Die langsame Vorbeifahrt währte eine Viertelstunde. Nachdem die letzten Wagen in die Kaiser Wilhelm- Brücke eingebogen waren, stiegen die Ausschuß- Mitglieder vom Pferde und folgten der Aufforderung, ins Schloß zu kommen. Der König empfing sie im Beisein des Kronprinzen und drückte ihnen in französischer Sprache seine Freude und Genugthuung sowohl für die Ovation, als über die Verbrüderung der akademischen Jugend wie der Bevölkerung Italiens und Deutschlands aus. Er drückte jedem der Deputierten die Hand und bat sie in lebhafter Weise, die Vermittler seines Dankes an die Studentenschaft sein zu wollen. — Nachdem die Sperre aufgehoben, überflutete das Volk in ungestümem Drange den Platz und ließ immer wieder aufs neue Hüte schwenkend sein Hurra und sein donnerndes Hoch ertönen, dem hohen Gaste unseres Kaisers und unseres Volkes. — Das Hofkonzert, welches gestern abend zu Ehren der italienischen Gäste unseres Kaisers im Weißen Saale des Königlichen Schlaffes stattfand, begann um 10*/< Uhr und endete um Mitternacht. — Der heutige Vormittag war dem Besuch der Ausstellung für Unfallverhütung gewidmet. Um */<10 Uhr fuhren die Majestäten im offenen Wagen L la Daumont vor dem Ausstellungspalaste vor,' in dem zweiten folgte der Prinz von Neapel, neben welchem Ober - Quartiermeister Graf Schlieffen II. s"ß, in den weiteren Wagen das Gefolge, lieber Rundgang der Majestäten durch die Ausstellung können wir nach eigener Wahrnehmung nicht berichten, da den Vertretern der Preffe durch polizeiliche Anordnung der Zutritt verwehrt war. Ein uns darüber zugegangener Bericht lautet: Heute um 9*/t Uhr fuhr Se. Majestät der Kaiser und König mit Seinem allerdurchlauchtigsten Gaste, dem König von Italien, am Hauptportal der Deutschen Allgemeinen Ausstellung für Unfallverhütung vor. Im zweiten Wagen folgte der Kronprinz von Italien. Zum Empfange hatten sich der Ehrenpräsident und die Mitglieder des Vorstandes, sowie der Aus- stellungskommiffar eingefunden. Der Erstere begrüßte Se. Majestät den König von Italien mit einer kurzen Ansprache, durch welche derselbe dem Danke der Organe des Ausstellungsunternehmens für den hohen Besuch Ausdruck gab. Unmittelbar darauf begann der Rundgang innerhalb des Ausstellungspalastes, wobei Herr Präsident Bödiker Seine Majestät dm König von Italien, der Vorsitzende Herr Roesicke Seine Majestät den Kaiser und Herr Regierungsrat Reichel, sowie die Herren Knoblauch und Happoldt den Kronprinzen, Prinzen
stürmische Hochruf der deutsche »äste. Jedes auf den Friedell bezügliche Wort wurde jubelnd begrüßt. Die Rede, zu der stch dann Herr Miquel erhob, lautete folgeuderwaßeu:
»Hochgeehrte Herreu! Verehrte Herreu KollegenI Der FriedeuSbuud der drei großen Staaten, als deren hervorragenden Vertreter wir heute den erste» Minister Italiens z« feiern die Ehre haben, ist das Werk einstchtiger Staatsmänner und findet feine Gewähr nvd Bürgschaft in der Weisheit, Kraft und Festigkeit der erlauchten Fürsten, welche die weite» Ander vom Mittelmeer bis znr Ostsee, von deu Karpathen bis an die Gestade der Nordsee leiten und regieren. Dieses Bündnis ist in unfern Auge» mehr als eine Vereinigung der Staatenleuker zu einem vorübergehenden, wen» auch noch so bedeutenden und heilsamen Zwecke, dem morgen eine andere Konstellation folgen könnte. DaS deutsche Volk, ich kann eS gewiß mit ihrer Zustimmung verficher», steht in dem Dreibund eine dauernde Vereinigung zum Zweck allein der Wahrung deS Friedens, der Verhütung der Greuel eines schrecklichen europäischen Krieges, zur Sicherung der Güter, der Kultnr and des friedlichen Fortschritts der Nationen. Dieser Bund bedroht Niemanden, dient Alle», ob sie Freude find oder Gegner ist Bürgschaft der äußeren und inneren Selbstständigkeit und freien Entwicklung aller Staaten »nd Völker »ach ihrer Eigenart. Er ist »icht entspränge» aus der Kunst der Diplomate» »ach Art der alte» Traktate zur Verfolgung herrschsüchtiger Bestrebungen; »ein, ein natürliches Ergebnis der bestehende» Verhältnisse Europas, trägt der Dreibund die Gewähr der Be- tiändigkett »nd Dauer iu fich selbst und wird die Staatsmänner überlebe», welche die richttge Form für denselben fanden. Aber nicht allein die dmrernde Gemeinschaft hoher Jntereffen nnd menschlicher Ziele nicht allein die gereiste Einficht der Geister nachdem dies Bündnis volkstümlich in unserem Vaterlande, was uns betrifft, so findet dasselbe auch eine mächtige Fürsprache ta dem Gemüt und deu Gefühle« des
von Neapel führten. Das Vorstandsmitglied Herr Schlesinger ging dem Zuge vorauf. Nach Besicht!- gung der Hauptgegenftände im Ausstellungspalast, insbesondere derjenigen der Hütten- und Walzwerksberufsgenossenschaft, sowie der Augsburger Industriellen, sodann der im Betriebe befindliche» Papiermaschine, Eisenbahnbremsvorrichtungen u. a. m. wurde die Maschinenhalle einer kurzen Besichtigung unterworfen. Demnächst geruhten die Majestäten im Theater eine pantomimische Festaufführung an- zusehen, während die Wandeldekorationen Oie Grotte von Capri, den Golf von Neapel, Rom, die Hohen- zollernburg und das Berliner Schloß nebst Schloß- kirche zeigten. Zum Schluß wurde eine Verbrüderungsszene zwischen der deutschen und italienischen Armee dargestellt. Nachdem alsdann noch daS Panorama mit dem Brand von Rom und der Gefrierschacht von Poetsch besichtigt waren, verließen die Majestäten, begleitet von dem Hoch der anwesenden Aussteller und der Mitglieder der Ausstellungsorgane, den Ausstellungspark. Heber daS Gesehene sprachen sich die Allerhöchsten Herrschaften wiederholt sehr anerkennend aus. Der Besuch hatte etwa 2 Stunden gedauert. Gegen s/* 12 Uhr verließen die Monarchen, begleitet von den Hochrufen der Menge, die Ausstellung. — Heute abend 9 Uhr fand großer Zapfenstreich vor dem Schlosse statt; die Majestäten hörten vom Balkon aus zu. Der Lustgarten war bengalisch beleuchtet; nach Schluß brachte die immense Menge begeisterte Hochs auf den Kaiser und den König von Italien aus. DaS Programm für den Zapfenstreich war wie folgt zusammengestellt. Eingeleitet wurde die Aufführung durch die von sämtlichen Kavalleriemusikkorps geblasene italienische Königsfanfare, alsdann fiel die Jnfanteriemusik mit dem italienischen Königsmarsch ein. Es folgte dann der Chor aus der „Schöpfung" von Haydn, von der Kavalleriemusik geblasen. Alle übrigen Stücke wurden von der gesamten Musik vorgetragen, es sind dies: Ouvertüre zum Feldlager in Schlesien von Meyerbeer, Finale aus Rienzi von Wagner, Armeemarsch Nr. 9 Herzog von Braunschweig, Fanfare Militäre von Ascher, Waffentanz aus Norma von Spontini und als Schluß der Pariser Einzugsmarsch. An der Aufführung nahmen insgesamt 700 Musiker teil. Die Aufstellung erfolgte auf dem Lustgarten in einem nach dem Schloß zu offenen Viereck. Nach der Schloßbrücke zu standen die Holzinstrumente, in der Mitte die Blechinstrumente der Infanterie, an der Domseite die der Kavallerie. Dirigiert wurde der Zapfenstreich nicht vom Armee-
VolkeS. Uns verbinde» mit demOesterreich- Ungarnische« Kaiserstaate alte Erivneru»gen, gemeinsame Geschichte Jahrhunderte lange gleiche Erlebnisse in Freud und Leid, die Stammverwandtschaft eines Teils feine» Völker. Uns knüpft au Italien, daS zweimal im Laufe der Zeiten Quelle und Mitktlpuukt zugleich der Weltkultur war, daS auch über die Alpen die erwärmenden hellen Strahlen der wiederaufgeheuden Sonne der Wissenschaft und Kunst, des freien Denkens nnd Strebens iu das deutsche Land hinübersandt-, die Dankbarkeit und Liebe für die bis auf den heutige» Tag fortda»er»de Förderung des deutschen Geistes Denke« nud Fühle» u»d künstlerischem Schaffen. Uns verknüpft mit dem italienischem Volke daS Andenken an gleiche Leide», hervorgerufen durch bie ehemalige nationale Zerrissenheit und Schwäche — eine Folge vielleicht derselben historischen Ursache —, die Erinnerung an das gleiche Ringen um Einheit, Freiheit, Selbstständigkeft und Ehre, au die gleichen glorreichen Erfolge eines langen, leider ost genug opfervolleu Kampfes unter Führung ihrer, die gleichen Ziele verfolgende» erhaheueu Fürstenhäuser. Tausende von Deutsche» Pilger» jährlich über die Alpen in daS herrliche Land und der Strom ist immer noch im Wachse», sie studieren die Geschichte deS Landes sie erheben fich an den herrlichen Denkmälern der gewaltigen alten vorschriftlicheu Knlturepoche, fie freuen sich an den Schönheiten d-s sonnige« Italiens, fie bewundern ohne Mißgunst das kräftige Vorwärts- streben deS hochbegabten, liebenswürdigen, nunmehr anf immer geeinigten Volkes, und kommen heim, von dem einen Wunsche beseelt, noch einmal dorthin zurück« zukehreu. So ist daS Bündnis der Fürsten auch ein Bund der Völker, et» mächtiger Fels im Meere, a» welchem alle anstürm ende» Wogen zerschellen werde». Wie verschieden anch die politische» und religiöse» Meinouge» sei» möge», iv ihrer Stell»«» zu diesem Bündnis ist die deutsche Station einig; die »ach dieser Richtung einmütige Kundgebung de» Reichstag», die freudige Bewegung, welche der Besuch
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg md Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt
Expedition; Markt 21. — Redaktion, Druck und «erlag von Joh. lug. Koch.
Deutsches Reich.
Berlin, 25. Mai. Bei der gestrigen Auffahrt der Studierenden hiesiger Universität wird der deutschen Studentenschaft unvergeßlich die Huld und Gnade sein, mit welcher König Humbert ihre Vertreter ausgezeichnet hat, die im vergangenen Jahre der altehrwürdigen alma water zu Bologna die Glückwünsche der deutschen akademischen Jugend zu ihrem Jubelfeste übermittelten. Hochbeglückt ergriff daher die Studentenwelt Berlins die Gelegenheit, i «eiche ihr der Besuch des Königs von Italien bei [einem kaiserlichen Freunde in Berlin bot, um ihrem erlauchten Gönner ihren Dank darzubringen; und huldvoll hat König Humbert die ihm unterbreitete Bitte, die Huldigung in Form einer Auffahrt entgegenzunehmen, gewährt. Die Ausstellung des Zuges »n in der Siegesallee und in der Charlotten- - vrger Chaussee erfolgt. Es beteiligten sich daran die Königliche Friedrich Wilhelms Universität, die technische Hochschule, die Bergakademie, die Tier- irztliche und die landwirtschaftliche Hochschule mit $ien akademischen Vereinen und Verbindungen. Der Kouleurenverband hatte in der Voßstraße Auf- ftllung genommen. Der 8. C. fehlte, weil ihm richt gestattet worden war, in Sechsspännern zu «scheinen. Im ganzen nahmen etwa 120 Wagen 1 mb zwar 47 vierspännige und 70 zweispännige daran teil. 67 berittene Chargierte geleiteten den Zug, der 89 Fahnen mit sich führte. Sowohl die \ .Linden" entlang als noch mehr am Lustgarten hatte sich ein nach Zehntausenden zählendes Publikum ^gesunden. Der asphaltierte Teil des Lustgartens -i dar in ausgedehnter Breite für den Wagenzug
Das Frst-wer ?« Ehre« Lnspis
Berlin, 25. Mai.
3n dem mit den Farben und Emblemen Deutsch- tatbe uub Italiens festlich geschmückten großen Saale di» SaiserhofeS begann heute abend 7 Uhr das Fest- binet zu Ehren CrispiS. Etwa 200 Personen rahmen daran theil: Mitglieder des Reichstags, ans dw beide» konservativen, der »ationalltberale» »nd dn fteifiunige» Partei, sämtliche anwesende» fremde» Äninalisten, die Vertreter aller große» Blätter. An da Milte der Ehrentafel zwischen de» Herreu von Kvetzow »nd Benda saß Crispi; Forckenbeck, Miqnel, straf Stolberg, Graf Döhuhoff reihten fich an; der tabinetchef ErispiS saß mit Graf Herbert BiSmarck mb Rottenburg ihnen gegenüber. Die Botschafter Aumay und SolmS waren durch ein gleichzeitiges 8tft beim Kaiser ferng-halten.
Nach dem ersten Gange deS schnell servrerteu, ^rzüglicheu MahleS erhob fich der Präfideut von Retzow zum Trtnkspruch auf den Kaiser ,unb den stinig von Italien, die treuen Verbündeten in guten mb dösen Tagen, die keine Not trennt noch Gefahr. 8ai der Kaiser will, will Deutschland; waS Umberto mn, will Italien. Ihren Händedruck fühlt die Welt, mf ihre Freundschaft blicken alle Laude; der Gott M Friedens muß seine Freude an dem Bündnis w mächtiger FriedeuSfürsteu haben. Mit stürmischem Mall wurden diese Worte begrüßt und laut schallte deu Saal daS Hoch auf die beiden Monarchen.
Nach dem nächsten Gauge erhob fich -von Benda 5* toastete in italienischer Sprache auf Crispi, bie '"rzüglichste Säule beS Friedeusbüuduifles, ben be- Hwten Staatsmann, ben wir glücklich find in Meter Mitte zu begrüßen im Namen der Freiheit, *t Wohlfahrt und Sicherheit der beiden Nattoneu, im Bunde mit einander und mit Oesterreich, miflarn bei Welt ben Friede» sichern. Lang möge 5 seinem Volke, der Freihett und der Zivilisation Uropas erhafte« bleibe«. »mH dieser Trtnkspruch
jm 124.
Marburg,
Dienstag, 28. Mai 1889.
Bestellungen für den Monat Juni neunen äuf die cberhesfische Zeitung mit ihren Gratisbeilagen Kreisblatt
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Die Exped. der Oberh. Zeitung.
freigehalten, so daß das Publikum nur bis zum Rande der Anlagen Aufstellung nehmen konnte, wo es sich in zwanzig- und mehrfachen Reihen drängte. Einige Schaulustige scheuten sogar das Naß des Sprühregens der Fontänen nicht, sondern nahmen es mit in Kauf, um auf dem Rande der Einfassung stehend besser sehen zu können. Den mit einem polizeilichen Passierschein versehenen Verttetern der Presse wurde ein bevorzugter Platz gestattet. Diese durchaus dankenswerte und in anderen Städten und Ländern längst eingeführte Einrichtung geht aber so sehr gegen die Anschauung der Unterbeamten, daß sie sich nur mit dem größten Widerstreben entschließen können, den Passierschein ihrer vorgesetzten Behörde zu respektieren. Um */» 6 Uhr ertönte der erste Jubel das erste sich durch die Reihen fortsetzende Hurrahrufen. Es galt dem Fürsten Bismarck, der im Waffenrock der Halberstädter Kürassiere ins Schloß fuhr. Auch der heimkehrende Prinz von Neapel, sowie der deutsche Kronprinz und Prinz Eitel Fritz wurden jubelnd begrüßt, als sie ins Schloß kehrten. Wenige Minuten vor 6 Uhr erreichte der ohne Musik anfahrende Wagenzug das Schloß. (Die bestellten Militärkapellen konnten wegen befohlener Probe zum Zapfenstreich nicht kommen) die acht Chargierten der Universität, welche an der Spitze des Zuges ritten, schwenkten ab und nahmen mit gezogenen Schlägern Front gegen das Schloß so daß der Zug zwischen ihnen und diesem vorüberging. Als die fünf ersten Wagen mit dem Banner der Universität, den vier Fakultätsfahnen und dem Banner der militärärztlichen Bildungs- anstalten passiert waren und die Kaiser-Wilhelm-Brücke erreicht hatten, verließ Se. Maj. der Kaiser im offenen Wagen das Schloß und fuhr an dem studentischen Zuge entlang, während sich die Fahnen vor ihm senkten und die Schläger klirrend aus den Scheiden fuhren. Fast in demselben Augenblick erschien an dem Balkon- fenfter über Portal IV. der König von Italien, zu seiner Rechten sein Sohn, zu seiner Linken Fürst Bismarck. Der König trug seine Husaren-Uniform und dankte fortwährend mit militärischem Gruß für die ihm dargebrachte Huldigung. Es passierte nun der Verein deutscher Studenten, der in 30 Vierspännern erscheinende Couleuren-Verband, sowie die farbenreichen Gruppen und Deputationen der verschiedenen Hochschulen und ihrer Vereine. Besonders bemerkt wurde der Wingolf mit drei Chargierten und seinem schwarz - weiß-goldenen Banner, und die Vereine „Schlägel und Eisen", „Hütte", „Motiv", der „Berg-und Hüttemannische Verein" u. a.
fand begeisterte Anfnabme. — Bald drängte stch alles um Crispi, der sich erhob und lebhaft eindringlich, mit starken Gestikulationen in italienischer Sprache ungefähr folgendes sagte:
„Ich baute Ihnen für die freundliche Kundgebung, die Sie mir soeben bereitet habe», die ich aber nicht als mir, sonder» als Italien erwiese» betrachte. Der begeisterte, herzliche Empfang, welche» die Gemeinde Berlin »nd die Bevölkerung Deutschlands meinem Könige bereitet hat, war ein so spontaner, ein so äbertoättigenber, daß er nicht nur die Aufmerksamkeit der hier Anwesende», sondern anch einen lauten Widerhall bei allen Völkern gefunden hat. Die beiden Ttzaastieen nnd die beide» Völker find vereinigt, mehr noch als durch ben politischen Bund, durch die Interesse», durch die herzliche Freundschaft, durch die gemeinsamen Ziele, durch all DaS, was naturgemäß die Völker vereinigt, und wozu es keiner wetteren künstlichen Veranstaltungeu bedarf. Ich habe mein Lebe» lang für ben Triumph ber Freiheit gearbeitet und arbeite noch jetzt dafür. Mein steter Traum ist gewesen, und ich hoffe, daß er dereinst verwirklicht werde» wird: die Unabhängigkeit »nd Verbrüdernag der Völker. Meine Feinde habe» mich verleumdet, habe» meine Absichten gefälscht, indem fie behaupteten, ich wolle ben Krieg. Ich will ben Friede». Es gibt notwendige heilige Kriege, wir haben fie gekämpft, Sie und wir für ben Sieg ber nationalen Unabhängigkeit. Aber jeder andere Krieg ist ei» Verbrechen, ei» crimen liesie hemaniutis. Unser Werk, die Aufgabe unserer Staatsmänner sollte darin bestehe», das Gedeihe» nud ben Wohlstand ber Völker zu fördern, damtt das Elend ber Menschheit geheilt und die Völker glückliche, starke Staaten bilde». Nichts Anderes sei ihre Aufgabe. Gestatte» Sie, daß ich trinke auf Ihre» erhabenen Kaiser, baß ick trinke auf Sie, ben Reichstag, bie Vertretung bcS großen Deutschland. SS lebe Ihr Kaiser und ber Reichstag!'
In bie SvvivaS ber Italiener mischte fich ber
Anzeige» nimmt entgegen bie Expedition b Blatte-, Karte b AnnoneewGnreanx von Haasenstein und Vogler Frmckfnrt «. 11, Lassch Magdeburgtu wie»; Rudolf Stoffe in Frankfutta. et, Berlin, München u. Köln; S- L Daube tu lo. in Frankfurt a. et, Berlin, Hannover. Paris.
XXIV. Jahrgang.