Illustriertes Sonntagsblatt
Expedition, Markt 2L — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. lag. Koch.
M 145
H. H.
Alle Postanstalten nehmen Bestellungen m und auf dem Lande die Postboten.
In Kirchhain unsere Agentur, Herr Buch- bmder Rindt, und in hiesiger Stadt unsere Zeitungsträger sowie unsere Expedition.
Die Exped. der Oberh. Zeitung.
Der Michel freite die Lisbeth bann — Wie froh ist unser Michel — Noch steht er nicht den Knochenmann, Der wetzt gar scharf die Sichel.
68 mäht der Tod so rasch und fein, 68 fallen die Menschen wie Blümelein, Wie Blümelein im Grase, Den Maden und Würmern gum Fräße.
Dem Tod ist alle8 einerlei, — Er macht jahrein, jahranS sein Henl
Ta ereignet sich etwas, was dem Schaffner das .Fertig' ans den Lippen erstarren läßt. Bon der Kasse, die am Wiener Südbahnhose die bequeme Einrichtung hat, daß sie ein Stockwerk tiefer als die Abfahrtsballe liegt, kommt auf der steinernen Treppe ein auffallend geputzter junger Mann in mächtigen Sätzen gesprungen und bleibt nach schneller Mnsterung des Zuges vor einem Coup« erster Klasse stehen, aus dessen offenem Fenster eine seiubehandschnhte Damen» Hand mit einer Nelke winkt.
Durch Vermittlung eines GuldenscheiueS fühlt sich der herbeieileude Schaffner bewogen, die betr.ffeude Waggonthür schnell aufzureißeu, den Nachzügler etwas nnsauft hineinzuschieben und dann mechanisch gedehnt sein .Fertig' zu rufen.
Der ganze Vorfall spielt sich tu kaum zwanzig Sekunden ab.
Der junge, erhitzte Manu entschuldigt sich wegen der unliebsamen Störnng mit einer unfreiwilligen Verbeugung, zu welcher ihu der Ruck deS abgehenden Znges zwingt, und die Unterhaltnng mit den Insassen deSCouptz, Vater und Tochter, ist eingefädelt.
Ihn die hagere Gestalt des alten Herrn schlottert ein großkarrierter Sommeranzug, während die kahle Scheitrlfläche seines Kopfes ein breitkrämpiger Panama- Hut umschattet. Die grauen, gutmütigen Augen mustern mit schmunzelndem Behagen die riuggeschmückteu Finger von auffallender Beweglichkeit, und das Alpenglühen auf der etwas aufwärts strebenden Stnmpfuafe verrät, daß ihr Besitzer kein Verächter eines gnten Tropfens ist.
Die Bewegung feiner langen Arme läßt an Leb» Hastigkeit nichts zn wünschen übrig, denn wenn er etwas mtt seiner schnarrenden Stimme erzähtt, so scheint seine Linke einen nnfichtbaren Streichriemen empor zu hatten, während die Rechte ein unsichtbares Rafirmeffer daran zu wetzen scheint. Auf »seinen Visitenkarten, mit denen er sehr verschwenderisch nm. geht, paradiert er als Partikulier Purzelmeier, er ist aber schlichter, bürgerlicher Abkunft nutz seine» Zeichen»
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnemeots-Preis bei der Expedition L'/^Mk-, bei den Postämtern 2 Mk. 60 Pfg. (exkl. Bestellgeld) Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
reichen Attentatsversuchen während seiner Regierung ja nicht mit Unrecht um sein Leben besorgt; die Besorgnis verläßt ihn auch nicht im Auslande und bei seinem letzten Besuche in Berlin im Herbst 1887 trat sie außerordentlich hervor. Der Zar bot damals kein Bild eines stolzen, kräftigen Herrschers, sondern das eines nervös erregten Mannes, der mit unruhigem Blick die Volksreihen musterte. Auch in Oesterreich-Ungarn, wo man wegen der sehr ausfallenden Sprache einiger serbischer Blätter höchst aufgebracht war, ist wieder Ruhe eingekchrt, nachdem die serbische Regierung einen sehr energischen Wink bekommen hat, alle Extravaganzen zu unterlaßen. Oesterreich - Ungarn kann seiner eigenen Sicherheit wegen nicht dulden, daß Serbien sich den Russen in die Arme wirft, und wird eine solche Politik auch nie und nimmer dulden. Darüber ist reiner Wem in den letzten Tagen eingeschenkt worden.
Ein schönes Fest hat, ungestört durch irgend welche Zwischenfälle, das Königreich Sachsen unter herzlicher Anteilnahme von ganz Deutschland und unter zeitweiser Gegenwart unseres Kaisers begangen: die achthunderljährige Jubelfeier des Hauses Wettin. Glänzende Festlichkeiten sind dem König Albert dargebracht worden, das ganze Land hat sich vereint, das Jubiläum seines Herrscherhauses zu begehen; aber schöner noch als aller Glanz und aller Prunk war der überaus herzliche Charakter aller Veranstaltungen. Es war ein großes Familienfest, eine Feier, welche das sächsische Volk dem Volksoberhaupte gab. Der Kaiser blieb nur einen Tag in Dresden, wahrscheinlich, um alle Huldigungen seiner Person an diesem Landesfeste abzuwehren.
Der Schweizer Zwischenfall kann nunmehr als abgeschloffen gelten: Die Affaire Wohlgemuth ist fallen gelaßen, dagegen hat der Bundesrat in Bern auf die von Deutschland, Rußland, Oesterreich-Ungarn gemeinsam erhobenen Beschwerden wegen der Handhabung der Fremdenpolizei ein wichtiges Zugeständnis gemacht. Die Fremdenpolizei wird den einzelnen Kantonsbehörden abgenommen und einer Zenttal- behörde in Bern unterstellt werden. Zugleich ist die Zusicherung gegeben, daß die Verpflichtungen, welche die Neutralität der Schweiz auferlegt, fortan streng eingehalten werden sollen. Damit dürste der Streitfall erledigt sein, der viel Verdrießlichkeiten hervorgerufen hat und bei ruhiger Besonnenheit ganz und gar hätte vermieden werden können. Für die beiderseitigen Grenzbehörden wird der Fall bestimmt eine gründliche Lehre fein.
Die Berliner Samoakonferenz - Beschlüße unter-
Heuernte.
Die Blumen Ziagen im Wiesengrund,
Die Sense wetzt der Michel, O weh, ihr lieben Blümlein bunt! Die Lisbeth wetzt die Sichel.
Nun fällt das GraS im scharfen Schnitt, Die armen Blume» falle» mtt;
Man dörrt sie samt dem Grase Den Ochsen und Kühen zum Fräße.
Dem Michel, der Lisbeth ist's etuerlei, — Im Juni wird gemacht da» He»!
(Nachdruck verboten )
Wetberttst.
Humoreske von Max Lrausrl.-
Die Uhr am Wiener Südbahvhof zeigt fünf «iiuute» nach fünf Uhr. Der Eilzug uach Bade» W in der Halle mtt brodelnder Lokomotive zur Afahrt bereit. Der wetterbrauur Zugführer klopft rtise Stummelpfeife au», wirst uach vorn »ud rück- £frtB deu letzte» prüfenden Feldherrnblick, zieht seine Taschenuhr, »* sie mit der BahuhosSuhr zu ver. Eriche» und läßt mtt einem Griff da» eiserne Dampf.
den brausende» Gischt an» deu ölgetränkten düster» puste». Der rotbemützte StatiouSches winkt
Hel er klingt da» dritte Glockenzeichen.
Abonnemruts-Erntuerung.
Zum bevorstehenden Quartalswechsel ersuchen wir um rechtzeitige Erneuerung des Postabonnements, zur Verhütung sonst eins sielender Unregelmäßigkeiten im Eintreffen der vberhesfifche« Zeitung mit ihren Gratisbeilagen
Kreisblatt
Ur dir Kreise Marburg und Kirchhain
und
-llnftriertes Sanntagsblatt
Deutsches Keich.
Berlin, 21. Juni. Der russische Thronfolge» reist heute von Petersburg nach Stuttgart, und kommt dabei über Berlin. Die »National Zeitung" glaubt, daß bei dieser Gelegenheit Ort und Zeit des Besuches des Zaren beim Kaiser festgestellt werden wird. — Der Kaiser hat an den kommandierenden General des 7. Armeekorps, General der Kavallerie und Generaladjutanten v. Albedyll, folgende Allerhöchste Kabinettsordre zu richten geruht: „Bei der jetzt im wesentlichen zum Abschluß gekommenen Ausstandsbewegung im Bezirk der westfälischen Kohlenbergwerke haben Sie in besonnener Klugheit die Verhältnisse durchweg richtig beurteill und durch entschloßene Thatkraft wie weise Umsicht zur Ueberwindung der nicht gewöhnlichen Schwierigkeiten einer ernsten Lage entscheidend beigetragen. Es gereicht Mir zur besonderen Freude, Ihne» dafür Meinen Dank und Meine volle Anerkennung auszusprechen. Neues Palais, den 17. Juni 1889. Wilhelm R." Diese ungewöhnliche Anerkennung, die sich auf eine nicht militärische Leistung deS Generals bezieht und grell von der Entlastung de» Herrn v. Hagemeister absticht, zeigt, daß der Kaiser Verdienste um den Staat rückhaltlos lobt, wo und wie er sie findet. Seine Auszeichnungen nehmen nicht den Weg der bureaukratischen Schablone, sondern den der sachlichen Leistung und das wird im hohen Grade für alle Diener des Staates ei» Sporn zur ernsten Selbstthätigkeit fein. Für äußerliches schablonenmäßiges Strebertum ist bei ihnen kein Raum. Die „Staatenkorr.', der bestimmte offiziöse Verbindungen zngeschrieben werden, schreibt auf den Erlaß des Kaisers an den General von Albedyll hin: „Wie uns von unterrichteter Seite auf das bestimmteste versichert wird, entspricht ein in einem Hamburger Blatte erschienener Artikel, welcher sich über Besetzung höherer Verwaltungsposten in Preußen verbreitet und besten Verfafler von einem angeblichen militärischen Thatendrang und von expansiven Tendenzen hoher Militärbefchl». Haber misten will, welche — Gebiete staatliche» Thätigkeit dem militärischen Einfluffe zu unterwerfe» trachteten — durchaus keinen Seiner Exzellenz dem Herrn Minister, des Innern oder anderen leitende» Stellen irgendwie bekannten Thatsachen: weite»
nehmend in die Welt hinaus gucken und der gedrehte Schnurrbart verleihen deu markierte» Gesichtszüge» etwa» Energisches, aber um die volle» etwas aufge- worfeven Lippen weht ein weicher, fast trämnerischerZug.
Als sich die drei behaglich ans ihren Plätzen zurecht gerückt hatte», bat der junge Manu die Same, ihm zu gestatten, eine Zigarre zu rauchen, was diese auch mtt einem steifschelrnischeu Kopfnicken gewährte.
»Erlanbeu Sie mir, Ihnen eine Havaouah an» zubieten, die mich fünfuudreißig Kreuzer kostet', beeilte sich der „Partikulier' eiuzuschalteu, und zog ein buntgesticktes und goldbeschlagenes Zigarrenetui» aus der Brusttasche, hielt aber plötzlich wie gelähmt inne, benn jetzt erst bemerkte er ben Ocdevsstern de» ihm gegenüber fitzenden Mannes. Respettvoll, zögernd, balaretrte er eine Zeit lang das Stni in der Hand, bevor er die Frage stellte:
„Mit wem habe ich die Ehre?'
Der Fremde überreichte schweigend seine Karte, welche Herr Purzelmeier, nachdem er sie von alle» Setten betrachtet hatte, seiner Tochter übergab, die mtt komischer Würde vorlaS:
„GeorgioS PopokatopuloS, Attach« der königlich griechischen Gesandtschaft iu Wie».'
„Ach, sehr schön von Ihnen, Herr von Attach»', sagte salbungsvoll der alte Herr. „Da nehmen St» gleich zwei Zigarren.' »
Der Grieche nahm mit unterdrücktem Lächeln di» Zigarren nud reichte seinerseits dem Purzelmeie» Feuer, während der alte Herr mit einem schmerzliche» Seitenblick ans sein leeres Knopfloch zu fragen fortfuhr:
„Was haben Sie da, Herr von Po — PopokatepeÜ für einen Orden?'
Vornehm kühl entgegnete GeorgioS:
„DaS ist der Ster» von Mistoluugpi, Hau»» orden meines allergnädtgsten Herrn, des Königs vo» Griechenland.'
Euphrosyue schien plötzlich sehr erregt geworden zu fein, den» sie bearbeitete mtt ihren weißen Perlen» zähne» ihr Epitzentnch.
liegen, nachdem sie von den Bevollmächtigten definitiv festgestellt sind, gegenwärtig der Prüfung der betreffenden Regierungen. Natürlich wird die Zustimmung erfolgen und dann soll auch die Publikation der einzelnen Bestimmungen stattfinden. Vom Hauptmann Wißmann in Ostafrika sind keine neuen amtlichen Nachrichten eingegangen. Es scheint aber, als ob die Verhandlungen mit den Aufständischen in Pangani gescheitert seien, und wird nun wohl in den nächsten Tagen zum Angriff geschritten werden.
General Boulanger hat mal wieder einen Erfolg zu verzeichnen: die Pariser haben sich eingehend mit ihm beschäftigt. Daß das Resultat dieser Beschäftigung für den General wenig schmeichelhaft ist, geniert ihn wenig. Man hatte Boulanger also vorgeworfen, unsaubere Lieferungsverträge während seiner Amtierung als Kriegsminister abgeschlossen zu haben. Die Anklage war bitter, er aber hat frisch und fröhlich den Spieß umgedreht und behauptet, er habe sich vom Präsidenten Grsvy Vollmacht geben lassen, 600 000 Uniformen für ebensoviele Landsturmleute zu bestellen, und damit habe er eine neue Armee geschaffen. Boulanger als Retter des Vaterlandes, das war ein großer Gedanke! Fatal für ihn war blos, daß Grävy erklärte, er wisse nichts von der in Rede stehenden Vollmacht, und daß die Blätter höhnisch bemerkten, mit Uniformen allein mache man keine Armee, dazu gehöre noch viel mehr. Darauf achten natürlich große Geister, wie die Boulangisten nicht. Neue Militärforderungen sind in der Kammer angekündigt worden. Der Marineminister teilte mit, daß zur Verstärkung der Marine 50—60 Millionen Franks nötig seien. Die Bewilligung steht außer Frage, denn jetzt schon sprechen sich alle Zeitungen dafür aus. Die große Masse der Bevölkerung kümmert sich wenig um Politik, sondern vergnügt sich in der Ausstellung. Der Besuch ist fortgesetzt seit Pfingsten ein sehr reger, aber 30 Millionen Gäste, für welche schon Karten ausgegeben sind, werden schwerlich während der Dauer der Ausstellung herauskommen.
In der belgischen Volksvertretung hat es erneuten Lärm gegeben. Der eben gewählte liberale Abgeordnete Jansen griff das Ministerium wegen der Spitzel - Angelegenheit auf das heftigste an und forderte feinen Rücktritt ober allgemeine Neuwahlen für das ganze Land. Ministerpräsident Beernaert lehnte diese Zumutung sehr entschieden ab, aber die Erregung im Volke ist so groß, daß über kurz ober lang doch ein entscheidender Schritt erfolgen muß.
ein Barbier, dem die blinde Glücksgöttin das große LooS mit zweimalhuudertfünfzigtauseud Guldeu iu deu Schooß geworfen hat.
Seine Tochter Euphrosyne — eigentlich heißt sie Nanni — eine achtzehnjährige, sehr hübsche Blondine, die mit dem hereinstolperudeu Manne einen verständnisinnigen Blick verstohlen gewechselt hat, ist znm Aerger deS Vaters einfach, aber geschmackvoll gekleidet. Er möchte sie am liebsten im edelsteiobe. fäeten Brokatkleid sehen, denn er hat geschworen, fein Schwiegersohn müsse wenigstens ein Diplomat sein, obwohl Pnrzelrneier iu betreff deS Diplomatenstandes uicht ganz im Klaren ist. EuphrosyueuS weißes Piquetkleid, das faltenreich die schön geformten Glieder hüllt und knapp gepaßt die volle Brust umspannt, hat sich ein wenig verschoben und läßt ein Paar winziger Füßchen sehen, wie sie nur auf dem Trottoir der Ringstraße in Wien herumgaukeln.
®er zierliche, elastische Fuß, eiu Erbteil der Wieneriuue», das die Sttauß und Lanner inS Leben gerufen, bedingt die leichte Bewegung, den schwebenden Gang und die Anmut EuphrosyueuS, kurz er macht sie, wie ihre berühmte LaudSmäuuin Fanny Elßuer, von der Börne behauptete, daß sie „Göthe tauzt'» zur geborenen Grazie. Aber sie plaudert auch so leicht uud anmutig — immer mit dem Anklang an die weiche Wiener Mundart — wie fte geht und tanzt. Iu dem blüteufttscheu Gesicht spielt ei» reizendes Gemisch von Schüchternheit uud Lust, mit einem Worte, eS ist die sorglose Uube- fangeuhett des KindeS, die im entscheideudeu Falle deu feste» Eharakter nicht ausschließt.
Der junge, hochgewachseue, breitschulterige Maun scheint von einer Audienz zu kommen, den» er ist im Festgewande — an» dem Knopfloch de» schwarzen Frack» baumelt eiu auffallend großer Ordeussteru, die kräftig gebauten Hände find in weiße Glacehandschuhe gezwängt, die er eben obzustreifen bemüht ist. Da» schwarze Kraushaar, die großen braune» Auge», die nute» deu küh» geschwungene» Brauen recht unter«
Vocheuscha«.
Die plötzlich hereingebrochenen unruhigen Tage finb ebenso schnell wieder von bannen gezogen und bet für eine Woche gestörte Sommerfriede ist vollständig wieder hergestellt. Rußland hat zu merken iekonnen, daß jede gewaltsame Politik oder jeder Versuch auch nur zu einer solchen eine unbedingte Rückwirkung auf seine Finanzen haben muß, und baß es noch lange nicht so weit vorgeschritten ist, um selbstständig in finanzieller Beziehung dastehen zu können. Für Deutschland haben die russischen Werte seit ihrer Konvertierung ganz erheblich von ihrem Reiz verloren und es ist auch kaum anzunehmen, daß das flüssige deutsche Geld sich ihnen Hiebet in hervorragendem Maße zuwendet. Da winken sichere und ebenso vorteilhafte Geldanlagen heute in Hülle und Fülle. Was die offiziellen Beziehungen zwischen Berlin und Petersburg anbetrifft, so sind dieselben durch den Zank der Zeitungen nicht stchtlich verändert. Der Besuch des Zaren in Deutschland bleibt nach wie vor in Aussich;, aber bei der ttneigung des russischen Herrschers gegen die «roßen Städte wird er in einem deutschen Hafen «folgen. Alerxander III. ist nach den zahl-
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler
Sonntag, 23. Juni 1889. ÄÄiK&ÄM Jahrgang.
Daube u.Co in Frankfurt a M., Berlin, Hannover. Varis.
MchW 3ciluilt|
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg und Kirchhain
Vor dem Kammergebäude haben laute Demonstrationen durch die Bevölkerung der Hauptstadt stattgefunden. König Leopold soll über alle diese Zwischenfälle auf das Ernstlichste verstimmt fein.