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KAchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für Mt Kreise Marburg M Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt-
Expedition- Mar« 21. — Redaktion, Druck und Strlag von Joh. leg. «och.
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XXIV. Jahrgang.
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Der A«sba« -er Volksschule.
___ Von dem soeben stattgehabten deutschen Lehrer- ht» °ge ist ein Thema verhandelt worden, welches
, i Andere Beachtung verdient, nämlich der Ausbau der oaq. s olksschule. Aus dem hierüber gehaltenen Vortrage 11 eben wir zunächst die Hauptstellen hervor. „In eL ™ Einrichtungen der verschiedenen deutschen Bil- — imgsanstalten macht sich eine Lücke bemerkbar, die i . länger, je mehr empfunden wird. Schon 1874 ier i i us der 6. Hauptversammlung des bayerischen Lehrer- 4245 ! Vereins in Kaiserslautern wurde die Ansicht aus- --j -sprochen, daß die deutsche Volksschule einer Ent- i nctlung, eines Ausbaues bedürfe. Einstimmig wurde vfvrh jesem Gedanken beigetreten. Der westfälische ethen. zEdtetag hat 1886 in seiner Versammlung in zserlohn denselben Gedanken besprochen, und es id dort ebenfalls Stimmen zugunsten desselben mt geworden. Wir besitzen in den zahlreichen butschen Bundesstaaten eine reiche Auswahl ver- shiedener Bildungsanstalten, so daß man meinen Ate, es sei für alle Bildungsbedürfnisse ausreichend -sorgt. Die Anforderungen aber, welche das Eltcrn- ws an die Schule stellt, stehen ost im Gegensatz 4280 1 1 den Zielen dieser Schulen. Es kann auch dem
Alle Postanstalten nehmen Bestellungen ____j ji und auf dem Lande die Postboten.
Glückliche Vett««s
Erzählung aus dem Eeeleben von Fritz Forbenttr, Kapitän.
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Wilhelm sprang auf und jubelte: .Ein Schiff
Ja zwei Miuuteu waren alle im Boot uud
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,yT. Niemann war eS, der nach still gewordenem Un- 82»£ ttter wieder auf den Hafen avgehalten batte, kaum 84'/, gelaufen, sein Signal verstanden sah uud unn flO'/i ■ Ruchlos in der Umarmung des Vaters und des Floren geglaubten Freundes lag. —
—.L , Während Vater »nd Sohn auf dem »enange- ?®menen Schiff in Rechnungen nnb Papieren der- Mt faßen, hatten sich die übrigen in der Kajüte des £ten Niemann mit den Resten des nuterbrochenen Mhstück« in nähere Berührung gesetzt.
^.Saddaml' rief WattS, .wen» wir hier -inen ^otengarteu hätten, so könntet Ihr mich als Bogel-
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los*/, »lgende Kanoueuschüfle.
104’/, Wilhelm sprang aus »ft ein!'
zwei wcrnureu »mt» «ut » «i IriiL weiten fröhlich dem Ankömmling entgegen.
(Fortsetzung)
.Nun seht, Kapitän! mau hält mich auf der Flotte e einen der ersten Schwimmer, und da ich gewöhnt
1 i, in Gefahren nicht gleich den Mut fiukeu zu auptt chen, so dachte ich, eS sei mit Gottes Hilfe wohl löglich, den Strand zu gewinnen.
Die Gewalt der hohen Wogen, die gerade aufS
____ Äd rollte», benutzend, war ich schon eine gute Strecke «rgerückt, da blitzte mir in ziemlicher Entfernung Hts ein N tschuß auf.
j Meine Hoffnung wuchs — ich verdoppelte meine '8i Mstrenguvg, da warf eine Sturzwelle das Tau mir N den Hals, ich wollte es los macken, fühlte es v«» Mötzlich augezogeu — uud verlor die Brstnuuug, die # erst hier wieder erhielt. Habt Dank — Kapitän!' .rM I .Wofür denn?' fragte der Alte. .Ihr rettetet 1051L gk den Sohn nebst Schiff uud Mannschaft uud gewährt mir die Freude, Euch zu retten.'
Horch! was war das? Es klang wie drei schnell
ausmerksamen Beobachter nicht entgehen, daß das heutige gewerbliche, geschäftliche und staatliche Leben an einen großen Teil der Heranwachsenden Jugend eine Reihe von Bildungsforderungen stellt, welche zwischen den Bildungszielen der Volksschule und jenen der Mittelschule liegen. Ueberall wird darauf hingewiesen, daß das Handwerk goldenen Boden hat, zumal in unseren Tagen, in denen alles darauf hinausgeht, dem Handwerk zu neuen Ehren, zu einer achtunggebietenden Stellung zu verhelfen, daß es Pflicht der Eltern sei, diesen alten Spruch den Kindern und Schülern ins Gedächtnis zurückzurufen. Dem Handwerk sind zur Zeit mehr gescheidte Köpfe notwendig, als irgend einem anderen Beruf. Der Hauptgrund der Misere, unter welcher das Handwerk zur Zeit leidet, ist in der Thatsache zu suchen, daß Tausende von Eltern unter Aufwendung erheblicher Opfer ihre Söhne, um ihnen den dreijährigen Militärdienst zu ersparen, eine höhere Bildung geben. Die leidige Berechtigungssrage zum Einjährigen - Freiwilligen hat den deutschen Mittelschulen den Stempel und Charakter aufgedrückt. Diese sind in gewiffcm Sinne Militärbildungsanstalten geworden. Nicht das Unterrichts - Ministerium, die Exzellenz für das Kriegswesen entscheidet in Deutschland über das Wohl und Wehe der zum Einjährig- Freiwilligendrenft berechtigenden Mittelschulen. Die Berechtigungsfrage trägt den größten Teil der Schuld an den Klagen, welche über ungenügende Einrichtungen der Mittelschulen erhoben werden. Wer erst 4—6 Jahre die Volksschule besucht, dann 5—6 Jahre in der Realschule geseffen und sich em ziemlich hohes Maß von Wissen angeeignet hat, wird, selten die Kraft in sich haben, mit Liebe und Eifer, mit Geschick und Ausdauer ein Geschäft zu lernen. Haben aber gar die doppelfarbigen Schnüre seine Achselklappen geschmückt, so wird die Lust zu Hammer, Hobel und Kelle sicher noch mehr geschwunden sein. Als Abiturient noch Lehrbursche zu werden, dazu gehört ein Maß von Willenskraft, das über das menschliche meist hinausgeht.
Die heutigen Mittelschulen können ihrer ganzen Einrichtung halber die Forderungen, welche der größte Teil der Handwerker, Geschäftsleute und intelligenten Landwirte zu stellen berechtigt ist. nicht erfüllen. Der Volksschule fehlt eben der natürliche Ausbau. Diese bildet die zweikursige gehobene Volks- oder Bürgerschule, welche den Lehrstoff der Volksschule befestigt und erweitert, wobei sie die Bedürfnisse des geschäftlichen und gewerblichen Lebens besonders berücksichtigt. Diese gehobene Bürgerschule scheuche hiueiustelleu. Ich bitte Euch, 'seht nur her. Hier zwischen Beinkleid uud Strumpf fehlt eine Hand breit, die Stiefel haben uebeu dem Bein noch Platz für eiue ganze Garderobe nebst dem nötigen Proviant zu einer Seereise und wenn auch noch zehn solcher Frühstücke in meinem Magen Platz hätten, so würde doch außerdem noch mein seliger Vater tu dem Umfang dieses gewaltigen UeberrockeS ein bequemes Unterkommen finden. Stenelmauul laßt mir doch meine Bagage herüberholen, damit ich wieder einiges trockenes Zeug auf den Leib kriege.'
Wilhelm wurde deshalb mit der Weisung abgc- fertigt, nachher Kammerdienerftelle bei dem Leutnant zu vertreten. Die andern drei Kapitäne gingen wieder an Land.
Als Wilhelm mit dem Koffer angelangt war suchte Watts seine englische See-Uniform heraus und stand bald unter den Händen des hilfreichen Jünglings als ein blühend schöner, junger See-Offizier da.
Eben noch den Degen in der Hand, forderte er die Schaluppe, nm zu feinem Freund an Bord zu fahren, als Wilhelm anfing:
.Mit Gnnst, Leutnant! erlaubt mir eine Frage. An meinem Ruder hing ja das Tau, woran wir Euch auS der See zogen, also nehmt mir's nickt für ungut—"
„Sprich mein Junae', war die Antwort, .wie kann ich Lberhanpt meinem Retter eine Frage unerwidert lasten?'
.Nun seht, Leutnant, als wir Euch aus dem Master holten uud an Bord brachten, da war eS mir gleich so knrioS, als müßte ich Euch gut fein — eS konnte davon herrühren, daß ich gerade das Tan anfgefischt hatte, aber —'
.Weiter!' lief Watts aufmerksamer.
.Nun, alS Ihr vorhin Euer Hemd wecksettet, da sah ich auf Eurem rechten Arm ein eben solches Zeichen, als ich auf derselben Stelle von Kindheit an trage.'
Dabei streifte Wilhelm den Aermel ans und zeigte, in der Haut eingeätzt, einen Anker mit den Buchstaben w. ir. —
bildet keine neue Art von Mittelschule, sie schließt sich naturgemäß an die Volksschule an, bildet mit ihr ein einheitliches Ganze. Die in das Unterrichts- Programm dieser Bürgerschule aufzunehmenden Lehrgegenstände ergeben sich aus der Doppelsorderung: Besestigung der Volksschulbildung, Erweiterung des praktischen Wissens. Die Lehrgegenstände der Volksschule sind fast durchweg zu übernehmen. Zeichnen erhält eine gebührende Stellung, neu hinzu kommen der Unterricht in der französischen Sprache, Buchführung und Wechsellehre, sowie eine Unterweisung in der Elementar-Volkswirtschaftslehre u. s. w. Die Versammlung faßte nach diesen Darlegungen folgenden Beschluß: „Das heutige wirkliche, gewerbliche, geschäftliche und staatliche Leben stellt an einen großen Teil der Heranwachsenden Jugend höhere Bildungsforderungen, als die allgemeine siebenkursige Volksschule gewährt. Deshalb ist es dringendes Bedürfnis, im organischen Anschluß an diese Volksschule eine Mittelschule einzurichten, welche den weitergehenden Bedürfnisten des gewerblichen Lebens entspricht." Die mitgeteilten Ausführungen gehen im einzelnen Wohl etwas zu weit, verdienen aber im ganzen gewiß Beachtung. Unser Schulwesen weist hier jene längst bemerkte Lücke auf.
Deutsches Reich.
Berlin, 18. Juni. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung des Schwarzen Adler- Ordens an den Fürsten Hermann zu Hohenlohe- Langenburg, sowie das Gesetz, betreffend die Geschäftssprache der gerichtlichen Behörden in Elsaß- Lothringen, ferner die Verleihung des Kreuzes der Komture des Hausordens von Hohenzollern an den Direktor im Reichsamte des Innern Bosse und des Ritterkreuzes desselben Ordens an den Geheimrat v. Woedtke. — Die schon seit längerer Zeit erwartete Ernennung des früheren Kriegsministers Generals Bronsart von Schellendorff zum kommandierenden General des ersten Armeekorps ist nunmehr erfolgt. — In der jüngsten Zeit sind bekanntlich zwei kaiserliche Kabinettsordres ergangen, welche aus dem neuen Palais datiert sind. Es ist dies, wie erinnerlich, das Palais, welchem Kaiser Friedrich den Namen „Friedrichs-Kron" gegeben hatte. Der „Reichsbote" giebt für diese Umänderung folgende Erklärung: „Der leitende Gedanke dabei ist, daß es gegen die Tradition des Hohenzollernhauses verstößt, historisch gewordene Namen durch andere zu ersetzen. Die Pietät gegen Friedrich den Großen, der dies Schloß neues Palais hieß, hat hierin die
Der Degen fiel dem Leutnant aus der Hand. .Wo bist Du her?'
.Ein armer Fischer bet Danzig hat fich meiner alS vierjähriger Kaabe, den er aus dem Wasser rettete, angenommen und als er bald darauf starb, nahm mich sein Bruder zu fich; wo ich her bin, weiß ich mich nicht mehr zu ertuueru, indessen kommt eS wir manchmal noch so dunkel vor, als wenn ich mit meinem Vater aus einem großen Schiff, etwa wie dieses —•
Stürmisch riß ihn der Lentnant ans Herz. .Du bist mein Bruder, William, den zu suchen ich hierher kam nnd ich Dein Bruder Eduard, den Du nach Gottes weisen Ratschlüsse» retten mußtest! — Du Glücklicher! — Aber nun rasch hinüber zu Niemanns, damit ich ihnen mein neues Glück verkünden kann.'
Heut ist ein Freudeutag! Schnell ging es fort. Man kann fich leicht die allgemeine Freude denken. Bei dem frohen Mittagsmahl, welches der Leutnant auSzurichteu fich nicht nehmen ließ, erfuhren die ander», daß WattS verstorbener Vater vor zwanzig Jahren in Danzig feinen vierjährigen jüngsten Sohn verloren hatte, ohne je wieder Knnde von ihm erhalten zu könne«.
Der ältere Sohn hatte in seines Vaters Papiere» noch die Mögltchkett zu entnehme» geglaubt, de» Bruder aufzufindeu, »od wie es ihm geglückt war, wissen wir.
Nachdem die fröhliche Gesellschaft, welche so viele Gefahren glücklich überstanden hatte, wechselseitig ihre Erlebnisse ouSgetauscht hatte, bat der junge Seeoffizier Eduard WattS den greisen Kapitän Niemann, auS feinem langen und bewegten Leben auf dem Meere nnd unter allen Zonen der Gesellschaft noch etwas JntereffanteS rnitznteile».
.Gern will ich', versetzte der Kapstäu, .Eurem Wunsch willfahren und Euch eine ganz ähnliche nnb zwar romantische Geschichte glücklichen WiederfindenS erzählen.
Ich lag mtt meinem Schiff im Hafen von Alexandrien
geschichtliche Priorität vor der gegen Kaiser Friedrich, der es in Friedrichs-Kron umtaufte. Dagegen wäre es dem Kaiser sehr wohl gegeben, ein neues Schloß mit dem Andenken an Kaiser Friedrich zu verknüpfen." Aus welchen Quellen das Blatt diese Erläuterung geschöpft hat, wird nicht gesagt. — Der in Bochum abgehaltene Antisemitentag hat, so schreibt die „Kons. Korrespondenz", zu dem Ergebnis geführt, daß die weitüberwiegende Mehrheit der Anwesenden sich zu einer »antisemitischen deutschsozialen Partei konstituiert und ein aus 19 Punkten bestehendes Programm dieser neuen Partei angenommen hat. Die Herren Dr. Böckel, Zimmermann und einige andere schlossen sich aus und verließen unter Protest den Saal. Aus dem Inhalt des Programms dürften die nachstehenden Punkte diejenigen sein, die am meisten interessieren: Die neue Partei „würdigt" die hohe Bedeutung der christlichen Weltanschauung für die sittliche Entwickelung des Menschentums, „gesteht" der christlichen Kirche einen sittlichen und sozialen Beruf „zu" und will sie deshalb möglichst von staatlicher Bevormundung befreit sehen. Sie wünscht völlige Glaubens- und Gewissensfreiheit. Bezüglich der Judensrage sei die Aufhebung der Gleichberechtigung und Stellung der Juden unter Fremdenrecht in Deutschland ins Auge zu fassen. „So lange die soziale Neuordnung unseres Volkes in Berufsgruppen nicht dmchgeführt ist",' hält die neue Partei das für den Reichstag zur Anwendung kommende allgemeine direkte Wahlrecht mit geheimer Abstimmung für das verhältnismäßig beste, wünscht aber die Einführung amtlich zu liefernder Stimmzettelumschläge und die Gewährung bescheidener Diäten für die Reichstagsabgeordneten, als eine „notwendige Ergänzung der Wahlfteiheit". In sozialer Hinsicht erachtet es die neue Partei „für eine patriotische Pflicht, auf eine zeitgemäße Neuordnung der Erwerbsverhältniffe hinzuwirken". Der bisher rechtlich unvermittelte und beharrlich verkannte Gegensatz zwischen Besitzesherrschaft und Besitzesabhängigkeir oder zwischen „Kapital" und „Arbeit" müsse beseitigt oder gemildert werden. Und zwar könne „der machtliche und wirtschaftliche Gegensatz zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nur durch eine unter Mitwirkung der beiderseitigen Beteiligten herbeigeführte genossenschaftliche allgemeine Regelung und Feststellung der gesamten Arbeits- und Dienstverhältnisse der letzteren, sowie der für dieselben zu gewährenden und von ihnen zu beanspruchenden Mindest-Arbeits- und Dienstentschädigungen, Gehälter und Löhne, beseitigt oder ausreichend geschlichtet
berettS seit vierzehn Tage» und wollte am ander» Tag nach Loudon in See stechen.
Da meldete fich am Abend vor der Abfahrt rin schon bejahrter Herr mit einer wunderbar schöne» jungen Dame bei mir und bat mich, ihn mit seiner Begletteri» nach London mitzunehmen.
Ich erfüllte den Wunsch des Fremden und schloß den Ueberfahrts-Koutrakt mit ihm ab.
Nach Verlauf weniger Stnudeu brachten zwei Diener das Reisegepäck an Lord.
Am andern Morgen lichtete ich die Anker uud stach iu See. Während der Fahrt lud ich die beide» Fremde», für die ich mich lebhaft erwärmte, oft i» meine Kajüte ein nnb so entstand allmählich zwischen nnS ein zutrauliches Verhältnis.
Eines Tages faßen wir drei wiederum in der Kajüte bei einem soliden Frühstück vereint nnb ich suchte meine beiben Gäste mit meinen Erlebnisse» zu unterhalten, für bte fie ein großes Interesse a» de» Tag legten.
.Ihr Verttaue»', begann der Fremde, al» ich geendet hatte, will ich mit Vertranen erwidern und Ihnen auch unsere Schicksale erzählen.'
.Ich nahm', so fuhr er fort, .seiner Zeit an ben Feldzügen des großen Napoleon teil nnd marschierte mit dessen Armee von einem Ende Europas zum andern; ans Deutschland nach Italien, ans Spanien nach Rußland nnd mußte in dem ranhe», wechsel- vollen Soldatenlebe» alle Frenden stiller Häuslichkeit entbehren. In de» Arme» der Liebe anSzurnhe» von Kampf und Streit war das höchste Ziel meines SttebeuS, meine schönste Hoffnung, mein einziger Wunsch. Ich verlangte endlich die Erfüllung meiner brennendsten Sehnsucht.
In Marseille lernte ich in dem Hanse meine» Freundes, des Generals Bugeand die Seligkeiten einer auf Achtung und der innigsten Liebe berührende» Ehe kenne», die, fich selbst genug, fern vom Geräusch der Welt, auch nur sich selber lebt; hier fühlte ich zum erstenmal die Schattenseite» meines Stande»,