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Illustriertes Sonntagsblatt

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Neutsches Reich

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faffung der getroffenen Vereinbarung seitens der Arbeiter, ferner an der systematischen Verhetzung derselben durch Aufwiegler liegt. Die Arbeiter waren, wie die Bochumer Beschlüsse bewiesen, allgemein mit den ihnen vom bergbaulichen Ver­ein gemachten Beschlüssen zufrieden und sind daraufhin auf den weitaus meisten Zechen an- gesahren; die Entdeckung, daß ine Zechen ihnen ihre Zusage nicht gehalten hätten, hat man sie erst später machen laffen, offenbar durch gütige Vermittelung derselben sozialdemokratischen Streber, die in den zahlreichen Arbeiterve:sammlungen vom Sonntag und Montag letzter Woche gegen den Frieden gesprochen hatten und von der süßen Gewohnheit des Reden- Haltens und Rollespielens nicht lassen wollten. ®ie in der Nacht zum Montag vorgenommene Ver­haftung des Bochumer Streik-Komitees, verbunden mit der Beschlagnahme des gesamten Aktenmaterials, spricht deutlich genug.

In M.? Dann find Sie wohl gar dies blonde Mädchen, von dem Doktor Dorrmann mir in feinen Briefen erzählte?'

.Ja', nickte Viola, .wir find, ich bin Herrn jofior Torrwann viel, sehr viel Dank schuldig. Den Schlaf wie vieler Nächte hat er uns geopfert!'

«Dann, mein liebes Kind, ja dann nehme ich Ihr »verbieten an', rief der Doktor, und strich sanft über ** goldige Gelock des jungen Mädchens. .So mögen F* auch das Krankenzimmer erhellen. Haben Sie

so recht gern gehabt, den Doktor Dorrmann?' Sa8te er dann nach kurzer Panse, und Viola ent» Kfinete einfach: .Ich bin ihm dankbar.'

»Armer Dorrmann', dachte der alte Herr. Ja, £ »an schaut mit vierzig Jahren nicht ungestraft *6r st, schöne Mädchenaugen.'

»Und ich darf jetzt gleich zu ihm?' fragte Viola. , .Nein, mein Hebt8 Kind; für diese Nacht ist ge» Pßt, aber morgen können Sie Ihren Samariter» «tift antreten, wenn Sie fich stark genug dazu fühlen M diese Nacht durch gut geschlafen haben. Das * Bedingung.'

Als der Arzt Viola's Zimmer betreten, hatte Mer- 7°rS daffelbe verlaflen, war, nachdem fie vorher noch Mal nach Olaf gesehen, der bleich und still in seinen Fntn lag, zu NieveS gegangen, und hatte fich auf »kn gewohnten Platz en deren Bett gesetzt.

An-eigen nimmt entgegen die < sowie b Annoneen-Bnrennk von m Sandtet «. Löffel. Maa

Berlin, 27. Mai. DieNordd. Allg. Ztg.» ecklärt das von Wiener Blättern einer obskuren Lorrespondenz entnommene Gerücht, der Kaiser werde demnächst den Königen von Rumänien und Sei bien Besuche abstatten, für vollkommen aus der Luft Gegriffen. Crispi sandte dem Komitee für bas ihm zu Ehren von Reichstagsmitgliedern ver­anstaltete Festessen ein Schreiben, worin er für den herzlichen Empfang im Kaiserhof feinen Dank aus- svricht. Er werde seinen Gefühlen, welche die Biitglieder 'kennen, stets treu bleiben, denn indem et dem Gedanken diene, welcher beide Länder ge­einigt und verbunden hält, wisse er sich im Dienste ter Sache des Friedens und der Ordnung. Jetzt umschließe ihn ein neues Band mit den Mitgliedern tes deutschen Reichstags:bie unvergängliche Er­innerung an die erhebende Bereinigung, bei welcher wir unsere gleichen Herzen in großherzigen Empfin- l düngen und edlen Regungen schlagen fühlten.'

-laudereieit ans Lausanne.

Ende April 1889.

Von stud. K. K.

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Er ist da, der lang ersehnte Frühling! Schon seit einiger Zeit tragen die Bäume ihren grünen Laub- chmuck und laffen die weißen Blüten hervorsproffev. Läßt man jetzt von den Höhen des Jurten, an dessen F"ß Lausanne sich in die Höhe baut, die Blicke über die spiegelklare in der Ferne sich verlierende Wasser, lache des Sees gleiten, oder erhebt sie zu den schnee. bedickteu Gipfeln der Savoyer- und Walliser-Alpen, " M1 des sich verengenden Sees erscheinen und hort, steht und fühlt fich umgeben von all dem frohe» Leben der erwachenden Natur, so begreift man erst, »'e sehr diese schöne Gegend ihren Welttnf verdient. Hatte eS doch im Winter manchmal geschienen, als ob die Nebel, Stürme und Kälte auch den Genfer sre unwirtlich machen könnten nnd ließ doch die Tatsache, daß Schreiber dieses noch um die Mitte März der edlen Kunst des Schlittschuhlanfeus ob- iegen konnte, auf keinen großen Unterschied »wische» dem hiesige» und heimische» Klima schließe». Jetzt ober find wir hier, wie ich glaube, weit Boran, wenr- teich auch die Wälder nud Auen, welche die alte »usenstadt an der Lahn umrahmen, inzwischen eben» falls ihr grünes Festkleid angelegt haben werden.

Atzt lohnt es fich auch, auf einem der Dampfer >ie Seegestade entlang zu fahren bis zu den im be. sandigen Frühling I benbe» Städtchen und Dörfer» Clärens', Monttenx rc. nnd dann hinaus zu steige» nach Glion, vo» wo der staunende Blick die vor ihm auSgegossenen Schönheiten der Natur und deS Landes »ergebens alle zu entottfen und in sich aufzufauge» trebt. Und kehrt man bann abends müde, aber stücklich wie ein König zurück nnd läßt fich von bet» anft babingleitenben Zuge an dem Ufer des EeeS wo die Welle» leise ranschevd anlaufen, träumend durch die warme, nebelverschleierte FrühlingSlnft

ßlingA [333b

©tunbe» nnb wachte einen schnellen Gang bnrch ben Gatten, auf dem der Oberst, der seiner Haft wieder entlasten war, ober Tante Betty sie begleiteten, um dau° °lS nnermübliche sorgfältige Pflegerin wieber bie Nacht am Krankenlager wachend znznbringen. Wenn Doktor Wermuth kam, sie ihm getreulich Be. richt erstattet, und er feine Verordnungen »lasten latte, drückte er beim Gehen nur stumm die Hand des jungen Mädchen?; bas war ein Zeichen feiner »erblichen Anerkennung. Wen» er bann hinüberging in baS andere Krankenzimmer, wo Olaf bleich und matt in den Kisten lag, u ährend die alte Spanierin sewiffenhaft, aber wortlos für ihn sorgend, am Fenster

,da°u überkam es ihn stets wie ein kühler, froftelnber Luftzug. Auch wenn Nieves leise und »hl-heiter hereivgeflogen kam, nm einen frischen Strauß oder ein neues Buch mit freundlichem Lächeln vor Olaf niebergnlegen, um nach kurzen Worten wieder hinaus zu eilen in den Garten, wo Merc-deS re gleich darauf vom Fenster aus fich lustig in bei schaukel wiegen sah wollte bies frostige Gefühl iächt von ihm weiche», we»» er babei bes andern jtranfenäimmeiä gedachte, in welchem ihm stets milde FrühlingSlnft zn wehen schien.

.Hent ist Walpurgisnacht', sagte Onkel Philipp und fich z» Nieves wendend, fügte er bei; .Nun leine H-xe, wie wäre eS mit einem Ritt nach dem Blocksberg um Mitternacht?'

.Wenn Du wich begleiten wolltest, Onkel Philipp rann wäre ich gar nicht abgeneigt, auf Deinen Vor- fchlag einzugehen.'

»Hast Du denn auch noch einen Besenstiel ffii »ich übrig?' fragte der Oberst lachend.

del» soll eS nicht fehlen', entgegnete NieveS "ud der Oberst fuhr fort: .Leider muß ich morgen

Garuifon zurück und könnte auf diese W^se leicht di- Z-it versäumen. Und dann sagt man auch, daß eS in dieser Nacht gewöhnlich ziemlich stürmisch zu gehen soll, da wäre eine Schneeflocke nicht gerade die angenehmste Reisegesellschaft.' (Fortsfetzung folgt.)

.Ihr Vater?' Armes Kindl Und jetzt . . .?' fragte der Doktor.

»Jetzt ruht er a»S', entgegnete baS junge Mädchen Ehrend eine Thräne ihre Augen umschleierte.

.Wo lebten Sie damals?' fragte der Doktor «ermuth nach einer Panse, um doch etwas zu sagen, i .3 M.'

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.Er mvß viel Scbwerzen leiben*, sagte fie ernst, und nach langer Pause begann NieveS:

»Ich habe gestern im Treibhause eine halber« schloffene weiße Rose gesehen, willst Du mir die wohl bringen, Mercedes:

Die Alte nickte und erhob fich. AIS fie nach einiger Zeit zurück! hrte mit der duftigen Blüte, fand fie NieveS im Bett aufrecht sitze», die Hände um die Knie gefaltet. Sie ergriff bie Rose, berührte die weißen Blätter leise mit be» Lippen, nnb fie bann der Alten znrückgebend, bat fie: .Bringe fie Olaf nnb sag' ihm, baß ich fie grküßt.'

Mei ceb.S fuhr mit der Hand über die Stirn.

.Madonna, er hat wahr gesprochen, ihr Herz ist erwacht, erwacht in Liede zu ihm. Ober war eS doch nur ein traumhaftes 8tegen ?'

Als Viola am näastm Morgen über ben langen Conidor ging, nm sich an RoberichS Krankenlager begeben, wo vo» jetzt a» ihr Platz fein sollte, rief eine Stimme hinter ihr: .«h, ist die Sonne wieder aufgegangen ? Guten Morgen Sonnenschein.'

Sie wandte fich nnb sah durch bie offene Thür in das Wohnzimmer deS Obersten, der bequem in einem Schaukelstuhl ruhte, den einen Arm in der Binde, während er ihr mit der gesunden Hand freund­lich zuwiukte.

.Guten Morgen, Onkel Soldat', nickte sie zurück und ging weiter. Au Roderich'S Thür lauschte fie einen Augenblick, dann trat fie ei».

_ Dort in den weißen Kissen, den Kopf nnb bie Hände fieberheiß, mit wett offenen irren Augen lag der blonde Mann, ben fie in jener Nacht für ihren Schutzengel angesehen.

XIV.

Uud nun vergingen bange Tage und bange Nächte, in bene» Viola nicht von Roderich'S Kranker lager wich, nnb in denen ihm nicht ein einziges Mal die B'finnung wiederkehrte. Nur nm die Mittagszeit, wenn die Fieberqualen des Kranken gewöhnlich in großen Schwächeznstand übergingen, schlief fie wenige

Dit, Kl, Ult, KL, . (370*

(Nachdruck verboten.)

Li« Kittd -es Südens.

Novelle von R. AnSt.

(Fortsetzung.)

Ausland.

Basel, 27. Mai. Der König von Italien, welcher mit Gefolge hier um 2 Uhr 54 Minuten eintraf, fährt bis Monza, wo et übernachtet.

der», 27. Mai. Die Volkspartei (Konservativ) beschloß in ihrer gestrigen Hauptversammlung fast einstimmig gegen das von der Bundesversammlung erlassene Bundesgesetz über das Beitreibungs- und Konkursverfahren die Volksabstimmung anzurufen. Erforderlich hierzu sind 30 000 Unterschriften ober e§ müssen 8 Kantonsregierungen gewonnen werden.

Madrid, 27. Mai. In dem gestrigen Minister­rate in Aranjuez soll sich Sagafta nachdrücklich für die Einführung des allgemeinen Sttmmrechts ausge­sprochen haben.

London, 27. Mai. DieTimes" bringt folgende, wohl noch der Bestätigung bedürftige Depesche aus Konstantinopel, 26. Mai: Nach einem in den offiziellen türkischen Kreisen verbreiteten Gerücht beschloß die Nationalversammlung von Kreta den Anschluß der Insel an Griechenland. Details fehlen, doch soll die Nachricht durch ein Telegramm des militärischen Kommandanten von Kreta bestätigt sein

Petersburg, 27. Mai. Der Schah von Persien trat gestern seine Weiterreise an. Der Kaiser, der Thronfolger und die Großfürsten begleiteten ihn auf den Bahnhof. Der Kaiser überreichte dem Schah sein mit Brillanten geschmücktes Porträt zum Tragen auf der Brust. Es wird ein kaiserliches Reskript an den Präsidenten des Minister-Komitees veröffentlicht, in welchem es heißt: Der Kaiser

Der 19. deutsche Müllertag, die Jahres­versammlung des Verbandes deutscher Müller, ist heute unter Vorsitz des Herrn van den Wyngaert- Berlin im Saale des Architektenhauses zusammen­getreten. Erschienen sind über 308 Mitglieder aus allen Teilen Deutschlands und aus Oesterreich-Ungarn Gestern fand unter Vorsitz des Herrn Lehmann- Liebschen eine Sitzung des Ausschusses statt, die sich mit internen Angelegenheiten beschäftigte. Der heutigen Eröffnungssitzung wohnte der Rektor der landwirtschastlichen Hochschule, Pros. Wittmack, der Vorsitzende des königlichen statistischen Büreans, Geh. Rat Blank, Geh. Rat Dr. Thiel vom land­wirtschaftlichen Ministerium bei. Herr v. d. Wyngaert eröffnete die Verhandlungen mit einer Ansprache über die Fortschritte des Müllergewerbes feit Be­stehen des Verbandes. Gleichzeitig erfolgte die Ueberreichung eines Fahnenbandes für das Verbands­banner. Nachdem Stadtrat Kochhann im Namen der Stadt bie Versammlung begrüßt hatte, trat dieselbe in die Tagesordnung ein. Der Vorsitzende berichtete über die Thätigkeit des Verbandes während des letzten Jahres. Der vom Verband gewünschte Zoll auf Kleie und Futterstoffe habe bei den süd­deutschen Mitgliedern des Bundesrats keine Gegen­liebe gesunden, dagegen billige der Bundesrat die vom Verband geforderte Beibehaltung des Identitäts­nachweises. Energisch eingetreten ist der Verband für gebührende Einschränkung der zollfreien Einfuhr von Mehl im Grenzverkehr. Zahlreiche lokale Uebergriffe auf diesem Gebiet sind auf Veranlassung des Verbandes abgestellt. An der Aufstellung neuerer besserer Usancen für die Getreidebörse ist der Verband wesentlich beteiligt gewesen, die vom Verbände vorgeschlagenen Verkaufstypen für Mehl und Kleie habe der Minister angenommen. In den Eisenbahn-Bezirksräten haben die Verbands- mitglieder nach Kräften für Tarifermäßigung gewirkt, soweit sie ohne Bevorzugung ausländischer Produkte möglich war. Für überschwemmte Müller sind 4437 Mark gesammelt worden. Die Gesamtzahl der Mitglieder beträgt 3500. lieber den Nutzen der Triebwerke für die Landwirtschaft bezw. die Landeskultur berichtete sodann Dr. Baumert-Nauen. An den Vortrag knüpfte sich eine lange Debatte, in der die Mühlen- und Fischerei-Interessen scharf gegenübertraten. Herr Lehmann-Liebysen beantragte, den Vorstand zu beauftragen, an die Staatsregierung eine Bittschrift des Inhalts zu richten: 1. es möge für jedes Flußgebiet eine einheitliche technische Be­hörde geschaffen werden, welcher u. a. obliegen soll:

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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für tzir Kreise Marburg mid Kirchhain ________________________________________________________________________Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Setlag von Joy. lug. »sch.

*) das Wasserbuch zu führen, in welches alle Rechte am Wasser einzutragen sind, b) die Genehmigung tu neuen Stauanlagen, c) die Markpfahlsetzung, a) die Erhaltung des Hochwasserprofils zu über­wachen , 2. die Wassergenossenschaften zur Errichtung von Sammelbecken, sind in ähnlicher Weise zu be- günstigen, wie dies den Ent- und Bewässerungs­genossenschaften zuteil geworden ist. Hierzu stellte Ingenieur Wolf - Charlottenburg den Zusatzantrag, den Erlaß einer Bestimmung zu erstreben, toonad für jede Einrichtung, welche Betriebwerksbesitzer zu gunsten der Fischerei zu treffen haben, die Fischerei- intereffen Entschädigung zu leisten haben. Beide Anträge wurden mit der Maßnahme genehmigt, daß sie dem Vorstand als Direktive dienen sollen, um mtt den gesetzgebenden Körperschaften und den Fischere,vereinen in Verhandlungen zu treten. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen sprach Herr Kiesekamp-Münster über die Verkaufsbedingungen bei Mehl und empfahl allgemein den schon im Osten üblichen Verkauf nach Bruttogewicht einzuführen und ben Bestrebungen der rheinischen Bäcker, welche den Verkauf nach Nettogewicht erzwingen wollen, entgegenzutreten. Die Ausführungen sanden den Beifall der Versammlung, die schließlich folgenden Beschluß annahm: Die Versammlung beauftragt den Vorstand, mit dem Vorstand der Bäckerinnung in Verbindung zu treten, um im Sinne der Diskussion gleichmäßige Sack- und Gewichtskonditionen beim Verkauf von Mehl herbeizuführen. Herr Fritz Schäfer-Mainz begründete sodann die Notwendigkeit, die Bäcker zur Führung von Handelsbüchern zu verpflichten. Die Versammlung beschloß, der Vor­stand möge die geeigneten Schritte thun, um bei ben betreffenden Behörden dahin zu wirken, daß die Bäcker als Kaufleute im Sinne des Handelsgesetz- buches erklärt und gesetzlich zur Eintragung in's Handelsregister gezwungen werden.

Dortmund, 27. Mai. Die Streikbewegung in den deutschen Kohlenrevieren dauert leider immer fort, und nach den gemeldeten Symptomen zu chließen, ist es kein Zweifel, daß die Führung der Arbeiterintereffen mehr und mehr in die Hände von Elementen kommt, welche das Hetzen als Geschäft betreiben und jedem billigen Ausgleich spinnefeind md. Besonders was die Lage der westfälischen Lohnbewegung angeht, so stellt es sich jetzt heraus, daß die Zechenverwaltungen die Essener Beschlüsse angenommen haben und daß die Schuld der neuen Gährung im Dortmunder und Bochumer Bezirk in der Hauptsache an der mißverständlichen Auf-

Die9?orbb. Allg. Ztg.» sagt anläßlich der Be- -Handlung der Deutschen in der Schweiz: Der Fall Wohlgemuth verschärft die in der Schweiz bestehende Antipathie gegen Deutschland. Die deutsche Staats- Angehörigkeit genügt, um für einen Spion und »gent provocateur gehalten zu werden. Die Be­völkerung der Schweiz ist auf das Niveau unserer »restlichen Nachbarn gesunken. Die Schweiz scheint die vertragsmäßigen Ansprüche der Deutschen auf f' i den Schutz ihrer Person und ihres Eigentums ver-

Een zu habere Wenn der Deutsche in der Schweiz tegelfrei ist, so liegt ein Bruch des Vertrages von 1876 vor.

nicht, handU __(3?s,

Expedition » Blatte», 'UI von HaaseRstein und Vogler Älu »äÄKS HlV. Jahrgang, i» Frankfurt a. M.» Berlin, Hannover Paris.

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GSflr ff tu«, Mittwoch, 29. Mai 1889.

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