Einzelbild herunterladen
 

Platz war das Menschengedränge ein gleich großes; Kopf an Kopf wogte es auf und nieder, und nirgends eine Ausschreitung, eine Stockung, welche der Polizei­macht Veranlassung zum Einschreiten gegeben hätte. Die Berliner übertrafen sich selbst. Der Aufmarsch des Militärs begann um halb 10 Uhr und bildete eine prächtige Gelegenheit, die Stimmung unter den Menschcnmassen bedeutend zu erhöhen und die Ge müter successive für die stürmischen Ovationen vor­zubereiten, die man schon nach eirer Stunde den fremden Gästen darbrachte. Die in Parade nach den Linden zur Ausstellung marschierenden Truppen wurden überall aufs freudigste begrüßt. Präzise 10 Uhr waren' alle Truppengattungen in die ihnen ange­wiesenen Stellungen eingerückt; die Polizei hatte inzwischen die ganze Fcststraße von den Menschen­massen frei gemacht und dieselben auf die ihnen eingeräumten Trottoirs zurückgedrängt. Gleich einer lebendigen Mauer standen die endlosen Massen zu beiden Seiten der Feststraße und über ihren Köpfen, an allen Fenstern hinauf bis zu den Dächern, selbst in die Baumwipfeln vieler Bäume an der Lisivre des Tiergartens die Menschen, harrend des Momentes, wo der imposante Kaiserzug mit seinem Convoi von Gardekürassieren und all den farbenprächtigen, gold­glitzernden Uniformen vorbeipassieren sollte. Die Verteilung und Ausstellung der Truppen war folgende: Die Infanterie rückte mit 16, Pioniere und Eisen­bahn-Regiment (nur 2 Bataillone) mit 12, Kavallerie mit 10 Rotten, die Artillerie ausnahmsweise ohne Munitionswagen aus. Die Parade-Ausstellung kommandierte im ganzen der General-Leutnant Graf v. Alten. Unter ihm befehligten: a. das Infanterie- Spalier vom Askanischen Platz bis zum Branden­burger Thor der Oberst Freiberr v. Wilczeck, b. das Infanterie - Spalier vom Brandenburger Thor bis an das Palais weiland Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm I. der Oberst Blecken v. Schmeling, c. das Kavallerie-Spalier der Oberst Freiherr von Fürstenberg-Borbeck, d. die Artillerie, Garde-Pionier- Bataillon und Eisenbahn - Regiment der General­major v. d. Knesebeck. Ehrenwachen, je 1 Kom­pagnie mit Fahne und Regimentsmusik stellten: a. Das Garde - Füsilier - Regiment auf dem Anhalter Bahnhof, b. das 2. Garde - Regiment zu Fuß vor der Rampe des Königlichen Schlosses. Die Ehren­wache des Garde-Füsilier-Regiments trat nach er­folgter Ankunft des Königs von Italien auf dem linken Flügel des Garde - Füsilier - Regiments ein. Die Fahnen der im Spalier stehenden Truppen holte eine Kompagnie des 3. Garde - Regiments zu

Viola lächelte schmerzlich. »Das ist ein Erbteil meiner Mutter.'

»Die Alte, die eben beschäftigt war, eine Tasse Thee eivzugikßen, hielt plötzlich inne.Wie, Eure Mutter hatte auch dies goldige Haar?"

Viola nickte.Nnr »och ein wenig röter, meinte der Vater."

Mercedes fuhr in ihrer Beschäftigung fort und sagte, ohne anfzublicken:Erzählt mir von Emer Mutter."

Ich weiß so wenig von ihr. Sie starb als ich kaum vier Jahre zählte, und ich entsinne mich nur noch, daß sie sehr sctön war und immer blaue Kleider trug mit langen Schleppen. Aber so lieb wie den Vater habe ich sie nie gehabt."

Wie hüß sie, ehe sie das Weib ihres Vaters tonrbe?"

Isabella von Wettern."

Die Alte ließ die Schale, die sie eben dem jungen Mädchen hinreichte, zur Erde fallen, daß sie gltrrend zerbrach.Verzeiht mein Ungeschick", sagte sie' mit heiserer Stimme und wandte sich, die heiße Stirn an den kalten Scheiben des Fensters zu kühlen.

Viola war hinter die Alte getreten und legte schüchtern die Hand ans ihre Schulter.

Mercedes, haben Sie meine Mntter gekannt?" Nein!"

aber war ist Ihnen?"

Nichts. ES ist spät und ich bin müde." Kann ich nichts für Sie thnnl

Nein!"

ES war eine Pause eingetreten, endlich bot Viola leise:Ich warte noch immer auf meinen Willkommen- gruß; Mei cedeS, ich bitte Sie dämm."

Ein fast feindlicher Blick der kleinen schwarzen Angen traf sie:Geht!"

Tann hatte die AU« das Zimmer verlaflen, und ausseufzend trat Viola in ihr Schlafgemach. Bei ihrem Eintritt sprang Babette, die Zofe, von einem Srsskl auf, wo sie eingeschlafen war, knixte und

Fuß. Die beiden Ehrenwachen holten ihre Fahnen selbst ab. Anzug: Paradeanzug mit Gepäck, Fuß­truppen mit weißen Hosen, Garde-Kürassier-Regiment mit Küraß und Lanze. Nachdem die allzu strenge Absperrung der Feststraße, wie sie anfänglich beab­sichtigt war, wobei für das Publikum fast gar kein Raum übrig blieb, so daß der hohe Gast unseres Kaisers in Gefahr kam, seinen Einzug in Berlin unter Ausschluß der Oeffentlichkeit zu halten, glücklicherweise der neuen Verordnung Platz gemacht hatte, die dem Publikum die Bürgersteige und einen Fahrdamm derLinden" freigiebt, machten die Berliner und die Hunderttausende nach Berlin ge­strömten Fremden heute von dieser Freiheit Gebrauch und nahm hinter dem spalierbildenden Militär Auf­stellung. Das Wetter war das herrlichste, was man sich denken kann. Zeigte auch der Himmel statt der tiefen Bläue des italienischen das blasiere Blau des nördlicheren Klimas, so sandte auch die Sonne nicht so sengende Strahlen wie in der Heimat des hohen Besuchers, und ein frischer Ostwind sorgte dafür, daß die Temperatur sich in angenehmen Grenzen bewegte. Mit unendlicher Begeisterung wurde Se. Majestät der Kaiser schon auf der Hinfahrt zum Anhalter Bahnhof auf dem ganzen Wege begrüßt. Gegen 10*/* Uhr fuhr der König­liche Hofzug in den Anhalter Bahnhof ein. Die von den Gardefüsilieren gestellte Ehrenwache präsen­tierte, die Regimentsmusik unter Leitung des Musikdirektors Freese intonierte die italienische Nationalhymne und nachdem der Zug gehalten und König Humbert den Salonwagen verlassen hatte, erfolgte die herzlichste Begrüßung der beiden befreundeten und verbündeten Souveräne, welche demnächst die Front der Ehrenwache ab­schritten. Am Empfange auf dem Bahnhofe nahmen auch der deutsche Kronprinz und dessen Bruder Eitel-Fritz teil. Seitens der Stadt wurde der König durch den Oberbürgermeister und Stadtver­ordnetenvorsteher begrüßt. Der Kaiser trug die Uniform des Garde-du-Corps mit dem Bande des Militärordens von Savoyen, der König die Uniform des preußischen 13. Husarenregiments mit dem Bande des schwarzen Adlerordens, der Kronprinz von Italien ebenfalls die Uniform der 13. Husaren. Der Reichskanzler, welcher die Kürassieruniform mit dem Band des Annunziatenordens trug, begrüßte Crispi, der das Band des schwarzen Adlerordens trug, mit mehrmaligem Händedruck. Die Depu­tation der Stadt Berlin, Oberbürgermeister Forcken- beck, der Stadtverordnetenvorsteher Stryck, wurde

sagte:Schön willkommen in Sobtnaalb, unb bürfte ich dem gnädigen Fräulein wohl beim Auskleiden behilflich sein?"

Haben Sie Dank, aber ich bedarf keiner Hilfe, und Sie sind gewiß müde; eS ist so spät."

Babette knixte noch einmal und entfernte sich, dem gnädigen Fräulein eine gute Nacht wünschend.

Von allen Seiten war ihr ein freundlicher, wenn nicht herzlicher Empfang geworden weshalb nnr hatte ihr die alte Spanierin ihren Gmß verweigert? Mit diesem Gedanken schlief Viola ein, während drüben in ihrem Zimmer Mercedes vor einem kleinen Madonnenbilde ans den Knieen lag in brünstigem Gebet.

ES hatte während der Nacht geregnet, nnb auch am Morgen klärte sich der Himmel nicht auf. Den Abhang hinab hatten sich kleine Rinnsale gebildet, nud von ben Bäumen und Büschen im Garten fielen langsam helle Tropfen ans den Rasen nnb ben Kies der Wege nieber. Die Luft war so weich und mild und lenzbnrchbnftet, baß man bie Sonne nicht weiter vermißte; von allen Zweigen schallte fröhliches Ge- zwitscher, nnb drunten im Erdgeschoß des Schlaffes waren Fenster und Thüren weit geöffnet.

Es war längst Tag geworden, als Viola erwachte. Sie schaute minutenlang sinnend auf bie frembe Um­gebung, bis nach unb nach bie letzlvergangene Zeit mit ihren Beaedenheiten wieder in ihrem Gedächtnis auftanitte. Dann setzte sie sich aufrecht, stützte ben Kopf in bie Hände und brach in Thränen aus.

.Einsam mutterseelenallein im fremden Hanse klang es abgebrochen dnrch ihr Schluchzen.

,O Vater l Vater 1" Dann sich plötzlich zusammen­raffend, erhob sie sich und trat, als ihre Morgentoilette beendet war, an bas Fenster. Es war doch ein schöner Anblick, ber sich ihr bot. Drnnten hinter bem Blumen, garten, in bem eS freilich noch ziemlich kahl auSsah, behüte sich ber Park mit feinen herrlichen Anlagen ben Abhang hinan, nnb da hinter erhoben sich be­waldete Gipfel, die in ber Ferne in blaue Nebel gehüllt

bei ber Ankunst des Kaisers aus dem Bahnhof von diesem mit den Worten begrüßt:Ich gratuliere zu ber schönen Ausschmückung ber Straßen; es ist alles herrlich gelungen." Nach der Ankunft König Humberts wurde die Deputation von dem Kaiser persönlich vorgepellt. Forckenbeck sprach dem Gaste die Sympat ie aus, die Berlin ihm und dem italienischen Volke freudig entgegenbringe.Beau­coup de grace, erwiderte der König, inoem er Forckenbeck und Stryck die Hand drückte. Die breite blumendekorierte Treppe nach dem mit roten Faltengehängen, Fahnen, Bannern und Lorbeer­bäumen geschmückten AuSgang nach der Möckern- straße zu hinabsteigend, wo die gegenüber liegendkn Häuser im Flaggen- und Festschmuck mit einander wetteiferten, nahmen die Majestäten im offenen Wagen Platz und fuhren langsam die Feststraße entlang, unaufhörlich enthusiastisch begrüßt von den begeisterten Rusen des herzlichen Willkommens des Volkes. Der hohe, im besten Mannesalter stehende Gast mit seinem martialischen Schnurrbart und seiner stattlichen Erscheinung erregte die Bewunderung der Berliner, die ihm und ihrem Kaiser immer wieder aufs neue zujubelten. In einem zweiten Wagen fuhr der Kronprinz Victor Emanuel neben dem Prinzen Heinrich, dem deutschen Kronprinzen und dem Prinzen Eitel Friedrich; das überaus zahlreiche Gefolge bildete einen langen Wagenzug. Eine Anzahl 24 Meter hoher Masten, die durch Anstrich und Dekoration die italienischen Farben zeigen:grün-weiß-rot", die aus einem lebendig geformten Sockel hervorwachsen und in leichtem vergoldetem Korbwerk mit grünenden Ranken endigen, bringen den ersten Gruß ber Stadt ben Herrschern, bie dann durch die vor dem Garten des Prinzen Albrecht nach dem Entwürfe des Prof. Cremer er­richtete Ehrenpforte fahren, die von Schütz nnb von ber Hude ausgeführt, deren Pfeilerschmuck:verschlungene Hände" auf die Freundschaft beider Reiche Hinweisen, während die Faltengehänge und grünen Gewinde des kreuzförmigen Baldachins, die goldenen Vasen, die wehenden Palmen, bie alles krönende Königs- trdne der Freude des Empfangs Ausdruck geben. Hier begrüßte die italienische Kolonie ihr Oberhaupt. Die einheitlich geschmückte Königgrätzerstraße, wo aus den Fenstern des ersten Stockwerks abwechselnd Banner in den italienischen Farben mit dem weißen Kreuz auf rotem Grunde, und solche in den deutschen Farben mit dem schwarzen Adler hängen, führt auf den Potsdamer Platz, wo die vom Bildhauer Leck ausgeführte auf der Mitte der Jnserperrone sich

schienen, während über bie Bänme mehr im Vorder­gründe ein leichter, grüner Schleier gebreitet lag.

.Ja, tS muß schön sein ba drüben in bem knospenben, einsamen Walde", sagte baS junge Mädchen vor sich hin, ba vernahm es hinter sich ein leichter Geräusch. ES war NieveS, bie das lachende Gesicht zur Thür hineiusteckte.

.Guten Morgen!" rief Viola, und streckte ihr die Hand entgegen.

NieveS nickte ihr zu: .Ich glaubte, Du schliefest noch", sagte sie, .willst Du mit mir zu Frühstück kommen?"

AlS sie bann zusammen in baS Speisezimmer traten, meldete Johann eben, daß ber Herr Baron in aller Frühe fortgeritten sei. (Fortsetzung folgt.)

DerFrühschoppen" beimFürstenBiSmarck vereinigte Montag Morgen etwa 200 Mitglieder des Reichstags nnb Bundesrats im Kongreßsaale, den anschließenden Gemächern und zum Teil auch im Garten des ReichSkauzlerhanses. Unter ben Parlamentariern waren die Konservativen, die Reichspartei und bie Nationalliberalen besonders stark vertreten, wie die Herren von Kleist-Retzow, Hahn, v. Manteuffel, v. Frcye, v. Friesen, v. Heyde- branb, Graf Kleift-Schmenzin, ferner Freiherr von Unrnhe-Bomst, Dr. Lenschuer, Baumbach-Altenburg, Garnp, v. Kardorff, sowie bie Abgg. v. Bennigsen, v. Marquarbsen, OechelhSuser, Fehling, Dr. Götz, Dr. Kruse, Fieser, Miquel, Dr. Trönblin, (SeibeL Bom Zentrum waren außer Windthorst u. A. bie Abgg. Mooren, Frhr. v. Hnene, Frhr. v. Wenbt nnb BarowSki anwesend. Zur Gesellschast gehörten auch Konsul Weber nnb Professor Schweninger. Von den Freifiunigen war nur Abg. Lorenzen erschienen, mit ihm derDäne" Johannsen. Der Kanzler war außerordentlich frisch, regsam unb, wie stets, von ber größten Liebenswürdigkeit gegen seine Gäste. Un­aufhörlich bewegte er sich unter ihnen unb unterhielt

y.

Schnj

meinbt

Illustriertes Sonntagsblatt-

M 120

reis-

eistet

Mynheers der Niederlande

(Nachdruck verboten.)

-llända

echte einsetzen?

i 7>i binaus.

I Einige Augenblicke standen die alte Spanierin gt das junge, blonde Mädchen einander wortlos /, 1071» Ne in Auge gegenüber, bis endlich Viola ihr

I.

n

I.

1#*

I.

Ich Frieden stören?" fragte Viola erschreckt.

ie letzten Baugerüste beseitigt, wobei Mannschaften er Feuerwehr, die Straßenreinigungsabteilungen, i sogar Pioniere undEisenbahner" kräftigen Bei­md leisteten. Die Stoff- und Flaggendekorationen

inßbii er K

/.

I. I» h

89.

st er:

I.

i-

wech ie nr bezeich im %

h. nd schließlich auch eine große Zahl Franzosen. In --er Königgrätzerstraße, hinab bis zum Askanischen

. .Ihr sollt eS fein, wenn Ihr Frieden in dies !vrs bringt", erwiderte die Alte, langsam ihre Hand dir ausgestreckte Viola's legend.

. »Ist eS so arm an Frieden, daß Sie von mir, Fremden, erwarten?"

. Bai Mannen durch die italienischen Farben ganz außer- $ dahi deutlich. Das Grün-Weiß-Rot des Hauses Savoyen nt, di immte wunderbar harmonisch zu dem saftgrünen, iffen z mgfräulichen Grün des Lustgartens und den Baum- ier $e men der Linden. Unter den Linden wurde das dlich ffl erliner Element übrigens stark durchsetzt von fremden lhlung« Ästen aller Herren Ländern. Bei jedem Schritt ng ml «nahm man Laute aller möglichen Sprachen. Neben

Li« Md des Südens.

Novelle von R. Andt.

(Fortsetzung.)

Viola hatte errötend die Augen gesenkt.

.Wohl bem, dem der rechte Frieden ins Herz ge. Wen ist", entgegnete die Alte. »Aber ich verlange 5? Euch nnr, das Ihr den Frieden deS HaufeS W stört."

SH SSnt 103'»

hres Kaisers zu Ehren errichtete. Auch zahlreiche Scharen von Landleuten, leicht kenntlich an dem leußern, waren auf den Beinen, zu Fuß und zu

Arntscheo Reich.

Berlin, 21. Mai. Ein Leben und Treiben, pi Jubel und Trubel, wie er seit den denkwürdigen

Marburg,

Donnerstag, 23. Mai 1889

Eafil 1889.

Wchenttiche Beilagen: Kreis-Blatt für Mt Kreise Marburg md Kirchhain

Expedition Matti 21. Redaktion, Druck und Verlag von Istz. Ang. Koch.

101*»

104

77*1

______ stißigen Händen damit beschäftigt, die letzten Hammer­brücke i hlägx, den vollendenden Pinselstrich zu machen, die ni hlen Banner und Fahnen zu entfalten, Kies und genuin annenreiser wurden auf der mittleren Via trium ftße lal halis ausgestreut und mit nie gesehener Fixigkeit

kibar und zwischen den langen, hin und wider ooS j|jtenben Wagen wimmelte es von festlich geschmückten «ßgängern. Um 8 Uhr waren noch Tausende von

>8, b( iMgen Kaiser Wilhelms I. in Berlin noch nicht ormitli dagewesen, herrschte heute früh schon mit Bau», ^brechendem Morgen in der eigentlichen Via trium djnuti« phalis und allen angrenzenden Straßen. Von allen 3zuM teilten der Peripherie unserer Riesenstadt ergoß schon mit Beginn des Sonnenaufganges, der ein

d »Mercedes, ba ist Viola" sagte Nieves wenige Minuten später, als sie in Viola's Wohnzimmer Ursi, Nben, baB mit ber ftngenben Theemaschine auf bem H, «sch einen sehr traulichen Eindruck machte. Dann f»* ihnte sie nnb fuhr fort: .Ich bin jetzt auch mübe.

Ne Nacht, unb schlafe wohl, Viola", bann eilte

0-ck. »Ich mag bie Farbe eben nicht leiben*, sagte j £®lte, auf das goldige Haar deS jungen Mädchens Nenb, baS in weichen, glänzenden Ringeln über 2* Staden anfbaS schwarze Gewand nieder floß,sie Twutet Streit nnb Unfriebeu."

Ii Hände entgegen streckte, nnb mit ihrer weichen '»«vgreichen Stimme bat: .Heißen Sie mich auch wommen, bitte."

49 Regier chten $ bnng i

: Ein . -

legen tes, herrliches Hohenzollernwetter mit einem fast »r v ienischcn, wolkenlosen Himmel brachte, ein von frist ui de zu Stunde stärker anschwellender Menscken- nach dem Herzen der Stadt, nach der, Via ai phalis, welche bie Stabt Berlin dem Gaste

nebst :it, T iten , en, lienajj leiten , izeln m iufantm >m z,

Erscheint täglich ut|a an Werktag« m-ch tzoun- nnb Feiertagen. Qrurrttt-UdonnrmerttS-Preis bei der Expe­dition 2«/, SU, bei den Postämtern 3 SIL 50 Pfg. (exv. Bestellgeld). Jnsrrtionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.

Anzeige* nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie d. Annoncen-vureanx von Haasenstein und Logier in Frankfurt a. »affet Magdeburg er. Wien; Rndotf XXIV. ^(1111(1(111 (I. Moffe inFmnkftttta.».,Lettin,Münchenn.1«ln; G.L.

Daube n. So. in Frankfurt a. WL, Berlin, Hannover. Paris.

.aber Sie bedürfen ber Ruhe, liebes Ktub", 1 chr ber Oberst fort, .beßhalb will ich Ihnen nur reL ' >ch gute Nacht wünschen. Unb nicht wahr, Sie --1 erden den Onkel Soldat wieder in feine alten

en fu w überaus stark vertretenen Kindern Albions schien li 188SB«S Uankee - Element diesesmal in großen Massen

-sch, «orhanden, desgleichen die Mynh

Lagen; wers rur irgend zu leisten vermocht, hatte UU(L W eine Droschke zugelegt, um möglichst schnell nach " kn Linden gelangen und die dort nunmehr vollen- a $ ** kttn Dekorationen vor der polizeilichen Absperrung ö d i Augenschein nehmen zu können. Tie koloffalcn D^"-Menschenmaffen, alle nach einem Punkte zusammen- $ längend, machten den Lustgarten, Opernhausplotz l Ter» namentlich bie Linden nur äußerst schwer pas-