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Illustriertes Sonntagsblatt-
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Intrige* nimmt entgegen He Expedition b Watte», jowie b. Imroncen^Bnteent von Haasemstein und Vogler
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Daube u. Co. in Frankfurt <u Berlin, Hannover. Pari».
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Mlbert, August Wilhelm und Oskar am 28. Juni
Kaiserin Friedrich hatte der König von Italien,
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dterlänoischen Werkes auszusprechen, so wird der
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Kirche stürzte herab. Granville, Guernsey, Die Bevölkerung ist in wurden nicht verletzt.
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des Portals der Trinitats- Die Erdstöße wurden bis Havre und Rouen verspürt, großer Bestürzung; Personen
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wenn ich eS könnte, sie töten mit diesen meine» Händen, vor seinen Augen! —Aber dann, Mercedes, dann würde er sich voll Haß und Abscheu von mir wenden und wich verachten, vor mir zurückschauderu. O, daß ich seine Liebe verloren, seine Liebe, in der ich so glücklich gewesen! Ich werde sterben müffen — denn wie sollte ich leben, nachdem er aufgehört, mich zu lieben?* So klagte fie fort, und ei gelang mir nur schwer, von ihr zu erfragen, wer jene» Weib gewesen, aber fie wußte auch nicht» weiter zu sagen, al» daß Ihr fie Isabella genannt, und daß fie schön, entsetzlich schön gewesen sei; dasselbe Weib, hoffen Bild sie in Sevilla einst bet Euch gesehen, da» nie erblickt zu haben, Ihr damals aber vorgegeben. Eine Stunde spÄer etwa sah ich die Fremde mit eigenen Augen auf einem feurigen Rappen die Fahrstraße dort in die Berge hinein entlang galoppieren. Da» lange blaue Kleid und die roten Locken flatterte» im Winde — und ich sandte ihr meinen Fluch nach. Nach Jahren erst erfuhr ich, daß er erhört worden; nicht gar lange danach hat fie stch selbst vergiftet; aber vorher noch sollte fie Donna Ine» töten. — I» jener Nacht wnrde Nieves geboren, und Donna Ine» fie hatte wahr gesprochen, ihr Leben mußte mit Eurer Liebe endigen. Noch ehe die Sonne aufgiug, hatte fie ihren letzten Seufzer auSgehaucht, aber noch tu der letzte» Staude hatte fie mir den Schwur ab» genommen, daß ich bi» zum letzte» Atemzuge der. hindern solle daß jene Isabella je Eure Satti», da» rothaarige Weib jemals die Mutter Ihre», Eure» Kindes werde. — Mein Schwur ist mir heilig, und ich werde lebe», ihn halten z» können.* Jetzt wandte sich die Alte und schrttt den Gartenweg zurück dem Schlosse zu, die Beiden dort fich selbst überlassend.---
Eine Zeit laug herrschte in dem Zimmer tiefe Stille, daun endlich wandte Roderich fich zu de« jungen Mädchen, uud im gleichen Augenblicke Hoß auch diese» den Kopf.
(Fortsetzung folgt.)
Augenblick.*
-Viola, darf ich, der alternde Manu, die kaum W»ffene Blume umfassen?*
Gesundheitszustand des Papstes sind unrichtig. In Gegenwart des Papstes wurden gestern die Dekrete promulgiert, welche die Vorarbeiten gestatten zur Seligsprechung des Bischofs Ancina von Saluzzo und der französischen Missionare Perboyre und Chanel, die im fernen Orient den Märtyrertot gesunden haben. Morgens celebrierte der Papst eine Messe, während deren er vorwiegend Fremden die Kommunion spendete.
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mnnungen ausführen. Wenn Herr von Bötticher «mstragt war, dem Reichstage für seine Mitarbeit a warmen Dank des Kaisers und die volle An-
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der .Rhein.-Wests. Ztg." aus Berlin geschrieben irb, in einem eigenhändigen Schreiben angezeigt, ß er beabsichtige, auf der Rückreise von Berlin der Heimat ihr in Homburg v. d. H. einen uch abzustatten. Er hatte gleichzeitig hinzugefügt, ß dieser Besuch zu seinem Bedauern nur von z kurzer Dauer sein könnte. Darauf hat die iserin Friedrich dem italienischen Könige für seine cht bestens gedankt und ihm erwidert, daß sie die Mühe der Hin- und Herreise zwischen ^ankfurt ersparen und ihn bei seiner Durchreise Franksurt aus dem dortigen Bahnhofe be- ißen wolle. — Ueber den Gesetzentwurf betieffenb Alters- und Jnvaliditätsversicherung wird der desrat erst in einer seiner nächsten Sitzungen schluß fassen. Die Annahme des Entwurfs ist Helios. Man erwartet, daß als EinführungS- in durch kaiserliche Verordnung der 1. Januar 91 sestgesetzt wird. Die „Nordd. Allg. Ztg " pricht in einem Leitartikel die Lage, die durch die ahme des Gesetzes geschaffen ist und kommt da- i zu folgendem Schluß: Die nun beginnende Ar- it ist eine andere, als die hinter uns liegende. Eher galt es, auf einem ganz neuen, von keiner ion bisher gesetzgeberisch betretenen Gebiete
! He gespaltene Seite S5 Sfg.
„Warum nicht, wenn die Blume fich au» tiefstem Inner» sehnt, an dem starke» Herze« z» ruhen?" gegenfragte fie, nnb fuhr bann langsam, wie träumend fort: „Unb doch wäre vielleicht niemals die Stunde gekommen, i» der ich Dir meine Liebe, mein Sehnen verraten, hätte» nicht Deine Melodie» z» mir ge» sprocke».*
„Und doch find es nur alte, ewige Weise, welche ich ihr entlocke» kann, denn drinuen in der Geige steht geschrieben: „Einst war ich ein grünendes Holz iw Walde, die Vögel sangen auf mir, was ich damals gehört, kling ich jetzt nach.* Nur von dem, was die Vögel des W 'IdeS schon vor Hnnderte» von Jahren sauge», weiß fie zn erzählen in ihren Tönen, und doch war fie lange Jahre hindurch wein einziger Trost, die einzige Znfluckt meines rnhelosen Herzens. Aber nun wird eS Ruhe finde», Ruhe und Glück bei Dir, Du mein Sonnenschein. O, ich ahnte es längst, daß Du mich liebst, aber ich wagte nicht, daran zu glauben. Jetzt endlich, da ich Dich an meinem Herze» halte, wie in jener ersten Stunde, alS ich nm Dein Leben gezittert, da ich Wieder Deine frische» Lippen küsse, wie damals, jetzt endlich ist wein Traum zur erlösende» Gewißheit geworben unb Niemanb soll je zwischen Dich nnb mich treten, Du mein einzig Glück."
„Ich, Don Robrigo, ich werbe dazwischen treten", sagte da eine harte Stimme vom Eingang her, nnb bort, hell umflossen von bem NachuiittagSsounen- glanz, staub in bem Rahmen her Thür bie dunkle Gestatt der alten Spanierin. Die kleine» schwarzen Auge» leuchteten fast unheimlich aus bem runzelige» Gesicht. „Ich Do» Rodrigo*, wiederholte fie noch einmal, als Roderich, ohne Viola frei z» lassen, sprachlos zu ihr hinüberstarrte. Das junge Mädchen aber da» zuerst, der Alten glücklich zugelächelt, löste fich jitzt saust au» feinen Armen und sagte traurig: „Mer- eedeS, waS habe ich nur verschuldet, daß Sie wir gar so abgeneigt find? Weßhalb wögen Sie mir »nr mein Glück nicht gönnen?*
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Lokaiveiwuttungsdill einem Ausschuß aller schottische« Deputierten, welcher durch dreißig andere Deputierte zu verstärken wäre, überweisen wollte, mit 239 gegen 177 Stimmen verworfen.
Petersburg, 31. Mai. Der „Regierungsbote* meldet, daß der Kaiser bei dem gestrigen Dejeuner in Peterhof folgenden Toast ausbrachte: „Ich trinke auf das Wohl des Fürsten von Montenegro, des einzigen aufrichtigen und treuen Freundes Rußlands.*
Athen, 31. Mai. Der Gerichtshof in Samia verurteilte den ehemaligen Deputierten Khoiidas, weil derselbe in dem Journal „Rabagas" den König beleidigende Artikel geschrieben, zu dreijährigem Gefängnis. Der Verleger des .Rabagas* wurde in contumaciam zu siebenjähriger Haft verurteilt.
Dank und die Anerkennung von diesen hohen Stellen wie nicht minder vom deutschen Volke denen sicher sein, welche den nun beginnenden, umfangreicheren unb oft gewiß schwierigeren Teil der Arbeit an biiirr Sozialfürsorge für die Arbeiter zu leisten haben werden. — Es fehlt in Deutschland bekanntlich nickt au Zeitungen, schreibt die „Nordd. Allg Ztg.*, welche im Falle Wohlgernuth unbesehen für die Auslassungen der schweizerischen Blätter eintreten, und in überströmendem Enthusiasmus für alles Fremdländische auch in diesem Falle wieder nur Hohn und Beschimpfungen für jene deutschen Zeitungen haben, welche von der Schweiz für deutsche Beamte die nämlichen Rücksichten fordern, die Schweizern ohne Unterschied im deutschen Reiche noch nie versagt worden ist. Als Quittung leistet diesen guten Freunden der Berner „Bund* über die Berliner Festlichkeiten für die italienischen Gäste verschiedene Notizen, die an Gehässigkeit alles hinter sich lassen, was die Pariser Boulevardblätter aus diesem Stoffe filtriert haben. Kaiser Wilhelm und König Humbert werden von dem Berner Blatt, das zum Witzblatt wahrlich in keiner Richtung veranlagt ist, in einer Form persifliert, welche in einer deutschen Zeitung allerdings nicht wiedergegeben werden darf, auf alle Deutschen aber, welche es auf die Gastfreundlichkeit der Schweiz hin noch wagen, einen recht erbaulichen Eindruck machen muß.
Bergeborbeck, 31. Mai. Im ganzen Kohlenrevier sind heute die Belegschaften fast ausnahmslos vollzählig eingefahren; der Streik ist somit beendet.
Münster, 31. Mai. Der „Wests. Merkur" meldet: Mitte nächster Woche kehren sämtliche Truppen aus dem Kohlenrevier zurück. Heute erfolgt eine Verminderung um 2 Bataillone. Das Jäger-Bataillon von Bückeburg löst 2 Bataillone in Bochum ab. Das 1. Bataillon 16er (Köln) ersetzt die 2 Bataillone 13er.
Ausland.
Rom, 30. Mai. Die Kammer beschloß auf den von dem Präsidenten ergänzten und von der Regierung zustimmend begrüßten Antrag des Deputierten San Donatos, dem Könige Humbert bei seiner Rückkehr nach Rom eine Huldigung in größtem Maßstabe darzubringen, indem das Präsidium der Kammer und sämtliche Abgeordnete den König bei feiner Ankunft begrüßen sollen, um dadurch dem deutschen Kaiser und dem deutschen Volke für den dem Könige Humbert bereiteten glänzenden Empfang zu danken. — Die Gerüchte über den erschütterten
Hesse«-Nassau.
Marburg, 1. Juni. Nach der von dem Herm Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal- Angelegenheiten getroffenen Bestimmung wird vom 1. April d. I. ab denjenigen zum Bezüge der staatlichen Dienstalterszulagen berechtigten Lehrern unb Lehrerinnen, welche am 1. Januar d. I. eine Dienstzeit von 10—20, von 20—30, von 30 und mehr Jahren zurückgelegt haben, eine jährliche Dienstalterszulage von bezw. 100 Mk., 200 Mk. und 300 Mk. ausbezahlt werden.
Marburg, 1. Juni. Zum Vorsitzenden der am 24. d. Mts. dahier beginnenden 2. diesjährigen Schwurgerichtsperiode ist der Herr Oberlandesgerichtsrat Nolz zu Cassel ernannt worden. — Herr Gerichtsassessor Fuchs hierselbst ist von heute ab bis auf weiteres dem König!. Amtsgericht zu Battenberg als Hülfsrichter unb ber bei dem hiesigen König!. Amtsgericht beschäftigte Justizanwärter, Herr Claus, dem Köuigl. Amtsgericht zu Eiterfeld vom 5. d. M. bis 30. k. M. zur Aushülfeleistung im Gerichtsschreiberdienst überwiesen worden.
Marburg, 1. Juni. Der hiesige Schützenverein wird auch in diesem Frühjahre wieder ein Frühjahrs-Preisschießen veranstalten. Dasselbe beginnt morgen, Sonntag den 2. Juni, wird am Dienstag den 11. Juni (3. Pfingstfeiertag) fortgesetzt unb am Sonntag ben 16. Juni, an welchem Tage auch gleichzeitig bas erste Sommerfest bes Vereins stait- finden wird, beendet werden. Da außer den Vereinspreisen auch von den Mitgliedern eine größere Anzahl Ehrenpreise gestiftet wurde, so erwartet man, daß die Beteiligung auch an diesem Preisschießen wieder eine äußerst lebhafte wird. Mit dem bei dem Schießen erzielten Reinerlös sollen
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(Nachdruck verboten.)
€tn Kind des Südens.
Novelle von 9L $n»L
(Fortsetzung.)
Marburg,
Sonntag, 2. Juni 1889.
Paris, 31. Mai. Gestern wurde in Cherbourg ein Erdbeben mit drei starken Erschütterungen verspürt. Das Gesims ' ' " '
Wöchentliche Beilage«: Kreis-Blatt für Ite Kreise Marburg md Kirchhain
Expedition; Martz 21. — Redaktion, Druck und «erlag von 3»§. U»g. todfr.
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_ dennung der verbündeten Regierungen für treue D " eb mühevolle Mitwirkung bei der Herstellung des
...... ■ Das kleine Kabinet dahinter war für die Dauer - Sommers zum Lesezimmer hergertchtet. .Dorthi» । 3 M. Mab fich Viola, die neuesten Journale zu durchblätter».
Sie mochte wohl eine ziemlich lange Zeit damit »gebracht haben »nd endlich aus Ihren wache» Träumen »einen Halbschlnmmer übergegangen sein, als endlich je leise, süß harmonische Melodie fie weckte. 6» •nette lange, ehe fie ganz zum Bewußtsein kam, nnb *n, als übten bie Töne eine Zaubergewalt über Si$, bet fie sich nicht zu entziehe» vermochte, gi»g )nen nach. Wie von ihnen angezogen, überschritt te Schwelle zmn vordere» Gemach und immer r vorwärts, mit unhörbaren Schritten, bis dicht »zugelbem Spielende», der ihr ben Rücken -»gewendet 6 in M Fenster saß. E» war Roderich, und als er endlich ■ ' Bogen finken ließ, da lag neben ihm zu seinen Füßen la, den blonde» Kopf auf seine Knie geschmiegt. --- durch Thräneu lächelnd z» ihm aufschauend, flüsterte
ian di fc; »Roderich, Roderich, o Wie lieb ich Dich.* g in ", *- 6txcn Augenblick schaute er mit entzücktem Blick [ , 8 ihr nieder, dann rang eS fich von seinen
—77^ A>pe», nnb ein unaussprechlich Glück zitterte anl sie tdb ® Wt Stimme: „Viola l* Da hatte et die Arme 8 y® ?8flebretietet und zog fie empor an fein klopfendes
,yrt [ne bereits erwähnte Reise nach Kissmgen antreten, lyu Ser Aufenthalt daselbst soll 5 Wochen dauern. —
, W}. „Viola*, wiederholte er nnb drückte fein Antlitz
ich zulM^.da» üppige Gelock ihres jungen Haar«». Dann a - Wich sanken seine Arme matt herab nnb er flüsterte, L; bleich geworbene Gesicht ethebeub: „Mein Gott, - Gott, was habe ich getha»?* Viola aber bet» *ttte tu ihrer Stellung, bie Arme um seinen Nacken Wlungeu, ben Kopf an seine Schulter gelehnt: 2^6 hast mich glücklich gemacht nnb warst eS selbst
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London, 30. Mai. Im Unterhause erklärte der Unterstaatssekretär des Aeußern Sir James Fcrgusson, daß außer Frankreich sämtliche Nordsee- länder die Gesetze zur Ausführung der Konvention, den Verkauf von Spirituosen betreffend, angenommen hätten; so lange Frankreich nicht dasselbe gethan haben werde, sei jedoch die Ausführung ber Konvention unmöglich. — Die Nachricht, daß zum Schutze der britischen Seehundfänger einige Kriegsschiffe nach dem Behringsmeere beordert wären, sei unbegründet. — Bezüglich der egyptischen Anleihe vom Jahre 1888 erklärte Fergufson später, dieselbe sei zwischen der egyptischen Regierung und der Staatsschulden - Kommission vereinbart. Der Firma» des Sultans vom Jahre 1888 habe die Vermehrung ber egyptischen Staatsschuld um 5 Millionen egyptische Pfunde gebilligt, wovon ein großer Teil auf öffentliche Bauten und die Kapitalisierung von Pensionen verwendet werden sollte. Unter jenem Firma» seien 2 330 000 Pfund emittiert, und hätte die egyptische Regierung auch unter dem Liquidationsgesetz und der Londoner Deklaration vom 17. März 1885 die Befugnis für die laufende Rechnung einen Vorschuß bis zu einer Million Pfund aufzunehmen. — Ferner erklärte Fergusson bezüglich des Besuchs des Kaisers von Deutschland, daß derselbe einen privaten Charakter trage, mithin fein Nachtragskredit für die Kosten erforderlich sei, während der Besuch des Schahs von Persien kein Privatbesuch sei und daher ein Nachtragskredit gewährt werden müsse. — Das Unterhaus nahm nach viertägiger Debatte in zweiter Lesung die Bill, betreffend die schottische Lokalverwaltung, an. In der Spezialdebatte wurde der Oppositions- Antrag Munro Ferguffons, welcher tue schottische
Die Spanierin streifte fie nur mit einem feind- seligen Blick, ohne auf ihre Worte zu antworte», nnb wanbte sich von Neuem an Roberich: „Ich wußte e» wohl, baß bem Stieben bieseS Hauses Gefahr brohte als jenes Mädchen eS betrat, ich suchte fie nnr von einer andere» Seite. Ich fürchtete eS wolle »nferer Nieves das Herz ihres Verlobte» abwendig mache», aber darüber habe ich gewacht, treu unb »n- ermüblich. Da» freilich ahnte ich nicht, baß fie suchte, fich in Euer Herz zu schleichen, wie einst ihre Mutter e» gethan, welche bie Schuld an Donna JneS' Tode trägt.' Wie eine Prophetin hoch anfgerichtet mit erhobener Hand stand die Alte da, als Roderich bei ihren letzten Worte» mit einem Schrei emporfuhr, während Viola, das Gesicht mit ben Händen bedeckend, vor einem Sessel niedersank nnb ben Kopf in bie weichen Polster drückte. Unb nun ben Blick fest in baS totenbleiche Antlitz beS Mannes gerichtet fuhr Mercebes fert: „Ihr werdet Euch ja jenes Herbst. iageS vor fast achtzehn Jahren noch entsinne», Don Robrigo. ES war so klar, nnb ber Winb wehte fo kräftig von ben Bergen herüber durch das bunte Laub, daß er bie wellen Blätter vom Bode» oft hoch aufwirbelte »nd ich ihn noch zu fühlen meine, wenn ich daran zurückdenke, wie ick damals langsam und fast gedankenlos durch den Garten schritt. Aber ich sollte ans meiner müßigen Träumerei jäh anfge« schreckt werden, denn plötzlich kam Donna JneS mit eiligen Schritte» den Gartenweg herab bann nnb wann sich scheu »mblickeub mit verstörtem Gesicht. AIS fie mich bemerkte, eilte fie auf mich zu, »mklammerte meinen Arm mit beiben Händen, datz eS mir fast Schmerz verursachte nnb sagte bann mit fliegendem Atem und ganz »»natürlich grotzen gingen, auf bie Lande beim Bach zurückdentend: „Da, da hält er fie an seinem Herze», wo doch einzig, einzig nnb allein mein Platz ist. O, MercebeS, weshalb hab' ich nicht bie Macht, jenes rothaarige Weid nieberznfchlagen? Ihre Todesqualen würde» »icht bitterer sei», als die Qualen, welche fie meinem Herzen bereitet Ah,
peullche« «eich.
durch fj Herlin, 31. Mai. Der „Reichsanzeiger" ver
ittd und Wege durch theoretische Erörterung zu t iden, welche den angestrebten Zweck zu erreichen ■ z Hatten würden. Nunmehr wird es gelten, die Wich festgestellten Mittel und Wege ins praktische - Sehen einzuführen, wofür vor allem erforderlich sein 1 tird, daß alle beteiligten Kreise sich rückhaltlos aus ien Boden der in dem Gesetz gegebenen Thatsachen 1 Wen, von den noch verbliebenen Differenzpunkien “1 • Machst absehen und bona fide die gegebenen Be-
[3ßjj Hentlicht die Ernennung des Unterstaatssekretär " ' HM zum Oberpräsidenten von Westfalen. — Wie - i ., H „Post" erfährt, wird Ihre Majestät die Kaiserin S~AflSl3l|L,t dem Kronprinzen und den Prinzen Eitel Friedrich,
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