar die Kreise Marburg und Kirchhain und IlLnftriertes Sontttagsblait

Alle Postanstalten nehmen Bestellungen an und auf dem Lande die Postboten.

In Kirchhain unsere Agentur, Herr Buch- binder Rind t, und in hiesiger Stadt unsere! Zeitungsträger sowie unsere Expedition.

Die Exped. der Oberh. Zeitung.

28. nach Wilhelmshaven ab und schifft sich am 130. nach England ein. Am 2. August erfolgt die I Ankunft in Cowes an der Nordküste der Insel I Wight. Die Rückkunft nach Berlin wird voraus- I sichtlich nm 8. August stattfinden. Alsdann sieht man dem Besuche des Kaisers von Oesterreich ent­gegen, an welchen sich die großen Manöver schließen dürsten.

In ihrer Auseinandersetzung mit der Schweiz schreibt dieNordd. Allg. Ztg.' ferner: Einer der wichtigsten Beschwerdepunkte Deutschlands gegen die Schweiz liegt V. in der offenen Parteinahme der schweizerischen Polizeibehörden und Beamten für die fremden Sozialrevolutionäre. Unter den schwei­zerischen Kantonalbeamten befinden sich zahlreiche I Anhänger der revolutionären Sozialdemokratie. Stark vertreten ist diese Richtung unter den dortigen Poli- zeibeamten. In dem hinsichtlich der Beziehungen zu Deutschland wichtigen Kanton Zürich befindet sich die Leitung der Polizei in den Händen eines aus­gesprochenen Sozialdemokraten. Dieser, der Polizei­hauptmann Fischer, tritt bei jeder Gelegenheit offen für seine Gesinnungsgenoffen ein. Er lieferte im Frühjahr 1888 den sozialdemokratischen Abgeordneten

Zum bevorstehenden Quartalswechsel er­suchen wir um rechtzeitige Erneuerung des Postabonnements, zur Verhütung sonst eins tretender Unregelmäßigkeiten im Eintreffen der vsterhefsische« Zettimz mit ihren Gratisbeilagen

Keltisches Keich.

Berlin, 28. Juni. Der Großsürst-Thronsolger don Rußland traf auf der Rückfahrt von Stuttgart »ach Petersburg heute morgen 8*/t Uhr auf dem schlesischen Bahnhof ein. Er wurde von den Herren der russischen Botschaft empfangen, nahm das Früh-! Kück ein und fuhr um 9 Uhr weiter. Vor einiger Zeit ging durch die Prefle die Nachricht, daß Prinz Heinrich die Patenstelle bei dem zweiten Söhnchen bes Gymnasial - Oberlehrers Emil von Renesse, in Laubau in Schlesien, welches an demselben Tage und zur selben Stunde geboren wurde, wie der Iäohn des Prinzen, übernommen hatte. Wie nun! emMünsterschen Anzeiger" mitgeteilt wird, schickte! er Prinz am 21. d. Mts. aus Kiel ein prachtvolles I »atengeschenk in Gestalt eines wertvollen silberver-! üdeten Pokals, worin das Bildnis des Paten und! -s Geburtsdatum (20. März 1889) eingraviert I ud. Zum Zivilgouverneur des Kronprinzen ist! err Domkandidat Keßler bestellt worden, ein Schüler I !s .christlichen" Gymnasiums zu Gütersloh. Herr! eßler ist etwa 25 Jahre alt und gilt für einen I ihr begabten, positiv-evangelisch gesinnten Theologen. I - Dec Kaiser wird, wie diePost" meldet, von!

^Nachdruck verboten.^

Ma-ame de Marbrr.

Erzählung von T. Rindler.

(Fortsetzung.)

Die junge Frau beugte sich nieder, ganz tief über ® Kopf des Pferdes, dem fie vorher selbst eine kcke untergeschoben, und das fie uuu mit großen, «geu Augen aublickte. Sie streichelte ihm die «vzrnde Stirn und Mähne, während ein paar Thränen Ians uiedertropsten.

«Hab' Dank, Dn liebes Thier, für alle Erfolge, die durch Dich errungen. Wir haben so treu zusammen leiten und unn soll ich Dich verlieren", flüsterte ganz leise, daß Niemand der Umstehenden sie 'm konnte. Aber das Pferd schien fie verstanden haben, den» eS wieherte laut, als wollte eS bitten: »b Erbarmen mit mir." Kannte eS doch auch die «eichelude Hand auf feinem Nacken so wohl.

Die Künstlerin richtete sich schnell auf und sagte abgewaudtem Gesicht and stockender Stimme.

oktor, so laffeu Sie thuu, was geschehen muß.' 3m selben Augenblick trat der Director hivzu.

»Nichts Bedeutendes. Eine Quetschung oder so 18 am Arm al er da, da"! Sie wies auf das rd. .Sagte ich Ihnen nicht gleich, eS würde ein lück geschehen? Weßhalb veranlaßte« Sie mich, wch aufzntreten?'

Ohne eine Antwort abzuwarten, eilt, fie dann au * Director vorüber in die Garderobe. Eie konnte j * Anblick ihres Lieblingspferdes nicht mehr erd J8M. Dort angelangt ließ fie fich ans einen Stuhl I 'ten, druckte mit der gesnnden Hand das Taschentnch! «n die Angen nnd weinte bitterlich. I

.Lisette, die dem ganzen Vorfall betgewohnt nnd! Ikurz vor ihrer jungen Herrin des Garderobeu.1 Mer wieder betreten hatte, stand daneben und! Me mit. ,DaS liebe, gute, schöne Thier, so klug,! leichtfüßig uud gewandt und dieser abscheuliche! msch von Director. -r allein ist an alle« Schuld', |

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Endlich warf fie einen Blick auf die Uhr, wischte auShalten , wenn ich mir dadurck^« J^b» ÄD?J ein wenig in die Höhe von der Lehne deS hoffen die letzten Thränen ans den Augen und tremn Lt'ebttngS wieder erkaZe! könnt " L bt0* 5«hte.Der Marquis -

Äe-Rta'ÄM »SMpttÄ

KÄÄW to *6'm ®" ** " MWI* 35Ä,? ab lt,ri»* ba D>« Mr.« M

wollte, stieß .Hm, denken?' Mit einerfolch absurdenTbätiakeit ° ?? schkuLtsetteS Frage überhört zu haben, de» b sn?Hn iS iA8nSmeißf8 k!* r* * , »eben fich die meisten von ihnen gar nicht ab. Sagen? demselben lebhaften und doch halb träume»

IfAShMe « ® tf' 4 flIoabe' 6ie ^oben st- auch be. fie werden dieselben Phrasen wiederholenbi? £ fW« fort:Der Marquis, ah, der der I h, u h , sdei ähnlichen Gelegenheiten schon zwanzig Mal ae-1Jrn großer Gelehrter, ein Welt» nnd Menschen»

=,,A ,8 UM und eine Kleinigkeit aber! braucht haben. Und thun? Nun, fie toetben am J Mann, der nur die Sonderbarkeü au sich b°$ & e r, n Weiner Furcht. I einfach ein reiches vornehmes Mädchen betraten von I e*n Vergnügen daran zu finden, feinen ganzen

inm britien Mal der fie sonst «ichts wissen, als eb?uVaßfi reich nnd ^?b8"sschatz vor ein paar erschreck ich dum«^ erblicke, wird eS mein Tod fein/ vornehm ist, und dabei förtfahren, ihre Huldiguugen Ibefltcti9en Augen zu entfalten." *

.Was meinst Du', sagte die Künstlerin, .da habe Namm^der^ nichts ist" als°^in Sla!? Sr mnßte die ganze oder doch den größte» Teil

ich zwei Anerbieten. Dieses Schreiben ruft mich uach Ovfer -m brinoen im £ «"ßes ihrer Unterhaltung mit angehört haben. ES war

Wien »nd jenes nach B/rttu?Anuehrnb!r taw« E °S Best-, gar nicht d°aLnf einzngehen^

Bedingungen find fie beide. Wohin wollen mir tourbe in einerSertinbnnnmOmfrerhob fich beshalb, ihren Gast nun gehen?' I dne «nfbeff?tSna feinet 4n oIJ Ibewillkommen. Als dann die Beiden sich flCae£

.Nach Wien nnd Berlin, Madame! Wien ist eine Beftiedtgung seiner ?nambl"ckl"ckenVttkbtbe°stUh" Ahnten - Lisette hatte in ihrer lnstiger, aber Berlin gefällt mir doch besser, ttotz all II» einem Vierteljahre tonn w, sm.s nbt geräuschlosen Art das Zimmer verlassen nnd die der häßlichen Dinge, welche die Par ser Blätter die dnaeaanam^^E Dresalliauce iu"9c Krau sich mühte, die Eonversation auf ei»

darüber erzählen. Ich wette, die Schreiber jener frgenLo eine &ert?S?n Ä,McuraI<8 Gebiet zu leiten, schnitt der Artikel haben sammt und sonders Berlin noch nicht mein Vermögen veraeu^t von mir^eih,'n -« ?rr" Marquis ihr kurzweg jede Möglichkeit dazu ab, ix» gesehen. Bewilligen Eie beiden Städten bkfcälfte faM ihm barto niS »Zr fäm?« ben ^° ^°!^i/°9tt: ,,Euädige Frau, Sie haben ba ete der Zeit, für welche man Sie dort fesseln möchte, baBIGnädige Fran 6k toMhen hT* m. l harte» Urteil über Ihre Verehrer ausgesprochen!" ist das Beste. Aber wir können doch nicht fort vor I Schaar Ihrer Verehrer einfach b e.r*an^ I »®&*r da Sie es doch unn einmal gehört, werd«

Ablauf unseres »ertrage, hier.' ||ai? j? ».ber,^2 5^^' Ste J* ^ffe", '*« ««*'

S?fC?Ö0er*Ub dem Schneider Lutz den deutschen \ ermitteln, oder wie Beamte an Orte selbst inS kckte und^Taa ^ Ausland, geschickt werden, wenn der Verdacht besteh^

Sozialdemokraten in9hers beut^en daß von dort aus Verbrechen schwerer Art gegen Sn a«f bie hnrll ® der- irgend welche Personen des Inlandes verübt werben

aroßen d°rt'genKantonalreg,erungen emen sollen, so wurde es auch nötig, baß bie beuttoe

Sen S6in8L9Q®'nEn ? Schweizer Polizei ab und zu einen Beamten nach der Schwei»

amtlichen Stellung h?9h' S ^er schickte, nachdem dieselbe der Herd und der Sitz bei

bMmp en bk ToLlb rnnf'rS zu Umsturz-Propaganda Europas geworden war In

fördern und ihr» Ä ? s f h ? Propaganda zu anderen Ländern wird gegenüber solchen Polizei-

S E- ün Gesell^Sdn"'^ ^>>-0 beamten, die zu ihrer Information zu ihnen kommm,

staaien aer.chtet n RlSnn»n ^ M Nachbar- großes Wohlwollen bewiesen. Es ist nicht erfordert

Boden ber @kOenDfielS!ft 9n S "°»tt°len sich, daß sich diese Beamten offiziell bei der fremden

Dasselbe ffl J L; verwirklichen. Regierung ober bereit Behörden melben; im Geqen- zahlreickm Maiers "d- ^R^dem teil würde ihre Mission durch eine solche Meldung E Beschwerden gegen die sehr häufig scheitern. Sie müssen vielmehr ganz

Kenntnis SrM r 6 letzten Tagen zur geheim auftreten und handeln, werden aber, wenn hervor daß von deSS » genügend ste der Zufall mit der Landespolizei zusammenführt die ° beutfien00^^^;^^!^111:!11 r?^Un9.Cn °us oder die Umstände eine Verbindung mit dieser ver» Schweiz die innere Sickerbeit Kes m I m"9,6' öon derselben in durchaus anerkennenswerter

be8 Deutschen Reiches I Welse unterstützt. Bei der Bedeutung welcke das hei Ti Th Öf 1" diesem Kampfe nicht I internationale Verbrechertum im Laufe der letzten 5SSn;ä reben^er?renerbhrhn9 durch Jahrzehnte erlangt hat, besteht zwischen den PMzei»

berfetb n die Angriffe gegen unserer inneren Frieden Was Deutschland von der Sckw!i, verl2^t' «dasselbe zumeist auf Grund unwahrer Angaben derIflSmangelhasten^Eck^chtun^ anderes als was in der ganzen

I beteiligten Sozialrevolutionäre zusammengestellt war,! erkennen die Schweizer selbst an indem fnmnfitV' 18?tIt[ier<en den Polizeiorganen der einzelnen zu dem offenkundigen Zweck, auf die preußische OerftänTige f k^o® £$*b Woßte nichts,

gierung und die ihr unterstellten Organe den Vor- Vertretung EinstimmigHärt Z Dafi X St"«1 ^age sem, auf dem Boden der Schweiz

Wurf der Provokation zu laden, so wird es doch Wandel geschaffen werden müsse Niemals aber ist I Kündigungen emzuz,ehen über die verbrecherischen

von der gesamten sozialrevolutionären undfreisinnigen seitens der deutschen Regierung die Forderuno J ?sam Ö°" aus gegen bie innere Sicherheit Presse noch heute dazu benutzt, die deutsche Polizei hoben worden^^Ssik^ein?^^eigene Pol ze? k ber SJml »Erichtet wurden. Diese Einziehung von

anzugreifen und zu verleumden. Auch der Schweizer Schweiz halten wolle Bei dem «ehJLn C P"1°"$u Ordern, war die Schweiz umso-

I Bundesrat nimm, to, Anstand, fich «lipSäÄÄ da« d-ntschstmdlich-

öffentlichen Kundgebungen auf die verdächttgen Er-! den Umsturzparteien seitens der Kckm»i»r 6> der l lutwnare Verbrechertum im Laufe Oer letzten Jahre Mittelungen des sozialdemokratischen Polizeihaupt- beamten gewährten Unterstützung b^ieb ^vielmebr ^ea .9r°^ei°9m ,toorben toar-. Die Schweiz hat aber manns zu stützen und dleselben gegen die beutf^^e I beuttoen ^eqierZen 5Sbrin n(a ®nf9E9e"r°mmen bewiesen. Im Jahre 1887

Regierung zu verwerten. Neben Fischer funktioniert lichem Wege Informationen über bie Jläne^her I J J Die,Ie^r ,bte Züricher Kantonalpolizei aus-

m Zürich ein ebenso bekannter Sozialrevolutionär, reichsfeindlichen Elemente eimuiieben 6 a, k' t ' den deutschen Revolutionären gegen die

nämlich der Adjunkt Lang, welcher in allen wichtigen ! Behufe hat dk eine oder^ verbunden, und im Jahre 1889

öffentlichen Versammlungen der dorttgen Parteimit-1 zuweilen einen Polizeibeamten nach der^K^m/"""91 Jy P b<^in glommen, daß ein mit Einholung von Siebet als Redner auftritt und sich bemüht, den «schickt, damit derselbe unter der ^nd tmn^h.n8 C, 13n[or"1t,on^n beschäftigter elsässischer Polizeibeamter Haß gegen die deutsche Regierung/ den angeblichen «griffen gegen bas Reick Kenntnis nehm» »-1 verhaftet unb von bem Bundesrat in berselben Weise

Hort ber Reaktion unb Tyrannei, zu bSen.WWatW Jv dem neuesten Beschwerdefall ist es wiederum ein I der höchsten und kostbarsten Güter her I D^Eder Lutz, der notorisch seit Jahren die in ber

d-n Sozialdemokraten verwandter Gesinnungsgenosse, forderlich find. Gerade wie wenn ein^ stbm-^^' Schweiz gedruckten Brandschriften in Tausenden von der Bezirkshauptmann in Rheinfelden, gewesen, welcher Verbrecher in das Ausland flücktia wird ^^rer Exemplaren nach Deutschland eingeschmuggelt hat.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und (Wyt W j.

Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei der Erpe- allll|*nil"lmmt entgegen bie Expedition d. Blattes,

bition 2-/.Mk-, bei den Postämtern 2 Mk. 60 Pfg. (exkl. "''"^''^ureaur von Haasenstein und Vogler

Bestellgeld) Jnsertionsgebahr für die gespaltene Zeile (SDIttttdO 30 ^rllttt 1QÖQ M°gdeburq u. Wien; Rudolf HIV cKlhrftflnrt

10 Pfg., Reklamen für die Zeile 26 Pfg. öumuay, UV. 1009. Mofle m Frankfurt a. M., Berlin. München u. «öln; G. L

Daube u. Co. m Frankfurt 0. M., Berlin, Hannover, Paris.