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Illustriertes Sonntagsblatt,
Expedition! Markt 21. — Redaktion, Druck und »erlag von Joh. Sag. to$;
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gnete m Koburg-Gotha werden wird. — Wie wir hören.
to Kaiserin Augusta in etwa 8 Tagen Baden-Baden
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istinz t den Angriff der Samoaner auf die deutsche im
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mg des Newyorker „Herald", nach welcher als »ziger Grund, weshalb Staatssekretär Blaine den m der Samoa Konferenz vereinbarten Vertrag noch »ht unterschrieben habe, die Entschädigungsfrage
irzüg- ‘reise.
«lassen, um sich zu längerem Aufenthalt nach Koblenz i begeben. • Dann ist eine dreiwöchentliche Kur in Hlangenbab in Aussicht genommen und im August denkt die Kaiserin-Großmutter auf Schloß Babels- ig bei Potsdam einige Zeit zu wohnen. —
yember 1888 gelandete Abteilung gewesen sei, ird von unterichteter Seite als vollständig erfunden zeichnet.
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Als Doktor Wermuth bann gekommen, hatte sie lächelnd gesagt: «Sorgt Euch nicht nm mich, ich habe genug gelebt nud sehue mich nach der Ruhe deS Grabes.' Die Arznei, welche Viola ihr reichte, nahm sie nicht mehr, auch zum Mittag genoß sie nichts. Eine Stunde vor der Beisetzung etwa bat sie Viola, ihr behilflich zu sein, sich aufzurichten, und als dies geschehe» und sie aufrecht in den Kiffen lehnte, bat sie wieder: «Donna Viola, ich bitte, ruft Do« Rodrigo zu mir, aber kommt bald zurück.' Und als sie bann Beide vor ihrem Lager ftanden, begann die Alte mit heiserer Stimme: «Don Rodrigo, ich war ost grausam hart zu Euch, aber ich mußt' es sein, um meinen Schwur zu halten; jetzt ist er erfüllt nnb ich darf ruhen. Aber ich hatte auch geschworen, Euch zu lieben, und hab' es immer gethan, aber deshalb will ich nicht, daß Ihr je meinem Andenken flucht und möchte Euch noch Gutes thuu vor dem Sterben. — Auch jenes goldhaarige Kind, das ich hassen zu muffen geglaubt und doch lieben gelernt, möchte ich vergessen machen, daß ich ihm wehe gethan. Und so lege ich Eure Häude tu eiuauder, daß Ihr nicht einsam mehr durchs Leben geht; weiß ich doch am besten, wie heiß Ihr Euch liebt.'
»Und jetzt darf ich das thnn, ohne meinen Schwur »u breche», den» Isabella kau» nicht Eure Gattin, ein rothaarig Weib nie Nieves Mutter werde«. — Es ist freilich not eine atme Dienerin, die Euren Herzensbnnd fügt, aber glückbringend nnb segenfpeudeud soll nnb wird er doch werben nach so langer schwerer Prüfungszeit. — So — nnb nun gönnt mir meine Ruhe, ich habe sie zu Derbiene« gestrebt; Ihr aber genießet Euer Leben noch lange. Alle Wolke» ziehe» einmal vorüber, nnb bahinter scheint immer die Sonne; vergeßt das nicht."
Sie sank, von dem lange» Sprechen erschöpft, in die Kissen zurück, während Roderich nnb Viola Hand in Hand, Auge in Auge an ihrem Lager standen. Thränen des seligsten Glückes glänzte» in den Angen deS jungen Mädchens, als sie das lockige Hanpt nun
Es war eine Stunde vergangen, als abermals ein Wagen vor dem Schlosse hielt. Diesmal war cs Doktor Wermuth, der ihm entstieg. Als er in den Salon trat, blieb er überrascht auf der Schwelle stehen. Da saß der saubere Patron, dieser v. Haaren, noch in den Reisekleidern in der Sophaecke, und in seinen Armen ruhte NieveS mit geschloffenen Ange», im Brautanzuge.
Olaf nickte ihm zu: «Sie schläft, schon seit einer Stunde etwa.' Aber der kleine alte Herr achtete nicht darauf, grußlos mit finsterem Blick trat er »äher, beugte sich nteber zu der bleichen Mädchenge- ftalt, lauschte an ihrem Munde, fühlte nach dem Herze», nach ihrem Puls und sagte bann, sich wieder anfrichteud, mit harter Stimme: «Sie sind zu spät gekommen, das schwache Fiämmche» ihres Lebens.von Neuem avznfachen. Sie ist tot.'
Daun sich kurz umwendend, verließ er das Zimmer, nm den Vater schonungsvoll vorznbereiteu uud murmelte zwischen den Zähnen: «Ja, solche Mörder verfolgt man nicht.'
In derselben Stunde noch verließ Olaf das Hans, über das er so viel Jammer und Herzeleid gebracht, nachdem er noch einwalNievesVater gegenübergestande».
«Ich danke Ihne», daß Sie gekommen; leben Sie wohl', hatte jener gesagt, aber die Hand hat er ihm nicht gereicht, und angeblickt hat ter ihn auch nicht.
I» der Nacht, die diesem Tage folgte, hatte MeicedeS an der Leiche ihres Lieblings Wache gehalten, aber am Morgen mußte man sie in ihr Zimmer tragen, nnb nun saß wieder Viola an ihrem Krankenlager Tag nnb Nackt in treuer Pflege, unermüdlich. So war ber Begräbnistag gekommen. Die Alte war währenb ber Nacht von grenzenloser Unruhe und argen Schmerzen gepeinigt worden und hatte Violas hilfsbereite, beruhigende Nähe dankbar ewpfnnden. Gegen Morgen hatten die Schmerzen sie verlassen, und die Unruhe war der Mattigkeit ge. wicken nnb sie hatte den ganzen Vormittag über mit großen gedankenvolle« Augen ruhig im Bett gelegen.
Ebcrnburg, 11. Juni. Unter großer Beteiligung von nah und fern sand heute vormittag die Enlhüllung des Hutten-Sickingen-Denkmals auf der Ebcrnburg statt. Von 10'/, Uhr an zogen mit ihren Fahnen Krieger- und Turner- und Gesangvereine aus Kreuznach und Münster am Stein unter klingendem Spiele zur Ebcrnburg. Auf ber Burg hielt nach dem Gesänge und nach der Begrüßungsansprache des Landrats Geheimrat Agricola Professor Oncken die Festrede, welcher die Verlesung der Enthüllungsurkunde folgte, worauf unter Böllerschüffin und Hochrufen des Publikums die Hülle des Denkmals fiel. Mit dem von Professor von Erdmannsdörfer-Heidel- berg ausgebrachten Hoch auf den Kaiser und den Prinzregenten von Bayern, sowie mit dem gemeinschaftlichen Gesänge »Deutschland, Deutschland über Alles!" schloß die glänzend verlaufene Feier, welcher Graf Hutten - Czapski und Freiherr v. Rekum als Nachkommen der gefeierten Helden beiwohnten. Um 12V, Uhr begann das Festbankett, an welchem 200 Personen teilnahmen.
Augsburg, 10. Juni. Zu ber allgemeinen deutschen Lehrerversammlung sind gegen 1600 Lehrer eingetroffen. In ber Vorversammlung hieß Seminaroberlehrer Joh. Halben - Hamburg im Namen des ständigen Ausschusses die Teilnehmer herzlichst willkommen. Die Stadt ist reich beflaggt. — Die heutige Hauptsitzung der Allgemeinen Deutschen Lehrer- Versammlung wurde wiederum von Halben (Hamburg) eröffnet und letzterer sodann zum Präsidenten gewählt. Regierungsrat Schmidt begrüßte die Versammlung namens des bayerischen Staatsministeriums, sowie der Kreisregierung Schwabens, dasselbe that Bürgermeister von Fischer namens der Stadt Augsburg und Schulrat Bauer für den Ortsausschuß. Alle Redner stimmten darin überein, daß die deutsche Nation ihr Hauptaugenmerk auf die geistige wie die körperliche Ausbildung zu richten habe. — Die Versammlung brachte in Telegrammen an Kaiser Wilhelm und Prinzregent Luitpold ihre Huldigungsgrüße dar. Zuerst sprach Schuldirektor Richter (Leipzig) über Volkstum und Volksschule.
Aetttlchrs Leich.
Berlin, 11. Ium. Außer dem Schah von trften ist auch der Herzog von Edinburg mit inem ältesten Sohne zum Besuch des deutschen aiserpaares eingetroffen. Die Herzogin von Edin- mg ist nicht mitgekommen, sondern hat sich direkt ach Koburg begeben. Der Herzog von Edinburg, « voraussichtliche Nachfolger des Herzogs von obnrg, ist bekanntlich ein Oheim unseres Kaisers, ine zeitlang hieß es, daß ihm sei» Erbrecht gegen ine hohe Abfindungssumme abgekausl werden solle, ih wiederholt tauchte in den Blättern das Gerücht »f. s solle durch ein Reichsgesetz die Möglichkeit ^geschlossen werden, daß ein Ausländer einen mischen Fürstenthron besteige. Dieser Plan scheint ber auf unüberwindliche Schwierigkeiten gestoßen ib infolge dessen aufgegeben zu sein. Jedenfalls : nicht daran zu zweifeln, daß der Herzog von binburg oder fein ältester Sohn dereinst Herzog
(Nachdruck verboten.)
Li« Kind -es Südens.
Novelle von 9L Dnüt.
(Schluß.)
Ausland.
Prag, 11. Juni. Gestern vormittags wurde hier der Kongreß der deutschen dermatologischen Gesellschaft eröffnet. Derselbe zählt über 7 0 Teilnehmer, meist Professoren aus Wien, Berlin, Breslau, Königsberg und Leipzig. Präsident Professor Pick hielt die Eröffnungsrede. Nach erfolgter Begrüßung durch den Rektor Ullmann und den Dekan der deutschen
Hessm-Nassau.
Marburg, 12. Juni. Nächsten Sonntag, den 16. d. M., findet hier die siebente Generalversammlung des Aerztevereins für den Regierungsbezirk Cassel statt. Die von den Vereinsmitgliebern gestiftete und von Professor Hassenpslug in Cassel angefertigte Marmorbüste des Geheimrat Roser wird bei dieser Gelegenheit dem gegenwärtigen Direktor der chirurgischen Klinik zur Ausstellung in diesem Institut über» geben werde». — Später reiht sich hieran int Auditorium des neuerbauten pathologischen Institut- die Geschäftssitzung, Besichtigung dieses Instituts und ein Vortrag des Herrn Professor Marchand. — Nach Beendigung der Verhandlungen ist gemeinsames Mittagsessen im Hotel Ritter.
Marburg, 12. Juni. Laut Bekanntmachung des Bundesausschusses, Cassel, am 20. April 1889 (.Sängerhalle" Nr. 18), wird am 20. und 21. Juli dieses Jahres in Marburg das Bundessängersest des „Hessischen Sängerbundes" gefeiert werben. Marburg hat schon mehrmals die Auszeichnung erfahren, bie hessischen Sänger zu größeren Festen aufnehmen zu dürfen. In den Jahren 1845 am 19., 20. und 21. Juli und 1865 am 8., 9. und 10. Juli haben stark besuchte Sängerfeste hier stattgefunden. Dieselben gestalteten sich zu echten Volksfesten und nahmen einen frohe« und würdigen, allseitig befriedigenden Verlauf. Auch im Jahre 1882 wurde am 16. Juli das 14. Jahresfest des.Lahnthal-Sängerbundes", welchem ber hiesige Gesangverein „Liedertafel" angehört, hier begangen. Auch für das bevorstehende Fest dürfen wir schönen Erwartungen uns hingeben. Die herrliche Sage unserer Universitätsstadt, die schönen, waldbekränzten Berge, die lieblichen Thäler und dazu die ehrwürdigen Denkmäler ber Baukunst erfreuen jeden flüchtigen Gast; wie sollten sie nicht den deutschen Sänger, zumal den Bewohner Hessens, nach dieser Perle seines Heimatlandes ziehen. In dieser Zuversicht rüsten sich alle Kreise Marburgs seit Wochen, um die lieben Gäste ber Würde des Festes angemessen zu empfangen. Und wie in früheren Jahren die Universität mit der Bürgerschaft gewetteifert hat, wie msbesondere gefeierte Lehrer ber theologischen Fakultät, die zwar inzwischen heimgegangen sind, deren Namen aber fortleben, um das Gelingen solcher Feste sich mit bemüht haben, so fehlt auch diesmal die Mitwirkung der Profefsoren nicht. Es ist erfreulich und erhebend, von neuem wahrzunehmen, wie alle Schichten ber Bevölkerung sich verbinden
medizinischen Fakultät, Hofmeister, folgten Borträge und Demonstrationen.
Rom, 11. Juni. Die Kammer fetzte die Beratung über den Zwischenfall Duranbo fort und genehmigte nahezu einstimmig die von der Regierung acceptierte Tagesordnung, welche besagt: Die Kammer hegt das Vertrauen, daß die Regierung, ber gegebenen Anregung folgend, dafür sorgen werde, daß die italienischen Konsuln die Freundschaft zu den Staaten, worin sie ernannt sind, pflegen, dabei aber ben Italienern einen wirksamen Schutz angedeiheu lassen, ferner einen wohlwollenden und billigen Einfluß daraufhin ausüben, daß bet den Angehörigen der italienischen Nation stets das volle Vertrauen und die Zuneigung zum Mutterlande auftecht erhalten werde. Ministerpräsident Crispi hatte das Verhalten des Konsuls Durando verteidigt und schloß seine Rede mit de» Worten: Da ber Friede Europas auf Verträge begründet ist, so ist es Pflicht eines jeden redliche« Patrioten, dieselben strengstens zu beobachte«. Es werde« uns viele Fallen gelegt und ein sehr thäiiger, unversöhnlicher Feind im Innern würbe freubig den Tag begrüßen, an dem das feste Band der Tripelallianz zerrissen wäre. Derselbe wird dabei auch durch eine gewisse Macht unterstützt. Aber diese Versuche sind nutzlos, denn keine Falle wird die den Weltfrieden verbürgende Allianz zerreiße« können.
Paris, 11. Juni. Deroulöde, ßaifant und Saguerre sind noch nicht in Freiheit gesetzt; sie haben sich heute vor dem Zuchtpolizeigericht zu Angoulöme wegen Widersetzlichkeit und Bedrohung von Beamten zu verantworte«. Die Boulangisten werden von der Einbringung einer Interpellation einstweilen absehen.
Brüffel, 11. Juni. Bei der heutigen Stichwahl zur Repräsentantenkammer wurde Janson (Progressist) mit 1900 Stimmen Majorität gegen Debecker (Katholik) gewählt.
London, 11. Juni. Reuter-Meldung aus Simla vom 10. Juni: Prinz Albert Viktor, Sohn des Prinzen von Wales, reift nächsten Winter nach Indien. Der Besuch ist ohne offiziellen Charakter.
Belgrad, 10. Juni. Heute vormittag cetebrirte der Metropolit Michael in der Kathedralkirche eine Trauermesse für den Fürste« Michael, welcher der König, die Regenten und Minister, die Zivil- und Militär-Würdenttäger, sowie ein zahlreiches Publikum beiwohnten.
an feine Schulter lehnte. Wie oft hatte sie sich »ach solch» Stütze gesehnt, »ab wie schwer war es ihr ost geworben, ben Kopf hoch zu halte», ber vo» dem vielen Denke» so müde war. Ader jetzt durfte er ruhen an feinem starken, liebevollen Herzen, und die quälende» Gedanken waren auch zur Ruhe gebracht durch daS erlösende Zauberwort der Alten.
Da streckte diese bie Ha«i> nach Viola aus nnb bat: «Bleibe bei mir in der letzten Stunde."
Roderich war gegangen, und es war still ge. worden in dem Sterbezimmer. Viola hatte daS kleine Gebetbuch unter dem Madonnenbilde hervor» nommen und zu lesen begonnen, wie die alte Spanierin eS gern hatte. —
Da begannen bie Glocken im Dorfe brnnten zu läuten, nnb bie Kranke bat das junge Mädchen, die Fenster weit zu öffnen. Mit bet falten Herbst, lüft wehten bie Glockeuklänge ber kleinen Kirche voll herein, nnb bie Alte lauschte ihnen mit so glücklich friebvollem Ausdruck, wie ihn Viola im Leben nie. «als in ihrem Gesicht erschaut. Mit d» letzten Kraft hatte sie die welken Hände gefaltet, nnb als bie Glocken draußen schwiegen, 'hatte sie auch ihr« letzten Atemzug gethan.
»Schlaf' in Frieden l' flüsterte Viola, mit der Hand sanft über das Gesicht ber Toten streifend, nm ihr bie Augen zuzubrücken.
Währenb dessen kehrte Roderich anDoftor Wermuths Sette vom Friedhöfe zurück. »ES konnte nicht anders fein, nicht anders komme»', sagt» ber Arzt. «Sie war eine Schneeflocke, und die Glut d» Liebe mußte ihre Lebenskräfte verzehren.'
XX.
Als der Oberst Baron Philipp v. Lobow im Winter deS folgenden Jahres auf einer Vergnügungsreise mit feiner jungen Fran nach Neapel kam und dort die Sehenswürdigketten in Augenschein nahm, rollte eine offene Equipage an ihnen vorüber, in welcher an der Sette eines geckenhaften jungen Mannes ein Weib
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»Hörst Du nicht das Rollen eines Wagens fragte Z2- kM, und Mercedes vernahm eS wirklich. «Ader fU Auen Olaf wird er nicht bringen, armes Kind', Ute sie, während Viola drinnen verstohlen eine träne trocknete, indem sie sagte: »Wie schön fie An. ' und doch find es nur Grabesrose», die auf ihren - on^. wagen blühen."
“'" . traufeen kam daS Rädergerassel immer näher, ehrend sich die Schneeflocken wie schmeichelnd auf stein; |gr nnb Gewänder des jungen Mädchens legten. 3549 a bog ber Wagen in das Hofthor, hielt gleich darauf
*r ber Freitreppe, und Olaf stieg heraus.
IO In welcher Sprache hat Roderich nur zu ihm — ' sprachen, bafe feine Worte ihn ans Angelina's
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WchenMche Beilagen: Kreis • Blatt für dir Kreise Marburg mti) Kirchhain
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Marburg, sowie d. Annoneen-Bureanx bou^aafexffein ttnb Vogler
Donnerstag, 13. Juni 1889. W ™- Jahrgang.
Daube u. Co. in Frankfurt a. St, Berlin, Hannover. Paris.
n r»e gerissen?
»Olaf, Olas', rief NieveS nnb streckte ihm bie t®e entgegen, «Wie hab' ich Deiner in Sehnsucht »artet — aber ich mufete es ja, bafe Du heut rstnä »wen mußtest. So, uun nimm mich wieder an Herz, da ist jetzt mein Platz für das ganze fl Dabei schmiegte sie sich an ihn und fuhr
] Ku nach einem prüfenden Blick in fein Gesicht
** *«: .Wie ist Deine Farbe blaß nnb bleich, aber
a kommt, wett Du Dich nach mir gesehnt hast, nicht —< *bt?' — u«b miebet nach einer Pause: »Nun B uns ins Hans gehen — aber ich bin so mübe, nnrt #tm tuich auf Deine starken Arme nnb trage mich 409« nejD| jch b^te Dich 1* Und er hob fie empor, bie leichte s, *ft, aber auch brinnen ließ fie ihu nicht von sich.
»Es rvht fich so süß in Deinen Annen; laß mich ‘ein wenig schlafen nnb ich werbe nicht mehr mübe Küß mich noch einmal zur Gute Nacht.' Als 1 ihre Stirn mit ben Lippen berührt, flüsterte fie 4: »Unb habe Dank für alle Liebe, die mich so 'cklich gemacht", dann fielen ihr die Angen z«.
rifee« Saale unb abends Gala-Oper. Am 24., tter. ends um 6 Uhr, erfolgt bie Trauung in bet
»pelle des Schlosses zu Berlin mit darauffolgender rc und Fackeltanz und ben bei Hochzeiten in der driglichen Familie üblichen Festlichkeiten. Unter zssttl ■ Hochzeitsgästen werden sich vornehmlich die Ver-
«nbten des Brautpaares befinden. — Die Mel-
TION ür die Hochzeit des Prinzen Friedrich Leopold ikuni- her Prinzessin Luise zu Schleswig-Holstein sind ich der „Post" folgende Festlichkeiten in Aussicht morn men. Am 22. d. Mts. unmittelbar nach dem ierlichen Einzüge der hohen Braut in Berlin, wird e Unterzeichnung der Ehepakten im Kursürsten- umer des Königlich en Schlosses auf dem aus der nt des Großen Kurfürsten stammenden Tische er« [gen. Für den 23. b. Mts. große Galatafel im